{"id":107340,"date":"2023-11-28T08:44:06","date_gmt":"2023-11-28T07:44:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107340"},"modified":"2023-11-28T08:44:06","modified_gmt":"2023-11-28T07:44:06","slug":"hinweise-des-tages-4493","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107340","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107340#h01\">&raquo;Die Schuldenbremse ist eine Verr&uuml;cktheit&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107340#h02\">Haushaltskrise: CSU-Chef S&ouml;der fordert Neuwahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107340#h03\">W&auml;rmepumpen und Ladestationen: Netzbetreiber d&uuml;rfen bei &Uuml;berlastung Strombezug einschr&auml;nken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107340#h04\">Solarstrom vom Dach oder aus den Alpen ist s&uuml;ndhaft teuer &ndash; sogar neue Kernkraftwerke schneiden besser ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107340#h05\">Neustes zum Maidan: Ein Putsch und keine &laquo;Revolution in W&uuml;rde&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107340#h06\">Kriegsm&uuml;de Ukrainer: Ohne Begeisterung an die Front<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107340#h07\">Z&uuml;ndeln in der Hauptstadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107340#h08\">Die ignorierte Hungerblockade<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107340#h09\">L&auml;nderinitiative f&uuml;r mehr Organspenden durch Widerspruchsl&ouml;sung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107340#h10\">Corona-Lockdown: Falsche Prognosen der Regierungsberaterin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107340#h11\">Altersversorgung: Rentner-Paradies &Ouml;sterreich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107340#h12\">Wissenschaftler: &ldquo;Tablets und Laptops machen die Kinder d&uuml;mmer&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107340#h13\">Comeback der Kinderarbeit in den USA: Nach Schulschluss geht&rsquo;s ins K&uuml;hlhaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107340#h14\">Alexander Neu nach Austritt: &bdquo;Keine Perspektive&ldquo; f&uuml;r die Linke<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&raquo;Die Schuldenbremse ist eine Verr&uuml;cktheit&laquo;<\/strong><br>\nDer d&auml;nische &Ouml;konom Jacob Funk Kirkegaard h&auml;lt den deutschen Staat f&uuml;r viel zu geizig. Wer das Leitbild der schw&auml;bischen Hausfrau predige, habe von Wirtschaft keine Ahnung.<br>\nSPIEGEL: Herr Kirkegaard, hat Deutschland ein Schuldenproblem?<br>\nKirkegaard: Nein, nein, nein!<br>\nSPIEGEL: Was macht Sie da so sicher?<br>\nKirkegaard: Entscheidend daf&uuml;r ist die Frage, ob man sich die Kosten der Kredite leisten kann. Deutschland muss heute zwar etwas h&ouml;here Zinsen auf seine Staatsschulden zahlen als noch vor ein paar Jahren, kann das aber locker verkraften. Die Antwort auf Ihre Frage bleibt deshalb ein uneingeschr&auml;nktes Nein.<br>\nSPIEGEL: Wir fragen, weil sich die Ampelkoalition nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wegen der Schuldenfrage in eine Regierungskrise man&ouml;vriert hat.<br>\nKirkegaard: Wunden, die man sich selbst zugef&uuml;gt hat, sind f&uuml;r Au&szlig;enstehende besonders schwer nachzuvollziehen. Wie auch andere &Ouml;konomen habe ich seit Jahren davor gewarnt, dass die deutsche Schuldenbremse den Test der Zeit nicht bestehen w&uuml;rde. Jetzt haben wir&rsquo;s. Wenn die Bundesregierung das Bundesverfassungsgericht beim Wort nimmt, sind alle Sonderverm&ouml;gen mit Ausnahme der Bundeswehr verfassungswidrig. Das hinterl&auml;sst im Haushalt ein gro&szlig;es Loch.<br>\nSPIEGEL: Die Bundesregierung hat angek&uuml;ndigt, dass sie die Schuldenbremse auch f&uuml;r das Jahr 2023 aussetzen will. Was w&uuml;rde es f&uuml;r die Wirtschaft bedeuten, wenn Deutschland an der Schuldenbremse festh&auml;lt?<br>\nKirkegaard: Wenn man die Schuldenbremse nicht lockert oder frivol einen weiteren Notstand erkl&auml;rt, w&uuml;rde Deutschland schon bald in eine tiefe Rezession schlittern. Das ist einfache Mathematik. Ich wei&szlig; nicht, wie es Ihnen geht. Aber eine Regierungspolitik, die willentlich eine Rezession riskiert, f&auml;nde ich reichlich seltsam, wenn nicht gar verr&uuml;ckt. Von der Signalwirkung f&uuml;r Europa ganz zu schweigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/daenischer-oekonom-ueber-deutschlands-haushalt-die-schuldenbremse-ist-eine-verruecktheit-a-c5a9ed99-19a0-4043-8780-42d9356da11e\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Haushaltschaos: Gr&uuml;nenfraktionschefin will mit Union &uuml;ber Schuldenbremse verhandeln<\/strong><br>\nNach dem Haushaltsurteil diskutiert die Ampel &uuml;ber eine Reform der Schuldenbremse. Die Gr&uuml;nenfraktionsvorsitzende Katharina Dr&ouml;ge setzt auf die Unterst&uuml;tzung der Union.