{"id":10832,"date":"2011-09-27T09:25:21","date_gmt":"2011-09-27T07:25:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10832"},"modified":"2019-01-30T11:07:19","modified_gmt":"2019-01-30T10:07:19","slug":"die-psychopathen-kommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10832","title":{"rendered":"Die \u201ePsychopathen\u201c kommen"},"content":{"rendered":"<p>G&ouml;tz Eisenberg<br>\nEin Abgesang auf das &bdquo;Zeitalter des Narzissmus&ldquo;<\/p><p>Unter der &Uuml;berschrift Das Buch des Wahnsinns berichtet die S&uuml;ddeutsche Zeitung vom 9.\/10. Juli 2011 &uuml;ber die neue Ausgabe des Diagnosemanuals DSM &ndash; eine g&auml;ngige Abk&uuml;rzung f&uuml;r Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders. Dieses Diagnose-Handbuch existiert seit 1952 und wird von der American Psychiatric Association herausgegeben. Es will und soll weltweit die Kriterien daf&uuml;r festlegen, wann ein Mensch im psychiatrischen Sinn f&uuml;r gest&ouml;rt zu erkl&auml;ren ist. 2013 soll die n&auml;chste, die f&uuml;nfte Fassung erscheinen, und es wird schon im Vorfeld heftig &uuml;ber sie diskutiert. Das Diagnosemanual stellt den Versuch dar, einen gewisserma&szlig;en sachlichen, rein symptomorientierten Zugang zum psychischen Geschehen zu schaffen und ihn allgemein verbindlich durchzusetzen. Man m&ouml;chte sicher gehen, dass man &uuml;berall dasselbe meint, wenn man &bdquo;Depression&ldquo; oder &bdquo;Schizophrenie&ldquo; diagnostiziert. Die neue Version will unter den Pers&ouml;nlichkeitsst&ouml;rungen aufr&auml;umen und &bdquo;ausmisten&ldquo;, denn von den elf bislang aufgelisteten werden nur zwei regelm&auml;&szlig;ig diagnostiziert: die &bdquo;Borderline&ldquo;- und die &bdquo;antisoziale Pers&ouml;nlichkeitsst&ouml;rung&ldquo;. Welche Kr&auml;nkung f&uuml;r die Narzissten: Es gibt sie gar nicht, oder demn&auml;chst nicht mehr, jedenfalls nicht in ihrer Reinform!<br>\n<!--more--><\/p><p>Dass die &bdquo;narzisstische Pers&ouml;nlichkeitsst&ouml;rung&ldquo; aus dem Verkehr gezogen werden soll, k&ouml;nnte man auch so interpretieren, dass die ihr zugeordneten Symptome Teil unserer Normalit&auml;t geworden sind und deshalb nicht l&auml;nger als Krankheitszeichen gelten. Es gibt eine kollektive Basisst&ouml;rung, die innerhalb einer Gesellschaft keinen Krankheitswert besitzt, sondern den ihr gem&auml;&szlig;en Sozialcharakter ausmacht. Jeder gesellschaftlichen Entwicklungsstufe entspricht ein dominanter Sozialcharakter. Auf seiner Basis ist die Identit&auml;tsstruktur der Menschen mit der Realit&auml;tsstruktur der sie umgebenden Gesellschaft leidlich synchronisiert. So passte der von Heinrich Mann beschriebene &bdquo;Untertan&ldquo; mit seiner reflexartigen Unterwerfungsbereitschaft, seinen zwanghaften und anal-retentiv gef&auml;rbten Eigenschaften und Haltungen des Sparens und Bewahrens bestens in eine geschichtliche Phase, da der Kapitalismus in Deutschland im Geh&auml;use eines noch halbfeudalen Obrigkeitsstaates seinen Aufschwung nahm. In gewissen randst&auml;ndigen Zonen und k&uuml;nstlerischen Subkulturen k&uuml;ndigt sich jeweils die n&auml;chste Entwicklungsstufe an, deren Merkmale zun&auml;chst stigmatisiert und als Zeichen von Degeneration oder Krankheit gewertet werden. So ging es den dadaistischen und surrealistischen Subkulturen und den Lebensformen der Dandys und Bohemiens, die gewisse narzisstische Z&uuml;ge kultivierten