{"id":108507,"date":"2023-12-19T08:40:12","date_gmt":"2023-12-19T07:40:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108507"},"modified":"2024-01-15T20:02:21","modified_gmt":"2024-01-15T19:02:21","slug":"hinweise-des-tages-4508","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108507","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108507#h01\">Bei wem sich der Staat verschulden soll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108507#h02\">Gaza: Das Sterben muss ein Ende haben!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108507#h03\">Kriegsschiffe im Roten Meer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108507#h04\">&bdquo;Selbstmordmission&ldquo;: Ukrainische Soldaten widersprechen Selenskyjs Berichten &uuml;ber Dnipro-Erfolge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108507#h05\">Die k&uuml;nftige Ostfront<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108507#h06\">M&uuml;ndige B&uuml;rger sind systemrelevant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108507#h07\">Raffinerie Schwedt: Denkmal einer souver&auml;nen Energiepolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108507#h08\">2024 droht erneute Schrumpfung des BIP &ndash; IMK erwartet R&uuml;ckgang um 0,3 Prozent, ebenso viel wie 2023<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108507#h09\">Mit teuren Tricks in eine andere EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108507#h10\">Die EU bereitet sich auf einen Wirtschaftskrieg mit China vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108507#h11\">Zur Verteidigung der Kunstfreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108507#h13\">Br&uuml;ssel &uuml;bernimmt Kontrolle &uuml;ber die Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108507#h14\">Toni Negri: Ein Kommunist, der die Welt verstehen wollte, um sie zu ver&auml;ndern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108507#h15\">Sonneborn zum Tode Kissingers: &ldquo;Einer der gr&ouml;&szlig;ten Schurken aller Zeiten&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bei wem sich der Staat verschulden soll<\/strong><br>\nSchuldenbremsen sind viel zu plumpe Instrumente &ndash; vor allem, wenn sie als reine Ausgabenbremsen angelegt sind.<br>\nJuristisch ist die Sache klar: Die deutsche Regierung hat die Schuldenbremse missachtet. Doch das ist nur ein Nebenschauplatz. Viel wichtiger ist die Frage, ob eine Schuldenbremse &uuml;berhaupt Sinn macht. F&uuml;r die Schuldenbremse werden im Wesentlichen folgende Argumente vorgebracht. Erstens: K&uuml;nftige Politiker sollen daran gehindert werden, teure populistische Wahlgeschenke zu machen. Zweitens: Wie die sprichw&ouml;rtliche schw&auml;bische Hausfrau soll auch eine Regierung nicht mehr Geld ausgeben, als sie hat. Drittens: Zu viele Schulden belasten die kommenden Generationen.<br>\nZum ersten Einwand ist zu sagen, dass auch eine Schuldenbremse ein populistischer Akt ist. Man kann damit bei seinen sparwilligen W&auml;hlern Punkte sammeln, ohne andere W&auml;hlerinnen mit einem konkreten Sparentscheid zu ver&auml;rgern. Spare morgen, nur nicht heute, sagen alle populistischen Leute. Auch das Argument mit der schw&auml;bischen Hausfrau entlarvt sich von selbst: Es zeigt, dass diejenigen, die es vorbringen, leider immer noch nicht zwischen Volks- und Betriebswirtschaft unterscheiden k&ouml;nnen.<br>\nF&uuml;r jeden Privathaushalt und f&uuml;r alle Unternehmen ist Geld der limitierende Faktor. F&uuml;r den Staat hingegen nicht. Er stellt bekanntlich das Geld selber her &ndash; indem er sich verschuldet. Das ist das kleine Einmaleins der Geldsch&ouml;pfung. Grundstufe!<br>\nWas sich ein ganzer Staat leisten kann oder nicht, h&auml;ngt nicht vom Geld, sondern allein von den physischen Produktionskapazit&auml;ten der Volkswirtschaft insgesamt ab. Daf&uuml;r wiederum sind die Staatsausgaben in zweifacher Hinsicht wichtig. Erstens tragen Investitionen in die Infrastruktur, die Bildung und in die Gesundheit zum Erhalt und zur St&auml;rkung des Produktionsapparats bei. Zweitens muss der Staat mit seinen Ausgaben daf&uuml;r sorgen, dass dieses Potential auch ausgelastet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/42-2023\/bei-wem-sich-der-staat-verschulden-soll\/\">Werner Vontobel auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gaza: Das Sterben muss ein Ende haben!<\/strong><br>\nVerwerfliches Tauziehen Sabine Kebir verfolgt den Streit &uuml;ber eine Waffenruhe f&uuml;r Gaza. Es scheint grotesk und zynisch zugleich, dass sich weder der UN-Sicherheitsrat noch die Europ&auml;ische Union &uuml;ber die Notwendigkeit einer sofortigen Feuerpause einigen k&ouml;nnen<br>\nWem w&uuml;rde ein humanit&auml;rer Waffenstillstand im Nahen Osten gegenw&auml;rtig am meisten n&uuml;tzen? Der hungernden Bev&ouml;lkerung in Gaza, die &ndash; laut der dort t&auml;tigen Hilfsorganisation &bdquo;Save the Children&ldquo; &ndash; an dem &bdquo;f&uuml;r Zivilisten unsichersten Ort der Welt&ldquo; lebt? Oder der Hamas, der eine erneute Feuerpause zur Reorganisation ihrer Kr&auml;fte dienen k&ouml;nnte? Dar&uuml;ber k&ouml;nnen sich weder der UN-Sicherheitsrat noch die Europ&auml;ische Union einigen, sodass weiter gestorben wird.<br>\nUN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres fordert eine solche Feuerpause schon lange. Die Vereinigten Arabischen Emirate, derzeit Mitglied im Sicherheitsrat, hatten am 9. Dezember eine entsprechende Resolution vorgeschlagen. Dreizehn der f&uuml;nfzehn st&auml;ndigen bzw. nichtst&auml;ndigen Mitglieder stimmten daf&uuml;r. Die USA legten ihr Veto ein, obwohl auch sie st&auml;ndig mehr Humanit&auml;t gegen&uuml;ber den Zivilisten verlangen und sich &uuml;ber Berichte besorgt zeigen, wonach die israelische Armee wie schon in fr&uuml;heren Gaza-Kriegen Phosphorbomben einsetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sabine-kebir\/gaza-das-sterben-muss-ein-ende-haben\">der Freitag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Gaza: Mehr als 800 Organisationen fordern einen Waffenstillstand!