{"id":107963,"date":"2023-12-10T09:00:42","date_gmt":"2023-12-10T08:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107963"},"modified":"2023-12-08T16:59:01","modified_gmt":"2023-12-08T15:59:01","slug":"hinweise-der-woche-337","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107963","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107963#h01\">Achim Truger: Die Schuldenbremse muss grundlegend reformiert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107963#h02\">IW-Firmenumfrage: Deutsche Wirtschaft erwartet f&uuml;r 2024 &raquo;&ouml;konomische Schockstarre&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107963#h03\">CDU will jungen Arbeitslosen B&uuml;rgergeld um &bdquo;50 Prozent oder mehr&ldquo; k&uuml;rzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107963#h04\">Trotz steigendem Durchschnittsalter: Rentenversicherung gibt Entwarnung bei Renten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107963#h05\">Lehrermangel, Lernr&uuml;ckst&auml;nde und Corona-Folgen: Vollversagen der Ampel in der Bildungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107963#h06\">Interner Cum-Ex-Schriftverkehr: &ldquo;Scholz, der Jesus von der Alster&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107963#h07\">Deutschland, Ukraine und die Nato: &ldquo;Vergessen scheinen die Appelle von Willy Brandt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107963#h08\">Die Hassdynamiken umkehren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107963#h09\">Europa in der Krise &ndash; es ist Zeit f&uuml;r Bescheidenheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107963#h10\">LNG: Bundesregierung wei&szlig; pl&ouml;tzlich nicht, wie klimasch&auml;dlich die Importe sind<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Achim Truger: Die Schuldenbremse muss grundlegend reformiert werden<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom und Sachverst&auml;ndige im Rat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Achim Truger beschreibt, wie eine grundlegende Reform der Schuldenbremse aussehen muss und welche vier Aspekte die Politik dabei ber&uuml;cksichtigen sollte. [&hellip;]<br>\nErstens sollten &ouml;ffentliche (Netto-)Investitionen in geeigneter Definition von der Schuldenbremse ausgenommen werden, damit sie unabh&auml;ngig von der Haushaltslage und evtl. bestehendem Konsolidierungsdruck sicher get&auml;tigt werden k&ouml;nnen (&bdquo;Goldene Regel&ldquo;). Um Sorgen bez&uuml;glich der &Uuml;bernutzung und mangelnder Nachhaltigkeit zu zerstreuen, k&ouml;nnte eine Obergrenze von zum Beispiel einem Prozent des Bruttoinlandsprodukt (BIP) angesetzt werden. Konflikte mit den EU-Fiskalregeln lie&szlig;en sich vermeiden, wenn diese bei der anstehenden Reform entsprechend angepasst w&uuml;rden.<br>\nZweitens sollte &uuml;ber mehrere Jahre ein schrittweiser Ausstieg aus der Nutzung von Notlagenkrediten erm&ouml;glicht werden, damit nach Ende der Notlage keine abrupten Konsolidierungsschritte gefordert werden. Bei Einf&uuml;hrung der Schuldenbremse mussten die hohen Defizite aus der Finanzkrise auch nicht in einem Schlag reduziert werden, sondern es gab eine &Uuml;bergangsfrist von sechs Jahren f&uuml;r den Bund und zehn Jahren f&uuml;r die L&auml;nder.<br>\nDrittens sollte die Tilgungspflicht f&uuml;r Notlagenkredite entfallen. Nominale Schuldentilgungen sind aus &ouml;konomischer Sicht nicht n&ouml;tig, um Nachhaltigkeit der Staatsversschuldung zu gew&auml;hrleisten und k&ouml;nnten stattdessen auch zu einer &Uuml;berkonsolidierung und unn&ouml;tig verengten Spielr&auml;umen in der Zukunft f&uuml;hren.<br>\nViertens schlie&szlig;lich sollte das Kontrollkonto der Schuldenbremse symmetrisch bewirtschaftet werden. Das hei&szlig;t, es sollten nicht nur &Uuml;berschreitungen einen Schwellenwertes erfasst und durch entsprechende K&uuml;rzung der Haushaltspielr&auml;ume im den Folgejahren negativ sanktioniert werden, sondern es sollten auch fr&uuml;her erzielte &Uuml;bersch&uuml;sse durch &Uuml;bererf&uuml;llung der Schuldenbremse f&uuml;r h&ouml;here Ausgaben in der Zukunft eingesetzt werden d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/einblick\/++co++ed16b816-9417-11ee-bb33-001a4a160123\">DGB<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Wenn Karlsruhe wackelt<\/strong><br>\nGlanz und Versagen des Bundesverfassungsgerichts: Die Reputation und die Autorit&auml;t des Gerichts ist an einem Kipp-Punkt. [&hellip;]<br>\nDer Leuchtturm hat Aussetzer. In der Corona-Krise hat sich das Gericht an einer grundlegenden Entscheidung vorbeigemogelt. Die Grundrechte standen unter staatlicher Quarant&auml;ne, aber Karlsruhe hat sich geweigert, die substanziellen Beschr&auml;nkungen durch den Staat eingehend zu pr&uuml;fen. Das Gericht fabulierte von einem angeblich schl&uuml;ssigen Gesamtkonzept der Corona-Bek&auml;mpfung und ersparte sich so die penible grundrechtliche Pr&uuml;fung der einzelnen Bek&auml;mpfungsma&szlig;nahmen. Die Karlsruher Beschl&uuml;sse gaben der Politik fast alle Freiheiten bei der Corona-Bek&auml;mpfung. Das Grundgesetz wurde von Karlsruhe quasi unter Pandemievorbehalt gestellt. Das Verfassungsgericht ging dabei befremdlich vor: Erst kam ein Lobpreis der Grundrechte. Die Handlungsfreiheit wurde sch&ouml;n ausgemalt, das Pers&ouml;nlichkeitsrecht wurde gest&auml;rkt, der grundrechtliche Schutz der Familie, auch der Patchworkfamilie, wurde betont, den Kindern und Jugendlichen ein Recht auf Bildung, ein Recht auf Schule zuerkannt. Und dann wurde gesagt, dass das alles im konkreten Fall nicht helfe und die schweren Eingriffe in diese Rechte zul&auml;ssig seien. Die Grund- und B&uuml;rgerrechte wurden erst hochgeschossen, dann abgeschossen. Das Bundesverfassungsgericht hat in der grundrechtskritischsten Zeit der Republik versagt.