{"id":107562,"date":"2023-12-02T13:00:55","date_gmt":"2023-12-02T12:00:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107562"},"modified":"2023-12-01T15:59:35","modified_gmt":"2023-12-01T14:59:35","slug":"indigener-widerstand-in-mexiko-wir-gehen-den-weg-der-gewaltlosigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107562","title":{"rendered":"Indigener Widerstand in Mexiko: \u201eWir gehen den Weg der Gewaltlosigkeit&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die indigene Aktivistin Lupita &uuml;ber den Kampf der Abejas de Acteal in Chiapas um Autonomie und ihr Leben nach dem Massaker<\/strong><\/p><p>Im Bundesstaat Chiapas in Mexiko liegt das Dorf Acteal. Es ist das politische und kulturelle Zentrum der Gruppe Abejas de Acteal und erlangte traurige Bekanntheit durch ein Massaker, das 1997 von Paramilit&auml;rs aus den umliegenden D&ouml;rfern an Mitgliedern der Abejas ver&uuml;bt wurde. Unter den Augen des Milit&auml;rs wurden 45 Menschen, &uuml;berwiegend Kinder und Frauen, umgebracht. Die Gruppe erinnert mit einer Gedenkst&auml;tte und monatlichen Zeremonien an das grausame Verbrechen, f&uuml;r das der Staat noch immer jegliche Verantwortung von sich weist. Ein Interview mit der Aktivistin Guadelupe V&aacute;zquez Luna &uuml;ber die Herausforderungen im Kampf um indigene Selbstbestimmung.<br>\n<!--more--><br>\n<em>Die Gruppe Abejas de Acteal (Die Bienen Acteals) wurde 1992 mit 200 Personen aus acht indigenen Gemeinden gegr&uuml;ndet. Sie verzichten aufgrund ihrer christlich-pazifistischen &Uuml;berzeugung auf den bewaffneten Kampf, teilen jedoch die Ziele der zapatistischen Befreiungsarmee und der &bdquo;guten Regierung&rdquo; im Widerstand gegen die &bdquo;schlechte Regierung&rdquo; des mexikanischen Staates.&nbsp;<\/em><\/p><p><em>Das folgende Interview wurde von f&uuml;nf Freiwilligen im Rahmen der Menschenrechtsbeobachtung des Menschenrechtszentrums &bdquo;Fray Bartolome de las Casas&rdquo; in San Cristobal gef&uuml;hrt.<\/em><\/p><p><em>Die Aktivistin Guadalupe V&aacute;zquez Luna, besser bekannt als &bdquo;Lupita&rdquo;, &uuml;berlebte als Kind das Massaker von Acteal und setzt sich seitdem f&uuml;r indigene Rechte und Selbstbestimmung, aber auch f&uuml;r die Stimme indigener Frauen in der Bewegung ein. Sie ist Teil des Nationalen Indigenen Kongresses (CNI) und unterst&uuml;tzte 2018 den Wahlkampf von &bdquo;Marichuy&rdquo; (Mar&iacute;a de Jes&uacute;s Patricio Mart&iacute;nez), der ersten indigenen Pr&auml;sidentschaftskandidatin in Mexiko.<\/em><\/p><p><strong>Pazifismus ist f&uuml;r euch sehr wichtig, nicht wahr? Kannst du uns sagen, warum ihr ohne Waffen k&auml;mpft und was das f&uuml;r euch bedeutet?<\/strong><\/p><p>Nat&uuml;rlich, Las Abejas (Organizacion Sociedad Civil Las Abejas de Acteal) sind eine Organisation, die das Gemeinwohl in Form von Pazifismus und Gewaltlosigkeit anstrebt. F&uuml;r uns bedeutet es sehr viel, denn wir sind gegen Gewalt. Das hei&szlig;t nicht, dass wir nicht auch Gewalt erfahren, aber es ist unsere Art, unsere Methode, nicht mit der gleichen Gewalt zu antworten. Denn es ist offensichtlich, wir haben viele Erfahrungen mit dieser Gewalt gemacht. Wenn jemand dir einmal Gewalt angetan hat und du mit der gleichen Gewalt reagierst, macht das die Sache nur noch schlimmer, oder? Das ist es also, und ich denke, dass wir als Organisation fest an Gewaltlosigkeit glauben, dass diese st&auml;rker ist als Gewalt. Wir wollen nicht (mit Waffen) k&auml;mpfen, um sagen zu k&ouml;nnen, wir wollen keinen Tod, wir wollen keine Gewalt, wir wollen kein Blutvergie&szlig;en. Das ist unser Weg als Organisation: keine Gewalt gegen Menschen auszu&uuml;ben.