<\/strong><br>\nMehr als 800 Organisationen aus der ganzen Welt, darunter gro&szlig;e internationale Organisationen wie Amnesty, Oxfam oder Caritas, aber auch Organisationen aus Israel, wie das Komitee gegen Hauszerst&ouml;rungen, und aus Pal&auml;stina, wie das pal&auml;stinensische Center f&uuml;r Frieden und Demokratie, fordern gemeinsam einen Waffenstillstand und die Freilassung der Geiseln!<br>\nWir haben den Aufruf &uuml;bersetzt und dokumentieren ihn:<br>\nWir haben im Gazastreifen und in Israel Tod und Zerst&ouml;rung in unvorstellbarem Ausma&szlig; erlebt. Tausende von Menschen wurden get&ouml;tet, verletzt, vertrieben, und fast zweihundert werden weiterhin als Geiseln gehalten, darunter auch Kinder und &auml;ltere Menschen.<br>\nIm Gazastreifen gehen nach Angaben der UNO aufgrund der Belagerung Wasser, Lebensmittel, Treibstoff, medizinische Versorgung und sogar Leichens&auml;cke zur Neige. Die UNO warnte, dass die Menschen &ndash; insbesondere kleine Kinder &ndash; bald an schwerer Dehydrierung sterben werden. Stadtviertel wurden zerst&ouml;rt und in Schutt und Asche gelegt. Pal&auml;stinenser, die Sicherheit suchen, k&ouml;nnen nirgendwo hin. Viele derjenigen, die nach dem Umsiedlungsbefehl der israelischen Armee aus dem n&ouml;rdlichen Gazastreifen in den S&uuml;den umgesiedelt sind, wurden Berichten zufolge bei ihrem Fluchtversuch oder nach ihrer Ankunft im s&uuml;dlichen Gazastreifen bombardiert.<br>\nDie Ereignisse der letzten Woche haben uns an den Abgrund einer humanit&auml;ren Katastrophe gef&uuml;hrt, und die Welt kann nicht l&auml;nger warten, um zu handeln. Es liegt in unserer gemeinsamen Verantwortung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/gaza-mehr-als-800-organisationen-fordern-einen-waffenstillstand\/\">die Freiheitsliebe<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Humanit&auml;re Lage im Gazastreifen: Es mangelt an allem<\/strong><br>\nLaut UN haben neun von zehn Menschen in Gaza nicht genug zum Essen. Eindr&uuml;cke aus Chan Yunis, wo fehlende Nahrung nur ein Problem von vielen ist.<br>\nDas Nasser-Krankenhaus ist einer der wenigen Orte in Chan Yunis, in dessen Umkreis sich die Menschen im Gazastreifen noch einigerma&szlig;en in Sicherheit glauben. Auch deshalb hat sich rund ums Krankenhaus in der Stadt im S&uuml;den von Gaza inzwischen eine kleine Zeltstadt gebildet, mit Menschen, die in den letzten Wochen aus dem Norden des Gazastreifens gefl&uuml;chtet sind.<br>\nDoch in der Nacht zu Montag wurde der Krei&szlig;saal nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums von einer israelischen Panzergranate getroffen. Die israelische Armee habe die zweitgr&ouml;&szlig;te Stadt im Gazastreifen zu einer &bdquo;gef&auml;hrlichen Kampfzone&ldquo; erkl&auml;rt. In der Umgebung f&auml;nden heftige K&auml;mpfe mit der Hamas statt. In den sozialen Medien existiert ein Video, auf dem Menschen in dem v&ouml;llig verrauchten Geb&auml;ude zu sehen sind, die in Panik und mit Kindern auf dem Arm aus der Klinik laufen. Ein 13-j&auml;hriges M&auml;dchen soll dabei ums Leben gekommen sein.<br>\nBereits seit Tagen herrscht in der Klinik der Notstand. &bdquo;Die Menschen sterben in diesem Spital, weil wir keinen Platz auf der Intensivstation frei haben. Wir leisten in der Notaufnahme erste Hilfe und dann gibt es keinen Platz f&uuml;r die Verletzten. Sie sterben uns jeden Tag langsam in der Notaufnahme weg&ldquo;, erz&auml;hlt Muhammad Qandil, einer der dort arbeitenden &Auml;rzte vor einigen Tagen. In der Notaufnahme l&auml;gen die Menschen zum Teil auf dem Boden, so der Arzt. Problematisch sei auch, dass sich inzwischen wegen des Winters und der sanit&auml;ren Notlage zahlreiche Krankheiten verbreiteten. &bdquo;Die Gesundheit der Menschen ist generell angeschlagen. Es gibt viele Krankheiten der Atemwege, Durchfall&ldquo;, f&uuml;hrt Qandil aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Humanitaere-Lage-im-Gazastreifen\/!5977756\/\">taz<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Human Rights Watch wirft Israel &raquo;Aushungern von Zivilisten&laquo; in Gaza vor<\/strong><br>\nMenschenrechtler unterstellen Israel Kriegsverbrechen im Gazastreifen. Die israelische Armee will Berichte zur T&ouml;tung zweier Frauen in einer Kirche pr&uuml;fen. Und: Die USA mahnen mehr humanit&auml;re Hilfe f&uuml;r die Pal&auml;stinenser an. Der &Uuml;berblick.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/human-rights-watch-wirft-israel-aushungern-von-zivilisten-in-gaza-vor-a-b5a1a7a7-bdf6-4ac7-9a3a-42632d92c74c\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kriegsschiffe im Roten Meer<\/strong><br>\nVertreter der deutschen Wirtschaft und der FDP fordern einen Einsatz der Deutschen Marine im Roten Meer. Hintergrund sind die US-Bestrebungen, eine multinationale Marinekoalition zu schmieden, um gegen die derzeitigen Angriffe der jemenitischen Huthi-Milizen auf Handelsschiffe vorzugehen. Die Huthi erkl&auml;ren, sie wollten mit ihren Angriffen den Druck erh&ouml;hen, Israels Angriffe auf den Gazastreifen zu stoppen. Der Beschuss von Handelsschiffen hat am Wochenende dazu gef&uuml;hrt, dass einige der gr&ouml;&szlig;ten Reedereien der Welt, darunter die deutsche Hapag-Lloyd, ihre Fahrten durch das Rote Meer eingestellt haben. Bleibt es dabei, m&uuml;ssen lange Umwege in Kauf genommen werden, die die Kosten empfindlich in die H&ouml;he treiben. Die USA sind bem&uuml;ht, die Lage nicht eskalieren zu lassen: Ein gr&ouml;&szlig;erer Krieg im Nahen und Mittleren Osten w&uuml;rde ihre Kr&auml;fte in der Region binden und ihr Bestreben zunichte machen, sich g&auml;nzlich auf ihren Machtkampf gegen China zu konzentrieren. Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann fordert die Entsendung deutscher Kriegsschiffe ins Rote Meer. Eskaliert der Konflikt, w&auml;re Deutschland in einen offenen Krieg in Mittelost involviert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9439\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Selbstmordmission&ldquo;: Ukrainische Soldaten widersprechen Selenskyjs Berichten &uuml;ber Dnipro-Erfolge<\/strong><br>\nSoldaten und Marinesoldaten, die an den Dnipro-Fluss&uuml;berquerungen teilgenommen haben, sprachen mit der New York Times. Sie bezeichneten die Offensive als aussichtslos.