{"id":107727,"date":"2023-12-05T08:45:11","date_gmt":"2023-12-05T07:45:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107727"},"modified":"2023-12-05T12:37:07","modified_gmt":"2023-12-05T11:37:07","slug":"hinweise-des-tages-4498","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107727","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107727#h01\">IW-Firmenumfrage: Deutsche Wirtschaft erwartet f&uuml;r 2024 &raquo;&ouml;konomische Schockstarre&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107727#h02\">CDU will jungen Arbeitslosen B&uuml;rgergeld um &bdquo;50 Prozent oder mehr&ldquo; k&uuml;rzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107727#h03\">Ausgerechnet die Bundesbank will die Schuldenbremse lockern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107727#h04\">Wegen Karlsruher Urteil: Bund stoppt F&ouml;rderprogramme f&uuml;r Klimaschutz-Ma&szlig;nahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107727#h05\">Trotz steigendem Durchschnittsalter: Rentenversicherung gibt Entwarnung bei Renten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107727#h06\">Deutschland, Ukraine und die Nato: &ldquo;Vergessen scheinen die Appelle von Willy Brandt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107727#h07\">Fortsetzung des Krieges in Gaza: Krieg auf Teufel komm raus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107727#h08\">Vor dem R&uuml;stungssturm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107727#h09\">Kampf um Respekt: Brasilien und deutsche Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107727#h10\">Dividenden steigen im n&auml;chsten Jahr auf Rekordh&ouml;he<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107727#h11\">Fernverkehr: Z&uuml;ge der Deutschen Bahn im November nur rund zur H&auml;lfte p&uuml;nktlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107727#h12\">&laquo;Frauen und Kinder als Kollateralschaden&raquo; in Gaza unter Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107727#h13\">KI spart beim Wareneinkauf Discounter reduzieren Spenden f&uuml;r Tafeln<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>IW-Firmenumfrage: Deutsche Wirtschaft erwartet f&uuml;r 2024 &raquo;&ouml;konomische Schockstarre&laquo;<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft steckt in einer tiefen Krise. Und daran wird sich nach Meinung der Unternehmen auch 2024 wenig &auml;ndern, wie eine Umfrage des IW-K&ouml;ln nahelegt.<br>\nDie deutsche Wirtschaft rechnet auch im kommenden Jahr nicht mit einem Aufschwung. Nur 23 Prozent der Unternehmen blicken positiv auf 2024, w&auml;hrend 35 Prozent negative Erwartungen haben, wie aus einer Umfrage des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft unter mehr als 2200 Betrieben hervorgeht. Die Konjunkturumfrage signalisiere damit &raquo;eine Fortsetzung der &ouml;konomischen Schockstarre in Deutschland&laquo;, hei&szlig;t es in der Studie, die der Nachrichtenagentur Reuters am Montag vorlag.<br>\nDie Gesch&auml;ftserwartungen seien auf das Niveau von Herbst 2022 zur&uuml;ckgefallen, das von Energiepreisschocks, hoher Inflation und der Gefahr einer Energiemangellage gepr&auml;gt war. &raquo;Die im Gefolge der russischen Invasion in der Ukraine stark angestiegenen Energiepreise, die damit einhergehende allgemeine Verteuerung, die geopolitischen Verunsicherungen und die deutlich nachlassende Dynamik der Weltwirtschaft erkl&auml;ren den &ouml;konomischen Stillstand hierzulande&laquo;, so die Forscher um IW-Konjunkturchef Michael Gr&ouml;mling.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/deutsche-wirtschaft-erwartet-auch-fuer-2024-oekonomische-schockstarre-a-548927fb-a03d-41ae-a273-b839f0207827\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p>dazu: <strong>Insolvenzwelle rollt<\/strong><br>\nCreditreform-Studie: Immer mehr BRD-Unternehmen illiquide. Linke und BSW fordern staatliche Investitionsprogramme.<br>\nDie BRD rutscht tiefer ins konjunkturelle Loch, zahlreiche Unternehmen sind platt, sprich insolvent. Das belegt die am Montag ver&ouml;ffentlichte Insolvenzstudie der Auskunftei Creditreform. Demnach stieg die Zahl illiquider Firmen 2023 rasant: von 14.660 F&auml;llen im vergangenen Jahr auf 18.100. Ein Plus von 23,5 Prozent. &raquo;Immer mehr Unternehmen brechen unter den Dauerbelastungen der hohen Energiepreise und der Zinswende zusammen&laquo;, wurde Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform-Wirtschaftsforschung, gleichentags in einer Mitteilung zitiert. Bereits im Vorjahr habe der &raquo;Insolvenztrend&laquo; nach elf Jahren r&uuml;ckl&auml;ufiger Zahlen gedreht. Die Prognose bleibt Hantzsch zufolge d&uuml;ster: Es werde aufgrund des aktuellen &raquo;wirtschaftspolitischen Schlingerkurses&laquo; auch in den kommenden Monaten deutlich mehr