{"id":108289,"date":"2023-12-17T09:00:33","date_gmt":"2023-12-17T08:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108289"},"modified":"2023-12-15T13:10:48","modified_gmt":"2023-12-15T12:10:48","slug":"hinweise-der-woche-338","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108289","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108289#h01\">Der Haushalt der Schande<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108289#h02\">H&ouml;here CO2-Preise: 18,6 Millionen Haushalte w&uuml;rden trotz Klimageld draufzahlen, 4,7 Millionen stark belastet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108289#h03\">Deutsche Milliardenverm&ouml;gen: Superreiche besitzen mindestens 1,4 Billionen Euro, Steuers&auml;tze seit Mitte der 1990er drastisch reduziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108289#h04\">COP28: Warum Klimadiplomatie mehr Realismus ben&ouml;tigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108289#h05\">Habeck, Baerbock und Co.: Gr&uuml;ne Politik beleidigt den gesunden Menschenverstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108289#h06\">Durchhalteparolen aus Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108289#h07\">Staatsr&auml;son ist keine juristische, sondern eine demagogische Floskel &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Hans Decruppe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108289#h08\">Boni trotz verfehlter Ziele: Weitere Millionen f&uuml;r die Bahnchefs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108289#h09\">Die B&uuml;rgergeld-Armutsspirale: Dispo gek&uuml;ndigt, Handy kaputt, Hungertage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108289#h10\">&raquo;Wer argumentiert hier postfaktisch?&laquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Haushalt der Schande<\/strong><br>\nDie Ampel hat den Bundeshaushalt f&uuml;r 2024 vorgestellt &ndash; und es kommt noch schlimmer als erwartet. Worauf sich die Menschen im neuen Jahr freuen d&uuml;rfen: steigende Preise, weniger Sozialstaat und anhaltende Wirtschaftskrise.<br>\nLindner hat gewonnen. Er konnte f&uuml;r den Bundeshaushalt 2024 wieder an seinem Sparkurs festhalten: Im n&auml;chsten Jahr gibt es keine Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r die Superreichen und die unreformierte Schuldenbremse soll ohne Umgehungen wieder greifen. Nur f&uuml;r ganz bestimmte Zwecke soll die Aussetzung der Schuldenbremse gepr&uuml;ft werden &ndash; etwa f&uuml;r die Ahrtal-Katastrophe und gegebenenfalls f&uuml;r weitere Ukraine-Hilfen. [&hellip;]<br>\nZwei Ma&szlig;nahmen werden die Mehrheit der Menschen besonders belasten: Der CO2-Preis wird von 30 Euro auf 45 Euro pro Tonne weiter angehoben &ndash; komplett ohne soziale R&uuml;ckverteilung etwa durch ein Klimageld. Das bedeutet praktisch eine Steuererh&ouml;hung von 3,5 Milliarden durch die Hintert&uuml;r. Auch sollen die 5,5 Milliarden Euro Zuschuss f&uuml;r die Netzentgelte gestrichen werden. Das trifft &uuml;ber h&ouml;here Energiepreise vor allem kleine und mittlere Geldbeutel und ist ein Konjunkturprogramm f&uuml;r die AfD. Denn worum sich Menschen, die der AfD derzeit ihre Stimme geben wollen, am meisten sorgen, sind die steigenden Preise. Man muss es so hart sagen: Die Ampel bereitet den Faschisten mutwillig den Weg.<br>\nUnd das ist noch nicht das Ende der Preistreiberei: Zum Jahreswechsel steigen obendrein die Mehrwertsteuer in der Gastronomie, die LKW-Maut, die Netzentgelte und ab M&auml;rz auch die Mehrwertsteuer auf Gas und Fernw&auml;rme. Das alles sind de facto Steuererh&ouml;hungen &ndash; auch wenn die H&auml;lfte anders bezeichnet wird &ndash; und werden das Leben der Menschen weiter verteuern. Zudem sind diese neuen und alten Preiserh&ouml;hungen auch Gift f&uuml;r die Wirtschaft. Denn das Geld, das den Menschen aus den Taschen gezogen wird, k&ouml;nnen sie nicht mehr ausgeben. Damit sinkt die Wirtschaftsauslastung noch weiter, wodurch die Arbeitslosigkeit steigt und die L&ouml;hne schw&auml;cher wachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/ampel-bundeshaushalt-2024\">Lukas Scholle auf Jacobin<\/a>\n<p>dazu: <strong>Bofinger zum Haushalt 2024: &ldquo;Ein Tiefpunkt der deutschen Wirtschaftspolitik&rdquo;<\/strong><br>\nDie Ampel-Koalition hat sich nach langem Ringen auf einen Haushalt f&uuml;r das kommende Jahr geeinigt. Auch die Schuldenbremse soll 2024 wieder eingehalten werden. Laut dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Peter Bofinger droht Deutschland dadurch, tief in der Rezession zu versinken.<br>\nDie Ampelkoalition hat sich auf einen Haushalt f&uuml;r das kommende Jahr geeinigt. Mit einem ganzen B&uuml;ndel an Sparma&szlig;nahmen soll das Milliardenloch gestopft werden, das durch das Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts entstanden war. Und trotzdem soll die Schuldenbremse 2024 wieder eingehalten werden. So hat es Bundeskanzler Olaf Scholz am Mittwoch in Berlin angek&uuml;ndigt.