{"id":107619,"date":"2023-12-03T09:00:45","date_gmt":"2023-12-03T08:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107619"},"modified":"2023-12-04T08:50:19","modified_gmt":"2023-12-04T07:50:19","slug":"hinweise-der-woche-336","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107619","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107619#h01\">Schuldenbremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107619#h02\">Der Sachverst&auml;ndigenrat mit radikalen Pl&auml;nen gegen Jung und Alt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107619#h03\">Eckpunkte f&uuml;r ein souver&auml;nes Europa &ndash; f&uuml;r die strategische Autonomie der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107619#h04\">Selenskyjs Parteifreund im Interview: Boris Johnson sagte Ukrainern, sie sollten weiterk&auml;mpfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107619#h05\">Ukraine-Krieg: Bittere Realit&auml;t auf den Kampffeldern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107619#h06\">Schuld ohne S&uuml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107619#h07\">Aufkaufen, ausbeuten, weiterziehen: Wie Finanzinvestoren die Pflege ausschlachten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107619#h08\">Wie sich Kanzleramtschef und Scholz-Vertrauter Wolfgang Schmidt f&uuml;r eine IT-Firma einspannen lie&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107619#h09\">Comeback der Kinderarbeit in den USA: Nach Schulschluss geht&rsquo;s ins K&uuml;hlhaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107619#h10\">In Gedenken an Henry Kissinger<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Schuldenbremse<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Staatsschulden als Ausdruck von Demokratie<\/strong><br>\nNach dem Urteil des Verfassungsgerichts zur Schuldenbremse, der EZB-Zinswende und der enormen Zinsbelastung des Bundeshaushalts scheint klar: Die anhaltende Neuverschuldung belastet kommende Generationen und ist eine Gefahr f&uuml;r die Demokratie. Doch gegen diese Schwarzmalerei spricht eine Gegen&uuml;berstellung juristischer und &ouml;konomischer Argumente. [&hellip;]<br>\nStaatsverschuldung wird in der &Ouml;ffentlichkeit immer als Schuldenstand dargestellt, also die Menge an aufgenommenen Krediten. Gern wird auch die Parallele zu der privaten Verschuldung gezogen.<br>\nStaatsverschuldung ist jedoch nicht mehr als eine statistische Gr&ouml;&szlig;e. Es werden die aufsummierten staatlichen Defizite beschrieben &ndash; also die Differenz aller Staatsausgaben und aller Steuereinnahmen. Staatsausgaben erh&ouml;hen die Verm&ouml;gen des Privatsektors, Steuereinnahmen reduzieren diese. Bei Ausgaben weist der Finanzminister eine &Uuml;berweisung an und das Zentralkonto des Bundes, welches dem Bundesministerium der Finanzen unterstellt ist, wird belastet. Die Bundesbankkonten von den beg&uuml;nstigten Gesch&auml;ftsbanken werden hierbei erh&ouml;ht. Bei Steuereinnahmen werden diese Konten wieder reduziert.<br>\nBei Staatsausgaben auf Bundesebene kommt es im oben beschriebenen Beispiel zu Geldsch&ouml;pfung bei der Bundesbank.[7] Die Bundesregierung kann ihr Konto bei der Bundesbank innerhalb eines Gesch&auml;ftstags &bdquo;&uuml;berziehen&ldquo;. Was das bedeutet, ist technisch entscheidend: Die Bundesregierung gibt erst Geld aus, und bekommt danach ihre Steuererl&ouml;se und die Erl&ouml;se aus dem Verkauf von Staatsanleihen auf ihr Verrechnungskonto bei der Bundesbank &uuml;berwiesen.<br>\nDas staatliche Geld ist aus Sicht der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nichts anderes als ein rechtliches Instrument, um Steuern zu zahlen. Wenn jemand Steuern zahlen m&ouml;chte, kann er dies nur in staatlicher W&auml;hrung tun.<br>\nW&auml;hrend sich die schw&auml;bische Hausfrau entschulden kann, indem sie Zahlungen an die Bank t&auml;tigt, kann der Staat dies nicht. Seine Zahlungen reduzieren die Staatsverschuldung nicht. Zwecks &bdquo;Entschuldung&ldquo; (also die Begleichung der Steuerschuld) m&uuml;ssen die B&uuml;rger Zahlungen an den Staat leisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/39-2023\/staatsverschuldung-als-ausdruck-von-demokratie\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>Lackmustest Schuldenbremse &ndash; amerikanischer Pragmatismus schl&auml;gt europ&auml;ische Sparideologie<\/strong><br>\nDie Debatte um europ&auml;ische Fiskalregeln und speziell um die deutsche Schuldenbremse, die durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15. November zum zweiten Nachtragshaushaltsgesetz 2021 befeuert worden ist, wird unter juristischen, politischen und &ouml;konomischen Aspekten gef&uuml;hrt. Letztere m&uuml;ssen unserer Ansicht nach im Vordergrund stehen. Auch wenn mit einer haushaltspolitischen Entscheidung ein Gesetz juristisch korrekt eingehalten wird, kann diese Entscheidung in &ouml;konomischer Hinsicht falsch sein. Es besteht n&auml;mlich die Gefahr, dass falsche Entscheidungen zu noch st&auml;rker steigenden Schulden f&uuml;hren, weil die Wirtschaft massiv einbricht.<br>\nNach Ansicht vieler Finanzwissenschaftler sind Fiskalregeln, darunter die deutsche Schuldenbremse, dazu da zu verhindern, dass Regierungen zur Finanzierung ihrer Ausgabenw&uuml;nsche immer mehr Staatsschulden zulasten zuk&uuml;nftiger Steuerzahler anh&auml;ufen. Die Tragf&auml;higkeit von Staatsschulden sei umso weniger gew&auml;hrleistet, je h&ouml;her die Staatsschuldenquote, also das Verh&auml;ltnis von Staatsschulden zu Wirtschaftskraft eines Landes, sei. Denn wenn die (nominale) Wachstumsrate einer Volkswirtschaft geringer ausf&auml;llt als der (nominale) Zinssatz auf die Staatsschulden, wachsen die Steuereinnahmen bei gleichbleibenden Steuers&auml;tzen langsamer als die Zinslast. Dann nimmt der Anteil der Staatseinnahmen, der zur Finanzierung der Zinslast aufgewendet werden muss, zu und der fiskalische Gestaltungsspielraum entsprechend ab.