{"id":10779,"date":"2011-09-21T07:28:18","date_gmt":"2011-09-21T05:28:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10779"},"modified":"2019-03-18T11:41:54","modified_gmt":"2019-03-18T10:41:54","slug":"hinweise-des-tages-1473","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10779","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: IWF sieht Weltwirtschaft in Gefahr; Eurokrise; Atypisch besch&auml;ftigt = typisch arm im Alter?; Pflegereform &ndash; Nieders&auml;chsischen Sozialministerin will Rentenkasse absch&ouml;pfen; Riester-Rente ist kein Erfolgsmodell; Eine neue Wirtschaftsarchitektur; Bahn wusste von h&ouml;heren S21-Kosten; Bahnparadies Schweiz; Die M&auml;r von der Abh&auml;ngigkeit vom ausl&auml;ndischen Atomstrom ist widerlegt; Warum eigentlich darf &ldquo;Mister Dax&rdquo; ins Fernsehen?; Offener Brief an Bundeskanzlerin Merkel: Warum beleidigen Sie Menschen, die ein Grundrecht wahrnehmen?; zu guter Letzt: Unser Weg (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10779#h01\">IWF sieht Weltwirtschaft in Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10779#h02\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10779#h03\">Atypisch besch&auml;ftigt = typisch arm im Alter?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10779#h04\">Pflegereform &ndash; Nieders&auml;chsischen Sozialministerin will Rentenkasse absch&ouml;pfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10779#h05\">Riester-Rente ist kein Erfolgsmodell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10779#h06\">Eine neue Wirtschaftsarchitektur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10779#h07\">Bahn wusste von h&ouml;heren S21-Kosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10779#h08\">Bahnparadies Schweiz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10779#h09\">Die M&auml;r von der Abh&auml;ngigkeit vom ausl&auml;ndischen Atomstrom ist widerlegt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10779#h10\">Piraten sind mehr als naive Netznerds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10779#h11\">Warum eigentlich darf &ldquo;Mister Dax&rdquo; ins Fernsehen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10779#h12\">Offener Brief an Bundeskanzlerin Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10779#h13\">Zu guter Letzt: Unser Weg<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=10779\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>IWF sieht Weltwirtschaft in Gefahr<\/strong><br>\nEuropa und Amerika k&auml;mpfen mit der Krise, jetzt schl&auml;gt der Internationale W&auml;hrungsfonds Alarm: Weltweit k&ouml;nnten die Finanzm&auml;rkte zusammenbrechen, der Handel einfrieren, selbst das Wachstum in Schwellenl&auml;ndern nachlassen. Den USA und der Euro-Zone droht sogar eine neue Rezession. [&hellip;]<br>\nAls Gegenmittel r&auml;t der Fonds den Politikern zum einen, die Beschl&uuml;sse ihres Br&uuml;sseler Krisengipfels vom Juli rasch umzusetzen. Zugleich m&uuml;sse die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) &ldquo;weiterhin kr&auml;ftig intervenieren&rdquo;, um die Ordnung auf den M&auml;rkten f&uuml;r Staatsanleihen zu wahren. Gerate das Wachstum in Gefahr und bleibe gleichzeitig die Inflation im Griff, sollte die EZB zudem ihren Leitzins senken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,787377,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Prognose des IWF kommt nicht unbedingt &uuml;berraschend. Der Artikel bei SPIEGEL Online &uuml;berrascht jedoch auf ganzer Linie. Einerseits verdreht er die Aussagen des IWF stellenweise in das genaue Gegenteil dessen; andererseits l&auml;sst er elementare Aussagen des IWF unter den Tisch fallen. &bdquo;Nat&uuml;rlich&ldquo; betrifft dies genau die Aussagen, die die deutsche Exportorientierung scharf kritisieren und Deutschland auffordern, die Binnennachfrage zu st&auml;rken. Es lohnt sich daher die Lekt&uuml;re der Prim&auml;rquelle:<\/em><\/p>\n<p><strong>Weak and Bumpy Global Recovery Ahead<\/strong><br>\n[&hellip;] &ldquo;Strong policies are urgently needed to improve the outlook and to reduce the risks,&rdquo; said IMF Chief Economist Olivier Blanchard. &ldquo;Only if governments move decisively on fiscal policy, financial repairs, and external rebalancing, can we hope for stronger and more robust recovery.