<br>\nDie Gr&uuml;nenfraktionsvorsitzende Katharina Dr&ouml;ge will mit der Union &uuml;ber eine Reform der Schuldenbremse verhandeln. Sie sagte am Montag vor einer Fraktionssitzung in Berlin, sie freue sich, dass die ersten CDU-Ministerpr&auml;sidenten Gespr&auml;chsbereitschaft mit Blick auf eine Reform der Schuldenbremse signalisiert h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/haushalt-gruenen-fraktionschefin-katharina-droege-will-reform-der-schuldenbremse-mit-union-a-c71a3a5b-84c4-4e16-b8ff-6503a8b822b3\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Haushaltskrise: CSU-Chef S&ouml;der fordert Neuwahlen<\/strong><br>\nWird die Ampel den Weg aus der Haushaltskrise finden? Der CSU-Chef Markus S&ouml;der glaubt das nicht mehr &ndash; und spricht sich f&uuml;r vorgezogene Neuwahlen aus. F&uuml;r die Zeit nach der Wahl schwebt ihm eine Neuauflage der Gro&szlig;en Koalition vor. (&hellip;)<br>\nSchon am Wochenende hatte S&ouml;der die Bundesregierung scharf kritisiert. Auf dem Delegiertentreffen seiner Partei am Sonnabend sprach er von einer &ldquo;schweren Staatskrise&rdquo;. Das Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts sei eine &ldquo;Niederlage mit Ansage&rdquo; und eine &ldquo;fundamentale Blamage&rdquo; Deutschlands in der Welt gewesen.<br>\nAngesichts des Zustands der Regierung k&ouml;nne es im Juni m&ouml;glicherweise nicht nur eine EU-Wahl geben, sondern auch eine Bundestagswahl. Der ambitionierte S&ouml;der hatte bereits vor einem guten Monat die Ampel f&uuml;r &ldquo;stehend k.o.&rdquo; erkl&auml;rt &ndash; und die SPD zum Verlassen der Ampel und zu einem B&uuml;ndnis mit der Union aufgefordert.<br>\nDie Bundesregierung steht seit dem Urteil unter erheblichem Druck. Am Dienstag wird der Bundeskanzler Olaf Scholz eine Regierungserkl&auml;rung im Bundestag abgeben. Es d&uuml;rfte zahlreiche kritische Fragen vonseiten der Opposition geben. Bereits an diesem Montag l&auml;dt Wirtschaftsminister Robert Habeck seine Kollegen aus den Bundesl&auml;ndern zum Krisengipfel in sein Ministerium ein.<br>\nDies d&uuml;rfte f&uuml;r den Kinderbuchautor ein schwieriger Termin werden, weil mit dem Wegfall des &ldquo;Transformationsfonds&rdquo; zahlreiche gro&szlig;e Projekte auf der Kippe stehen &ndash; etwa die Ansiedlung von Chipfabriken in Dresden und Magdeburg.<br>\nExperten rechnen nicht mit einem Platzen der Ampel vor dem 8. Dezember 2023. An diesem Tag wird die Regierung zwei Jahre im Amt sein &ndash; und die Minister h&auml;tten bei einem Ausscheiden unter Umst&auml;nden Anspruch auf ein Ruhegeld.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/inland\/188175-haushaltskrise-csu-chef-soeder-fordert\/%20\">RT DE<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Es gibt jetzt nur folgende Optionen<\/strong><br>\nEs gibt jetzt nur folgende Optionen, um eine perfekte Br&uuml;ningsche Politik und Deutschlands &ouml;konomische Kannibalisierung zu verhindern:<br>\nHeizungsgesetz beerdigen, da die GEG F&ouml;rderung nun hinf&auml;llig ist, und kleine Br&ouml;tchen backen oder die Vertrauensfrage stellen, abtreten und Neuwahlen erm&ouml;glichen. Die Reform der Schuldenbremse w&uuml;rde so zur nationalen Frage gemacht, um eine Abstieg Deutschlands und somit den Aufstieg der AfD zu verhindern.<br>\nDann muss eben die Bev&ouml;lkerung &uuml;ber diese K&uuml;rzungspolitik entscheiden und ggf der CDU den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen. Wenn es SPD und Gr&uuml;ne ernst meinen, k&ouml;nnen sie ja dann als absolute Bedingung zur Mitwirkung an einer neuen Regierung Reform der Schuldenbremse machen.<br>\nWenn SPD und Gr&uuml;ne das jetzt aber durchziehen wollen, und Verbrauchssteuern erh&ouml;hen werden sie politisch daf&uuml;r haften! Man darf sie dann auch nicht schonen. Es sind jetzt Stunden der Wahrheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/FabioDeMasi\/status\/1725400124166218175\">Fabio De Masi via Twitter\/X<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>W&auml;rmepumpen und Ladestationen: Netzbetreiber d&uuml;rfen bei &Uuml;berlastung Strombezug einschr&auml;nken<\/strong><br>\nHaushalte, die elektrisch heizen und E-Autos laden, verbrauchen mitunter mehr Strom, als lokale Netze zur Verf&uuml;gung stellen k&ouml;nnen. Ab Januar kann die Energie nun &raquo;in zwingenden Ausnahmen&laquo; gedrosselt werden.<br>\nIn Deutschland werden immer mehr Elektroautos und W&auml;rmepumpen verkauft. Wenn beide gleichzeitig Strom brauchen &ndash; etwa an kalten Winterabenden, an denen Menschen ihre Heizung hochdrehen und ihr E-Auto laden m&ouml;chten &ndash; kann das zum Problem f&uuml;r Verteilnetze werden, konkret f&uuml;r die Niederspannungsleitungen auf den letzten Kilometern zu den H&auml;usern. Wie geht man damit um, wenn der Strom einmal knapp wird?<br>\nDie Bundesnetzagentur hat f&uuml;r solche F&auml;lle nun Regeln aufgestellt: Netzbetreiber d&uuml;rfen k&uuml;nftig den Strombezug von neuen steuerbaren W&auml;rmepumpen oder Ladestationen zeitweise einschr&auml;nken, wenn eine &Uuml;berlastung des Stromnetzes droht. Dabei m&uuml;sse aber &raquo;eine Mindestleistung immer zur Verf&uuml;gung stehen&laquo;, teilte die Bundesnetzagentur mit.