<br>\nUm fiskalpolitisch dennoch handlungsf&auml;hig zu bleiben, m&uuml;ssten dann irgendwann die Steuern erh&ouml;ht werden. Mit anderen Worten: Zus&auml;tzliche Staatsschulden von heute bergen nach dieser Lesart die Gefahr h&ouml;herer Steuerbelastungen von morgen in sich. H&ouml;here Steuerlasten bringen jedoch Ineffizienzen und Fehlanreize mit sich und legen sich wie Mehltau &uuml;ber die Privatwirtschaft, deren Innovativkraft dann nachl&auml;sst. Das d&auml;mpft auf Dauer das Wachstum, so dass die Konstellation &bdquo;Zinssatz h&ouml;her als Wachstumsrate&ldquo; noch wahrscheinlicher oder gar zementiert wird. Diese Zwickm&uuml;hle gelte es zu vermeiden, indem dem Ausgabeverhalten von Regierungen durch Fiskalregeln Grenzen gesetzt w&uuml;rden.<br>\nSo oder so ungef&auml;hr lauten die Warnungen vor hohen Staatsschuldenquoten und die Begr&uuml;ndungen f&uuml;r Fiskalregeln. Sie kranken allerdings daran, dass sie sich nicht mit den inhaltlichen Abh&auml;ngigkeiten von gesamtwirtschaftlicher Wachstumsrate, Zinsniveau und Staatsausgaben besch&auml;ftigen, sondern nur mit rechentechnischen Zusammenh&auml;ngen. Es werden empirische Korrelationen herangezogen und Aussagen wie &bdquo;Wenn der Zinssatz h&ouml;her ist als die Wachstumsrate, dann &hellip;&ldquo; getroffen, ohne die Frage zu kl&auml;ren, wann und warum eine solche Konstellation eingetreten ist oder eintreten kann und wie lang sie angehalten hat oder anhalten kann. Das ist aber entscheidend f&uuml;r die Beurteilung, wie relevant die getroffene Aussage ist und welche wirtschaftspolitischen Schlussfolgerungen aus ihr abgeleitet werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2023\/11\/30\/lackmustest-schuldenbremse-amerikanischer-pragmatismus-schlaegt-europaeische-sparideologie\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a><\/li>\n<li><strong>Was die Aussetzung der Schuldenbremse jetzt bedeutet<\/strong><br>\nViel Jubel um Nichts: Die Ampel rettet ihren Hintern, mehr Geld gibt es aber nicht.<br>\nPest oder Cholera? Dazwischen musste sich Finanzminister Lindner nach dem Urteil aus Karlsruhe entscheiden. Genauer gesagt: Schuldenbremse aussetzen oder sich Friedrich Merz ausliefern. Kein Wunder also, dass Lindners Pressestatement zur Aussetzung der Schuldenbremse nicht l&auml;nger als 90 Sekunden dauerte. Nachfragen von Journalisten waren nicht zugelassen. Und die Worte &bdquo;Notlage&ldquo; oder &bdquo;Schuldenbremse aussetzen&ldquo; sind auch nicht gefallen. [&hellip;]<br>\nVor allem von links wurde seit dem Urteil lautstark die Aussetzung der Schuldenbremse gefordert. Jubelmeldungen sind allerdings nicht angezeigt. Denn durch die Aussetzung der Schuldenbremse wird 2023 nicht ein einziger Euro mehr ausgegeben als bisher geplant. Nicht einer! Durch die Aussetzung verhindert die Ampel lediglich der CDU eine Steilvorlage zu geben, um noch mal nach Karlsruhe zu ziehen und zu den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) ebenfalls als verfassungswidrig einstufen zu lassen.<br>\nLindner setzt die Schuldenbremse also nicht aus &ouml;konomischer Vernunft erneut aus, sondern aus der reinen Angst, noch einmal von Friedrich Merz und der Union blamiert zu werden. Die Aussetzung der Schuldenbremse ist nicht der Erfolg von progressiven Stimmen aus SPD und Gr&uuml;nen, sondern eine schlichte Verzweiflungstat als Antwort auf Merz. [&hellip;]<br>\nDie entscheidende Debatte ist ohnehin nicht die um den Haushalt 2023, sondern die um den Haushalt 2024. Die ist aber erst einmal vertagt, der Haushaltsausschuss und die Beratung im Plenum wurden kurzerhand abgesagt. Dass Christian Lindner die Schuldbremse auch 2024 aussetzt, ist allerdings illusorisch.<br>\nDamit w&uuml;rde er seiner (neo-)liberalen Erz&auml;hlung und den Erwartungen der FDP-Klientel widersprechen. An der FDP-Basis rumort es l&auml;ngst. Der sonst f&uuml;r seine Bitcoin-Shit-Takes bekannte Abgeordnete Frank Sch&auml;ffler will auf dem NRW-Parteitag der FDP mit einem Dringlichkeitsantrag rote Linien beschlie&szlig;en. Darin soll unter anderem stehen: &bdquo;Kein Aussetzen der Schuldbremse 2024&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.geldfuerdiewelt.de\/p\/was-die-aussetzung-der-schuldenbremse\">Maurice H&ouml;fgen<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Die Schuldenbremse ist eine Verr&uuml;cktheit&laquo;<\/strong><br>\nDer d&auml;nische &Ouml;konom Jacob Funk Kirkegaard h&auml;lt den deutschen Staat f&uuml;r viel zu geizig. Wer das Leitbild der schw&auml;bischen Hausfrau predige, habe von Wirtschaft keine Ahnung.<br>\nSPIEGEL: Herr Kirkegaard, hat Deutschland ein Schuldenproblem?<br>\nKirkegaard: Nein, nein, nein!<br>\nSPIEGEL: Was macht Sie da so sicher?<br>\nKirkegaard: Entscheidend daf&uuml;r ist die Frage, ob man sich die Kosten der Kredite leisten kann. Deutschland muss heute zwar etwas h&ouml;here Zinsen auf seine Staatsschulden zahlen als noch vor ein paar Jahren, kann das aber locker verkraften. Die Antwort auf Ihre Frage bleibt deshalb ein uneingeschr&auml;nktes Nein.<br>\nSPIEGEL: Wir fragen, weil sich die Ampelkoalition nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wegen der Schuldenfrage in eine Regierungskrise man&ouml;vriert hat.