<br>\nDiesem historischen Versagen steht der historische, der zukunftsweisende Klimabeschluss vom Fr&uuml;hjahr 2022 gegen&uuml;ber. Karlsruhe stellte fest, dass die junge Generation einen Anspruch darauf hat, die Lasten des Klimawandels nicht allein zu tragen. Das Verfassungsgericht warnte vor einer &ldquo;eingriffs&auml;hnlichen Vorwirkung&rdquo; der schon jetzt anfallenden Emissionen und schrieb daher vor: Wenn k&uuml;nftig Freiheit geschont und gesichert werden soll, m&uuml;sse der &Uuml;bergang zur Klimaneutralit&auml;t jetzt radikal eingeleitet werden. Das war eine Entscheidung des Ersten Senats. Der Zweite Senat hat nun in seinem Schuldenbremsen-Urteil die Ma&szlig;nahmen, die die Ampelregierung zur Befolgung des Klimabeschlusses des Ersten Senats eingeleitet hatte, weggekickt. Es wei&szlig; offenbar die eine Hand nicht, was die andere tut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantls-blick-1.6313326%20\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Staatsfinanzierung: Brauchen wir das Geld der Reichen?<\/strong><br>\nVor dem G-20-Gipfel in Neu-Delhi sorgte ein offener Brief f&uuml;r Aufsehen: Namhafte Pers&ouml;nlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft fordern eine st&auml;rkere Besteuerung von Reichtum. Das soll mehr Geld f&uuml;r wichtige Zukunftsprojekte verf&uuml;gbar machen. Doch die Argumentation geht in die falsche Richtung. [&hellip;]<br>\nDen Reichen und den Gro&szlig;verdienern wird damit eine Bedeutung zugeschrieben, die sie gar nicht haben. Denn in Wahrheit bestimmen die von den Reichen gezahlten Steuern keineswegs die M&ouml;glichkeiten eines w&auml;hrungssouver&auml;nen Staates, eine ausgezeichnete Infrastruktur und erstklassige &ouml;ffentliche Dienstleistungen bereitzustellen sowie eine effiziente und nachhaltige Klimapolitik zu betreiben. Mit anderen Worten: Die Regierung kann Geld zur Unterst&uuml;tzung der Armen oder f&uuml;r andere Ziele ausgeben, ohne die Reichen oder irgendjemanden anders zu besteuern. Es handelt es sich hierbei um zwei funktionell g&auml;nzlich separate Aktivit&auml;ten. Ein Staat, der &uuml;ber W&auml;hrungssouver&auml;nit&auml;t verf&uuml;gt, unterliegt keinen finanziellen Beschr&auml;nkungen, da er seine Ausgaben durch die Emission seiner eigenen W&auml;hrung &ldquo;finanziert&rdquo; &ndash; in der Form von Zentralbankreserven.<br>\nEtwas genauer: Das Finanzministerium t&auml;tigt und erh&auml;lt seine Zahlungen &uuml;ber die zugeh&ouml;rige Zentralbank. Seine Ausgaben erfolgen in Form einer Gutschrift der Zentralbank auf das Zentralbankkonto der Gesch&auml;ftsbank des Zahlungsempf&auml;ngers. Die Gesch&auml;ftsbank schreibt dann einen Betrag gleicher H&ouml;he auf dem Girokonto des Zahlungsempf&auml;ngers gut. Alle Ausgaben des Bundes werden letztlich so vorgenommen &ndash; durch Gutschriften auf Bankkonten. Die monet&auml;ren Operationen, die damit einhergehen k&ouml;nnen (wie zum Beispiel die Emission von Anleihen), &auml;ndern nichts an der F&auml;higkeit eines w&auml;hrungssouver&auml;nen Staates, auf diese Weise Ausgaben zu t&auml;tigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/41-2023\/brauchen-wir-das-geld-der-reichen\/\">G&uuml;nther Grunert auf Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>IW-Firmenumfrage: Deutsche Wirtschaft erwartet f&uuml;r 2024 &raquo;&ouml;konomische Schockstarre&laquo;<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft steckt in einer tiefen Krise. Und daran wird sich nach Meinung der Unternehmen auch 2024 wenig &auml;ndern, wie eine Umfrage des IW-K&ouml;ln nahelegt.<br>\nDie deutsche Wirtschaft rechnet auch im kommenden Jahr nicht mit einem Aufschwung. Nur 23 Prozent der Unternehmen blicken positiv auf 2024, w&auml;hrend 35 Prozent negative Erwartungen haben, wie aus einer Umfrage des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft unter mehr als 2200 Betrieben hervorgeht. Die Konjunkturumfrage signalisiere damit &raquo;eine Fortsetzung der &ouml;konomischen Schockstarre in Deutschland&laquo;, hei&szlig;t es in der Studie, die der Nachrichtenagentur Reuters am Montag vorlag.<br>\nDie Gesch&auml;ftserwartungen seien auf das Niveau von Herbst 2022 zur&uuml;ckgefallen, das von Energiepreisschocks, hoher Inflation und der Gefahr einer Energiemangellage gepr&auml;gt war. &raquo;Die im Gefolge der russischen Invasion in der Ukraine stark angestiegenen Energiepreise, die damit einhergehende allgemeine Verteuerung, die geopolitischen Verunsicherungen und die deutlich nachlassende Dynamik der Weltwirtschaft erkl&auml;ren den &ouml;konomischen Stillstand hierzulande&laquo;, so die Forscher um IW-Konjunkturchef Michael Gr&ouml;mling.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/deutsche-wirtschaft-erwartet-auch-fuer-2024-oekonomische-schockstarre-a-548927fb-a03d-41ae-a273-b839f0207827\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p>dazu: <strong>Insolvenzwelle rollt<\/strong><br>\nCreditreform-Studie: Immer mehr BRD-Unternehmen illiquide. Linke und BSW fordern staatliche Investitionsprogramme.<br>\nDie BRD rutscht tiefer ins konjunkturelle Loch, zahlreiche Unternehmen sind platt, sprich insolvent. Das belegt die am Montag ver&ouml;ffentlichte Insolvenzstudie der Auskunftei Creditreform. Demnach stieg die Zahl illiquider Firmen 2023 rasant: von 14.660 F&auml;llen im vergangenen Jahr auf 18.100. Ein Plus von 23,5 Prozent. &raquo;Immer mehr Unternehmen brechen unter den Dauerbelastungen der hohen Energiepreise und der Zinswende zusammen&laquo;, wurde Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform-Wirtschaftsforschung, gleichentags in einer Mitteilung zitiert. Bereits im Vorjahr habe der &raquo;Insolvenztrend&laquo; nach elf Jahren r&uuml;ckl&auml;ufiger Zahlen gedreht. Die Prognose bleibt Hantzsch zufolge d&uuml;ster: Es werde aufgrund des aktuellen &raquo;wirtschaftspolitischen Schlingerkurses&laquo; auch in den kommenden Monaten deutlich mehr zahlungsunf&auml;hige Betriebe geben. Die hohen Fallzahlen h&auml;tten sich gewisserma&szlig;en normalisiert. Zumal &raquo;Sondereffekte&laquo; aus der Coronakrise, etwa Finanzmittel aus staatlichen Hilfsfonds, l&auml;ngst verpufft seien. Ferner sind Erm&uuml;dungserscheinungen branchen&uuml;bergreifend stark sp&uuml;rbar. Nun insolvente Unternehmen &raquo;h&auml;tten jahrelang gegen multiple Krisen wie Corona, Inflation und Fachkr&auml;ftemangel angek&auml;mpft&laquo;, so die Studienmacher. Pointierter wird Christian Leye. Haushaltsdebakel und Regierungsdesaster der Ampelkoalition versch&auml;rften die Krise, so der Bundestagsabgeordnete aus Duisburg und stellvertretende Vorsitzende des Vereins BSW (&raquo;B&uuml;ndnis Sahra Wagenknecht&laquo;) am Montag zu jW. &raquo;Wir stecken in einer Abw&auml;rtsspirale.