und in mancherlei Hinsicht den konsumistischen Hedonismus antizipierten. Der B&uuml;rger sah in den Bohemiens und K&uuml;nstlern &bdquo;eitle Gecken&ldquo; und dekadenten &bdquo;Abschaum&ldquo;, den er am liebsten ausgemerzt h&auml;tte und dann auch ausgemerzt hat. In den ber&uuml;hmten zwanziger Jahren begann sich der psychohistorische &Uuml;bergang ins Zeitalter des Narzissmus schon am Horizont abzuzeichnen. Der Faschismus leitete dann eine kollektive Regression zugunsten des herk&ouml;mmlichen Sozialcharakters und seinen Vorstellungen von Ordnung und Reinheit ein und begrub f&uuml;rs Erste alternative Entwicklungen unter sich. Es dauerte einige Jahrzehnte, bis die Tendenzen der 1920er Jahre als Reimport aus den USA sich wieder manifestierten.<\/p><p>Im Zuge des beschrieben &Uuml;bergangs zum konsumistischen Zeitalter l&ouml;sen sich die Merkmale der Boheme aus ihrer subkulturellen Einkapselung und vermassen sich tendenziell. Ein Gutteil der Dynamik der 68er Revolte stammt aus der Reibung zwischen zwei verschiedenen Formen des Sozialcharakters oder &bdquo;Psychoklassen&ldquo;, wie es bei Lloyd deMause hei&szlig;t, und die Revolte erschlie&szlig;t sich uns im R&uuml;ckblick auch als Teil der Durchsetzungsgeschichte einer neuen Stufe der kapitalistischen Entwicklung. Hegelianisch k&ouml;nnte man sagen: Der Geist des Kapitalismus hat sich seines Widersachers bedient, um zu sich selbst zu kommen und seinem Begriff ad&auml;quat zu werden. Leute wie Rainer Langhans haben sich gro&szlig;e Verdienste als Modernisierer erworben und so ist es nur konsequent, dass man Langhans heute im Dschungelcamp von RTL begegnet. &bdquo;Spa&szlig; haben zu wollen&ldquo; und hippiem&auml;&szlig;ig auszusehen war nur solange rebellisch, wie die Umgebung der Bundesrepublik postfaschistisch, spie&szlig;ig und zwanghaft organisiert war und lange Haare einen Vernichtungsimpuls bei den B&uuml;rgern und Kleinb&uuml;rgern hervorkitzelten.<\/p><p>Die psychische und kulturelle Entwicklung besitzt eine andere Zeitstruktur und hinkt hinter den &ouml;konomisch-technischen Ver&auml;nderungen her. Mitunter bedarf es einer militanten Revolte, um anachronistisch verfasste gesellschaftliche Subsysteme zu reformieren und auf die H&ouml;he der Zeit zu bringen.<br>\nUnter unseren Augen spielt sich die Zersetzung des traditionellen, innengeleiteten Subjekts und der &Uuml;bergang zum &bdquo;flexiblen Menschen&ldquo; ab, der den gewandelten Imperativen einer neuen Phase der kapitalistischen Entwicklung entspricht. Seine Eigenschaften lesen sich wie der Symptomkatalog der alten narzisstischen Pers&ouml;nlichkeitsst&ouml;rung, die deswegen konsequent aus dem Verkehr gezogen wird. Teile ihrer Symptomatik, die auch mit der gewandelten Normalit&auml;t nicht kompatibel sind, wandern in andere St&ouml;rungsbilder ab: Der Narzissmus ist salonf&auml;hig geworden, aber bitte nicht in seinen malignen Formen oder auf Boderline-Niveau! <\/p><p>Schon zeichnen sich am psycho-historischen Horizont neue Verschiebungen ab. Die hinter uns liegenden, von der Praxis des Neoliberalismus gepr&auml;gten eisigen Jahre haben die Menschen selbst eisig werden lassen und ihre Innenwelt in eine Gletscherlandschaft eingefrorener Gef&uuml;hle verwandelt. Sie k&ouml;nnen gar nicht anders, als diese K&auml;lte weiterzugeben und auf ihre Umgebung abzustrahlen. Es macht einen nicht zu untersch&auml;tzenden Unterschied, ob