{"id":107533,"date":"2023-12-01T08:39:51","date_gmt":"2023-12-01T07:39:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107533"},"modified":"2023-12-01T08:39:51","modified_gmt":"2023-12-01T07:39:51","slug":"hinweise-des-tages-4496","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107533","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107533#h01\">Lackmustest Schuldenbremse &ndash; amerikanischer Pragmatismus schl&auml;gt europ&auml;ische Sparideologie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107533#h02\">Notlage gesucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107533#h03\">Geld, Einfluss, und Lobbyismus: &Uuml;ber den Grund der Haushaltskrise spricht kaum jemand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107533#h04\">Ukraine-Krieg: Bittere Realit&auml;t auf den Kampffeldern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107533#h05\">Der neue Feind der Nato<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107533#h06\">Welt als Schlachtfeld: USA f&uuml;hren in 78 Staaten weiter schmutzige Kriege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107533#h07\">In Gedenken an Henry Kissinger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107533#h08\">Wird noch gebraucht: Treffen der OSZE in Skopje<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107533#h09\">&Uuml;berlebensschuld raubt den Schlaf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107533#h10\">Rin in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107533#h11\">Junge Menschen schauen nur wenig zuversichtlich in die Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107533#h12\">Allianz Trade Studie: Gro&szlig;insolvenzen in Deutschland sind zur&uuml;ck &ndash; vor allem bei Kliniken und im Mode-Einzelhandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107533#h13\">Deutschland wird krank regiert &ndash; Krankmeldungen auf H&ouml;chststand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107533#h14\">Die unangenehme Wahrheit im Fall Gil Ofarim<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Lackmustest Schuldenbremse &ndash; amerikanischer Pragmatismus schl&auml;gt europ&auml;ische Sparideologie<\/strong><br>\nDie Debatte um europ&auml;ische Fiskalregeln und speziell um die deutsche Schuldenbremse, die durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15. November zum zweiten Nachtragshaushaltsgesetz 2021 befeuert worden ist, wird unter juristischen, politischen und &ouml;konomischen Aspekten gef&uuml;hrt. Letztere m&uuml;ssen unserer Ansicht nach im Vordergrund stehen. Auch wenn mit einer haushaltspolitischen Entscheidung ein Gesetz juristisch korrekt eingehalten wird, kann diese Entscheidung in &ouml;konomischer Hinsicht falsch sein. Es besteht n&auml;mlich die Gefahr, dass falsche Entscheidungen zu noch st&auml;rker steigenden Schulden f&uuml;hren, weil die Wirtschaft massiv einbricht.<br>\nNach Ansicht vieler Finanzwissenschaftler sind Fiskalregeln, darunter die deutsche Schuldenbremse, dazu da zu verhindern, dass Regierungen zur Finanzierung ihrer Ausgabenw&uuml;nsche immer mehr Staatsschulden zulasten zuk&uuml;nftiger Steuerzahler anh&auml;ufen. Die Tragf&auml;higkeit von Staatsschulden sei umso weniger gew&auml;hrleistet, je h&ouml;her die Staatsschuldenquote, also das Verh&auml;ltnis von Staatsschulden zu Wirtschaftskraft eines Landes, sei. Denn wenn die (nominale) Wachstumsrate einer Volkswirtschaft geringer ausf&auml;llt als der (nominale) Zinssatz auf die Staatsschulden, wachsen die Steuereinnahmen bei gleichbleibenden Steuers&auml;tzen langsamer als die Zinslast. Dann nimmt der Anteil der Staatseinnahmen, der zur Finanzierung der Zinslast aufgewendet werden muss, zu und der fiskalische Gestaltungsspielraum entsprechend ab.<br>\nUm fiskalpolitisch dennoch handlungsf&auml;hig zu bleiben, m&uuml;ssten dann irgendwann die Steuern erh&ouml;ht werden. Mit anderen Worten: Zus&auml;tzliche Staatsschulden von heute bergen nach dieser Lesart die Gefahr h&ouml;herer Steuerbelastungen von morgen in sich. H&ouml;here Steuerlasten bringen jedoch Ineffizienzen und Fehlanreize mit sich und legen sich wie Mehltau &uuml;ber die Privatwirtschaft, deren Innovativkraft dann nachl&auml;sst. Das d&auml;mpft auf Dauer das Wachstum, so dass die Konstellation &bdquo;Zinssatz h&ouml;her als Wachstumsrate&ldquo; noch wahrscheinlicher oder gar zementiert wird. Diese Zwickm&uuml;hle gelte es zu vermeiden, indem dem Ausgabeverhalten von Regierungen durch Fiskalregeln Grenzen gesetzt w&uuml;rden.<br>\nSo oder so ungef&auml;hr lauten die Warnungen vor hohen Staatsschuldenquoten und die Begr&uuml;ndungen f&uuml;r Fiskalregeln. Sie kranken allerdings daran, dass sie sich nicht mit den inhaltlichen Abh&auml;ngigkeiten von gesamtwirtschaftlicher Wachstumsrate, Zinsniveau und Staatsausgaben besch&auml;ftigen, sondern nur mit rechentechnischen Zusammenh&auml;ngen. Es werden empirische Korrelationen herangezogen und Aussagen wie &bdquo;Wenn der Zinssatz h&ouml;her ist als die Wachstumsrate, dann &hellip;&ldquo; getroffen, ohne die Frage zu kl&auml;ren, wann und warum eine solche Konstellation eingetreten ist oder eintreten kann und wie lang sie angehalten hat oder anhalten kann. Das ist aber entscheidend f&uuml;r die Beurteilung, wie relevant die getroffene Aussage ist und welche wirtschaftspolitischen Schlussfolgerungen aus ihr abgeleitet werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2023\/11\/30\/lackmustest-schuldenbremse-amerikanischer-pragmatismus-schlaegt-europaeische-sparideologie\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Notlage gesucht<\/strong><br>\nUm den Haushalt abzusichern, will die deutsche Bundesregierung &raquo;Schuldenbremse&laquo; und Grundgesetz umgehen.