{"id":107942,"date":"2023-12-28T13:00:27","date_gmt":"2023-12-28T12:00:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107942"},"modified":"2023-12-21T02:29:34","modified_gmt":"2023-12-21T01:29:34","slug":"die-teilung-der-welt-und-der-gesellschaft-in-gut-und-boese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107942","title":{"rendered":"Die Teilung der Welt und der Gesellschaft in Gut und B\u00f6se"},"content":{"rendered":"<p>Schon seit einigen Jahren erleben wir zunehmend eine Teilung der Welt in die angeblich Guten und die angeblich B&ouml;sen. Was damit einhergeht, ist eine Emotionalisierung der Bev&ouml;lkerung und eine erschreckende Militarisierung (bezeichnend die Aussage des Verteidigungsministers Pistorius: &bdquo;Wir m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden&ldquo;). Die Milit&auml;rausgaben f&uuml;r das Jahr 2022 betrugen weltweit die ungeheure Summe von 2,2 Billionen Dollar, wovon etwa 40 Prozent auf die USA entfielen. Ihr Etat f&uuml;r die gr&ouml;&szlig;te Streitmacht der Welt betrug im Jahr 2022 insgesamt 877 Milliarden Dollar. Demgegen&uuml;ber gab Russland 86,4 Milliarden f&uuml;r sein Milit&auml;r aus, erh&ouml;hte aber f&uuml;r 2024 seinen Milit&auml;retat um 70 Prozent. Ein Vortrag von <strong>Wolfgang Bittner<\/strong>, gehalten auf dem Kongress der Neuen Gesellschaft f&uuml;r Psychologie am 24. November 2023.<br>\n<!--more--><br>\nWo wir hinschauen, herrschen Konfusion, Chaos und Krieg. Und es ist festzustellen, dass in fast allen F&auml;llen die USA daf&uuml;r verantwortlich sind. Sie haben es geschafft, &uuml;berall in der Welt Krisenherde zu schaffen und auch Europa zu spalten. Nachdem die Regime Changes in Venezuela, Iran, Syrien und Wei&szlig;russland nicht gelangen, sind zurzeit Georgien und Moldawien im Visier der USA. Vorgegangen wird nach der in der Ukraine angewandten Methode: Die Unzufriedenheit von B&uuml;rgern und deren EU-Begeisterung sollen unter Einsatz von &bdquo;Interventionsaktivisten&ldquo; genutzt werden, um Unruhe zu verursachen und schlie&szlig;lich einen Regierungswechsel herbeizuf&uuml;hren.<\/p><p>In der Ukraine ist das 2014 gelungen, und seither ist das Land in den H&auml;nden der USA, die sich ihrer Handlanger bedienen. Es ist eindeutig: Was in der Ukraine mit diesem provozierten Krieg geschieht, der zurzeit in den Medien vom Nahostkonflikt &uuml;berlagert wird, haben die USA zu verantworten (wie sie auch seit mehr als 100 Jahren die Entwicklung in Europa bestimmt haben). Deutschland schuldet der Ukraine und ihrer von Nationalisten und Faschisten gef&uuml;hrten Regierung gar nichts. Ukrainische Gefl&uuml;chtete, die in Deutschland Sonderrechte erhalten haben, k&ouml;nnten ohne Weiteres in der Westukraine in speziell einzurichtenden Refugien versorgt werden. Aber die Berliner Politiker haben die Staatsgrenzen preisgegeben, sie vertreten nicht deutsche Interessen, sondern befolgen offensichtlich die Vorgaben aus Washington auf Kosten der eigenen Bev&ouml;lkerung.<\/p><p>US-Pr&auml;sident Joseph Biden w&auml;hnt sich jetzt am Ziel seiner jahrzehntelangen Bem&uuml;hungen, Russland den westlichen Begehrlichkeiten und strategischen Interessen zu unterwerfen. Aber Russland ist eine Atommacht und wird eine Niederlage, die Vasallenschaft und eine Zerst&uuml;ckelung des Landes zur Folge h&auml;tte, niemals zulassen. Daher wird der Ukraine-Krieg enden, wenn die USA feststellen werden, dass Russland nicht aufgibt und gewinnen wird. Bis dahin soll das Land in diesem Stellvertreterkrieg noch weiter geschw&auml;cht werden.