man in einer Gesellschaft aufw&auml;chst und lebt, in der schwachen und nicht oder weniger leistungsf&auml;higen Mitmenschen solidarisch beigesprungen und unter die Arme gegriffen wird, oder in einer, in der sie der Verelendung preisgegeben und als sogenannte Loser zu Objekten von Hohn und Spott werden. Dass &bdquo;du Opfer&ldquo; zu den schlimmsten Beleidigungen z&auml;hlt, mit denen heutige Jugendliche sich untereinander dissen, wirft ein schlagendes Licht auf die Perversion im Menschenbild, die in den letzten Jahren im Zeichen eines Kults des Winners um sich gegriffen hat, wie ihn zum Beispiel Sportler betreiben, die nach gewonnenen Spielen oder Meisterschaften vor laufenden Kameras lauthals singen: &bdquo;So seh&rsquo;n Sieger aus &ndash; schalalalala&ldquo;. Die Torh&uuml;terin der amerikanischen Frauenfu&szlig;ball-Nationalmannschaft, Hope Solo, die auch, weil sie aussieht wie ein Daily-Soap-Klon, diesen Winner-Kult verk&ouml;rpert, sagte in einem Interview vor dem Endspiel der letzten Weltmeisterschaft: &bdquo;Wir wissen, dass wir gewinnen werden. Das ist unsere Mentalit&auml;t.&ldquo; Dass sie sich get&auml;uscht hat, ist ein kleiner Trost.<\/p><p>Die vom Markt propagierten und f&uuml;r ein erfolgreiches Agieren auf dem &ouml;konomischen Parkett erforderlichen Eigenschaften und Haltungen sind inzwischen bis in die Poren des Alltagslebens vorgedrungen.  Eine allumfassende R&uuml;cksichtslosigkeit, ein zur Egomanie gesteigerter Individualismus, Zynismus und Gleichg&uuml;ltigkeit pr&auml;gen den zwischenmenschlichen Umgang. So geht das &bdquo;Zeitalter des Narzissmus&ldquo; bereits mit der n&auml;chsten psycho-historischen Entwicklungsstufe schwanger. Das Innenleben des allseits kompatiblen und fungiblen Menschen, den Markt, Wirtschaft und P&auml;dagogik propagieren, weist eine gro&szlig;e &Auml;hnlichkeit mit dem eines Menschentypus&rsquo; auf, den wir heute noch als &bdquo;Psychopathen&ldquo; stigmatisieren und den Gef&auml;ngnissen und forensischen Psychiatrien &uuml;berantworten. Wenn hier vom &bdquo;Psychopath&ldquo; die Rede ist, ist nicht die umgangssprachliche Bedeutung gemeint, die darunter einen &bdquo;durchgeknallten, unberechenbar-brutalen Typ&ldquo; versteht, sondern eine psychiatrische Diagnose, die in j&uuml;ngerer Zeit von den amerikanisch-kanadischen Psychiatern Cleckley und Hare formuliert wurde. Die  Diagnosemanuale beschreiben den &bdquo;Psychopath&ldquo; als zur Einf&uuml;hlung in andere unf&auml;hig, oberfl&auml;chlich charmant, anpassungsf&auml;hig, zynisch-kalt, bindungs- und skrupellos und ausschlie&szlig;lich an privater Nutzenmaximierung interessiert. Das sind genau die Eigenschaften, die die Hasardeure und Gurus der New Economy und der Finanzwelt aufweisen, die uns an den Rand des Abgrunds man&ouml;vriert haben und weiter man&ouml;vrieren. <\/p><p>Vor einigen Jahren haben Paul Babiak und Robert Hare unter dem Titel &bdquo;Menschenschinder oder Manager&ldquo; (M&uuml;nchen 2007) ein Buch herausgebracht, in dem sie die Unternehmen und die Finanzwelt vor dem Vordringen von &bdquo;Psychopathen&ldquo; in F&uuml;hrungspositionen warnten, weil ihre Skrupellosigkeit und grenzenlose Risikofreude ihnen langfristig gro&szlig;en Schaden zuf&uuml;gen w&uuml;rden. Eine Psychologie, die ihre Erkenntnisse ans Business verschachern will, muss die Systemfehler beim einzelnen Mitarbeiter suchen und nicht bei den Strukturvorgaben