<br>\nDer Ansatz der Bundesnetzagentur besteht vor allem darin, dass Netzbetreiber den Strombezug neuer Ladestationen und W&auml;rmepumpen vor&uuml;bergehend einschr&auml;nken d&uuml;rfen, wenn das n&ouml;tig ist, um eine &Uuml;berlastung des Verteilnetzes vor Ort zu vermeiden. Es geht in dem Fall also nicht um die gro&szlig;en Stromautobahnen von Nord nach S&uuml;d.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/strom-fuer-waermepumpen-und-ladestationen-netzbetreiber-duerfen-bei-ueberlastung-strom-drosseln-a-afe9faee-70d6-490d-9f72-67f93c784f7d\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Solarstrom vom Dach oder aus den Alpen ist s&uuml;ndhaft teuer &ndash; sogar neue Kernkraftwerke schneiden besser ab<\/strong><br>\nSoll die Energiewende in der Schweiz gelingen, muss man sich von einigen Klischees verabschieden. Berechnungen des Energiekonzerns Axpo zeigen: Windenergie und selbst neue AKW sind g&uuml;nstiger als Photovoltaik &ndash; wenn man alle Kosten einbezieht. (&hellip;)<br>\nDer gr&ouml;sste Schweizer Energiekonzern, Axpo, stellt am Dienstag eine Website vor, auf der jedermann &uuml;ber ein Dutzend Vorschl&auml;ge aus der Politik und von Verb&auml;nden zur Dekarbonisierung evaluieren kann. Im Fokus stehen die Kosten, die H&ouml;he der Subventionen und der Importe. Zu gross darf dabei die Winterl&uuml;cke nicht werden, will man keinen Versorgungsengpass riskieren. Der neue &laquo;Power-Switcher&raquo;, den die NZZ vorab testen konnte, zeigt einige erstaunliche Ergebnisse. (&hellip;)<br>\nSolarmodule auf D&auml;chern und an Fassaden fehlen in keiner Strategie. Immerhin sind die Geb&auml;ude, auf die sie montiert werden, schon da. Und tats&auml;chlich: F&uuml;r den einzelnen Hausbesitzer kann eine Investition durchaus lukrativ sein. Wenn er einen guten Teil des Stroms selbst verbraucht, spart er allerhand Abgaben, Steuern und Netzkosten. Und er erh&auml;lt von der &ouml;ffentlichen Hand erst noch eine Subvention von bis zu 30 Prozent an seine Investition.<br>\nSolarstrom vom Dach wird deshalb vom Publikum als vermeintlich g&uuml;nstige Energiequelle angesehen. Allerdings w&auml;lzt der Hausbesitzer einen Teil der Kosten auf die Allgemeinheit ab.<br>\nDie Systemkosten von Solarstrom sind jedenfalls hoch. Man muss das Netz ausbauen, wenn immer mehr Strom dezentral hergestellt wird, und zuweilen sogar die Einspeisung stoppen, um eine &Uuml;berlastung abzuwenden.<br>\nDazu kommt, dass die Erl&ouml;se von Solarstrom am Markt oft gering sind. Das hat damit zu tun, dass Solarstrom geh&auml;uft im Sommer anf&auml;llt, wenn die Nachfrage vergleichsweise niedrig ist und zudem in ganz Europa die Sonne scheint. Entsprechend gering ist die Wertigkeit dieser Elektrizit&auml;t.<br>\nWenn man all dies ber&uuml;cksichtigt, ist Strom vom Dach kaum wirtschaftlich: Die sozialen Kosten sind jedenfalls viel h&ouml;her als die privaten. Es bedarf deshalb hoher Subventionen, damit in grossem Stil Solarmodule installiert werden. (&hellip;)<br>\nUnschlagbar g&uuml;nstig in der Stromproduktion sind die bestehenden Kernkraftwerke sowie die Wasserkraft. Sie verdienen in allen Szenarien Geld. Danach folgt in den Axpo-Berechnungen bereits die Windkraft &ndash; und nicht die Solarenergie. Windenergie kommt in diversen Szenarien ohne Subventionen aus. (&hellip;)<br>\nBei einer Dunkelflaute, wenn also kein Wind weht und es neblig ist, m&uuml;ssen Gaskraftwerke in die Bresche springen, sofern 2050 keine Kernkraftwerke mehr zur Verf&uuml;gung stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/solarstrom-vom-dach-oder-aus-den-alpen-ist-suendhaft-teuer-sogar-neue-kernkraftwerke-schneiden-besser-ab-ld.1765538\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Situation bez&uuml;glich der Kosten d&uuml;rfte hierzulande &auml;hnlich sein. Und auch in Deutschland fehlen Gaskraftwerke, die laut Koalitionsvertrag der Ampelparteien bis zur Versorgungssicherheit durch Erneuerbare Energien <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/resource\/blob\/974430\/1990812\/04221173eef9a6720059cc353d759a2b\/2021-12-10-koav2021-data.pdf?download=1\">notwendig<\/a> (Seite 59) seien und gebaut werden sollen bzw. m&uuml;ssen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Neustes zum Maidan: Ein Putsch und keine &laquo;Revolution in W&uuml;rde&raquo;<\/strong><br>\nHeute steht fest: Die USA und Faschisten haben den Machtwechsel in Kiew herbeigef&uuml;hrt. Manche Medien nehmen es nicht zur Kenntnis.<br>\nZehn Jahre nach dem Putsch und dem illegalen &laquo;Regime Change&raquo; in Kiew verbreiten viele Medien noch immer die Version der heutigen ukrainischen Regierung und der USA, es habe sich um eine &laquo;Revolution der W&uuml;rde&raquo; gehandelt (in der BBC und auf Wikipedia &laquo;revolution of dignity&raquo;). Oder es sei einfach eine &laquo;proeurop&auml;ische Revolution&raquo; gewesen. Die Begriffe &laquo;proeurop&auml;isch&raquo; und &laquo;Revolution&raquo; h&auml;ngen dem gewaltsamen Putsch ein sympathisches M&auml;ntelchen um.<br>\nObwohl unterdessen die meisten Indizien dagegen sprechen, behauptete die ARD-Tagesschau zum zehnten Jahrestag am 21. November 2023: &laquo;Das damalige Regime gab den Schiessbefehl&raquo;.