{"id":107973,"date":"2023-12-08T15:02:08","date_gmt":"2023-12-08T14:02:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107973"},"modified":"2023-12-09T12:14:18","modified_gmt":"2023-12-09T11:14:18","slug":"leserbriefe-zu-usa-und-deutschland-eine-schwierige-beziehung-daniele-ganser-im-gespraech-mit-oskar-lafontaine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107973","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eUSA und Deutschland \u2013 eine schwierige Beziehung. Daniele Ganser im Gespr\u00e4ch mit Oskar Lafontaine\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107715\">In diesem Beitrag<\/a> wird auf das Gespr&auml;ch zwischen dem Politiker Oskar Lafontaine und dem Historiker Daniele Ganser hingewiesen. Beide verbinde die Kritik am US-Imperialismus. Lafontaine fordere seit Monaten eine Aufkl&auml;rung des Terroranschlages auf Nordstream und kritisiere, dass Bundeskanzler Scholz dazu schweige. In seinem Buch &bdquo;Ami, it&rsquo;s time to go&ldquo; sage Lafontaine, dass die USA alle ihre Soldaten aus Deutschland abziehen sollten. Wir danken f&uuml;r die interessanten Leserbriefe. Hier nun eine Auswahl, die <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebes Nachdenkseitenteam.<\/p><p>Bin immer wieder &uuml;berw&auml;ltigt von soviel Klugheit in einem Gespr&auml;ch&hellip;<\/p><p>Danke in schwierigen Zeiten<\/p><p>Uta Nahr<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseitenredaktion,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r diesen Beitrag, der bei youtube mehrfach abgebrochen wurde.<\/p><p>Diesen beiden Hochkar&auml;tern zuzuh&ouml;ren ist ein absoluter Lichtblick in d&uuml;steren Zeiten.<\/p><p>Mit jedem Satz, den man hier h&ouml;rt, w&auml;chst die &Uuml;berzeugung, da&szlig; wir in Deutschland wirklich zu den armseligsten Vasallen geh&ouml;ren, die es noch gibt, obwohl in der &uuml;brigen Welt mittlerweile ganz andere T&ouml;ne zu h&ouml;ren sind. Ich habe den Vortrag von Daniele Ganser in Saarbr&uuml;cken geh&ouml;rt und auch Oskar Lafontaines aktuelles Buch (und auch alle anderen)&nbsp; gelesen. Hier werden Fakten auf den Tisch gelegt, die von den &uuml;belsten &ldquo;Faktencheckern&rdquo; nicht widerlegt werden k&ouml;nnen, aber immer wieder zu h&ouml;ren sind.<\/p><p>Den Dialog scheuen sie, wie der Teufel das Weihwasser. Ich durfte gl&uuml;cklicherweise das politische Leben von Oskar Lafontaine miterleben, da ich zu seiner Altersgruppe geh&ouml;re, ihn auch live erlebte und zu seinen Stammw&auml;hlern geh&ouml;rte mit dem Wechsel zur Linken. Seit seinem Austritt dort bin ich wie sicherlich viele ratlos und hoffe auf neue Bewegungen, die gut f&uuml;r unser Land sind.<\/p><p>Chapeau vor Oskar Lafontaine, einem, der sich nie verbiegen lie&szlig; und Daniele Ganser f&uuml;r ein Gespr&auml;ch auf hohem Niveau, das man im Mainstream nicht mehr findet.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e an die Redaktion<br>\nRainer Petry<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion der Nachdenkseiten!<\/p><p>Nach wie vor halte ich die Nachdenkseiten als Informationsquelle unersetzlich. Und war nat&uuml;rlich auch gespannt auf das Interview zwischen Ganser und Lafontaine, das j&uuml;ngst auf der Homepage der Nachdenkseiten zu h&ouml;ren und zu schauen zur Verf&uuml;gung stand. Dort spielten sich Ganser und Lafontaine die B&auml;lle zu und ber&uuml;hrten mit ihrem Frage- und Antwortspiel viele Themen, die innen- und au&szlig;enpolitisch in dem Verh&auml;ltnis der BRD gegen&uuml;ber USA eine Rolle spielen. Das Thema lautete demnach: USA und Deutschland &ndash; eine schwierige Beziehung.