zahlungsunf&auml;hige Betriebe geben. Die hohen Fallzahlen h&auml;tten sich gewisserma&szlig;en normalisiert. Zumal &raquo;Sondereffekte&laquo; aus der Coronakrise, etwa Finanzmittel aus staatlichen Hilfsfonds, l&auml;ngst verpufft seien. Ferner sind Erm&uuml;dungserscheinungen branchen&uuml;bergreifend stark sp&uuml;rbar. Nun insolvente Unternehmen &raquo;h&auml;tten jahrelang gegen multiple Krisen wie Corona, Inflation und Fachkr&auml;ftemangel angek&auml;mpft&laquo;, so die Studienmacher. Pointierter wird Christian Leye. Haushaltsdebakel und Regierungsdesaster der Ampelkoalition versch&auml;rften die Krise, so der Bundestagsabgeordnete aus Duisburg und stellvertretende Vorsitzende des Vereins BSW (&raquo;B&uuml;ndnis Sahra Wagenknecht&laquo;) am Montag zu jW. &raquo;Wir stecken in einer Abw&auml;rtsspirale.&laquo; (&hellip;) Es sind nicht alle Wirtschaftszweige gleicherma&szlig;en betroffen. Bei Gro&szlig;firmen mit mehr als 250 Besch&auml;ftigten lagen die Fallzahlen um 50 Prozent &uuml;ber dem Vorjahreswert. Die Promis unter den Bankrotteuren im Handel: Peek &amp; Cloppenburg und Real GmbH. Getoppt durch Big Player im Baugewerbe. Vorneweg die ruinierte Signa Real Estate Germany bzw. die Signa-Holding von Haupteigner und Immohai Ren&eacute; Benko. Das Scheitern pomp&ouml;ser Milliardenprojekte in renommierten deutschen Innenstadtlagen d&uuml;rfte &raquo;gewaltige Folgen f&uuml;r Mitarbeiter, Auftragnehmer und Gl&auml;ubiger haben&laquo;, hei&szlig;t es seitens Credit&shy;reform.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/464593.krisenkapitalismus-insolvenzwelle-rollt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>CDU will jungen Arbeitslosen B&uuml;rgergeld um &bdquo;50 Prozent oder mehr&ldquo; k&uuml;rzen<\/strong><br>\nDie CDU, aber auch die FDP fordern eine Neubewertung des B&uuml;rgergelds. Die Liberalen m&ouml;chten die anstehende Erh&ouml;hung ab Januar 2024 absagen, die Union beabsichtigt, junge Erwerbslose st&auml;rker einzubeziehen und CSU-Ministerpr&auml;sident S&ouml;der hat noch eine ganz andere Idee. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Es kann doch nicht sein, dass wir 600.000 junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren haben, die weder arbeiten noch in Ausbildung sind&ldquo;, sagte Generalsekret&auml;r Carsten Linnemann dem Berliner &bdquo;Tagesspiegel&ldquo;. &bdquo;Wer gerade in jungen Jahren arbeiten k&ouml;nnte, es aber bewusst nicht tut und das System ausnutzt, m&uuml;sste statt mit einer 30-prozentigen K&uuml;rzung mit 50 Prozent oder mehr rechnen.&ldquo;<br>\nDie Partei stelle die entsprechenden Verfassungsgerichtsurteile zum menschenw&uuml;rdigen Existenzminimum &bdquo;nicht in Abrede&ldquo;, sagte Linnemann weiter. Man sei aber bereits im Gespr&auml;ch mit Verfassungsrechtlern dar&uuml;ber, die solch versch&auml;rfte Sanktionen &bdquo;gerade bei J&uuml;ngeren f&uuml;r m&ouml;glich halten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article248854712\/Linnemann-Vorstoss-CDU-will-jungen-Arbeitslosen-Buergergeld-um-50-Prozent-oder-mehr-kuerzen.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Und man kann sich vorstellen, was diese Verfassungsrechtler, mit denen Herr Linnemann im Gespr&auml;ch ist, wohl gesagt haben. Da es Jahre gedauert hat, bis die Sanktionsregel bei Hartz IV in Teilen f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt wurde, ohne r&uuml;ckwirkend f&uuml;r einen Ausgleich zu sorgen, k&ouml;nnte man das einfach noch einmal machen. Denn die Sanktionspraxis f&uuml;r unter 25-J&auml;hrige hatte das Gericht ja damals gar nicht gepr&uuml;ft oder beanstandet. Und nach dem j&uuml;ngsten Urteil haben Union und FDP wohl den Eindruck, dass den Verfassungsh&uuml;tern die Schuldenbremse wichtiger ist als die Sicherung des Existenzminimums. Doch zur geforderten R&uuml;cknahme der beschlossenen Erh&ouml;hung beim B&uuml;rgergeld w&auml;re noch zu sagen, dass diese in Zusammenhang mit der Anhebung des Grundfreibetrags bei der Einkommensteuer steht. Das eine geht nicht ohne das andere, das gebietet auch die Verfassung und das daf&uuml;r zust&auml;ndige Gericht. Au&szlig;erdem ist die beschlossene Anpassung des B&uuml;rgergeldes <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kommentar-buergergeld-cdu-absurd-100.html\">mit dem Segen von Union sowie der FDP erfolgt<\/a>, nachdem &uuml;ber das Druckmittel Bundesrat bereits &Auml;nderungen durchgesetzt worden sind. Vielleicht w&auml;re es daher auch eine gute Idee, das Einkommen von Generalsekret&auml;ren drastisch zu k&uuml;rzen. Das tr&auml;gt zwar &uuml;berhaupt nichts zur L&ouml;sung der Haushaltskrise bei, w&auml;re aber angesichts der zur Schau gestellten Bl&ouml;dheit als symbolischer Beitrag durchaus angemessen. <\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Sozialausgaben k&uuml;rzen? Wirtschaftsweiser erkl&auml;rt, warum er das f&uuml;r eine schlechte Idee h&auml;lt<\/strong><br>\nIn der Haushaltskrise &uuml;berschlagen sich die Forderungen nach K&uuml;rzungen bei den Sozialausgaben. F&uuml;r den Wirtschaftsweisen Achim Truger w&auml;re das der falsche Weg.