&laquo; (&hellip;) Es sind nicht alle Wirtschaftszweige gleicherma&szlig;en betroffen. Bei Gro&szlig;firmen mit mehr als 250 Besch&auml;ftigten lagen die Fallzahlen um 50 Prozent &uuml;ber dem Vorjahreswert. Die Promis unter den Bankrotteuren im Handel: Peek &amp; Cloppenburg und Real GmbH. Getoppt durch Big Player im Baugewerbe. Vorneweg die ruinierte Signa Real Estate Germany bzw. die Signa-Holding von Haupteigner und Immohai Ren&eacute; Benko. Das Scheitern pomp&ouml;ser Milliardenprojekte in renommierten deutschen Innenstadtlagen d&uuml;rfte &raquo;gewaltige Folgen f&uuml;r Mitarbeiter, Auftragnehmer und Gl&auml;ubiger haben&laquo;, hei&szlig;t es seitens Credit&shy;reform.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/464593.krisenkapitalismus-insolvenzwelle-rollt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>CDU will jungen Arbeitslosen B&uuml;rgergeld um &bdquo;50 Prozent oder mehr&ldquo; k&uuml;rzen<\/strong><br>\nDie CDU, aber auch die FDP fordern eine Neubewertung des B&uuml;rgergelds. Die Liberalen m&ouml;chten die anstehende Erh&ouml;hung ab Januar 2024 absagen, die Union beabsichtigt, junge Erwerbslose st&auml;rker einzubeziehen und CSU-Ministerpr&auml;sident S&ouml;der hat noch eine ganz andere Idee. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Es kann doch nicht sein, dass wir 600.000 junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren haben, die weder arbeiten noch in Ausbildung sind&ldquo;, sagte Generalsekret&auml;r Carsten Linnemann dem Berliner &bdquo;Tagesspiegel&ldquo;. &bdquo;Wer gerade in jungen Jahren arbeiten k&ouml;nnte, es aber bewusst nicht tut und das System ausnutzt, m&uuml;sste statt mit einer 30-prozentigen K&uuml;rzung mit 50 Prozent oder mehr rechnen.&ldquo;<br>\nDie Partei stelle die entsprechenden Verfassungsgerichtsurteile zum menschenw&uuml;rdigen Existenzminimum &bdquo;nicht in Abrede&ldquo;, sagte Linnemann weiter. Man sei aber bereits im Gespr&auml;ch mit Verfassungsrechtlern dar&uuml;ber, die solch versch&auml;rfte Sanktionen &bdquo;gerade bei J&uuml;ngeren f&uuml;r m&ouml;glich halten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article248854712\/Linnemann-Vorstoss-CDU-will-jungen-Arbeitslosen-Buergergeld-um-50-Prozent-oder-mehr-kuerzen.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Und man kann sich vorstellen, was diese Verfassungsrechtler, mit denen Herr Linnemann im Gespr&auml;ch ist, wohl gesagt haben. Da es Jahre gedauert hat, bis die Sanktionsregel bei Hartz IV in Teilen f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt wurde, ohne r&uuml;ckwirkend f&uuml;r einen Ausgleich zu sorgen, k&ouml;nnte man das einfach noch einmal machen. Denn die Sanktionspraxis f&uuml;r unter 25-J&auml;hrige hatte das Gericht ja damals gar nicht gepr&uuml;ft oder beanstandet. Und nach dem j&uuml;ngsten Urteil haben Union und FDP wohl den Eindruck, dass den Verfassungsh&uuml;tern die Schuldenbremse wichtiger ist als die Sicherung des Existenzminimums. Doch zur geforderten R&uuml;cknahme der beschlossenen Erh&ouml;hung beim B&uuml;rgergeld w&auml;re noch zu sagen, dass diese in Zusammenhang mit der Anhebung des Grundfreibetrags bei der Einkommensteuer steht. Das eine geht nicht ohne das andere, das gebietet auch die Verfassung und das daf&uuml;r zust&auml;ndige Gericht. Au&szlig;erdem ist die beschlossene Anpassung des B&uuml;rgergeldes <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kommentar-buergergeld-cdu-absurd-100.html\">mit dem Segen von Union sowie der FDP erfolgt<\/a>, nachdem &uuml;ber das Druckmittel Bundesrat bereits &Auml;nderungen durchgesetzt worden sind. Vielleicht w&auml;re es daher auch eine gute Idee, das Einkommen von Generalsekret&auml;ren drastisch zu k&uuml;rzen. Das tr&auml;gt zwar &uuml;berhaupt nichts zur L&ouml;sung der Haushaltskrise bei, w&auml;re aber angesichts der zur Schau gestellten Bl&ouml;dheit als symbolischer Beitrag durchaus angemessen. <\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Sozialausgaben k&uuml;rzen? Wirtschaftsweiser erkl&auml;rt, warum er das f&uuml;r eine schlechte Idee h&auml;lt<\/strong><br>\nIn der Haushaltskrise &uuml;berschlagen sich die Forderungen nach K&uuml;rzungen bei den Sozialausgaben. F&uuml;r den Wirtschaftsweisen Achim Truger w&auml;re das der falsche Weg.<br>\nHerr Truger, 17 Milliarden fehlen im Haushalt 2024, sagt Finanzminister Lindner. Wo soll die Regierung die am besten einsparen?<br>\nDas ist die falsche Diskussion. Das Geld, das durch das Urteil aus Karlsruhe in den n&auml;chsten Jahren nicht mehr zur Verf&uuml;gung steht, war f&uuml;r kreditfinanzierte Investitionen gedacht. Die finanziert die Ampel am besten, indem sie einen Weg findet, wie sie Kredite daf&uuml;r aufnehmen kann. Ich denke an eine Reform der Schuldenbremse oder eine Art &ldquo;Klimasonderverm&ouml;gen&rdquo;. &Auml;hnlich wie es bereits das Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Bundeswehr gibt, das mit den Stimmen der Union im Grundgesetz verankert wurde.<br>\nDas w&auml;re wohl auch SPD und Gr&uuml;nen am liebsten. Aber diesmal sperrt sich die Union. Und auch die FDP will, dass die Ampel mit dem vorhandenen Geld besser haush&auml;lt.<br>\nWenn die Regierung Geld einsparen will, sollte sie auf die klimasch&auml;dlichen Subventionen schauen. Deren Abschaffung ist im Koalitionsvertrag bereits angek&uuml;ndigt. K&uuml;rzt die Ampel aber tats&auml;chlich bei den Sozialausgaben, wie das einige nun fordern, f&uuml;hrt das nicht nur zu ernsten sozialen Problemen, es w&auml;re zudem schlecht f&uuml;r die Wirtschaft.<br>\nDas m&uuml;ssen Sie erkl&auml;ren.<br>\nDie Finanzpolitik f&uuml;r das kommende Jahr war ohnehin schon restriktiv ausgerichtet. Wenn man nun im sozialen Bereich k&uuml;rzt, setzt man einen zus&auml;tzlichen restriktiven Impuls. Dadurch wird es wahrscheinlicher, dass die Regierung die Wirtschaft in eine Rezession st&uuml;rzt. Wir brauchen Investitionen in der H&ouml;he, wie sie der Klima- und Transformationsfonds und der Wirtschaftsstabilisierungsfonds vorsahen. Wenn die wegfallen, sinkt das Wirtschaftswachstum um 0,9 Prozentpunkte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/oekonom-achim-truger-erklaert--warum-er-gegen-sparen-beim-sozialen-ist-34250332.html\">stern<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>K&uuml;rzungen von Sozialleistungen? &ldquo;Ihr da oben &ndash; wir da unten&ldquo;: Offener Brief einer B&uuml;rgergeld-Bezieherin an Friedrich Merz und Christian Lindner <\/strong><br>\nMich macht es als Betroffene von drohenden Sozialk&uuml;rzungen fassungslos, warum ausgerechnet Sie beide (mit einem privaten Millionenverm&ouml;gen ohne Verm&ouml;genssteuer) beim Angriff auf die &Auml;rmsten und Bed&uuml;rftigsten im Land voranmarschieren. Sie sch&uuml;ren von oben geradezu eine Art Neidkampagne gegen unterste Einkommensschichten, die angeblich &uuml;berversorgt seien und deshalb &bdquo;nicht arbeiten wollen&ldquo;.