{"id":10743,"date":"2011-09-16T16:44:31","date_gmt":"2011-09-16T14:44:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10743"},"modified":"2011-09-16T16:44:31","modified_gmt":"2011-09-16T14:44:31","slug":"hinweise-des-tages-ii-28","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10743","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Thomas Fricke &ndash; Mit Hilfspersonal durch die Krise; Wer die Rezession will, muss FDP w&auml;hlen; In der Gefahrenzone; Wie oft sollen die Banken noch gerettet werden?; Banken dr&uuml;cken sich vor Hilfen f&uuml;r Griechenland; David McWilliams: Germany profited in boom so must deal with the bust; Arbeiten bis zum Umfallen: wie die Regierung Altersarmut verharmlost und bef&ouml;rdert; &Uuml;berwachung: Wir leben noch frei, aber nicht mehr lange; Menschenunw&uuml;rdig: wie Fl&uuml;chtlinge in Deutschland kaserniert werden; Frieden schaffen mit Chemiewaffen; Schlecht bezahlte TV-Mitarbeiter; zu guter Letzt: Merck schickt Mappus nach Brasilien (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10743#h01\">Thomas Fricke &ndash; Mit Hilfspersonal durch die Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10743#h02\">Wer die Rezession will, muss FDP w&auml;hlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10743#h03\">In der Gefahrenzone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10743#h04\">Wie oft sollen die Banken noch gerettet werden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10743#h05\">Banken dr&uuml;cken sich vor Hilfen f&uuml;r Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10743#h06\">David McWilliams: Germany profited in boom so must deal with the bust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10743#h07\">Arbeiten bis zum Umfallen: wie die Regierung Altersarmut verharmlost und bef&ouml;rdert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10743#h08\">&Uuml;berwachung: Wir leben noch frei, aber nicht mehr lange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10743#h09\">Menschenunw&uuml;rdig: wie Fl&uuml;chtlinge in Deutschland kaserniert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10743#h10\">Frieden schaffen mit Chemiewaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10743#h11\">Schlecht bezahlte TV-Mitarbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10743#h12\">zu guter Letzt: Merck schickt Mappus nach Brasilien<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=10743&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; Mit Hilfspersonal durch die Krise<\/strong><br>\nUnsere Stabilit&auml;tsvertreter klagen &uuml;ber schwindenden Einfluss in Euroland. Dabei gilt: Wer beeinflussen will, braucht Leute, die &uuml;berzeugen &ndash; statt stur auf falsche Prinzipien zu pochen. [&hellip;]<br>\nMan k&ouml;nnte die Sache allerdings auch selbstkritischer formulieren: Wenn Stark keine Mehrheit im Rat der Zentralbank mehr hatte, mangelte es vielleicht eher an Argumenten, die anderen von seiner Position zu &uuml;berzeugen. [&hellip;] Vielmehr braucht es neue, unkonventionelle Ideen und m&ouml;glichst brillante Vorschl&auml;ge. Daran k&ouml;nnte nicht nur Stark gescheitert sein. Und unser Nachwuchswirtschaftsminister. Es k&ouml;nnte auch Staatssekret&auml;r J&ouml;rg Asmussen &uuml;berfordern, der jetzt mal schnell zum Chefdenker der zweitgr&ouml;&szlig;ten Zentralbank der Welt werden soll. Da darf sich keiner wundern, wenn Deutschland im Ausland an Glaubw&uuml;rdigkeit verliert. [&hellip;]<br>\nIn Deutschland wird vor lauter Euro-Skepsis leicht vergessen, dass es der deutsche EZB-Chef&ouml;konom Issing war, der jahrelang Indikatoren berechnen lie&szlig;, wonach es in der Euro-Zone angeblich keine gr&ouml;&szlig;eren Divergenzen gab als in den USA &ndash; das war fatal. Oder