<br>\nHerr Truger, 17 Milliarden fehlen im Haushalt 2024, sagt Finanzminister Lindner. Wo soll die Regierung die am besten einsparen?<br>\nDas ist die falsche Diskussion. Das Geld, das durch das Urteil aus Karlsruhe in den n&auml;chsten Jahren nicht mehr zur Verf&uuml;gung steht, war f&uuml;r kreditfinanzierte Investitionen gedacht. Die finanziert die Ampel am besten, indem sie einen Weg findet, wie sie Kredite daf&uuml;r aufnehmen kann. Ich denke an eine Reform der Schuldenbremse oder eine Art &ldquo;Klimasonderverm&ouml;gen&rdquo;. &Auml;hnlich wie es bereits das Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Bundeswehr gibt, das mit den Stimmen der Union im Grundgesetz verankert wurde.<br>\nDas w&auml;re wohl auch SPD und Gr&uuml;nen am liebsten. Aber diesmal sperrt sich die Union. Und auch die FDP will, dass die Ampel mit dem vorhandenen Geld besser haush&auml;lt.<br>\nWenn die Regierung Geld einsparen will, sollte sie auf die klimasch&auml;dlichen Subventionen schauen. Deren Abschaffung ist im Koalitionsvertrag bereits angek&uuml;ndigt. K&uuml;rzt die Ampel aber tats&auml;chlich bei den Sozialausgaben, wie das einige nun fordern, f&uuml;hrt das nicht nur zu ernsten sozialen Problemen, es w&auml;re zudem schlecht f&uuml;r die Wirtschaft.<br>\nDas m&uuml;ssen Sie erkl&auml;ren.<br>\nDie Finanzpolitik f&uuml;r das kommende Jahr war ohnehin schon restriktiv ausgerichtet. Wenn man nun im sozialen Bereich k&uuml;rzt, setzt man einen zus&auml;tzlichen restriktiven Impuls. Dadurch wird es wahrscheinlicher, dass die Regierung die Wirtschaft in eine Rezession st&uuml;rzt. Wir brauchen Investitionen in der H&ouml;he, wie sie der Klima- und Transformationsfonds und der Wirtschaftsstabilisierungsfonds vorsahen. Wenn die wegfallen, sinkt das Wirtschaftswachstum um 0,9 Prozentpunkte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/oekonom-achim-truger-erklaert--warum-er-gegen-sparen-beim-sozialen-ist-34250332.html\">stern<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Zahladvent im Kanzleramt<\/strong><br>\nKoalition ber&auml;t &uuml;ber Lastenabw&auml;lzung. K&uuml;rzungen vor allem beim &raquo;B&uuml;rgergeld&laquo; gefordert.<br>\nDie Steuereinnahmen von Bund, L&auml;ndern und Kommunen sollen 2024 nach Sch&auml;tzungen erstmals knapp eine Billion Euro erreichen &ndash; die weitgehend selbstfabrizierte Inflation macht den Rekord m&ouml;glich. Die Teuerung frisst kleine Einkommen auf und m&auml;stet gro&szlig;e Verm&ouml;gen, erf&uuml;llt also ihren Zweck &ndash; Umverteilung von unten nach oben. Staatliche Extraschr&ouml;pfungen sind fast &uuml;berfl&uuml;ssig. Nach Auskunft von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) sind aber in seinem 2024er Etat, f&uuml;r den er im September 446 Milliarden Euro veranschlagte, 17 Milliarden Euro nicht gedeckt. Wegen dieser fehlenden etwa 0,17 Prozent des Gesamtsteueraufkommens herrscht angeblich im Regierungslager Hektik. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) flog vorfristig von der Weltklimakonferenz in Dubai nach Berlin zur&uuml;ck und tagte am Sonntag im Kanzleramt mit Wirtschaftsminister Robert Habeck (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) und Lindner. Habeck verzichtete am Montag auf eine geplante Reise zur Tagung in Dubai, weil Scholz ihn darum gebeten haben soll. Am Montag abend tagte die Dreierrunde erneut beim Kanzler. Debattendetails wurden tags&uuml;ber nach au&szlig;en getragen, der hauptst&auml;dtische Pressetross phantasiert bereits den Bruch der Koalition aus SPD, Gr&uuml;nen und FDP herbei. Daran ist angesichts der katastrophalen Umfragewerte gegenw&auml;rtig keine der drei Parteien interessiert. Vor allem die FDP nutzt aber die Gelegenheit, sich vorm marktradikalen deutschen W&auml;chterrat aus &Ouml;konomen, Boulevard- und Wirtschaftspresse sowie der Haudraufkapitalfraktion in CDU, CSU und AfD als Anf&uuml;hrer aller Antisozialen zu inszenieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/464574.haushaltsdebatte-zahladvent-im-kanzleramt.html%20\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Debatte um Sozialhilfe: Wenn das B&uuml;rgergeld gek&uuml;rzt wird, sinken auch Renten und L&ouml;hne<\/strong><br>\nIn der Diskussion um den Bundeshaushalt 2024 pl&auml;diert CDU-Chef Friedrich Merz f&uuml;r eine geringere Erh&ouml;hung des B&uuml;rgergeldes. Doch Arbeitsminister Heil kontert, er setze nur Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts um. L&auml;sst sich das B&uuml;rgergeld