<br>\nKirkegaard: Wunden, die man sich selbst zugef&uuml;gt hat, sind f&uuml;r Au&szlig;enstehende besonders schwer nachzuvollziehen. Wie auch andere &Ouml;konomen habe ich seit Jahren davor gewarnt, dass die deutsche Schuldenbremse den Test der Zeit nicht bestehen w&uuml;rde. Jetzt haben wir&rsquo;s. Wenn die Bundesregierung das Bundesverfassungsgericht beim Wort nimmt, sind alle Sonderverm&ouml;gen mit Ausnahme der Bundeswehr verfassungswidrig. Das hinterl&auml;sst im Haushalt ein gro&szlig;es Loch.<br>\nSPIEGEL: Die Bundesregierung hat angek&uuml;ndigt, dass sie die Schuldenbremse auch f&uuml;r das Jahr 2023 aussetzen will. Was w&uuml;rde es f&uuml;r die Wirtschaft bedeuten, wenn Deutschland an der Schuldenbremse festh&auml;lt?<br>\nKirkegaard: Wenn man die Schuldenbremse nicht lockert oder frivol einen weiteren Notstand erkl&auml;rt, w&uuml;rde Deutschland schon bald in eine tiefe Rezession schlittern. Das ist einfache Mathematik. Ich wei&szlig; nicht, wie es Ihnen geht. Aber eine Regierungspolitik, die willentlich eine Rezession riskiert, f&auml;nde ich reichlich seltsam, wenn nicht gar verr&uuml;ckt. Von der Signalwirkung f&uuml;r Europa ganz zu schweigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/daenischer-oekonom-ueber-deutschlands-haushalt-die-schuldenbremse-ist-eine-verruecktheit-a-c5a9ed99-19a0-4043-8780-42d9356da11e\">DER SPIEGEL<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Sachverst&auml;ndigenrat mit radikalen Pl&auml;nen gegen Jung und Alt<\/strong><br>\nDas am 7. November vorgelegte Jahresgutachten des Sachverst&auml;ndigenrates (1) konzentriert sich auf die Altersversorgung. Die Vorschl&auml;ge an die Politik sind vielf&auml;ltig und tiefgreifend. Sie sind samt und sonders nicht neu, sondern bereits durch zahlreiche von den Bundesregierungen eingesetzten Sachverst&auml;ndigenkommissionen und Projektgruppen seit Jahren gefordert. Jede dieser Ma&szlig;nahmen w&auml;re ein Angriff auf die sozialen Interessen der Jungen und der Alten in diesem Land. Neu ist die B&uuml;ndelung all dieser Ma&szlig;nahmen mit der Besonderheit abenteuerlicher bis absurder Versprechungen.<br>\nDie &bdquo;erg&auml;nzende Kapitaldeckung&ldquo; schafft das Wunder.<br>\nAuf Seite 350 des Gutachtens wird das Wunder in einer Grafik dargestellt. Wenn ab n&auml;chstem Jahr vier Prozent der Bruttoeinkommen an Kapitalm&auml;rkten angelegt w&uuml;rde, w&uuml;chse das Rentenniveau bis 2080 auf knapp 80 Prozent. Alle anderen Reformoptionen (dazu weiter unten) w&uuml;rden das Rentenniveau deutlich unter 50 Prozent halten. (Basisszenario bedeutet im Folgenden immer, Fortsetzung des jetzigen Rechtstandes).<br>\nDieses Wunder solle nur m&ouml;glich sein, wenn der Beitragssatz zur Rentenversicherung sofort um vier Prozent angehoben w&uuml;rde und die kommenden 40 Jahre bei ca. 24 Prozent bliebe. Der sonst von den gleichen Wissenschaftlern st&auml;ndig behauptete Untergang der deutschen Wirtschaft bei nur wenigen zehntel Prozent Steigerung der Beitr&auml;ge spielt pl&ouml;tzlich keine Rolle mehr.<br>\nDas ist die Quintessenz des Gutachtens: Die &bdquo;erg&auml;nzende Kapitaldeckung&ldquo;, in Klardeutsch: Aktienrente, verspricht in der &bdquo;langen Frist&ldquo; ein Wunder. Das ist den &bdquo;bl&uuml;henden Landschaften&ldquo;, die Helmut Kohl 1990 den Neuen Bundesl&auml;ndern versprach, sehr &auml;hnlich. Eigentlich k&ouml;nnten die Gutachter damit das Kapitel Rentenreform abschlie&szlig;en.<br>\nDas macht der Sachverst&auml;ndigenrat jedoch nicht, denn es gibt noch f&uuml;r die kurze und mittlere Frist einige Ma&szlig;nahmen, welche die Kosten der Altersversorgung deutlich senken k&ouml;nnen.<br>\nJede der Einzelma&szlig;nahmen stellt einen Angriff auf die Interessen der Rentenversicherten dar. Das wird im Folgenden nachgewiesen. Danach folgt eine Darstellung der Auslassungen und Ausblendungen von Fakten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.seniorenaufstand.de\/der-sachverstaendigenrat-mit-radikalen-plaenen-gegen-jung-und-alt\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein wichtiger Beitrag von Reiner Heyse.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eckpunkte f&uuml;r ein souver&auml;nes Europa &ndash; f&uuml;r die strategische Autonomie der EU<\/strong><br>\nDie Souver&auml;nit&auml;t und strategische Autonomie der EU umschlie&szlig;t sowohl die &Ouml;konomie und die mit ihr verbundenen Bereiche wie Wissenschaft und Technik als auch den der Au&szlig;en-\/Sicherheitspolitik. Die nachstehenden Eckpunkte befassen sich im Wesentlichen mit der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik.<br>\nDer europ&auml;ische Kontinent wurde seit Jahrhunderten von Gewalt, Krisen, Kriegen und mehreren Weltkriegen mit ungeheuren Menschenopfern und Zerst&ouml;rungen durchsch&uuml;ttelt. Nach dem II. Weltkrieg sorgten Entspannungs- und Ostpolitik kurze Zeit f&uuml;r Besinnung. Inzwischen droht der Ukraine-Krieg zum Vorboten neuen Unheils zu werden. Erster und oberster Grundsatz einer realistischen Sicherheitspolitik muss die Kriegsverhinderung sein. Es gilt mehr denn je: Der Frieden ist der Ernstfall. Jedes alternative Sicherheitskonzept hat die Kriegsuntauglichkeit der europ&auml;ischen Industriegesellschaften in den Mittelpunkt zu stellen, denn im Falle eines gro&szlig;en konventionell oder atomar gef&uuml;hrten Krieges werden Industrie und &uuml;berlebensnotwendige Infrastrukturen gr&ouml;&szlig;tenteils vernichtet und die Umwelt gro&szlig;fl&auml;chig vergiftet, zerst&ouml;rt und unbewohnbar. In industriell hoch verdichteten und bewohnten Hightech Regionen ist der v&ouml;llige Ausfall von Telekommunikationsnetzen zur leitungsgebundenen und drahtlosen Daten&uuml;bertragung absehbar.