<\/p><p>Und nat&uuml;rlich kristalliert sich &uuml;ber die Regierungsjahre der rot-gr&uuml;nen oder der schwarz-roten oder w&auml;hrend der Regierungszeit der Ampelregierung immer deutlicher heraus, dass sich der Kriegskurs der jeweiligen Regierungsparteien Deutschlands immer st&auml;rker dem Vasallentum Deutschland gegen&uuml;ber der NATO-F&uuml;hrungsmacht USA ann&auml;hert. Sich also deutlich seinem Machtdiktat unterordnet. Leider war Lafontaine nicht in der Lage auf die Frage von Ganser konkret Gr&uuml;nde daf&uuml;r zu benennen, welche politischen Beweggr&uuml;nde besonders in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands daf&uuml;r vorliegen.&nbsp;<br>\nEr war fr&uuml;her (?) selber einer der Getreuen! Die Partei der B&uuml;ndnisgr&uuml;nen benannte er als die momentan gef&auml;hrlichsten Kriegstreiber. Und mit den Ausf&uuml;hrungen von Baerbock, Nouripour, Lang, Hofreiter und Fischer scheint er damit auch vollkommen ins Schwarze zu treffen.<\/p><p>Im Ergebnis einer interessanten Diskussion richtete sich Ganser mit der Frage an seinen Interviewpartner, was er denn einem jungen Menschen als Rat mit auf den Weg geben wolle. Und ich war eigentlich entt&auml;uscht &uuml;ber Lafontaines Aussage, mit er den Sinn des Lebens deklarieren wollte. Nun ist Lafontaine bereits in die Jahre gekommen und es erscheint fast, als wolle er als alter Mensch sich letztendlich mit Allen vers&ouml;hnen uns uns verk&uuml;nden, dass die Liebe als Wesenspunkt der Politik in seinem Tun steht. Sentimentaler geht&acute;s kaum! Gleiches h&ouml;rten wir unl&auml;ngst von Frau Lang als Frontfrau der B&uuml;ndnisgr&uuml;nen auf dem Parteitag dieser Militaristen-Partei. Und die Nachdenkseiten haben es ver&ouml;ffentlicht: &ldquo;Viele &Auml;u&szlig;erungen vom Parteitag stehen f&uuml;r sich, man muss sie gar nicht kommentieren &ndash; etwa, wenn die auf dem Parteitag best&auml;tigte Parteivorsitzende Ricarda Lang erkl&auml;rt, &bdquo;wir machen Politik, um das Leben zu verbessern&ldquo; sowie &bdquo;aus Liebe zu Menschen&ldquo;! Gehts noch? Gerade angesichts der anstehenden weiteren Runde von Sozialk&uuml;rzungen und dem Aufr&uuml;stungsprogramm. Warum muss man Menschen in penetranter, sentimentaler Weise einlullen?<\/p><p>Ich hoffe, dass Oskar Lafontaine uns auch in Zukunft spannende Erkenntnisse liefert. Aber dabei sollte er sein liebes Gesangbuch zu Hause lassen.<br>\n&nbsp;<br>\nGru&szlig;!<br>\nJ&uuml;rgen Hagenguth<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<\/p><p>zun&auml;chst einmal danke f&uuml;r die Verlinkung des Gespr&auml;chs zwischen Dr. Daniele Ganser und Oskar Lafontaine. Beide heben zurecht hervor, dass der Krieg in der Ukraine ein Stellvertreterkrieg ist, der insbesondere den Interessen der USA dient aber den wirtschaftlichen Interessen Deutschlands zuwider l&auml;uft. Das Modell Deutschland, durch billiges russisches Gas geringere Produktionskosten zu haben und damit Wettbewerbsvorteile auf dem Weltmarkt, ist erledigt. Im Gegenteil, die Energiekosten sind gestiegen, die deutsche Wirtschaft entwickelt sich rezessiv. Die interessante Frage die Daniele Ganser Oskar Lafontaine ab Minute 15 stellt, dr&auml;ngt sich geradezu auf: Warum handelt die deutsche Regierung gegen die nationalen Interessen und unterst&uuml;tzt einen Krieg, der nicht Russland wirtschaftlich in die Knie zwingt, sondern die eigene Wirtschaft schw&auml;cht? Genau genommen bleibt die Antwort leider aus.