<br>\nChaostage im Berliner Regierungsviertel. Nachdem das Bundesverfassungsgericht am 15. November den Finanzjongleuren der Koalition einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, lie&szlig; die Videobotschaft des Kanzlers nicht lange auf sich warten: &raquo;All unsere Ziele sind und bleiben richtig.&laquo; Ein Klacks, es geht schlie&szlig;lich nur darum, illegale Geldtransfers, Schattenhaushalte und die geplatzten Haushalte f&uuml;r 2023 und 2024 wieder geradezur&uuml;cken. Nach der Devise &raquo;Not macht erfinderisch&laquo; hatte die durch latenten Fachkr&auml;ftemangel bekannt gewordene &raquo;Ampel&laquo;-Koalition am 21. November Sachverst&auml;ndige zur Anh&ouml;rung geladen. Im Mittelpunkt der Ideenfindung stand der Appell an die Fantasie von Juristen und Wirtschaftsweisen, Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Aussetzung der Schuldenbremse zu liefern. Dumm, da&szlig; Artikel 109 Absatz 3 des Grundgesetzes kein &raquo;W&uuml;nsch dir was&laquo; zul&auml;&szlig;t. Es m&uuml;ssen &raquo;au&szlig;ergew&ouml;hnliche Notsituationen, die sich der Kontrolle des Staates entziehen und die staatliche Finanzlage erheblich beeintr&auml;chtigen&laquo;, vorliegen. Viel an Ideen kam da nicht zusammen. Mehr als windig ist der Verweis auf die Rezession, in der sich die deutsche Wirtschaft befindet. Krise, Inflation und gestiegene Energiepreise sind keine Erscheinungen, die v&ouml;llig &uuml;berraschend erst 2023 &uuml;ber Deutschland hereinbrachen. Die Corona-Notlage des Jahres 2021 l&auml;&szlig;t sich nicht nach 2023, geschweige denn 2024 verl&auml;ngern. Auch der Klimawandel taugt nicht zur Notlage, als &raquo;langfristiges Ph&auml;nomen&laquo; scheidet er ebenfalls aus. Die 20,86 Milliarden Euro Waffen- und Finanzhilfe der Bundesrepublik an die Ukraine sind, wie jeder wei&szlig;, freiwillig erfolgt, entziehen sich also gerade nicht &raquo;der Kontrolle des Staates&laquo;. Gleiches gilt f&uuml;r das Eigentor an finanziellen Sch&auml;den, die die Regierung durch ihre Beteiligung an den EU-Sanktionspaketen gegen Ru&szlig;land produziert hat. Die M&auml;r, der Anstieg der Energiepreise gehe auf den Ukraine-Krieg zur&uuml;ck, glaubt man eh nur in der Regierungskoalition, die &uuml;berteuertes Fl&uuml;ssiggas aus den USA bezieht und indische Raffinerieprodukte aus russischem &Ouml;l auf dem Weltmarkt kauft, preisg&uuml;nstiges russisches Gas wegen der &raquo;werteorientierten&laquo; Au&szlig;enpolitik aber ausschl&auml;gt. Israels Krieg im Gaza? Von seiner Aktualit&auml;t her zeitlich ein idealer Ansatz, aber wo ist die Notlage? Die israelische Marine ist in den vergangenen Jahren vor allem mit Korvetten der SAAR-6-Klasse ausger&uuml;stet worden, das lag lange vor dem 7. Oktober 2023. Die von Bundespr&auml;sident Steinmeier diese Woche in Israel zugesagte Finanzhilfe f&uuml;r israelische Kibbuzim bewegt sich im unteren zweistelligen Millionenbereich, bringt f&uuml;r eine Notlage folglich auch nichts. Au&szlig;erdem ist die Auszahlung von mehr als 200 Millionen Euro humanit&auml;re Hilfe f&uuml;r Pal&auml;stina von Berlin gestoppt worden. Die &raquo;Staatsr&auml;son&laquo; hat eher noch Geld gespart.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1420277062959\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Geld, Einfluss, und Lobbyismus: &Uuml;ber den Grund der Haushaltskrise spricht kaum jemand<\/strong><br>\nInvestitionsstau wird gr&ouml;&szlig;er, der Haushalt kleiner. Und der Bundestag billigt den Irrweg der Regierung. Wer profitiert von diesem Systemfehler? Ein Gastkommentar.<br>\nEin Teil der Profitlobby hat viel mehr Spielraum und Einfluss auf das Geld der Bev&ouml;lkerung. Bei den Lobbygeschenken an bestimmte Gruppen wie die Autolobby, Pharmakonzerne und R&uuml;stungsindustrie ist auch von dem sonst propagierten &ldquo;Sparen&rdquo; nichts zu merken. Einmal eingef&uuml;hrte Subventionen flie&szlig;en jedes Jahr, egal, wie sinnvoll sie sind.<br>\nEs war eine sch&ouml;ne Regel: Der eine Koalitionspartner gibt diese Subvention, daf&uuml;r bekommt der Gegenspieler eine andere Subvention. So haben sich rund 60 Milliarden Euro an gesundheits- und klimasch&auml;dlichen Staatszusch&uuml;ssen angesammelt.<br>\nEin besonderes Beispiel ist der Bereich Milit&auml;r und Verteidigung. Hier wird besonders viel getrickst und get&auml;uscht. Fast alle reden und schreiben davon, dass wir unsere Verteidigung kaputtgespart h&auml;tten, dass sie v&ouml;llig marode und wehrlos sei. Sie wird arm gerechnet, aber am Geld kann es &uuml;berhaupt nicht liegen. Kaum jemand spricht davon, dass der Verteidigungshaushalt der Bereich ist, der in den letzten Jahren am st&auml;rksten gewachsen ist, von 38,5 auf jetzt 50,4 Milliarden Euro. Mit knapp zw&ouml;lf Milliarden Euro ist das ein Plus von &uuml;ber 30 Prozent in nur f&uuml;nf Jahren &ndash; ohne Sonderverm&ouml;gen!<br>\nFast alle Ressorts m&uuml;ssen jetzt wirklich den G&uuml;rtel enger schnallen, aber das Milit&auml;r bekommt auch jetzt deutlich mehr Geld. Wenn also die Verteidigung tats&auml;chlich so marode ist, wie kolportiert wird, dann liegt hier ein massives Versagen vor oder man kommt nicht umhin, von Korruption zu sprechen. Denn dann wurden einseitige Lobbygesch&auml;fte aus reinen Profitgr&uuml;nden get&auml;tigt, ohne darauf zu achten, ob die Waffensysteme und R&uuml;stungsg&uuml;ter &uuml;berhaupt sinnvoll sind.<br>\nNur um das in Relation zu setzen: Mit umgerechnet gut 55 Milliarden US-Dollar liegt das angeblich so wehrlose Deutschland bei den Verteidigungsausgaben weltweit auf dem siebten Platz. Noch vor der Atommacht Frankreich, deutlich vor L&auml;ndern wie Australien (32 Milliarden US-Dollar) oder gar Spanien (20 Milliarden US-Dollar).