<\/p><p>Es geht nicht nur um physische Gewalt, es gibt viele Formen von Gewalt. Es geht um die Zerst&ouml;rung unserer Mutter Erde. Sie machen uns unser Land streitig, und ich denke, dass wir verantwortlich f&uuml;r die Natur sind, in der wir leben. Ich denke, dass es hier sehr gesund ist, in den comunidades zu leben, in der Natur. Aber die gro&szlig;en, m&auml;chtigen Leute, die gro&szlig;en Gesch&auml;ftsleute wollen alles zerst&ouml;ren. Zum Beispiel die H&uuml;gel, die Berge, die wir hier haben, haben eine Menge Reicht&uuml;mer, und viele ausl&auml;ndische Unternehmen zerst&ouml;ren sie, und das ist sehr traurig, nicht wahr? Das ist auch Gewalt f&uuml;r uns, weil sie uns unsere nat&uuml;rliche Umgebung wegnehmen. F&uuml;r uns ist es unsere Mutter Erde, denn sie gibt uns Nahrung und Land. Deshalb k&auml;mpfen wir daf&uuml;r, dass sie uns in Ruhe lassen, zumindest, dass sie uns nicht wegnehmen, was uns geh&ouml;rt. Weil es uns geh&ouml;rt.<\/p><p><strong>Gab es eine solche Vereinbarung bei Las Abejas nach dem Massaker, f&uuml;r die Art von Pazifismus?<\/strong><\/p><p>Wir alle, die Mitglieder der Abejas sind, sind mit diesem Kampf einverstanden, und zwar seit der Gr&uuml;ndung der Organisation im Jahr 1992. Zwei Jahre nach der Gr&uuml;ndung begann der Kampf der Zapatistas, ihr bewaffneter Aufstand. Dort hatten wir, sagen wir mal, die M&ouml;glichkeit zu w&auml;hlen: Ich will hier sein oder ich ziehe den Zapatismus vor. Und wir alle, die wir bei den Abejas sind, haben uns f&uuml;r die Gewaltlosigkeit entschieden, daf&uuml;r, dass wir kein Blut wollen, dass wir gegen den Krieg sind. Der Kampf der Zapatistas ist sehr gerecht, aber er hat das Blutvergie&szlig;en nicht vermieden, also ist er f&uuml;r uns nicht das Richtige.<\/p><p>Die Organisation ist sehr, sehr offen, um zu sagen: Ihr wollt dabei sein, ihr seid frei, dabei zu sein, aber wir haben Vereinbarungen, wie ein Mitglied der Abejas handeln sollte. Euch muss klar sein, dass, wenn ihr Teil der Abejas seid, ihr keine Gewalt anwenden d&uuml;rft. Du solltest nicht mit der gleichen Gewalt reagieren, wenn du verletzt wirst. All das sind also Bedingungen. Man muss auch unabh&auml;ngig sein, nicht von der Regierung abh&auml;ngig sein, keine Projekte von der Regierung erhalten.<\/p><p>Es gibt also Bedingungen oder Vereinbarungen, die wir als Organisation haben. Und wer sagt, na ja, ich will diese Dinge nicht tun, verl&auml;sst einfach die Organisation oder macht einfach nicht mit, richtig? Und es ist klar, dass alle Mitglieder der Abejas aus freiem Willen dabei sind, weil sie mit dem gewaltfreien Kampf einverstanden sind. In der Tat, in mehreren comunidades wurde ihnen Gewalt angetan, und wir sehen, dass sie sich &uuml;ber alles im Klaren sind, &uuml;ber unseren Kampf oder unseren Pazifismus. Sie haben nie mit der gleichen Gewalt geantwortet. Das letzte Mal war es eine comunidad in Bach&eacute;n, der Gewalt angetan wurde, indem man ihnen das Wasser- und Stromsystem abgestellt hatte. Und dann wurden sie geschlagen, sie wurden misshandelt, und sie haben nie darauf reagiert. Ja, nat&uuml;rlich haben sie sich verteidigt und gesagt, nein, das ist Gewalt gegen sie, aber sie k&ouml;nnen keine Gewalt aus&uuml;ben. Die Menschen der Stadtverwaltung waren anwesend, um die Leute zu kontrollieren, aber nicht, um Gewalt anzuwenden. Sie (die Abejas) haben nie mit Schl&auml;gen geantwortet. Was wir immer getan haben, wenn es diese Art von Gewalt gab, war, sie &ouml;ffentlich anzuprangern oder den Dialog mit denjenigen zu suchen, die uns verletzen oder die Gewalt gegen uns fordern.<\/p><p><strong>Der Unterschied zwischen euch, den Abejas, und den Zapatistas liegt also nicht so sehr in euren Zielen, sondern eher in eurer Art zu k&auml;mpfen, da ihr Pazifisten seid?<\/strong><\/p><p>Es ist nicht so unterschiedlich. Mit anderen Worten: Alles, was wir suchen, suchen auch sie. Aber was sich v&ouml;llig unterscheidet, ist das, was sie tun: Wir gehen den Weg der Gewaltlosigkeit und sie den des bewaffneten Kampfes. Das ist also der Unterschied, aber wir sehen das gleiche Ziel.<\/p><p><strong>Der Katholizismus oder die Religion ist auch sehr wichtig f&uuml;r euch. Was bedeutet das f&uuml;r euren Kampf? Wie wirkt sich die Religion auf euren Kampf und euren Glauben aus?