<br>\nMitte November erkl&auml;rte der Stabschef des ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodymyr Selenskyj, Andrij Jermak, dass die ukrainischen Streitkr&auml;fte am linken Ufer des Flusses Dnipro Fu&szlig; gefasst h&auml;tten. Russland gab sogar zu, dass einige ukrainische Truppen in einem Dorf Stellung bezogen hatten. F&uuml;r die Ukraine w&auml;re es ein gro&szlig;er Erfolg, diese Stellungen zu halten. Soldaten, die an den Operationen am Fluss in der s&uuml;dlichen Region Cherson teilnehmen, zeichnen jedoch ein anderes Bild.<br>\nGegen&uuml;ber der New York Times &auml;u&szlig;erten sich Soldaten und Marinesoldaten frustriert &uuml;ber die Befehle, Angriffswellen &uuml;ber den Fluss Dnipro zu starten. Dies f&uuml;hre zu schweren Verlusten.<br>\n&bdquo;Es gibt keine Positionen. Es gibt weder einen Beobachtungsposten noch eine Stellung&ldquo;, sagte ein Soldat namens Oleksij. &bdquo;Es ist unm&ouml;glich, dort Fu&szlig; zu fassen. Es ist unm&ouml;glich, dort Ausr&uuml;stung zu transportieren. Es ist nicht einmal ein Kampf ums &Uuml;berleben&ldquo;, f&uuml;gte er hinzu. &bdquo;Es ist eine Selbstmordmission.&ldquo;<br>\nDer Soldat bezog sich dabei unter anderem auf eine Erkl&auml;rung des ukrainischen Au&szlig;enministeriums, die auf der Kurznachrichtenplattform X ver&ouml;ffentlicht wurde: &bdquo;Die Ukraine f&uuml;hrte eine Reihe erfolgreicher Operationen am linken Ufer des Flusses Dnipro in Richtung Cherson durch und schaffte es, die Positionen in mehreren Festungen zu konsolidieren&ldquo;, hei&szlig;t es in der Erkl&auml;rung vom 17. November. &bdquo;Ukrainische Marinesoldaten und andere Einheiten der Streitkr&auml;fte haben Russland schwere Verluste an Personal und Ausr&uuml;stung zugef&uuml;gt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/selbstmordmission-ukrainische-soldaten-dementieren-selenskyjs-berichte-ueber-dnipro-erfolge-li.2169256\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.B.:<\/strong> Kaum zu ertragen, solche Berichte. Ich wei&szlig; nicht, was sich der Westen von diesem Krieg noch erwartet, au&szlig;er Milliarden bezahlen und das Leben von Hunderttausenden von Soldaten opfern. Wie kann man auf den Bergen der unz&auml;hligen Toten, f&uuml;r immer Verst&uuml;mmelten stehen und rufen &bdquo;nur nicht kriegsm&uuml;de werden&ldquo; oder auch &bdquo;wir m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden. Nichts m&uuml;ssen wir, au&szlig;er Diplomaten zu schicken statt Granaten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die k&uuml;nftige Ostfront<\/strong><br>\nDeutschland und seine NATO-Verb&uuml;ndeten werden Anfang kommenden Jahres vier Monate lang einen umfassenden Krieg gegen Russland proben. Dazu vernetzt die NATO mehrere Gro&szlig;man&ouml;ver, &Uuml;bungen und Teil&uuml;bungen zu einem simulierten &bdquo;Schlachtfeldnetzwerk&ldquo; an einer k&uuml;nftigen Ostfront. Laut Angaben der Bundeswehr ist das Gro&szlig;man&ouml;ver Quadriga 2024, bei dem Deutschland im Mittelpunkt steht, der deutsche Beitrag zu der parallel laufenden &uuml;bergeordneten NATO-Kriegs&uuml;bung Steadfast Defender, in deren Rahmen das westliche Milit&auml;rb&uuml;ndnis mehrere zehntausend Soldaten aller NATO-Staaten nach Osteuropa verlegen und unter anderem in Norwegen, Litauen, Polen, Deutschland, Ungarn und Rum&auml;nien den Landkrieg gegen Russland trainieren will. Berichten zufolge werden die NATO-Streitkr&auml;fte dabei erstmals auf der Grundlage realer geografischer Daten den Krieg &uuml;ben. Auch der simulierte Feind wird, anders als bei Kriegs&uuml;bungen sonst &uuml;blich, offen benannt: eine von Russland gef&uuml;hrte Koalition. Quadriga 2024 soll, so hei&szlig;t es bei der Bundeswehr, &bdquo;insbesondere in der deutschen &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;r alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger sichtbar&ldquo; sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9440\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>M&uuml;ndige B&uuml;rger sind systemrelevant<\/strong><br>\nEs ist nun wahrlich h&ouml;chste Zeit, die milit&auml;rtaktischen Pl&auml;ne durch politische zu ersetzen.<br>\nDiese Rede hielt Gabriele Krone-Schmalz auf der Friedensdemo am Brandenburger Tor am 23. November 2023. Wir drucken sie hier nach.<br>\nNormalerweise w&uuml;rde ich nicht auf einer Kundgebung sprechen. Als Journalist empfiehlt sich eine gewisse Zur&uuml;ckhaltung. Aber in diesen Zeiten k&auml;me mir Zur&uuml;ckhaltung so vor, als wolle man sich vor der Verantwortung dr&uuml;cken. Das ungenierte Kriegsgeschrei kann ich so nicht hinnehmen.<br>\nUnd ich habe den Eindruck, dass sich die Mehrheit in unserer Gesellschaft &ndash; schon gar die schweigende &ndash; weniger Kriegsrhetorik w&uuml;nscht und daf&uuml;r mehr ernstzunehmende diplomatische Ans&auml;tze. Das ist das Kerngesch&auml;ft von Politik. Waffenlieferungen sind eher eine Bankrotterkl&auml;rung derselben.<br>\nFataler Bekenntniszwang<br>\nEs reicht nicht einen milit&auml;rischen Plan zu haben. Ein politischer Plan ist das Entscheidende. Und der fehlt, sowohl mit Blick auf Russland und die Ukraine als auch mit Blick auf Israel und den Nahen Osten.<br>\nEs wird in Kategorien von Sieg und Niederlage gedacht und argumentiert. Es wird von wertegeleiteter Au&szlig;enpolitik gesprochen, die offenbar kein Problem damit hat, die zivilen Opfer je nach T&auml;ter als Kriegsverbrechen oder Kollateralschaden zu verbuchen.<br>\nMir geht die Heuchelei geh&ouml;rig auf die Nerven und auch, immer Bekenntnisse abgeben zu sollen, bevor man zum Punkt kommt. Nat&uuml;rlich ist der russische Angriff auf die Ukraine v&ouml;lkerrechtswidrig. Aber was folgt denn daraus? Rache, Vergeltung, wie Du mir so ich Dir? Kampf bis zum letzten Blutstropfen? Das l&auml;sst sich leicht fordern, wenn man nicht selbst an die Front muss.