<br>\nIsrael, ganz anders aufgestellt und mit ganz anderen Gefahren und Nachbarn konfrontiert, gibt mit gut 23 Milliarden US-Dollar nicht einmal die H&auml;lfte aus. Egal, wie man die Situation dort beurteilt: Niemand w&uuml;rde sagen, dass Israel wehrlos ist. Aber bei uns wird nie wirklich hingeschaut, geschweige denn diskutiert, wohin das ganze Geld flie&szlig;t<br>\nWir m&uuml;ssen also &uuml;ber T&auml;uschen, Tricksen und Tarnen reden. Das angebliche &ldquo;Kaputtsparen&rdquo; der Verteidigung ist eine L&uuml;ge. Wenn es um m&auml;chtige Lobbys geht, ist immer genug Geld da. Zur Not wird noch ein Sonderfonds mit satten 100 Milliarden Euro beschlossen &ndash; mit stehenden Ovationen im Parlament und v&ouml;llig an der Schuldenbremse vorbei. Auch hier ohne Pr&uuml;fung, wohin das Geld flie&szlig;t oder ob es sinnvoll ausgegeben wird. In anderen Bereichen muss das f&uuml;r jeden Cent gemacht werden. Klimaschutz, Bildung, Kinderarmut! Undenkbar. [&hellip;]<br>\nEs geht eben nicht darum, die n&auml;chste Generation vor zu vielen Schulden zu bewahren, sondern darum, die Profite einiger weniger zu sichern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Geld-Einfluss-und-Lobbyismus-Ueber-den-Grund-der-Haushaltskrise-spricht-kaum-jemand-9545183.html\">telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ukraine-Krieg: Bittere Realit&auml;t auf den Kampffeldern<\/strong><br>\nDie milit&auml;rische Lage in der Ukraine spitzt sich zu. &Uuml;ber das Medienbild, die K&auml;mpfe, neue Waffen und die Rolle der R&uuml;stungsindustrie. Eine Einsch&auml;tzung des Winterkrieges.<br>\nDer Winter h&auml;lt Einzug &uuml;ber den Kampffeldern der Ukraine, und es k&ouml;nnte der letzte Kriegswinter sein f&uuml;r die Armee Kiews. Die Anzeichen mehren sich, dass der Krieg im Jahre 2024 zu einem Ende kommen k&ouml;nnte.<br>\nDenn die Ukraine verliert in hohem Ma&szlig;e Truppen, Ausr&uuml;stung, internationale Unterst&uuml;tzung und &ndash; und das wiegt vielleicht am schwersten &ndash; sie verliert den Glauben an den Sieg.<br>\nNur langsam h&auml;lt eine realit&auml;tsn&auml;here Berichtserstattung Einzug in die oft geb&uuml;hrenfinanzierten Mainstream-Medien. So schrieb etwa die Tagesschau noch im September im fettgedruckten Anrei&szlig;er:<br>\n&ldquo;Die Angriffe auf der Krim sind verheerend f&uuml;r Russland, erkl&auml;rt der Milit&auml;r&ouml;konom Keupp im Interview. Die Russen h&auml;tten den Angriffen momentan nichts entgegenzusetzen, weil sie logistisch kaum nachk&auml;men.&rdquo;<br>\nIm Interview mit Marcus Keupp hie&szlig; es weiter:\n<blockquote><p>\ntagesschau.de: Sie haben bereits im Fr&uuml;hjahr f&uuml;r den Herbst eine entscheidende Wende und gar ein Ende des Krieges prognostiziert. Bleiben sie dabei?<\/p>\n<p>Keupp: Im M&auml;rz hatte ich gesagt, dass der Krieg im Oktober strategisch verloren sein wird f&uuml;r Russland. Damit war nicht gemeint, dass die Kampfhandlungen aufh&ouml;ren, sondern dass Russland in einer Lage ist, wo es logistisch nicht mehr leistungsf&auml;hig ist und vor der Wahl steht: entweder es zieht die Truppen zur&uuml;ck oder es wird langsam aufgerieben.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist so weit weg von der Realit&auml;t, dass man sich ernstlich Sorgen machen m&ouml;chte um den Zustand der Schweizer Armee, denn der Experte ist in die Ausbildung von Schweizer Offizieren involviert.<br>\nDie Niederlage Russlands ab Oktober: Prognosen und Realit&auml;t<br>\nMarcus Keupp irrlichtert seit Beginn der russischen Intervention in der Ukraine durch die deutschen Medien. Sagte er zu Beginn noch den baldigen wirtschaftlichen Kollaps Russlands voraus, spezialisierte er sich ab etwa Februar dieses Jahres auf die wagemutige Aussage, dass Russland den Krieg ab Oktober verloren haben w&uuml;rde &ndash; eine Aussage, die gut ankam, besonders beim ZDF, bei dem er fortan auch die meiste Facetime bekam.<br>\nAuch bei Welt, Focus, Deutschlandfunk, Die Zeit oder der Frankfurter Rundschau durfte er seine wilden Thesen unters Volk bringen &ndash; die FR wagte in dieser Woche noch ein Keupp-Zitat.<br>\nDoch langsam mischen sich realistischere T&ouml;ne in die halluzinogene Propaganda-Kakophonie, zu gro&szlig; geworden ist das Delta zwischen dem Geschehen an der Front und den wilden F&uuml;hrerbunkerfantasien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ukraine-Krieg-Bittere-Realitaet-auf-den-Kampffeldern-9544149.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der neue Feind der Nato<\/strong><br>\nDie Nato hat einen neuen Feind: Die &bdquo;Kriegsm&uuml;digkeit&ldquo; bzw. die Sorge, dass der Krieg in der Ukraine verloren gehen k&ouml;nnte. Beide sind im Grunde zwei Seiten derselben Medaille.<br>\nDie &bdquo;Kriegsm&uuml;digkeit&ldquo; wurde beim ersten Treffen der alliierten Au&szlig;enminister im neu gegr&uuml;ndeten Nato-Ukraine-Rat in Br&uuml;ssel wortreich bek&auml;mpft.<br>\n&bdquo;Wir werden unsere Unterst&uuml;tzung so lange fortsetzen, wie n&ouml;tig&ldquo;, erkl&auml;rte die Milit&auml;rallianz. &bdquo;De facto werden unsere Streitkr&auml;fte immer mehr zu einer Nato-Armee&ldquo;, sagte der ukrainische Chefdiplomat Kuleba.<br>\nVon Kriegsm&uuml;digkeit k&ouml;nne keine Rede sein, betonte US-Au&szlig;enminister Blinken. &bdquo;Wir m&uuml;ssen und werden die Ukraine weiter unterst&uuml;tzen&ldquo;. Alle Alliierten h&auml;tten sich zur Solidarit&auml;t mit Kiew bekannt, niemand wolle kneifen.<br>\nDoch das ist gar nicht das Problem. Das eigentliche Problem ist, dass die Nato der Ukraine falsche Hoffnungen gemacht hat &ndash; und dass diese sich nun langsam in Luft aufl&ouml;sen. Doch das will niemand offen zugeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/der-neue-feind-der-nato\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Welt als Schlachtfeld: USA f&uuml;hren in 78 Staaten weiter schmutzige Kriege<\/strong><br>\nSind die USA im Frieden mit der Welt? Keineswegs, zeigt eine Studie. Wie der Anti-Terror-Apparat Washingtons bis heute, seit &uuml;ber 20 Jahren, global operiert.