einer kapitalistischen Wirtschaft. Die akademische Psychologie ist auf dem gesellschaftlichen Auge blind und versucht deshalb, wie Peter Br&uuml;ckner bemerkte, &bdquo;den Stand der Gestirne bei bereichsweise bedecktem Himmel zu bestimmen&ldquo;. Sie kann nicht erkennen, dass die beklagten Ph&auml;nomene eine Begleiterscheinung des neuen kapitalistischen Zeitalters darstellen, das sich im Abschied von der traditionellen &bdquo;stakeholder value&ldquo;- zugunsten der &bdquo;shareholder value&ldquo;-Orientierung Ende der 90er Jahre ank&uuml;ndigte. Die entfesselt und hemmungslos, also, wenn man so will, &bdquo;psychopathisch&ldquo; gewordene Geldwelt zieht wie ein Magnet &bdquo;psychopathische&ldquo; Menschen an und produziert sie. Die Qualifikationen f&uuml;r eine Psychopathen-Karriere erwirbt man im Scho&szlig; von Familien, die einen Zweckverbund von Warencharakteren und Geldsubjekten darstellen, und in der virtuellen Welt der Computerspiele. Exzessives Spielen &ndash; von im Kern &bdquo;dissozialen&ldquo; Computerspielen &ndash; tr&auml;gt dazu bei, &bdquo;funktionale Psychopathen&ldquo; zu erzeugen und qualifiziert den Nachwuchs f&uuml;r ein Leben in der kapitalistischen Welt von heute und morgen. Unter unseren Augen bildet sich ein neues Kindheitsmuster aus, das man als Ger&auml;te-Sozialisation bezeichnen kann. In einer Form von postmoderner Kindsaussetzung werden die Kinder zeitig vor elektronische Apparate und technische Ger&auml;te gesetzt, die ihre Sozialisierung &uuml;bernehmen. Auch heutige Eltern wollen, dass ihre Kinder &bdquo;brav&ldquo; sind und funktionieren, aber sie sind nicht bereit, durch pers&ouml;nlichen Einsatz von Nerven und Lebenszeit dazu beizutragen. Sie &uuml;berlassen die anstrengende Erziehungsarbeit den Lehrern und vertrauen auf den gro&szlig;en &bdquo;Bravmacher&ldquo; Ritalin. Diese psychoaktive Substanz &ndash; der im Ritalin enthaltene Wirkstoff Methylphenidat geh&ouml;rt zu den Amphetaminen &ndash; wird einer st&auml;ndig wachsenden Zahl von Kindern beinahe wie ein Nahrungserg&auml;nzungsmittel t&auml;glich verabreicht. Mit Ritalin und anderen Psychopharmaka werden Kinder fit gemacht f&uuml;r die Konkurrenz, der sie fr&uuml;h ausgesetzt sind und in die sie sich ein&uuml;ben sollen. Der alles beherrschende und von allen verg&ouml;tterte Markt wirft seine Schatten voraus und so ist das Klima in unseren Schulen gekennzeichnet durch Leistungsdruck, Vereinsamung, Mobbing und Feindseligkeit untereinander. Es steht zu f&uuml;rchten, dass sozialdarwinistische Leistungskonkurrenz, Bindungslosigkeit, K&auml;lte und Indifferenz sich im Inneren der Kinder als psychische Frigidit&auml;t, Empathie- und Gewissenlosigkeit reproduzieren werden. Der Narzisst mag heute noch tonangebend sein, die Zukunft geh&ouml;rt dem Psychopathen. <\/p><p>Sicher sind nur die Katastrophen, auf die wir sehenden Auges zusteuern. Alles andere h&auml;ngt vom ver&auml;ndernden Eingriff der Menschen ab. Bei der Verwirklichung der in der gegenw&auml;rtigen Gesellschaft immer noch angelegten besseren M&ouml;glichkeiten k&ouml;nnen wir uns weder auf eine der Geschichte innewohnende Tendenz, noch auf ein kollektives Subjekt verlassen, das sie realisieren wird. Wir, die heute lebenden Menschen, sind es, die den Wahnsinn der rasenden &Ouml;konomie und der losgelassenen M&auml;rkte stoppen und die Kontrolle &uuml;ber die &Ouml;konomie