k&uuml;rzen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/finanzen_news_armut_in_deutschland\/debatte-um-sozialhilfe-wenn-das-buergergeld-gekuerzt-wird-sinken-auch-renten-und-loehne_id_256197866.html\">Focus Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Alle Arbeitnehmer, die sich jetzt im sinnlosen Sozialneid auf B&uuml;rgergeldbezieher ergehen, sollten genau daran denken, dass ihnen eine B&uuml;rgergeldk&uuml;rzung (bzw. die Verhinderung der geplanten Erh&ouml;hung der S&auml;tze zum 1.1.2024) nicht nur kein bisschen mehr Lohn bringt, sondern sogar ihren eigenen Lohn und die eigene Rente senkt. Hinzu k&auml;me sicher noch mehr Druck auf die L&ouml;hne seitens der Arbeitgeber, weil es dann ja immer Arbeitslose gibt, die noch weniger haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ausgerechnet die Bundesbank will die Schuldenbremse lockern<\/strong><br>\nDie als Hort der Stabilit&auml;t bekannte Bundesbank wirbt jetzt f&uuml;r eine Reform der Schuldenbremse. Wie soll aus ihrer Sicht ein anderes Verfahren zur Konjunkturbereinigung aussehen?<br>\nEs ist ein etwas sperriger Satz, aber er hat es in sich. &bdquo;Insgesamt scheint es stabilit&auml;tspolitisch vertretbar, den nun wieder erheblich gest&auml;rkten Anker der regul&auml;ren Kreditgrenze moderat zu verlagern und damit den Kreditrahmen auszuweiten&ldquo;, schreibt die Deutsche Bundesbank in ihrem Monatsbericht f&uuml;r November. Den Kreditrahmen ausweiten?<br>\nEs geht um Deutschlands Schuldenbremse. Eine &Auml;nderung bei dieser soll dem Bund eine gr&ouml;&szlig;ere Kreditaufnahme erm&ouml;glichen. Es ist die Antwort der Bundesbank auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die Haushaltspolitik der Bundesregierung zu kippen, was diese in akute Finanzn&ouml;te gebracht und eine Debatte &uuml;ber eine Lockerung der Schuldenbremse ausgel&ouml;st hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/schuldenbremse-ausgerechnet-die-bundesbank-wirbt-fuer-lockerung-19357818.html%20\">FAZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>Das bedeutet das Karlsruher Urteil f&uuml;r Europas Kapitalmarkt<\/strong><br>\nDas Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Schuldenbremse hat nicht nur im Inland ernsthafte Konsequenzen, sondern es sendet auch eine mehrdeutige Botschaft an die Kapitalm&auml;rkte. Wobei das nicht den Richtern in Karlsruhe anzulasten ist, sondern den Politikern, die die Schuldenbremse erfunden haben.<br>\nDie Kernbotschaft an die Kapitalm&auml;rkte: Deutschland ist das Einhalten von selbst geschaffenen Beschr&auml;nkungen so wichtig, dass man sogar eine weitere Schw&auml;chung der Wirtschaft in Kauf nimmt, die ohnehin kaum noch zulegt. Nach Meinung vieler &Ouml;konomen ist das ein Fehler.<br>\nUnd tats&auml;chlich kann ja auch ein schwaches Wachstum die relative Staatsverschuldung im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) noch steigern, und genau diese Kennzahl steht ja meist im Vordergrund bei der Diskussion &uuml;ber die Schuldentragf&auml;higkeit und die geltenden Regeln im Euro-Raum dazu. Auf der anderen Seite d&uuml;rfte aber die Hartn&auml;ckigkeit, mit der Schuldenbegrenzung bei uns betrieben wird, trotz einigem Kopfsch&uuml;tteln letztlich die Bonit&auml;t Deutschlands st&auml;rken, weil es dabei auf die Glaubw&uuml;rdigkeit der Politik ankommt, die Finanzen unter Kontrolle zu halten.<br>\nEin wichtiger Aspekt also: Das Urteil st&auml;rkt die Bonit&auml;t. Hinzu kommt aber, dass Deutschland weniger Anleihen begeben wird. Weil wir als das sicherste gr&ouml;&szlig;ere Land im Euro-Raum gelten, versch&auml;rft das ein bekanntes Problem: den Mangel an sicheren Anlagen in unserem W&auml;hrungsraum.<br>\nDas ist keine gute Nachricht f&uuml;r den europ&auml;ischen Kapitalmarkt. Sein Fundament ist zu schmal, was gerade Gro&szlig;anlegern nicht gefallen d&uuml;rfte. Immerhin aber: Die Knappheit deutscher Anleihen tr&auml;gt zu niedrigen Renditen bei, weil die Investoren sich mit wenig zufriedengeben m&uuml;ssen: Das freut den Finanzminister.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kommentare\/kommentar-was-das-karlsruher-urteil-fuer-europas-kapitalmarkt-bedeutet-02\/100001657.html%20\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Inzwischen fordern die Wirtschaftszeitungen ganz offen die Abschaffung der Schuldenbremse, weil sie die Wirtschaft so enorm sch&auml;digt &ndash; nur die FDP, die Union und die AfD bleiben taub und dumm und ruinieren damit unsere Wirtschaft vors&auml;tzlich und mit voller Absicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wegen Karlsruher Urteil: Bund stoppt F&ouml;rderprogramme f&uuml;r Klimaschutz-Ma&szlig;nahmen<\/strong><br>\nInfolge des Verfassungsgerichtsurteils zum Haushalt hat die Bundesregierung neun F&ouml;rderprojekte gestoppt, die bislang aus dem Klima- und Transformationsfonds bezahlt wurden. Wie das zust&auml;ndige Bundesamt f&uuml;r Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mitteilte, ist unter anderem das Aufbauprogramm W&auml;rmepumpe auf Eis gelegt. [&hellip;]<br>\nDer Bundesfinanzminister bezeichnete die Einhaltung der Schuldenbremse und den Verzicht auf Steuererh&ouml;hungen als rote Linien f&uuml;r eine weitere Regierungsbeteiligung der FDP. Bei absoluten Grund&uuml;berzeugungen werde er nicht wackeln, sagte der Parteivorsitzende in einem Interview mit &bdquo;The Pioneer&ldquo;. Die Ampel-Parteien ringen derzeit um den Haushalt 2024.