{"id":107425,"date":"2023-11-29T08:35:02","date_gmt":"2023-11-29T07:35:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107425"},"modified":"2023-11-29T08:29:47","modified_gmt":"2023-11-29T07:29:47","slug":"hinweise-des-tages-4494","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107425","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107425#h01\">&bdquo;Zusammenarbeit mit bigotten Gr&uuml;nen kommt nicht in Frage&ldquo;: B&uuml;ndnis Wagenknecht &auml;tzt gegen Neubaur und Habeck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107425#h02\">Dauerhafte Finanzzusage: Scholz nennt Ukraine-Hilfe &bdquo;existenziell&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107425#h03\">Staatsschulden als Ausdruck von Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107425#h04\">Eckpunkte f&uuml;r ein souver&auml;nes Europa &ndash; f&uuml;r die strategische Autonomie der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107425#h05\">Die Grenzen der Kanonenboot-Diplomatie &ndash; keine Angst vor Flugzeugtr&auml;gern!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107425#h06\">Im Blutrausch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107425#h07\">Israel und die Vereinten Nationen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107425#h08\">&laquo;Russland hatte Frieden gegen Neutralit&auml;t vorgeschlagen&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107425#h09\">Deutschland auf der COP28<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107425#h10\">Energiewende in Deutschland mit Kolumbiens schmutziger Kohle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107425#h11\">&ldquo;Strategische Partner&rdquo;: Russland und Venezuela verst&auml;rken Kooperation im Energiesektor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107425#h12\">Beim UN-Zukunftsgipfel soll die Weltherrschaft der Konzerne festgeschrieben werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107425#h13\">Get&ouml;tet, um Abfall zu sein: Studie legt Schicksal von 18 Milliarden Tieren offen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107425#h14\">&raquo;Die Idee der Demokratie war immer gedacht als ein Instrument gegen Elitenverkommenheit&laquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Zusammenarbeit mit bigotten Gr&uuml;nen kommt nicht in Frage&ldquo;: B&uuml;ndnis Wagenknecht &auml;tzt gegen Neubaur und Habeck<\/strong><br>\nDas B&uuml;ndnis Sahra Wagenknecht (BSW) will die Parteienlandschaft in Deutschland neu sortieren. Wo steht das Projekt in NRW? BSW-Mitinitiator Christian Leye im Interview. [&hellip;]<br>\nSahra Wagenknecht will die Zuwanderung begrenzen. Kritiker werfen ihr vor, Narrative der AfD zu bedienen. Wie stehen Sie dazu?<br>\nEin Reflex der letzten Jahre ist, dass jede Position, die nicht dem politischen Mainstream entspricht, sofort als rechts abgekanzelt wird &ndash; was im &Uuml;brigen inhaltlich Unfug ist, siehe die Friedenspolitik. Erst wird das Land gespalten, dann wird die Kritik als rechts abgetan, und danach wundert man sich ernsthaft &uuml;ber die Umfrageergebnisse von rechten Parteien. Wir m&uuml;ssen aufh&ouml;ren, intellektuell zu Fu&szlig; zu gehen, weil wir denken, das sei gut f&uuml;rs Klima. Ich glaube, es kommt darauf an, Probleme zu benennen, ohne weich zu zeichnen. Die Kritik an der Fl&uuml;chtlingspolitik wird in den Kommunen von Politikern unterschiedlichster Parteib&uuml;cher vorgetragen, die sicher nicht unter dem Verdacht stehen, Rechtsradikale zu sein. Wenn wir den Siegeszug der AfD stoppen wollen, m&uuml;ssen jetzt pragmatische L&ouml;sungen auf den Tisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/politik\/nrw-politik\/buendnis-sahra-wagenknecht-aetzt-gegen-neubaur-und-habeck-691416\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Wagenknecht-Partei: Es braucht ein B&uuml;ndnis gegen den Geldadel, sagt Christian Leye<\/strong><br>\nChristian Leye war wirtschaftspolitischer Sprecher der Linksfraktion und Organisator der &bdquo;Aufstand-f&uuml;r-Frieden&ldquo;-Kundgebung. Jetzt baut er die Sahra-Wagenknecht-Partei mit auf [&hellip;]<br>\nErsch&ouml;pft sich Ihre Vorstellung von diesem B&uuml;ndnis darin, die Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen zu fordern?<br>\nWir haben gute programmatische Eckpunkte, alles Weitere werden wir sp&auml;ter erarbeiten. Aber es ist ein Gebot der Vernunft, &uuml;ber dieses Thema zu sprechen. Denn abgesehen von der Scheinheiligkeit, sich mit harten Sanktionen zu br&uuml;sten, zugleich &uuml;ber teure Umwege aber doch weiter russisches Gas und &Ouml;l zu kaufen, geht es um das Gro&szlig;e und Ganze: Erst will die Gesellschaft richtigerweise aus der fossilen Energie aussteigen &ndash; mit Gas als &Uuml;bergangsl&ouml;sung &ndash;, dann gef&auml;hrdet ein Wirtschaftskrieg mit dem Gas-Hauptlieferanten die industrielle Basis und deren Transformation. Am Horizont zeichnet sich ein m&ouml;glicher Konflikt mit China ab, dessen Rohstoffe wie Seltene Erden oder Grafit wir f&uuml;r die Energiewende brauchen.