dass es deutsche Beamte wie Stark waren, die einen Stabilit&auml;tspakt durchboxten, der sich in konjunkturellen Schw&auml;chezeiten als kontraproduktiv erwies und zu einseitig auf Staatsdefizitquoten fixiert war. [&hellip;]<br>\nEs reicht nicht aus, auf vergangene Meriten der Bundesbank zu verweisen, wenn die Deutschen in der Praxis nicht &uuml;berzeugen &ndash; ob durch das Ernennen eines kuriosen Typen wie Thilo Sarrazin in den Bundesbankvorstand, oder durch &uuml;berforderte U39-Minister. Oder durch wackelige Positionen deutscher EZB-Chef&ouml;konomen. Da muss man auch mal einr&auml;umen, dass die anderen bessere Argumente haben. Es k&ouml;nne nicht sein, dass die Unabh&auml;ngigkeit der EZB nur dann gelten darf, wenn sie deutsche Geldpolitik macht, unken die Kollegen der britischen &ldquo;Financial Times&rdquo;. Entsprechend absurd ist, wenn Ifo-Chef Hans-Werner Sinn jetzt Widerstand gegen die unabh&auml;ngige Bank fordert, weil Monsieur Trichet nicht seiner Meinung ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:kolumne-thomas-fricke-mit-hilfspersonal-durch-die-krise\/60104719.html?\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wer die Rezession will, muss FDP w&auml;hlen<\/strong><br>\nWer die Pleite Griechenlands heraufbeschw&ouml;rt, &uuml;bersieht: Sie h&auml;tte eine gigantische Wohlstandsvernichtung zur Folge &ndash; auch in Deutschland. Die Nachwelt steht immer fassungslos vor den gro&szlig;en Katastrophen der Menschheitsgeschichte. Wie konnte es passieren, dass die Weltwirtschaft in den drei&szlig;iger Jahren in die offensichtlich entstehende Depression rutschte? Warum hat niemand etwas dagegen unternommen? Warum hat keiner gewarnt? Im Nachhinein ist kaum zu begreifen, wie es so weit kommen konnte.<br>\nAn der Euro-Krise l&auml;sst sich die Genese einer Katastrophe in Echtzeit studieren. Die gemeinsame W&auml;hrung steht kurz vor dem Zusammenbruch. Naiv w&auml;re der Glaube, dass dies keine Auswirkungen auf den politischen Zusammenhalt des Kontinents habe. Erst f&auml;llt der Euro, dann kollabiert die Wirtschaft und irgendwann werden die Europ&auml;er wieder aufeinander losgehen &ndash; dieses Szenario steht uns m&ouml;glicherweise bevor. [&hellip;]<br>\nNat&uuml;rlich wurde und wird bei der Euro-Rettung gegen ordnungspolitische Prinzipien versto&szlig;en. Aber es ist wohlfeil, das anzuprangern und die eigenen L&ouml;sungsvorschl&auml;ge im Ungef&auml;hren zu belassen, wie es Philipp R&ouml;sler, Hans-Werner Sinn und Frank Sch&auml;ffler tun. Wirtschaftspolitische Entscheidungen sind immer relativ: Es geht um die Wahl des geringsten &Uuml;bels. Die Verelendung Europas jedenfalls ist ein hoher Preis f&uuml;r die Durchsetzung der reinen marktwirtschaftlichen Lehre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-09\/fdp-rezession-europa\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.P.:<\/strong> Mark Schieritz greift hier viel zu kurz, weil er seine Warnung auf die FDP beschr&auml;nkt. Dabei h&auml;tte es die Union redlich verdient, ebenfalls darin eingeschlossen zu werden. Das belegt nicht nur das Verhalten des Populistenstadls CSU, &uuml;ber den ich hier keine weiteren Worte verlieren will. Das belegt vor allem auch das &bdquo;L&ouml;sungskonzept&ldquo; unseres Finanzministers, dem zur Euro-Krise nicht mehr einf&auml;llt, als den betroffenen Staaten in der Krise nach Art des Heinrich Br&uuml;ning &bdquo;Sparen, Sparen, Sparen&ldquo; zu empfehlen &ndash; ganz so, als seien nie konzeptionelle Konsequenzen aus der Weltwirtschaftskrise gezogen worden. Und von der Frau Bundeskanzlerin ist erg&auml;nzend zu vernehmen, dass sie Eurobonds ablehnt &ndash; die Spekulation gegen einzelne Eurostaaten darf also weitergehen. Mit dieser Haltung wird Deutschland die