<br>\nNach Aufl&ouml;sung des Warschauer Vertragsstaatensystems und dem Entstehen neuer Staaten in Osteuropa bot Wunsch und Willen f&uuml;r ein Gemeinsames Haus Europa einen Moment lang wieder eine der wenigen historischen M&ouml;glichkeiten, endlich und dauerhaft Frieden einkehren zu lassen. Fundament daf&uuml;r bot die Charta von Paris (1990) als grundlegendes internationales Abkommen zur Schaffung einer neuen friedlichen Ordnung in Europa. Europas Interessen liegen objektiv nicht nur in einem friedlichen, kooperativen Miteinander der V&ouml;lker und Staaten auf dem eurasischen Kontinent, sondern auch mit denen Afrikas, Lateinamerikas und Nordamerikas. Nur auf diesem Wege ist der globale Aufbruch in eine multipolare Welt zukunftsf&auml;hig und friedlich m&ouml;glich. Nur so lassen sich Bedrohungslagen verhindern und nicht mehr &ndash; wie oft auch ethnische\/ religi&ouml;se Differenzen &ndash; f&uuml;r Krisen und Kriege instrumentalisieren. Dazu wird es nicht nur zu einer v&ouml;lligen &Auml;nderung der EU-Au&szlig;en- und Au&szlig;enwirtschaftspolitik kommen m&uuml;ssen, sondern auch der von vielen Mitgliedstaaten bis hin zu deren Binnenpolitik. Anders l&auml;sst sich global kein Vertrauen aufbauen.<br>\nDie Entwicklung seit der gescheiterten Umsetzung der Charta von Paris zeigt, dass sie trotz Mitunterzeichnung dem globalen Hegemonieanspruch der USA diametral zuwiderlief (&bdquo;Der unipolare Moment&ldquo;, Krauthammer 1990). Europas Interesse kann nicht verfolgt werden, so lange sich die EU dem amerikanischen unterordnet. Denn &bdquo;Europas Interessen sind andere als die der USA&ldquo; (Klaus v. Dohnanyi). Die Entwicklung seit 1990 mit der NATO-Osterweiterung, der Indo-Pazifik-Strategie, dem NATO-EU Kooperationsabkommen im Januar 2023 mit dem Vorrang der NATO sind schlagende Beweise daf&uuml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/welttrends.de\/eckpunkte-fuer-ein-souveraenes-europa-fuer-die-strategische-autonomie-der-eu\/\">Welt Trends<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein interessanter Text, jedoch einige wenige Bemerkungen zum Inhalt: 1. Das Thema ist ja nicht erst mit Klaus von Dohnanyis Buch aktuell geworden. Es ist ja sozusagen ein Gegenst&uuml;ck oder die Kehrseite zu Feststellungen, wie wir sie auf den NachDenkSeiten 2014 oder 2013 formuliert haben: der Tod kommt aus Amerika. 2. Warum Sie bei der Suche nach der L&ouml;sung des Problems auf die EU kommen, verstehe ich nicht. Das ist doch inzwischen eine ziemlich verkorkste Einrichtung. In der EU zum Beispiel einen Konsens dar&uuml;ber zu erreichen, dass wir eine Zusammenarbeit von Lissabon bis Wladiwostok brauchen, wird ja wohl sehr schwierig sein. Zu viele Mitglieder stehen in Abh&auml;ngigkeit zu den USA. Sie k&ouml;nnen es daran sehen: wie konnte Frau von der Leyen den Job ergattern, den sie zur Zeit hat?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Selenskyjs Parteifreund im Interview: Boris Johnson sagte Ukrainern, sie sollten weiterk&auml;mpfen<\/strong><br>\nDer Ukraine-Krieg h&auml;tte schon wenige Wochen nach dem russischen Einmarsch beendet sein k&ouml;nnen, sagt Selenskyjs Parteikollege Dawyd Arachamija.<br>\nIn einem TV-Interview, das in der Ukraine ausgestrahlt wurde, beleuchtet der Politiker Dawyd Arachamija, Fraktionsvorsitzender von Wolodymyr Selenskyjs Partei &bdquo;Diener des Volkes&ldquo;, die Rolle des britischen Ex-Premiers Boris Johnson beim Scheitern eines Friedensabkommens zwischen Moskau und Kiew im Fr&uuml;hling 2022. Arachamija war der Chefunterh&auml;ndler bei den Friedensgespr&auml;chen in Istanbul, die wenige Wochen nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine im M&auml;rz 2022 stattfanden.<br>\nIn dem Interview sagt er, dass die Russen &bdquo;wirklich fast bis zum letzten Moment gehofft h&auml;tten, dass sie uns zwingen k&ouml;nnten, ein solches Abkommen zu unterzeichnen, damit die Ukraine die Neutralit&auml;t annimmt. Das war das Wichtigste f&uuml;r sie&ldquo;, sagte Arachamija dem ukrainischen Sender 1+1 in dem am Freitag ausgestrahlten Interview. &bdquo;Die Russen waren bereit, den Krieg zu beenden, wenn wir &ndash; wie einst Finnland &ndash; der Neutralit&auml;t zugestimmt und uns verpflichtet h&auml;tten, der Nato nicht beizutreten.&ldquo;<br>\nDie Ukrainska Pravda berichtet, dass laut Arachamija die Ukraine dem Friedensvorschlag nicht zugestimmt h&auml;tte, weil die ukrainische Seite kein Vertrauen in die Russen gehabt h&auml;tte. &bdquo;Um diesem Punkt (der Neutralit&auml;t und dem Verzicht auf einen Nato-Beitritt, Anm. d. Red.) zuzustimmen, muss zun&auml;chst die Verfassung ge&auml;ndert werden. Unser Weg in die Nato ist in der Verfassung festgeschrieben. Zweitens hatte man kein Vertrauen in die Russen (&hellip;). Dies k&ouml;nnte nur geschehen (Einwilligung zur Neutralit&auml;t, Anm. d. Red.), wenn es andere Sicherheitsgarantien geben w&uuml;rde&ldquo;, so der Abgeordnete.