<br>\nNach den Anschl&auml;gen vom 11. September 2001 starteten die Vereinigten Staaten den sogenannten &ldquo;War on Terror&rdquo;, den Antiterrorkrieg. Afghanistan wurde wenige Wochen sp&auml;ter bereits mit einem Luftkrieg angegriffen. Es folgten &ldquo;Regime-Change&rdquo; und Besatzung.<br>\nUS-Pr&auml;sident George W. Bush verk&uuml;ndete 2003 schlie&szlig;lich der US-amerikanischen Nation: &ldquo;Meine lieben Mitb&uuml;rgerinnen und Mitb&uuml;rger, in dieser Stunde befinden sich die amerikanischen Streitkr&auml;fte und die Koalitionstruppen in der Anfangsphase der milit&auml;rischen Operationen zur Entwaffnung des Irak, zur Befreiung seines Volkes und zur Verteidigung der Welt vor einer gro&szlig;en Gefahr.&rdquo;<br>\nDer &Uuml;berfall auf den Irak und Afghanistan erzeugte nicht nur Hunderttausende zivile Opfer, sondern die gr&ouml;&szlig;te Fl&uuml;chtlingskrise der Region in ihrer Geschichte. Ein verheerender B&uuml;rgerkrieg wurde im Irak zugleich in Gang gesetzt, der letztlich in die von geschassten sunnitischen Gener&auml;len unterst&uuml;tzte Terrororganisation ISIS m&uuml;ndete, die Terror in der ganzen Levante bis nach Syrien verbreitete.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Welt-als-Schlachtfeld-USA-fuehren-in-78-Staaten-weiter-schmutzige-Kriege-9544508.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>In Gedenken an Henry Kissinger<\/strong><br>\nKissinger, der gro&szlig;e Politiker oder nur ein wichtiger? Albrecht M&uuml;ller, damals leitender Mitarbeiter des SPD-Kanzlers Willy Brandt und seit Jahren Chef der Nachdenkseiten, urteilte vor einiger Zeit: &bdquo;Kissinger ist alles andere als ein ehrenwerter Politiker und Mensch&ldquo;.  Damit widersprach M&uuml;ller der ziemlich unterw&uuml;rfigen Einleitung des ZDF-Journalisten Wulf Schmiese, der ein Interview mit Henry Kissinger mit den Worten angek&uuml;ndigt hatte: &bdquo;Hier ist der wohl ber&uuml;hmteste Ex-Au&szlig;enminister der Welt. Guten Abend Henry Kissinger.&ldquo;  Nun muss man zur Kritik von Albrecht M&uuml;ller wissen, dass Kissinger ein Gegner der Ost-Politik von Willy Brandt war. M&uuml;ller wies k&uuml;rzlich auch darauf hin, dass derselbe Kissinger es bedauert habe, dass Brandt &bdquo;kein vorzeitiges, von einer Kehlkopfoperation verursachtes Ende&ldquo; genommen habe. Dem &bdquo;Spiegel&ldquo; war der Inhalt eines brisanten Telefonats aus dem Jahre 1973 zwischen Nixon und Kissinger zu entnehmen. Demnach habe Kissinger Brandt f&uuml;r naiv gehalten und f&uuml;r einen &bdquo;Trottel&ldquo;. Und doch d&uuml;rfte das Urteil von Schmiese im ZDF-ber&uuml;hmtester Ex-Au&szlig;enminister- nicht g&auml;nzlich umstritten sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-der-republik.de\/in-gedenken-an-henry-kissinger\/\">Blog der Republik<\/a>\n<p>dazu: <strong>Unsere famosen Medien &ndash; ein neues Beispiel: das Interview des ZDF mit Kissinger<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86245%20\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;Er war eine Lichtgestalt&ldquo; &ndash; Wie medialer und politischer Mainstream den Kriegsverbrecher Henry Kissinger in ihren Nachrufen feiern<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107494\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Nachruf auf Henry Kissinger: Der Kriegs-Nobelpreistr&auml;ger<\/strong><br>\nHenry Kissinger war nicht nur ein geschickter Stratege der US-Au&szlig;enpolitik. F&uuml;r die Interessen seines Landes ging er immer wieder &uuml;ber Leichen.<br>\nSie werden ihn preisen: Kissinger, der gewiefte Stratege, der Friedensnobelpreistr&auml;ger, der Staatsmann, der Vermittler in globalen Krisen. Gefragter Interviewpartner von Spiegel bis ZDF, von der FAZ bis zur Zeit, die mit Helmut Schmidt den gr&ouml;&szlig;ten Kissinger-Fan als Herausgeber hatte. Auch Hillary Clinton bewunderte als Pr&auml;sidentschaftskandidatin seine profunden China-Kenntnisse. Bundespr&auml;sident Steinmeier gab anl&auml;sslich dessen 95. Geburtstages Kissinger zu Ehren im Juni 2018 ein Essen im Schloss Bellevue, Friede Springer und Joschka Fischer a&szlig;en mit. Und auch Mathias D&ouml;pfner hing noch im April 2021 f&uuml;r ein gro&szlig;es Welt-Interview an den Lippen des damals bereits fast 98-J&auml;hrigen.<br>\n&bdquo;Er ist doch der Darling des Establishments&ldquo;, sagte einmal der Historiker Howard Zinn. &bdquo;All diese Leute, die ihn zum Dinner eingeladen haben &ndash; die wollen doch nicht sagen, dass sie mit einem Kriegsverbrecher zu Abend gegessen haben.&ldquo; Nur wenige wollten dem Fan-Club nicht angeh&ouml;ren: Der demokratische Pr&auml;sidentschaftsbewerber Bernie Sanders sagte im Februar 2016 in einer Debatte mit Hillary Clinton: &bdquo;Ich bin stolz darauf, sagen zu k&ouml;nnen, dass ich nicht mit Henry Kissinger befreundet war.&ldquo; Denn der sei &bdquo;einer der zerst&ouml;rerischsten Au&szlig;enminister in der j&uuml;ngeren Geschichte&ldquo; der USA gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Nachruf-auf-Henry-Kissinger\/!5977229\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wird noch gebraucht: Treffen der OSZE in Skopje<\/strong><br>\n&Ouml;sterreichs Au&szlig;enminister Alexander Schallenberg hat die Lage der Dinge kurz vor dem diesj&auml;hrigen OSZE-Ministerrat auf den Punkt gebracht. &raquo;Die OSZE&laquo;, konstatierte er trocken, &raquo;h&auml;ngt an der Herz-Lungen-Maschine.