<br>\nIhr Photovoltaik-Ausbauziel f&uuml;r 2023 hat die Ampel-Koalition schon im September erreicht.<br>\nIch glaube nicht, dass uns Jubelmeldungen &uuml;ber das Erreichen selbst definierter Zwischenziele helfen. Wir sind teils zu 100 Prozent von chinesischen Rohstoffen abh&auml;ngig, wenn es um den Ausbau der Erneuerbaren geht! Da gibt es auf dem Weltmarkt oft gar keine Alternative, und kauft man doch woanders ein, verhandelt man am Ende auch mit den Chinesen, weil sie ihre Finger in Bergbauprojekten in anderen L&auml;ndern haben. Au&szlig;erdem sind die Strompreise immer noch viel zu hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sebastianpuschner\/christian-leye-windraeder-entstehen-nicht-aus-bambus-und-guter-laune\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Dauerhafte Finanzzusage: Scholz nennt Ukraine-Hilfe &bdquo;existenziell&ldquo;<\/strong><br>\nDie Ukraine-Hilfe ist &bdquo;existenziell&ldquo; und darf nicht gek&uuml;rzt werden: Das sagte Kanzler Scholz in seiner Regierungserkl&auml;rung Wo er stattdessen streichen will, sagte der SPD-Politiker nicht.<br>\n&bdquo;Scholz stimmt auf schwierige Zeiten ein&ldquo;: So berichtet die &bdquo;Tagesschau&ldquo; &uuml;ber die Regierungserk&auml;rung zur Haushaltskrise. Die Energiepreisbremse wird beendet, die B&uuml;rger m&uuml;ssen den G&uuml;rtel enger schnallen.<br>\nDoch statt daf&uuml;r die Verantwortung zu &uuml;bernehmen, sich zu entschuldigen und endlich zu sagen wo er k&uuml;rzen will, wich Scholz auf die Au&szlig;enpolitik aus. Erst sprach er &uuml;ber den Nahen Osten, dann &uuml;ber die Ukraine.<br>\nDoch auch hier wieder keine n&uuml;chterne Lagebeurteilung. Die gescheiterte Gegenoffensive war kein Thema, ein Ziel der immer gr&ouml;&szlig;eren finanziellen und milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzung durch Deutschland nannte der SPD-Kanzler nicht.<br>\nStattdessen ein Satz, der es in sich hat: Die Unterst&uuml;tzung sei &bdquo;von existenzieller Bedeutung &ndash; f&uuml;r die Ukraine, aber auch f&uuml;r uns in Europa&ldquo;. Wenn Russland den Krieg gewinne, w&uuml;rde dies gravierende Folgen haben. Deshalb werde die Hilfe weitergehen.<br>\nDamit wird Scholz endg&uuml;ltig zum finanzpolitischen Hasardeur.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/scholz-nennt-ukraine-hilfe-existenziell\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Haste mal &rsquo;n Euro?<\/strong><br>\nBundeskanzler Scholz schw&ouml;rt Bev&ouml;lkerung nach Haushaltsurteil auf Sozialk&uuml;rzungen ein.<br>\nEine &raquo;zweite &rsaquo;Zeitenwende&lsaquo;-Rede&laquo; hatte CDU-Chef Friedrich Merz im Vorfeld der Regierungserkl&auml;rung von Olaf Scholz gefordert &ndash; und er hat sie bekommen. So lie&szlig; der Bundeskanzler am Dienstag morgen keinen Zweifel daran, dass sein Kabinett bereit ist, nach dem Jahreswechsel zum ganz gro&szlig;en Kahlschlag anzusetzen. Deutschland stehe vor &raquo;Herausforderungen, wie unsere Republik sie in dieser Konzentration und H&auml;rte wohl noch nicht erlebt hat&laquo;, schwor er die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger auf drastische K&uuml;rzungsprogramme ein. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur sogenannten Schuldenbremse schaffe schlie&szlig;lich &raquo;neue Realit&auml;ten&laquo;. Um Zeit zur Vorbereitung der Ma&szlig;nahmen zu gewinnen, hatte das Kabinett am Montag einen Nachtragshaushalt f&uuml;r 2023 beschlossen, der die Schuldenbremse f&uuml;r das laufende Jahr au&szlig;er Kraft setzen soll. &raquo;Das gibt uns Zeit, vorhandene Spielr&auml;ume im Haushalt auszuloten, Schwerpunkte zu setzen und nat&uuml;rlich auch Ausgaben zu beschr&auml;nken&laquo;, so Scholz gegen&uuml;ber den Abgeordneten. Merz hatte schon mal vorsorglich gedroht, eine weitere Klage in Karlsruhe einzureichen, sollte die Ampelkoalition auch f&uuml;r das kommende Jahr versuchen, die Schuldenbremse zu umgehen, statt entschieden auf Sozialabbau zu setzen. Der Oppositionsf&uuml;hrer dr&auml;ngt etwa auf ein Ende der Kindergrundsicherung und Einschnitte beim B&uuml;rgergeld. Derweil stellte Scholz in seiner Regierungserkl&auml;rung vor allem klar, wo die Priorit&auml;ten der Bundesregierung liegen, wo also nicht gek&uuml;rzt werden soll: etwa bei den Waffenlieferungen an die Ukraine und den Subventionen f&uuml;r US-Konzerne wie Intel sowie das taiwanesische Unternehmen TSMC, die in der BRD Produktionsst&auml;tten f&uuml;r Halbleiter errichten. Angefangen werden soll die neue &raquo;Sparpolitik&laquo; daf&uuml;r gleich zum Jahreswechsel mit einem Aus f&uuml;r die Energiepreisbremsen. Im Winter drohen somit deutliche Preisspr&uuml;nge bei Strom und Gas &ndash; was insbesondere &auml;rmere Haushalte vor neue H&auml;rten stellt, aber auch der krisengebeutelten einheimischen Industrie einen weiteren Schlag versetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/464154.haushaltsstreit-haste-mal-n-euro.