<br>\nUnd weiter: &bdquo;Als wir aus Istanbul zur&uuml;ckkamen, kam Boris Johnson nach Kiew und sagte, dass wir &uuml;berhaupt nichts unterschreiben und einfach k&auml;mpfen sollten&ldquo;. Arachamija bestritt jedoch, dass die ukrainische Delegation zur Unterzeichnung des Dokuments bereit gewesen w&auml;re oder dass Johnson Kiew zur Nichtunterzeichnung gedr&auml;ngt h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/boris-johnson-fraktionsvorsitzender-der-selenskyj-partei-ukraine-krieg-haette-2022-beendet-sein-koennen-li.2162278\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Die Strategie der Eind&auml;mmung<\/strong><br>\nIn Deutschland und in den Vereinigten Staaten w&auml;chst der Druck auf Kiew, sich Verhandlungen mit Moskau &uuml;ber einen Waffenstillstand nicht mehr zu verschlie&szlig;en. Die Regierungen beider L&auml;nder streben, wie Ende vergangener Woche berichtet wurde, den &Uuml;bergang zu solchen Verhandlungen an, w&uuml;nschen aber, dass Kiew sie selbst einleitet, ohne &ouml;ffentlich dazu aufgefordert zu werden. Eine Aufforderung g&auml;be die stetige Behauptung des Westens, die Ukraine bestimme eigenst&auml;ndig &uuml;ber ihr Vorgehen, der L&auml;cherlichkeit preis. Der Plan, Gespr&auml;che mit Moskau anzubahnen, tr&auml;gt dem Scheitern nicht nur der Kiewer Gegenoffensive, sondern auch der westlichen Russland-Sanktionen Rechnung: Da es nicht gelingt, den ukrainischen Streitkr&auml;ften zum Sieg auf dem Schlachtfeld zu verhelfen oder Russland &ouml;konomisch niederzuringen, wird von Experten schon seit einiger Zeit der &Uuml;bergang zu einer Politik der Eind&auml;mmung empfohlen. Diese soll den aktuellen milit&auml;rischen Stand einfrieren, ohne ukrainische Gebiete formell an Russland abzutreten. Begleitet werden soll sie von einer massiven Aufr&uuml;stung der NATO. F&uuml;r Deutschland fordern Experten einen &bdquo;Mentalit&auml;tswechsel&ldquo;; Berlin dringt auf &bdquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9416\">German Foreign Policy<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Die Strategie der Eind&auml;mmung (II)<\/strong><br>\nAu&szlig;enministerin Annalena Baerbock hat auf dem gestern zu Ende gegangenen Treffen mit ihren NATO-Amtskollegen eine erneute ukrainische Milit&auml;roffensive in Aussicht gestellt. Man tue &bdquo;alles daf&uuml;r&ldquo;, dass die Ukraine &bdquo;auch im n&auml;chsten Jahr &hellip; D&ouml;rfer und St&auml;dte befreien kann&ldquo;, bekr&auml;ftigte Baerbock in Br&uuml;ssel. W&auml;hrend die Ministerin mit Durchhalteparolen vorpreschte, bezweifeln Milit&auml;rs im NATO-Hauptquartier, dass die ukrainischen Streitkr&auml;fte noch Erfolge gegen die russischen Truppen erzielen k&ouml;nnten: &bdquo;Von einer Gegenoffensive im n&auml;chsten Fr&uuml;hjahr mag niemand sprechen&ldquo;, best&auml;tigt ein Insider. NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg behauptete, die Ukraine habe mit der R&uuml;ckgewinnung von &bdquo;50 Prozent des Territoriums, das Russland besetzt hatte&ldquo;, einen &bdquo;gro&szlig;en Erfolg&ldquo; erzielt &ndash; eine f&uuml;r Kiew gesichtswahrende Umschreibung der gescheiterten Gegenoffensive, die geeignet ist, eine &Uuml;berleitung zum Einfrieren der Front zu begleiten. F&uuml;r den &Uuml;bergang vom Versuch, Russland milit&auml;risch zur&uuml;ckzuschlagen, zu einer Strategie der Eind&auml;mmung sprechen sich erneut US-Experten aus. Kiew k&ouml;nne Sicherheitsgarantien bekommen, hei&szlig;t es &ndash; allerdings nur unverbindliche wie die Philippinen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9420\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ukraine-Krieg: Bittere Realit&auml;t auf den Kampffeldern<\/strong><br>\nDie milit&auml;rische Lage in der Ukraine spitzt sich zu. &Uuml;ber das Medienbild, die K&auml;mpfe, neue Waffen und die Rolle der R&uuml;stungsindustrie. Eine Einsch&auml;tzung des Winterkrieges.<br>\nDer Winter h&auml;lt Einzug &uuml;ber den Kampffeldern der Ukraine, und es k&ouml;nnte der letzte Kriegswinter sein f&uuml;r die Armee Kiews. Die Anzeichen mehren sich, dass der Krieg im Jahre 2024 zu einem Ende kommen k&ouml;nnte.<br>\nDenn die Ukraine verliert in hohem Ma&szlig;e Truppen, Ausr&uuml;stung, internationale Unterst&uuml;tzung und &ndash; und das wiegt vielleicht am schwersten &ndash; sie verliert den Glauben an den Sieg.<br>\nNur langsam h&auml;lt eine realit&auml;tsn&auml;here Berichtserstattung Einzug in die oft geb&uuml;hrenfinanzierten Mainstream-Medien. So schrieb etwa die Tagesschau noch im September im fettgedruckten Anrei&szlig;er:<br>\n&ldquo;Die Angriffe auf der Krim sind verheerend f&uuml;r Russland, erkl&auml;rt der Milit&auml;r&ouml;konom Keupp im Interview. Die Russen h&auml;tten den Angriffen momentan nichts entgegenzusetzen, weil sie logistisch kaum nachk&auml;men.&rdquo;<br>\nIm Interview mit Marcus Keupp hie&szlig; es weiter:\n<blockquote><p>\ntagesschau.de: Sie haben bereits im Fr&uuml;hjahr f&uuml;r den Herbst eine entscheidende Wende und gar ein Ende des Krieges prognostiziert. Bleiben sie dabei?<\/p>\n<p>Keupp: Im M&auml;rz hatte ich gesagt, dass der Krieg im Oktober strategisch verloren sein wird f&uuml;r Russland. Damit war nicht gemeint, dass die Kampfhandlungen aufh&ouml;ren, sondern dass Russland in einer Lage ist, wo es logistisch nicht mehr leistungsf&auml;hig ist und vor der Wahl steht: entweder es zieht die Truppen zur&uuml;ck oder es wird langsam aufgerieben.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist so weit weg von der Realit&auml;t, dass man sich ernstlich Sorgen machen m&ouml;chte um den Zustand der Schweizer Armee, denn der Experte ist in die Ausbildung von Schweizer Offizieren involviert.