{"id":10738,"date":"2011-09-16T08:32:48","date_gmt":"2011-09-16T06:32:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10738"},"modified":"2011-09-16T10:54:32","modified_gmt":"2011-09-16T08:54:32","slug":"hinweise-des-tages-1470","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10738","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Eurokrise; Mythen der Arbeit: Billigl&ouml;hne sind Einstiegsl&ouml;hne &ndash; stimmt&rsquo;s?; Der Staat wird&rsquo;s schon richten; Banken haben aus Kerviel-Skandal wenig gelernt; 900000 Langzeitarbeitslose ohne Perspektive; Trau schau wem &ndash; Oder wie verdrehe ich die Tatsachen; Der Pillenknick; Erfolgsspur; Sahra Wagenknecht: Ausgerechnet Asmussen &ndash; Sch&auml;ubles Wunschkandidat; Islamophobie; In der Not rechts raus; NPD muss um Mandat bangen; &raquo;Die fieseste Redaktion bekommt den H&ouml;lle-Preis&laquo;; Zu guter Letzt und passend zur &bdquo;Euro-Krise&ldquo;: Bremen und Berlin unter starkem Druck der Finanzm&auml;rkte (MB\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10738#h01\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10738#h02\">Mythen der Arbeit: Billigl&ouml;hne sind Einstiegsl&ouml;hne &ndash; stimmt&rsquo;s?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10738#h03\">Der Staat wird&rsquo;s schon richten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10738#h04\">Banken haben aus Kerviel-Skandal wenig gelernt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10738#h05\">900000 Langzeitarbeitslose ohne Perspektive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10738#h06\">Trau schau wem &ndash; Oder wie verdrehe ich die Tatsachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10738#h07\">Der Pillenknick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10738#h08\">Erfolgsspur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10738#h09\">Sahra Wagenknecht: Ausgerechnet Asmussen &ndash; Sch&auml;ubles Wunschkandidat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10738#h10\">Islamophobie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10738#h11\">In der Not rechts raus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10738#h12\">NPD muss um Mandat bangen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10738#h13\">&raquo;Die fieseste Redaktion bekommt den H&ouml;lle-Preis&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10738#h14\">Zu guter Letzt und passend zur &bdquo;Euro-Krise&ldquo;: Bremen und Berlin unter starkem Druck der Finanzm&auml;rkte<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=10738&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Will German indecision on the euro drag the whole world down?<\/strong><br>\nMonetary union hasn&rsquo;t worked, but Germany, Europe&rsquo;s strongest nation, won&rsquo;t face the consequences. [&hellip;]<br>\nIn its indecision, Germany threatens not just the future prosperity of Europe, including its own, but as is clear from the growing alarm of American and Chinese policymakers, that of the world economy as a whole. [&hellip;]<br>\nA self-feeding spiral of economic destruction has established itself. Curiously for such a logical people, the Germans cannot seem to grasp that to inflict further punishment has become not just pointless but counter-productive. Germany has become like all disgruntled creditors: if it is not going to get its money back, then it is going to make the debtors suffer. Rather than thinking creatively about workable solutions, it obsesses only with the irrelevance of moral hazard and the perceived need to penalise miscreants.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/finance\/comment\/jeremy-warner\/8762731\/Will-German-indecision-on-the-euro-drag-the-whole-world-down.html\">Telegraph<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Jeremy Warners Artikel trifft voll ins Schwarze. Aber was nutzt es? In Deutschland verbittet man sich bekanntlich Kritik aus dem Ausland, die hier irrt&uuml;mlicherweise als &bdquo;Neiddebatte&ldquo; abgetan wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schuldenbremsen f&uuml;hren nicht ins &ouml;konomische Paradies<\/strong><br>\nWird die Welt besser, wenn alle Euro-L&auml;nder Verschuldungsregeln einf&uuml;hren? Von wegen, schreibt Gustav Horn im Gastbeitrag. Es k&auml;me zu erbitterten Verteilungsk&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-09\/horn-schuldenbremsen-europa\/komplettansicht?print=true\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Ifo-Pr&auml;sident Sinn: &ldquo;Griechenlands Euro-Zonen-Austritt ist alternativlos&rdquo;<\/strong><br>\nHans-Werner Sinn h&auml;lt Griechenlands Verbleib in der W&auml;hrungsunion f&uuml;r problematischer als einen Austritt. Athens Problem sei die Wettbewerbsf&auml;higkeit, sagt der Ifo-Pr&auml;sident.