Krise im Euroraum versch&auml;rfen und am Ende auch selbst davon eingeholt werden. Das Problem sind also nicht nur die populistischen Entgleisungen der FDP, das Problem sind auch die Unions-&ldquo;Konzepte&ldquo; zur &Uuml;berwindung der Krise. Dar&uuml;ber hinaus agiert aber auch die Bundeskanzlerion populistisch &ndash; sie tut das nur geschickter, eben indem sie bestimmte Konzepte demonstrativ ablehnt, wie etwa die Eurobonds. Dass hier Populismus am Werk ist, erkennt man daran, dass sie seinerzeit kein Problem damit hatte, 480 Mrd. Euro, also eine viel h&ouml;here Summe, als sie derzeit in Rede steht, binnen einer Woche f&uuml;r die Stabilisierung der deutschen Finanzindustrie durchzudr&uuml;cken. Ich glaube ja, dass die Bundeskanzlerin es eigentlich besser wei&szlig; &ndash; zumindest m&uuml;&szlig;te sie es besser wissen &ndash; sich aber schlicht nicht traut, ihrem eigenen Verein und den Leuten im Lande einmal zu laut und deutlich erkl&auml;ren, warum Deutschland jedes Interesse daran hat, den Euroraum wirtschaftlich zu stabilisieren. Es ist schlicht die politische Feigheit der Kanzlerin, die seit zwei Jahren verhindert, dass die immer weitere Kreise ziehende und immer mehr Opfer fordernde Finanzkrise endlich einged&auml;mmt wird! Das ist ein derartig j&auml;mmerliches Schauspiel; mir fehlen die Worte! Je schneller diese Dame mit ihrem seltsamen Finanzminister und ihren merkw&uuml;rdigen Koalitions-&ldquo;Partnern&ldquo; verschwindet, desto besser f&uuml;r Deutschland, Europa und die Weltwirtschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>In der Gefahrenzone<\/strong><br>\nIn beispielloser Offenheit dr&auml;ngen hochrangige Politiker und Medien aus EU und USA die Bundesregierung zur Aufgabe ihres Crashkurses in der Eurokrise. Allein mit brutalen Sparma&szlig;nahmen, wie Berlin sie erzwinge, sei Griechenland nicht zu retten, hei&szlig;t es etwa in Washington. Deutschland drohe wegen der globalen Folgen eines m&ouml;glichen Zusammenbruchs der europ&auml;ischen W&auml;hrung letztlich &ldquo;die ganze Welt&rdquo; in den Abgrund zu ziehen, warnt die britische Presse. An diesem Freitag wird, da eine globale Kriseneskalation bef&uuml;rchtet wird, erstmals ein US-Finanzminister an einem Treffen seiner EU-Amtskollegen teilnehmen. Trotz aller Warnungen h&auml;lt Berlin an seinem harten Austerit&auml;tsdiktat gegen&uuml;ber Griechenland fest. Vor wenigen Tagen ist eine EU-Delegation in Athen eingetroffen, um dort die Sparma&szlig;nahmen der Regierung zu &uuml;berwachen. Der Delegationsleiter ist ein Deutscher. Medienberichte legen nahe, dass die Bundesregierung der Ausweitung des Krisenfonds EFSF nur zugestimmt hat, um nach dem Bankrott Griechenlands die davon betroffenen deutschen Banken auffangen zu k&ouml;nnen. Kommentare nicht nur des deutschen Boulevards, sondern auch als seri&ouml;s geltender Medien &uuml;ber das krisengesch&uuml;ttelte Griechenland erinnern an l&auml;ngst &uuml;berwunden geglaubte Phasen des deutschen Chauvinismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58147\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie oft sollen die Banken noch gerettet werden?<\/strong><br>\nEs wird h&ouml;chste Zeit, von den Banken deutlich mehr Eigenkapital als Fundament f&uuml;r ihre Gesch&auml;fte zu verlangen. Denn es kann nicht sein, dass sie regelm&auml;&szlig;ig bei einem Hauch von Krise auf Kosten der Steuerzahler &ndash; unter anderem mit Dollarliquidit&auml;tsspritzen &ndash; gerettet werden m&uuml;ssen, w&auml;hrend sie ihren Aktion&auml;ren in &bdquo;guten Zeiten&ldquo; hohe Dividenden und den &bdquo;Regenmachern&ldquo; ernome Boni aussch&uuml;tten.