{"id":107698,"date":"2023-12-04T12:02:59","date_gmt":"2023-12-04T11:02:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107698"},"modified":"2023-12-05T14:31:54","modified_gmt":"2023-12-05T13:31:54","slug":"in-welcher-welt-wollen-wir-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107698","title":{"rendered":"In welcher Welt wollen wir leben?"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Artikel basiert auf einer Rede, gehalten auf der Kundgebung &bdquo;Nie wieder Krieg &ndash; die Waffen nieder&ldquo; vor dem Brandenburger Tor am 25. November 2023. Von <strong>Michael von der Schulenburg<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9948\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-107698-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231205-In-welcher-Welt-wollen-wir-leben-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231205-In-welcher-Welt-wollen-wir-leben-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231205-In-welcher-Welt-wollen-wir-leben-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231205-In-welcher-Welt-wollen-wir-leben-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=107698-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231205-In-welcher-Welt-wollen-wir-leben-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"231205-In-welcher-Welt-wollen-wir-leben-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Wir leben in einer Welt, die zunehmend in den W&uuml;rgegriff von Gewalt und Kriegen geraten ist. Wir m&uuml;ssen uns daher fragen: Wie kommen wir da wieder heraus und in welcher Welt wollen wir denn leben?<\/p><p>Nach Angaben der Vereinten Nationen war 2022 das Jahr mit den meisten, intensivsten und am l&auml;ngsten andauernden kriegerischen Auseinandersetzung in der Welt seit dem Ende des Kalten Krieges &ndash; nach manchen Angaben sogar seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Dieses Jahr wird es noch schlimmer geworden sein und es gibt keine Anzeichen daf&uuml;r, dass sich die Situation wieder beruhigen wird. Im Gegenteil. Mit dem immer weiter sich anheizenden Konflikt der USA mit China um die globale Vormacht k&ouml;nnte die Menschheit vor noch gef&auml;hrlicheren Zeiten stehen. Ohne eine entschiedene Umkehr ist zu bef&uuml;rchten, dass Gewalt und Kriege weltweit erneut zur gr&ouml;&szlig;ten Gef&auml;hrdung der Menschheit f&uuml;hren. <\/p><p><strong>Gewalt bringt keinen Frieden<\/strong><\/p><p>Es hat sich wieder der Irrglaube durchgesetzt, dass Konflikte nur durch Gewalt gel&ouml;st werden k&ouml;nnten, dass wir erst milit&auml;risch siegen, ja, der Gegenseite erst einen vernichtenden Schlag versetzen m&uuml;ssten, um zu einem Frieden zu kommen. In keiner der kriegerischen Auseinandersetzungen gibt es heute ernsthafte diplomatische Bem&uuml;hungen, um die Konflikte, die diesen Kriegen zugrunde liegen, zu l&ouml;sen. <\/p><p>Die Kunst der Diplomatie scheint als Schw&auml;che in Misskredit geraten zu sein. Denn die meisten Kriege haben sich &uuml;ber Jahre, ja, &uuml;ber Jahrzehnte als schwelende Konflikte angedeutet, bevor sie in einer kriegerischen Auseinandersetzung explodiert sind. Ist es erst einmal zum Krieg gekommen, scheinen beide Seiten, oft befeuert und unterst&uuml;tzt von ausl&auml;ndischen Staaten, in einer kompromisslos t&ouml;dlichen Auseinandersetzung zu versinken. Die Au&szlig;enminister der in solchen Konflikten involvierten oder unterst&uuml;tzenden Staaten scheinen heute eher zu Anw&auml;lten milit&auml;rischer Siege geworden zu sein, die Waffenlieferungen und eine Weiterf&uuml;hrung von Kriegen bef&uuml;rworten und nicht als Diplomaten nach friedlichen L&ouml;sungen suchen. Sollten die Interessen eines der st&auml;ndigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates ber&uuml;hrt werden, so wird das ihnen zugestandene Veto nicht als besondere Verantwortung zur Erhaltung des Friedens verstanden, sondern wird zur Waffe einer in Gewalt versinkenden Welt eingesetzt.