&rdquo; [&hellip;]<br>\nThe WEO repeated its mantra that both domestic and external rebalancing are essential to a revitalized global economy. [&hellip;]<br>\nFirst, to achieve internal rebalancing, private demand has to take over from government stimulus. [&hellip;]<br>\nFiscal consolidation cannot be so fast that it kills growth, nor so slow that it kills recovery, said Blanchard. The key is credible medium-term consolidation. [&hellip;]<br>\nSecond, countries with large external surpluses must achieve more domestically driven growth, while those with large deficits, most notably the United States, must do the opposite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/survey\/so\/2011\/RES092011A.htm\">IWF<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Robert Skidelsky &ndash; Die Folgen Angela Merkels<\/strong><br>\n[&hellip;] Die Deutschen sollten sich an das Reparationsfiasko der 1920er Jahre erinnern. Im Vertrag von Versailles bestanden die siegreichen Alliierten darauf, Deutschland solle &ldquo;die Kosten des Krieges&rdquo; bezahlen. Sie rechneten nach und pr&auml;sentierten im Jahr 1921 die Rechnung: Deutschland &ldquo;schuldete&rdquo; den Siegern 6,6 Milliarden Pfund (85% seines BIP), zahlbar &uuml;ber 30 Jahre. Dies entsprach der j&auml;hrlichen Zahlung von 8-10% des deutschen Nationaleinkommens oder 65-76% der Exporte des Landes.<br>\nInnerhalb eines Jahres hatte Deutschland um ein Moratorium gebeten und es auch bekommen. Auf gro&szlig;e Abschreibungen (den Dawes-Plan) im Jahr 1924 folgte die Ausgabe neuer Anleihen, wodurch Deutschland neues Geld leihen und seine Zahlungen fortsetzen konnte. Darauf folgte ein verr&uuml;cktes System: Deutschland lieh sich Geld von den USA, um seine Schulden bei Gro&szlig;britannien, Frankreich und Belgien zu bezahlen. Frankreich und Belgien zahlten einen Teil an Gro&szlig;britannien, w&auml;hrend die Briten wiederum einen gr&ouml;&szlig;eren Teil an die USA zur&uuml;ckzahlten.<br>\nDiese ganze Schuldenchaos wurde letztlich 1932 inmitten der globalen Rezession de facto abgeschrieben. Deutschland allerdings zahlte bis 1980 die Kredite zur&uuml;ck, die es zur Zahlung der Reparationen aufgenommen hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/skidelsky45\/German\">Project Syndicate<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Als die Griechen Deutschland seine Schulden erlie&szlig;en<\/strong><br>\nGriechenland h&auml;ngt am Tropf Deutschlands und der anderen reichen EU-L&auml;nder. Aber auch die Bundesrepublik brauchte schon einmal internationale Finanzhilfe: 1953 wurde Deutschland entschuldet &ndash; unter anderem war Griechenland beteiligt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.eu-info.de\/dpa-europaticker\/195282.html\">EU-Info<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Greek Crisis Exacts the Cruelest Toll<\/strong><br>\nTwo years into Greece&rsquo;s debt crisis, its citizens are reeling from austerity measures imposed to prevent a government debt default that could cause havoc throughout Europe. The economic pain is the price Greece and Europe are paying to defend the euro, the centerpiece of 60 years of efforts to unite the Continent. But as Greece&rsquo;s economy shrinks, its society is fraying, raising questions about how long Greeks will be able to take the strain. [&hellip;]<br>\nGross domestic product in the second quarter was down more than 7% from a year before, amid government spending cuts and tax increases that, combined, will add up to about 20% of GDP. Unemployment is over 16%. Crime, homelessness, emigration and personal bankruptcies are on the rise.