<br>\nDiese Konstellation zeigt, dass diese Unternehmen ihre Gewinne vor allem dadurch erzielen, indem sie Risiken systematisch untersch&auml;tzen, um bei m&ouml;glichst wenig notwendigem Eigenkapital eine m&ouml;glichst hohe Rendite zu erzielen und indem sie Verluste schlie&szlig;lich auf andere abw&auml;lzen. Der miserable Zustand ihrer Risikomanagementsysteme und -prozeduren l&auml;sst sich am j&uuml;ngsten &bdquo;Blow-Out&ldquo; am &bdquo;Delta-One-Desk&ldquo; im Maschinengro&szlig;raum der Spekulation einer j&uuml;ngst geretteten Schweizer Gro&szlig;bank ablesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C31163\/blick-auf-den-finanzmarkt-wie-oft-sollen-die-banken-noch-gerettet-werden-30687487.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Diese Diskussion hatte vor exakt drei Jahren ihren Anfang. Seitdem ist nichts passiert. Das Versagen der Politik ist himmelschreiend.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Banken dr&uuml;cken sich vor Hilfen f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nViel ank&uuml;ndigen, wenig halten: Die Banken beteiligen sich deutlich geringer an der Griechenland-Rettung als erwartet. Nach SZ-Informationen m&uuml;ssen sie nicht auf 21 Prozent, sondern lediglich auf acht Prozent ihrer dortigen Investments verzichten. Und im Falle einer griechischen Insolvenz haften die Steuerzahler sogar weitgehend allein.<br>\nAus der vermeintlichen &ldquo;harten&rdquo; Angelegenheit wird f&uuml;r viele Institute so endg&uuml;ltig ein lukratives Gesch&auml;ft. Schick: &ldquo;Der europ&auml;ische Steuerzahler &uuml;bernimmt das komplette Griechenland-Risiko von den Banken f&uuml;r eine l&auml;cherliche Beteiligung der Institute von nur gut acht Prozent.&rdquo; Das ist deshalb so, weil dem reduzierten Risiko f&uuml;r die Banken ein entsprechend h&ouml;heres auf Seiten des EFSF &ndash; und damit der Allgemeinheit &ndash; gegen&uuml;bersteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/schuldenkrise-in-europa-wie-sich-die-banken-vor-der-griechenland-hilfe-druecken-1.1144374\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Sch&ouml;n, dass die S&uuml;ddeutsche Zeitung und sogar <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,786568,00.html\">SPIEGEL Online<\/a> endlich aufwachen &ndash; besser sp&auml;t als nie. Erstaunlich ist jedoch, dass die SZ sich auf den Gr&uuml;nen-Finanzexperten Schick beruft. Wof&uuml;r werden die Journalisten von SZ und SPIEGEL eigentlich bezahlt? &Uuml;ber die Hintergr&uuml;nde hatten die <a href=\"\/?p=10194\">NachDenkSeiten bereits vor zwei Monaten<\/a> geschrieben. Da die Verzinsung f&uuml;r AAA-Anleihen sich in den letzten zwei Monaten noch einmal massiv verringert hat, ist der &bdquo;Deal&ldquo; Josef Ackermanns aus heutiger Sicht sogar noch unversch&auml;mter als damals. Zur Erinnerung: Die Banken tauschen ihre Griechenland-Anleihen gegen ESFS-Bonds, f&uuml;r die Deutschland haftet, und bekommen daf&uuml;r 4,5% Zinsen. F&uuml;r deutsche Staatsanleihen mit gleicher Laufzeit w&uuml;rde sie derzeit weniger als 2% Zinsen bekommen. Wenn man diesen &bdquo;Zinsspread&ldquo; in die Rechnung einbezieht, machen die Banken auch keinen Verlust von 8%, wie Schick es ausgerechnet hat, sondern einen satten Gewinn.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>David McWilliams: Germany profited in boom so must deal with the bust<\/strong><br>\nIt is now down to Germany. Does it want to save the euro or not? If it does, it will have to underwrite the Irish along with the Italians, Spaniards and a few others besides, not to mention the Greeks.