<br>\n&ldquo;In meinen Augen ist das ein absoluter Tiefpunkt in der deutschen Wirtschaftspolitik&rdquo;, sagt der ehemalige Wirtschaftsweise Peter Bofinger zur Entscheidung der Ampel, an der Schuldenbremse festzuhalten. Durch die beschlossenen Sparma&szlig;nahmen drohe die sowieso schon angeschlagene deutsche Wirtschaft endg&uuml;ltig in der Rezession zu versinken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.inforadio.de\/rubriken\/interviews\/2023\/12\/13\/durchbruch-im-haushaltsstreit-regierung-will-schuldenbremse-2024.html\">rbb24<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Haushaltskrise: &Ouml;konom schl&auml;gt der Bundesregierung vier kreative L&ouml;sungen vor<\/strong><br>\nScholz, Lindner und Habeck haben eine Woche vergeblich &uuml;ber den Haushalt 2024 beraten. Unser Kolumnist hat vier Vorschl&auml;ge, wie eine Einigung ohne K&uuml;rzungen gelingen k&ouml;nnte.<br>\nDie Bundesregierung h&auml;ngt in den Seilen wie ein angeschlagener Boxer. Nach der Klatsche vom Bundesverfassungsgericht wegen der ber&uuml;chtigten 60 Milliarden Euro an Klimageldern hagelte es jetzt auch noch miese Wahlumfragen.<br>\nNur 20 Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zufrieden, wie der neue ARD-Deutschlandtrend zeigt. Kein Kanzler war jemals unbeliebter. Mit der Ampel-Regierung insgesamt sind nur noch 17 Prozent der Deutschen zufrieden.<br>\nUnd die Haushaltskrise versch&auml;rft sich nur. Mit dem R&uuml;cken zum Abgrund verhandeln die Koalitionsspitzen seit nunmehr einer Woche &uuml;ber den n&auml;chsten Haushalt. Durch das Urteil des Verfassungsgerichts ist der Haushalt laut Finanzminister Christian Lindner (FDP) mit 17 Milliarden Euro &uuml;berbucht. Die m&uuml;ssen entweder gek&uuml;rzt oder &uuml;ber andere Wege an der Schuldenbremse vorbeigelenkt werden.<br>\nSchon vergangenen Mittwoch wollten Bundeskanzler Scholz, Wirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) und Finanzminister Lindner im Kabinett einen Plan vorlegen. Doch daraus wurde nichts, weil die Drei sich nicht einigen konnten. P&uuml;nktlich zum Jahresende l&auml;sst sich der Haushalt f&uuml;r 2024 also nicht mehr beschlie&szlig;en, daf&uuml;r sind die Fristen in Bundestag und Bundesrat zu eng.<br>\nDass die Ampel sich so schwertut, ist aber kein Wunder. Keiner will bei ohnehin miesen Umfragewerten seine W&auml;hler mit faulen Kompromissen verprellen. Damit alle Verhandler ihr Gesicht wahren, braucht es kreative L&ouml;sungen statt plumper K&uuml;rzungen. Auch &ouml;konomisch verbieten sich K&uuml;rzungen. Denn die deutsche Wirtschaft ist ohnehin in der Krise, der Konsum gar unter dem Niveau von 2019. Ob beim B&uuml;rgergeld oder dem Dieselprivileg: Jede K&uuml;rzung schw&auml;cht die Wirtschaft, weil die Menschen danach weniger Geld zur Verf&uuml;gung haben. Das Gleiche gilt f&uuml;r einen h&ouml;heren CO&#8322;-Preis. Und auch f&uuml;r Steuererh&ouml;hungen, die die FDP ohnehin kategorisch ausschlie&szlig;t.<br>\nHier deshalb vier Vorschl&auml;ge, wie die Ampel trotz Schuldenurteil 17 Milliarden ausgeben kann, ohne im Haushalt zu k&uuml;rzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/haushaltskrise-oekonom-schlaegt-der-bundesregierung-vier-kreative-loesungen-vor-li.2166584\">Maurice H&ouml;fgen in der Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Haushalt 2024 &ndash; die d&uuml;mmste Regierung der Welt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108181\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>H&ouml;here CO2-Preise: 18,6 Millionen Haushalte w&uuml;rden trotz Klimageld draufzahlen, 4,7 Millionen stark belastet<\/strong><br>\nDer CO2-Preis wird ab 2027 stark steigen, auch weil die Politik dann keinen direkten Einfluss mehr auf die H&ouml;he hat. Oftmals wird ein Klimageld vorgeschlagen, um zu verhindern, dass Haushalte &uuml;berfordert werden. Die Bundesregierung hat dazu eine Pro-Kopf-Pauschale angek&uuml;ndigt, mit der die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung an die B&uuml;rger*innen zur&uuml;ckgegeben werden sollen. Unter der Voraussetzung, dass alle Einnahmen nach diesem Modell vollst&auml;ndig ausgesch&uuml;ttet werden, w&uuml;rden 49 Prozent der Haushalte in Deutschland (20,7 Millionen) davon profitieren: Die Auszahlung ist f&uuml;r sie h&ouml;her als die zus&auml;tzliche Belastung. Das gilt vor allem f&uuml;r Haushalte mit geringen Einkommen, mit niedrigem bis mittlerem Energieverbrauch und eher f&uuml;r Mieter*innen als f&uuml;r Menschen mit selbst genutzten eigenen Immobilien. Dagegen bek&auml;men 44 Prozent (18,6 Millionen) aller deutschen Haushalte nur ein Klimageld, das nicht ausreicht, um ihre Zusatzbelastung zu kompensieren. Darunter sind knapp 4,7 Millionen Haushalte besonders stark betroffen: Selbst unter Einrechnung des Klimageldes m&uuml;ssten sie noch mehr als zwei Prozent ihres Nettoeinkommens aufwenden, um den steigenden CO2-Preis zu bezahlen. Dabei handelt es sich h&auml;ufig um Haushalte mit mittlerem Einkommen, die auf dem Land als Eigent&uuml;mer*innen in &auml;lteren Immobilien wohnen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-hohere-co2-preise-54407.