&laquo; Wie jede Organisation, die ihre Beschl&uuml;sse im Konsens fasst, tr&auml;gt sie nur so weit wie die Gemeinsamkeiten ihrer Mitgliedstaaten. Die aber sind in Kriegszeiten denkbar gering. Kein Wunder also, dass die OSZE seit dem 24. Februar vergangenen Jahres alle H&auml;nde voll damit zu tun hat, sich &raquo;&uuml;ber Wasser zu halten&laquo;, um noch mal Schallenberg zu zitieren. Dass einige osteurop&auml;ische Teilnehmerstaaten das Treffen in Skopje boykottieren, weil Russlands Au&szlig;enminister Sergej Lawrow angereist ist; die Entscheidung Bulgariens, kurzfristig seinen Luftraum f&uuml;r Lawrows Flugzeug zu sperren, da auch Lawrows Pressesprecherin Marija Sacharowa darin sa&szlig; &ndash; all dies macht die Lage f&uuml;r die OSZE nicht einfacher. Vermutlich sehnt so mancher &ouml;stliche EU-Staat einen dauerhaften Ausschluss Russlands herbei. Den aber w&uuml;nscht au&szlig;er der hart antirussischen Bekenntnisfront in Osteuropa niemand, nicht einmal Annalena Baerbock. Die deutsche 360-Grad-Ministerin gegen Russland und China hat vor dem Ministerrat in Nordmazedoniens Hauptstadt Skopje ausdr&uuml;cklich betont, sie werde alles tun, um die OSZE zu retten. Und dazu hat Berlin aus blankem Eigeninteresse auch allen Grund. Die Organisation ist nicht nur mit sogenannten Missionen in zahlreichen L&auml;ndern von S&uuml;dosteuropa bis Zentralasien pr&auml;sent und erm&ouml;glicht es, sich dort in staatliche Aktivit&auml;ten einzumischen. Sie entsendet Beobachterdelegationen zu Wahlen, die man dann, je nach Interesse, vor internationalem Publikum entweder emp&ouml;rt anprangern oder auch g&ouml;nnerhaft loben kann wie erst k&uuml;rzlich die Wahlen in Moldau. Selbst bei der R&uuml;stungskontrolle hilft die OSZE, und auch wenn es um diese derzeit schlecht bestellt ist: Ein Instrument, das sich als n&uuml;tzlich erwiesen hat, gibt niemand freiwillig aus der Hand. Und Russland? Solange die OSZE in ihren &raquo;Missionen&laquo;, in ihrer R&uuml;stungskontrolle mit Sicherheitsfragen in Europa befasst ist, kommt sie um das Land nicht herum. Dazu ist es zu m&auml;chtig. &raquo;Unsere Lebenslinie in Richtung Zentralasien und Kaukasus&laquo; &ndash; so stuft Schallenberg die OSZE ein. W&auml;re Russland nicht Mitglied, die Chancen st&uuml;nden f&uuml;r sie deutlich schlechter, dort etwas zu erreichen. Und last but not least: Die OSZE k&ouml;nnte sich, wenn der Ukraine-Krieg einmal zu einem Ende kommt, als &auml;u&szlig;erst hilfreich erweisen, f&uuml;r Kontrollfunktionen etwa, die man an einer Waffenstillstandslinie braucht. Schallenberg h&auml;lt sie f&uuml;r derlei Aktivit&auml;ten sogar f&uuml;r &raquo;unersetzlich&laquo;. Wer gegen Russland einzig und allein auf die Fortsetzung des Ukraine-Krieges setzt, kann sie wegen Lawrows Anwesenheit hemmungslos boykottieren. Wer realisiert, dass der Westen dies auf Dauer schwer durchhalten kann, wird sich die OSZE warmhalten wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/464339.wird-noch-gebraucht.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>OSZE in der Krise<\/strong><br>\nRusslands Au&szlig;enminister in Skopje, Boykott osteurop&auml;ischer Staaten.<br>\nMit dem erwarteten verbalen Schlagabtausch hat am Donnerstag der diesj&auml;hrige Ministerrat der Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Nordmazedoniens Hauptstadt Skopje begonnen. Bereits vorab hatte die deutsche Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock Russland vorgeworfen, &raquo;die OSZE besch&auml;digen&laquo; zu wollen. Ursache war nicht zuletzt, dass seit 2022 kein Konsens mit Moskau mehr &uuml;ber den OSZE-Haushalt erzielt werden konnte. Baerbock schob dies, wie es derzeit &uuml;blich ist, ganz allein Russland in die Schuhe. Russlands Au&szlig;enminister Sergej Lawrow, der sich w&auml;hrend des Treffens zum ersten Mal seit Kriegsbeginn wieder in einem NATO-Land aufh&auml;lt, warf dem Westen dagegen vor, die OSZE &raquo;in ein Anh&auml;ngsel von NATO und EU&laquo; zu transformieren, das treibe die Organisation &raquo;an den Rand des Abgrunds&laquo;. Schon vorab war der OSZE-Ministerrat von heftigen Spannungen &uuml;berschattet worden. Ursache war unter anderem, dass zun&auml;chst die Ukraine und die drei baltischen Staaten, dann auch Polen und Rum&auml;nien angek&uuml;ndigt hatten, das Treffen wegen Lawrows Anwesenheit zumindest auf Ministerebene zu boykottieren. Nur mit Ach und Krach war es vorab gelungen, eine Einigung &uuml;ber den n&auml;chsten OSZE-Vorsitz zu finden. Estland, das urspr&uuml;nglich kandidiert hatte, war von Russland wegen seiner extrem antirussischen Positionen abgelehnt worden. Schlie&szlig;lich erkl&auml;rte Malta sich bereit, einzuspringen. Mit Zustimmung wurde in Skopje fest gerechnet; abgestimmt werden sollte am Freitag. Unklar war noch, ob es gelingen w&uuml;rde, sich auf die Verl&auml;ngerung der Amtszeit vierer f&uuml;hrender OSZE-Funktion&auml;re zu einigen, darunter die deutsche OSZE-Generalsekret&auml;rin Helga Schmid. Auf letzteres legen die westlichen OSZE-Staaten einigen Wert, um die Organisation, wie Baerbock sagte, zumindest &raquo;halbwegs arbeitsf&auml;hig&laquo; zu halten. Aus Sorge um den Fortbestand der Vereinigung habe man sich auch entschieden, erkl&auml;rte der EU-Au&szlig;enbeauftragte Josep Borrell, &raquo;Lawrow zur Teilnahme zuzulassen&laquo;. Borrells &Auml;u&szlig;erung impliziert, dass der Westen sich informell das Entscheidungsrecht &uuml;ber die Zulassung von Repr&auml;sentanten der 57 OSZE-Staaten anma&szlig;t. Dem gegen&uuml;ber teilte Russlands Vizeau&szlig;enminister Alexander Gruschko vorab mit, man sei &raquo;k&auml;mpferisch entschlossen&laquo;, auf der &raquo;R&uuml;ckkehr der OSZE zu ihren Ursprungsprinzipien&laquo; zu bestehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/464308.osze-ministerrat-osze-in-der-krise.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Uuml;berlebensschuld raubt den Schlaf<\/strong><br>\nSie lebt als Pal&auml;stinenserin aus Israel in Stuttgart. Sie liebt ihr Volk und w&uuml;nscht sich ein gemeinsames demokratisches Land f&uuml;r J&uuml;d:innen, Christ:innen, Muslim:innen, Gl&auml;ubige und Atheist:innen. &ldquo;Daf&uuml;r brauchen wir aber Hilfe&rdquo;, sagt Larissa Abdelhadi.