<br>\nDem Massaker fielen etwa hundert Menschen zum Opfer. Es f&uuml;hrte zum Sturz des demokratisch gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Janukowitsch. Die Erz&auml;hlung einer schiessw&uuml;tigen Regierung und einer spontanen Machtergreifung des Volkes entspricht schon lange nicht mehr den aufgearbeiteten Tatsachen. Drahtzieher des Machtwechsels waren vielmehr die USA und proeurop&auml;ische ukrainische Oligarchen. Beide st&uuml;tzten sich w&auml;hrend der entscheidenden Tage auf faschistische Kampfgruppen.<br>\nWer diese Tatsachen ausspricht, muss sich mancherorts noch heute den Vorwurf gefallen lassen, er sei ein &laquo;Putin-Versteher&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/neustes-zum-maidan-ein-putsch-und-keine-revolution-in-wuerde\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kriegsm&uuml;de Ukrainer: Ohne Begeisterung an die Front<\/strong><br>\nSelenskyj will h&auml;rter gegen B&uuml;rger vorgehen, die sich dem Kriegsdienst gegen Russland entziehen. Hohe Verluste im Kampf m&uuml;ssen ausgeglichen werden. Was die Ukraine gegen Unwillige unternimmt.<br>\nUS-amerikanische Sch&auml;tzungen gehen davon aus, dass rund 70.000 Ukrainer im Krieg gegen Russland bisher gefallen sind. Der neuste, von Selenskyj selbst best&auml;tigte Bericht spricht von knapp 62.000.<br>\nGingen zu Beginn des Krieges noch viele ukrainische Soldaten voller Begeisterung in den Abwehrkampf gegen die russische Invasion, hat sich dieses Bild inzwischen ge&auml;ndert und selbst &auml;u&szlig;erst Ukraine-patriotische deutsche Medien sprechen von einer zunehmenden Kriegsm&uuml;digkeit.<br>\nDieser Umstand und die zahlreichen Gefallenen oder schwer Verwundeten im privaten Umfeld vieler Ukrainer f&uuml;hren dazu, dass immer mehr ukrainische M&auml;nner nicht k&auml;mpfen wollen. Selbst f&uuml;hrende Kiewer Milit&auml;rs geben das zu, wie der Oberbefehlshaber der Streitkr&auml;fte Walerij Saluschnyi in der US-Zeitschrift The Economist.<br>\nEr sieht auch die zunehmend begrenzten M&ouml;glichkeiten, Fronttruppen mit frischen Einheiten auszuwechseln als Motivationshemmschuh. Daran &auml;ndert auch der Kampf mit moderner westlicher Ausr&uuml;stung nichts, wenn sie von abgek&auml;mpften Einheiten dauerhaft bedient werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Kriegsmuede-Ukrainer-Ohne-Begeisterung-an-die-Front-9540111.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Z&uuml;ndeln in der Hauptstadt<\/strong><br>\n&raquo;Berliner Sicherheitskonferenz&laquo; als Schnittstelle zwischen Politik und Lobbyismus. Antimilitaristisches B&uuml;ndnis ruft zu Protesten auf.<br>\nF&uuml;hrende Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Milit&auml;r und Industrie versammeln sich in der Hauptstadt, um neue Kriege ins Visier zu nehmen, die Waffen daf&uuml;r zu verkaufen, die n&ouml;tigen Feindbilder zu malen und um die Narrative zu entwickeln, die den Bev&ouml;lkerungen all das schmackhaft machen sollen. F&uuml;r zwei Tage l&auml;dt die &raquo;Berlin Security Conference&laquo; (BSC) ab Mittwoch ins Hotel Andel&rsquo;s nach Berlin-Lichtenberg. Die BSC wird von Uwe Proll, dem Chefredakteur des Beh&ouml;rdenspiegels, organisiert. In den 22 Jahren seines Bestehens habe sich der Kongress &raquo;zu einer der bedeutendsten und gr&ouml;&szlig;ten Veranstaltung der Europ&auml;ischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik entwickelt&laquo;, hei&szlig;t es gro&szlig;spurig auf dem Internetauftritt der BSC. Ein linkes antimilitaristisches B&uuml;ndnis ruft zum Protest gegen die Kriegs- und R&uuml;stungsschau auf. Zum Einstimmen auf den Geist des Events beginnt das Stabsmusikkorps der Bundeswehr am Mittwoch morgen mit dem Spielen von Nationalhymnen. Es folgt die Begr&uuml;&szlig;ungsrede des diesj&auml;hrigen BSC-Pr&auml;sidenten Wolfgang Hellmich, der als Obmann f&uuml;r die SPD im Verteidigungsausschuss des Bundestages sitzt. Nach dem ersten Fachbeitrag von der ukrainischen Vizeministerpr&auml;sidentin f&uuml;r die europ&auml;ische und euro-atlantische Integration der Ukraine, Olga Stefanischina, folgt die erste &raquo;High-Level-Debatte&laquo; zum Thema der &raquo;zuk&uuml;nftigen Sicherheitsstruktur in Europa&laquo;. Angesichts der Besetzung des Panels &ndash; Regierungsvertreter aus Norwegen, den Niederlanden, Lettland, Ukraine und Finnland &ndash; l&auml;sst sich erahnen, welche Form diese &raquo;Sicherheitsstruktur&laquo;, an der die Fachleute hier werkeln, annehmen k&ouml;nnte. Der zweite Tag wird von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und dessen niederl&auml;ndischer Amtskollegin Kajsa Ollongren er&ouml;ffnet. Es folgen Interviews und Panels zu geostrategischen Planspielen an &raquo;der S&uuml;dflanke und dem Schwarzen Meer&laquo; sowie im &raquo;indopazifischen&laquo; Raum. Die diversen Kaffeepausen und ebenso das &raquo;Get-together&laquo; am Abend des ersten Kongresstages &raquo;bieten gute M&ouml;glichkeiten zur Netzwerkbildung f&uuml;r alle Teilnehmer&laquo;, wie es weiter hei&szlig;t. Ein BSC-Ticket ist f&uuml;r Abgeordnete gratis, kostet f&uuml;r Angeh&ouml;rige einer Regierung oder eines Milit&auml;rs 99 Euro, f&uuml;r Studierende 50 Euro und f&uuml;r alle anderen Personen 1.065 Euro (plus Umsatzsteuer).