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche Milliardenverm&ouml;gen: Superreiche besitzen mindestens 1,4 Billionen Euro, Steuers&auml;tze seit Mitte der 1990er drastisch reduziert<\/strong><br>\nDie Verm&ouml;gen superreicher Haushalte in Deutschland d&uuml;rften weitaus gr&ouml;&szlig;er sein als in Forschung, Medien und &Ouml;ffentlichkeit angenommen. Allein die mehr als 200 Milliardenverm&ouml;gen im Land k&ouml;nnten zusammengerechnet statt rund 900 Milliarden Euro mindestens 1400 Milliarden Euro umfassen, m&ouml;glicherweise sogar noch deutlich mehr. Das entspricht gut einem Drittel bis der H&auml;lfte des j&auml;hrlichen deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) und verteilt sich auf lediglich rund 4300 sehr reiche Haushalte. Gr&uuml;nde f&uuml;r die deutliche Untersch&auml;tzung der Milliardenverm&ouml;gen sind, dass es mehr davon geben d&uuml;rfte als bislang angenommen. Zudem sind die bekannten Superverm&ouml;gen in bisherigen Analysen teilweise unterbewertet, etwa weil Gewinnaussch&uuml;ttungen nicht voll erfasst sind oder Unternehmensanteile oder Immobilien in ihrem Wert untersch&auml;tzt werden. Das ergibt eine neue, von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderte Studie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-deutsche-milliardenvermogen-superreiche-54381.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;Die geheime Welt der Superreichen: &ldquo;ZDF-Doku: Top-Beamtin aus Lindner-Ministerium half Reichen beim Steuervermeiden<\/strong><br>\nDas ZDF hat eine neue Doku ver&ouml;ffentlicht &ndash; mit teils hochbrisanten Enth&uuml;llungen: Gab eine hochrangige Beamtin aus dem Bundesfinanzministerium auf einem Seminar Tipps, wie Reiche Steuern vermeiden k&ouml;nnen? In &bdquo;Die geheime Welt der Superreichen&ldquo; schleuste sich ein Team des Senders in das Seminar ein.<br>\nSollten sich die Recherchen zur ZDF-Doku &bdquo;Die geheime Welt der Superreichen: das Milliardenspiel&ldquo; (Dienstag, 12. Dezember, 20.15 Uhr, und ab sofort in der ZDF-Mediathek) nicht schl&uuml;ssig widerlegen lassen, d&uuml;rften sie das Bundesfinanzministerium unter FDP-Minister Christian Lindner in Erkl&auml;rungsn&ouml;te bringen.<br>\nIm Film des Autorenteams Julia Friedrichs und Jochen Breyer wird unter anderem &uuml;ber ein Seminar in einem hessischen Nobelhotel berichtet, bei dem Finanzberater von Reichen und Superreichen f&uuml;r 1500 Euro Teilnahmegeb&uuml;hr pro Tag Tipps und Tricks zur Steuerersparnis lernten.<br>\nIm Rahmen der Veranstaltung habe auch eine &bdquo;hochrangige Rednerin aus dem Finanzministerium&ldquo; gesprochen, wie das ZDF in einer Pressemitteilung bekannt macht. Die Beamtin sei dort &bdquo;in nicht dienstlicher Eigenschaft&ldquo; angek&uuml;ndigt gewesen. Das ZDF-Team konnte sich Zutritt zum Seminar verschaffen und h&ouml;rte der Leiterin einer Fachabteilung im Bundesfinanzministerium dabei zu, wie sie &ndash; laut Aussage des ZDF &ndash; &bdquo;etwa &uuml;ber neue Vorhaben zu Gesetzes&auml;nderungen, die Steuervermeidung erschweren k&ouml;nnten&ldquo;, referiert habe. Sie habe anwesenden Teilnehmer jedoch &bdquo;beruhigt&ldquo; und von &bdquo;Werkzeugk&auml;sten&ldquo; gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/kultur\/kino_tv\/zdf-doku-die-geheime-welt-der-superreichen-top-beamtin-aus-lindner-ministerium-half-reichen-beim-steuervermeiden_id_259488646.html\">Focus Online<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Steuerhilfe f&uuml;r Superreiche: Skandal um Top-Beamtin gr&ouml;&szlig;er als gedacht<\/strong><br>\nNach ZDF-Enth&uuml;llungen &uuml;ber eine Top-Beamtin im Finanzministerium, die Verm&ouml;genden hilft, zeigt sich: Die Aff&auml;re ist kein Einzelfall. Wie Finanzbeamte mit Nebenjobs abkassieren. [&hellip;]<br>\nNach eigenen Aussagen arbeitet Gerda Hofmann seit 2006 im Bundesfinanzministerium in der Steuerabteilung. Recherchen von ZDFheute zeigen: Hofmann trat mindestens seit 2009 regelm&auml;&szlig;ig bei Veranstaltungen auf, in denen es um Steuerrecht ging. Darunter sind Informationsveranstaltungen und Seminare zu bestimmten Steuerthemen, Fachkongresse f&uuml;r Steuerberater aber auch Tagungen wie die, die in der ZDF-Doku gezeigt wurde &ndash; bei der sich die Berater insbesondere verm&ouml;gender Kunden &uuml;ber m&ouml;gliche Steuerschlupfl&ouml;cher informieren.