<\/strong><\/p><p>Ich denke, dass die Religion unseren Kampf nicht so sehr beeinflusst. Nun, in der Organisation gibt es zwei Religionen, die katholische und die evangelische. Es gibt zwei Arten von Katholiken: die Konservativen und die Befreiungstheologen. Und wir glauben an den Befreier. Dass die Kirche keine Gewalt, sondern die Befreiung fordern soll. Daran glauben wir, und die meisten von uns sind gl&auml;ubig und gehen in die Kirche oder zur Messe. Bei der Feier, die am 22. stattfand [die monatliche Gedenkveranstaltung des Massakers von Acteal], waren die Acteal-Ch&ouml;re nicht da. Aber wenn sie da sind, singen sie immer Lobpreisungen oder Lieder des Kampfes. Wir mischen das also auch, aber wir respektieren auch unsere Traditionen. Ich f&uuml;r meinen Teil sehe unsere traditionalistische Kultur nicht als etwas vom katholischen Glauben Getrenntes. Nat&uuml;rlich gibt es gute und schlechte Dinge, aber es ist das, was wir uns immer bewahrt haben, n&auml;mlich den Respekt zwischen unserer Religion und den Br&auml;uchen. Wir respektieren die traditionellen Gebete unserer &Auml;ltesten. Tats&auml;chlich sind es unsere directivos&nbsp;<a href=\"#footnote2_ruiftg0\">2<\/a>, die f&uuml;r die Gesundheit, f&uuml;r das Wohlergehen der Organisation und f&uuml;r die Einheit beten.<\/p><p>Wir sollten respektieren, dass unsere Traditionen nichts gegen die Religion und die Religion nichts gegen unsere Traditionen haben, und das ist sehr sch&ouml;n. In vielen Gemeinden beten wir in den Bergen, zum Beispiel die, die ihr hier oben seht (deutet auf Gebirgskette). Unsere &Auml;ltesten kommen dorthin, um zu beten &ndash; dreimal im Jahr. Und wenn es an der Zeit ist, zum Beispiel im M&auml;rz, April, wenn es nicht regnet, und es ist Zeit f&uuml;r die Saat, f&uuml;r Bohnen, f&uuml;r Mais, brauchen wir den Regen, damit sie wachsen k&ouml;nnen. Und dann gehen sie in die Berge und bitten um Regen f&uuml;r das Leben. Die Religion beeintr&auml;chtigt uns also nicht [in unseren Traditionen], nur die konservative Religion tut das, aber das ist eine andere Sache. Sie ist sehr streng. Sie gibt vor, wie du sein solltest, und verlangt, dass du konservativen Traditionen folgst. Aber f&uuml;r uns hat das nicht viel Raum hier.<\/p><p><strong>Warum wollt ihr autonom sein, und wie k&ouml;nnen autonome Gemeinschaften mit dem Staat koexistieren?<\/strong><\/p><p>Nun, heutzutage ist das sehr schwierig. Deshalb haben wir viel Gewalt, viele Konflikte, denn wir wollen &hellip; Wir sind autonom! Seit 1992, seit der Gr&uuml;ndung der Organisation, haben wir keine Unterst&uuml;tzung mehr erhalten. Wir haben aufgeh&ouml;rt, nach staatlichen Projekten zu fragen oder sie finanzieren zu lassen. Seitdem haben wir unsere Autonomie aufgebaut, um zu sagen: &bdquo;Wir k&ouml;nnen das und wir brauchen euch nicht!&rdquo; Wir zeigen ihnen unsere F&auml;higkeiten.<\/p><p>Wenn ich Mitleid habe, weil du nichts hast, dann gebe ich so viel, wie ich &uuml;brig habe, oder? So ist es mit dem Staat nicht gewesen, er hat wenig an die indigenen comunidades verteilt, um viel zu haben. Er hat die Augen vor unserer Realit&auml;t verschlossen, denn die Absicht des Staates ist: Ich gebe ihnen das, und das soll reichen, sodass sie treu sind wie ein kleiner Hund, der kommt und immer gef&uuml;ttert wird. Aber er wei&szlig; nicht, was mit ihm geschehen soll. Viele, die Projekte erhalten, sagen: &bdquo;Nein, die Regierung ist sehr gut, sie ist wie unser Vater, sie f&uuml;ttert uns, sie gibt uns Geld, sie finanziert uns Projekte.&rdquo; Und das ist sehr traurig, denn sie sehen die Realit&auml;t nicht, in der wir leben.<\/p><p>Aber wir haben die Realit&auml;ten gesehen, um zu sagen, dass wir diese Projekte nicht akzeptieren, weil wir die F&auml;higkeit haben, selbst zu &uuml;berleben, weil wir haben, was wir zum Leben brauchen. Deshalb sind wir gegen den Staat, und deshalb suchen sie nach einem Weg, uns zu spalten, um die Organisation aufzul&ouml;sen und uns zu kontrollieren. Das ist nat&uuml;rlich sehr schwierig, denn dieselben comunidades, die von der Regierung unterst&uuml;tzt werden und Projekte erhalten, empfinden es als Beleidigung, dass wir als Organisation nichts erhalten und es uns trotzdem an nichts fehlt. Und das ist ein Grund, um Probleme zu provozieren, was die Regierung nat&uuml;rlich ausnutzt und Menschen Geld bietet, damit wir uns entzweien. So bereiten sie uns Konflikte.