<br>\nDieser fatale Bekenntniszwang, der sowohl in der Politik als auch in den Medien &uuml;blich geworden ist, verhindert eine sachorientierte Auseinandersetzung &uuml;ber die besten Wege, wie wir da wieder rauskommen. Ein &bdquo;Ja, aber&hellip;&ldquo; oder &bdquo;Nein, obwohl&hellip;&ldquo; &ndash; das hat doch nichts mit Relativierung zu tun oder gar mit Rechtfertigung, sondern spricht daf&uuml;r, dass derjenige zur Differenzierung f&auml;hig ist und sich nicht mit platten Gut-B&ouml;se-Schemata zufriedengibt, die der Realit&auml;t im &Uuml;brigen selten standhalten. Weder in der Ukraine noch in Israel.<br>\nEines der &uuml;berzeugendsten &bdquo;Ja, aber&hellip;&ldquo; stammt von Klaus von Dohnanyi, diesem besonnenen SPD-Politiker, der in den 80er Jahren Erster B&uuml;rgermeister in Hamburg war. Er hat sinngem&auml;&szlig; gesagt: Ja, der Krieg, den die Russen angefangen haben, ist ein Verbrechen, aber dass der Westen ihn nicht verhindert hat, ist eine S&uuml;nde.<br>\nEs geht im Moment gar nicht darum, Schuldzuweisungen hin und her zu schieben &ndash; waren es die Entspannungspolitiker, die den russischen &Uuml;berfall erst m&ouml;glich gemacht haben, oder doch eher diejenigen, die den Entspannungspolitikern immer wieder Kn&uuml;ppel zwischen die F&uuml;&szlig;e geschmissen haben &ndash; es geht jetzt darum, die Ausweitung von Kriegen zu verhindern bzw. laufende Kriege zu beenden.<br>\nDass das nicht einfach ist, wei&szlig; ich auch. Aber es wird ja gar nicht erst versucht. Der politische Wille fehlt. Die politische Analyse sowieso. Stattdessen gibt&rsquo;s Ideologie und Moral, und Gedankenspiele sogenannter Experten wie jetzt in der Zeit, in denen Horrorszenarien ausgebreitet werden, f&uuml;r den Fall, dass Russland nicht besiegt wird. Verantwortungslose Angstmacherei von Leuten, die behaupten, ganz genau zu wissen, was Putin will und denkt und die sich in einer grenzenlosen Arroganz hinstellen und einen Mentalit&auml;tswechsel in der deutschen Gesellschaft fordern.<br>\nUnsere Demokratie wird nicht in der Ukraine verteidigt, genauso wenig wie damals am Hindukusch. Das ist nur eine besonders hinterh&auml;ltige Form, Kriegseins&auml;tze zu rechtfertigen und moralischen Druck aufzubauen. Der Kampf um unsere Demokratie findet nicht im Ausland statt, sondern innerhalb unserer Landesgrenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kommentar\/gesellschaft-kommentar\/muendige-buerger-sind-systemrelevant\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Raffinerie Schwedt: Denkmal einer souver&auml;nen Energiepolitik<\/strong><br>\nAnteile der Raffinerie Schwedt sollen den Besitzer wechseln. Ein Anlass, daran zu erinnern, wof&uuml;r diese Raffinerie steht: eine Energie- und Wirtschaftspolitik, die langfristig denkt und auf Souver&auml;nit&auml;t ausgerichtet ist. Nichts, woran diese Bundesregierung gern erinnert wird.<br>\nWenn es einen Ort gibt, an dem eine verr&uuml;ckte und eine langfristige Wirtschaftspolitik aufeinanderprallen, dann ist das die Raffinerie in Schwedt. Die 1964 in Betrieb genommene Raffinerie war in vielfacher Hinsicht ein Musterbetrieb f&uuml;r die DDR und immer wieder auch Entwicklungsstandort f&uuml;r neue Verfahren; sie entwickelte sich von einem Werk, das vor allem einfache Erd&ouml;lprodukte wie Bitumen herstellte, zu einem hochkomplexen chemischen Betrieb, der weite Teile der gesamten Petrochemie abdeckte, und das m&ouml;glichst r&uuml;ckstandsfrei. Bis heute ist die Benzin- und Dieselversorgung im Raum Berlin durch die PCK-Raffinerie in Schwedt abgedeckt.<br>\nJetzt hat der niederl&auml;ndische &Ouml;lkonzern Shell seine Anteile an dieser Raffinerie verkauft; an eine weitgehend unbekannte britische &Ouml;lhandelsfirma namens Prax, die vor allem unabh&auml;ngige Tankstellen in Gro&szlig;britannien betreibt und sich erst im Oktober durch den Erwerb der Kette von Oil!-Tankstellen auf Kontinentaleuropa erweiterte. Ob der Verkauf &uuml;berhaupt g&uuml;ltig oder durch die Aus&uuml;bung des Vorkaufsrechts der beiden anderen Miteigner Rosneft und Eni blockiert wird, muss sich erst noch herausstellen. Rosneft hatte schon 2021 erkl&auml;rt, die Anteile von Shell &uuml;bernehmen zu wollen.<br>\nWie fast alle DDR-Betriebe wurde auch die Raffinerie in Schwedt &uuml;ber die Treuhand privatisiert, und die Anteile wechselten im Verlauf der Jahrzehnte mehrmals die Eigent&uuml;mer, bis zur letztg&uuml;ltigen Aufteilung von 37,5 Prozent im Besitz von Shell, zu 54,7 Prozent von Rosneft Deutschland und zu 8,33 Prozent im Besitz von Eni. Rosneft Deutschland steht im Zuge der Russland-Sanktionen unter Zwangsverwaltung durch das Bundeswirtschaftsministerium.<br>\nNicht nur mehr als die H&auml;lfte der Anteile sind eigentlich in russischer Hand, auch das &Ouml;l, mit dem die Raffinerie betrieben wird, kam oder kommt aus Russland. Diese Unklarheit ergibt sich daraus, dass das &Ouml;l, das in Schwedt verarbeitet wird, inzwischen offiziell aus Kasachstan stammt.<br>\nAllerdings ist die Umstellung einer Raffinerie auf ein &Ouml;l anderen Ursprungs nicht so einfach m&ouml;glich; die ganzen komplexen Anlagen sind auf eine bestimmte Zusammensetzung des eingespeisten &Ouml;ls abgestimmt, und dabei handelt es sich nicht um eine Abstimmung, die &uuml;ber einen Schalter geregelt wird, sondern die sich in baulichen Anlagen widerspiegelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.me\/meinung\/189988-raffinerie-schwedt-denkmal-einer-souveraenen-energiepolitik\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.H.:<\/strong> Hier werden die Leistungen der DDR gew&uuml;rdigt und die Nutznie&szlig;er in Form westlicher Konzerne aufgezeigt. Selbst ein Kind der DDR, waren mir diese Zusammenh&auml;nge nicht klar. Schade, dass die jetzige Regierung in Vasallentreue zu den USA die teuren Investitionen der DDR, die einen gro&szlig;en Wettbewerbsvorteil darstellten, aufgibt. Der Abriss des Palast der Republik war ein Symbol, der Abriss der Energieinfrastruktur ist nur noch ideologische Dummheit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>2024 droht erneute Schrumpfung des BIP &ndash; IMK erwartet R&uuml;ckgang um 0,3 Prozent, ebenso viel wie 2023<\/strong><br>\nDie Finanzpolitik der Bundesregierung d&uuml;rfte mit dem Haushaltskompromiss der vergangenen Woche dazu beitragen, dass die deutsche Wirtschaft auch im kommenden Jahr leicht schrumpft. K&uuml;rzungen bei den Staatsausgaben, h&ouml;here Abgaben und die zus&auml;tzliche Unsicherheit &uuml;ber die weitere F&ouml;rderung von Klimaschutzprojekten d&uuml;rften den bremsenden Effekt von hohen Zinsen und verhaltener Entwicklung der Weltwirtschaft verst&auml;rken. In der Folge sinkt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresdurchschnitt 2024 um 0,3 Prozent. Damit w&auml;re der R&uuml;ckgang &auml;hnlich gro&szlig; wie 2023. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung in seiner neuen Konjunkturprognose. Bei weiter abnehmender Inflation erholt sich zwar im kommenden Jahr der private Konsum wieder etwas. Diese positive Entwicklung kann aber negative Impulse vom Bau, den Anlageinvestitionen und aus dem Au&szlig;enhandel nicht kompensieren. Bleibt es bei diesem Szenario, steigt die Arbeitslosigkeit im Jahresmittel 2024 sp&uuml;rbar um knapp 240.000 Personen auf 6,2 Prozent nach durchschnittlich 5,7 Prozent 2023. Die Inflationsrate wird im Jahresdurchschnitt 2023 noch hohe 5,9 Prozent betragen, im kommenden Jahr aber weiter deutlich sinken und mit jahresdurchschnittlich 2,5 Prozent wieder relativ nahe am Inflationsziel der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-2024-droht-erneute-schrumpfung-des-bip-54566.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mit teuren Tricks in eine andere EU<\/strong><br>\nGeh&lsquo; doch mal eben raus zum Kaffeetrinken &ndash; so oder so &auml;hnlich soll Kanzler Scholz den ungarischen Regierungschef bei der entscheidenden Sitzung beim EU-Gipfel ausgetrickst haben. Kaum war Orban weg, war der Konsens zur Ukraine da.<br>\nDer Trick ist legal, denn Abwesenheit gilt als Enthaltung und nicht als Nein. Er hat den Weg f&uuml;r Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau frei gemacht. Georgien wird zum EU-Kandidaten, auch Bosnien-Herzegowina bekommt eine Chance.<br>\nDie gro&szlig;e Erweiterungswelle ist historisch, da haben Scholz &amp; Friends recht. Aber nicht aus den Gr&uuml;nden, die sie angeben. Es stimmt ja einfach nicht, dass nun die europ&auml;ischen V&ouml;lker jubeln und Freiheit und Wohlstand &uuml;ber Osteuropa und den Westbalkan kommen.<br>\nDazu m&uuml;sste der Krieg in der Ukraine enden und der Wiederaufbau beginnen. Doch daf&uuml;r hat die EU keinen Plan. Das gr&uuml;ne Licht f&uuml;r die Ukraine ist weder mit einer Initiative f&uuml;r einen Verhandlungsfrieden noch mit einer Zukunftsstrategie verbunden.<br>\nEs wird nicht mehr Wohlstand bringen &ndash; sondern erstmal weniger. Denn der Beitritt wird teuer. Als erste &bdquo;Anzahlung&ldquo; sollen 50 Mrd. Euro nur f&uuml;r die Ukraine locker gemacht werden &ndash; teilweise zu Lasten von laufenden EU-Programm und Gemeinschaftsaufgaben.<br>\nWenn die Beschl&uuml;sse umgesetzt werden (was noch Jahre dauern kann), f&uuml;hren sie in eine andere EU. Es wird keine Friedens- oder B&uuml;rgerunion mehr sein, wie immer wieder versprochen wurde. Sondern ein Gebilde, in dem die Geopolitik den Ton angibt.<br>\nDas hei&szlig;t noch mehr Waffen, noch mehr Z&auml;une, eine dauerhafte Konfrontation mit Russland, eine weitere Entfremdung vom Globalen S&uuml;den. K&uuml;nftig werden Deutschland und die Ukraine das Sagen haben, und nicht mehr Berlin und Paris. Keine guten Aussichten&hellip;<br>\nP.S. Die EU wird mit der Erweiterung mehr denn je zur Vorfeld-Organisation f&uuml;r die USA und die Nato. Sie darf den osteurop&auml;ischen Raum erschlie&szlig;en, damit er endg&uuml;ltig zur Einflusssp&auml;hre der &bdquo;transatlantischen Gemeinschaft&ldquo; wird. Was f&uuml;r ein Hohn bei L&auml;ndern, die am Schwarzen Meer bzw. am Kaukasus liegen. Georgien hat nicht einmal eine Grenze zur EU. Genausogut k&ouml;nnten wir Israel aufnehmen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/mit-teuren-tricks-in-eine-andere-eu\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die EU bereitet sich auf einen Wirtschaftskrieg mit China vor<\/strong><br>\nObjektiv gesehen gibt es kaum Interessenskonflikte zwischen der EU und China, wie ich hier aufgezeigt habe. Die EU und China haben viele gemeinsame Interessen, denn China ist f&uuml;r die EU der gr&ouml;&szlig;te Handelspartner und Firmen aus der EU verdienen viel Geld, indem sie Waren an China verkaufen oder in China produzieren. Und chinesische Waren sind auch aus der EU nicht mehr wegzudenken. Eigentlich m&uuml;ssten die EU und China also gegen Sanktionen sein, die dem eigenen und gegenseitigen Handel und der Wirtschaft beider Seiten schaden. (&hellip;)<br>\nDass es zwischen Handelspartnern auch Streit gibt, wenn es zum Beispiel um die Frage der Subventionierung bestimmter Wirtschaftszweige geht, was einer Seite einen unfairen Vorteil gegen&uuml;ber der anderen Seite verschafft, ist klar. Aber &uuml;ber diese Dinge kann man reden und das Beispiel der USA und der wirtschaftlichen Streitpunkte, die es zwischen Br&uuml;ssel und Washington immer wieder wegen Subventionen oder Schutzz&ouml;llen gibt, waren nie ein Grund daf&uuml;r, den Streit politisch zu eskalieren. Warum also sollte das bei China ein Grund sein?<br>\nDer Grund ist, dass die USA in China einen Rivalen sehen, der ihrem Wunsch, die Welt zu dominieren &ndash; in den USA ist die Rede von der &bdquo;worldwide dominance&ldquo;, also der Weltherrschaft der USA &ndash; im Wege steht. Das ist jedoch ein Problem der USA, nicht der EU. Trotzdem opfert sich die EU zum eigenen Schaden f&uuml;r die Interessen der USA.<br>\nDass die EU sich der anti-chinesischen Politik der USA angeschlossen hat, obwohl diese objektiv gesehen nicht im Interesse der EU liegt, zeigt einmal mehr, dass die EU ein Vasall der USA ist. Das ist nicht meine Behauptung, das ist auch keine &bdquo;russische Propaganda&ldquo;, das hat der stramm transatlantisch ausgerichtete EU-Thinktank European Council on Foreign Relations im April 2023 so formuliert, wie Sie hier nachlesen k&ouml;nnen.