<br>\nEin besonders brisantes Beispiel: Die Jahrestagung &ldquo;Betreuung privater Verm&ouml;gen 2014&rdquo; im Grandhotel Schloss Bensberg in Bergisch Gladbach. Im Publikum: G&auml;ste, die sich &ldquo;&uuml;ber rechtliche und steuerliche Fallstricke bei der Beratung Ihrer verm&ouml;genden Kunden&rdquo; informieren wollen, so steht es in der Einladung. Der Veranstalter Euroforum verspricht &ldquo;Gestaltungsempfehlungen aus erster Hand&rdquo;. Preis f&uuml;r ein Ticket: Rund 2.500 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/gerda-hofmann-finanzministerium-vortraege-100.html%20\">zdf heute<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>COP28: Warum Klimadiplomatie mehr Realismus ben&ouml;tigt<\/strong><br>\nCOP28 zeigt geringe Fortschritte bei Klimaschutz. Globale Einigung fehlt, Umsetzung bleibt unklar. Warum Realismus in die Debatte einkehren sollte. Ein Kommentar.<br>\nImmerhin, acht Jahre nach dem Abkommen von Paris, hat der gr&ouml;&szlig;te Teil der Welt jetzt verstanden, dass es ein Problem mit den Produzenten fossiler Energietr&auml;ger gibt. Die COP28 genannte Konferenz, die gerade in einem Land ausklang, das wie kaum ein anders von der &Ouml;l- und Gasproduktion lebt, hat sich zum ersten Mal auf eine Sprachregelung zu den fossilen Energietr&auml;gern geeinigt.<br>\nBesser als tausend Erkl&auml;rungen zeigt diese &ldquo;Einigung&rdquo;, warum die Welt keinen Millimeter in Sachen Verhinderung des Klimawandels vorankommt.<br>\nMan will, so die Abschlusserkl&auml;rung, &ldquo;die Abkehr von fossilen Brennstoffen in den Energiesystemen auf gerechte, geordnete und ausgewogene Weise vollziehen, wobei die Ma&szlig;nahmen in diesem kritischen Jahrzehnt beschleunigt werden sollten, um im Einklang mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen bis 2050 ein Netto-Null-Ziel zu erreichen&rdquo;. (&hellip;&rdquo;transitioning away from fossil fuels in energy systems, in a just, orderly and equitable manner, accelerating action in this critical decade, so as to achieve net zero by 2050 in keeping with the science&rdquo;.)<br>\nDas klingt gut, ist aber vollkommen bedeutungslos. Auch wenn es gelungen w&auml;re, das von Europa gew&uuml;nschte Phasing-Out (also das Auslaufen der fossilen Energie) in die Erkl&auml;rung aufzunehmen, w&auml;re der Unterschied nur marginal.<br>\nMan will in diesen Konferenzen nicht wahrhaben, was offensichtlich ist: Wenn die Welt sich beim Ausstieg aus der fossilen Energie nicht ganz konkret auf die &ldquo;gerechte, geordnete und ausgewogene Weise&rdquo; einigt, sondern das nur so hinschreibt, hat man sich auf gar nichts geeinigt.<br>\nDas Problem, das schon auf der Pariser Konferenz wie ein wei&szlig;er Elefant im Raum stand, ist nicht angegangen, ja nicht einmal klar angesprochen worden: Es muss um Instrumente gehen, die tats&auml;chlich greifen &ndash; die Diskussion von Zielen ist m&uuml;&szlig;ig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/COP28-Warum-Klimadiplomatie-mehr-Realismus-benoetigt-9574121.html\">Heiner Flassbeck auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Habeck, Baerbock und Co.: Gr&uuml;ne Politik beleidigt den gesunden Menschenverstand<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen schaffen Atomkraft ab und legen sich mit der Welt an: Sie schaden Deutschland. Sie sind nicht interessen-, sondern ideologiegetrieben. Ein Gastbeitrag.<br>\nIch habe mein Leben lang gr&uuml;n gew&auml;hlt. Als einige Vertreter der Gr&uuml;nen etwas abf&auml;llig der sogenannten &bdquo;Toskana-Fraktion&ldquo; zugerechnet wurden, hielt ich das eher f&uuml;r einen Adelstitel. Sch&auml;tze doch auch ich die Toskana, liebte doch auch ich den schweren, italienischen Rotwein und die mediterrane K&uuml;che. Regelm&auml;&szlig;ig verbrachte ich meine Urlaube in der Gegend um Florenz, die vor Sch&ouml;nheit, Kultur und Geschichte strotzt.<br>\nUnd so fand ich die Vorstellung von einem Joschka Fischer, der gemeinsam mit J&uuml;rgen Trittin und Claudia Roth vor einem alten, italienischen Palazzo im h&ouml;lzernen Gartenstuhl sitzend einen sch&ouml;nen Chianti Nippozano schl&uuml;rft und dabei pseudo-kundig &uuml;ber florentinische Architektur schwadroniert, recht angenehm. Ich wollte, nicht nur im Urlaub, was die Gr&uuml;nen wollten, und die Gr&uuml;nen wollten, was ich wollte. So einfach war das. [&hellip;]<br>\nSeitdem haben sich die Zeiten gewaltig ge&auml;ndert. Heute ist es politisch unkorrekt, man k&ouml;nnte auch sagen: moralisch anr&uuml;chig, &uuml;ber Dinge wie &Uuml;bergewicht und seine &auml;sthetischen Implikationen auch nur nachzudenken, geschweige denn laut zu reden. Wir leben in einer Zeit &uuml;berbordender Moralversessenheit und Gef&uuml;hligkeit.