<\/p><p>Es ist schon vorgekommen, dass sie uns zwingen, Regierungsprojekte anzunehmen, und wenn wir uns als Organisation wehren, bestrafen sie uns und verh&auml;ngen Geldstrafen, die wir nicht aufbringen k&ouml;nnen. Das ist also sehr schwierig. Deshalb sagen wir immer, dass wir uns im st&auml;ndigen Widerstand befinden. In einer Organisation zu sein, die Augen offen zu halten und die Realit&auml;t zu sehen bedeutet, Widerstand zu leisten &ndash; Widerstand gegen Bedrohungen, Widerstand gegen Schl&auml;ge. Widerstand bedeutet auch die Ablehnung von Projekten. Das ist nicht einfach, aber wir haben gelernt, damit zu leben und vor allem fest an unsere Position als Organisation zu glauben.<\/p><p><strong>Gibt es eine Verbindung zwischen dem Wunsch nach Autonomie und eurer Geschichte als indigene Kultur?<\/strong><\/p><p>Wenn wir in die Vergangenheit zur&uuml;ckgehen, waren unsere Vorfahren immer frei, autonom, sie waren nie von irgendetwas abh&auml;ngig, bis die Spanier kamen und ihnen sagten, was sie tun sollten und was sie nicht tun sollten und dass etwas nicht ihnen geh&ouml;rt, weil sie unwissend oder wie Tiere sind. So haben sie uns behandelt, und dann begann sich das zu &auml;ndern. Aber wenn wir uns unsere Geschichte ansehen, erkennen wir, dass unsere Vorfahren immer frei und unabh&auml;ngig waren. Sie brauchten nie jemanden, jeder arbeitete f&uuml;r sich selbst und erntete seine eigene Nahrung. Sie waren immer Bauern und J&auml;ger. So haben wir viele Dinge erkannt, denn Frauen waren fr&uuml;her J&auml;gerinnen. Sie waren keine Hausfrauen. Dann, nach den Spaniern, haben sie uns Frauen zu Hausfrauen gemacht, das war es, wof&uuml;r wir gebraucht wurden. Da begann sich die Mentalit&auml;t zu &auml;ndern, bis der Machismo in uns so stark war, dass wir sagten: &bdquo;Du bist das Oberhaupt des Hauses, weil ich es sage, weil du ein Mann bist, weil der K&ouml;nig es sagt, so muss es sein. Du bist das st&auml;rkere Geschlecht und die Frau ist das schw&auml;chere Geschlecht.&rdquo;<\/p><p>Aber wenn wir in unserer Geschichte zur&uuml;ckgehen, waren unsere Frauen Mammutj&auml;gerinnen. Welches Geschlecht ist dann das schw&auml;chere Geschlecht? Frauen waren schon immer st&auml;rker als M&auml;nner, sie brachten nicht nur Kinder auf die Welt, sie machten auch Jagd auf riesige Tiere. Es ist also nichts mit &bdquo;Ich bin ein Niemand, ich kann nicht unabh&auml;ngig sein oder ich kann nicht autonom sein.&rdquo; Aber nat&uuml;rlich m&uuml;ssen wir den ganzen Weg zur&uuml;ckgehen, um unseren Wert als menschliche Wesen zu erkennen und zu verstehen, dass wir sie [die Regierung] nicht brauchen.<\/p><p><strong>Das ist eine gute &Uuml;berleitung zur n&auml;chsten Frage. Wie sieht die Rolle der Frauen aus? Wie ist hier die Geschlechterrolle, gibt es einen Unterschied?<\/strong><\/p><p>Ich w&uuml;rde die Frage gerne euch stellen (lacht). Unsere directivos sind M&auml;nner, die Frauen sind immer in der K&uuml;che. Traurigerweise ist das unsere Realit&auml;t, es gibt nur wenige Frauen, die bisher nach drau&szlig;en gegangen sind. Hunderte von Jahren wurde die Vorstellung durchgesetzt, dass Frauen f&uuml;r das Haus und f&uuml;r nichts anderes zust&auml;ndig sind. Wir haben es nur ein einziges Mal geschafft, drei Frauen in den mesa directiva zu bringen, aber das war nicht einfach. Sie wurden st&auml;ndig angegriffen, um ihre F&auml;higkeiten zu testen, um zu sehen, wie viel Frauen leisten k&ouml;nnen. Wir sind also immer noch damit konfrontiert, aber es gibt ein Bewusstsein daf&uuml;r.<\/p><p>Es ist schwieriger, aber man muss sich mit dem Stolz und den vererbten Vorurteilen auseinandersetzen. Wenn man eine Frau nach ihrer Meinung fragt, macht einen das schwach, immer muss es der Mann sein. Oftmals vergleichen sie sich unter den M&auml;nnern und sagen, wenn du es nicht kannst, bist du eine Frau, als Stereotyp. Eine Frau kann nichts.