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13605077\/Griechenlands-Euro-Zonen-Austritt-ist-alternativlos.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Bei allem Unfug &ndash; die Einsicht &bdquo;Dann verlieren viele reiche Leute einen Teil ihres Verm&ouml;gens. Das ist genau der Punkt. Es geht nur darum.&ldquo; ist ja gar nicht so verkehrt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Auch wenn es &bdquo;Deutschlands kl&uuml;gster Professor&ldquo; (BILD) nicht wahrhaben will &ndash; ein Austritt aus der Eurozone gegen den Willen Griechenlands ist nicht m&ouml;glich. Richtig schlimm wird es allerdings wenn Sinn seine pers&ouml;nliche Verschw&ouml;rungstheorie bastelt:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>Welt Online: Wie kommt es, dass Deutschland immer den Zahlaugust macht?<\/em><br>\n<em>Sinn: Es ist die Vergangenheit. W&auml;re die eine andere, w&auml;ren wir England, h&auml;tten wir uns nie im Leben auf solch einen Unsinn einlassen m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Einmal davon abgesehen, dass die Frage falsch gestellt ist &ndash; der deutsche Privatsektor mach nicht &bdquo;den Zahlaugust&ldquo;, sondern verdient ganz pr&auml;chtig daran, dem Ausland das Geld zu leihen, mit dem es deutsche Produkte kauft. Sinns Antwort schl&auml;gt jedoch dem Fass den Boden aus. Wer beim Begriff &bdquo;neue Rechte&ldquo; nur an Schreih&auml;lse in Internetforen denkt, sollte sich dringend einmal einem Realit&auml;tscheck unterziehen. Geschichtsrevisionismus und Nationalchauvinismus sind heute auch bei Deutschlands Eliten, zu denen man Sinn leider z&auml;hlen muss, gesellschaftsf&auml;hig. Liebe Europ&auml;er, lasst uns mit diesen Deutschen bitte nicht alleine!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Berlin spielt Bankenrettung durch<\/strong><br>\nSollte die n&auml;chste Tranche der Hellas-Hilfsgelder nicht flie&szlig;en, &ldquo;brauchen viele Gro&szlig;banken sofort Geld&rdquo;, hei&szlig;t es in Berlin. Hinter den Kulissen wird bereits gerechnet, wie viel &ndash; und wie sehr der Rettungsschirm EFSF m&ouml;glicherweise erweitert werden muss<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:euro-krise-berlin-spielt-bankenrettung-durch\/60104322.html\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mythen der Arbeit: Billigl&ouml;hne sind Einstiegsl&ouml;hne &ndash; stimmt&rsquo;s?<\/strong><br>\nKeine Angst vor Dumpingl&ouml;hnen, sie sind ein Fahrstuhl nach oben in der Arbeitswelt &ndash; diese Verhei&szlig;ung untermauert die Arbeitgeberlobby INSM mit einer vielversprechenden Statistik. Doch die Zahlen sind tr&uuml;gerisch, erkl&auml;rt Arbeitsforscher Joachim M&ouml;ller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/0,1518,786306,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.H.:<\/strong> Und auch beim &bdquo;Spiegel Online&ldquo; schafft es dieser Artikel nur in den &bdquo;KarriereSPIEGEL&ldquo;, was auf der Website am unteren Ende zu finden ist. Unterhalb vom &bdquo;UniSpiegel&ldquo; und &bdquo;Auto&ldquo; gibt es hinter dieser Rubrik nur noch den Bereich &bdquo;Reise&ldquo; und &bdquo;Satire&ldquo; zu finden. In &bdquo;Druck-Seiten&ldquo; befinden wir uns ganz unten auf Seite 5 von 6. Offensichtlich also f&uuml;r den Spiegel ein &bdquo;gerade noch berichtenswertes&ldquo; Thema, &bdquo;wichtig&ldquo; scheint es f&uuml;r Spiegel Online nicht zu sein. Dass dieser Artikel in der Sparte &bdquo;Wirtschaft&ldquo; wesentlich richtiger aufgehoben w&auml;re, ignoriert die Redaktion geflissentlich &ndash; etwa absichtlich?