<br>\nLarissa Abdelhadi ist gerne da, wo die Projekte des B&uuml;ros, bei dem sie arbeitet, zum Leben erwachen. An diesem Tag war die Architektin in der Stuttgarter Innenstadt auf der Baustelle. &ldquo;Es l&auml;uft&rdquo;, sagt sie. &ldquo;Im Bestand zu bauen ist ja immer schwieriger als neu zu bauen.&rdquo; Schwierigkeiten, Auseinandersetzungen, die am Bau immer vorkommen, nimmt sie gelassen. &ldquo;Durch meine Erfahrungen kann ich ganz gut unterscheiden, was ein Scharm&uuml;tzel ist und was ein ernsthafter Konflikt.&rdquo; Die 39-J&auml;hrige l&auml;chelt.<br>\nL&auml;cheln f&auml;llt ihr in diesen Wochen manchmal schwer. Abdelhadi ist &ldquo;Pal&auml;stinenserin mit israelischem Pass&rdquo;, wie sie sagt. Mit 19 kam sie aus Nazareth nach Deutschland, weil sie eine Perspektive suchte, weil sie Architektur studieren und sich frei f&uuml;hlen wollte, weil die deutschen Unis einen Spitzenruf hatten und weil das Studium als finanzierbar galt (damals gab es in Baden-W&uuml;rttemberg noch keine Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r Nicht-EU-Ausl&auml;nder:innen). Also machte sie sich nach dem Abitur und einem Jahr Geldverdienen auf den Weg: &ldquo;Mit einem israelischen Pass kommt man ja ohne Probleme nach Deutschland.&rdquo; Sie suchte sich einen Sprachkurs in Heidelberg, einen Job, ein Zimmer und einen Studienplatz. &ldquo;Ich konnte zwischen vier Unis ausw&auml;hlen.&rdquo; Abdelhadis dunkle Augen leuchten selbstbewusst. Sie entschied sich f&uuml;r die Uni Stuttgart.<br>\nIhr Studium habe sie genossen, erz&auml;hlt sie. In Karlsruhe wohnte sie mit einer j&uuml;dischen Studentin zusammen. &ldquo;Eine sch&ouml;ne Zeit.&rdquo; Sie jobbte, kellnerte in Karlsruhe und dann im Jazzclub Bix in Stuttgart. &ldquo;Meine Anspr&uuml;che an Musik sind seitdem sehr hoch.&rdquo; Und wenn arabische junge M&auml;nner ihr vorhielten, dass sie Wurst gegessen hat und rauchte, lie&szlig; sie sie effektiv abblitzen. &ldquo;Die esse ich zum Fr&uuml;hst&uuml;ck.&rdquo;<br>\nMittlerweile ist sie verheiratet, hat eine kleine Tochter, ist erfolgreich im Beruf &ndash; kurz: vorbildlich integriert. &ldquo;Ja, bin ich&rdquo;, sagt Abdelhadi. &ldquo;Deutschland ist meine neue Heimat geworden.&rdquo; Neben dem israelischen Pass hat sie mittlerweile auch den deutschen. Inzwischen werden in den israelischen Ausweisen drei Sternchen beim Feld &ldquo;Nationalit&auml;t&rdquo; eingedruckt, in ihrem Ausweis steht noch: &ldquo;arabisch&rdquo;. Eine ihrer Augenbrauen geht nach oben, ihr Mund l&auml;chelt sp&ouml;ttisch-resigniert. Bei Kontrollen in Israel ist so stets klar, dass sie keine J&uuml;din ist, nicht dazugeh&ouml;rt. &ldquo;Und wenn ich zu Hause sage, ich bin Israelin, dann guckt dich dein Volk an und sagt: Verr&auml;terin. Was ist da meine Identit&auml;t?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/661\/ueberlebensschuld-raubt-den-schlaf-9226.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rin in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln<\/strong><br>\nAbschieben und einb&uuml;rgern: Bundestag ber&auml;t &uuml;ber migrationspolitische Gesetzesvorhaben.<br>\nDie heimischen Unternehmen brauchen dringend &raquo;qualifizierte Arbeitskr&auml;fte&laquo; aus dem Ausland, gleichzeitig lassen sich aktuell mit Abschottungspolemik hohe Zustimmungswerte generieren. Dieser Spagat wurde auch am Donnerstag im Bundestag bei der Debatte zweier Gesetzentw&uuml;rfe in erster Sitzung deutlich. Einerseits soll mit den Worten von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) &raquo;endlich im gro&szlig;en Stil&laquo; abgeschoben werden, w&auml;hrend andererseits das Staatsb&uuml;rgerschaftsrecht &raquo;reformiert&laquo; werden soll, um einen Anreiz zur &raquo;schnellen Integration&laquo; zu schaffen. Das sogenannte R&uuml;ckf&uuml;hrungsverbesserungsgesetz soll die zuletzt rasch gestiegene Zahl der gestellten Asylantr&auml;ge drastisch verringern. Konkret bedeutet das unter anderem laut dem Entwurf von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), dass die H&ouml;chstdauer des &raquo;Ausreisegewahrsams&laquo; von derzeit zehn auf 28 Tage verl&auml;ngert werden soll. Die Sicherheitsbeh&ouml;rden sollen daneben auch Gemeinschaftsr&auml;ume in Unterk&uuml;nften betreten k&ouml;nnen. Das sei notwendig, so Faeser, um die &raquo;irregul&auml;re Migration zu begrenzen&laquo;, der Rechtsstaat d&uuml;rfe sich &raquo;nicht auf der Nase herumtanzen lassen&laquo;. (&hellip;) Mit dem zweiten, am Donnerstag diskutierten Gesetzentwurf zur Migrationspolitik soll zuk&uuml;nftig der Zugang zur deutschen Staatsangeh&ouml;rigkeit erleichtert werden. Bei Einb&uuml;rgerungen soll k&uuml;nftig die Mehrstaatlichkeit generell hingenommen werden. Zudem soll das Nichtvorliegen von Straftaten, denen &raquo;antisemitische, rassistische oder sonstige menschenverachtende Beweggr&uuml;nde&laquo; zugrunde liegen, Voraussetzung f&uuml;r eine Einb&uuml;rgerung werden.Gegen die Reformpl&auml;ne regte sich Protest von rechts. Alexander Throm wetterte f&uuml;r die CDU gegen die geplante &raquo;Turboeinb&uuml;rgerung&laquo;, w&auml;hrend Gottfried Curio (AfD) vor der kommenden &raquo;Vernichtung unseres Wohlstands&laquo; warnte. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) freute sich &uuml;ber einen Passus im Entwurf, nach dem Personen zuk&uuml;nftig ihren Lebensunterhalt ohne die Inanspruchnahme von Sozialhilfe oder Grundsicherung bestreiten m&uuml;ssen, falls sie deutsche Staatsb&uuml;rger werden wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/464302.migrationspolitik-rin-in-die-kartoffeln-raus-aus-die-kartoffeln.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Junge Menschen schauen nur wenig zuversichtlich in die Zukunft<\/strong><br>\nDie Gem&uuml;tslage junger Menschen in Deutschland ist nicht gut. Das gilt vor allem f&uuml;r junge Frauen, so das Ergebnis einer Umfrage. Daran hat auch das Ende der Pandemie nicht viel ge&auml;ndert. Die &Auml;ngste haben auch mit der Politik zu tun.