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Staatsschulden als Ausdruck von Demokratie<\/strong><br>\nNach dem Urteil des Verfassungsgerichts zur Schuldenbremse, der EZB-Zinswende und der enormen Zinsbelastung des Bundeshaushalts scheint klar: Die anhaltende Neuverschuldung belastet kommende Generationen und ist eine Gefahr f&uuml;r die Demokratie. Doch gegen diese Schwarzmalerei spricht eine Gegen&uuml;berstellung juristischer und &ouml;konomischer Argumente. [&hellip;]<br>\nStaatsverschuldung wird in der &Ouml;ffentlichkeit immer als Schuldenstand dargestellt, also die Menge an aufgenommenen Krediten. Gern wird auch die Parallele zu der privaten Verschuldung gezogen.<br>\nStaatsverschuldung ist jedoch nicht mehr als eine statistische Gr&ouml;&szlig;e. Es werden die aufsummierten staatlichen Defizite beschrieben &ndash; also die Differenz aller Staatsausgaben und aller Steuereinnahmen. Staatsausgaben erh&ouml;hen die Verm&ouml;gen des Privatsektors, Steuereinnahmen reduzieren diese. Bei Ausgaben weist der Finanzminister eine &Uuml;berweisung an und das Zentralkonto des Bundes, welches dem Bundesministerium der Finanzen unterstellt ist, wird belastet. Die Bundesbankkonten von den beg&uuml;nstigten Gesch&auml;ftsbanken werden hierbei erh&ouml;ht. Bei Steuereinnahmen werden diese Konten wieder reduziert.<br>\nBei Staatsausgaben auf Bundesebene kommt es im oben beschriebenen Beispiel zu Geldsch&ouml;pfung bei der Bundesbank.[7] Die Bundesregierung kann ihr Konto bei der Bundesbank innerhalb eines Gesch&auml;ftstags &bdquo;&uuml;berziehen&ldquo;. Was das bedeutet, ist technisch entscheidend: Die Bundesregierung gibt erst Geld aus, und bekommt danach ihre Steuererl&ouml;se und die Erl&ouml;se aus dem Verkauf von Staatsanleihen auf ihr Verrechnungskonto bei der Bundesbank &uuml;berwiesen.<br>\nDas staatliche Geld ist aus Sicht der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nichts anderes als ein rechtliches Instrument, um Steuern zu zahlen. Wenn jemand Steuern zahlen m&ouml;chte, kann er dies nur in staatlicher W&auml;hrung tun.<br>\nW&auml;hrend sich die schw&auml;bische Hausfrau entschulden kann, indem sie Zahlungen an die Bank t&auml;tigt, kann der Staat dies nicht. Seine Zahlungen reduzieren die Staatsverschuldung nicht. Zwecks &bdquo;Entschuldung&ldquo; (also die Begleichung der Steuerschuld) m&uuml;ssen die B&uuml;rger Zahlungen an den Staat leisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/39-2023\/staatsverschuldung-als-ausdruck-von-demokratie\/\">Makroskop<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Witzig: In der Pandemie galt das Grundgesetz nicht, nun mit der Schuldenbremse aber schon<\/strong><br>\nVergessen Sie Gaza, den S&uuml;dsudan und jedes Erdbebengebiet. Das ist nichts gegen deutsches Elend. Dem Vaterland droht so gro&szlig;e Not, dass allein eine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Notsituation es noch retten kann. Um Ersteres zu verhindern, soll Letzteres nun ausgerufen werden.<br>\nWeil ohne amtlich attestierte Bredouille fehlten im Staatshaushalt einige Dutzend oder nur wenige Hundert Milliarden Euro, au&szlig;er f&uuml;r Panzer. Das hei&szlig;t, die Milliarden fehlen auf jeden Fall. Selbstredend gibt es sie nicht, die Mittel wurden schlichtweg nicht erwirtschaftet. In einer au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Notsituation jedoch darf der Staat sie sich borgen. Notfalls ist Geld f&uuml;r viele Gie&szlig;kannen da. So wird aus Not Tugend gemacht. [&hellip;]<br>\nJedenfalls will die Regierung das Parlament nun auffordern, f&uuml;r 2023 r&uuml;ckwirkend genau jene au&szlig;ergew&ouml;hnliche Notsituation festzustellen, deren Vorhandensein der Finanzminister eben erst mit Aplomb bestritt. Die Begr&uuml;ndung ist schnuppe. Weil Not zwar erfinderisch macht, aber nicht originell, war wohl Putin schuld. Plausibler w&auml;re es, w&uuml;rde Scholzens Kabinett sich gem&auml;&szlig; Art. 115 GG als Naturkatastrophe definieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/haushaltskrise-in-der-pandemie-galt-das-grundgesetz-nicht-nun-mit-der-schuldenbremse-aber-schon-li.2162875\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eckpunkte f&uuml;r ein souver&auml;nes Europa &ndash; f&uuml;r die strategische Autonomie der EU<\/strong><br>\nDie Souver&auml;nit&auml;t und strategische Autonomie der EU umschlie&szlig;t sowohl die &Ouml;konomie und die mit ihr verbundenen Bereiche wie Wissenschaft und Technik als auch den der Au&szlig;en-\/Sicherheitspolitik. Die nachstehenden Eckpunkte befassen sich im Wesentlichen mit der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik.<br>\nDer europ&auml;ische Kontinent wurde seit Jahrhunderten von Gewalt, Krisen, Kriegen und mehreren Weltkriegen mit ungeheuren Menschenopfern und Zerst&ouml;rungen durchsch&uuml;ttelt. Nach dem II. Weltkrieg sorgten Entspannungs- und Ostpolitik kurze Zeit f&uuml;r Besinnung. Inzwischen droht der Ukraine-Krieg zum Vorboten neuen Unheils zu werden. Erster und oberster Grundsatz einer realistischen Sicherheitspolitik muss die Kriegsverhinderung sein. Es gilt mehr denn je: Der Frieden ist der Ernstfall. Jedes alternative Sicherheitskonzept hat die Kriegsuntauglichkeit der europ&auml;ischen Industriegesellschaften in den Mittelpunkt zu stellen, denn im Falle eines gro&szlig;en konventionell oder atomar gef&uuml;hrten Krieges werden Industrie und &uuml;berlebensnotwendige Infrastrukturen gr&ouml;&szlig;tenteils vernichtet und die Umwelt gro&szlig;fl&auml;chig vergiftet, zerst&ouml;rt und unbewohnbar. In industriell hoch verdichteten und bewohnten Hightech Regionen ist der v&ouml;llige Ausfall von Telekommunikationsnetzen zur leitungsgebundenen und drahtlosen Daten&uuml;bertragung absehbar.<br>\nNach Aufl&ouml;sung des Warschauer Vertragsstaatensystems und dem Entstehen neuer Staaten in Osteuropa bot Wunsch und Willen f&uuml;r ein Gemeinsames Haus Europa einen Moment lang wieder eine der wenigen historischen M&ouml;glichkeiten, endlich und dauerhaft Frieden einkehren zu lassen. Fundament daf&uuml;r bot die Charta von Paris (1990) als grundlegendes internationales Abkommen zur Schaffung einer neuen friedlichen Ordnung in Europa. Europas Interessen liegen objektiv nicht nur in einem friedlichen, kooperativen Miteinander der V&ouml;lker und Staaten auf dem eurasischen Kontinent, sondern auch mit denen Afrikas, Lateinamerikas und Nordamerikas. Nur auf diesem Wege ist der globale Aufbruch in eine multipolare Welt zukunftsf&auml;hig und friedlich m&ouml;glich. Nur so lassen sich Bedrohungslagen verhindern und nicht mehr &ndash; wie oft auch ethnische\/ religi&ouml;se Differenzen &ndash; f&uuml;r Krisen und Kriege instrumentalisieren. Dazu wird es nicht nur zu einer v&ouml;lligen &Auml;nderung der EU-Au&szlig;en- und Au&szlig;enwirtschaftspolitik kommen m&uuml;ssen, sondern auch der von vielen Mitgliedstaaten bis hin zu deren Binnenpolitik. Anders l&auml;sst sich global kein Vertrauen aufbauen.<br>\nDie Entwicklung seit der gescheiterten Umsetzung der Charta von Paris zeigt, dass sie trotz Mitunterzeichnung dem globalen Hegemonieanspruch der USA diametral zuwiderlief (&bdquo;Der unipolare Moment&ldquo;, Krauthammer 1990). Europas Interesse kann nicht verfolgt werden, so lange sich die EU dem amerikanischen unterordnet. Denn &bdquo;Europas Interessen sind andere als die der USA&ldquo; (Klaus v. Dohnanyi). Die Entwicklung seit 1990 mit der NATO-Osterweiterung, der Indo-Pazifik-Strategie, dem NATO-EU Kooperationsabkommen im Januar 2023 mit dem Vorrang der NATO sind schlagende Beweise daf&uuml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/welttrends.de\/eckpunkte-fuer-ein-souveraenes-europa-fuer-die-strategische-autonomie-der-eu\/\">Welt Trends<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein interessanter Text, jedoch einige wenige Bemerkungen zum Inhalt: 1. Das Thema ist ja nicht erst mit Klaus von Dohnanyis Buch aktuell geworden. Es ist ja sozusagen ein Gegenst&uuml;ck oder die Kehrseite zu Feststellungen, wie wir sie auf den NachDenkSeiten 2014 oder 2013 formuliert haben: der Tod kommt aus Amerika. 2. Warum Sie bei der Suche nach der L&ouml;sung des Problems auf die EU kommen, verstehe ich nicht. Das ist doch inzwischen eine ziemlich verkorkste Einrichtung. In der EU zum Beispiel einen Konsens dar&uuml;ber zu erreichen, dass wir eine Zusammenarbeit von Lissabon bis Wladiwostok brauchen, wird ja wohl sehr schwierig sein. Zu viele Mitglieder stehen in Abh&auml;ngigkeit zu den USA. Sie k&ouml;nnen es daran sehen: wie konnte Frau von der Leyen den Job ergattern, den sie zur Zeit hat?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Grenzen der Kanonenboot-Diplomatie &ndash; keine Angst vor Flugzeugtr&auml;gern!