<\/p><p>Viele in der Organisation sind sich dessen bewusst und haben den Frauen erlaubt, unabh&auml;ngig zu gehen. Zum Beispiel haben wir zwei Bereiche nur f&uuml;r Frauen, das Handwerk und eine gemeinsame Kasse zum Sparen. Dort arbeiten nur Frauen mit. Aber es war nicht so einfach, als Frau zu sagen, ich gehe zu dem Treffen. Man muss dem Mann sagen, dass er bleiben und sich um das Haus und die Tiere k&uuml;mmern soll. Oft m&uuml;ssen die Frauen fr&uuml;her aufstehen, um die Tiere und die Kinder zu versorgen. Und dann bringen sie nat&uuml;rlich die Kinder mit zum Treffen. Aber ich denke, es ist schon ein Fortschritt, dass sie allein zu einem Treffen gehen k&ouml;nnen.<\/p><p>Ich denke also, es ist nicht einfach, die Realit&auml;t zu &auml;ndern, die die Geschichte und die Erinnerung von Hunderten von Jahren ist. Aber wir haben bereits daran gearbeitet, zumindest erkennen wir die Bedeutung und die Beteiligung der Frauen hier in der Organisation an. Wir haben den Frauen den Raum gegeben, sich zu beteiligen. Und die M&auml;nner m&uuml;ssen das akzeptieren, weil wir unsere Meinungen vorbringen. Es ist nicht nur so, dass die M&auml;nner die Bedeutung der Beteiligung der Frauen hier in der Organisation anerkennen, sondern die Frauen m&uuml;ssen auch mutig sein. Es geht nicht nur darum, dass M&auml;nner die Freiheit und den Raum f&uuml;r Frauen anerkennen und ihnen diesen geben, sondern auch darum, dass Frauen daran glauben, dass sie diese F&auml;higkeit haben. Und auch das ist sehr schwierig. Man muss anfangen, an sich selbst zu glauben, und das ist nicht einfach, denn wir sind in dem Glauben aufgewachsen, dass unser Wort nicht z&auml;hlt, dass wir nicht die F&auml;higkeit haben, dass wir nicht intelligent genug sind, um mitzuwirken. Und wenn wir es wagen, uns zu &auml;u&szlig;ern, halten sie uns wahrscheinlich f&uuml;r l&auml;cherlich.<\/p><p>Es kommt oft vor, dass eine Frau, die sich traut, ihre Meinung zu sagen, daf&uuml;r kritisiert wird. Es ist also sehr schwierig f&uuml;r sie, Vertrauen in sich selbst und in ihre F&auml;higkeiten zu fassen. Aber Gott sei Dank machen wir diesen Prozess durch, sehr langsam, aber wir kommen allm&auml;hlich voran. Die Frauen nehmen teil.<\/p><p><strong>W&uuml;rdest du sagen, dass du Feministin bist? Und was bedeutet Feminismus f&uuml;r dich?<\/strong><\/p><p>Manchmal liegt es an meiner Einstellung, so wie ich bin, ich war schon immer sehr frei und sehr &hellip; sehr Ich. Manchmal sage ich, ich wirke wie eine &hellip; ich bin eine Feministin! Aber was ist Feminismus f&uuml;r mich? F&uuml;r mich ist es der Kampf um Gleichberechtigung, der Kampf darum, einen Platz zu haben, als wichtiges menschliches Wesen anerkannt zu werden, mit den F&auml;higkeiten und der Intelligenz, das zu tun, was ich will. Aber es gibt viele Formen des Feminismus, nicht wahr? Ich stimme dem inklusiven feministischen Kampf zu, aber manchmal gibt es auch Feministinnen, die ausgrenzen. Sie wollen die Rolle &uuml;bernehmen, zu sagen: &bdquo;Ihr wart so viele Jahre lang &uuml;berlegen und habt mich sexistisch behandelt und mir so viel angetan, dass ich das zur&uuml;ckzahlen muss, f&uuml;r mich seid ihr nichts, ihr seid M&uuml;ll und ihr bedeutet nichts.&rdquo; Und ich wei&szlig; nicht, was.<\/p><p>Ich glaube, dass Feminismus ein gemeinsamer Kampf sein muss, sowohl von M&auml;nnern als auch von Frauen. Ich glaube, dass wir weder mehr noch weniger sind. Ich f&uuml;hle, dass wir beide uns gegenseitig unterst&uuml;tzen und dass wir gemeinsam stark sind, M&auml;nner und Frauen. Ich will nicht vor oder hinter einem Mann gehen. Ich m&ouml;chte neben einem Mann stehen und ich m&ouml;chte, dass ein Mann neben mir steht, damit wir zusammen gehen k&ouml;nnen, und nicht mehr sagen, dass ein Mann mehr kann oder eine Frau mehr kann. Wenn wir getrennt sind, ist es meiner Meinung nach schwieriger, unser Ziel zu erreichen.