<br>\nWarum denunzieren und diskriminieren Sie uns mit wahrheitswidrigen Behauptungen? Warum diffamieren sie die vier Millionen B&uuml;rgergeld-Bezieher in Deutschland? Und widerspricht nicht sogar der eigene Sozialfl&uuml;gel Ihrer Partei, Herr Merz, energisch den von Ihnen geforderten K&uuml;rzungen beim B&uuml;rgergeld und der Rente sowie sonstigen Sozialleistungen? Warum jetzt Ihr Frontalangriff auf die &Auml;rmsten und Bed&uuml;rftigsten im Lande unter dem willkommenen Vorwand des von Ihnen erstrittenen Verfassungsgerichtsurteils zum Haushalt?<br>\nIch darf Sie hier einmal aufkl&auml;ren, Herr Merz und Herr Lindner, wie man ohne eigenes Verschulden und trotz Arbeit ins B&uuml;rgergeld &bdquo;abrutscht&ldquo;: Ich geh&ouml;re zu denen, die als Alleinerziehende Jahrzehnte gearbeitet haben, zumeist auf mehreren prek&auml;ren Jobs gleichzeitig &ndash; zu Hungerl&ouml;hnen im Niedriglohnsektor, weil Sie, Herr Merz und Herr Lindner, sich allzu lange gegen die Einf&uuml;hrung des Mindestlohnes gesperrt hatten. Wissen Sie &uuml;berhaupt, dass 4,5 Mio.Menschen in unserem Land, also jeder Zehnte, neben der regul&auml;ren Arbeit noch einer weiteren Besch&auml;ftigung nachgeht, um sein Leben finanzieren zu k&ouml;nnen,  und der Prozentsatz immer weiter ansteigt?<br>\nNun ist demn&auml;chst mein Bezug von &bdquo;Armutsrente&ldquo; absehbar, also &bdquo;Arm trotz Arbeit&ldquo;. Und wenn es nach Ihnen ginge, noch &auml;rmer in Zeiten der Inflation und Kostenexplosion sowie der Wohnungsnot. Die erschwerenden Umst&auml;nde, unter denen ich als Mutter von 2 T&ouml;chtern die Berufst&auml;tigkeit ausge&uuml;bt habe &ndash; wie fehlende Kita-Pl&auml;tze und nicht funktionierende &Ouml;PNV-Verbindungen f&uuml;r Berufspendler sowie nicht finanzierbarer Erholungsurlaub, au&szlig;erdem Erkrankungen und prek&auml;re Wohnverh&auml;ltnisse &ndash; schildere ich noch im Anschluss.<br>\nWarum ist Ihnen die Erh&ouml;hung des B&uuml;rgergeldes um lediglich 61 Euro im Monat (f&uuml;r Alleinstehende) als verfassungsrechtlich gebotener Inflationsausgleich ein Dorn im Auge? Haben Sie nicht in diesem Jahr als Bundestagsabgeordnete gerade eine erneute Di&auml;tenerh&ouml;hung in H&ouml;he von 268 &euro; erhalten, also um das vier- bis F&uuml;nffache des missg&ouml;nnten Inflationsausgleichs f&uuml;r B&uuml;rgergeldbezieher? (Im n&auml;chsten Jahr f&auml;llt sie noch deutlich h&ouml;her f&uuml;r Sie als Volksvertreter aus).<br>\nUnd bekommen Sie nicht diese j&auml;hrlichen Erh&ouml;hungen automatisch in Anpassung an die Lohnentwicklung &ndash; und klammheimlich ohne Beratung, Beschlussfassung und ohne &ouml;ffentliche Debatte?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lokalkompass.de\/gelsenkirchen\/c-politik\/ihr-da-oben-wir-da-unten-offener-brief-einer-buergergeld-bezieherin-an-friedrich-merz-und-christian-lindner_a1914560\">Lokalkompass<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Trotz steigendem Durchschnittsalter: Rentenversicherung gibt Entwarnung bei Renten<\/strong><br>\nDie Rentner in Deutschland werden im Schnitt immer &auml;lter. Dieser Umstand belastet das Rentensystem seit langem. Nun hat die Rentenversicherung aber positive Nachrichten. Denn in der nahen Zukunft wird sich dieser Trend nicht so stark versch&auml;rfen, wie bislang bef&uuml;rchtet.<br>\nDie Deutsche Rentenversicherung (DRV) hat trotz des steigenden Durchschnittsalters im Land Entwarnung bei Finanzierung der Rente gegeben. &ldquo;In den n&auml;chsten Jahren wird die demografische Belastung deutlich weniger zunehmen als bisher erwartet&rdquo;, sagte DRV-Pr&auml;sidentin Gundula Ro&szlig;bach der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung (Montag).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gmx.net\/magazine\/wirtschaft\/trotz-steigendem-durchschnittsalter-rentenversicherung-entwarnung-renten-38932572\">GMX<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lehrermangel, Lernr&uuml;ckst&auml;nde und Corona-Folgen: Vollversagen der Ampel in der Bildungspolitik<\/strong><br>\nDeutsche Sch&uuml;ler schneiden in drei F&auml;chern so schlecht ab wie nie. Offensichtliches Versagen der Ampel-Koalition. Warum der Abstieg absehbar war. [&hellip;]<br>\nSo war das Scheitern der Ampel-Koalition in der Bildungspolitik von Beginn an absehbar. Ende 2021 offenbarte eine repr&auml;sentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) eine zunehmende Frustration unter deutschen Schulleitern, verst&auml;rkt durch die damals noch anhaltende Corona-Pandemie.<br>\nObwohl Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier bereits im Juli 2021 auf die offengelegten Schwachstellen der Digitalisierung hingewiesen hatte, sind seitdem nur geringe Fortschritte zu verzeichnen. Der Lehrermangel bleibt ein dr&auml;ngendes Problem, das sich mit 63 Prozent der Befragten, insbesondere an F&ouml;rderschulen, weiter versch&auml;rfte.<br>\nDie Ausstattung der Schulen mit Computern und schnellem Internet lie&szlig; trotz gestellter Antr&auml;ge auf Geld aus dem Digitalpakt zu w&uuml;nschen &uuml;brig. Die damalige Umfrage unterstrich, dass die Motivation der Schulleiter, insbesondere unter den Belastungen der Pandemie, erheblich litt und dies sich negativ auf die Bereitschaft der j&uuml;ngeren Generation auswirken k&ouml;nnte, den Beruf weiterhin auszu&uuml;ben. Ge&auml;ndert hat sich an dieser tristen Lage nur wenig.<br>\nMehr als die H&auml;lfte der Befragten gab damals an, dass ihre Schulen unter Lehrermangel leiden, wobei dieser Mangel vor allem an F&ouml;rderschulen sp&uuml;rbar ist. Lediglich etwas mehr als die H&auml;lfte der Befragten best&auml;tigte die Verf&uuml;gbarkeit von Breitbandinternet und WLAN in den Klassenr&auml;umen.