<\/strong><br>\nAufgrund des gigantischen Milit&auml;rbudgets der USA, das nach offiziellen Sch&auml;tzungen etwa so gro&szlig; ist wie die zehn n&auml;chstgr&ouml;&szlig;ten Verteidigungsbudgets anderer L&auml;nder zusammen &ndash; Russland und China inbegriffen &ndash;, ist man bisher davon ausgegangen, dass im Falle eines milit&auml;rischen Konfliktes eh immer die USA als Siegermacht daraus hervorgehen w&uuml;rden. Aber nicht nur die Geschichte der letzten regionalen Kriege auf dieser Welt zeigt ein anderes Bild, auch die technischen Entwicklungen der einzelnen Waffengattungen ergeben heute ein anderes Bild. Unser Milit&auml;r-Experte Ralph Bosshard erkl&auml;rt, wie sich die Situation ver&auml;ndert hat und warum auch zehn monstr&ouml;se Flugzeugtr&auml;ger der USA keine Garantie mehr f&uuml;r einen Sieg der USA sind. (cm)<br>\nDer Westen &uuml;bt sich wieder in Kanonenboot-Diplomatie: Im Zug des Kriegs im Gaza-Streifen nach dem 7. Oktober setzte sich das aus dem Kalten Krieg bekannte &bdquo;Karussell der Kriegsschiffe&ldquo; wieder in Bewegung. Die USA entsandten nicht wie sonst &uuml;blich einen Flugzeugtr&auml;ger ins Konfliktgebiet, sondern gleich deren zwei. Man kann sich aber durchaus die Frage stellen, was ein Bataillon US Marines und ein Geschwader Navy-Kampfflieger im Gaza-Streifen erreichen k&ouml;nnten, was die israelische Zahal nicht kann.<br>\nAndererseits verf&uuml;gen die USA damit im Konfliktgebiet &uuml;ber mehr moderne Kampfflugzeuge, als mancher Staat deren &uuml;berhaupt besitzt: eine klare Ansage an alle Mittelmeer-Anrainer. Und schon im Fr&uuml;hherbst, als es um die Getreidelieferungen aus der Ukraine kriselte, entsandte die britische Regierung Kriegsschiffe ins Schwarze Meer (1).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/die-grenzen-der-kanonenboot-diplomatie-keine-angst-vor-flugzeugtraegern\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Im Blutrausch<\/strong><br>\nDeutsche &raquo;Wiedergutmachung&laquo; &ndash; Vernichtungswahn und Revanchismus im Krieg gegen &raquo;die neuen Nazis&laquo; in Pal&auml;stina.<br>\nEin vom V&ouml;lkerrecht entgrenzten israelischer Krieg er&ouml;ffnet auch der politischen Klasse des deutschen Imperialismus in der &raquo;Zeitenwende&laquo; der Militarisierung ungeahnte M&ouml;glichkeiten. Das wurde bei der gemeinsamen Pressekonferenz von Benjamin Netanjahu und dem deutschen Kanzler Olaf Scholz am 17. Oktober in Tel Aviv deutlich: Nachdem der israelische Premier das Massaker vom 7. Oktober mit dem Holocaust verglichen hatte, sprach er die erl&ouml;sende Formel, die der entz&uuml;ckten Springerpresse die ersehnte kathartische Schlagzeile lieferte: &raquo;Hamas sind die neuen Nazis.&laquo; Sah sich die Merkel-Regierung 2015 noch gen&ouml;tigt, Netanjahus Geschichtsklitterungen &ndash; damals hatte er den pal&auml;stinensischen Gro&szlig;mufti anstelle von Hitler als Hauptverantwortlichen f&uuml;r den V&ouml;lkermord an den Juden ausgemacht &ndash; mit den Worten &raquo;Wir wissen um die ureigene deutsche Verantwortung an diesem Menschheitsverbrechen&laquo; zu widersprechen, goutierte Olaf Scholz die Relativierung und die endg&uuml;ltige Abl&ouml;sung der Deutschen durch einen neuen welthistorischen Schurken mit beredtem Schweigen. Die Gunst der ausgefallenen Geschichtsnachhilfestunde nutzend, legte der &raquo;Antisemitismusbeauftragte&laquo; von Baden-W&uuml;rttemberg, Michael Blume, rund drei Wochen sp&auml;ter nach und befand, dass die Hamas noch schlimmer als Hitlers M&ouml;rderbanden sei: Die Nazis h&auml;tten ihre &raquo;Massenmorde noch versteckt &ndash; die Hamas diese aber wie zuvor Daesch medial zelebriert&laquo;. Wer nicht mehr als h&auml;sslicher Deutscher betrachtet wird, kann sich um so ungenierter als solcher gegen seinen angeblich noch h&auml;sslicheren Nachfolger benehmen. Das schafft Distanz zur eigenen Vergangenheit. Und schlie&szlig;lich geht es gegen &raquo;Nazis&laquo;, da ist bekanntlich alles erlaubt &ndash; vor allem jede plumpe Projektion deutscher Verbrechen als Grundlage f&uuml;r die Forderung, neue zu legitimieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/464165.krieg-in-gaza-im-blutrausch.html\">Susann Witt-Stahl in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Israel und die Vereinten Nationen<\/strong><br>\nIn den 75 Jahren seines Bestehens durfte Israel v&ouml;llig ungestraft gegen alle Vereinbarungen und Resolutionen der Vereinten Nationen und ihres Sicherheitsrats bez&uuml;glich seiner Grenzen und Beziehungen zu den Pal&auml;stinensern versto&szlig;en.<br>\nAuf die Aussage des Generalsekret&auml;rs der Vereinten Nationen, Ant&oacute;nio Guterres, in Bezug auf die neue Eskalation der Gewalt nach dem Angriff der Hamas reagierte die israelische Beh&ouml;rde mit Emp&ouml;rung. Nach mehreren gescheiterten Versuchen gelang es der Generalversammlung, eine Resolution zu verabschieden, die einen sofortigen Waffenstillstand forderte sowie die sofortige Wiederherstellung der Versorgung des Gazastreifens. Die Resolution verurteilt au&szlig;erdem alle Gewalttaten gegen pal&auml;stinensische und israelische Zivilisten, einschlie&szlig;lich Terrorakte und willk&uuml;rliche Angriffe. Israel, das seit 75 Jahren systematisch alle UN-Resolutionen missachtet, hat jetzt behauptet &mdash; in einer entsetzlichen Banalisierung des Nazismus und des Holocaust &mdash;, Hamas seien die neuen Nazis.