<\/p><div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/231202_Mexiko_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p><small>Gedenken an das Massaker von 1997&nbsp;&ndash; QUELLE: ODA BALKE FJELLANG<\/small><\/p><p><strong>Wie sorgst du f&uuml;r dich selbst, nach all der Gewalt, die du erlebt hast, und f&uuml;r die Menschen um dich herum, und wie sorgen die Menschen um dich herum f&uuml;r dich?<\/strong><\/p><p>Nun, das war sehr schwierig f&uuml;r mich als &Uuml;berlebende. Ich glaube, dass ich nach dem Massaker ein unsichtbares Zelt aufgeschlagen habe, um zu sagen, dass ihr mir keine Gewalt antut, dass ihr mir das nicht antut. Ich glaube, dass mein Wesen vor dem Massaker ein Mensch war, der sich selbst nicht anerkannt hat. Vor dem Massaker f&uuml;hlte ich mich unf&auml;hig und hielt mich f&uuml;r unf&auml;hig. Ich habe nicht die F&auml;higkeit, ich kann nicht, ich bin nicht. Ich habe mich sogar im Spiegel gesehen und gesagt, ich sei h&auml;sslich. Ich habe mich selbst abgelehnt.<\/p><p>Aber nach dem Massaker, glaube ich, musste ich mich selbst akzeptieren und wertsch&auml;tzen, um zu wissen, dass ich mein Leben riskiert habe, da ich beinahe auch zu den M&auml;rtyrern geh&ouml;rt h&auml;tte. Ich sch&auml;tzte das Leben mehr, weil ich sp&uuml;rte, dass meine Eltern mir das Leben geschenkt hatten, was das wunderbarste Geschenk ist, das uns jemand machen kann. Seit sie mich vor dem Tod bewahrt haben, ist es so, als h&auml;tten sie mir das Leben zweimal geschenkt. Ich meine damit, indem sie mir das Leben gerettet haben, damit ich weiterlebe, muss ich mein Leben auch wertsch&auml;tzen, muss ich f&uuml;r mich selbst sorgen. Ich muss mich um mich selbst k&uuml;mmern, auf meine eigenen Bed&uuml;rfnisse achten, auf das, was ich brauche, aber auch auf das, was ich habe.<\/p><p>Es war nicht einfach und ich denke, meine Reaktion auf jede Gewalt ist, zu sagen: &bdquo;Bleib weg von mir, ich will dich nicht hier haben, wenn du mir Gewalt antust!&rdquo; Und gleichzeitig ist es auch das, was ich an meinen Eltern nicht verstanden habe. Ich habe oft dar&uuml;ber getrauert, dass sie umgebracht wurden und gedacht: &bdquo;Warum habt ihr mir das Leben gerettet, wenn ich nun ohne euch bleibe? Ihr fehlt mir hier mehr, ihr h&auml;ttet mich mitnehmen sollen. Es ist leichter, zusammen zu sterben, als hier alleine zu sein.&rdquo; Ich habe das erst verstanden, als ich selbst Mutter wurde. Als ich meinen Sohn bekam, als ich ihn zum ersten Mal in den Armen hielt, verstand ich, warum. Man h&auml;lt ein so wehrloses Wesen im Arm, dass man sagt, ich muss ihn vor allem, egal was komme, besch&uuml;tzen.<\/p><p>Da habe ich verstanden, warum sie mir das Leben geschenkt haben, da habe ich angefangen, diese Art und Weise und diese gro&szlig;e Liebe, die Eltern f&uuml;r ihre Kinder haben k&ouml;nnen, zu sch&auml;tzen und zu verstehen. Also sagte ich mir, ich muss mich um meine Kinder k&uuml;mmern. Ich wei&szlig; nicht, ob ich es richtig oder falsch mache, aber ich versuche, das Beste f&uuml;r mich und f&uuml;r meine Kinder zu tun. Aber manchmal habe ich das Gef&uuml;hl, dass ich nicht genug tue. Ich glaube immer, dass wir unser Bestes tun, damit es den Menschen um uns herum gut geht. Zumindest geben wir uns M&uuml;he.<\/p><p><strong>Es hei&szlig;t, dass die Zeit alle Wunden heilt. Ist es f&uuml;r dich jetzt leichter als fr&uuml;her?<\/strong><\/p><p>Ich wei&szlig; nicht, ob die Zeit sie heilt, aber die Zeit lehrt dich, mit ihnen zu leben. Ich habe gelernt, damit zu leben. Es ist nicht so, dass es nicht weh tut, aber ich habe gelernt, dar&uuml;ber zu reden und mit der Kraft zu leben, dass ich nicht verzweifelt bleibe. Denn nach dem Massaker verbrachte ich viele Jahre eingesperrt in meinem eigenen Schmerz. Ich habe zwei kleine Schwestern, bei denen ich gestern war. Die eine war etwa f&uuml;nf oder sechs Jahre alt, als das Massaker geschah. Sie hatte eine Wunde am Bein. Sie war die J&uuml;ngste. Ich war zwischen zehn und elf Jahre alt. Sie flehten mich an &ndash; ich war die &Auml;lteste von uns &ndash; sie flehten mich schreiend an, dass unsere Eltern zur&uuml;ckkommen. Es gab zwei Optionen: sich in Verzweiflung st&uuml;rzen, sich mit ihnen zu Tode weinen oder stark zu werden und sich um sie zu k&uuml;mmern.