<br>\nDer Drang und der Zwang, sich &bdquo;korrekt&ldquo; zu verhalten, das einzig Zutreffende zu denken, das einzig Richtige zu f&uuml;hlen und das einzige Sagbare zu &auml;u&szlig;ern, hat sich nicht nur in der Gesellschaft breit gemacht, sondern ist auch Teil ihrer politischen Kultur geworden. Die vermessene Behauptung, zu wissen, was &bdquo;richtig&ldquo; im Sinne von moralisch unangreifbar ist, und die daraus folgende belehrende Haltung gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung sind ganz oben in der Regierungsbank angekommen. Nicht nur bei den Gr&uuml;nen, aber vor allem bei ihnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/habeck-baerbock-und-co-gruene-politik-beleidigt-den-gesunden-menschenverstand-li.2166843\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Durchhalteparolen aus Berlin<\/strong><br>\nTrotz zunehmender Probleme der Ukraine bei der Aufr&uuml;stung und bei der Rekrutierung von Soldaten dringt Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock auf die Fortsetzung des Krieges mit Russland. Ein &bdquo;Einfrieren&ldquo; des Waffengangs laufe darauf hinaus, die Ukraine &bdquo;ihrer Souver&auml;nit&auml;t und Identit&auml;t&ldquo; zu berauben, hei&szlig;t es in einem am gestrigen Montag publizierten Namensbeitrag der Au&szlig;enministerin. Das d&uuml;rfe nicht sein. Andernorts nehmen die Pl&auml;doyers f&uuml;r einen Waffenstillstand zu. So urteilt der US-Senator James David Vance, wenn es bislang nicht gelungen sei, Kiew mit einer dreistelligen Milliardensumme zum Sieg zu verhelfen, werde es auch mit dutzenden weiteren Milliarden nicht zu schaffen sein; man solle also &bdquo;das T&ouml;ten beenden&ldquo;. Die Ukraine weitet unterdessen ihre Waffenw&uuml;nsche aus und verlangt von Washington jetzt die Lieferung von Transportflugzeugen, Apache-Kampfhubschraubern und THAAD-Flugabwehrsystemen. Zugleich zeigen Berichte eine sinkende Bereitschaft von Ukrainern, f&uuml;r eine korrupte Kiewer Regierung in den Krieg zu ziehen. Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj will an diesem Dienstag in Washington f&uuml;r eine Fortsetzung der milliardenschweren US-Unterst&uuml;tzung werben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9433\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Staatsr&auml;son ist keine juristische, sondern eine demagogische Floskel &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Hans Decruppe<\/strong><br>\nDie Bilder, die uns seit dem 7. Oktober aus Gaza, aber auch aus dem Westjordanland erreichen, sind kaum zu ertragen. Mehr als 15.000 Menschen sind durch die anhaltenden Bombardements der ultrarechten Netanyahu-Regierung gestorben, darunter viele Kinder. Die Versorgungslage ist erschreckend. Sowohl beim Massaker der Hamas als auch bei den israelischen Bombardements traf und trifft es Zivilisten. Beides ist zu verurteilen. Wir sprechen mit Hans Decruppe &uuml;ber die rechtlichen Aspekte des Gaza-Krieges und fragen nach der rechtlichen Grundlage f&uuml;r den von der Bundesregierung erhobenen Begriff der &bdquo;deutschen Staatsr&auml;son&ldquo;. [&hellip;]<br>\nDie Freiheitsliebe: In der &ouml;ffentlichen Diskussion taucht immer wieder der Begriff der &bdquo;deutschen Staatsr&auml;son&ldquo; auf. Kannst du uns als Jurist diesen Begriff erkl&auml;ren?<br>\nHans Decruppe: Juristisch erkl&auml;ren kann man den Begriff &bdquo;Staatsr&auml;son&ldquo; nicht, denn er ist v&ouml;llig substanzlos. Auch wenn er von Juristen in h&ouml;chsten Staats&auml;mtern &ndash; wie Steinmeier und Scholz &ndash; verwendet wird. Wie Prof. Ralf Michaels klargestellt hat, steht der Begriff seit seinem Aufkommen in der politischen Theorie der italienischen Renaissance f&uuml;r ein N&uuml;tzlichkeitsdenken ohne R&uuml;cksicht auf Recht und Moral, was mit Rechtsstaatlichkeit und V&ouml;lkerrecht schwer in Einklang zu bringen ist.<br>\nDie Freiheitsliebe: Das hei&szlig;t, der Begriff der &bdquo;Staatsr&auml;son&ldquo; ist gar kein juristischer Begriff?<br>\nHans Decruppe: So ist es. &bdquo;Staatsr&auml;son&ldquo; ist keine juristische, sondern eine rhetorische und vor allem demagogische Floskel. Vergleichbar mit der Floskel &bdquo;alternativlos&ldquo;, die Merkel in ihrer Amtszeit politisch geschickt nutzte. Auch dieser Begriff ist inhaltsleer, diente bzw. dient aber der gezielten Einschr&auml;nkung des politischen Diskurses. Wenn etwas alternativlos ist, dann stellt sich jeder, der trotzdem alternative Vorstellungen formuliert, au&szlig;erhalb der von h&ouml;chster staatlicher Stelle vorgegebenen Positionierung. Unter &bdquo;R&auml;son&ldquo; versteht man Vernunft oder Einsicht. Und wer sich gegen die &bdquo;Staatsr&auml;son&ldquo; stellt, ist folglich unvern&uuml;nftig und politisch uneinsichtig. Er stellt sich quasi gegen die Staatsvernunft. Im Interesse des Staates muss daher jeder, der sich dieser proklamierten Staatsvernunft nicht beugt, bek&auml;mpft und gecancelt werden. Der Begriff