<br>\nDer Generalsekret&auml;r der Vereinten Nationen, Ant&oacute;nio Guterres, sagte am 24. Oktober 2023 im Zusammenhang mit der Eskalation der Gewalt nach dem Angriff der Hamas auf die Bev&ouml;lkerung im S&uuml;den Israels:<br>\n&bdquo;Es ist wichtig zu erkennen, dass die Angriffe der Hamas nicht im luftleeren Raum stattfanden. Das pal&auml;stinensische Volk war 56 Jahre lang einer erdr&uuml;ckenden Besatzung ausgesetzt. Sie haben miterlebt, wie sich ihr Land durch Siedlungen stetig entwickelte und von Gewalt heimgesucht wurde; ihre Wirtschaft kam zum Stillstand; ihre Leute wurden vertrieben und ihre H&auml;user zerst&ouml;rt. Ihre Hoffnungen auf eine politische L&ouml;sung ihrer Notlage sind geschwunden.&ldquo;<br>\nSeine &Auml;u&szlig;erungen l&ouml;sten bei den israelischen Beh&ouml;rden eine ver&auml;rgerte Reaktion aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/israel-und-die-vereinten-nationen\">Manova<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&laquo;Russland hatte Frieden gegen Neutralit&auml;t vorgeschlagen&raquo;<\/strong><br>\nEs war in Istanbul kurz nach dem russischen Angriff. Der ukrainische Verhandlungsleiter best&auml;tigt jetzt das russische Angebot.<br>\nDawyd Arachamija ist seit 2019 Fraktionsvorsitzender der Partei Sluha narodu (Diener des Volkes). Im M&auml;rz 2022 hatte er wenige Wochen nach dem russischen &Uuml;berfall auf die Ukraine in Instanbul bei Friedensgespr&auml;chen die ukrainische Verhandlungsdelegation geleitet.<br>\nBei einem Treffen mit einer afrikanischen Delegation hatte Wladimir Putin einen angeblich fertigen Entwurf f&uuml;r ein Friedensabkommen mit der Ukraine gezeigt, der w&auml;hrend Verhandlungen in Weissrussland vereinbart und in Istanbul initiiert worden sei. Laut Putin sah das vorgeschlagene Abkommen die st&auml;ndige Neutralit&auml;t der Ukraine sowie Sicherheitsgarantien vor, und zwar in insgesamt 18 Artikeln, die &laquo;alles festlegten, von der milit&auml;rischen Ausr&uuml;stung bis zum Personal der ukrainischen Streitkr&auml;fte&raquo;.<br>\nIn einem in der Ukraine ausgestrahlten Interview vom 24. November 2023 mit dem TV-Sender &laquo;1+1 Ukraine&raquo; best&auml;tigte nun Arachamija, dass Russland diesen Vorschlag machte. Die russische Delegation habe Kiew Frieden versprochen, wenn die Ukraine sich weigere, der NATO beizutreten. Doch die Ukraine habe den Sicherheitsgarantien nicht vertraut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/russland-hatte-frieden-gegen-neutralitaet-vorgeschlagen\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutschland auf der COP28<\/strong><br>\nBeobachter rechnen auf der morgen beginnenden UN-Klimakonferenz (COP28) in Dubai mit scharfer Kritik an klimapolitischen Ma&szlig;nahmen der EU und warnen, Deutschland sei in puncto Klimapolitik international l&auml;ngst unglaubw&uuml;rdig. Die Kritik richtet sich unter anderem gegen den neuen CO2-Grenzausgleich der EU &ndash; Sonderabgaben, mit denen Br&uuml;ssel energieintensive Industrien vor ausw&auml;rtiger Konkurrenz sch&uuml;tzen will. Der neue Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) droht etwa den Staaten Afrikas fast ein Prozent ihrer Wirtschaftsleistung zu nehmen und dar&uuml;ber hinaus die Ans&auml;tze zur Industrialisierung afrikanischer Rohstoffl&auml;nder zu zerst&ouml;ren. Zur Kritik an der EU kommt hinzu, dass das demonstrative Werben der Bundesregierung f&uuml;r entschlossene klimapolitische Ma&szlig;nahmen zunehmend als unglaubw&uuml;rdig gilt. So wird etwa auf dem afrikanischen Kontinent sorgf&auml;ltig festgestellt, dass Berlin nach dem Beschluss, russisches Erdgas k&uuml;nftig nicht mehr zu beziehen, sich aus afrikanischen Lagerst&auml;tten versorgen will, von deren Ausbeutung es zuvor dringend abriet. International wahrgenommen wird auch, dass Deutschland seine Klimaziele f&uuml;r 2030 und 2045 voraussichtlich weit verfehlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9419\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Energiewende in Deutschland mit Kolumbiens schmutziger Kohle<\/strong><br>\nUm den gr&ouml;&szlig;ten Tagebau f&uuml;r Steinkohle Lateinamerikas El Ceerejon h&auml;ufen sich Berichte &uuml;ber Verst&ouml;&szlig;e gegen Menschenrechte und Umweltsch&auml;den. Wie passt das zum Lieferkettengesetz und Deutschlands Werten?