<br>\nDie offen anti-chinesische Politik der EU ist l&auml;ngst Mainstream geworden, obwohl sie noch vor wenigen Jahren sehr umstritten war. Es sei an die heftige Kritik aus Br&uuml;ssel und anderen europ&auml;ischen Hauptst&auml;dten erinnert, als US-Pr&auml;sident Trump die USA auf Konfrontationskurs gegen China gebracht hat. Diese Kritik ist in Europa fast sofort verstummt, als Joe Biden diese Politik von Trump &uuml;bernommen und sogar noch massiv versch&auml;rft hat. Mehr noch: Die EU und ihre Mitgliedsstaaten haben sich dieser Politik, die sie eben noch heftig kritisiert haben, sofort angeschlossen. F&uuml;r die anti-chinesische Politik gibt es in Berlin und Br&uuml;ssel viele Lobbyisten, unter denen Mitglieder der Gr&uuml;nen &uuml;brigens besonders hervorstechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/die-eu-bereitet-sich-auf-einen-wirtschaftskrieg-mit-china-vor\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zur Verteidigung der Kunstfreiheit<\/strong><br>\nDas politische und kulturelle Klima spitzt sich zu. Die aktuellen Diskussionen um Kunstfreiheit und die sogenannte Cancel Culture sind gef&auml;hrlich. Der &ouml;ffentliche Diskurs ist zunehmend durch unzul&auml;ssige Vermischung von Themen und tendenzi&ouml;sen Behauptungen gepr&auml;gt. Diese Verwirrung hat zu Verst&ouml;&szlig;en gegen Freiheitsrechte gef&uuml;hrt, die f&uuml;r eine demokratische Nation nicht hinnehmbar sind.<br>\nDie Akademie der K&uuml;nste vertritt qua Gesetz und Satzung Freiheit und Anspruch der Kunst in Staat und Gesellschaft. Aus dieser Verpflichtung heraus gilt es, die Kunst- und Meinungsfreiheit als durch die deutsche Verfassung gesch&uuml;tzte h&ouml;chste Rechtsg&uuml;ter in der Demokratie zu verteidigen. Sie sind in einem langen zivilisatorischen Prozess m&uuml;hsam errungen worden.<br>\nDie Freiheit der Kunst steht dabei in voller Verantwortung. Sie bewegt sich im Rahmen der Prinzipien unserer Verfassung:<br>\n&bdquo;Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religi&ouml;sen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.&ldquo; (Artikel 3 Grundgesetz)<br>\nSolange sie diesen Prinzipien nicht widerspricht, hat jeder das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu &auml;u&szlig;ern und zu verbreiten.<br>\nDie Akademie der K&uuml;nste spricht sich gegen jegliche Gesinnungspr&uuml;fung von K&uuml;nstler*innen sowie gegen vorauseilende rote Linien aufgrund politischer &Auml;u&szlig;erungen aus. Das Wesen und die Freiheit der Kunst sind bedroht, wenn man sie zu instrumentalisieren versucht. Die Kunstfreiheit muss jederzeit &uuml;ber einer unsachlich gef&uuml;hrten Debatte stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/zur-verteidigung-der-kunstfreiheit\/%20\">pressenza<\/a>\n<p>dazu: <strong>Akademie der K&uuml;nste Berlin &auml;u&szlig;ert sich scharf: Aktuelle Diskussion um Kunstfreiheit gef&auml;hrlich<\/strong><br>\nDie Akademie f&uuml;hrt das Grundgesetz gegen Cancel Culture ins Feld und spricht sich gegen eine Gesinnungspr&uuml;fung von K&uuml;nstlern aus.<br>\nMit scharfen Worten meldet sich in der Debatte um Kunstfreiheit die Akademie der K&uuml;nste Berlin zu Wort: &bdquo;Das politische und kulturelle Klima spitzt sich zu&ldquo;, hei&szlig;t es in einer auf ihrer Website ver&ouml;ffentlichten Mitteilung mit dem Titel &bdquo;Zur Verteidigung der Kunstfreiheit&ldquo;, die von der Akademie-Pr&auml;sidentin Jeanine Meerapfel unterzeichnet ist. &bdquo;Die aktuellen Diskussionen um Kunstfreiheit und die sogenannte Cancel Culture sind gef&auml;hrlich. Der &ouml;ffentliche Diskurs ist zunehmend durch unzul&auml;ssige Vermischung von Themen und tendenzi&ouml;sen Behauptungen gepr&auml;gt. Diese Verwirrung hat zu Verst&ouml;&szlig;en gegen Freiheitsrechte gef&uuml;hrt, die f&uuml;r eine demokratische Nation nicht hinnehmbar sind.&ldquo;<br>\nUnd weiter: Die Akademie der K&uuml;nste vertrete qua Gesetz und Satzung Freiheit und Anspruch der Kunst in Staat und Gesellschaft. Aus dieser Verpflichtung heraus gelte es, die Kunst- und Meinungsfreiheit als durch die deutsche Verfassung gesch&uuml;tzte h&ouml;chste Rechtsg&uuml;ter in der Demokratie zu verteidigen. &bdquo;Sie sind in einem langen zivilisatorischen Prozess m&uuml;hsam errungen worden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/akademie-der-kuenste-berlin-aeussert-sich-scharf-aktuelle-diskussion-um-kunstfreiheit-gefaehrlich-li.2169286\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Br&uuml;ssel &uuml;bernimmt Kontrolle &uuml;ber die Medien<\/strong><br>\nEs ist im Get&uuml;mmel des EU-Gipfels untergegangen: Die EU hat jetzt auch ein &bdquo;Medienfreiheitsgesetz&ldquo;. Es bringt einen erheblichen Machtzuwachs f&uuml;r Br&uuml;ssel.<br>\nBisher lag die Medienaufsicht in Deutschland bei den Bundesl&auml;ndern. Die Presse hat sich weitgehend selbst reguliert, f&uuml;r die &Ouml;ffentlich-Rechtlichen gelten eigene Gesetze.<br>\nAus deutscher Sicht war ein &bdquo;Medienfreiheitsgesetz&ldquo;, wie es sich die EU nun gegeben hat, nicht n&ouml;tig. Die L&auml;nder haben denn auch lange dagegen angek&auml;mpft, die Verleger sind immer noch unzufrieden.<br>\nDoch die deutsch gef&uuml;hrte EU-Kommission (von der Leyen l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en) wollte unbedingt die Oberaufsicht haben.<br>\nSie beruft sich auf den Binnenmarkt (ein fadenscheiniges Argument), die Journalisten (die auch nicht nach der EU gerufen haben) und die Einschr&auml;nkung der Medienfreiheit in L&auml;ndern wie Ungarn.<br>\nDas EU-Parlament lie&szlig; sich davon gern &uuml;berzeugen, zumal das neue Gesetz auch noch die Verbreitung von &bdquo;Content&ldquo; im Internet regeln soll. Das ist eins der Lieblingsthemen der Abgeordneten, die &uuml;berall &bdquo;Fake News&ldquo; wittern.<br>\nSo erg&auml;nzt das neue Medienfreiheitsgesetz (EMFA) aufs &bdquo;Sch&ouml;nste&ldquo; die neuen Internet-Gesetze DSA und DMA, die explizit auf Kontrolle aus sind &ndash; wie das Beispiel Twitter \/ X eindrucksvoll zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/die-eu-uebernimmt-kontrolle-ueber-die-medien\/#more-171583\">Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu: <strong>Europ&auml;isches Medienfreiheitsgesetz: Kein Anlass zum Jubel<\/strong><br>\nDer Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) und der Medienverband der freien Presse (MVFP) kritisieren Beschr&auml;nkung der Pressefreiheit durch europ&auml;ische Regulierung<br>\nNach Ansicht der Presseverlegerverb&auml;nde BDZV und MVFP hat die EU mit der heutigen Einigung auf ein Medienfreiheitsgesetz das begr&uuml;&szlig;enswerte Ziel einer Verbesserung der Medienfreiheit in Europa verfehlt. &ldquo;Aus Medienregulierung ist noch nie mehr Medienfreiheit entstanden&rdquo;, hie&szlig; es heute von den Verb&auml;nden in Berlin. &ldquo;W&auml;hrend die Presse mit wirtschaftlichen, regulativen und wettbewerblichen Herausforderungen zu k&auml;mpfen hat, schn&uuml;rt die EU ein Korsett, das keines der Probleme angeht und stattdessen die Pressefreiheit gef&auml;hrdet.