ist damit nichts anderes als ein manipulatives politisches Instrument, mit dem h&ouml;chste staatliche Stellen &ndash; unter Beifall und mit Unterst&uuml;tzung einer sich selbst zunehmend gleichschaltenden Presse &ndash; versuchen, kritische Debatten zu unterdr&uuml;cken. Mit anderen Worten: Der Gebrauch des Begriffs &bdquo;Staatsr&auml;son&ldquo; ist in rechtlicher Bewertung ein perfider Versuch, die durch Artikel 5 Abs. 1 des Grundgesetzes gesch&uuml;tzte Meinungsfreiheit im Interesse einer &bdquo;Quasi-Staatsmeinung&ldquo; einzuhegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/staatsraeson-ist-keine-juristische-sondern-eine-demagogische-floskel-im-gespraech-mit-hans-decruppe\/\">die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Boni trotz verfehlter Ziele: Weitere Millionen f&uuml;r die Bahnchefs<\/strong><br>\nObwohl die Deutsche Bahn ihre Ziele f&uuml;r P&uuml;nktlichkeit und Kundenzufriedenheit verfehlte, soll der Vorstand nach Recherchen von NDR, WDR und SZ &uuml;ppige Boni nachgezahlt bekommen. Bislang geheim gehaltene Dokumente zeigen, wie sich die Summen errechnen.<br>\nSpricht man mit Leuten, die die oberste Etage des Bahntowers am Potsdamer Platz schon einmal betreten durften, h&ouml;rt man von einer erlesenen Welt. Hoch &uuml;ber dem Regierungsviertel dinierten hier bis vor wenigen Monaten die Vorst&auml;nde des Krisenkonzerns, mit eigenem Koch und teuren Weinen. Zutritt nur auf Einladung, so erz&auml;hlen es Bahnmitarbeiter.<br>\nJetzt ist der Bahntower ein Sanierungsfall, und der Konzern ist es auch. Das Schienennetz ist teilweise marode. Nur noch jeder zweite Zug erreicht p&uuml;nktlich sein Ziel. Zuletzt legten Streiks die Bahn lahm &ndash; viele Mitarbeiter sind unzufrieden.<br>\nDennoch sollen nach Recherchen von NDR, WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; (SZ) den Bahnchefs nun hohe Boni nachgezahlt werden &ndash; insgesamt knapp f&uuml;nf Millionen Euro. Es geht um die Verg&uuml;tungen f&uuml;r das Jahr 2022. Diese waren zwischenzeitlich zur&uuml;ckgestellt worden.<br>\nDer Grund waren die gesetzlichen Regelungen zur Strompreisbremse. Das Gesetz dazu regelt, dass ein Unternehmen keine Boni auszahlen darf, solange es die Preisbremse als staatliche Unterst&uuml;tzung in Anspruch nimmt. Auch f&uuml;r andere Unternehmen galt dies. Mit Ende des Jahres 2023 allerdings soll die Strompreisbremse enden. Und dann k&ouml;nnen auch Boni f&uuml;r das Jahr 2022 flie&szlig;en, wie das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage best&auml;tigte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/bahn-vorstand-bonus-100.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die B&uuml;rgergeld-Armutsspirale: Dispo gek&uuml;ndigt, Handy kaputt, Hungertage<\/strong><br>\nKolumne Sie &uuml;berlegen, ob Sie mit dem B&uuml;rgergeld ganz gut hinkommen w&uuml;rden? Unsere Kolumnistin Janina L&uuml;tt erkl&auml;rt, wie das Geld erst ausreicht &ndash; aber dann ein kaputtes Handy und ein &uuml;bersehenes Abo langsam, aber sicher in die Armut ziehen<br>\nUnd wieder geht sie los, die Hetze gegen B&uuml;rgergeld-Beziehende. 3,25 Milliarden Euro mehr braucht der Sozialminister Hubertus Heil aus dem Etat, und schon hetzt die CDU wieder gegen Armutsbetroffene und will B&uuml;rgergeldempf&auml;nger dazu zwingen, zu arbeiten. Sonst, so lautet der Tenor, k&uuml;ndigen ja alle ihre Jobs, um sich das Leben mit B&uuml;rgergeld einfacher zu machen! Da sich nicht-armutsbetroffene Menschen kaum vorstellen k&ouml;nnen, wie man mit B&uuml;rgergeldbezug in die Armutsspirale ger&auml;t, schreibe ich es mal auf. Damit Hubertus Heil das nicht ganz alleine erkl&auml;ren muss.<br>\nDas vorweg: Es gibt durchaus Beispiele von Menschen, die eine Weile gut mit B&uuml;rgergeld leben k&ouml;nnen &ndash; tempor&auml;r. Dabei kommt es darauf an, wie die Ausgangssituation aussieht: Mussten Sie noch nie Sozialleistungen beantragen? Haben Sie R&uuml;cklagen? Dann ist die Situation vorerst nicht schlimm. Aber je l&auml;nger Sie von B&uuml;rgergeld leben m&uuml;ssen, desto schlimmer wird es. Wenn Sie armutsbetroffen sind, leben Sie ein Leben auf Verschlei&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/janina-luett\/die-buergergeld-armutsspirale-dispo-gekuendigt-handy-kaputt-hungertage\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&raquo;Wer argumentiert hier postfaktisch?&laquo;<\/strong><br>\nDie NachDenkSeiten werden 20 Jahre alt &ndash; und haben es immer wieder mit Diffamierungskampagnen zu tun.<br>\nRoberto De Lapuente hat sich mit Jens Berger unterhalten.<br>\nDe Lapuente: 20 Jahre sind die NachDenkSeiten, seid ihr jetzt alt. P&uuml;nktlich zum Jubil&auml;um hat sich Markus Linden in der &raquo;Zeit&laquo; zu Wort gemeldet und das Projekt &raquo;Wagenknechts Schreibbrigade&laquo; genannt. Mit Angriffen lebt Ihr seid langem. Haben sie zuletzt zugenommen?