<br>\nIf it doesn&rsquo;t want to save the euro, it will have to deal with a rapidly rising new deutschemark, which will soar in value against every currency &mdash; not just in Europe but against every currency in the world. In fact, the blueprint for Germany is Switzerland, and last week the Swiss National Bank responded to the rising Swiss franc by capping its rapid appreciation because it is hurting Swiss industry. A post-euro Germany with the new deutschemark would be like the Swiss Franc on steroids. It would be like a massive Switzerland in the heart of Europe with a hugely overvalued currency [&hellip;]<br>\nWhen these countries had difficulty paying back the German banks, what did the Germans do? They penalised them in the draconian terms of the EU &ldquo;bailout&rdquo;. Instead of acknowledging its own role at the centre of this European-wide Ponzi scheme, Germany initially played the role of major loan shark, borrowing at 2pc and lending to the distressed states at 6pc! This penal approach didn&rsquo;t work because the balance sheets of the distressed countries were too weak to pay this money back and the crisis became more acute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.independent.ie\/opinion\/columnists\/david-mcwilliams\/david-mcwilliams-germany-profited-in-boom-so-must-deal-with-the-bust-2875645.html\">Independent.ie<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeiten bis zum Umfallen: wie die Regierung Altersarmut verharmlost und bef&ouml;rdert<\/strong><br>\nEs ist ein Horrorszenario, das unaufhaltsam auf Deutschland zurollt: Millionen alter Menschen werden unter der Armutsgrenze leben, und das, obwohl sie ein ganzes Leben in die Rentenkasse eingezahlt haben. Jede neue Studie bringt noch schlimmere Prognosen: 2,5 Millionen arme Alte wird es in 10 Jahren geben, in drei&szlig;ig Jahren wird sogar jeder vierte Rentner betroffen sein, sagen die Wirtschaftsinstitute voraus. Die Rentenversicherung warnt vor einem Kollaps der Sozialsysteme. Und was macht Arbeitsministerin Ursula von der Leyen? Sie hat letzten Freitag vor laufenden Kameras den Beginn eines &bdquo;Dialogs Rente&ldquo; ausgerufen. Neue Hilfen f&uuml;r Alte soll es da geben, ein Herumdoktern an den Symptomen. Den eigentlichen Grund f&uuml;r die Altersarmut will sie nicht beseitigen. Sie und ihre Vorg&auml;nger haben den Niedriglohnsektor derartig ausgebaut, dass kaum einer der mittlerweile &uuml;ber 5 Millionen Billigjobber vern&uuml;nftig in die Rentenkasse einzahlen kann: Ihr Lohn reicht gerade mal zum &Uuml;berleben. Viele Rentner werden deswegen in Deutschland auch im hohen Alter weiterarbeiten m&uuml;ssen, das sagt mittlerweile auch die OECD voraus. MONITOR &uuml;ber einen Realit&auml;tsverlust der politisch Verantwortlichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2011\/0915\/alter.php5\">Monitor<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Eine Rente reicht nicht &ndash; Almosen f&uuml;rs Alter<\/strong><br>\nEs l&auml;sst sich alles steigern: wir verl&auml;ngern die Lebensarbeitszeit, wir werden immer &auml;lter und &ndash; parallel dazu &ndash; steigt auch die Zahl derer, die im Alter arm sein werden, weil eines nicht so recht mitw&auml;chst: die Rente!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/derTag\/derTag_20110913.mp3\">hr2\/Kultur &bdquo;Der Tag&ldquo; [mp3 &ndash; 50,5 MB] (Audio-Podcast, ca. 54 Minuten)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Zwar ohne das Thema Versicherungslobbyismus, wof&uuml;r die Zeit wohl zu kurz war, daf&uuml;r aber mit interessanten wirtschaftlichen Hintergr&uuml;nden, Christoph Butterwegge und Heiner Flassbeck.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Uuml;berwachung: Wir leben noch frei, aber nicht mehr lange<\/strong><br>\nPrimat der Furcht: Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich kidnappt Wilhelm von Humboldt und macht gemeinsame Sache mit den Firmen, die Unsicherheit bewirtschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C31315\/ueberwachung-wir-leben-noch-frei-aber-nicht-mehr-lange-30685243.