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/464094.security-conference-2023-z%C3%BCndeln-in-der-hauptstadt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die ignorierte Hungerblockade<\/strong><br>\nDas Europaparlament lobt die Hungerblockade der westafrikanischen Staatenorganisation ECOWAS gegen Niger. Dies geht aus einer Erkl&auml;rung hervor, die das Parlament in der vergangenen Woche beschlossen hat und die au&szlig;erdem noch Sanktionen gegen f&uuml;hrende nigrische Politiker und Milit&auml;rs fordert. Die ECOWAS hatte die Blockade auch auf Druck der M&auml;chte Europas kurz nach dem Putsch in Niamey vom 26. Juli verh&auml;ngt, um die Bev&ouml;lkerung zum Sturz der &ndash; bislang popul&auml;ren &ndash; Putschregierung zu veranlassen. L&auml;ngst werden Nahrungsmittel und Medikamente knapp, der Mangel an Strom ist eklatant. Der gest&uuml;rzte nigrische Pr&auml;sident Mohamed Bazoum hatte vor allem in der Abwehr von Fl&uuml;chtlingen bereitwillig mit der EU kooperiert und Fl&uuml;chtlinge, die durch die Sahara in Richtung Mittelmeer reisen wollten, auf abgelegene, gef&auml;hrlichere Wege durch die W&uuml;ste abgedr&auml;ngt, was die Anzahl der Todesopfer rasch in die H&ouml;he hatte schnellen lassen. Grundlage war ein Gesetz zur Illegalisierung der Migration, das Niamey 2015 auf Druck der EU verabschiedet hatte. &Uuml;bergangspr&auml;sident Abdourahamane Tiani hat das Gesetz in der vergangenen Woche aufgehoben; Migration ist in Niger jetzt wieder legal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9418\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>L&auml;nderinitiative f&uuml;r mehr Organspenden durch Widerspruchsl&ouml;sung<\/strong><br>\nDie L&auml;nder Nordrhein-Westfalen, Baden-W&uuml;rttemberg und Hessen wollen mit einer neuen Initiative die Zahl der Organspenden erh&ouml;hen. Dazu stellten sie heute im Bundesrat einen Entschlie&szlig;ungsantrag vor. Er for&shy;derte die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf zur Widerspruchsl&ouml;sung im Transplantationsrecht vorzule&shy;gen. Nun beraten die Fachaussch&uuml;sse &uuml;ber die Vorlage.<br>\nBei der Widerspruchsl&ouml;sung gilt grunds&auml;tzlich jeder Mensch nach einem Hirntod als Organspender, sofern er dem zu Lebzeiten nicht ausdr&uuml;cklich widersprochen hat. Nach derzeit geltendem Recht muss jede Person hin&shy;gegen einer Spende zu Lebzeiten ausdr&uuml;cklich zustimmen. Falls keine schriftliche Erkl&auml;rung vorliegt, k&ouml;nnen auch die Angeh&ouml;rigen in seinem Sinne zustimmen.<br>\nDer Bundestag hatte erst 2020 ein Gesetz zur St&auml;rkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende beschlossen. Ein Gesetzentwurf f&uuml;r die Widerspruchsl&ouml;sung fand seinerzeit keine Mehrheit. Bundgesund&shy;heits&shy;minister Karl Lauterbach (SPD) hatte die Forderung nach einer Widerspruchsl&ouml;sung damals mitgetragen und begr&uuml;&szlig;t die neue L&auml;nderinitiative. (&hellip;)<br>\nIm vergangenen Jahr waren die Spendezahlen noch einmal deutlich gesunken. Bundesweit gab es 869 Organ&shy;spender, ein Minus von fast sieben Prozent gegen&uuml;ber 2021. In den ersten vier Monaten dieses Jahres hat sich die Statistik allerdings wieder dem Niveau der Vorjahre angen&auml;hert. Von Januar bis April 2023 gab es bundes&shy;weit 311 Organspender. Dadurch konnten 954 Organe f&uuml;r eine Transplantation gemeldet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/147616\/Laenderinitiative-fuer-mehr-Organspenden-durch-Widerspruchsloesung%20\">aerzteblatt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auf dem Weg zum Menschen als Ware ist die bisherige Regelung offensichtlich ein Hindernis.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Corona-Lockdown: Falsche Prognosen der Regierungsberaterin<\/strong><br>\nDie Physik-Professorin Viola Priesemann legitimierte strenge Massnahmen in Deutschland. Grosse Medien beriefen sich darauf. [&hellip;]<br>\nPriesemann beriet nicht nur die deutsche Regierung, die Physikerin wurde auch in den Medien zum Shooting-Star. Sie war Gast bei &laquo;Markus Lanz&raquo; und &laquo;Maybrit Illner&raquo;, sie kam unter anderem in den &laquo;ARD&raquo;-Tagesthemen zu Wort, in den &laquo;ZDF&raquo; Nachrichten, in der Sendung &laquo;Berlin direkt&raquo;, beim &laquo;NDR&raquo;, im &laquo;Deutschlandfunk&raquo; und sie wurde in grossen Printmedien zitiert.<br>\nDoch bis zur Pandemie hatte sich Priesemann nicht &ndash; wie etwa der niederl&auml;ndische Mathematiker Odo Diekmann &ndash; mit Infektionsausbr&uuml;chen befasst, sondern mit Neurowissenschaft.<br>\nAm 15. Mai 2020 ver&ouml;ffentlichten Priesemann und ihre Kollegen ihre Modellrechnungen in der Wissenschafts-Zeitschrift &laquo;Science&raquo;. &laquo;Mit diesem Ansatz k&ouml;nnen die Wirkungen von Massnahmen zeitnah beurteilt werden. K&uuml;nftige Eingriffe und Lockerungen von Beschr&auml;nkungen k&ouml;nnen [&hellip;] modelliert werden, was kurzfristige Prognosen f&uuml;r die Fallzahlen erm&ouml;glicht&raquo;, lobten Priesemann und ihre Kollegen ihren Ansatz. Er k&ouml;nne &laquo;dazu beitragen, die Effizienz von Massnahmen in anderen L&auml;ndern zu ermitteln und die politischen Entscheidungstr&auml;ger hinsichtlich der Versch&auml;rfung, Lockerung und Auswahl geeigneter Massnahmen zu informieren.