<br>\nThe most dramatic sign of Greece&rsquo;s pain, however, is a surge in suicides. Recorded suicides have roughly doubled since before the crisis to about six per 100,000 residents annually, according to the Greek health ministry and a charitable organization called Klimaka.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/online.wsj.com\/article\/SB10001424053111904199404576538261061694524.html?mod=WSJ_hp_LEFTTopStories\">Wall Street Journal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> In der politischen Debatte wird leider nur all zu oft vergessen, dass hinter abstrakten volkswirtschaftlichen Zahlen auch menschliche Schicksale stecken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ursula Engelen-Kefer &ndash; Eurorettung als soziale Falle<\/strong><br>\nDie Schuldenkrise erreicht jetzt Kernl&auml;nder der W&auml;hrungsunion. Zeit f&uuml;r einen Paradigmenwechsel: Ohne koordinierte Fiskal-, Wirtschafts- und Sozialpolitik geht es nicht<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/positionen\/1137-eurorettung-als-soziale-falle\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Bill Mitchell &ndash; There is a great sense of denial in Europe<\/strong><br>\nThe amount of misinformation that it circulating in the public debate about Germany and the other Euro nations beggars belief. We are led to believe that Germany alone has been hard working and frugal and have created a highly innovative and productive economy which underpins its trading superiority. We are also told that Greece is profligate, lazy and overpaid. [&hellip;]<br>\nThe reality of Germany is more like this:\n<ol>\n<li>Over the past decade there have been &ldquo;extraordinary sacrifices&rdquo; made by the German workers to ensure that the traded-goods sector would out-compete its EMU neighbours. Please read my blog &ndash; Doomed from the start &ndash; for more discussion on this point.<\/li>\n<li>The &ldquo;domestic economy remains chronically weak and in urgent need of reform&rdquo;.<\/li>\n<li>Germany is &ldquo;structurally reliant on dis-saving abroad to grow at all&rdquo;.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/bilbo.economicoutlook.net\/blog\/?p=16164\">Bill Mitchell<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Atypisch besch&auml;ftigt = typisch arm im Alter?<\/strong><br>\nDie Flexibilisierung der Arbeitsm&auml;rkte und der staatliche Schutz vor Altersarmut &ndash; ein europ&auml;ischer Vergleich<br>\nErwerbsverl&auml;ufe werden europaweit br&uuml;chiger; atypische Arbeitsverh&auml;ltnisse verbreiten sich. Mit wachsenden Anforderungen an Flexibilisierung und Individualisierung der Erwerbsverl&auml;ufe gehen die sozialen Sicherungssysteme der EU-Mitgliedstaaten unterschiedlich um. Die gr&ouml;&szlig;ten Sicherungsl&uuml;cken sind derzeit bei Soloselbst&auml;ndigen und geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten auszumachen. Um einen massiven Anstieg der Altersarmut zu vermeiden, sollte Deutschland Erwerbsbedingungen verbessern und Ver&auml;nderungen des Rentenversicherungssystems vornehmen. Handlungsoptionen zeigen sich beim Blick in benachbarte L&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/08473.pdf\">Friedrich Ebert Stiftung [PDF &ndash; 835 KB]<\/a>\n<p>dazu: <strong>Rentensysteme und Altersarmut im internationalen Vergleich<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/08472.pdf\">Friedrich Ebert Stiftung [PDF &ndash; 865 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pflegereform &ndash; Nieders&auml;chsischen Sozialministerin will Rentenkasse absch&ouml;pfen<\/strong><br>\nGesundheitsminister Bahr kommt mit der Reform der Pflegeversicherung nicht recht voran. Nun preschen andere mit ihren Vorschl&auml;gen vor: Niedersachsens Sozialministerin &Ouml;zkan schielt auf Gelder aus der Rentekasse. [&hellip;]<br>\nDie CDU-Politikerin will in der Herbstkonferenz der Arbeits- und Sozialminister ihren Vorschlag vortragen. Sie bezieht in ihre Rechnung den Spielraum ein, der f&uuml;r eine Beitragssenkung der Rentenversicherung best&uuml;nde. Wenn der Rentenbeitrag 2012 von jetzt 19,9 auf 19,6 Prozent abgesenkt w&uuml;rde, br&auml;chte dies eine Entlastung von drei Milliarden Euro.