&rdquo;<br>\nBDZV und MVFP hatten seit Beginn der Debatte &uuml;ber den European Media Freedom Act auf die Gefahr falscher Weichenstellungen hingewiesen. Diese Gefahr sei mit der Einigung im heutigen Trilog nicht gebannt.<br>\nDas Gesetz breche gleich mehrfach mit Grunds&auml;tzen der Pressefreiheit. Es werde eine beh&ouml;rdliche Aufsicht &uuml;ber die Presse etabliert, bei der auch noch die EU-Kommission mitreden wolle. Zudem sollen Verlage nicht mehr &uuml;ber redaktionelle Inhalte entscheiden d&uuml;rfen, aber weiter f&uuml;r alle Inhalte voll verantwortlich sein. Und f&uuml;r das Plattforminternet werde die Zensur legaler Pressever&ouml;ffentlichungen durch Google und Co. gesetzlich gebilligt und festgeschrieben.<br>\nZwar sei infolge vielfacher Kritik von verschiedenen Seiten noch Schlimmeres verhindert worden, doch sei die heute erzielte Einigung vor allem mit Blick auf k&uuml;nftige drohende Versch&auml;rfungen der Regulierung besorgniserregend. &ldquo;Nach unseren Informationen bleibt der heutige Kompromiss weit hinter dem zur&uuml;ck, was man als einen angemessenen Schutz der Pressefreiheit und -vielfalt bezeichnen k&ouml;nnte&rdquo;, bedauerten die Verb&auml;nde. &ldquo;Falls sich unsere Bef&uuml;rchtungen bewahrheiten, sollte Deutschland alles daransetzen, um die politische Billigung des heutigen Kompromisses zu verhindern und die notwendigen Verbesserungen anmahnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6936\/5673556\">Presseportal<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Sieben EU-Staaten wollen Einsatz von Spionageprogrammen gegen Journalisten legalisieren<\/strong><br>\nAus den Protokollen einer Sitzung des Rates der EU im November geht hervor, dass Italien, Frankreich, Finnland, Griechenland, Zypern, Schweden und Malta auf die Beibehaltung eines Absatzes bestehen. Dieser Absatz enth&auml;lt einen Vorbehalt zum Verbot der Spionage von Journalisten und besagt: &bdquo;Dieser Artikel ber&uuml;hrt nicht die Verantwortung der Mitgliedstaaten f&uuml;r den Schutz der nationalen Sicherheit.&ldquo;<br>\nDem Protokoll zufolge war die Beibehaltung des Absatzes f&uuml;r Italien eine &bdquo;rote Linie&ldquo;. Frankreich, Finnland und Zypern erkl&auml;rten, sie seien &bdquo;nicht sehr flexibel&ldquo;, w&auml;hrend Schweden, Malta und Griechenland den Absatz ebenfalls &bdquo;mit einigen Nuancen&ldquo; beibehalten wollten, berichtete The Shift News.<br>\nDas EMFA ist ein neues Gesetz, das die europ&auml;ische Medienlandschaft regulieren und den Schutz der Medienfreiheit und der Journalisten gew&auml;hrleisten soll. Es wird seit 15 Monaten verhandelt und soll Ende dieser Woche abgeschlossen werden.<br>\nDie Aufnahme des Absatzes durch den Rat der EU im Juni hat in der Medienwelt gro&szlig;e Besorgnis ausgel&ouml;st, aber nur Portugal hat ihn offen kritisiert.<br>\nEin Sprecher der portugiesischen Vertretung in Br&uuml;ssel erkl&auml;rte gegen&uuml;ber Investigate Europe, man sei &bdquo;besorgt &uuml;ber die zuk&uuml;nftigen Auswirkungen, die diese Bestimmung nicht nur auf die Freiheit der Journalisten bei der Aus&uuml;bung ihres Berufs, sondern auch auf die europ&auml;ische Zivilgesellschaft haben k&ouml;nnte.&ldquo;<br>\nDas EMFA braucht eine qualifizierte Mehrheit der Regierungen, die 65 Prozent der EU-Bev&ouml;lkerung entspricht, um verabschiedet zu werden. Mit den sieben Hardlinern und Ungarn, die das EMFA strikt ablehnen, repr&auml;sentieren sie 36 Prozent der Bev&ouml;lkerung. Genug, um die Verabschiedung zu verhindern. (&hellip;)<br>\nIm Falle einer Annahme w&uuml;rde dies die Auslegung und die Angelegenheit im Gro&szlig;en und Ganzen in die H&auml;nde der nationalen Gerichte legen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.euractiv.de\/section\/europa-kompakt\/news\/sieben-eu-staaten-wollen-einsatz-von-spionageprogrammen-gegen-journalisten-legalisieren\/%20\">Euractiv<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>EU erlaubt Aussp&auml;hung von Journalisten unter Auflagen<\/strong><br>\nAm Freitagnachmittag einigten sich die Unterh&auml;ndler des Europ&auml;ischen Parlaments, des Ministerrats und der Kommission auf ein Medienfreiheitsgesetz. Es enth&auml;lt eine Anti-Spyware-Klausel, mit der die Gesetzgeber auf die Skandale um Spionagesoftware wie Pegasus und Predator in vielen Mitgliedsstaaten reagieren. Doch das Gesetz ist l&ouml;chrig. So d&uuml;rfen Sicherheitsbeh&ouml;rden zur Bek&auml;mpfung &ldquo;schwerer Straftaten&rdquo; Staatstrojaner gegen Mediendiensteanbieter sowie deren Besch&auml;ftigte und Angeh&ouml;rige einsetzen. In diesem Fall w&auml;re eine Genehmigung und &Uuml;berpr&uuml;fung der &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen durch Richter in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden erforderlich.