<\/p><p>Auszuschlie&szlig;en ist aber nicht, dass es durch einen provozierten Zwischenfall zu einem gro&szlig;en Krieg kommt. Sollte es dazu kommen, w&uuml;rde Deutschland endg&uuml;ltig von der Landkarte verschwinden, denn die Milit&auml;rbasen der USA befinden sich im Visier der russischen Raketen. Dennoch wird gegen alles M&ouml;gliche demonstriert, aber nur sehr vereinzelt gegen Aufr&uuml;stung, Krieg und die Verbreitung von V&ouml;lkerhass. Die Indoktrination der Bev&ouml;lkerung hat gewirkt, nur wenige nehmen wahr, dass die Bombe bereits &uuml;ber ihnen schwebt. Dass die deutsche Regierung, aber auch die franz&ouml;sische, sich den Intrigen, R&auml;nkespielen und Vorschriften der USA nicht entzogen haben, vielmehr die Sanktions- und Kriegspolitik zu Lasten ihrer Bev&ouml;lkerungen willf&auml;hrig mittragen, ist genau genommen Hochverrat. Auch EU-Institutionen unterliegen offensichtlich dem Einfluss der USA. Ursula von der Leyen, die m&auml;chtigste Frau Europas, stand nicht einmal auf der Wahlliste. So werden die f&uuml;hrenden Positionen mit willf&auml;hrigem Personal besetzt.<\/p><p><strong>Deutschland &ndash; verraten und verkauft<\/strong><\/p><p>Inzwischen ist klar, dass die Vereinigten Staaten auf einen Regime Change in Moskau hinarbeiten, durch Unterwanderung und auch milit&auml;risch. Dabei ist zu bedenken, dass Russland das gr&ouml;&szlig;te Land der Welt mit enormen Ressourcen ist. Seit Langem wird schon versucht, das Land den wirtschaftlichen und geostrategischen Zielen des Westens zu &ouml;ffnen. Europa wird momentan in den Ruin getrieben und als Konkurrent der USA ausgeschaltet. Die US-Wirtschaft, die vor dem Zusammenbruch stand, erholt sich allm&auml;hlich, w&auml;hrend die deutsche Industrie zusehends schrumpft, viele Unternehmen abwandern oder insolvent gehen. Und der deutsche Bundeskanzler l&auml;sst sich in Washington instruieren, der Wirtschaftsminister will nach einem Gespr&auml;ch mit Joseph Biden in Europa &bdquo;dienend f&uuml;hren&ldquo;, die Au&szlig;enministerin will Russland ruinieren.<\/p><p>Die Haltung der Berliner Politiker ist an Inkompetenz und Devotion kaum zu &uuml;berbieten. Hinzu kommt ein grundlegendes Problem: Den f&uuml;hrenden deutschen Politikern und Journalisten fehlt es an geschichtlichen Kenntnissen und an Geschichtsbewusstsein, und sie haben keinen geopolitischen &Uuml;berblick. Insofern bleiben Politik und Berichterstattung unglaubw&uuml;rdig, umso mehr, als sie unter dem bestimmenden Einfluss der USA und der NATO stehen.<\/p><p>Dabei liegt die Strategie der USA seit Langem offen. 2015 hatte der Direktor des einflussreichen Washingtoner Thinktanks Stratfor, George Friedman, in einer Rede gesagt, f&uuml;r die Vereinigten Staaten sei seit einem Jahrhundert die Hauptsorge, dass sich deutsches Kapital und deutsche Technologie mit russischen Rohstoff-Ressourcen und russischer Arbeitskraft verb&auml;nden. Das sei eine Konkurrenz, wirtschaftlich wie milit&auml;risch, die die USA nicht dulden w&uuml;rden. Deswegen habe man einen &bdquo;Cordon Sanitaire&ldquo;, einen Sicherheitsg&uuml;rtel um Russland herum aufgebaut. So viel zur Langzeitstrategie der Vereinigten Staaten, die 1904 von ihrem Pr&auml;sidenten Theodore Roosevelt pauschal zur Aus&uuml;bung einer &bdquo;internationalen Polizeigewalt&ldquo; und zur kompromisslosen Durchsetzung wirtschaftlicher und strategischer Interessen erm&auml;chtigt wurden.