<br>\n&Ouml;zkan regt an, den Beitrag nicht zu senken und stattdessen das Geld in die Pflegereform zu stecken. Je 400 Millionen Euro k&ouml;nnten in die Verbesserung der Leistungen aus der Pflegekasse, in die Finanzierung der Pflegeausbildung und in die St&auml;rkung der h&auml;uslichen Pflege gesteckt werden, 800 Millionen Euro in die bessere F&ouml;rderung demenzkranker Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,787252,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wann wird die Politik endlich verstehen, dass die Rentenkasse kein Schattenhaushalt ist, &uuml;ber dann man frei verf&uuml;gen kann?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Riester-Rente ist kein Erfolgsmodell<\/strong><br>\nDie Bilanz nach zehn Jahren Riester-Rente ist ern&uuml;chternd. Die zu erwartenden Renten sind heute um mehr als ein Drittel niedriger als bei solchen Vertr&auml;gen, die vor zehn Jahren abgeschlossen wurden. Seit Einf&uuml;hrung der staatlich gef&ouml;rderten privaten Vorsorge haben sich die Rahmenbedingungen deutlich zu Lasten der Kunden ge&auml;ndert. [&hellip;]<br>\nDas wollen auch die Verbraucherschutzminister der L&auml;nder. Sie pr&uuml;fen deshalb jetzt den Vorschlag Baden-W&uuml;rttembergs f&uuml;r ein alternatives Modell. Danach soll es in Zukunft ein staatlich gef&ouml;rdertes und von &ouml;ffentlichen Einrichtungen verwaltetes Vorsorgekonto geben, das nicht vom Gewinnstreben privater Anbieter abh&auml;ngig ist. Nur so w&uuml;rden die Milliarden an staatlichen Zulagen tats&auml;chlich wieder bei den Kunden ankommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/11\/0,1872,8352907,00.html\">Frontal 21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.K.:<\/strong> Besonders der zweite hier zitierte Abschnitt, ist doch interessant. Vielleicht wird einem so in Zukunft erlaubt, seinen (Riester-) Beitrag samt F&ouml;rderung wieder in die staatlichen Rentenkassen einzuzahlen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Eine neue Wirtschaftsarchitektur<\/strong><br>\nDer ver.di-Bundeskongress geht weiter. In seinem Grundsatzreferat forderte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft einen grundlegenden Umbau des Wirtschaftssystems. [&hellip;]<br>\nDie Eurobonds sind Teil einer Idee von einer &raquo;anderen Architektur der Wirtschaftspolitik&laquo;, die Bsirske forderte. Die gemeinsame europ&auml;ische W&auml;hrung &raquo;habe einen gravierenden Konstruktionsfehler&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/207260.eine-neue-wirtschaftsarchitektur.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bahn wusste von h&ouml;heren S21-Kosten<\/strong><br>\nNach Recherchen des ARD-Politikmagazins &ldquo;Report Mainz&rdquo; wusste die Deutsche Bahn schon vor Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung im April 2009, dass wesentliche Posten des Bahnhofneubaus Stuttgart 21 deutlich teurer werden als veranschlagt. Dies belegen Unterlagen, die &ldquo;Report&rdquo; vorliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/nachrichten\/bw\/-\/id=1622\/nid=1622\/did=8625778\/1yvyhgu\/\">SWR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bahnparadies Schweiz<\/strong><br>\nDie Schweizer sind Weltmeister im Bahnfahren. In mehreren Abstimmungen haben die Eidgenossen daf&uuml;r gesorgt, dass ihre Bahn Vorfahrt hat. Z&uuml;ge fahren bis in entlegene T&auml;ler. Die ganze Schweiz ist mit dem &ldquo;Integralen Taktfahrplan&rdquo; verkn&uuml;pft. Der schlie&szlig;t auch Buslinien, Schiffe, Bergbahnen &ndash; und sogar Fernverbindungen mit dem Ausland ein. So k&ouml;nne sie aussehen &ndash; die Alternative zu Megaprojekten, sagen Kritiker von Stuttgart 21 und den Hochgeschwindigkeitsstrecken der Deutschen Bahn. Aber ist das Beispiel Schweiz wirklich auf die Bundesrepublik &uuml;bertragbar?