<br>\nDie Niederlage Russlands ab Oktober: Prognosen und Realit&auml;t<br>\nMarcus Keupp irrlichtert seit Beginn der russischen Intervention in der Ukraine durch die deutschen Medien. Sagte er zu Beginn noch den baldigen wirtschaftlichen Kollaps Russlands voraus, spezialisierte er sich ab etwa Februar dieses Jahres auf die wagemutige Aussage, dass Russland den Krieg ab Oktober verloren haben w&uuml;rde &ndash; eine Aussage, die gut ankam, besonders beim ZDF, bei dem er fortan auch die meiste Facetime bekam.<br>\nAuch bei Welt, Focus, Deutschlandfunk, Die Zeit oder der Frankfurter Rundschau durfte er seine wilden Thesen unters Volk bringen &ndash; die FR wagte in dieser Woche noch ein Keupp-Zitat.<br>\nDoch langsam mischen sich realistischere T&ouml;ne in die halluzinogene Propaganda-Kakophonie, zu gro&szlig; geworden ist das Delta zwischen dem Geschehen an der Front und den wilden F&uuml;hrerbunkerfantasien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ukraine-Krieg-Bittere-Realitaet-auf-den-Kampffeldern-9544149.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Kriegsm&uuml;de Ukrainer: Ohne Begeisterung an die Front<\/strong><br>\nSelenskyj will h&auml;rter gegen B&uuml;rger vorgehen, die sich dem Kriegsdienst gegen Russland entziehen. Hohe Verluste im Kampf m&uuml;ssen ausgeglichen werden. Was die Ukraine gegen Unwillige unternimmt.<br>\nUS-amerikanische Sch&auml;tzungen gehen davon aus, dass rund 70.000 Ukrainer im Krieg gegen Russland bisher gefallen sind. Der neuste, von Selenskyj selbst best&auml;tigte Bericht spricht von knapp 62.000.<br>\nGingen zu Beginn des Krieges noch viele ukrainische Soldaten voller Begeisterung in den Abwehrkampf gegen die russische Invasion, hat sich dieses Bild inzwischen ge&auml;ndert und selbst &auml;u&szlig;erst Ukraine-patriotische deutsche Medien sprechen von einer zunehmenden Kriegsm&uuml;digkeit.<br>\nDieser Umstand und die zahlreichen Gefallenen oder schwer Verwundeten im privaten Umfeld vieler Ukrainer f&uuml;hren dazu, dass immer mehr ukrainische M&auml;nner nicht k&auml;mpfen wollen. Selbst f&uuml;hrende Kiewer Milit&auml;rs geben das zu, wie der Oberbefehlshaber der Streitkr&auml;fte Walerij Saluschnyi in der US-Zeitschrift The Economist.<br>\nEr sieht auch die zunehmend begrenzten M&ouml;glichkeiten, Fronttruppen mit frischen Einheiten auszuwechseln als Motivationshemmschuh. Daran &auml;ndert auch der Kampf mit moderner westlicher Ausr&uuml;stung nichts, wenn sie von abgek&auml;mpften Einheiten dauerhaft bedient werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Kriegsmuede-Ukrainer-Ohne-Begeisterung-an-die-Front-9540111.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schuld ohne S&uuml;hne<\/strong><br>\nIn den sozialen Medien kursiert derzeit ein Video von 2010. Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt und der Historiker Fritz Stern unterhalten sich &uuml;ber Israel und sind sich einig, dass Merkels Satz von der &bdquo;Sicherheit Israels als Teil deutscher Staatsr&auml;son&ldquo; eine nicht zu Ende gedachte deutsche Au&szlig;enpolitik sei. Es gibt noch mehr, was die &auml;lteren Herren in unnachahmlicher Abgekl&auml;rtheit reden: Dass die israelische Politik gegen V&ouml;lkerrecht versto&szlig;e und &bdquo;unmenschlich&ldquo; (Stern) sei, dass Deutschland &bdquo;keine B&uuml;ndnisverpflichtung gegen Israel&ldquo; habe (Schmidt). Beim heutigen Diskussionsstand w&uuml;rde man vermutlich Helmut Schmidt Antisemitismus und Fritz Stern j&uuml;dischen Selbsthass vorwerfen. Vielleicht w&uuml;rde sich sogar der Antisemitismusbeauftragte gen&ouml;tigt sehen, Stellung zu beziehen.<br>\nWas israelischer Politik lange nicht gelungen ist, n&auml;mlich alle J&uuml;dinnen und Juden der Welt auf Israel einzuschw&ouml;ren, egal, welche Politik es betreibt oder ob es sich zusehends in eine Theokratie verwandelt, ist mittlerweile Herzensangelegenheit deutscher Politik geworden. Wer dachte, die K&auml;mpfe um die Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit seien siegreich zu Ende gef&uuml;hrt, der reibt sich die Augen &uuml;ber den Pyrrhussieg, den eine kritische westdeutsche Erinnerungspolitik errungen hat. Die Erinnerungskultur, die sich zusehends nur mit der Vergegenw&auml;rtigung des j&uuml;dischen Leids besch&auml;ftigte, hat mit der &Uuml;bernahme durch die Regierenden mittlerweile jeden kritischen Charakter verloren. Sie schien eigentlich einem weltoffenen, antirassistischen Deutschland die T&uuml;r ge&ouml;ffnet zu haben. Heute aber gibt es in Deutschland einen Konsens bis ins &auml;u&szlig;erte rechte Milieu, dass Antisemitismus vor allen Dingen bei Migrant:innen festzumachen ist. Denken ohne Gel&auml;nder, diese Arendtsche Metapher, beherrschen hingegen nur noch wenige. Was ist passiert? (&hellip;)<br>\nDie Staatsr&auml;son meint heute weit mehr als die Sicherheit Israels. Sie ist mit dem verkn&uuml;pften Antisemitismus-Vorwurf zum zentralen Mittel geworden, Dissens in der Gesellschaft zu delegitimieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.medico.de\/blog\/schuld-ohne-suehne-19312%20\">medico international<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu u.a. auch bzw. erneut:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106511\">Der Begriff &bdquo;Staatsr&auml;son&ldquo; sollte in unseren Beziehungen zum Staat Israel nicht mehr verwendet werden<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105462\">&bdquo;Staatsr&auml;son&ldquo; &ndash; ein schw&uuml;lstiger und bl&ouml;dsinniger Begriff<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50674\">&bdquo;Verehrteste Frau Merkel, Sie sollten auch die Solidarit&auml;t und Freundschaft mit Russland zum Teil der deutschen Staatsraison erkl&auml;ren!