<\/p><p>Dabei wird das zutiefst Unmoralische mit scheinbar moralischen Argumenten gerechtfertigt. Dazu geh&ouml;rt die Gewalt gegen&uuml;ber Zivilisten, gegen M&uuml;tter und Kinder, Unbeteiligte und gegen Musikveranstaltungen junger Menschen sowie die Zerst&ouml;rungen von ganzen Wohngebieten, Krankenh&auml;usern und Schulen. Wir nennen dies das Recht zur Selbstverteidigung. Das Problem einer solchen Argumentation ist nur, dass auch die Gegenseite sich auf das Recht auf Selbstverteidigung berufen wird. Damit erzeugen wir eine Spirale der Gewalt. Gewalt rechtfertigt Gewalt. Von der Pflicht, eine solche Gewaltspirale durch Bem&uuml;hungen f&uuml;r friedliche L&ouml;sungen zu durchbrechen, zu der wir uns in der UN-Charta verpflichtet haben, ist heute nichts mehr zu h&ouml;ren.<\/p><p>Was die heutige Situation milit&auml;rischer Auseinandersetzungen besonders gef&auml;hrlich macht, ist der v&ouml;llig fahrl&auml;ssige Umgang mit Atomwaffen. Im Ukrainekrieg spielen Atomwaffen zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit in einem hei&szlig;en Krieg eine entscheidende strategische Rolle. Auch im Israel-Pal&auml;stina-Krieg wurde bereits mit dem Einsatz einer Atomwaffe gedroht. Es ist zu hoffen, dass es &bdquo;nur&ldquo; bei Drohungen bleiben wird. Wir d&uuml;rfen aber dar&uuml;ber nicht vergessen, dass die Atomwaffe die Waffe der ultimativen, vielleicht gar der finalen Zerst&ouml;rung ist, die letztlich nicht zwischen Angreifer und Verteidiger und auch nicht zwischen Kriegsparteien und Unbeteiligten unterscheiden wird. Diese Drohungen sind Ausdruck eines Wahnsinns, um jeden Preis siegen zu wollen und zu glauben, man k&ouml;nne nur mit der Eskalation von Gewalt Frieden schaffen. <\/p><p>Wollen wir &ndash; ja, k&ouml;nnen wir &uuml;berhaupt &ndash; in einer Welt leben, in der Gewalt das alles beherrschende Prinzip von Konfliktl&ouml;sungen geworden ist?<\/p><p><strong>Waffen bringen keine Sicherheit<\/strong><\/p><p>Heute wird Sicherheit wieder in der Bewaffnung gesucht. So haben sich die Milit&auml;rbudgets in der Welt seit Ende des Kalten Krieges verdoppelt und sie wachsen noch weiter.<\/p><p>Die exponentiellen Entwicklungen der Waffentechnik haben dazu gef&uuml;hrt, dass Waffensysteme heute alles an Zerst&ouml;rungskraft &uuml;bertreffen, was wir aus der Zeit des Kalten Krieges kennen. Diese Entwicklung schlie&szlig;t die Modernisierung&nbsp;von Atomwaffen, Lasertechnologien, Hyperschallraketensysteme, Tarnkappentechnologie,&nbsp;unbemannte&nbsp;Marschflugk&ouml;rper und Angriffsdrohnen, Roboterkriege, Cyberkriege, Weltallkriege sowie den Einsatz K&uuml;nstlicher Intelligenz ein. <\/p><p>Gleichzeitig sind alle R&uuml;stungskontrollabkommen und vertrauensbildende Ma&szlig;nahmen, die w&auml;hrend oder unmittelbar nach dem Kalten Krieg aufgebaut wurden, entweder aufgek&uuml;ndigt, nicht verl&auml;ngert oder suspendiert worden. Diese Abkommen bildeten ein Sicherheitsnetz, um Waffensysteme zu begrenzen und um Vertrauen aufzubauen. So sollte verhindert werden, dass die mit Nuklearwaffen hochger&uuml;steten Staaten der NATO und des Warschauer Paktes ungewollt in einen alles vernichtenden Krieg hineinrutschen.<\/p><p>Heute ist dieser Wegfall vertrauensbildender Ma&szlig;nahmen besonders gef&auml;hrlich, da moderne Waffentechnik einem Gegner immer k&uuml;rzere Reaktionszeiten auf einen eventuellen Angriff erlaubt. Das erzeugt Unsicherheiten und Misstrauen, und erh&ouml;ht somit die Risiken eines Weltkrieges. Diese Waffensysteme werden uns also nicht sicherer, sondern im Gegenteil die Welt unsicherer machen. Durch die Komplexit&auml;t und Schnelligkeit moderner Waffensysteme werden diese immer mehr durch K&uuml;nstliche Intelligenz gesteuert werden. Der Mensch verliert so immer mehr die Kontrolle &uuml;ber die Entscheidung &uuml;ber Krieg oder Frieden. <\/p><p>Eine Welt, in der wir uns hinter immer st&auml;rkeren Waffen verschanzen und Entscheidungen zunehmend an eine K&uuml;nstliche Intelligenz abtreten, kann doch nicht die Welt sein, in der wir leben wollen. <\/p><p><strong>Frieden muss bei uns anfangen<\/strong><\/p><p>Eine solche Entwicklung w&auml;re nicht m&ouml;glich, wenn Gewalt nicht in unsere K&ouml;pfe eingedrungen und viele unserer Medien und Denkfabriken zu Trommlern der Kriege geworden w&auml;ren. Unsere Informationsbilder sind heute von D&auml;monisierungen, Feindbildern, Schwarz-Wei&szlig;-Sichtweisen, vom Glauben an Siege, ja, von manipulierten bis hin zu falschen Informationen gepr&auml;gt.