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Menschenunw&uuml;rdig: wie Fl&uuml;chtlinge in Deutschland kaserniert werden<\/strong><br>\nSie m&uuml;ssen auf engstem Raum zusammenleben und werden schlecht versorgt, so r&uuml;gte die UN k&uuml;rzlich den Umgang in Deutschland mit Asylbewerbern. Die Lage in sogenannten Gemeinschaftsunterk&uuml;nften sei prek&auml;r. Vor allen Dingen Bayern setzt auf die Unterbringung in solchen Lagern. Das Ziel ist offensichtlich, die Wohnverh&auml;ltnisse sollen abschrecken. Beispiel: die Gemeinschaftsunterkunft in Augsburg. In der 150 Jahre alten Kaserne ist die Bausubstanz marode. Schimmel und Insektenbefall gef&auml;hrdet die Gesundheit der Bewohner. Nach Meinung von Rechtsexperten wie des Regensburger Professors Thorsten Kingreen wird durch solche Verh&auml;ltnisse auch das Grundrecht der Bewohner auf k&ouml;rperliche Unversehrtheit massiv verletzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2011\/0915\/asyl.php5\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Frieden schaffen mit Chemiewaffen<\/strong><br>\nDie Universit&auml;t T&uuml;bingen forscht im Auftrag der Bundeswehr. Obwohl in einer Zivilklausel steht, dass das nicht geht. Die Hochschule ist kein Einzelfall<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Wirtschaft-trifft-Forschung-\/%2178183\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schlecht bezahlte TV-Mitarbeiter<\/strong><br>\nTraumberuf Fernsehen? F&uuml;r viele Kameraleute, Tontechniker und Autoren, die frei f&uuml;r TV-Produktionsfirmen und Sender arbeiten, schon lange nicht mehr. Warum ist das so?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/ard\/servlet\/content\/3517136?documentId=8199302\">NDR Zapp<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Merck schickt Mappus nach Brasilien<\/strong><br>\nDie Baden-W&uuml;rttemberger w&auml;hlten ihn sang- und klanglos ab, doch Merck setzt auf die Verbindungen des Stefan Mappus: Der Pharma- und Chemiekonzern schickt ihn auf einen wichtigen Posten nach S&uuml;damerika.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:frueherer-stuttgarter-regierungschef-merck-schickt-mappus-nach-brasilien\/60104766.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Damit erf&uuml;llt Merck den <a href=\"http:\/\/www.redensarten-index.de\/suche.php?suchbegriff=~~jemanden%20dort%20hinschicken%2C%20wo%20der%20Pfeffer%20waechst%3B%20jemanden%20dahin%20wuenschen%2C%20wo%20der%20Pfeffer%20waechst%3B%20jemand%20soll%20bleiben%2C%20wo%20der%20Pfeffer%20waechst&amp;bool=relevanz&amp;suchspalte%5B%5D=rart_ou\">Wunsch der W&auml;hler<\/a> &ndash; Brasilien ist der drittgr&ouml;&szlig;te Pfefferproduzent der Welt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Thomas Fricke &ndash; Mit Hilfspersonal durch die Krise; Wer die Rezession will, muss FDP w&auml;hlen; In der Gefahrenzone; Wie oft sollen die Banken noch gerettet werden?; Banken dr&uuml;cken sich vor Hilfen f&uuml;r Griechenland; David McWilliams: Germany profited in boom so must deal with the bust; Arbeiten bis zum Umfallen:<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10743\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10743","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10743","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10743"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10743\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10746,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10743\/revisions\/10746"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10743"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10743"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10743"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}