&raquo;<br>\nDieser Artikel kam wie gerufen. Er legitimierte wissenschaftlich, was die deutsche Bundesregierung beschlossen hatte. Priesemanns Modellierung zeigte eindr&uuml;cklich, wie die angeordneten Massnahmen die Ausbreitung des Virus stufenweise reduzierten. Damit untermauerte die Physikerin den Nutzen und Sinn des Lockdowns, der fast das gesamte &ouml;ffentliche Leben in Deutschland zum Erliegen brachte.<br>\nDumm nur, dass andere Wissenschaftler nicht nachvollziehen konnten, was Priesemann und ihr Team da berechnet hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/corona-lockdown-falsche-prognosen-der-regierungsberaterin\/%20\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Altersversorgung: Rentner-Paradies &Ouml;sterreich?<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht und auch die Linke sprechen sich f&uuml;r ein Rentensystem nach dem Vorbild &Ouml;sterreichs aus. Dort gehen die Menschen fr&uuml;her in Rente und bekommen mehr Geld. Wie funktioniert das? Und ist das Modell &uuml;bertragbar? [&hellip;]<br>\nWer ein so langes Erwerbsleben hinter sich hat, kann in &Ouml;sterreich mit einer guten staatlichen Rente rechnen. Die Bez&uuml;ge sind wesentlich h&ouml;her als in Deutschland. Oft wird das darauf zur&uuml;ckgef&uuml;hrt, dass in &Ouml;sterreich fast alle Erwerbst&auml;tigen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen &ndash; auch die staatlichen. Vor rund 20 Jahren wurde das durch eine gro&szlig;e Rentenreform wirksam.<br>\nZwei Motive seien f&uuml;r die Reform ausschlaggebend gewesen, erkl&auml;rt die Rentenexpertin Christine Mayrhuber vom &Ouml;sterreichischen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung Wien. Das Ziel sei dabei gewesen, &ldquo;die altersbedingten Aufwendungen zu d&auml;mpfen&rdquo; und gleichzeitig &ldquo;einen Gleichklang herzustellen zwischen den unterschiedlichen Besch&auml;ftigungsgruppen&rdquo;.<br>\nDas Beamtentum wurde fast g&auml;nzlich abgeschafft, um die Gleichbehandlung zwischen staatlichen und anderen Angestellten zu erm&ouml;glichen. Auch Selbstst&auml;ndige sind in &Ouml;sterreich verpflichtet einzuzahlen. Am Ende sollen Rentnerinnen und Rentner nach 45 Beitragsjahren 80 Prozent ihres durchschnittlichen Lebenseinkommens erhalten.<br>\nDas kostet &ndash; die Erwerbst&auml;tigen und den Staat, so Holger Bonin, Leiter des Instituts f&uuml;r H&ouml;here Studien. &ldquo;Die Ausgaben, zun&auml;chst einmal die Sozialbeitr&auml;ge, sind vier Prozentpunkte h&ouml;her als in Deutschland. Und auch der Steuerzuschuss, der aus dem Bundeshaushalt kommt, ist ungef&auml;hr f&uuml;nf Prozentpunkte h&ouml;her als in Deutschland&rdquo;, sagt der Experte. &ldquo;Also es kostet, ist aber auch logisch: Wenn man h&ouml;here Pensionsniveaus haben m&ouml;chte, muss man auch mehr bezahlen.&rdquo;<br>\nDer deutsche &Ouml;konom hat in &Ouml;sterreich eine heftige Debatte losgetreten mit dem Vorschlag, das Rentenalter auf 67 anzuheben. Momentan gehen &Ouml;sterreicher mit 65 in Rente, &Ouml;sterreicherinnen mit 60 Jahren. Das Eintrittsalter f&uuml;r Frauen wird aktuell schrittweise auf 65 angehoben. Auch das ein Grund f&uuml;r die hohen Kosten. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Deutschland hat ja seit l&auml;ngerer Zeit die Weichenstellung, dass die zweite oder dritte S&auml;ule gef&ouml;rdert werden sollte&rdquo;, so &Ouml;konomin Mayrhuber. &ldquo;Diese Weichenstellung gab es in &Ouml;sterreich in der Form nicht. Die erste S&auml;ule ist die tragende S&auml;ule in der &ouml;sterreichischen Alterssicherung.&rdquo;<br>\nDie gesetzliche Rente ist also h&ouml;her &ndash; daf&uuml;r aber meistens auch das einzige Einkommen im Alter. Und noch einen wichtigen Unterschied gibt es zwischen den L&auml;ndern: Deutschland altert etwas schneller als &Ouml;sterreich.<br>\nInstitutsleiter Bonin h&auml;lt es auch aus solchen demografischen Gr&uuml;nden nicht f&uuml;r m&ouml;glich, das &ouml;sterreichische System einfach eins zu eins auf Deutschland zu &uuml;bertragen. &ldquo;Dem wird man nicht entkommen, indem man sagt, wir &uuml;bernehmen das &ouml;sterreichische System, erh&ouml;hen das Rentenniveau ganz massiv, senken das Renteneintrittsalter. Das alleine zu finanzieren, indem man zus&auml;tzliche Versichertengruppen mit reinbringt, das wird nicht gelingen.&rdquo;<br>\nWollte man die gesetzliche Rente dennoch nach &ouml;sterreichischem Vorbild reformieren, so Bonin, w&uuml;rde das eine Erwerbst&auml;tigen-Generation dauern. 40 Jahre also.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/rente-oesterreich-altersversorgung-100.