zur&uuml;ckgewinnen m&uuml;ssen. Eine von der Tyrannei der &Ouml;konomie befreite Gesellschaft h&auml;tte ihr Hauptaugenmerk auf die Erfindung und Schaffung neuer verl&auml;sslicher R&auml;ume zu richten, in denen es Kindern m&ouml;glich ist, unter Bedingungen raum-zeitlicher Konstanz und leiblicher Anwesenheit von Erziehungspersonen ihre psychische Geburt zu vollenden und sich zu Menschen in einer menschlichen Gesellschaft zu entwickeln. Eine Gesellschaft, die ihre soziale Integration und den zwischenmenschlichen Verkehr auf Formen solidarischer Kooperation gr&uuml;ndet, statt auf einer letztlich a-sozialen Vergesellschaftung durch Markt und Geld, wird auch andere psychische Strukturen und andere Formen der Vermittlung von Psychischem und Gesellschaftlichem hervorbringen, f&uuml;r die uns Heutigen die Begriffe fehlen. Allenfalls wird man sagen k&ouml;nnen, dass der individuelle Selbstwert einen ausgepr&auml;gteren Bezug zur Gemeinschaft aufweisen w&uuml;rde, in der der Einzelne in echter Solidarit&auml;t aufgehoben w&auml;re. Oder mit den Worten aus dem Kommunistischen Manifest: Angestrebt wird eine Gesellschaft, in der &bdquo;die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung f&uuml;r die freie Entwicklung aller ist&ldquo;. Die Erzeugung des Menschlichen w&auml;re der Hauptproduktionsgegenstand einer &bdquo;&Ouml;konomie des Gl&uuml;cks&ldquo; (Bourdieu), die es den Menschen gestattete, sich zu entfalten, ihre noch nicht gelebten, von der Klassengesellschaft an der Entfaltung gehinderten M&ouml;glichkeiten zu entdecken und hervorzubringen. Besinnen wir uns auf die Warnungen der Kritischen Theorie, den befreiten Zustand allzu genau auszumalen, und formulieren zum Schluss eher ex negativo: Der durch nichts beschr&auml;nkte, an nichts gebundene, keiner Tradition verpflichtete, r&uuml;cksichtslos und wendig seiner individuellen Nutzenmaximierung und der Kurssteigerung seiner Selbstwert-Aktien nachjagende &bdquo;flexible Mensch&ldquo; wird sicher nicht das Ideal einer befreiten Menschheit sein.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G&ouml;tz Eisenberg<br \/> Ein Abgesang auf das &bdquo;Zeitalter des Narzissmus&ldquo;<\/p>\n<p>Unter der &Uuml;berschrift Das Buch des Wahnsinns berichtet die S&uuml;ddeutsche Zeitung vom 9.\/10. Juli 2011 &uuml;ber die neue Ausgabe des Diagnosemanuals DSM &ndash; eine g&auml;ngige Abk&uuml;rzung f&uuml;r Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders. Dieses Diagnose-Handbuch existiert seit 1952 und wird von der American Psychiatric Association herausgegeben.<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10832\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[149,165],"tags":[866],"class_list":["post-10832","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gesundheitspolitik","category-innen-und-gesellschaftspolitik","tag-konkurrenzdenken"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10832","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10832"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10832\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48868,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10832\/revisions\/48868"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10832"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10832"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10832"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}