<br>\nDie im Koalitionsvertrag skizzierten Pl&auml;ne zur Steigerung der Bildungsausgaben und zur Einf&uuml;hrung eines neuen Digitalpakts bis 2030 werden kritisiert, da der Lehrermangel nicht explizit angegangen wird. Auch die geplante Qualifizierung von Quereinsteigern und die beschleunigte Anerkennung ausl&auml;ndischer Qualifikationen stie&szlig;en auf Skepsis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Lehrermangel-Lernrueckstaende-und-Corona-Folgen-Vollversagen-der-Ampel-in-der-Bildungspolitik-9549012.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Bildungskrise in Deutschland: Warum die Verantwortung in Berlin liegt<\/strong><br>\nDie Krise im Schulsystem ist ma&szlig;geblich durch Entscheidungen des Bundes provoziert worden. Deswegen liegt dort auch die Verantwortung. Ein Telepolis-Leitartikel.<br>\nDie Berichterstattung von Telepolis &uuml;ber die verheerenden Ergebnisse der Pisa-Studie der OECD zu Schulleistungen hat f&uuml;r einige Debatten gesorgt. &ldquo;Lehrermangel, Lernr&uuml;ckst&auml;nde und Corona-Folgen: Vollversagen der Ampel in der Bildungspolitik&rdquo;, titelten wir in einem Bericht, der aufzeigte, wie lange die Misere in Kitas und Schulen bekannt ist. Der Kommentar &ldquo;Bildungskrise in Deutschland: Das Land steigt ab, die Regierung schaut zu&rdquo; thematisierte die Verantwortung der Bundesregierung.<br>\nDas kritisierten mehrere Leser im Telepolis-Forum. &ldquo;Die Ampel hat an anderer Stelle gen&uuml;gend Murks gebaut, hierf&uuml;r ist sie aber mal nicht verantwortlich, weil Bildung L&auml;ndersache ist&rdquo;, schrieb ein Leser. &ldquo;Die Pisa-Erhebungen fanden im April 2022 statt. Die Ampel regiert seit dem 8. Dezember 2021&rdquo;, schrieb ein anderer. Das ist beides richtig und steht auch so in den genannten Beitr&auml;gen von Telepolis. Dennoch ist das Ergebnis ein Armutszeugnis f&uuml;r die Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Bildungskrise-in-Deutschland-Warum-die-Verantwortung-in-Berlin-liegt-9567754.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107963#h06\">Interner Cum-Ex-Schriftverkehr: &ldquo;Scholz, der Jesus von der Alster&rdquo;<\/a><\/li>\n<p>Der Bundeskanzler will sich in der Cum-Ex-Aff&auml;re an Treffen mit einem Privatbanker nicht erinnern k&ouml;nnen. Ein interner Vermerk des Bundesfinanzministeriums beweist jetzt das Gegenteil. [&hellip;]<br>\nStreit gibt es unter anderem dar&uuml;ber, ob sich Olaf Scholz an die Inhalte der Gespr&auml;che mit Olearius erinnern kann. Scholz sagt, er k&ouml;nne sie nur aus den Medienberichten rekonstruieren, eigene Erinnerungen habe er keine. Er wurde dazu mehrfach in unterschiedlichen Gremien befragt, in Sitzungen des Finanzausschusses und auch im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Hamburg.<br>\nDoch das ist offenbar gelogen. Unver&ouml;ffentlichte Dokumente aus dem Bundesfinanzministerium, die t-online vorliegen, zeigen: Scholz wusste immer, was er mit Olearius besprochen hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/innenpolitik\/id_100292236\/cum-ex-beweise-fuer-treffen-zwischen-olaf-scholz-und-christian-olearius.html\">t-online<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>Neues Dokument belastet Olaf Scholz im Skandal um Steuermillionen<\/strong><br>\nKurz bevor der heutige Bundeskanzler im September 2020 erstmals behauptete, er habe alle Details aus Gespr&auml;chen mit zwei Bankern vergessen, verfassten seine Mitarbeiter im Finanzministerium ein Papier, das sich offenkundig auf Scholz-Erinnerungen zu den Treffen st&uuml;tzte.<br>\nDie Ged&auml;chtnisl&uuml;cken von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Cum-Ex-Skandal sind fast schon sprichw&ouml;rtlich. Sogar Wirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) machte sich j&uuml;ngst &uuml;ber sie lustig. Jetzt best&auml;rkt ein bisher unbekanntes sogenanntes Non-Paper &ndash; also ein Vermerk ohne Briefkopf, Datum und Unterschrift &ndash; den Verdacht, dass Scholz die Vergesslichkeit im Cum-Ex-Skandal um die Hamburger Warburg-Bank nur vorsch&uuml;tzt.<br>\nDas Dokument, das WELT AM SONNTAG vorliegt, entstand in der Leitungsabteilung des damals von Scholz gef&uuml;hrten Finanzministeriums und diente zur Vorbereitung einer Sitzung des Finanzausschusses des Bundestages am 9. September 2020. Es geht um drei Gespr&auml;che mit Vertretern der Bank, die der SPD-Politiker in den Jahren 2016 und 2017 als Erster B&uuml;rgermeister von Hamburg gef&uuml;hrt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus248823696\/Cum-Ex-Affaere-Ein-brisantes-Papier-belastet-Olaf-Scholz-im-Bankenskandal.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Olaf Scholz und die Cum-Ex-Aff&auml;re: Staatsanwaltschaft Hamburg weist Fabio De Masis Strafanzeige gegen den Kanzler zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDas Problem: Inzwischen ist bekannt, dass es diesen Kalendereintrag gar nicht gibt. Scholz selbst behauptet, der Termin sei aufgrund eines technischen &Uuml;bertragungsfehlers im M&auml;rz 2018 bei seinem Wechsel aus dem Hamburger Rathaus ins Bundesfinanzministerium verloren gegangen. &bdquo;Da stellt sich mir die ganz simple Frage: Wie kann ich ohne Erinnerung einen Termin best&auml;tigen, der nicht mehr in meinem Kalender steht?&ldquo;, so Fabio De Masi. &bdquo;Damit h&auml;tte denk- und sachlogisch Olaf Scholz den Hamburger Untersuchungsausschuss &uuml;ber seine Erinnerungsl&uuml;cken belogen.&ldquo;<br>\nDie Staatsanwaltschaft widerspricht: &bdquo;Es kommt neben einer Vielzahl anderer M&ouml;glichkeiten ebenso in Betracht, dass der Sprecher Hebestreit seine Ausf&uuml;hrungen gemacht hat, um den Eindruck eines geordneten Hauses zu erwecken.&ldquo; Eine weitere M&ouml;glichkeit sei: Scholz k&ouml;nnte sich im Datum geirrt haben, als er sagte, der Kalendereintrag existiere seit M&auml;rz 2018 nicht mehr.<br>\n&bdquo;Die Staatsanwaltschaft behauptet, der Kalendereintrag k&ouml;nne durch den Sprecher von Scholz im Jahr 2020 nur vorget&auml;uscht worden sein, um den Eindruck eines geordneten Hauses zu erwecken&ldquo;, sagt De Masi. &bdquo;Aber auch dann stellt sich ja die Frage, wie der Termin ohne Erinnerung best&auml;tigt werden konnte.