<br>\n&ldquo;Das Monster&rdquo; hat Greylis Pinto vertrieben, und ihr Leben ist nicht wirklich besser geworden, sagt sie. &ldquo;Das Monster&rdquo; ist der unter den Anwohnern g&auml;ngige Name f&uuml;r El Cerrej&oacute;n, den gr&ouml;&szlig;ten Steinkohletagebau Lateinamerikas im Norden Kolumbiens. Auf 69.000 Hektar, einer Fl&auml;che so gro&szlig; wie 100 Fu&szlig;ballfelder, wird hier jedes Jahr mit einer Produktion von knapp 20 Millionen Tonnen Kohle f&uuml;r den Energiehunger der Welt abgebaut, auch den von Deutschland.<br>\nMenschen wie Pinto sollen dem lukrativen Gesch&auml;ft des Schweizer Unternehmens Glencore, das 1995 die Abbaurechte erwarb, mit einem Jahresumsatz in 2022 von 256 Milliarden US-Dollar nicht im Wege stehen.Ihre afrokolumbianische Gemeinde Chancletawurde deswegen vor elf Jahren von kolumbianischen Beh&ouml;rden zwangsumgesiedelt. Pinto gegen&uuml;ber der DW: &ldquo;Unsere aktuelle Situation ist erb&auml;rmlich. Wir leben jetzt weit weg von unserer Heimat, wo wir alles hatten, vor allem Sicherheit in Bezug auf unsere Ern&auml;hrung. Jetzt haben wir gar nichts: kein Wasser, keine Gesundheit und keine Jobs.&rdquo;<br>\nPinto ist gerade mit den beiden Menschenrechtsaktivistinnen Carolina Mat&iacute;z und Tatiana Cuenca quer durch Europa unterwegs, um unter anderem auf die prek&auml;re Situation der Gemeinden aufmerksam zu machen, die vom &ldquo;Monster&rdquo; quasi geschluckt und an einem anderen Ort wieder ausgespuckt wurden.<br>\nF&uuml;r &ldquo;Nueva Chancleta&rdquo; hei&szlig;t das: das neue Land sei f&uuml;r Landwirtschaft gar nicht geeignet, die Wasser- und Gasversorgung funktioniere oftmals nicht und es gebe schlichtweg nicht genug Arbeit. 2015 hat sogar das Verfassungsgerichts Kolumbiens best&auml;tigt, dass durch die Zwangsumsiedlung die Rechte der Gemeinde auf gesunde Umwelt, sauberes Trinkwasser und Leben verletzt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/energiewende-in-deutschland-mit-kolumbiens-schmutziger-kohle\/a-67564962\">Deutsche Welle<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Strategische Partner&rdquo;: Russland und Venezuela verst&auml;rken Kooperation im Energiesektor<\/strong><br>\nDie staatliche venezolanische &Ouml;lgesellschaft PDVSA und das russische Energieunternehmen Gazprom arbeiten an neuen Projekten im Bereich der Gasexploration und -ausbeutung. Dies best&auml;tigte Venezuelas Au&szlig;enminister Yv&aacute;n Gil in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Sputnik.<br>\nGazprom arbeite bereits im Energiesektor in Venezuela, dies sei jedoch &ldquo;durch die geltenden Sanktionen beeintr&auml;chtigt&rdquo; worden. &ldquo;Wir haben nun eine neue Phase der Zusammenarbeit in Angriff genommen. Dabei geht es vor allem um die Erkundung und Ausbeutung neuer Gasfelder&rdquo;. Gazprom-F&uuml;hrungskr&auml;fte seien bereits mit dem Management von PDVSA zusammengetroffen, um &ldquo;die genauen Bedingungen f&uuml;r ihre Beteiligung&rdquo; an entsprechenden Projekten festzulegen. Venezuela habe nicht nur die gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;lreserven, sondern wohl auch &ldquo;die viertgr&ouml;&szlig;ten Gasreserven&rdquo; der Welt, so Gil.<br>\nIn diesem Zusammenhang weist der venezolanische Politologe und Energieexperte Dr. Miguel Jaimes darauf hin, dass Russland im Energiesektor bereits wichtige Vertr&auml;ge im Orinoco-Erd&ouml;lg&uuml;rtel abgeschlossen habe, ebenso in der n&ouml;rdlichen K&uuml;stenregion Venezuelas, &ldquo;wo sich der Raffineriekomplex Paraguan&aacute; befindet, die drittgr&ouml;&szlig;te Raffinerie der Welt. Von daher ist diese Vertiefung der Beziehungen zu Russland notwendig und strategisch, und meiner Meinung nach sollten sie noch viel mehr vertieft werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2023\/11\/267004\/venezuela-russland-energiepartnerschaft\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Beim UN-Zukunftsgipfel soll die Weltherrschaft der Konzerne festgeschrieben werden<\/strong><br>\nDie vollst&auml;ndige Unterwerfung der UN unter die Konzerninteressen, die das Weltwirtschaftsforum mit seiner Global Redesign Initiative 2010 vorgezeichnet und seither erfolgreich betrieben hat, soll auf dem UN-Zukunftsgipfel 2024 im Regelwerk der Weltorganisation verankert werden. Das ist auch in Zusammenhang mit dem geplanten WHO-Pandemieabkommen von Bedeutung, das der UN-Organisation WHO ausufernde Machtbefugnisse geben soll.<br>\nUN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres hat 2021 im Bericht &bdquo;Our Common Agenda&ldquo; seine Vorstellungen von einer Reform der Arbeitsweise der Internationalen Organisationen (Global Governance) skizziert und einen Hohen Beirat f&uuml;r effektiven Multilateralismus (High-Level Advisory Board on Effective Multilateralism) eingesetzt, der Reformvorschl&auml;ge erarbeiten sollte. Diese sollten dann eigentlich im September 2023 auf der UN-Generalversammlung diskutiert und in konkrete Beschl&uuml;sse umgesetzt werden.