<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Interessante Beobachtung. Bei der Frankfurter Allgemeinen stehen die kritischen Beitr&auml;ge im Feuilleton.<br>\nZun&auml;chst ein mal ganz herzlichen Dank f&uuml;r die Bezeichnung der Initiative Initiative Neue Marktwirtschaft als Arbeitgeberlobby. Das lesen wir zu selten und zu viele Medien kooperieren hilfreich mit dieser Arbeitgeberlobby.<\/em><br>\n<em>Aber dann dringt immer mehr durch, dass diese Forschungseinrichtung eben der verl&auml;ngerte Schreibtisch der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ist und die Arbeitsmarktpolitik der jeweiligen Bundesregierung unterst&uuml;tzt. &bdquo;Fast jede vierte arbeitslose Person, die eine Besch&auml;ftigung zu einem Niedriglohn aufnimmt, h&auml;tte im Folgejahr die Chance, in den Kreis der Normalverdiener aufzusteigen, aus dem man nur mit geringer Wahrscheinlichkeit wieder herausf&auml;llt.&ldquo; Nicht &bdquo;stieg auf&ldquo;, nicht &bdquo;hatte die Chance&ldquo; sondern &bdquo;h&auml;tte die Chance&ldquo;. So wie ich vielleicht die Chance von 0,X Promille h&auml;tte, sechs Richtige im Lotto zu gewinnen. Die geringe Wahrscheinlichkeit, aus dem Kreis der Normalverdiener herauszufallen, ist bestimmt in &ouml;ffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen noch so. Ansonsten sind zwei Jahre Probezeit sehr sehr lange &ndash; offiziell bis zu sechs Monaten, aber seit Jahren ist mit bestimmten Ausnahmen eine Befristung jedes Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/tzbfg\/__14.html\">ohne sachlichen Grund von bis zu zwei Jahren<\/a> m&ouml;glich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Staat wird&rsquo;s schon richten<\/strong><br>\nDrei Jahre nach dem Bankrott der US-Bank Lehman wirtschaften die Institute immer noch mit viel geliehenem und wenig eigenem Geld. Risiko bleibt zu hoch<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2011%2F09%2F15%2Fa0136&amp;cHash=a31b457c78\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung OP:<\/strong> Die Frage ist doch die: Bildet die Kreditvergabe an die Wirtschaft das Hauptgesch&auml;ft z.B. der Deutschen Bank? Die Bilanzsumme der Banken w&uuml;rde signifikant schrumpfen, wenn bestimmte hochriskante Gesch&auml;fte ausgeschlossen w&auml;ren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Banken haben aus Kerviel-Skandal wenig gelernt<\/strong><br>\n2008 verspielte J&eacute;r&ocirc;me Kerviel bei Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale 5 Mrd. Euro. Drei Jahre sp&auml;ter erwischt es die Schweizer UBS. Das zeigt: Das Risikomanagement der Banken ist ungen&uuml;gend &ndash; und allzu hohe Ambitionen im Investmentbanking sind gef&auml;hrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:affaere-bei-der-ubs-banken-haben-aus-kerviel-skandal-wenig-gelernt\/60104527.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Aufsichtsratsvorsitzender von UBS Deutschland ist jetzt &uuml;brigens Roland Koch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>900000 Langzeitarbeitslose ohne Perspektive<\/strong><br>\nFast 900000 langzeitarbeitslose Hartz-IV-Bezieher gibt es in Deutschland. Und nach Ansicht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) werden sie wohl &raquo;selbst in ferner Zukunft&laquo; keinen Job finden. Die Chancen auf eine Vermittlung in den Arbeitsmarkt stehen f&uuml;r diese Menschen sehr schlecht, hei&szlig;t es in einer am Donnerstag verbreiteten Studie der Beh&ouml;rde in N&uuml;rnberg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/09-16\/053.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Trau schau wem &ndash; Oder wie verdrehe ich die Tatsachen<\/strong><br>\nSeit zehn Jahren versucht die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Bev&ouml;lkerung und Politik zu beeinflussen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/equal-pay-plus10.de\/wordpress\/?p=184\">Equal Pay + 10<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> S. dazu die <a href=\"\/?p=37\">Geburtsstunde der NachDenkSeiten<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Pillenknick<\/strong><br>\nErstmals sinken die Preise f&uuml;r Medikamente. Der Absatz teurer Medizin wird f&uuml;r die Pharmaindustrie immer schwerer. Nun drohen die Konzerne mit einer neuen