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/politik\/deutschland\/cum-ex-staatsanwaltschaft-weist-anzeige-gegen-scholz-zurueck\/\">Business Insider<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Cum-Ex-Skandal: Hat Kanzler Scholz gelogen, sein Sprecher oder beide zusammen?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107855\">NachDenkSeiten<\/a>\n\n<\/p><li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutschland, Ukraine und die Nato: &ldquo;Vergessen scheinen die Appelle von Willy Brandt&rdquo;<\/strong><br>\nEkkehard Lentz engagierte sich langem f&uuml;r Frieden. Zuletzt erlebte er ein Revival der Bewegung. Inmitten neuer Planungen verstarb er. Hier sein letztes Interview.<br>\n&ldquo;Sch&auml;mt Euch!&rdquo;, schallte es den Besuchern des Kongresses &ldquo;Ohne Nato leben &ndash; Ideen zum Frieden&rdquo; entgegen, als sie an einem Sonnabend Ende Mai 2022 versuchten, den Veranstaltungsort durch den Hintereingang der Berliner Humboldt-Universit&auml;t zu betreten.<br>\nEin zahlenm&auml;&szlig;ig &uuml;berschaubares H&auml;uflein hatte sich dort versammelt, angef&uuml;hrt von einem Mann bekleidet wie Paramilit&auml;r, inklusive einer Banderole in den Farben der ukrainischen Fahne um den Oberarm. Er versuchte, Journalisten den Weg zur Veranstaltung abzuschneiden.<br>\nNur wenige Meter entfernt stand Ekkehard Lentz, beobachtete das Treiben und griff sch&uuml;tzend ein, wenn einige der G&auml;ste des Kongresses zu sehr bel&auml;stigt wurden. Lentz &auml;u&szlig;erte sich optimistisch zur Zukunft der Friedensbewegung, f&uuml;r die er sich schon seit seiner Jugend in den fr&uuml;hen 1970er-Jahren engagierte.<br>\nIn Bremen, jener Hansestadt mit ihren ausgepr&auml;gten linken Milieus, wurde er sozialisiert und politisiert. Diese Pr&auml;gung blieb auch sein Leitmotiv. Wir unterhielten uns eine Weile an diesem Tag und blieben danach im Kontakt, tauschten uns regelm&auml;&szlig;ig in den sozialen Netzwerken aus.<br>\nAls im Oktober dieses Jahres mein neues Buch erschien, lud mich Ekkehard Lentz zu einer Lesung nach Bremen ein, eine Einladung, die ich gerne annahm.<br>\nWir bummelten an diesem Tag durch die Stadt und Ekkehardt Lentz erz&auml;hlte mir von seinem Leben, politisch und privat.<br>\nAls Motivation f&uuml;r sein Engagement nannte er den Glauben, dass es im Leben darum gehe, sein Menschsein voll auszusch&ouml;pfen, eine Person zu werden, die mit sich im Reinen ist und ein erf&uuml;lltes Leben f&uuml;hrt. Manchmal, so sagte er mir, kam er sich in den letzten Jahren wie ein politisches Fossil vor, doch gerade im Moment nahm er zur Kenntnis, dass das Thema Krieg und Frieden den Menschen auf den N&auml;geln brennt und auch wieder mehr junge Menschen zu besch&auml;ftigen beginnt.<br>\nKurze Zeit sp&auml;ter berichtete er mir davon, dass die Stadt Bremen den Link zum Friedensforum von ihrer Website entfernt hatte. Dieses Vorgehen emp&ouml;rte Lentz, denn die L&ouml;schung erfolgte ohne jede Vorabinformation. In einer Stellungnahme schrieb er, in seiner Funktion als Sprecher des Friedensforums, obwohl das in der Bremer Gesellschaft bekannte Bremer Friedensforum bereits seit zwei Jahrzehnten mit einem Eintrag bei Bremen.de vertreten war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Deutschland-Ukraine-und-die-Nato-Vergessen-scheinen-die-Appelle-von-Willy-Brandt-9547787.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Hassdynamiken umkehren<\/strong><br>\nDas Konzept Konfliktmanagement ist zusammengebrochen. Wie kann ein Ausweg aus der Katastrophe im Nahen Osten aussehen? Eine philosophische Ann&auml;herung. (&hellip;)<br>\nK&ouml;nnen wir einen Ausweg aus der wachsenden Entt&auml;uschung finden &uuml;ber die hehren Ideale der Aufkl&auml;rung, die mehr und mehr nicht nur als gescheitert, sondern geradezu als heuchlerisch wahrgenommen werden (und was die zentrale ideologische Botschaft des neuen, &uuml;berall auf dem Vormarsch befindlichen Autoritarismus ist)? In einer Zeit, in der unsere Welt mit hochgradig politisierten Katastrophen konfrontiert ist &ndash; von Krieg &uuml;ber Hungersnot bis hin zu Massenmigration &ndash;, ist in immer komplexeren politischen Situationen moralische Klarheit erforderlich.<br>\nWir m&uuml;ssen lernen, Moral von Politik und Machtdynamik zu unterscheiden, aber nicht zu trennen. In diesem Krieg besteht die Reaktion der Handelnden allzu oft darin, sich entweder hinter der Komplexit&auml;t zu verstecken, um unmoralische Handlungen zu rechtfertigen, oder Moral und Vernunft zu zerst&ouml;ren.<br>\nEs sollte nicht so schwer sein, zu erkennen, dass Macht zwar moralische Erw&auml;gungen beeinflusst, diese aber nicht au&szlig;er Acht lassen sollte: Israel, die st&auml;rkere Partei im Konflikt, tr&auml;gt mehr Verantwortung, tr&auml;gt aber nicht die ganze Verantwortung. Sowohl aus moralischen als auch aus praktischen politischen Gr&uuml;nden kann die Unterst&uuml;tzung der Pal&auml;stinenser nur mit einer absoluten Ablehnung der von der Hamas begangenen Gr&auml;ueltaten einhergehen. Dies hei&szlig;t &ndash; nochmal &ndash; anzuerkennen, dass der gerechte Kampf f&uuml;r die pal&auml;stinensische Befreiung von den abscheulichen Taten der Hamas unterschieden werden muss.<br>\nDie Unterst&uuml;tzung Israels wiederum kann nur mit einer Ablehnung zerst&ouml;rerischer Kriegsf&uuml;hrung, die zivile Opfer hinnimmt, und auch der Ablehnung der jahrzehntelangen Besatzung und der damit verbundenen siedlerkolonialen Dynamik einhergehen. Dies w&uuml;rde bedeuten, zwischen einem Existenzrecht, das allen gew&auml;hrt werden sollte, und einem Recht auf Unterdr&uuml;ckung, das niemandem gew&auml;hrt werden sollte, zu trennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Nach-dem-Krieg-im-Nahen-Osten\/!5973796\/\">Yuval Kremnitzer in taz<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Zukunft f&uuml;r Juden: Deutsche sind in ihrer Israelsolidarit&auml;t nicht zurechnungsf&auml;hig<\/strong><br>\nDie Nichte unserer Autorin kann seit dem 7. Oktober nicht mehr lachen. Nur Sicherheit f&uuml;r pal&auml;stinensische Kinder wird auch die j&uuml;dischen Kinder sch&uuml;tzen. (&hellip;)<br>\nVielleicht sterben gerade viele Hamas-K&auml;mpfer. Aber es sterben auch