<\/p><p>Ich trug also viele Jahre des Schmerzes mit mir herum, und manchmal denke ich, dass ich deshalb bei jeder Kleinigkeit, die mir passiert, so leicht weine. Manchmal f&uuml;hle ich mich gleichzeitig stark und sehr schwach. Aber es war ein sehr schwieriger Prozess, all das zu verstehen oder meine Realit&auml;t zu akzeptieren. Denn sagen wir, dass die Zeit alles heilt? Nein! Sie lehrt uns, damit zu leben, dankbar zu sein und die Realit&auml;t zu akzeptieren, in der wir leben. Aber wir sollten nicht glauben, dass dies wieder passieren wird, weil wir dazu bestimmt sind, sondern weil Menschen uns schaden wollten. Ich denke, dass wir alle, die wir das erlebt haben, gelernt haben, damit zu leben, aber nicht komplett geheilt sind, denn das Massaker war sehr grausam, sehr schwierig. Wir tragen es immer in unseren K&ouml;pfen. Aber mit der Zeit habe ich auch gelernt, den M&auml;rtyrern f&uuml;r die M&ouml;glichkeit zu danken, am Leben zu bleiben.<\/p><p><strong>Warum ist die historische Erinnerung wichtig?<\/strong><\/p><p>Ich denke, es ist wichtig, dass wir unsere Vorfahren nicht vergessen, dass wir unsere Identit&auml;t sch&auml;tzen und vor allem als Menschen wissen, woher komme ich und wohin will ich gehen. Nun, das ist Teil der Erinnerung an die M&auml;rtyrer von Acteal: zu wissen, ob wir sie in Vergessenheit geraten lassen wollen oder ob wir ihnen in der Erinnerung danken wollen. Und das ist es, was wir f&uuml;r unsere Kinder aufbauen, damit so etwas nicht wieder passiert.<\/p><p><strong>Was ist der n&auml;chste Schritt? Denn wir m&uuml;ssen eine neue Welt aufbauen, daran besteht kein Zweifel, aber wie kommen wir voran, wie sieht deine Utopie aus?<\/strong><\/p><p>Das ist sehr schwierig. Ich habe in meiner Vorstellung eine andere Welt aufgebaut, in der ich meine Kinder frei und gl&uuml;cklich sehe, ohne Krieg, ohne Gewalt, ohne Milit&auml;r, und das ist es, was ich den Kindern st&auml;ndig sage: Vielleicht verlasse ich euch, vielleicht gehe ich weg, aber nicht, weil ich will. Ich wei&szlig; nicht, wie lange ich noch zu leben habe, und ich wei&szlig;, dass diese 25 Jahre (seit dem Massaker) ein zus&auml;tzliches Leben sind, mein zus&auml;tzliches Leben, das mir das Leben und meine Eltern geschenkt haben. Ich sage mir immer, dass ich hier bin, weil ich das Beste f&uuml;r sie will, f&uuml;r die Kinder. Ich f&auml;nde es sch&ouml;n, wenn es keine Gewalt g&auml;be, wenn es keinen Krieg g&auml;be, wenn das Land so erhalten bliebe und noch sch&ouml;ner, wenn es nicht so viel Zerst&ouml;rung g&auml;be, all das. Das ist unser Kampf: dass sie gl&uuml;cklich sein k&ouml;nnen, dass sie laufen k&ouml;nnen, auch wenn sie barfu&szlig; sind, dass sie ihr Land haben, dass sie frei sein k&ouml;nnen. Das ist meine Vorstellung von einer sch&ouml;nen Welt.<\/p><p>Anders als an dem Punkt, wo wir gerade sind, denn hier traut man in den St&auml;dten nicht einmal seinem eigenen Schatten. Im Gegensatz dazu ist das hier eher meine Welt. Klar, sie kann noch viel besser werden, aber das Wichtigste ist, dass man die Kinder frei sieht. Denn wenn die Kinder zur Schule gehen, musst du sie hinbringen und sie dann wieder abholen. Das ist keine Freiheit, das ist kein Leben. Hier sind viele Kinder, ihr habt es ja gesehen, die gehen Feuerholz holen, kommen zur&uuml;ck, als ob nichts w&auml;re, sie sind frei. Ich denke, dass das Leben in den comunidades schwierig ist, weil du arbeiten musst, um zu essen. Aber du bist frei. Niemand sagt dir, was du tun darfst oder nicht tun darfst auf deinem eigenen Land. Du kannst spazieren gehen oder wandern. Wenn ich nichts zu essen habe, gehe ich in die Berge und kann Gem&uuml;se oder etwas anderes finden. Ich denke, die Natur selbst versorgt dich mit dem, was du brauchst. Ich denke, das ist eine perfekte Welt, eine wunderbare Welt. In den St&auml;dten ist das Leben einfach sehr schwierig. Wenn wir alle so frei leben k&ouml;nnten, die Kinder gl&uuml;cklich, sich umeinander k&uuml;mmernd, dann w&auml;re das die Welt, die wir uns w&uuml;nschen.