<br>\nEs gab jedoch Widerstand von den Entwicklungsl&auml;ndern, konkret von der G77-Gruppe, die L&auml;nder des Globalen S&uuml;dens vertritt. Deshalb wurde die Behandlung der Vorschl&auml;ge des Hohen Beirats auf n&auml;chstes Jahr verschoben. Im September 2024 soll dieser &bdquo;Multi-Stakeholder-Zukunftsgipfel&ldquo; nun stattfinden und die Grundz&uuml;ge der Reform der UN beschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/macht-kontrolle\/summit-of-the-future\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Get&ouml;tet, um Abfall zu sein: Studie legt Schicksal von 18 Milliarden Tieren offen<\/strong><br>\nNicht alle Tiere, die f&uuml;r den menschlichen Verzehr gez&uuml;chtet werden, landen auf dem Teller. Wie viele es tats&auml;chlich und global betrachtet sind, hat nun eine Studie untersucht. Die Zahlen sind enorm hoch.<br>\nEin Teil der Weltbev&ouml;lkerung hungert noch immer. 2022 waren es rund 830 Millionen Menschen, bilanziert die Welthungerhilfe. Gleichzeitig landen jedes Jahr Millionen Tonnen an Nahrungsmitteln im Abfall oder gehen verloren. 931 Millionen Tonnen waren es laut dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) im Jahr 2019 weltweit.<br>\nEine neue Studie wirft nun die Frage auf, wie gro&szlig; dabei der Anteil der Tiere ist, die f&uuml;r die Fleischproduktion gez&uuml;chtet wurden &ndash; und nach ihrer T&ouml;tung auf den M&uuml;ll geworfen, anstatt gegessen zu werden. Das Ergebnis: enorm viele. Allein 2019 wurden demnach 77,4 Millionen Tonnen Fleisch entlang der globalen Lebensmittelversorgungskette entweder entsorgt oder sie gingen verloren. Das macht laut Studie 18 Milliarden Tiere aus. Umgerechnet sind das fast zweieinhalb Tiere pro Weltb&uuml;rger:in &ndash; und etwa 52,4 Millionen Tonnen knochenfreies, essbares Fleisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/utopia.de\/news\/getoetet-um-abfall-zu-sein-studie-legt-schicksal-von-18-milliarden-tieren-offen_611545%20\">Utopia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Absolut grauenhaft, vor allem wenn man zur Kenntnis nimmt, unter welchen Bedingungen die Tiere &bdquo;gehalten&rdquo; werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&raquo;Die Idee der Demokratie war immer gedacht als ein Instrument gegen Elitenverkommenheit&laquo;<\/strong><br>\nMausfeld: Um diese hochgradig ausdifferenzierten Gesellschaften, die ja letztlich alle kapitalistischen Gesellschaften sind, besser zu verstehen, untersuche ich am Beispiel fr&uuml;hester Zivilisationen, die zugleich auch in ihrer Komplexit&auml;t vergleichsweise einfache Gesellschaften waren. Die Untersuchung geht von der Steinzeit &uuml;ber das antike Griechenland bis zur Aufkl&auml;rung. Welche Einsichten kann man also gewinnen, die sich f&uuml;r ein Verst&auml;ndnis von Machtbeziehungen in heutigen kapitalistischen Gesellschaften fruchtbar machen lassen kann? Es geht bei diesem historischen Einstieg immer wieder darum, wie gestaltet sich die Beziehung von Macht und Gegenmacht in fr&uuml;hen Gesellschaften? Welcher Prozess der Zivilisierung von Macht war damit verbunden? Denn man wusste sehr fr&uuml;h, Gesellschaften zerst&ouml;ren sich selbst, wenn in ihnen parasit&auml;re Eliten entstehen &ndash; also Eliten, die den Ertrag der arbeitenden Bev&ouml;lkerung weitgehend absch&ouml;pfen und deren ganzen Lebensform darauf beruht, dass sie den Ertrag der anderen sozusagen verbrauchen. Das hei&szlig;t, wenn wir diese fr&uuml;hen Gesellschaften untersuchen, dann k&ouml;nnen wir fragen, welche Schutzmechanismen wurden damals eigentlich immer wieder entwickelt, um die Entstehung zerst&ouml;rerischer gesellschaftlicher Dynamiken zu verhindern, wie sie durch parasit&auml;re Eliten entstehen? Und die waren ausgesprochen erfindungsreich.<br>\n&raquo;Neuentwicklungen erzeugten neue Organisationsformen der Gesellschaft&laquo;<br>\nKarsten: Welchen Nutzen haben wir durch diese Einsichten?<br>\nMausfeld: &Uuml;ber diese Dynamiken k&ouml;nnen wir vor allen Dingen sehr viel &uuml;ber die unendliche Kreativit&auml;t lernen, mit der fr&uuml;here Gesellschaft versucht haben, dieses Problem zu bew&auml;ltigen. Das hei&szlig;t, wir kriegen einmal Einsichten in die grundlegenden Kausalit&auml;ten der Beziehung von Macht und gegen Macht. Und wir kriegen gleichzeitig einen Einblick in den Instrumentenkasten, den alle Gesellschaften entwickelt haben, wie man sich dagegen sch&uuml;tzen kann. Wir k&ouml;nnen uns au&szlig;erdem fragen: Warum ist uns dieser Instrumentenkasten verloren gegangen oder enteignet worden?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/kultur\/die-idee-der-demokratie-war-immer-gedacht-als-ein-instrument-gegen-elitenverkommenheit\/\">Overton Magazin<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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