S&ouml;hne, T&ouml;chter, Br&uuml;der, Schwestern, V&auml;ter, M&uuml;tter in Gaza. Durch Bombardements von oben, ohne Iron Dome. Die &Uuml;berlebenden werden genauso wie die Menschen im S&uuml;den Israels Jahrzehnte zu verarbeiten haben, was ihnen gerade passiert. Und jede Kinderpsychologin kann jetzt schon sagen, die Tausenden israelischen Bomben produzieren in diesen Tagen die n&auml;chste Generation der Hamas. Wahrscheinlich wurden die schrecklichen M&ouml;rder der Hamas vom 7. Oktober im letzten Krieg in Gaza 2014 geboren, oder dem von 2012 oder dem von 2009. Geboren unter schon vorherigen Hageln von israelischen Bomben. Geboren als eigentlich junge Menschen, Kinder, Teenager, bei denen sich durch die Tode von Verwandten, von Freunden und die Zerst&ouml;rung der Umgebung mit jedem Mal ein weiterer Schattenring ums Herz legt. Und jetzt wieder. Keine Bodenoffensive, keine Beteuerung israelischer Gener&auml;le oder die Solidarit&auml;t deutscher Politiker f&uuml;hren an diesem Faktum vorbei: Die n&auml;chste Generation der Hamas wird durch diesen Krieg noch zahlreicher, noch schlimmer, noch brutaler. (&hellip;)<br>\nDer 7. Oktober sollte ein Weckruf f&uuml;r eine langj&auml;hrige falsche Politik in Deutschland sein. Blinde Israelsolidarit&auml;t gef&auml;hrdet die Zukunft israelischer, j&uuml;discher Kinder &ndash; und nat&uuml;rlich auch die der pal&auml;stinensischen Kinder. Wir haben eine Regierung unterst&uuml;tzt, deren F&uuml;hrer die Hamas gegen die Fatah unterst&uuml;tzt haben. Netanjahu konnte seine Geldlieferungen an die Hamas einigerma&szlig;en kaschieren, aber der heutige Finanzminister Bezalel Smotrich hat sich schon 2015 im israelischen Fernsehen verplappert: Weil mit der Terrororganisation Hamas niemand verhandeln wird und so die Zweistaatenl&ouml;sung umgangen werden kann, sei die Hamas ein &bdquo;asset&ldquo;. Die deutsche Solidarit&auml;t gegen&uuml;ber einer solchen Politik ist daher ebenfalls schmutzig. Sie ist auch erstaunlich ignorant gegen&uuml;ber einem eigentlich sehr offensichtlich teuflischen Kreislauf der letzten Jahrzehnte: Israel ist eine Demokratie im Nahen Osten, aber nur f&uuml;r die eigenen Leute. Diese fehlende politische Nachhaltigkeit st&auml;rkt den Zulauf f&uuml;r die Hamas, Hisbollah oder das iranische Regime. Und dieser Teufelskreis wird jetzt noch versch&auml;rft: Gerade liegt dem Bundestag eine weitere Antisemitismus-Resolution vor, die die Kritik an Israel noch h&auml;rter sanktioniert. Sprich, hierzulande ist offenbar die Treue zur rechten, rassistischen Regierung um Benjamin Netanjahu wichtiger als die Zukunft der israelischen Kinder.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/zukunft-fuer-juden-deutsche-sind-in-ihrer-israelsolidaritaet-nicht-zurechnungsfaehig-li.2163771%20\">Charlotte Misselwitz in Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.L.:<\/strong> Ich w&uuml;rde dieses Reflexionsverm&ouml;gen, dieses Mitgef&uuml;hl f&uuml;r die Betroffenen auf BEIDEN Seiten und diesen Realismus auch dem politischen Personal in Deutschland w&uuml;nschen.<\/em><\/p>\n<p>und: <strong>The Secretary-General letter to the President of Security Council invoking Article 99 of the United Nations Charter<\/strong><br>\nNowhere is safe in Gaza.<br>\nAmid constant bombardment by the Israel Defense Forces, and without shelter or the essentials to survive, I expect public order to completely break down soon due to the desperate conditions, rendering even limited humanitarian assistance impossible. An even worse situation could unfold, including epidemic diseases and increased pressure for mass displacement into neighbouring countries.<br>\nIn Resolution 2712 (2023), the Security Council &ldquo;calls for the scaling up of the provision of such supplies to meet the humanitarian needs of the civilian population, especially children.&rdquo;<br>\nThe current conditions are making it impossible for meaningful humanitarian operations to be conducted. We are, nevertheless, preparing options for monitoring the implementation of the resolution, even if we recognize that in the present circumstances, that is untenable.<br>\nWhile delivery of supplies through Rafah continues, quantities are insufficient and have dropped since the pause came to an end. We are simply unable to reach those in need inside Gaza. The capacity of the United Nations and its humanitarian partners has been decimated by supply shortages, lack of fuel, interrupted communications, and growing insecurity. Humanitarian personnel have joined the vast majority of Gazan civilians in evacuating to south Gaza ahead of advancing military operations. At least 130 UNRWA colleagues have been killed, many with their families.<br>\nWe are facing a severe risk of collapse of the humanitarian system. The situation is fast deteriorating into a catastrophe with potentially irreversible implications for Palestinians as a whole and for peace and security in the region. Such an outcome must be avoided at all cost.<br>\nThe international community has a responsibility to use all its influence to prevent further escalation and end this crisis. I urge the members of the Security Council to press to avert a humanitarian catastrophe. I reiterate my appeal for a humanitarian ceasefire to be declared. This is urgent. The civilian population must be spared from greater harm. With a humanitarian ceasefire, the means of survival can be restored, and humanitarian assistance can be delivered in a safe and timely manner across the Gaza Strip.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.un.org\/en\/situation-in-occupied-palestine-and-israel\/sg-sc-article99-06-dec-2023\">UNO<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Guterres ist ein leuchtender Stern in einer dunklen Welt. Sein Brief an den Weltsicherheitsrat von gestern ist eindeutig, menschlich, sensibel, friedensorientiert. Die Bundesregierung sollte ihn erkennbar unterst&uuml;tzen und weitere Unterst&uuml;tzung suchen, statt sich wegzuducken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Europa in der Krise &ndash; es ist Zeit f&uuml;r Bescheidenheit<\/strong><br>\nDie vollmundig angek&uuml;ndigte ukrainische Sommeroffensive verlor, den Verlustzahlen nach zu schlie&szlig;en, bereits im Juli an Kraft und ihr Scheitern ist wohl eher mit dem russischen Widerstand zu erkl&auml;ren, den man untersch&auml;tzte, als mit den sich verschlechternden Wetterbedingungen im Herbst. Schon beschweren sich ukrainische Regierungsmitglieder, die USA und Deutschland w&uuml;rden die Ukraine jetzt zu Verhandlungen n&ouml;tigen (1).