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die tagesschau ist einerseits erstaunt und andererseits geradezu angewidert, dass ein Rentensystem auch so gestaltet werden kann, dass die Rentner eine ziemlich gute Rente haben. Und dann m&uuml;ssen die &Ouml;sterreicher unversch&auml;mter Weise sogar nur bis 65 arbeiten, die Frauen nur bis 60!! Das geht ja gar nicht, bzw. nur, wenn die Beitr&auml;ge entsprechend erh&ouml;ht werden &ndash; was auch niemand bestritten hat und bei einem Umlagesystem (und notabene auch sonst) gar nicht anders m&ouml;glich. Die tageschau findet noch ein paar Haare in der Suppe: wegen der hohen Beitr&auml;ge hat niemand Geld f&uuml;r die betriebliche und die private Altersvorsorge &ndash; die aber auch niemand braucht. Und &ldquo;Deutschland altert etwas schneller als &Ouml;sterreich&rdquo; &ndash; das stimmt, aber die Unterschiede sind marginal und d&uuml;rften verschwinden, wenn durch den immer weiter sinkenden Lebensstandard in Deutschland auch die Lebenserwartung weiter sinkt (!) &ndash; sie steigt n&auml;mlich seit Corona nicht mehr, sondern sinkt. Eine Umstellung in Deutschland w&uuml;rde dauern, ebenfalls richtig; aber warum Deutschland 40 Jahren f&uuml;r etwas brauchen sollte, das in &Ouml;sterreich &ldquo;nur&rdquo; 20 Jahre gedauert hat, ist kaum begreifbar, und die Umstellungsdauer ist auch kein Gegenargument, sondern eine Aufforderung, sofort mit der Umstellung zu beginnen. Ein erster Schritt w&auml;re mal die Erh&ouml;hung der Beitr&auml;ge um 10% bzw. 1,86 Prozentpunkte auf dann 20,46 Prozent, wobei die Erh&ouml;hung &ndash; analog zu &Ouml;sterreich &ndash; allein von den Arbeitgebern zu tragen w&auml;re.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wissenschaftler: &ldquo;Tablets und Laptops machen die Kinder d&uuml;mmer&rdquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber 40 Forscher rund um die Gesellschaft f&uuml;r Bildung &amp; Wissen fordern ein Moratorium der Digitalisierung an Schulen und Kitas. KI d&uuml;rfe Lehrer nicht ersetzen.<br>\nMitten w&auml;hrend der Verhandlungen &uuml;ber eine Neuauflage des Digitalpakts Schulen von Bund und L&auml;ndern verlangen &uuml;ber 40 Forscher aus Deutschland, &Ouml;sterreich und der Schweiz einen vor&uuml;bergehenden Stopp der Digitalisierung an Schulen und vorschulischen Bildungseinrichtungen wie Kitas. Ein solches Moratorium insbesondere bis zur 6. Klasse sei n&ouml;tig, da sich die wissenschaftlichen Hinweise &ldquo;auf enorme Nachteile und Sch&auml;den f&uuml;r die Entwicklungs- und Bildungsprozesse von Kindern und Jugendlichen durch digitale Medien&rdquo; verdichteten. Die Schutzbefohlenen h&auml;tten &ldquo;nur ein Leben, nur eine Bildungsbiografie und wir d&uuml;rfen damit nicht sorglos umgehen&rdquo;, hei&szlig;t es in einer unter der Woche ver&ouml;ffentlichten Petition der Gesellschaft f&uuml;r Bildung und Wissen an die Kultusminister.<br>\n&ldquo;Die wissenschaftliche Erkenntnis ist inzwischen, dass Unterricht mit Tablets und Laptops die Kinder bis zur 6. Klasse nicht schlauer, sondern d&uuml;mmer macht&rdquo;, begr&uuml;ndet der Offenburger Medienp&auml;dagoge Ralf Lankau die Initiative. Er geh&ouml;rt neben weiteren Koryph&auml;en wie dem Ordinarius f&uuml;r Schulp&auml;dagogik Klaus Zierer sowie den Medizinern Manfred Spitzer und Thomas Fuchs zu den Erstunterzeichnern des Gesuchs. Lankau verweist auf aktuelle Studien, die &ldquo;negative gesundheitliche, psychische und soziale Wirkungen durch den vermehrten Einsatz digitaler Ger&auml;te im Unterricht&rdquo; belegten. Der &ldquo;Versuch des digitalen Unterrichts&rdquo; m&uuml;sse gestoppt werden. Die Petenten monieren etwa, dass an Schulen &ldquo;immer mehr Datenverarbeitungssysteme&rdquo; verwendet w&uuml;rden, &ldquo;die als &lsquo;K&uuml;nstliche Intelligenz&rsquo; (KI) automatisiert beschulen und testen sollen&rdquo;. Dabei habe zuletzt die Corona-Pandemie das Scheitern solcher Ersatzsysteme belegt.<br>\n[&hellip;]<br>\nUpdate<br>\n27.11.2023 14:21 Uhr<br>\nKritiker wie der Schweizer Informatik-Didaktiker Beat D&ouml;beli Honegger geben zu bedenken, dass unter den Erstunterzeichnenden des Positionspapiers mehrere Personen seien, &ldquo;die bereits fr&uuml;her durch unwissenschaftliche, tendenzi&ouml;se oder polemische Aussagen und Publikationen aufgefallen sind&rdquo;. Viele forschten zudem nicht mehr aktiv. Die Ersteller der Petition z&ouml;gen auch teils falsche Schl&uuml;sse aus zitierten Studien oder g&auml;ben diese inkorrekt wieder. So empfehle die Unesco etwa, eine Altersgrenze f&uuml;r die unbeaufsichtigte Nutzung allgemeiner KI-Werkzeuge wie Chatbots festzulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Wissenschaftler-Tablets-und-Laptops-machen-die-Kinder-duemmer-9540033.html\">Heise Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Sind Tablets an deutschen Schulen der richtige Weg?<\/strong><br>\nDeutschland setzt auf Digitalisierung der Schulen. Schweden bremst, weil Wissenschaftler abraten. Nun fordern auch hierzulande Forscher &ldquo;Moratorium&rdquo; f&uuml;r IT in der Bildung.<br>\nDeutschland und die Digitalisierung &ndash; das passe einfach nicht zusammen. Das h&ouml;rt und liest man immer wieder. Auch und gerade im Bildungsbereich agiere die Politik beh&auml;big, knauserig, ohne Mumm. Oder frei nach den Freidemokraten: Bedenken first, Fortschritt zuletzt. Anders und besser machten es L&auml;nder wie D&auml;nemark oder Schweden, gibt man zu verstehen. Dort w&auml;ren Tablets an den Schulen l&auml;ngst Standard, selbst die Kinderg&auml;rten zeigten keine digitalen Ber&uuml;hrungs&auml;ngste.