&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Aufkaufen, ausbeuten, weiterziehen: Wie Finanzinvestoren die Pflege ausschlachten<\/strong><br>\nFinanzinvestor*innen haben Pflegeeinrichtungen ins Visier genommen. Sie kaufen etwa Pflegeheime auf Pump auf und erh&ouml;hen den Druck, Rendite zu erzielen. Die Immobilien werden ausgegliedert, die Einrichtungen m&uuml;ssen fortan hohe Mieten zahlen. Aurora Li und Jorim Gerrard von der B&uuml;rgerbewegung Finanzwende skizzieren das Vorgehen der Private-Equity-Firmen und zeigen, was die Politik dagegen unternehmen kann. (&hellip;)<br>\nIn j&uuml;ngster Vergangenheit dr&auml;ngen immer mehr Kapitalgeber*innen aus dem Finanzsektor auf den Pflegemarkt. Das mag auf den ersten Blick gut sein, weil dadurch &ouml;ffentliche Kassen entlastet werden. Doch bei genauerem Hinsehen erweist sich die extreme Profitorientierung solcher Investor*innen, vor allem sogenannter Private-Equity-Firmen, schnell als Problem. Die Leidtragenden sind einerseits die Menschen, die gepflegt werden &ndash; und deren Bed&uuml;rfnisse in solchen F&auml;llen nur noch zweitrangig sind. Und andererseits die Besch&auml;ftigten der Pflegeheime, die aufgrund von Profiterwartungen und st&auml;ndiger Insolvenzgefahr immer mehr belastet werden.<br>\nPrivate-Equity-Firmen b&uuml;ndeln das Geld von Dritten in einem Fonds. Dieses Geld legen sie an. Im Gegenzug versprechen sie ihren Geldgeber*innen, das sind zum Beispiel Pensionsfonds oder reiche Privatpersonen, sehr hohe Renditen von bis zu zwanzig Prozent. Um diese Renditen zu erreichen, kaufen sie Unternehmen und trimmen diese darauf, m&ouml;glichst schnell m&ouml;glichst hohe Einnahmen zu erzielen. Davon profitieren allerdings nicht die gekauften Unternehmen, sondern die Private-Equity-Firmen, die einen Gro&szlig;teil der Gelder absch&ouml;pfen &ndash; f&uuml;r ihre eigenen Geldgeber*innen.<br>\nWas die aufgekauften Unternehmen machen, ist f&uuml;r eine Private-Equity-Firma erst einmal egal. Entscheidend ist, dass es Potenzial f&uuml;r Rendite gibt. Egal ist leider h&auml;ufig auch, was die neue Gewinnorientierung f&uuml;r ein Unternehmen genau bedeutet &ndash; und wer darunter leidet. Denn erfolgreiche Private-Equity-Firmen arbeiten mit verschiedenen Tricks, um ihre teils zweistelligen Renditen zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/++co++c0a16d30-5c45-11ee-9dbc-001a4a160123\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie sich Kanzleramtschef und Scholz-Vertrauter Wolfgang Schmidt f&uuml;r eine IT-Firma einspannen lie&szlig;<\/strong><br>\nDer Ex-Eigent&uuml;mer der IT-Sicherheitsfirma Virtual Solution ist wegen Kontakten ins Netzwerk von Wirecard-Vorstand Jan Marsalek in die Schlagzeilen geraten. Neue Akten zeigen, wie der russlandnahe Investor den Scholz-Vertrauten Wolfgang Schmidt f&uuml;r seine Gesch&auml;ftsinteressen einsetzte &ndash; trotz Beschwerden von Beamten.<br>\nEs war Mitte September, als der SPD-Abgeordnete Ralf Stegner von merkw&uuml;rdigen Dingen berichtete. Stegner sa&szlig; in der Talksendung von Micky Beisenherz auf ntv, eines der Themen war die Aff&auml;re um den Rauswurf des BSI-Pr&auml;sidenten Arne Sch&ouml;nbohm. Den Chef der Cyberabwehrbeh&ouml;rde hatte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) schon im Herbst 2022 unter noch immer nicht v&ouml;llig gekl&auml;rten Umst&auml;nden vor die T&uuml;r gesetzt. Die Aff&auml;re verfolgte Faeser bis in den Wahlkampf in Hessen, wo sie eigentlich Ministerpr&auml;sidentin werden wollte.<br>\nIn der Talksendung vier Wochen vor der Hessen-Wahl sprang SPD-Mann Stegner seiner Parteifreundin zur Seite &ndash; gegen die heftige Kritik aus der Union an Faesers Umgang mit Sch&ouml;nbohm. &ldquo;Achten Sie darauf, was sich da noch alles tut&rdquo;, setzte Stegner an und prophezeite: &ldquo;Da gibt es eine Firma Virtual Solution zum Beispiel, da gibt&rsquo;s alle m&ouml;glichen Dinge, die werden noch ans Tageslicht kommen.&rdquo; Auf den Einwand des Moderators, das klinge reichlich nebul&ouml;s, entgegnete Stegner: &ldquo;Da gibt&rsquo;s eine ganze Menge, Wirecard, ehemalige Manager spielen da eine Rolle.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/wolfgang-schmidt--wie-sich-der-kanzleramtschef-fuer-eine-it-firma-einspannen-liess-34229952.html\">stern<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Comeback der Kinderarbeit in den USA: Nach Schulschluss geht&rsquo;s ins K&uuml;hlhaus<\/strong><br>\nArbeitskr&auml;ftemangel und die Migration unbegleiteter Minderj&auml;hriger lassen illegale Kinderarbeit in den USA boomen. Zugleich lockern viele republikanische Bundesstaaten die Schutzvorschriften f&uuml;r legale Arbeit<br>\nEr liebte es, an seinem Auto herumzuschrauben, ging ins Fitnessstudio und h&ouml;rte gerne Musik. Duvan Tomas Perez war ein ganz normaler Jugendlicher in Hattiesburg im S&uuml;den des US-Bundesstaats Mississippi. Seine Lehrer beschrieben den Migrantensohn aus Guatemala als &ldquo;freundlich und flei&szlig;ig&rdquo;. Doch nach Schulschluss am Nachmittag hatte der 16-J&auml;hrige noch einen weiteren Job: Er arbeitete in der &ouml;rtlichen Gefl&uuml;gelfabrik.<br>\nAm 14. Juli kam der Neuntkl&auml;ssler, der auf Fotos tiefschwarze Haare, wache Augen und ein Piercing unter der Lippe hat, nicht nach Hause. Gegen 19.40 Uhr wurde in der Fabrik ein Alarm ausgel&ouml;st: Duvan Tomas Perez war in das F&ouml;rderband einer Maschine geraten und eingeklemmt. Verzweifelt schrie der Jugendliche um Hilfe. Als die Rettungskr&auml;fte eintrafen, konnten sie nur noch seinen Tod feststellen.