<br>\nBerger: Das ist schon interessant. Wenn man sich einmal anschaut, wer uns mit welchen Worten vor zehn Jahren zum 10. Geburtstag gratuliert hat, k&ouml;nnte man glatt meinen, die Welt habe sich in dieser Zeit um 180 Grad gedreht. Kleiner Tipp: Es waren unter anderem Sigmar Gabriel, J&uuml;rgen Trittin, Stephan Hebel und zahlreiche weitere Journalisten aus dem &ndash; wie man es heute nennen w&uuml;rde &ndash; &raquo;linksliberalen&laquo; Umfeld. Unser Herausgeber Albrecht M&uuml;ller und ich waren damals auch noch gerngesehene G&auml;ste auf dem Podium und vor den Mikros bei den &Ouml;ffentlich-Rechtlichen. Vor rund acht Jahren hat sich dies dann pl&ouml;tzlich ge&auml;ndert.<br>\nDe Lapuente: Kannst du nachvollziehen warum?<br>\nBerger: Ich vermute der Hauptgrund waren die damaligen Entwicklungen in der Ukraine, zu denen wir klar und kritisch Stellung genommen haben, w&auml;hrend die, die uns kurz zuvor noch lobten, ja nun mehr und mehr auf NATO-Linie einschwenkten und eine aggressive Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik vertraten. Es hei&szlig;t dann immer, die NachDenkSeiten h&auml;tten sich ge&auml;ndert; ja, wir seien &raquo;fr&uuml;her besser&laquo; gewesen. Doch das ist Unsinn und das kann jeder gerne &uuml;berpr&uuml;fen, da unser komplettes Artikelarchiv ja online ist. Selbstverst&auml;ndlich haben wir uns schon seit Gr&uuml;ndung der NachDenkSeiten f&uuml;r Abr&uuml;stung, Frieden und eine Verbesserung der Beziehungen zu Russland eingesetzt. Alles andere w&auml;re ja auch absurd, wenn man bedenkt, dass dies seit mehr als 50 Jahren eine der politischen Kernforderungen unseres Herausgebers Albrecht M&uuml;ller ist, der ja damals aktiv an der &raquo;Neuen Ostpolitik&laquo; der SPD mitgearbeitet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/dialog\/wer-argumentiert-hier-postfaktisch\/\">Overton Magazin<\/a>\n<p>dazu: <strong>Markus Linden und Die Zeit w&uuml;rdigen das &bdquo;postfaktische Propagandamedium&ldquo; Nachdenkseiten zum 20. Jubli&auml;um<\/strong><br>\nDie Zeit w&uuml;rdigt die Nachdenkseiten zum 20-j&auml;hrigen Jubli&auml;um mit einem langen Gastbeitrag des Politikwissenschaftlers Markus Linden ohne Bezahlschranke, mit dem Titel &bdquo;Wagenknechts Schreibbrigade&ldquo;. Linden darf darin &ndash; ohne entsprechenden Hinweis &ndash; noch einmal die Argumente der &bdquo;Studie&ldquo; ausbreiten, die er im Rahmen des vom gr&uuml;n geleiteten Familienministerium finanzierten Projekts &bdquo;Gegneranalyse&ldquo; des gr&uuml;nen-nahen, stramm transatlantischen Zentrum Liberale Moderne erstellt hat. Dazu sind mehr als ein paar Worte zu Markus Linden angebracht.<br>\nDas unter dem eher harmlosen Stichwort &bdquo;Gegenmedien&ldquo; staatlich gef&ouml;rderte, aber dann unter dem k&auml;mpferischen Namen &bdquo;Gegneranalyse&ldquo; vermarktete Projekt, befasste sich ganz &uuml;berwiegend mit den Nachdenkseiten. Das zeigt, wie ernst man dieses Medium in Berlin und dar&uuml;ber hinaus nimmt. Die Zeit verga&szlig; leider, auf den Ursprung von Lindens spezieller Nachdenkseiten-Expertise hinzuweisen. Dabei h&auml;tten es die Leser sicherlich f&uuml;r die Einordnung hilfreich gefunden zu wissen, dass seine Expertise zu dem regierungskritischen Medium direkt von der Regierung bezahlt und vom Zentrum Liberale Moderne beauftragt wurde, das jede Menge Regierungsgeld aus allen m&ouml;glichen Ressorts bekommt, einschlie&szlig;lich des Bundespresseamts.<br>\nDie Nachdenkseiten haben ausf&uuml;hrlich &uuml;ber die &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdigen Umst&auml;nde der F&ouml;rderung dieses Diffamierungsprojekts des gr&uuml;nen Zentrums mit sehr viel Steuergeld berichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/propaganda-zensur\/markus-linden-die-zeit\/\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>Markus Linden, die &ldquo;Zeit&rdquo; und der Pressekodex: Der Indizienbeweisf&uuml;hrungvermutungskritiker<\/strong><br>\nDie &ldquo;Zeit&rdquo; teilt gegen die Nachdenkseiten aus. Das ist Ausdruck einer Krise der Presselandschaft. Ein Telepolis-Leitartikel zu Mainstream und Alternativmedien.<br>\nWer den Umbruch der Medienlandschaft erleben will, sollte die Zeit lesen. Online ist dort seit einigen Tagen ein Beitrag des Politologen Markus Linden zu finden. Linden hat eine &ldquo;au&szlig;erplanm&auml;&szlig;ige Professur&rdquo; an einer kleineren Universit&auml;t im Westen der Republik inne und arbeitet sich gegen Honorar offenbar gerne an der alternativen Nachrichtenseite Nachdenkseiten ab.<br>\nMarkus Linden macht das nicht zum ersten Mal. F&uuml;r den Autor sind solche Artikel zu einem Gesch&auml;ftsfeld geworden. Die Frage ist, welche Entscheidungen hinter dem Text stehen. Und dazu gibt es dann doch einige Worte zu sagen.