<br>\nDie Leitplanken f&uuml;r die Regierungsbeteiligung der FDP seien immer gewesen, dass der Schuldenstand in Deutschland sinken m&uuml;sse und dass die Steuerbelastung der B&uuml;rger nicht steigen d&uuml;rfe, betonte Lindner.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bund-stoppt-foerderprogramme-fuer-klimaschutz-massnahmen-104.html\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Beide rote Linien haben Lindner und seine FDP schon &uuml;berschritten. Die Mehrwertsteuer in der Gastronomie wird zum Jahreswechsel erh&ouml;ht und der Schuldenstand gemessen am BIP wird steigen, wenn die Wirtschaft wie derzeit prognostiziert schrumpft. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Trotz steigendem Durchschnittsalter: Rentenversicherung gibt Entwarnung bei Renten<\/strong><br>\nDie Rentner in Deutschland werden im Schnitt immer &auml;lter. Dieser Umstand belastet das Rentensystem seit langem. Nun hat die Rentenversicherung aber positive Nachrichten. Denn in der nahen Zukunft wird sich dieser Trend nicht so stark versch&auml;rfen, wie bislang bef&uuml;rchtet.<br>\nDie Deutsche Rentenversicherung (DRV) hat trotz des steigenden Durchschnittsalters im Land Entwarnung bei Finanzierung der Rente gegeben. &ldquo;In den n&auml;chsten Jahren wird die demografische Belastung deutlich weniger zunehmen als bisher erwartet&rdquo;, sagte DRV-Pr&auml;sidentin Gundula Ro&szlig;bach der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung (Montag).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gmx.net\/magazine\/wirtschaft\/trotz-steigendem-durchschnittsalter-rentenversicherung-entwarnung-renten-38932572\">GMX<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutschland, Ukraine und die Nato: &ldquo;Vergessen scheinen die Appelle von Willy Brandt&rdquo;<\/strong><br>\nEkkehard Lentz engagierte sich langem f&uuml;r Frieden. Zuletzt erlebte er ein Revival der Bewegung. Inmitten neuer Planungen verstarb er. Hier sein letztes Interview.<br>\n&ldquo;Sch&auml;mt Euch!&rdquo;, schallte es den Besuchern des Kongresses &ldquo;Ohne Nato leben &ndash; Ideen zum Frieden&rdquo; entgegen, als sie an einem Sonnabend Ende Mai 2022 versuchten, den Veranstaltungsort durch den Hintereingang der Berliner Humboldt-Universit&auml;t zu betreten.<br>\nEin zahlenm&auml;&szlig;ig &uuml;berschaubares H&auml;uflein hatte sich dort versammelt, angef&uuml;hrt von einem Mann bekleidet wie Paramilit&auml;r, inklusive einer Banderole in den Farben der ukrainischen Fahne um den Oberarm. Er versuchte, Journalisten den Weg zur Veranstaltung abzuschneiden.<br>\nNur wenige Meter entfernt stand Ekkehard Lentz, beobachtete das Treiben und griff sch&uuml;tzend ein, wenn einige der G&auml;ste des Kongresses zu sehr bel&auml;stigt wurden. Lentz &auml;u&szlig;erte sich optimistisch zur Zukunft der Friedensbewegung, f&uuml;r die er sich schon seit seiner Jugend in den fr&uuml;hen 1970er-Jahren engagierte.<br>\nIn Bremen, jener Hansestadt mit ihren ausgepr&auml;gten linken Milieus, wurde er sozialisiert und politisiert. Diese Pr&auml;gung blieb auch sein Leitmotiv. Wir unterhielten uns eine Weile an diesem Tag und blieben danach im Kontakt, tauschten uns regelm&auml;&szlig;ig in den sozialen Netzwerken aus.<br>\nAls im Oktober dieses Jahres mein neues Buch erschien, lud mich Ekkehard Lentz zu einer Lesung nach Bremen ein, eine Einladung, die ich gerne annahm.<br>\nWir bummelten an diesem Tag durch die Stadt und Ekkehardt Lentz erz&auml;hlte mir von seinem Leben, politisch und privat.<br>\nAls Motivation f&uuml;r sein Engagement nannte er den Glauben, dass es im Leben darum gehe, sein Menschsein voll auszusch&ouml;pfen, eine Person zu werden, die mit sich im Reinen ist und ein erf&uuml;lltes Leben f&uuml;hrt. Manchmal, so sagte er mir, kam er sich in den letzten Jahren wie ein politisches Fossil vor, doch gerade im Moment nahm er zur Kenntnis, dass das Thema Krieg und Frieden den Menschen auf den N&auml;geln brennt und auch wieder mehr junge Menschen zu besch&auml;ftigen beginnt.