<br>\nDabei passt es ins Bild, dass sich nun auch bewahrheitet, dass Boris Johnston in der Tat im M&auml;rz vergangenen Jahres die Ukraine zur Fortsetzung des Kriegs aufgefordert hatte (2). Jetzt steht Selenskyj wom&ouml;glich schlechter da als damals, als er noch eine weitgehend intakte Armee zur Verf&uuml;gung hatte. Der milit&auml;rische Misserfolg der Ukrainer ist nicht mehr abzustreiten und f&uuml;r eine ukrainische Variante der &bdquo;Dolchsto&szlig;legende&ldquo; ist es jetzt zu sp&auml;t (3). (&hellip;)<br>\nWesteuropa braucht eine Strategie f&uuml;r den Fall, dass Russland den Ukraine-Krieg nicht verliert und eine Zerteilung Russlands nicht gelingt. Das Wort Verhandlungen allein ist derzeit tabu, aber Verhandlungen zwischen dem Westen und Russland werden unausweichlich werden, wenn nicht jeder Konflikt in Europa milit&auml;risch ausgetragen werden soll und wenn nicht permanent au&szlig;ereurop&auml;ische M&auml;chte Europas Konflikte regeln sollen. Wenn der Westen alle T&uuml;ren zur Kooperation schlie&szlig;t, dann zwingt er Russland dazu, seine Sicherheit mit milit&auml;rischen Mitteln zu gew&auml;hrleisten &ndash; auch mit Kernwaffen. (&hellip;)<br>\nSeit dem Ende des Kalten Kriegs hat sich die NATO bis an die Grenzen Russlands und bis knapp vor die bev&ouml;lkerungsreichsten und wirtschaftlich wichtigsten Gebiete des Landes ausgedehnt und hat dabei das Misstrauen Russlands geweckt. Jetzt muss sie feststellen, dass sie Russland vor seiner eigenen Haust&uuml;re nicht schlagen kann. Gef&auml;hrlich ist&rsquo;s den Leu zu wecken&hellip; (32). Nun m&uuml;ssen sich Balten und Finnen wirklich Sorgen machen, denn die Allianz, wegen der sie Streit mit ihrem Nachbarn riskierten, wird sie nicht sch&uuml;tzen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/europa-in-der-krise-es-ist-zeit-fuer-bescheidenheit\/\">Ralph Bosshard in Globalbridge<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wettlauf mit der Zeit<\/strong><br>\nAngesichts des Kriegsverlaufs wird ein Waffenstillstand f&uuml;r die Ukraine immer dringlicher. Doch nur die USA k&ouml;nnen den Friedensprozess vorantreiben.<br>\nDie ukrainische Offensive im Sommer und Herbst 2023 ist gescheitert. Es gab nur minimale Gel&auml;ndegewinne &ndash; bei enormen menschlichen Verlusten &ndash; und die durchschlagenden ukrainischen Erfolge von 2022 konnten nicht wiederholt werden. Der Oberkommandant der ukrainischen Armee, General Walerij Saluschnyj, r&auml;umte zuletzt ein, der Konflikt sei in eine Pattsituation geraten und inzwischen ein Stellungskrieg.<br>\nZeitgleich rollt die n&auml;chste russische Gegenoffensive. Zwar kommen Moskaus Streitkr&auml;fte ebenfalls nur sehr langsam voran, doch die Zeit ist ein weiterer Feind f&uuml;r die Ukraine: Russland hat etwa das Vierfache der Bev&ouml;lkerung der Ukraine sowie das Vierzehnfache ihres Bruttoinlandsprodukts. Das verschafft Moskau enorme Vorteile in diesem zu einem Zerm&uuml;rbungskrieg mutierten Konflikt. Die gravierenden Probleme in der US-amerikanischen und europ&auml;ischen R&uuml;stungsindustrie haben dar&uuml;ber hinaus dazu gef&uuml;hrt, dass Russland weitaus mehr Granaten und Munition produziert, als die Ukraine vom Westen erh&auml;lt.<br>\nDie Erfolge der Ukraine in den ersten Monaten des Krieges waren auf den Mut und die Entschlossenheit der ukrainischen Soldaten, einige besonders wirksame westliche Waffen und eine extrem schlechte russische Planung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Au&szlig;erdem konnte die Ukraine mehr M&auml;nner mobilisieren als Russland, weil Pr&auml;sident Wladimir Putin z&ouml;gerte, die Rekrutierung zu forcieren. Dieser einstige Vorteil hat sich nun aber ins Gegenteil verkehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/wettlauf-mit-der-zeit-7167\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>LNG: Bundesregierung wei&szlig; pl&ouml;tzlich nicht, wie klimasch&auml;dlich die Importe sind<\/strong><br>\nWie viele CO&#8322;-Emissionen entstehen zus&auml;tzlich durch LNG-Importe aus den USA? Die Bundesregierung hat dazu keine Daten. Das zeigt eine Antwort, die uns exklusiv vorliegt.<br>\nDas Wirtschaftsministerium unter der Leitung von Robert Habeck (Gr&uuml;ne) l&auml;sst in Deutschland mehrere LNG-Importterminals bauen, schlie&szlig;lich m&uuml;ssen die weggefallenen Pipeline-Gaslieferungen aus Russland irgendwie kompensiert werden. Aber zu welchem Preis? Und was, wenn das aus den USA importierte LNG, also Fl&uuml;ssigerdgas, klimasch&auml;dlicher ist als das Verfeuern von Kohle?<br>\nZu diesem Schluss ist k&uuml;rzlich eine neue Studie des amerikanischen Methan-Forschers Robert W. Howarth von der Cornell University gekommen, &uuml;ber die auch die Berliner Zeitung berichtete. Die absoluten Treibhausgasemissionen von amerikanischem LNG seien mindestens um 24 Prozent und im schlimmsten Fall um 274 Prozent h&ouml;her als die von Kohle, hei&szlig;t es in der Analyse. Schuld sind demnach Methanleckagen bei den verschiedenen Etappen von Fracking &uuml;ber die Reinigung, Verfl&uuml;ssigung und schlie&szlig;lich den Transport &uuml;ber die Weltmeere.<br>\nWas sagt die Bundesregierung dazu? Christian Leye, ein Abgeordneter der kurz vor der Aufl&ouml;sung stehenden Linke-Bundestagsfraktion, hat im November eine entsprechende Anfrage an die Regierung gestellt. Die Antworten des Bundesministeriums f&uuml;r Wirtschaft und Klimaschutz liegen der Berliner Zeitung vor. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Der Bundesregierung liegen keine solchen Sch&auml;tzungen oder Berechnungen vor&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort, die von Staatssekret&auml;r Philipp Nimmermann aus dem Wirtschaftsministerium unterzeichnet wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/lng-bundesregierung-weiss-ploetzlich-nicht-wie-klimaschaedlich-die-importe-sind-li.2165184\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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