<\/p><p>Dass diese &bdquo;Erm&auml;chtigung&ldquo; weiterhin gilt, hat sich offenkundig mit der Sprengung der Ostseepipelines erwiesen. Der amerikanische investigative Journalist Seymour Hersh ist nach umfangreichen Recherchen zu dem Ergebnis gekommen, dass die USA diese Sprengungen, also diesen Angriff auf die deutsche Infrastruktur durchgef&uuml;hrt haben. Die deutsche Regierung, die aller Wahrscheinlichkeit nach Bescheid wei&szlig;, schweigt dazu &ndash; wieder ein Zeichen f&uuml;r die mangelnde Souver&auml;nit&auml;t. Und Hersh wird, wie alle, die etwas sagen, was nicht genehm ist, scharf angegriffen und diffamiert.<\/p><p><strong>Dissoziale Pers&ouml;nlichkeitsst&ouml;rungen in der F&uuml;hrungselite<\/strong><\/p><p>Dass f&uuml;hrende Politiker und Journalisten an den L&uuml;gen- und Hetzkampagnen teilnehmen, zeugt von der Verkommenheit in der politischen und medialen Szene. Es hat den Anschein, als h&auml;tten wir es in vielen Bereichen mit ideologisch verwirrten Fanatikern, Irren und Verbrechern zu tun, deren h&ouml;chste Instanz aus Washington die westliche Welt im Zangengriff h&auml;lt. Dabei sind nicht nur Krieg und Not in der Welt, sondern auch die Probleml&ouml;sungen. Aber sie werden nicht zur Kenntnis genommen, geschweige denn umgesetzt. Es scheint so, als w&uuml;rde die Menschheit von Psychopathen in den Abgrund getrieben. Und die Bev&ouml;lkerung in ihrer gro&szlig;en Mehrheit h&auml;lt still.<\/p><p>Zu bef&uuml;rchten ist, dass nicht wenige der f&uuml;hrenden Pers&ouml;nlichkeiten in Politik, Wirtschaft und Journalismus unter einer &bdquo;dissozialen Pers&ouml;nlichkeitsst&ouml;rung&ldquo; leiden, auch &bdquo;antisoziale Pers&ouml;nlichkeitsst&ouml;rung&ldquo; (APS) genannt, eine psychische Erkrankung. Kennzeichnend daf&uuml;r sind insbesondere eine mangelnde Empathie sowie Gef&uuml;hlsk&auml;lte anderen gegen&uuml;ber und weitgehendes Fehlen von sozialer Verantwortung und Gewissen. Der Begriff wird im medizinischen Diagnoseklassifikationssystem ICD folgenderma&szlig;en beschrieben: &bdquo;Eine Pers&ouml;nlichkeitsst&ouml;rung, die durch eine Missachtung sozialer Verpflichtungen und herzloses Unbeteiligt-Sein an Gef&uuml;hlen f&uuml;r andere gekennzeichnet ist. Zwischen dem Verhalten und den herrschenden sozialen Normen besteht eine erhebliche Diskrepanz. &hellip; Es besteht eine geringe Frustrationstoleranz und eine niedrige Schwelle f&uuml;r aggressives, auch gewaltt&auml;tiges Verhalten, eine Neigung, andere zu beschuldigen oder vordergr&uuml;ndige Rationalisierungen f&uuml;r das Verhalten anzubieten&hellip;&ldquo;.<\/p><p>Hinzu kommt, dass die US-amerikanische Gesellschaft in weiten Teilen und bis in den Kongress hinein religi&ouml;s-fundamentalistisch fanatisiert ist. Bis in die Gegenwart ist hier die Wahlverwandtschaft zwischen Puritanismus und Kapitalismus, eine &bdquo;&ouml;konomische Pr&auml;destinationslehre&ldquo; (wen Gott liebt, den l&auml;sst er reich werden) tief verwurzelt. Dar&uuml;ber hinaus sind viele der Hardliner offensichtlich der Ansicht, dass alles, was den USA n&uuml;tzt, letztlich der ganzen Welt zugutekommt, woraus sich ihr Anspruch auf globale Vorherrschaft ergibt.<\/p><p>Diese Politik f&uuml;hrte auch Pr&auml;sident Obama rigoros unter Missachtung der Regeln des internationalen Rechts weltweit fort. In seiner Rede vor der US-Milit&auml;rakademie Westpoint am 28. Mai 2014 sagte er unter anderem: &bdquo;Von Europa bis Asien sind wir der Dreh- und Angelpunkt aller Allianzen, un&uuml;bertroffen in der Geschichte der Nationen &hellip; So sind und bleiben die Vereinigten Staaten die einzige unverzichtbare Nation&ldquo; [&rsaquo;the one indispensable nation&lsaquo;]. Friedman hat also nur das ausgesprochen, was seit jeher die Politik der US-Regierung bestimmt.