Standortpolitik<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F09%2F15%2Fa0140&amp;cHash=15f5e1a611\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Alle Jahre wieder &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Fassungslose Lobbyisten<\/strong><br>\nDie Pharmaindustrie ist entt&auml;uscht: Endlich regiert wieder eine schwarz-gelbe Koalition &ndash; und dann beschneidet ausgerechnet ein FDP-Gesundheitsminister die Gewinne der Arzneikonzerne. Erstmals seit Jahren werden die mit Medikamenten gemachten Profite kaum steigen, was die Lobbyisten fassungslos zur&uuml;ckl&auml;sst. Nie h&auml;tten sie damit gerechnet, dass die liberale Klientelpartei ihre Klientel nicht mehr bedient. Was ist da passiert?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2011%2F09%2F15%2Fa0089&amp;cHash=4894007b61\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Erfolgsspur<\/strong><br>\nDer hartn&auml;ckige Einsatz auch f&uuml;r Leiharbeiter hat sich f&uuml;r die Gewerkschaft IG Metall ausgezahlt: Sie hat 4000 neue Anh&auml;nger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/kommentar-zur-ig-metall-erfolgsspur,1472780,10841134.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht: Ausgerechnet Asmussen &ndash; Sch&auml;ubles Wunschkandidat<\/strong><br>\nWo immer es darum geht, Verluste der Banken zu sozialisieren, hat J&ouml;rg Asmussen seine Finger im Spiel. Nun soll er in der Europ&auml;ischen Zentralbank daf&uuml;r sorgen, da&szlig; die Verluste privater Finanzkonzerne durch die Euro-Krise m&ouml;glichst gering ausfallen. Dies folgt einer gewissen Logik: Da die Bundesregierung mit ihrem Krisenmanagement in eine Sackgasse geraten ist, mu&szlig; nun die EZB den Ausputzer spielen. F&uuml;r diesen Job d&uuml;rfte der Finanzstaatssekret&auml;r aufgrund seiner Kontakte in die Bankenwelt bestens geeignet sein. Jedenfalls besser als der scheidende EZB-Chefvolkswirt J&uuml;rgen Stark, der vermutlich aus &Auml;rger &uuml;ber die Anleihek&auml;ufe der EZB von seinem Posten zur&uuml;ckgetreten ist. In Krisenzeiten, in denen selbst ein Ackermann nach der Sinnhaftigkeit moderner Finanzprodukte fragt, ist schlie&szlig;lich flexibles Eingehen auf die Bed&uuml;rfnisse des europ&auml;ischen Finanzkapitals gefragt und keine ordnungspolitische Prinzipienreiterei. Und kaum ein anderer verk&ouml;rpert den Filz zwischen Politik und Finanzindustrie so gut wie Asmussen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/09-13\/048.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><strong>Anmerkung MB:<\/strong> &bdquo;aufgrund seiner Kontakte in die Bankenwelt bestens geeignet&ldquo; &hellip; Das ist ja wirklich sehr diplomatisch formuliert. Um etwas ins Detail zu gehen &ndash; ein paar Angaben aus <a href=\"http:\/\/www.lobbypedia.de\/index.php\/J%C3%B6rg_Asmussen\">Lobbypedia<\/a>: <\/p>\n<blockquote><p><em>Laut stern.de ist Assmussen ein Duz-Freund von Commerzbank-Chef Martin Blessing und langj&auml;hriger Bekannter von US-Finanzminister Timothy Geithner. Er soll beste Beziehungen zur Deutschen Bank unterhalten. Nach Angaben der Financial Times ist Asmussen 2009 mit Henriette Peucker liiert, der Berliner Repr&auml;sentantin der Deutschen B&ouml;rse AG. Alle Vorg&auml;nge im Finanzministerium, die mit der Deutschen B&ouml;rse zu tun h&auml;tten, entscheide Asmussen deshalb nicht selbst, sondern Haushaltsstaatssekret&auml;r Werner Gatzer. Als Mitglied der Expertengruppe Neue Finanzmarktarchitektur und als Sachverst&auml;ndiger f&uuml;r das B&ouml;rsenwesen &uuml;berschneide sich Asmussens Aufgabenfeld mit dem seiner Frau.<\/em> <\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Islamophobie<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kreuzritter 2.0 &ndash; Im Netz der Islamfeinde<\/strong><br>\nAls die anti-islamische Gemeinde Deutschlands am 3.September zur Jahreshauptversammlung nach Berlin lud, richteten sich alle Augen auf den Chefideologen Geert Wilders. Gegen 13.50 Uhr betrat der hochgewachsene Holl&auml;nder unter Gejohle den Festsaal des Maritim-Hotels, gefolgt von einem Tross Gleichgesinnter. [&hellip;]<br>\nHerres damaliger Anwalt entwarf daher bereits im Fr&uuml;hjahr 2010 ein Gr&uuml;ndungskonzept f&uuml;r einen PI-Verein, dessen Satzung jedes einzelne Mitglied abzeichnen m&uuml;sste.