<br>\nJunge Frauen machen sich nach einer bundesweiten Online-Umfrage mehr Sorgen als junge M&auml;nner. Dabei haben die Sorgen zwischen der Zeit der Corona-Pandemie und diesem Jahr etwas abgenommen, wie ein am Mittwoch ver&ouml;ffentlichter Bericht &uuml;ber die &bdquo;JuCo-Studie&ldquo; der Universit&auml;ten Hildesheim und Frankfurt am Main zeigt.<br>\nF&uuml;r die Studie wurden im Fr&uuml;hjahr 1.185 junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren aus ganz Deutschland online befragt. 68 Prozent der Befragten waren M&auml;dchen und junge Frauen, das Durchschnittsalter betrug 20 Jahre.<br>\nW&auml;hrend der Pandemie erhobene Daten zeigen nach den Worten der Autorinnen massive Auswirkungen auf den Alltag junger Menschen, ihre Kontakte, Bildungs- und Gestaltungsm&ouml;glichkeiten, psychische Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Diese Belastungen h&auml;tten Spuren hinterlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/article248792580\/Umfrage-Junge-Frauen-machen-sich-Sorgen-um-die-Zukunft.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dramatische Zahlen, die vermutlich viel mit der &ldquo;Multikrise&rdquo; zu tun haben, aber ganz sicher nicht nur durch die Pandemie(politik) erkl&auml;rbar sind. &ldquo;Allerdings nahm gleichzeitig die Auffassung aller Befragten im Schnitt zu, ihre Sorgen w&uuml;rden in der Politik nicht geh&ouml;rt (76 statt zuvor 73 Prozent).&rdquo; &ndash; das ist ein riesiges Misstrauensvotum, eine Klatsche erster G&uuml;te f&uuml;r die Politik der Mainstreamparteien, und leicht verst&auml;ndlich, wenn man sich den immer schlechteren Zustand der Umwelt, des Bildungswesens, des Wohnungsmarkts, von Arbeitswelt (weiter sinkende L&ouml;hne) und Sozialstaat (weiterer Sozialabbau) anschaut. Seltsam bleibt, dass genau diese Parteien, diese Politik, der die jungen Menschen (aus guten Gr&uuml;nden) kein Vertrauen schenken, von denselben jungen Menschen doch immer wieder gew&auml;hlt werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Allianz Trade Studie: Gro&szlig;insolvenzen in Deutschland sind zur&uuml;ck &ndash; vor allem bei Kliniken und im Mode-Einzelhandel<\/strong><br>\nDie Gro&szlig;insolvenzen  in Deutschland sind zur&uuml;ck: Die Zahl der gro&szlig;en Pleiten in Deutschland nimmt mit 45 F&auml;llen in den ersten neun Monaten 2023 Kurs auf das Rekord-Niveau von 2020. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum im Jahr 2022 waren es mit 26 gro&szlig;en Insolvenzen ein gutes Drittel weniger, 2021 waren es gerade mal 17. Das ist eine Zunahme um 73 % gegen&uuml;ber dem Vorjahr beziehungsweise 165 % im Vergleich zu 2021. 2020 markierte den h&ouml;chsten Stand der Insolvenzen seit 2016 mit damals 58 Gro&szlig;insolvenzen im Gesamtjahr und 44 F&auml;llen im Vergleichszeitraum in den ersten neuen Monaten. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Analyse des weltweit f&uuml;hrenden Kreditversicherers Allianz Trade.<br>\n&bdquo;Die gro&szlig;en Insolvenzen sind in diesem Jahr zur&uuml;ckgekehrt und nehmen Kurs auf den H&ouml;chststand aus 2020&ldquo;, sagt Maxime Lemerle, Leiter Insolvenzforschung bei Allianz Trade. &bdquo;Besonders viele gro&szlig;e Pleiten gab es im bisherigen Jahresverlauf im (Mode-)Einzelhandel, bei Krankenh&auml;usern und im Maschinenbau.&ldquo; (&hellip;)<br>\nDie Insolvenzen in Deutschland verzeichnen 2023 nach Einsch&auml;tzung von Allianz Trade einen Anstieg von voraussichtlich 22 %. Das ist der st&auml;rkste Anstieg seit der europ&auml;ischen Schuldenkrise &ndash; aber von niedrigem Niveau kommend. Damit normalisiert sich das Insolvenzgeschehen weitestgehend. Am Jahresende d&uuml;rften die Insolvenzen weiterhin rund 5 % unterhalb des Niveaus von vor der Pandemie 2019 liegen und dieses erst nach einem erneuten Zuwachs um 9 % im kommenden Jahr &uuml;berschreiten. Bei den Gro&szlig;insolvenzen ist die Normalit&auml;t allerdings schon wieder Realit&auml;t. (&hellip;)<br>\nAuch weltweit nehmen die Pleiten wieder an Fahrt auf mit einem Zuwachs von 6 %. In Ungarn (+149 %), Polen (+68 %) sowie in einigen der wichtigsten deutschen Exportm&auml;rkte &ndash; in den Niederlanden (+59 %), den USA (+47 %), Frankreich (+36 %) &ndash; d&uuml;rfte es die st&auml;rkste Zunahme an Insolvenzen geben. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Insolvenzstudie des weltweit f&uuml;hrenden Kreditversicherers Allianz Trade.<br>\n&bdquo;Das Risiko von Zahlungsausf&auml;llen steigt nicht nur in Deutschland, sondern mit den Niederlanden, den USA und Frankreich auch in gleich drei der wichtigsten deutschen Exportm&auml;rkte. Deutsche Unternehmen sollten daher gleich doppelt wachsam sein bez&uuml;glich drohender Schneeballeffekte und auf Warnsignale bei ihren Abnehmern achten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.allianz-trade.de\/presse\/pressemitteilungen\/grossinsolvenzen-in-deutschland-sind-zurueck-kliniken-und-einzelhandel.html\">Allianz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutschland wird krank regiert &ndash; Krankmeldungen auf H&ouml;chststand<\/strong><br>\nSchon seit vielen Jahren waren in Deutschland nicht mehr so viele Besch&auml;ftigte krank wie in diesem Jahr. Das sagen die Krankenkassen. Am st&auml;rksten stiegen Angstst&ouml;rungen und Depressionen. Das sagt viel aus &uuml;ber die deutsche Gegenwart. (&hellip;)<br>\nNat&uuml;rlich wird sich niemand ernsthaft Gedanken machen, was sich hinter den zunehmenden Krankmeldungen verbirgt, oder was diese &uuml;ber den wahren Zustand der deutschen Gesellschaft besagen. Selbst wenn jetzt dank der Schuldenbremse zu der Erh&ouml;hung der CO&#8322;-Steuer noch weitere Aufschl&auml;ge kommen, wird in Berlin immer noch so geredet und gehandelt werden, als sei alles in bester Ordnung. Es ist inzwischen ja auch klar, in welche Richtung gestrichen werden wird. Hauptsache, es bleibt Geld f&uuml;r Ukraine und Klimaprojekte &uuml;brig, der Rest kann schauen, wo er bleibt.