<\/p><p>In dieser Situation zeigen wir im Westen gerne mit dem Finger auf die Anderen: In unseren Selbstdarstellungen sind nur die Anderen schuld. Sie sind die B&ouml;sen und wir die Guten, die nun wieder einmal gezwungen sind, die wahren Werte der Menschheit mit der Waffe in der Hand zu verteidigen. <strong>Nur, die Realit&auml;t ist leider eine ganz andere:<\/strong><\/p><p>Mit der NATO haben sich westliche Demokratien ein gewaltiges Machtinstrument in der Welt geschaffen. Obwohl die Mitgliedsl&auml;nder der NATO auf kaum mehr als 10 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung kommen, kontrollieren sie beinahe 60 Prozent aller weltweiten Milit&auml;rausgaben. Die F&uuml;hrungsmacht der NATO, die USA, verf&uuml;gen in etwa &uuml;ber 750 Milit&auml;rbasen weltweit. Auch sind NATO-Staaten die gr&ouml;&szlig;ten Waffenh&auml;ndler der Welt; sie sind f&uuml;r 70 Prozent des weltweiten Waffenhandels verantwortlich &ndash; Waffen, die die vielen Kriege erst m&ouml;glich machen. <\/p><p>Es gibt keinen anderen Staatenbund in der Welt, der auch nur ann&auml;hernd &uuml;ber eine vergleichbare Milit&auml;rallianz verf&uuml;gt. Wie aber sehen die &bdquo;restlichen&ldquo; 90 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung eine derartige Konzentration milit&auml;rischer Macht in den H&auml;nden von wenigen Staaten des Nordens?<\/p><p>Im letzten Jahr hat der wissenschaftliche Dienst des US-Kongresses festgestellt, dass seit Ende des Kalten Krieges die USA unter Mitwirkung anderer NATO-Staaten 251-mal milit&auml;risch in anderen L&auml;ndern interveniert haben, und diese Zahl schlie&szlig;t CIA-Operationen oder Proxykriege nicht einmal ein. Diese Milit&auml;rinterventionen werden oft mit der Ausweitung an Demokratie gerechtfertigt. Aber meines Wissens hat keine einzige von ihnen eine Demokratie errichten k&ouml;nnen, sondern sie haben nur Zerst&ouml;rungen, Chaos, Verarmung und unermessliches menschliches Leid hinterlassen.<\/p><p>Es gibt keinen anderen Staat und keinen anderen Staatenbund, der auch nur ann&auml;hernd f&uuml;r so viele Milit&auml;rinterventionen in anderen L&auml;ndern verantwortlich ist.<\/p><p>Die renommierte Brown University hat in diesem Jahr eine Untersuchung des Krieges gegen den Terror seit 2002 vorgelegt und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass dieser Krieg durch seine direkten und indirekten Einwirkungen &uuml;ber 4,5 Millionen Menschen das Leben gekostet und 38 Millionen Menschen zu Fl&uuml;chtlingen gemacht hat. Das hei&szlig;t, dass dieser Krieg mindestens 4 Millionen Zivilisten das Leben gekostet haben muss. Nur schreiben unsere Zeitungen dar&uuml;ber nichts. Nicht einmal im Tod sind wir alle gleich! Das ist Rassismus, denn all diese get&ouml;teten unschuldigen Menschen, die wir gerne verschweigen, lebten in L&auml;ndern des globalen S&uuml;dens.<\/p><p>Es gibt also auch keinen anderen Staat oder andere Staatengruppe, die f&uuml;r so viele zivile Opfer die direkte oder indirekte Verantwortung tr&auml;gt. Wenn wir Frieden wollen, m&uuml;ssen wir uns im Westen zuerst von unserer widersinnigen moralischen &Uuml;berheblichkeit verabschieden. <\/p><p><strong>Lernen, einander zu verstehen<\/strong><\/p><p>Wir m&uuml;ssen also etwas &auml;ndern. Vielleicht braucht das da nicht viel mehr als die Anstrengung, &bdquo;zu verstehen&ldquo;, ja auch gerade einen Konfliktgegner zu verstehen. Es ist sicherlich kein Zufall, dass gerade das Wort &bdquo;Verstehen&ldquo; von Kriegsbef&uuml;rwortern so stark deskreditiert wird. Wie schnell wird man als Russland- oder Putin-Versteher gebrandmarkt.