<\/p><p><strong>Abschlie&szlig;end w&uuml;rden wir gerne wissen, ob du eine Botschaft hast an die Genossinnen und Genossen, die weit weg von hier den gleichen Kampf f&uuml;hren? Gibt es etwas, was du ihnen sagen m&ouml;chtest?<\/strong><\/p><p>Ich m&ouml;chte sie auffordern, sich nicht entmutigen zu lassen und weiterhin nach Wegen zu suchen, um diese Welt der Tr&auml;ume, die wir alle haben, aufzubauen: in der wir frei sind, in der es keine Unterscheidung oder Trennung von Hautfarben, Sprachen, Ethnien gibt, sondern in der wir uns alle als Geschwister sehen. Ich glaube, dass wir an dem Tag, an dem wir uns alle als menschliche Wesen und als Br&uuml;der und Schwestern sehen, eine andere Welt aufbauen k&ouml;nnen, eine bessere Welt f&uuml;r alle. Ich glaube, dass dieser Kampf, wenn es um das Leben geht, wenn es um eine bessere Welt geht, sich lohnt. Trotz aller Risiken, trotz allen Leids ist es das wert.<\/p><p>Ich lade sie ein, sich nicht entmutigen zu lassen und weiter mit uns zu gehen. Las Abejas werden auch weiterhin mit Schwierigkeiten zu k&auml;mpfen haben, aber wir werden weiter k&auml;mpfen und Widerstand leisten.<\/p><p><strong>Herzlichen Dank f&uuml;r das Interview!<\/strong><\/p><p><em>Das Interview erschien zuerst auf <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/266573\/mexiko-weg-der-gewaltlosigkeit\">Amerika21<\/a>.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Die indigene Aktivistin Guadalupe Vazquez Luna &ndash; Quelle: ODA BALKE FJELLANG<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104223\">Der globale Wald Yasun&iacute; und der Widerstand der Huaorani<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95143\">Nach Drohung mit Milit&auml;rintervention: Streit zwischen Mexiko und USA eskaliert<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94260\">Politischer Paukenschlag: Pr&auml;sident von Mexiko verstaatlicht Lithium-Vorkommen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83106\">Mexiko, traditionsreiches Refugium des weltweiten Exils<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/a6571ada44e044be92dee5833e13a986\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Die indigene Aktivistin Lupita &uuml;ber den Kampf der Abejas de Acteal in Chiapas um Autonomie und ihr Leben nach dem Massaker<\/strong><\/p>\n<p>Im Bundesstaat Chiapas in Mexiko liegt das Dorf Acteal. Es ist das politische und kulturelle Zentrum der Gruppe Abejas de Acteal und erlangte traurige Bekanntheit durch ein Massaker, das 1997 von Paramilit&auml;rs aus den umliegenden<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107562\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":107563,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[3192,3089,2196,327,2840,305,1570,1257,969,2991],"class_list":["post-107562","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-landerberichte","tag-autonomie","tag-frauenrechte","tag-indigene-voelker","tag-kommunen","tag-massenmord","tag-menschenrechte","tag-mexiko","tag-pazifismus","tag-selbstverwaltung","tag-unabhaengigkeitsbewegungen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Cover_Mexiko.png","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/107562","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=107562"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/107562\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":107612,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/107562\/revisions\/107612"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/107563"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=107562"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=107562"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=107562"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}