<br>\nEs sei von Vorteil, so der Jurist, wenn jede PI-Gruppe eigenverantwortlich handeln und lediglich die Namens- und Markenrechte von PI erhalten w&uuml;rde. Rockerbanden wie die Hell&rsquo;s Angels und Bandidos machten das auch so: &ldquo;Wird eine Ortsgruppe als kriminelle Vereinigung verboten, bleiben die anderen weiter erlaubt&hellip;Davon kann man lernen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/politik\/netz-der-islamfeinde\/358624.php\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Flirts mit der CDU<\/strong><br>\n&bdquo;Politically Incorrect&ldquo; ger&auml;t st&auml;rker ins Blickfeld von Politikern &ndash; nun kommen Forderungen nach einer &Uuml;berwachung durch den Verfassungsschutz. Doch der islamfeindliche Blog &bdquo;PI&ldquo; pflegt auch Kontakte in die Bundestagsfraktion der Union.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/die-neue-rechte\/-politically-incorrect--flirts-mit-der-cdu,10834438,10847394.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Auf PI l&auml;uft eindeutig Volksverhetzung<\/strong><br>\nHistoriker Wolfgang Benz hat das Blog &ldquo;Politically Incorrect&rdquo; analysiert &ndash; und spricht im FR-Interview &uuml;ber die Methoden der Islamhasser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/die-neue-rechte\/historiker-benz--eindeutig-volksverhetzung-,10834438,10841692.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>In der Not rechts raus<\/strong><br>\nDie FDP flirtet mit dem Populismus. Ein Kommentar<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/38\/FDP-Populistisch\/komplettansicht?print=true\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Einen absoluten Freiheitsbegriff hatten wir in manchen Bereichen bereits. Gemeint ist die Freiheit der Wirtschaft von z.B. Arbeitnehmerrechten und Gewerkschaften. Westerwelle wollte schon vor Jahren die Gewerkschaften ausl&ouml;schen, bezeichnete sich als Freiheitsstatue Deutschlands und diffamierte noch letztes Jahr Langzeitarbeitslose. Insofern ist das, was uns drohen k&ouml;nnte, eher ein ultraliberales Wirtschaftssystem Marke Thatcher &ndash; sie war ja auch Naturwissenschaftlerin, knallte auch mal mit der Handtasche auf den Tisch, erschien aber nicht so selbstverliebt wie Westerwelle zu seinen schlimmsten Zeiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>NPD muss um Mandat bangen<\/strong><br>\nR&uuml;gen w&auml;hlt &ndash; das klingt an sich nicht spannend. Ist es aber. Denn die Nachwahl am Sonntag k&ouml;nnte die NPD einen ihrer sicher geglaubten f&uuml;nf Sitze im Landtag kosten &ndash; und damit fast eine Million Euro. Wenn sich die W&auml;hler auf die Taktik gegen Rechts einlassen. [&hellip;]<br>\nForscher der Uni Rostock haben jedoch ausgerechnet, dass dieser Sitz noch an die Gr&uuml;nen gehen k&ouml;nnte. Die Partei m&uuml;sste daf&uuml;r rund 20 Prozent der R&uuml;gener Stimmen hinter sich vereinen, erkl&auml;rt Politikwissenschaftler Martin Koschkar. Bei gleicher Wahlbeteiligung wie am 4. September w&auml;ren das rund 1500 Stimmen.<br>\nDiese k&ouml;nnten zum Beispiel von der Linkspartei kommen. Die hat angesichts der ungew&ouml;hnlichen Konstellation ihre Anh&auml;nger dazu aufgerufen, die Zweistimme den Gr&uuml;nen zukommen zu lassen. Deren Landesverband hatte in einem Schreiben an die Gesch&auml;ftsstellen von CDU, SPD und Linke darum gebeten eine solche Empfehlung auszusprechen. Schlie&szlig;lich ist es f&uuml;r die anderen Parteien rechnerisch ausgeschlossen, einen zus&auml;tzlichen Sitz &uuml;ber die Zweistimme zu erringen, argumentieren die Gr&uuml;nen. SPD und CDU folgen dem Beispiel der Linken jedoch offenbar nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/spannende-nachwahl-npd-muss-um-mandat-bangen,1472596,10845278.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Da kann man wieder einmal sehen, wie ernst es die SPD mit ihrem Kampf gegen Rechts meint.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&raquo;Die fieseste Redaktion bekommt den H&ouml;lle-Preis&laquo;<\/strong><br>\nFreie Journalisten starten eine Kampagne, um Arbeitsbedingungen und Bezahlung zu verbessern. Ein Gespr&auml;ch mit Silke Burmester. Silke Burmester ist freischaffende Journalistin und aktiv bei den Freischreibern, einem Berufsverband f&uuml;r freie Journalisten mit aktuell rund 400 Mitgliedern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/09-15\/025.