<\/p><p>Aber das Wort &bdquo;Verstehen&ldquo; leitet sich ab von &bdquo;Verstand gebrauchen&ldquo; und vom Wissen, wo der andere steht. Es hat also eine &uuml;beraus positive Bedeutung. Ja, wir m&uuml;ssen die anderen besser verstehen, um dadurch einen Konflikt zu entsch&auml;rfen. Und dazu m&uuml;ssen wir mit ihnen sprechen &ndash; oder wie die <em>Berliner Zeitung<\/em> in ihrem Aufruf gegen Gewalt es forderte, wir m&uuml;ssen miteinander kommunizieren. Den Verstand benutzen, sich mit den Anderen zu verstehen und f&auml;hig zu werden, Frieden zu schlie&szlig;en. Dabei bedeutet Verstehen ganz und gar nicht, die Meinung eines Anderen zu akzeptieren oder gar zu &uuml;bernehmen. Es meint nur, dem Standpunkt der gegnerischen Seite Respekt zu zollen und sich dementsprechend zu verhalten. Der kleine Schritt, den Anderen zu verstehen, zu respektieren, kann zwischen Krieg und Frieden entscheiden. <\/p><p>Und der Rahmen f&uuml;r eine Welt, in der wir uns wechselseitig zu verstehen lernen, ist schon l&auml;ngst abgesteckt mit der UN-Charta, den Allgemeinen Menschenrechten, dem humanit&auml;ren V&ouml;lkerrecht und der Charta von Paris f&uuml;r ein friedliches Europa. Wir brauchen also nicht lange zu suchen.<\/p><p>Bald werden auf unserer Erde, die ja nicht viel mehr als ein winziges Sandkorn im unermesslichen Weltall ist, 10 Milliarden Menschen leben. Das wird zu Konflikten f&uuml;hren &ndash; hervorgerufen durch den Klimawandel, die Armut sowie den Kampf um limitierte Ressourcen, um soziale Gerechtigkeit, um Wasser, um Land und oft nur um das Lebensnotwendigste. <\/p><p>All das kann friedlich gel&ouml;st werden &ndash; wenn wir nur unseren Verstand gebrauchen und es gelingt, trotz aller Unterschiede uns zu verstehen und zusammenzuarbeiten. Mehr Waffen w&uuml;rden uns nur in permanente Kriege verwickeln und im schlimmsten Fall die gesamte Menschheit ausl&ouml;schen. Wir k&ouml;nnen uns also eine Welt, die im Griff der Gewalt ist, gar nicht mehr leisten. <\/p><p>Dabei sollten wir uns an die Pr&auml;ambel der UN-Charta erinnern, die heute noch genauso aktuell und relevant wie vor 78 Jahren ist, als sie angesichts zweier verheerender Weltkriege geschrieben wurde. In der Pr&auml;ambel wendet sie sich an jeden Einzelnen von uns: <\/p><p>Wir, die V&ouml;lker der Vereinten Nationen &ndash; fest entschlossen,&nbsp;<\/p><ul>\n<li>k&uuml;nftige Geschlechter vor der Gei&szlig;el des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid &uuml;ber die Menschheit gebracht hat,<\/li>\n<li>unseren Glauben an die Grundrechte des Menschen, an W&uuml;rde und Wert der menschlichen Pers&ouml;nlichkeit, an die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie von allen Nationen, ob gro&szlig; oder klein, erneut zu bekr&auml;ftigen,<\/li>\n<li>Bedingungen zu schaffen, unter denen Gerechtigkeit und die Achtung vor den Verpflichtungen aus Vertr&auml;gen und anderen Quellen des V&ouml;lkerrechts gewahrt werden k&ouml;nnen,<\/li>\n<li>den sozialen Fortschritt und einen besseren Lebensstandard in gr&ouml;&szlig;erer Freiheit zu f&ouml;rdern, <\/li>\n<\/ul><p>und f&uuml;r diese Zwecke<\/p><ul>\n<li>Duldsamkeit zu &uuml;ben und als gute Nachbarn in Frieden miteinander zu leben,<\/li>\n<li>unsere Kr&auml;fte zu vereinen, um den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren,<\/li>\n<li>Grunds&auml;tze anzunehmen und Verfahren einzuf&uuml;hren, die gew&auml;hrleisten, dass Waffengewalt nur noch im gemeinsamen Interesse angewendet wird, und<\/li>\n<li>internationale Einrichtungen in Anspruch zu nehmen, um den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt aller V&ouml;lker zu f&ouml;rdern [&hellip;]<\/li>\n<\/ul><p><small>Titelbild: dona nobis pacem &ndash; Der Krieg. Otto Dix (gemalt 1929-1932), Detailszene.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/mazanto\/26565571888\">Bild<\/a>: jean louis mazieres,&nbsp;<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-sa\/2.0\/legalcode.en\">CC BY-NC-SA 2.0<\/a><\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel basiert auf einer Rede, gehalten auf der Kundgebung &bdquo;Nie wieder Krieg &ndash; die Waffen nieder&ldquo; vor dem Brandenburger Tor am 25. November 2023. 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