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/wissen\/bahnparadies-schweiz\/-\/id=660374\/nid=660374\/did=8466208\/6dzt07\/index.html\">SWR2 Wissen<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mp3-download.swr.de\/swr2\/wissen\/sendungen\/2011\/09\/swr2wissen_20110920_bahnparadies_schweiz.12844s.mp3\">Die Sendung als Podcast [MP3]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/wissen\/-\/id=8466210\/property=download\/nid=660374\/1rpow1\/swr2-wissen-20110920.pdf\">Das Manuskript zur Sendung [PDF &ndash; 55 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die M&auml;r von der Abh&auml;ngigkeit vom ausl&auml;ndischen Atomstrom ist widerlegt<\/strong><br>\nDeutschland ist weiterhin Stromexporteur<br>\nZu der Feststellung des statistischen Bundesamtes, dass Deutschland immer noch 17 Prozent mehr Strom exportiert als importiert, erkl&auml;rt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:&bdquo;Als k&uuml;rzlich der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) meldete, dass die Stromimporte aus Tschechien im ersten Halbjahr um 673 Prozent gestiegen seien, sorgte das f&uuml;r Schlagzeilen und etliche Kommentatoren kritisierten, dass nach der Stilllegung von Atomkraftwerken in Deutschland nun tschechischer Atomstrom die L&uuml;cken f&uuml;llen m&uuml;sse. Einige Tage sp&auml;ter musste der BDEW kleinlaut eingestehen, dass er sich verrechnet hatte und es nur eine Steigerung von 15,7 Prozent gibt. Dieses Dementi war dann aber fast nirgends nachzulesen. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ausgestrahlt.de\/presse\/artikel\/2ebf53aff0\/die-maer-von-der-abhaengigkeit-vom-a.html\">Ausgestrahlt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Piratenpartei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Piraten sind mehr als naive Netznerds<\/strong><br>\nDer Wahlerfolg der Internetpartei offenbart die Defizite etablierter Politiker. Viele von ihnen reden &uuml;ber das Internet wie &uuml;ber das Tiefseetauchen &ndash; es wimmelt von Abgr&uuml;nden. [&hellip;]<br>\nDessen [das Internet] Schicksal wollen sie nicht l&auml;nger von einer Regierung bestimmen lassen, die davon so offenkundig keine Ahnung hat. Aber an wen sollen sie sich wenden? Die SPD macht beim Netz-Bashing flei&szlig;ig mit, die Linkspartei hat inzwischen nur noch mit sich selbst zu tun, und die Gr&uuml;nen sind vor allem mit der Abwehr von Stuttgart 21, Gen-Anbau und der Atomkraft besch&auml;ftigt. [&hellip;]<br>\nDas Thema Internet allein aber erkl&auml;rt ihren Erfolg nicht. [&hellip;] Die Partei macht ein Angebot, das die Angst vor undurchsichtigen, komplexen Entscheidungen zu nehmen verspricht. Ihre Wahl ist daher auch eine Kritik an einer Politik mit &Uuml;bernachtentscheidungen, Abk&uuml;rzungskryptologie wie EFSF oder Geheimabsprachen mit der Atomlobby.<br>\nJenseits dieser Inhalte steht sie aber auch f&uuml;r einen g&auml;nzlich anderen Politikstil, der sich v&ouml;llig von dem der gro&szlig;en Parteien unterscheidet. Die Piraten reden nicht in jenen Sprechblasen, die den in vielen N&auml;chten m&uuml;hsam erarbeiteten Parteikompromiss widerspiegeln, die aber keiner au&szlig;erhalb des Politbetriebs mehr versteht. Die Piraten haben von vielem keine Ahnung, das stimmt. Aber das nimmt ihnen keiner &uuml;bel. Denn sie gehen offen damit um und tun nicht so, als h&auml;tten sie die einzig wahre Antwort auf alle Probleme. Sie stehen zu ihren Defiziten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:wahl-triumph-in-berlin-piraten-sind-mehr-als-naive-netznerds\/60106534.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Protestpartei? Ach was!<\/strong><br>\nF&uuml;r manche Journalisten ist die Sache sonnenklar. Wer eine so seltsame Partei wie die Piraten gew&auml;hlt hat, kann das nur aus Protest getan haben &ndash; und auf keinen Fall aus inhaltlichen Gr&uuml;nden. Was die Piratenpartei will, wof&uuml;r sie steht; alles egal: Das Wahlergebnis ist, glaubt man den Instant-Analysen, nur ein Symptom f&uuml;r die Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/ct\/artikel\/Protestpartei-Ach-was-1345796.html\">c&rsquo;t<\/a><\/li>\n<li><strong>Sind die Piraten links?