<\/p><p>Die USA wollen mit aller Macht ihren durch nichts begr&uuml;ndeten Anspruch auf globale Herrschaft durchsetzen, selbst wenn es dabei zum gro&szlig;en Krieg kommt. Diese Hybris geht von den Neokonservativen in Washington mit den dortigen Finanz- und Wirtschaftseliten sowie der R&uuml;stungsindustrie und ihrer Gallionsfigur Joseph Biden aus, der fast alle Konflikte und Kriege der letzten Jahrzehnte mitzuverantworten hat. Er wirkt zwar senil, aber er ist immer noch in der Lage, Deutschland zur bedingungslosen Unterst&uuml;tzung der Ukraine zu verpflichten, zur Teilnahme an einem Abnutzungskrieg, von dem die USA wirtschaftlich profitieren.<\/p><p>2014 sagte Biden in einer Rede, die USA beabsichtigten, Russland zu ruinieren, und Pr&auml;sident Obama habe die f&uuml;hrenden europ&auml;ischen Politiker sozusagen gen&ouml;tigt, dabei mitzumachen. Diesseits des Atlantiks wird Deutschland als Speerspitze gegen Russland eingesetzt, jenseits des Pazifiks stehen Japan und S&uuml;dkorea als Vorhut gegen China. Das ist seit L&auml;ngerem geplant: Die USA wollen ihre Kriege mit fremden Soldaten auf fremdem Territorium f&uuml;hren. Dabei beschreiten Vasallen wie Deutschland einen h&ouml;chst problematischen Weg. Was geschieht, wenn die USA die Konfrontation mit China auf die Spitze treiben? Werden deutsche Soldaten dann unter Berufung auf einen NATO-B&uuml;ndnisfall in einem Krieg mit China eingesetzt? Und welche Folgen hat es, dass sich die geopolitische Tektonik durch die aggressive Politik der USA insgesamt ver&auml;ndert? Wenn sich die deutsche Regierung weiter derart unreflektiert auf Washington einl&auml;sst und die USA abst&uuml;rzen &ndash; was ja nicht v&ouml;llig auszuschlie&szlig;en ist &ndash;, dann wird Deutschland mit untergehen. Auch das scheint der Berliner Politikerkaste nicht klar zu sein.<\/p><p><strong>Die Charta der Vereinten Nationen scheint nur noch eine geschichtliche Erinnerung zu sein.<\/strong><\/p><p>Von den gro&szlig;artigen Verpflichtungen der Charta der Vereinten Nationen f&uuml;r den Weltfrieden ist ebenso wenig &uuml;briggeblieben wie von den Vereinbarungen des Nordatlantikvertrages, weshalb die Forderung, Deutschland m&ouml;ge aus der NATO austreten, &uuml;beraus berechtigt ist. Auch mehren sich die Stimmen, die eine von den USA unabh&auml;ngige Politik f&uuml;r Deutschland fordern, nachdem deutlich geworden ist, dass die USA eine Langzeitstrategie verfolgen, die nicht den deutschen, aber auch nicht den europ&auml;ischen Interessen dient &ndash; im Gegenteil.<\/p><p>Was den Europ&auml;ern als &bdquo;Partner&ldquo; der Vereinigten Staaten aufgeb&uuml;rdet wird, ist einem Interview zu entnehmen, in dem 2007 der Viersternegeneral Wesley Clark, zeitweise Oberbefehlshaber der NATO, r&uuml;ckblickend sagte, dass seinerzeit schon die Bush-Administration den Krieg gegen sieben L&auml;nder geplant habe. Das waren au&szlig;er Afghanistan der Irak, Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und letztlich noch der Iran. Es gab also schon unmittelbar nach dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 einen Plan f&uuml;r Regimewechsel und Kriege im Nahen Osten und in Afrika. Hinzu kamen Einflussnahmen auf s&uuml;damerikanische und osteurop&auml;ische L&auml;nder.