<br>\nDer gesellschaftliche Trend zur Polarisierung macht auch vor den Medien nicht halt. In den letzten Jahren sind in Deutschland zahlreiche alternative Medien entstanden, teils spendenfinanziert, teils von Vereinsstrukturen getragen. Ihnen gemein ist, dass sie einen Gegenpol zu den etablierten Presseangeboten bilden wollen.<br>\nDas gelingt manchmal gut, oft leider weniger gut, aber der Trend dahinter ist eigentlich das Spannende: Es gibt offenbar eine wachsende Kritik an etablierten Medien und eine Skepsis gegen einen elit&auml;ren, belehrenden Journalismus.<br>\nWer diese Art der Berichterstattung kennenlernen will, sollte die Zeit lesen. Redaktion und Autor Linden h&auml;tten die Chance gehabt, sich vor den Lesern, der Konkurrenz und letztlich auch vor sich selbst ehrlich mit den Problemen des zeitgen&ouml;ssischen Journalismus auseinanderzusetzen. Daran sind sie grandios gescheitert.<br>\nLindens Hauptargument gegen die Nachdenkseiten ist: Sie d&uuml;rfen nicht, was sie tun. Ma&szlig;geblich, weil ihm nicht gef&auml;llt, wie die Seite &uuml;ber die Politikerin Sahra Wagenknecht berichtet. Der Zeit gef&auml;llt das wahrscheinlich auch nicht.<br>\nEin weiteres Argument lautet: Die Nachdenkseiten machen etwas falsch. Was genau, umrei&szlig;t Markus Linden nur vage. Er ist ja auch kein Journalist oder gar Medienforscher. Stattdessen f&uuml;hrt er eine Indizienbeweisf&uuml;hrung, die nicht nur im hier zugrundeliegenden Text daran krankt, dass er seine Vorw&uuml;rfe kaum nachvollziehbar belegen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Markus-Linden-die-Zeit-und-der-Pressekodex-Der-Indizienbeweisfuehrungvermutungskritiker-9573970.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>NachDenkSeiten reichen Beschwerde beim Presserat gegen ZEIT Online ein: &bdquo;Versto&szlig; gegen Ziffer 6 des Pressekodex&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108094\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>F&uuml;cks&lsquo; Schreibbrigadist<\/strong><br>\nDass ausgerechnet dieser Markus Linden &uuml;ber ein &raquo;postfaktisches Propagandamedium&laquo; schreibt, darf m&uuml;de bel&auml;chelt werden. Er, der f&uuml;r das Zentrum f&uuml;r Liberale Moderne (LibMod) seine &raquo;Expertisen&laquo; streuen darf, bedient ein Medium, das nicht unabh&auml;ngig ist. Denn das Bundesfamilienministerium unterst&uuml;tzt LibMod im Rahmen des Bundesprogrammes &raquo;Demokratie leben&laquo; &ndash; und auch die &raquo;Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung&laquo; wird als F&ouml;rderer genannt.<br>\nDie Plattform von Ralf F&uuml;cks und Marieluise Beck l&auml;sst sich gerne als unabh&auml;ngig feiern, muss aber kritisch hinterfragt werden. Russlandn&auml;he hat LibMod ebenso aufzuweisen &ndash; Marieluise Beck ist mit Michail Chodorkowski befreundet. Der ehemals wegen Steuerhinterziehung und Betrugs inhaftierte Oligarch ist f&uuml;r sie das Aush&auml;ngeschild eines besseren Russlands. Seine Inhaftierung stellte sie stets als Beleg f&uuml;r Putins Diktatur heraus. Aber selbst der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte hat seine Inhaftierung seinerzeit als &raquo;nicht politisch motiviert&laquo; eingeordnet.<br>\nF&uuml;cks Schreibbrigadist ist demnach keine unabh&auml;ngige Stimme. Sein Pamphlet in der Zeit basiert weitestgehend auf seiner Gegneranalyse zu den NachDenkSeiten, die er im letzten Jahr f&uuml;r LibMod zusammengetragen hat. [&hellip;]<br>\nEr kritisiert unter anderem, dass man auf den NachDenkSeiten lesen kann, dass Israel den Anschlag vom 7. Oktober in Kauf nahm, um einen Grund zur R&auml;umung des Gazastreifens zu haben. Was Linden als Verschw&ouml;rungstheorie pr&auml;sentieren will, scheint in US-amerikanischen Medien durchaus diskutabel zu sein. Viele Themen betrifft das, im Ausland haben Journalisten offenbar l&auml;ngst begriffen, dass geheimdienstliche H&auml;ndel existieren und ein Thema sein m&uuml;ssen. Nur in Deutschland ist jeder, der Geheimdienste thematisiert, gleich ein gef&auml;hrlicher Verr&uuml;ckter.<br>\nW&auml;hrend US-Medien fragten, ob es die US-Regierung war, die Nord Stream zerst&ouml;rte, galt f&uuml;r Leute wie Linden eine solche Fragestellung als Verschw&ouml;rungstheorie. Das ist der Grad an Expertentum in diesem Land. Naivit&auml;t geh&ouml;rt mindestens dazu. Und aus der wird im Laufe der Zeit eine Art von Sendungsbewusstsein. Davon gibt es im Fahrwasser von LibMod genug. Mal sehen, wie 2037, wenn LibMod 20 Jahren alt wird, die Festreden ausfallen. Ob sich dann noch jemand an diesen Herrn Linden erinnert?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kommentar\/gesellschaft-kommentar\/fuecks-schreibbrigadist\/\">Overton Magazin<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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