<br>\nDer Begriff der schweren Straftaten ist weit gefasst. Das Parlament hat ihn nach eigenen Angaben auf solche begrenzt, &ldquo;die in dem jeweiligen Mitgliedsstaat mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden&rdquo;. Auch dieser Zusatz bleibt sehr vage. Fr&uuml;here Entw&uuml;rfe sahen vor, den Einsatz von Spionagesoftware bei Ermittlungen wegen Straftaten zuzulassen, die mit einer Freiheitsstrafe im H&ouml;chstma&szlig; von mindestens drei Jahren bedroht sind. Presse- und B&uuml;rgerrechtsorganisationen kritisierten im Juni, dass darunter auch Brandstiftung oder Produktpiraterie fallen w&uuml;rden. Dies sei grundrechtlich problematisch. Laut einem Bericht soll sich der nun vereinbarte Straftatenkatalog vor allem auf Verbrechen wie Terrorismus und Mord konzentrieren. Der konkrete Gesetzestext liegt allerdings noch nicht vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Ausspaehung-von-Journalisten-unter-Auflagen-vom-EU-Parlament-gebilligt-9576642.html\">heise online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Toni Negri: Ein Kommunist, der die Welt verstehen wollte, um sie zu ver&auml;ndern<\/strong><br>\nNachruf Der italienische Philosoph und Aktivist Antonio Negri ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Sein Weggef&auml;hrte Sandro Mezzadra beschreibt die Besonderheit seines Denkens: Er suchte die Erkenntnis in den ungeheizten R&auml;umen sozialer Bewegung<br>\nEs f&auml;llt schwer, am Tag seines Tods &uuml;ber Toni Negri zu schreiben. Zumindest mir f&auml;llt es schwer. Zu viele Bilder dr&auml;ngen sich in mein Ged&auml;chtnis: die gemeinsamen Urlaube, die Reisen nach Lateinamerika, die endlosen Begegnungen und Diskussionen, aber auch die ersten Versuche, seine B&uuml;cher zu lesen, nat&uuml;rlich Il dominio e il sabotaggio, und dann Dall&rsquo;operaio massa all&rsquo;operaio sociale, kurz nach dem 7. April 1979.<br>\nUnd ich erinnere mich gut an diesen Tag, als ich auf dem Heimweg von der Schule im Fernsehen erfuhr, dass der Anf&uuml;hrer der Roten Brigaden festgenommen worden war. Der Staatsanwalt Pietro Calogero beschuldigte Toni des Terrorismus und warf ihm vor, hinter der Entf&uuml;hrung und Ermordung von Aldo Moro zu stehen, Vorsitzender der Partei Democrazia Cristiana. Es ist bekannt, dass von dem &bdquo;Calogero-Theorem&ldquo; nach den Prozessen nichts &uuml;brig blieb. Was jedoch blieb, waren zerbrochene Leben und die endlosen Jahre der Untersuchungshaft, die Toni mit Hunderten seiner Kameraden teilte.<br>\nIch m&ouml;chte hier ein erstes Portr&auml;t von Toni skizzieren, ein sehr pers&ouml;nliches und sicherlich ganz und gar unvollst&auml;ndiges Portr&auml;t. Ich m&ouml;chte hervorheben, was in meinen Augen seine Einzigartigkeit ausmachte und ihn von vielen radikalen Intellektuellen unterschied, die ich im Laufe der Jahre in verschiedenen Teilen der Welt getroffen habe. F&uuml;r den Moment soll es gen&uuml;gen, zwei Facetten seiner Pers&ouml;nlichkeit und seines Lebens zu erw&auml;hnen, die mich immer beeindruckt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/antonio-negri-ein-kommunist-der-die-welt-verstehen-wollte-um-sie-zu-veraendern\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sonneborn zum Tode Kissingers: &ldquo;Einer der gr&ouml;&szlig;ten Schurken aller Zeiten&rdquo;<\/strong><br>\nEines der regelm&auml;&szlig;igen Lieblingsziele des EU-Abgeordneten Martin Sonneborn ist EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen. Sie gilt f&uuml;r ihn nicht nur als &ldquo;unf&auml;hig und ein bisschen kriminell&rdquo;, sondern auch als &ldquo;beeindruckend moralfrei&rdquo;. Am 15. Dezember sezierte der Satiriker nun in einem f&uuml;r ihn angemessenen Rahmen das lange Leben des Henry Kissingers.<br>\n&ldquo;Die Welt verliert einen besonderen Diplomaten&rdquo;, res&uuml;mierte Bundeskanzler Olaf Scholz nach Bekanntwerden des Ablebens von Kissinger. Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock erkannte eine &ldquo;Jahrhundertgestalt der internationalen Politik&rdquo;. Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier bezeichnete Kissinger als &ldquo;beeindruckenden Mann mit einer unglaublichen Lebensgeschichte&rdquo;. Martin Sonneborn titelt seinen Beitrag zum Gedenken an Kissinger mit:<br>\n&ldquo;Nachruf auf rund 4.000.001 Tote&rdquo;<br>\nEs folgt das wortw&ouml;rtliche Transkript seines Youtube-Beitrags:<br>\n&ldquo;2023 verabschieden wir uns auch von einem der gr&ouml;&szlig;ten Schurken aller Zeiten. Nach 100 Jahren ist Schluss &ndash; der ehemalige US-Au&szlig;enminister Henry Kissinger ist tot. Mit ihm starb nicht nur einer der besten Kriegsverbrecher aller Zeiten &ndash; n&auml;mlich er selber &ndash; sondern auch &ndash; noch vor Barack Obama und der Europ&auml;ischen Union &ndash; einer der unw&uuml;rdigsten Friedensnobelpreistr&auml;ger aller Zeiten, &ndash;&ndash; auch er selber.<br>\nZu seinen sch&ouml;nsten Menschheitsverbrechen geh&ouml;ren: ein illegales jahrelanges Bombardement in Laos, ein jahrelanges illegales Bombardement in Kambodscha, ein Pinot Noir, Quatsch: ein Pinochet-Regime in Chile (Installation und jahrelange Unterst&uuml;tzung) sowie ein aktiv geduldeter Genozid in Pakistan zuungunsten der Bengalen. Macht summa summarum circa drei bis vier Millionen Menschenleben, konservativ gesch&auml;tzt. Immerhin: sein eigenes ist jetzt noch dazu gekommen.<br>\nKissinger starb im Alter von 100 Jahren, als er beim morgendlichen Verlassen seines Wasserfolterbetts, korrigiere: Wasserbetts, auf dem davorliegenden Bombenteppich, korrigiere: bonbonfarbenen Teppich, ausglitt und beim Aufprall detonierte. Er war sofort tot und bleibt es auch f&uuml;r alle Zeiten. Hoffentlich.<br>\nWie sagt man noch gleich im Internet? Ruhe in Frieden und Gr&uuml;&szlig;e an die Familie!<br>\nEU-Ratspr&auml;sident Charles Michel empfand es kontr&auml;r zur Wahrnehmung des EU-Abgeordneten Sonneborn als &ldquo;Privileg, mit Henry mehrmals zusammenzutreffen&rdquo;. Der ehemalige US-Politiker sei f&uuml;r Michel ein &ldquo;liebensw&uuml;rdiger Mensch und brillanter Geist, der &uuml;ber hundert Jahre lang die Geschicke einiger der wichtigsten Ereignisse des Jahrhunderts gepr&auml;gt hat&rdquo;. F&uuml;r Sonneborns &ldquo;spezielle EU-Kollegin&rdquo; Ursula von der Leyen gilt Kissinger &ldquo;als herausragende Pers&ouml;nlichkeit der Weltgeschichte&rdquo;. F&uuml;r sie sei unmissverst&auml;ndlich klar: &ldquo;Henry Kissingers diplomatische Strategie und Exzellenz haben die Weltpolitik im gesamten 20. Jahrhundert gepr&auml;gt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/europa\/190054-sonneborn-zum-tode-kissingers-groessten\/\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107494\">&bdquo;Er war eine Lichtgestalt&ldquo; &ndash; Wie medialer und politischer Mainstream den Kriegsverbrecher Henry Kissinger in ihren Nachrufen feiern<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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