<\/p><p>Das ist bis heute die Strategie der USA, die dadurch in permanente Konflikte mit Russland und China geraten. Anstatt die NATO 1991 nach der Aufl&ouml;sung des Warschauer Pakts ebenfalls aufzul&ouml;sen, und zwar zugunsten eines gesamteurop&auml;ischen Sicherheitsb&uuml;ndnisses einschlie&szlig;lich Russlands, wurde das transatlantische Milit&auml;rb&uuml;ndnis immer mehr zu einem Aggressionsinstrument entwickelt. Die aktuellen Konflikte und Kriege sind nicht durch Zufall entstanden, sie sind von gewissenlosen Psychopathen &ndash; anders kann man sie wohl nicht nennen &ndash; in Politik, Wirtschaft und Milit&auml;r geplant worden. Neben Kriegshandlungen sind &ouml;konomische Sanktionen zu einer Waffe f&uuml;r die Durchsetzung der globalen Vorherrschaft geworden. <\/p><p><strong>Das V&ouml;lkerrecht au&szlig;er Kraft<\/strong><\/p><p>Die weitaus gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung nimmt das alles widerspruchslos hin. Die inzwischen seit mehreren Jahren erfolgte Indoktrinierung hat gewirkt. Es hat den Anschein, als seien sehr viele Menschen durch den von der Regierung ausge&uuml;bten Corona-Terror geradezu paralysiert. Und nach der gesch&uuml;rten Angst vor einer Corona-Infektion kam die Angst vor dem Krieg. Bekanntlich kann Angsterzeugung ein Mittel zur Reglementierung der Bev&ouml;lkerung sein, die sich in Ausnahmesituationen selbst einer drastischen Beschneidung der B&uuml;rgerrechte unterwirft &ndash; wie sich gezeigt hat.<\/p><p>Abgesehen von der akuten atomaren Bedrohung sind die Folgen der von den USA provozierten Auseinandersetzung gravierend. Russland hat schon l&auml;nger damit begonnen, sich vom Westen abzukoppeln, neue Wege mit neuen Partnern zu gehen und sich gegen die Aggressionspolitik der USA zur Wehr zu setzen. Damit ist Russland nicht allein. Mehr als die H&auml;lfte der Menschheit will sich die Zumutungen und die Unterdr&uuml;ckung durch die USA nicht mehr gefallen lassen. So ist zu registrieren, dass die BRICS-Organisation und die Shanghaier Organisation f&uuml;r Zusammenarbeit immer mehr Zulauf erhalten. Der &Uuml;bergang von einer monopolaren zu einer multilateralen Weltordnung hat schon lange begonnen.<\/p><p>Unter anderem ist die Herrschaft des US-Dollars als Weltleitw&auml;hrung in Frage gestellt, was allerdings weitere, hochgef&auml;hrliche Auseinandersetzungen nach sich zieht. Denn die USA werden sich nicht ohne Gegenwehr in den Bankrott treiben lassen. Sie verf&uuml;gen &uuml;ber die gr&ouml;&szlig;te Milit&auml;rmacht der Welt, und das ist bei allem zu ber&uuml;cksichtigen, was k&uuml;nftig in den Bem&uuml;hungen um eine friedlichere Welt unternommen wird. Aktuell stehen sich zwei Atomm&auml;chte in einem Stellvertreterkrieg gegen&uuml;ber, der jede Minute ausufern kann. Damit uns das erspart bleibt, m&uuml;ssen wir alles tun, was in unseren Kr&auml;ften steht. Und das tun wir.<\/p><p><small>Titelbild: Yta23\/shutterstock.com<\/small><\/p><p><em>Der Schriftsteller und Publizist Dr. jur. <strong>Wolfgang Bittner<\/strong> ist Autor zahlreicher B&uuml;cher, u.a. &bdquo;Deutschland &ndash; verraten und verkauft&ldquo; und &bdquo;Ausnahmezustand &ndash; Geopolitische Einsichten und Analysen unter Ber&uuml;cksichtigung des Ukraine-Konflikts&ldquo;, Verlag zeitgeist 2021 und 2023. Siehe auch <a href=\"https:\/\/wolfgangbittner.de\">wolfgangbittner.de<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon seit einigen Jahren erleben wir zunehmend eine Teilung der Welt in die angeblich Guten und die angeblich B&ouml;sen. Was damit einhergeht, ist eine Emotionalisierung der Bev&ouml;lkerung und eine erschreckende Militarisierung (bezeichnend die Aussage des Verteidigungsministers Pistorius: &bdquo;Wir m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden&ldquo;). 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