<br>\nDie Firma gab sich betroffen. Angeblich hatte sie keine Ahnung, dass ein Subunternehmen Minderj&auml;hrige eingestellt hatte, deren Besch&auml;ftigung in gef&auml;hrlichen T&auml;tigkeiten nach US-Bundesrecht ausdr&uuml;cklich verboten ist. &ldquo;Unser Personal ist unser wichtigstes Kapital, und Sicherheit genie&szlig;t bei uns h&ouml;chste Priorit&auml;t&rdquo;, verk&uuml;ndete der Firmenmanager im zynischen PR-Sprech.<br>\nDas Schicksal von Perez ist kein Einzelfall. Kaum zwei Wochen zuvor war in einem S&auml;gewerk in Wisconsin ein ebenfalls 16-J&auml;hriger ums Leben gekommen. Bei der Inspektion der Lagerhalle eines Onlineversenders in Kentucky stie&szlig;en staatliche Ermittler im Oktober auf einen Elf- und einen 13-J&auml;hrigen, die Gabelstapler fuhren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.de\/story\/3000000196781\/comeback-der-kinderarbeit-in-den-usa-nach-schulschluss-gehts-ins-kuehlhaus\">der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>In Gedenken an Henry Kissinger<\/strong><br>\nKissinger, der gro&szlig;e Politiker oder nur ein wichtiger? Albrecht M&uuml;ller, damals leitender Mitarbeiter des SPD-Kanzlers Willy Brandt und seit Jahren Chef der Nachdenkseiten, urteilte vor einiger Zeit: &bdquo;Kissinger ist alles andere als ein ehrenwerter Politiker und Mensch&ldquo;.  Damit widersprach M&uuml;ller der ziemlich unterw&uuml;rfigen Einleitung des ZDF-Journalisten Wulf Schmiese, der ein Interview mit Henry Kissinger mit den Worten angek&uuml;ndigt hatte: &bdquo;Hier ist der wohl ber&uuml;hmteste Ex-Au&szlig;enminister der Welt. Guten Abend Henry Kissinger.&ldquo;  Nun muss man zur Kritik von Albrecht M&uuml;ller wissen, dass Kissinger ein Gegner der Ost-Politik von Willy Brandt war. M&uuml;ller wies k&uuml;rzlich auch darauf hin, dass derselbe Kissinger es bedauert habe, dass Brandt &bdquo;kein vorzeitiges, von einer Kehlkopfoperation verursachtes Ende&ldquo; genommen habe. Dem &bdquo;Spiegel&ldquo; war der Inhalt eines brisanten Telefonats aus dem Jahre 1973 zwischen Nixon und Kissinger zu entnehmen. Demnach habe Kissinger Brandt f&uuml;r naiv gehalten und f&uuml;r einen &bdquo;Trottel&ldquo;. Und doch d&uuml;rfte das Urteil von Schmiese im ZDF-ber&uuml;hmtester Ex-Au&szlig;enminister- nicht g&auml;nzlich umstritten sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-der-republik.de\/in-gedenken-an-henry-kissinger\/\">Blog der Republik<\/a>\n<p>dazu: <strong>Unsere famosen Medien &ndash; ein neues Beispiel: das Interview des ZDF mit Kissinger<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86245%20\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;Er war eine Lichtgestalt&ldquo; &ndash; Wie medialer und politischer Mainstream den Kriegsverbrecher Henry Kissinger in ihren Nachrufen feiern<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107494\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Nachruf auf Henry Kissinger: Der Kriegs-Nobelpreistr&auml;ger<\/strong><br>\nHenry Kissinger war nicht nur ein geschickter Stratege der US-Au&szlig;enpolitik. F&uuml;r die Interessen seines Landes ging er immer wieder &uuml;ber Leichen.<br>\nSie werden ihn preisen: Kissinger, der gewiefte Stratege, der Friedensnobelpreistr&auml;ger, der Staatsmann, der Vermittler in globalen Krisen. Gefragter Interviewpartner von Spiegel bis ZDF, von der FAZ bis zur Zeit, die mit Helmut Schmidt den gr&ouml;&szlig;ten Kissinger-Fan als Herausgeber hatte. Auch Hillary Clinton bewunderte als Pr&auml;sidentschaftskandidatin seine profunden China-Kenntnisse. Bundespr&auml;sident Steinmeier gab anl&auml;sslich dessen 95. Geburtstages Kissinger zu Ehren im Juni 2018 ein Essen im Schloss Bellevue, Friede Springer und Joschka Fischer a&szlig;en mit. Und auch Mathias D&ouml;pfner hing noch im April 2021 f&uuml;r ein gro&szlig;es Welt-Interview an den Lippen des damals bereits fast 98-J&auml;hrigen.<br>\n&bdquo;Er ist doch der Darling des Establishments&ldquo;, sagte einmal der Historiker Howard Zinn. &bdquo;All diese Leute, die ihn zum Dinner eingeladen haben &ndash; die wollen doch nicht sagen, dass sie mit einem Kriegsverbrecher zu Abend gegessen haben.&ldquo; Nur wenige wollten dem Fan-Club nicht angeh&ouml;ren: Der demokratische Pr&auml;sidentschaftsbewerber Bernie Sanders sagte im Februar 2016 in einer Debatte mit Hillary Clinton: &bdquo;Ich bin stolz darauf, sagen zu k&ouml;nnen, dass ich nicht mit Henry Kissinger befreundet war.&ldquo; Denn der sei &bdquo;einer der zerst&ouml;rerischsten Au&szlig;enminister in der j&uuml;ngeren Geschichte&ldquo; der USA gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Nachruf-auf-Henry-Kissinger\/!5977229\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. 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Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107619\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[1,19],"tags":[],"class_list":["post-107619","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-das-kritische-tagebuch","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/107619","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=107619"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/107619\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":107621,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/107619\/revisions\/107621"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=107619"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=107619"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=107619"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}