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Streik beim &ldquo;Schwarzw&auml;lder Boten&rdquo; eskaliert<\/strong><br>\nGesch&auml;ftsf&uuml;hrer weigern sich weiter zu reden &ndash; Verleger Rebmann holt anscheinend die Polizei<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrwz.de\/v7\/region\/00040234\/#\">NRWZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt und passend zur &bdquo;Euro-Krise&ldquo;: Bremen und Berlin unter starkem Druck der Finanzm&auml;rkte<\/strong><br>\nBundesl&auml;nder, die sich nicht an die gemeinsamen Regeln der Haushaltsdisziplin halten und dadurch sich und die Bundesregierung in Schwierigkeiten bringen, m&uuml;ssen damit rechnen, den Bund verlassen zu m&uuml;ssen. Wirtschaftsexperten haben errechnet, dass Baden-W&uuml;rttemberg fast genauso viele Einwohner hat wie Griechenland. Hessen habe eine Wirtschaftsleistung, die mit der Griechenlands zu vergleichen sind: &bdquo;Manche Bundesl&auml;nder haben lange genug vom L&auml;nderfinanzausgleich profitiert. Auch in Deutschland darf es keine Tabus mehr geben.&ldquo; Besonders betroffen sind Bremen und Berlin, die gestern wiederum von den Ratingagenturen herabgestuft wurden und bereits als gescheiterte Bundesstaaten angesehen werden. Bundeskanzlerin Merkel legte den beiden hoch verschuldeten L&auml;ndern jetzt die Daumenschrauben an: &bdquo;Es geht auch darum, dass man in Bundesl&auml;ndern wie Berlin und Bremen nicht faul auf der Haut liegen kann, sondern dass alle sich auch gleich anstrengen &ndash; das ist wichtig [&hellip;] Wir k&ouml;nnen nicht eine W&auml;hrung haben und der eine arbeitet wenig und der andere ganz viel. Das geht auf Dauer auch nicht zusammen. Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen.&ldquo; Sie forderte die L&auml;nder noch einmal auf, die Sparzusagen auch wirklich einzuhalten: Entlassungen und drastische Lohnsenkungen im &ouml;ffentlichen Dienst, Verl&auml;ngerung der Arbeitszeiten, neue und h&ouml;here Steuern, Senkung der Renten. Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble ermahnte, sich an Griechenland und Portugal ein Beispiel zu nehmen und lehnte strikt eine weitere Transferunion zulasten starker Bundesstaaten ab. Bundeswirtschaftsminister R&ouml;sler forderte weiterf&uuml;hrende, klare Sparsignale. Eine geordnete Insolvenz dieser L&auml;nder sei f&uuml;r ihn denkbar und nicht ausgeschlossen: &bdquo;Pardon wird nicht gegeben!&ldquo; Die Bild-Zeitung hatte bereits gestern auf ihrer Titelseite die berechtigte Frage gestellt: &bdquo;Wann geben wir endlich die faulen Bremer und Berliner zum Abschuss frei?&ldquo; In die Schusslinie der Finanzm&auml;rkte gerieten auch bereits die L&auml;nder Hamburg, Saarland und Sachsen-Anhalt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/zeitdiebe-magazin.de\/bremen-berlin-unter-starkem-druck-der-finanzmaerkte\/\">Zeitdiebe-Magazin<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Eurokrise; Mythen der Arbeit: Billigl&ouml;hne sind Einstiegsl&ouml;hne &ndash; stimmt&rsquo;s?; Der Staat wird&rsquo;s schon richten; Banken haben aus Kerviel-Skandal wenig gelernt; 900000 Langzeitarbeitslose ohne Perspektive; Trau schau wem &ndash; Oder wie verdrehe ich die Tatsachen; Der Pillenknick; Erfolgsspur; Sahra Wagenknecht: Ausgerechnet Asmussen &ndash; Sch&auml;ubles Wunschkandidat; Islamophobie; In der Not rechts<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10738\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10738","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10738","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10738"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10738\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10742,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10738\/revisions\/10742"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10738"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10738"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10738"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}