<br>\nKurze Zeit sp&auml;ter berichtete er mir davon, dass die Stadt Bremen den Link zum Friedensforum von ihrer Website entfernt hatte. Dieses Vorgehen emp&ouml;rte Lentz, denn die L&ouml;schung erfolgte ohne jede Vorabinformation. In einer Stellungnahme schrieb er, in seiner Funktion als Sprecher des Friedensforums, obwohl das in der Bremer Gesellschaft bekannte Bremer Friedensforum bereits seit zwei Jahrzehnten mit einem Eintrag bei Bremen.de vertreten war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Deutschland-Ukraine-und-die-Nato-Vergessen-scheinen-die-Appelle-von-Willy-Brandt-9547787.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fortsetzung des Krieges in Gaza: Krieg auf Teufel komm raus<\/strong><br>\nIsraels Kriegsf&uuml;hrung ist eine Katastrophe. Um die Gewaltspirale zu brechen, sollte die internationale Staatengemeinschaft Gaza &uuml;bernehmen.<br>\nDie Feuerpause zwischen Israel und Hamas ist beendet, die zweite Kriegsphase hat begonnen. Sie d&uuml;rfte noch t&ouml;dlicher werden als die erste, die schon verheerend war. Nachdem der Norden des Gazastreifens weitgehend dem Erdboden gleichgemacht wurde, ist jetzt der S&uuml;den an der Reihe.<br>\nViele Pal&auml;stinenser flohen auf Aufforderung Israels dorthin, jetzt kommt der Krieg hinterher &ndash; im Namen des von Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanjahu formulierten Kriegsziels des &bdquo;totalen Sieges&ldquo; und der &bdquo;Ausl&ouml;schung&ldquo; der Hamas, die von radikalen Kr&auml;ften in Israel pauschal mit Gazas Bev&ouml;lkerung gleichgesetzt wird.<br>\nIsraelische Medien haben berichtet, wie die Armee hohe zivile Opferzahlen bewusst in Kauf nimmt und wie Politiker &uuml;ber eine &bdquo;Ausd&uuml;nnung&ldquo; der Bev&ouml;lkerung Gazas auf das &bdquo;minimale Niveau&ldquo; diskutieren. Ist das ethnische S&auml;uberung? Ab wann wird daraus Genozid? Wie viele Menschen in Gaza sollen noch sterben, bevor Netanjahus Kriegsziele als erf&uuml;llt gelten k&ouml;nnen?<br>\nDiese Fragen zu stellen, ist keine Parteinahme f&uuml;r die Hamas und ihren v&ouml;lkerm&ouml;rderischen Angriff auf Israel am 7. Oktober. Es ist eine Parteinahme f&uuml;r die Menschen &ndash; und f&uuml;r einen Frieden, der funktioniert.<br>\nDenn selbst wenn die Hamas &bdquo;ausgel&ouml;scht&ldquo; w&auml;re &ndash; solange es noch Pal&auml;stinenser gibt, gibt es pal&auml;stinensischen Nationalismus und den Wunsch nach Freiheit, und je mehr Kinder in Gaza sterben, desto st&auml;rker wird der Ruf nach Rache und damit die Bedrohung f&uuml;r Israels Bev&ouml;lkerung, die f&uuml;r radikale pal&auml;stinensische Kr&auml;fte als legitimes Angriffsziel gilt. Netanjahus Krieg bedroht langfristig auch Israel selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Fortsetzung-des-Krieges-in-Gaza\/!5973809\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Angesichts so vieler Netanjahu-freundlicher Artikel, die das Gemetzel im Gazastreifen nach den Hamas-Morden am 7. Oktober f&uuml;r v&ouml;llig gerechtfertigt halten, ein erfreulich israelkritischer Artikel. Und der Autor verwendet sogar die Worte &ldquo;ethnische S&auml;uberung&rdquo; und &ldquo;Genozid&rdquo;; soweit wird es nicht kommen, aber dass f&uuml;r Netanjahu &ndash; und leider auch viele Israelis &ndash; Pal&auml;stinenser weniger wert sind und &ldquo;eliminiert&rdquo; geh&ouml;ren, ist leider Fakt. Die israelische Kriegsf&uuml;hrung gegen Abertausende Zivilisten im Gazastreifen ist unmenschlich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Vor dem R&uuml;stungssturm<\/strong><br>\nDer globalen R&uuml;stungsindustrie, darunter deutsche Konzerne, steht nach einem vergleichsweise schwachen Jahr 2022 ein gewaltiger Boom bevor. Dies geht aus dem j&uuml;ngsten Bericht des Stockholmer Forschungsinstituts SIPRI zu den 100 gr&ouml;&szlig;ten R&uuml;stungsunternehmen weltweit hervor. Laut dem gestern publizierten Bericht ging der Umsatz der 100 R&uuml;stungsgiganten im vergangenen Jahr trotz des Ukraine-Krieges um 3,5 Prozent zur&uuml;ck. Ursache waren einerseits Sp&auml;tfolgen der Covid-19-Pandemie, andererseits die Tatsache, dass Auftr&auml;ge, die seit Kriegsbeginn eingingen, weitgehend erst seit diesem Jahr abgearbeitet werden und sich erst in den n&auml;chsten Jahren in massiv steigenden Ums&auml;tzen niederschlagen. Ein Beispiel bietet der D&uuml;sseldorfer Rheinmetall-Konzern, der den Umsatz in diesem Jahr um 15 Prozent oder mehr steigern und 2026 einen Umsatz von 13 bis 14 Milliarden Euro erreichen will &ndash; fast doppelt so viel wie 2023. Dabei zeigt der SIPRI-Bericht auch, dass neue Konkurrenz f&uuml;r die alte westeurop&auml;ische R&uuml;stungsindustrie erw&auml;chst. So steigt der polnische Konzern PGZ auf, der davon profitiert, dass Polen Europas gr&ouml;&szlig;te Landstreitkr&auml;fte aufbauen will. Vor allem t&uuml;rkische R&uuml;stungskonzerne