<br>\nWohnungsmangel oder Altersarmut schaffen es nicht auf diese Priorit&auml;tenliste, aber bei sozial v&ouml;llig ungerechten Steuern wie der CO&#8322;-Steuer noch einmal st&auml;rker hinzulangen, das geht selbstverst&auml;ndlich. Dabei k&ouml;nnen selbst die Klimagl&auml;ubigen nicht abstreiten, dass auch in ihrem Glaubenssystem die Reichen die gr&ouml;&szlig;eren S&uuml;nder sind, man das Ganze also statt mit Verbrauchssteuern problemlos &uuml;ber die Einkommensteuer miterledigen k&ouml;nnte.<br>\nDie Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen jedenfalls sind eher nicht die Reichen. Weshalb dieser hohe Krankenstand sehr genau wiedergibt, was sich in der breiten Masse abspielt, ganz anders als die Berichterstattung der Medien. Und das ist, so muss man das sagen, schon nicht mehr Dienst nach Vorschrift. Was sich in dieser Entwicklung abzeichnet, ist eine breit gestreute innere K&uuml;ndigung.<br>\nDas Gegenmittel? Nun, die f&uuml;r Anfang Januar geplante Einf&uuml;hrung der telefonischen Krankschreibung soll nun auf den 7. Dezember vorgezogen werden. Damit die Arztpraxen die Menge der Krankschreibungen besser bew&auml;ltigen k&ouml;nnen. Hauptsache, der letzte macht das Licht aus. F&uuml;r das Klima.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/meinung\/188453-deutschland-wird-krank-regiert-krankmeldungen\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Klimaschutz ist Freiheit&ldquo;, philosophiert Robert Habeck<\/strong><br>\nWarum der Gegenwind in der Klimapolitik? Das war die Kernfrage an Habeck auf einer Konferenz zu &Ouml;kologie und Freiheit. Habeck hat eine Theorie &ndash; und greift daf&uuml;r auf Knechte im 14. Jahrhundert zur&uuml;ck. Wie die Klimawende finanziell gelingen kann, erkl&auml;rt er mit der schw&auml;bischen Hausfrau.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus248798914\/Habeck-Klimaschutz-ist-Freiheit-philosophiert-der-Wirtschaftsminister.html\">Welt Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.msn.com\/de-de\/finanzen\/other\/klimaschutz-ist-freiheit-philosophiert-robert-habeck\/ar-AA1kKxKh%20\">Microsoft News<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch wenn der komplette Artikel sich bei der &ldquo;Welt&rdquo; hinter einer Bezahlschranke befindet, wird mal wieder deutlich, dass Herr Habeck keine Ahnung von &Ouml;konomie hat &ndash; und daher laienhaft auf das Modell der &ldquo;schw&auml;bischen Hausfrau&rdquo; zur&uuml;ckgreift. &Uuml;brigens: Mit seiner Klima-Kompetenz sieht es nicht besser aus. Vielmehr ist offensichtlich, dass er die gr&uuml;ne Ideologie weiterhin umsetzen m&ouml;chte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die unangenehme Wahrheit im Fall Gil Ofarim<\/strong><br>\nMeinung W&auml;r der Musiker Gil Ofarim im Hotel wirklich antisemitisch angegangen worden, w&auml;re dies f&uuml;r uns kein &bdquo;Einzelfall&ldquo; gewesen. Und nun? Ist es einer? [&hellip;]Jetzt ist klar, dass es der Musiker und nicht der Empfangsmitarbeiter war, der sich vor zwei Jahren in jener Leipziger Hotellobby geh&ouml;rig danebenbenommen hat. Und es herrscht erstaunliche Ruhe an unserem Ufer des Flusses.<br>\nGewiss, da es gibt einzelne, die sich kurzgefasst entschuldigen. Daf&uuml;r etwa, dass sie damals spontan vor dem Antisemiten-Hotel demonstriert haben oder mit aller moralischer Verve zum Boykott jener Kette aufgerufen, zu dem das Haus in der Messestadt geh&ouml;rt: War es nicht vielsagend, dass sich der Laden auch noch von einer Sicherheitsfirma besch&uuml;tzen lie&szlig;, der man klare Kontakte in die rechtsradikale Szene nachweisen k&ouml;nne? Recherchemodus aktiviert, Big News von ARD bis ntv!<br>\nSelbst das Ansinnen, den Fall tats&auml;chlich im Detail zu untersuchen statt einfach dem &bdquo;Opfer&ldquo; zu glauben, hat Teile unserer Bubble damals erregt: M&uuml;sse er, der Beleidigte, den schlimmen Abend dann doch noch einmal von vorn erleben. Nun aber, nachdem sich Ofarim hochnotpeinlich entschuldigt hat f&uuml;r sein erfundenes Reel, murmelt man was von &bdquo;B&auml;rendienst&ldquo; und klickt sich durch zum n&auml;chsten Aufreger.<br>\nNat&uuml;rlich ist der Musiker &uuml;ber jene Geldauflage nebst Anwaltskosten hinaus gestraft; kurzfristig zumindest droht ein Karriereknick. Und nein: Dass einer l&uuml;gt, hei&szlig;t nicht, dass man k&uuml;nftig niemand mehr glauben solle, der oder die &uuml;ber Diskriminierung klagt. Zugleich gibt es keinen Grund, in der Causa nun gar nichts Gr&ouml;&szlig;eres mehr sehen zu wollen: So l&ouml;blich im Grunde die Bereitschaft unserer Gesellschaft bleibt, auch denen am Rande zuzuh&ouml;ren, so wenig kann man eine solche L&uuml;ge prinzipiell genau zu dem erkl&auml;ren, was man andernfalls emp&ouml;rt zur&uuml;ckgewiesen h&auml;tte &ndash; n&auml;mlich ein Einzelfall zu sein.<br>\nIns Notizbuch geh&ouml;rt stattdessen ein anderer Eintrag: Unsere kollektive Opfer-Sensibilisierung kann auch Pull-Effekte haben. Es ist nicht mehr so, dass derartige Klagen schon deshalb wahr sein m&uuml;ssen, weil so viel Mut der Verzweiflung dazu geh&ouml;rt, sie &uuml;berhaupt vorzubringen. Wir haben denen am Rande Macht gegeben. Und m&uuml;ssen jetzt nicht nur realisieren, dass dort, wo diese ist, stets auch der Missbraucht droht &ndash; sondern das auch auszusprechen wagen.<br>\nDenn nichts ist ein schlechterer Ratgeber als die Angst vor dem Beifall auf der falschen Seite.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/velten-schaefer\/die-unangenehme-wahrheit-im-fall-gil-ofarim\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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