<\/p><p>Oskar Lafontaine schwenkt in seiner Antwort auf den Gazakonflikt &uuml;ber und kritisiert zurecht die Doppelmoral, die sich aufgrund der Shoah Israel verpflichtet f&uuml;hlt aber nicht Russland, das als Teil der damaligen Sowjetrepublik Millionen Tote durch das deutsche NS-Regime zu beklagen hatte. So wichtig der Verweis ist, er beantwortet nicht die Frage. Als m&ouml;gliche Gr&uuml;nde f&uuml;r die Vasallentreue der deutschen Regierung wurden dann im Laufe des Gespr&auml;chs auf die strategische Kommunikation der USA insbesondere &uuml;ber Institutionen wie die &bdquo;Atlantikbr&uuml;cke&ldquo; und die Inkompetenz des aktuellen Regierungspersonals verwiesen. Beides ist nicht zu leugnen, f&uuml;r die Erkl&auml;rung einer Unterwerfung unter die Interessen der USA gegen die eigenen greift das allerdings zu kurz. Es sind nicht nur Olaf Scholz und Annalena Baerbock, die die strategischen Entscheidungen einsam und allein treffen. In jeder Regierung gibt es hierzu Berater und Beraterinnen, St&auml;be, Parteigremien und (parteinahe) Think-tanks, die solche Entscheidungen wesentlich beeinflussen. Also, warum unterwirft sich die deutsche Regierung gegen die eigenen nationalen Interessen den imperialen Interessen der US-Regierung?<\/p><p>Es ist die zentrale Frage, die aber soweit ich sehe ohne fundierte Antwort bleibt. Eine politische Analyse, die eine befriedigende Antwort gibt, ist mir nicht bekannt. Ich gehe davon aus, dass die deutsche Regierung durchaus erkennt, dass die US-Interessen den nationalen Interessen Deutschlands in zentralen Fragen entgegen stehen. Dass den USA die deutschen Beziehungen zu Russland ein Dorn im Auge waren, insbesondere die strategische Handelsbeziehung Technologie gegen billiges Gas, ist offensichtlich. Die Drohgeb&auml;rden von Biden gegen Nordstream 2 sind allseits bekannt (auch das devote Schweigen des Kanzlers hierzu). Die Zerst&ouml;rung der Nordstreampipelines durch die USA oder ihrer Beteiligung ist nicht bewiesen aber die plausibelste Erkl&auml;rung. Die Verdachtsmomente, dass die deutsche Regierung sogar in die Zerst&ouml;rungspl&auml;ne eingeweiht war, verdichten sich. W&auml;hrend die USA durch den Cut der Gaslieferung aus Russland gewinnen, da sie nun ihr teures Frackinggas insbesondere auch an Deutschland verkaufen k&ouml;nnen, ist das Exportmodell Deutschland Vergangenheit. Nicht nur wegen dieses Ergebnisses kann der Ukraine Krieg sp&auml;testens nach dem April 2022, als die Friedensverhandlungen in der T&uuml;rkei auf Druck von Gro&szlig;britannien und in Absprache mit den USA beendet wurden, als verdeckter Wirtschaftskrieg zwischen Deutschland und USA interpretiert werden mit der ironischen Pointe, dass sich Deutschland daran selbst beteiligt und durch die immense milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung der Ukraine in ein Haushaltskrise hineinman&ouml;vriert, die tiefe sozialpolitische Einschnitte nach sich ziehen wird.<\/p><p>Abschlie&szlig;end meine Bitte an die NDS-Redaktion. Ist der Redaktion eine ernstzunehmende, politisch-&ouml;konomische Analyse bekannt, die es vermag, die Gr&uuml;nde f&uuml;r die Unterwerfung der deutschen Regierungspolitik unter die imperialen US-Interessen zu aufzudecken? Wenn ja, ist meine Bitte, sie auf den NDS-Seiten zu ver&ouml;ffentlichen oder zu verlinken. Vielen Dank daf&uuml;r vorab, sicherlich nicht nur in meinem Namen.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nThomas Seidl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107715\">In diesem Beitrag<\/a> wird auf das Gespr&auml;ch zwischen dem Politiker Oskar Lafontaine und dem Historiker Daniele Ganser hingewiesen. 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