boomen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9426\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kampf um Respekt: Brasilien und deutsche Wirtschaft<\/strong><br>\nDer Ort war Programm: Im &raquo;Haus der Deutschen Wirtschaft&laquo; lie&szlig;en Kanzler Scholz und Pr&auml;sident Lula die deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen am Montag ausklingen, im Beisein ihrer Wirtschaftsminister und zahlreicher Vertreter von allerlei Unternehmen. Scholz will den weiteren deutschen Abstieg verhindern. Noch vor 20 Jahren lieferte die deutsche Industrie zehn Prozent aller brasilianischen Importe, heute sind es nur noch f&uuml;nf Prozent, und eine Wende ist nicht in Sicht. Lula wiederum orientiert mit ganzer Kraft auf eine multipolare Welt. Er sucht wie schon w&auml;hrend seiner ersten beiden Amtszeiten den Handel mit Afrika auszuweiten &ndash; vor allem mit den fr&uuml;heren portugiesischen Kolonien &ndash;, er hielt sich vergangene Woche mit einer Wirtschaftsdelegation in Saudi-Arabien auf, und jetzt war er halt noch in Berlin. Multipolar, das hei&szlig;t ja, nicht in einen Block eingezw&auml;ngt zu sein, sondern die Wahl zu haben, und je zahlreicher die Optionen, desto besser. Die deutsche Option geh&ouml;rt, als eine von vielen nat&uuml;rlich, dazu. Bevor Lula und Scholz sich unter die Unternehmer mischten, ging es bei ihren Gespr&auml;chen nicht zuletzt um das Freihandelsabkommen mit dem Mercosur. Lula will es durchsetzen. Es h&auml;lfe ihm, die Wirtschaftsbeziehungen zu einem Pol auszubauen und so zur Basis f&uuml;r eine multipolare Welt beizutragen. Es h&auml;lfe ihm auch, Brasiliens m&auml;chtige Konzernherren bei Laune zu halten, die bereits in den 2000er Jahren mit umfangreichen Investitionen in Afrika satte Profite machten und die nun nicht nur am Persischen Golf, sondern auch in Europa m&ouml;glichst viel Geld verdienen wollen. Das ist Lulas Deal. Vijay Prashad vom Tricontinental Institute for Social Research hat in anderem Zusammenhang mal von &raquo;Neoliberalismus mit s&uuml;dlichen Charakteristika&laquo; gesprochen; die Bezeichnung passt auch hier. Der feine, aber gewiss nicht kleine Unterschied zum Neoliberalismus mit transatlantischen Charakteristika: &raquo;Wir sind nicht mehr kolonisiert, wir sind unabh&auml;ngig&laquo;, hat Lula am Wochenende erkl&auml;rt; er bezog das auf die penetranten Nachforderungen der EU zum Mercosur-Abkommen: &raquo;Wir wollen mit Respekt behandelt werden.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/464611.kampf-um-respekt.html\">J&ouml;rg Kronauer in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Dividenden steigen im n&auml;chsten Jahr auf Rekordh&ouml;he<\/strong><br>\n21 Unternehmen d&uuml;rften nach einer Handelsblatt-Prognose ihre Aussch&uuml;ttung f&uuml;r 2024 erh&ouml;hen, vier werden aber auch gar nichts zahlen. Ein detaillierter Blick auf die Dividendenpolitik einzelner Konzerne.<br>\nDie 40 Dax-Konzerne werden f&uuml;r ihre Aktion&auml;re im kommenden Jahr voraussichtlich so viel aussch&uuml;tten wie noch nie. Nach einer Prognose des Handelsblatts werden sich die Dividenden auf 52,4 Milliarden Euro summieren. Das w&auml;ren 1,5 Prozent mehr als in diesem Jahr &ndash; und doppelt so viel wie vor zehn Jahren.<br>\nZwar legen sich die meisten Vorst&auml;nde und Aufsichtsr&auml;te erst mit Vorlage der Bilanzen und damit Anfang kommenden Jahres fest. Doch die firmeneigene Dividendenpolitik und die bisherigen Quartalsbilanzen lassen schon jetzt Prognosen zu.<br>\nDemnach d&uuml;rften 21 Unternehmen ihre Dividende erh&ouml;hen, darunter voraussichtlich SAP, die Versorger Eon und RWE und alle Finanzdienstleister. Siemens, Infineon und die Deutsche Telekom haben bereits h&ouml;here Aussch&uuml;ttungen angek&uuml;ndigt. &bdquo;Die Versicherer bleiben ein stabiler Anker f&uuml;r Dividendenj&auml;ger&ldquo;, sagt Commerzbank-Analyst Andreas H&uuml;rkamp. Dazu z&auml;hlen im Dax Allianz, Munich Re und Hannover R&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/management\/dax-konzerne-dividenden-steigen-im-naechsten-jahr-auf-rekordhoehe\/29528766.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Krise, welche Krise? Da haben sich doch die Lohnzur&uuml;ckhaltung und Reallohnsenkungen auf der Arbeitnehmerseite so richtig gelohnt. Sch&auml;men und am besten ganz tief versinken sollten jedoch IG Metall, Ver.di, IG BCE und Co.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Fernverkehr: Z&uuml;ge der Deutschen Bahn im November nur rund zur H&auml;lfte p&uuml;nktlich<\/strong><br>\nICEs und ICs sind so versp&auml;tet wie seit fast einem Jahrzehnt nicht mehr. Hintergrund sind vor allem zahlreiche Baustellen. Ein Problem, das sich so bald nicht aufl&ouml;st.