<br>\nAber Zeiten &auml;ndern sich. Das K&ouml;nigreich im Norden Europas bl&auml;st in puncto Digitalisierung der Bildung gerade zum R&uuml;ckzug. Eigentlich war die schwedische Schulbeh&ouml;rde Skolverket kurz davor, eine obligatorische Tabletnutzung f&uuml;r Ein- bis Sechsj&auml;hrige in der F&ouml;rskola &ndash; der Vorschule &ndash; einzuf&uuml;hren. Die seit dreizehn Monaten amtierende Regierung von Ministerpr&auml;sident Ulf Kristersson schob dem nun einen Riegel vor. Auch eine verpflichtende digitale Beschulung in der Primarstufe soll es mit ihr nicht geben.<br>\nWas ist passiert?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Sind-Tablets-an-deutschen-Schulen-der-richtige-Weg-9541532.html%20\">Ralf Wurzbacher auf Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Comeback der Kinderarbeit in den USA: Nach Schulschluss geht&rsquo;s ins K&uuml;hlhaus<\/strong><br>\nArbeitskr&auml;ftemangel und die Migration unbegleiteter Minderj&auml;hriger lassen illegale Kinderarbeit in den USA boomen. Zugleich lockern viele republikanische Bundesstaaten die Schutzvorschriften f&uuml;r legale Arbeit<br>\nEr liebte es, an seinem Auto herumzuschrauben, ging ins Fitnessstudio und h&ouml;rte gerne Musik. Duvan Tomas Perez war ein ganz normaler Jugendlicher in Hattiesburg im S&uuml;den des US-Bundesstaats Mississippi. Seine Lehrer beschrieben den Migrantensohn aus Guatemala als &ldquo;freundlich und flei&szlig;ig&rdquo;. Doch nach Schulschluss am Nachmittag hatte der 16-J&auml;hrige noch einen weiteren Job: Er arbeitete in der &ouml;rtlichen Gefl&uuml;gelfabrik.<br>\nAm 14. Juli kam der Neuntkl&auml;ssler, der auf Fotos tiefschwarze Haare, wache Augen und ein Piercing unter der Lippe hat, nicht nach Hause. Gegen 19.40 Uhr wurde in der Fabrik ein Alarm ausgel&ouml;st: Duvan Tomas Perez war in das F&ouml;rderband einer Maschine geraten und eingeklemmt. Verzweifelt schrie der Jugendliche um Hilfe. Als die Rettungskr&auml;fte eintrafen, konnten sie nur noch seinen Tod feststellen.<br>\nDie Firma gab sich betroffen. Angeblich hatte sie keine Ahnung, dass ein Subunternehmen Minderj&auml;hrige eingestellt hatte, deren Besch&auml;ftigung in gef&auml;hrlichen T&auml;tigkeiten nach US-Bundesrecht ausdr&uuml;cklich verboten ist. &ldquo;Unser Personal ist unser wichtigstes Kapital, und Sicherheit genie&szlig;t bei uns h&ouml;chste Priorit&auml;t&rdquo;, verk&uuml;ndete der Firmenmanager im zynischen PR-Sprech.<br>\nDas Schicksal von Perez ist kein Einzelfall. Kaum zwei Wochen zuvor war in einem S&auml;gewerk in Wisconsin ein ebenfalls 16-J&auml;hriger ums Leben gekommen. Bei der Inspektion der Lagerhalle eines Onlineversenders in Kentucky stie&szlig;en staatliche Ermittler im Oktober auf einen Elf- und einen 13-J&auml;hrigen, die Gabelstapler fuhren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.de\/story\/3000000196781\/comeback-der-kinderarbeit-in-den-usa-nach-schulschluss-gehts-ins-kuehlhaus\">der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Alexander Neu nach Austritt: &bdquo;Keine Perspektive&ldquo; f&uuml;r die Linke<\/strong><br>\nBei einer Mitgliederversammlung des Karl-Liebknecht-Kreises in Brandenburg ist die H&auml;lfte der anwesenden Mitglieder aus der Linken ausgetreten. Darunter Alexander Neu.<br>\nAm 1. April 2023 hat sich in Erkner der Karl-Liebknecht-Kreis Brandenburg als offizielle Landesarbeitsgemeinschaft innerhalb der Partei Die Linke gegr&uuml;ndet: Ein sechsk&ouml;pfiger Sprecherrat (parit&auml;tisch weiblich und m&auml;nnlich besetzt) wurde von einer ebenso gro&szlig;en Koordinierungsgruppe unterst&uuml;tzt. Ein knappes halbes Jahr sp&auml;ter wurde am Sonntag das, was damals als Diskussionszirkel, ja als Plattform ins Leben gerufen wurde, den Zustand der Partei betreffend, zu einer Art Abstimmung, das Schicksal und die Zukunft eben jener Partei betreffend.<br>\nIn dem gro&szlig;en Saal des GefAS-Gel&auml;ndes verk&uuml;ndete Sprecher Niels-Olaf L&uuml;ders, es w&uuml;rde am Ende der Sitzung einen kollektiven Austritt aus der Linken geben. Der Rechtsanwalt aus K&ouml;nigs Wusterhausen war 2021 noch Bundestagskandidat der Linken, steht aber schon seit l&auml;ngerem in Opposition zur Parteilinie.<br>\nMit Hinweis auf Karl Liebknecht, der aus Protest gegen die Kriegszustimmung der damaligen SPD im wilhelminischen Deutschland sich seinerzeit von der Partei trennte, erinnert der Vorsitzende der Kreistagsfraktion Dr. Arthur Pech an die historische Pers&ouml;nlichkeit, welche als Namensgeber dieses Kreises fungiert. Pech &uuml;bt heftige Kritik an der aktuellen politischen Orientierung und Ausdehnung der Partei, was bei den 35 anwesenden Mitgliedern auf lebhafte Zustimmung trifft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/partei-austritt-alexander-neu-folgt-sahra-wagenknecht-keine-perspektive-fuer-die-linke-li.2162775\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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