<\/strong><br>\nDie Piraten wollen mehr B&uuml;rgerbeteiligung und einen Mindestlohn, Manche sehen in ihnen deshalb eine neue linke Partei. Andere Punkte sprechen jedoch dagegen. [&hellip;]<br>\nVon wegen, argumentieren viele Feministinnen in ihren Reaktionen auf das Ergebnis. W&auml;hrend selbst die CDU &uuml;ber Frauenquoten diskutiert, stand auf der Landesliste der Piraten in Berlin mit Susanne Graf nur eine einzige Frau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Streit-der-Woche\/!78459\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Drollig, dass die taz die Frage des &bdquo;Linksseins&ldquo; ausgerechnet an einer Frauenquote festmachen will. Aber was soll man von der taz auch erwarten? Dort h&auml;lt ja selbst die Gr&uuml;nen und sich selbst f&uuml;r &bdquo;links&ldquo; &ndash; was sicherlich prim&auml;r mit der Quote zu tun hat.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Warum eigentlich darf &ldquo;Mister Dax&rdquo; ins Fernsehen?<\/strong><br>\nWenn Talkshows nach einer Figur suchen, die die Sicht der Finanzm&auml;rkte repr&auml;sentiert, dann nehmen sie gerne Dirk M&uuml;ller. Kampfname: Mister Dax. So auch G&uuml;nther Jauch gestern. Nun kennt man ihn aus dem Fernsehen, weil sein Arbeitsplatz an der B&ouml;rse zuf&auml;llig unter den Kurstafeln lag &ndash; aber abgesehen davon: Was macht ihn eigentlich zum Finanzmarktexperten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2011\/09\/19\/warum-eigentlich-darf-mister-dax-ins-fernsehen_3542\">ZEIT Herdentrieb<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Diese Frage brennt mir auch seit l&auml;ngerem unter den N&auml;geln. Genau so wie die Frage, warum Sascha Lobo in den Augen der TV-Redaktionen offensichtlich der einzige Blogger in Deutscher in Deutschland ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Offener Brief an Bundeskanzlerin Merkel: Warum beleidigen Sie Menschen, die ein Grundrecht wahrnehmen?<\/strong><br>\nBeim Zeitungskongress 2011 des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Leistungsschutzrecht und zu Bloggern ge&auml;u&szlig;ert &ndash; leider muss man annehmen, dass ihre Aussagen entweder einer umfassenden Unkenntnis oder einer sturen Arroganz entspringen.<br>\nSehr geehrte Frau Bundeskanzlerin!<br>\nLaut Financial Times Deutschland werden Sie, Frau Merkel, so zitiert:<br>\n&ldquo;Qualit&auml;t l&auml;sst sich durch Blogger nicht ersetzen.&rdquo;<br>\nDiese Aussage impliziert, dass deutsche Blogger und Bloggerinnen also keine Qualit&auml;t liefern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pushthebutton.de\/2011\/09\/20\/offener-brief-an-bundeskanzlerin-merkel-warum-beleidigen-sie-menschen-die-ein-grundrecht-wahrnehmen\/\">pushthebutton.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Unser Weg<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\">Stuttmann-Karikaturen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: IWF sieht Weltwirtschaft in Gefahr; Eurokrise; Atypisch besch&auml;ftigt = typisch arm im Alter?; Pflegereform &ndash; Nieders&auml;chsischen Sozialministerin will Rentenkasse absch&ouml;pfen; Riester-Rente ist kein Erfolgsmodell; Eine neue Wirtschaftsarchitektur; Bahn wusste von h&ouml;heren S21-Kosten; Bahnparadies Schweiz; Die M&auml;r von der Abh&auml;ngigkeit vom ausl&auml;ndischen Atomstrom ist widerlegt; Warum eigentlich darf &ldquo;Mister Dax&rdquo;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10779\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10779","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10779","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10779"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10779\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50230,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10779\/revisions\/50230"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10779"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10779"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10779"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}