<br>\nDie Deutsche Bahn (DB) ist im Fernverkehr so unp&uuml;nktlich wie seit acht Jahren nicht mehr. Im vergangenen Monat war jeder zweite Fernzug des bundeseigenen Konzerns zu sp&auml;t. Im November h&auml;tten nur 52 Prozent der ICE- und IC-Z&uuml;ge ihr Ziel p&uuml;nktlich erreicht, sagte ein DB-Sprecher der &bdquo;Bild am Sonntag&ldquo;. Grund sei vor allem das &bdquo;kurzfristige Baugeschehen&ldquo;, das im Jahresvergleich deutlich zugenommen habe.<br>\nRund 75 Prozent der Fernverkehrsz&uuml;ge seien durch mindestens eine Baustelle ausgebremst worden. Aufgrund des erheblichen Sanierungsstaus habe die DB das Bauvolumen im laufenden Jahr erheblich ausweiten m&uuml;ssen. In diesem Jahr seien nochmals zwei Milliarden Euro extra in die Hand genommen worden, hie&szlig; es bei der Bahn. Ab dem kommenden Jahr w&uuml;rden &bdquo;viele kleinere Bauma&szlig;nahmen in kompakten Korridorsanierungen&ldquo; geb&uuml;ndelt.<br>\nNach den Worten von Bundesverkehrsminister Volker Wissing ist die nicht zufriedenstellende P&uuml;nktlichkeitsquote auf jahrzehntelange Vernachl&auml;ssigung der Infrastruktur zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. &bdquo;An der Generalsanierung der Bahn f&uuml;hrt kein Weg vorbei, wenn wir wieder p&uuml;nktlichere Z&uuml;ge haben wollen&ldquo;, sagte der FDP-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/dienstleister\/fernverkehr-zuege-der-deutschen-bahn-im-november-nur-rund-zur-haelfte-puenktlich\/100002017.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&laquo;Frauen und Kinder als Kollateralschaden&raquo; in Gaza unter Kritik<\/strong><br>\nNoch nie t&ouml;tete ein Krieg in kurzer Zeit so viele Kinder und Frauen, schreibt die New York Times. Ein Grund sei die Art der Waffen.<br>\nVor der Feuerpause &laquo;starben Zivilisten unter israelischem Sperrfeuer in historischer Geschwindigkeit&raquo;. Selbst eine vorsichtige Sch&auml;tzung der Opferzahlen im Gazastreifen zeige, dass die Todesrate w&auml;hrend des israelischen Angriffs nur wenige Pr&auml;zedenzf&auml;lle in diesem Jahrhundert habe.<br>\nDen Tod von Zivilisten stellte Israel als bedauerlichen, aber unvermeidlichen Teil eines modernen Konflikts dar und verwies auf die hohen Opferzahlen der Milit&auml;reins&auml;tze, welche die USA im Irak und in Syrien durchf&uuml;hrten.<br>\nDoch Experten f&uuml;r Konfliktopfer seien erstaunt, wie viele und wie schnell Menschen in Gaza get&ouml;tet wurden, schreibt die NYT. &laquo;Frauen und Kinder machten fast 70 Prozent aller im Gazastreifen gemeldeten Todesf&auml;lle aus &ndash; ein aussergew&ouml;hnlich hoher Anteil&raquo;, sagte Rick Brennan, regionaler Notfalldirektor des WHO-B&uuml;ros f&uuml;r den &ouml;stlichen Mittelmeerraum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/frauen-und-kinder-als-kollateralschaden-in-gaza-unter-kritik\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>KI spart beim Wareneinkauf Discounter reduzieren Spenden f&uuml;r Tafeln<\/strong><br>\nMit K&uuml;nstlicher Intelligenz sorgen Discounter f&uuml;r einen passgenaueren Wareneinkauf. Das bekommen die Tafeln in NRW gerade zu sp&uuml;ren. Das Spendenaufkommen f&uuml;r Bed&uuml;rftige sinkt merklich. Sozialminister Laumann will helfen.<br>\nDie Tafeln in Nordrhein-Westfalen beklagen zunehmend fehlende Nahrungsmittelspenden der Superm&auml;rkte und Discounter. &ldquo;Es gibt zu wenige Lebensmittel f&uuml;r zu viele Bed&uuml;rftige&rdquo;, sagte Petra Jung, die stellvertretende Vorsitzende von Tafel NRW e.V., der D&uuml;sseldorfer &ldquo;Rheinischen Post&rdquo;. Seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs habe sich die Zahl der Kunden der Tafeln von 350.000 auf jetzt mehr als 600.000 fast verdoppelt. Zugleich, so Jung, schr&auml;nkten die Superm&auml;rkte und Discounter ihre Spenden ein.<br>\n&ldquo;Die Lebensmittelm&auml;rkte kalkulieren inzwischen genauer und verkaufen reduzierte Waren vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. Vor allem Frischobst und Gem&uuml;se fehlen&rdquo;, erg&auml;nzte die ehrenamtliche Vizechefin der Tafeln. Etliche Verteilstellen h&auml;tten schon einen Aufnahmestopp und Wartelisten f&uuml;r neue Kunden verh&auml;ngen m&uuml;ssen.<br>\nDer Handel best&auml;tigt diese Tendenz. So k&ouml;nnten die Unternehmen mit dem Einsatz von K&uuml;nstlicher Intelligenz immer mehr die Warenbestellung an das Verhalten der Kunden anpassen, hei&szlig;t es beim Bundesfachverband Lebensmittelhandel (BVLH). Damit gelingt es nach Angaben des Verbands, den Anteil der Waren, die nicht verkauft werden k&ouml;nnen, weiter zu reduzieren. &ldquo;Es fallen weniger Lebensmittel an, die gespendet werden k&ouml;nnen&rdquo;, sagte eine Sprecherin des Handelsverbands NRW.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Discounter-reduzieren-Spenden-fuer-Tafeln-article24575660.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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