{"id":108654,"date":"2023-12-28T12:00:33","date_gmt":"2023-12-28T11:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108654"},"modified":"2023-12-23T12:17:07","modified_gmt":"2023-12-23T11:17:07","slug":"eurasismus-russlands-strategie-fuer-die-multipolare-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108654","title":{"rendered":"Eurasismus \u2013 Russlands Strategie f\u00fcr die multipolare Welt"},"content":{"rendered":"<p>Russlands Au&szlig;enminister Sergej Lawrow <a href=\"https:\/\/life.ru\/p\/1493336\">sprach<\/a> im Mai 2022 davon, dass das &uuml;bergeordnete geopolitische Ziel Russlands in Bezug auf seine Spezialoperation in der Ukraine darin besteht, der unipolaren, vom Westen dominierten Welt, welche die USA seit dem Ende des Kalten Krieges in den 1990ern schaffen wollen, ein Ende zu setzen. An dem Zerfallsprozess der globalen US-Dominanz und dem Wandel hin zur multipolaren Ordnung besteht kein Zweifel mehr, doch Russland ist auf ein Zukunftsmodell in dieser neuen Welt angewiesen, es muss seine Rolle in der neuen Weltordnung definieren. Dabei l&auml;sst sich eine klare Tendenz erkennen, eine Ideologie, die eine lange Tradition in Russland hat und nun scheinbar endg&uuml;ltig zur Entfaltung kommt &ndash; der Eurasismus. Von <strong>Leon Brosowski<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDer klassische Eurasismus hat seine Urspr&uuml;nge in der Emigration russischer Intellektueller und Wissenschaftler nach dem Untergang des Zarenreiches, der sogenannten wei&szlig;en Emigration, in welcher sich in den 1920ern die Idee eines <a href=\"https:\/\/old.bigenc.ru\/philosophy\/text\/1973841\">zwischen Europa und Asien liegenden Kontinents Eurasien<\/a> entwickelte, der mit dem Gebiet des russischen Reiches &uuml;bereinstimmt. Dieses russische Eurasien st&uuml;nde im Gegensatz zum &bdquo;romano-germanischen&ldquo; Europa. Die Eurasier, wie etwa Nikolai Trubetzkoy oder Pyotr Savitsky, betrachteten die, in der russischen Geschichtsschreibung als &bdquo;Tatarenjoch&ldquo; verschriene, mongolische Pr&auml;gung (1240 &ndash; 1480) als ma&szlig;gebend f&uuml;r die russische Entwicklung und kritisierten die Reformen nach westlichem Vorbild unter Peter dem Gro&szlig;en als Zwangsvereinigung mit der europ&auml;ischen Kultur. Hier l&auml;sst sich erkennen, dass die Eurasier sich aus den Slawophilen des 19. Jahrhunderts heraus entwickelt hatten, die die Modernisierung Russlands nach dem Vorbild westlicher Ideologien, also vor allem des Liberalismus, aber auch des Marxismus, ablehnten und ein exklusiv russisches Entwicklungsmodell vorschlugen. Deshalb waren die Eurasier auch dezidiert antiliberal, stellten das Kollektiv &uuml;ber das Individuum und sahen in der systemischen Z&auml;sur Russlands mit dem Westen nach der Macht&uuml;bernahme der Bolschewiki zun&auml;chst etwas Positives, nur die Ideologie des Marxismus, vor allem sein materialistisches Weltbild, sei Russland auszutreiben. Der zentrale <a href=\"https:\/\/science-education.ru\/ru\/article\/view?id=23528\">Unterschied zu den Slawophilen<\/a> bestand darin, dass man keine logische Einheit der slawischen V&ouml;lker sah, sondern die Einheit der Ostslawen (also Russen) und der &bdquo;turanischen&ldquo; V&ouml;lker (v.a. uralische und T&uuml;rk-V&ouml;lker), die gemeinsam in Russland (Eurasien) leb&#1077;n, was sp&auml;ter noch sehr relevant wird.<\/p><p>Trotz der <a href=\"https:\/\/www.pravenc.ru\/text\/187285.html\">allgemeinen Heterogenit&auml;t<\/a> der eurasischen Bewegung kam es Ende der 1920er-Jahre zu einer besonderen Spaltung. Die Gruppe der sogenannten <a href=\"http:\/\/nevmenandr.net\/vaxitov\/kle.php\">linken Eurasier<\/a>, zu deren Hauptvertretern unter anderem Lev Karsavin und Sergej Efron geh&ouml;rten, fing an, dezidiert prosowjetische Positionen zu vertreten. Sie sahen Russland, gleicherma&szlig;en wie die rechten Eurasier, als multiethnisches Zivilisationsmodell, das aus asiatischen und europ&auml;ischen Einfl&uuml;ssen einen eigenen Kontinent &ndash; Eurasien &ndash; bildet, lehnten den Marxismus jedoch nicht ab, da Marx ihnen von allen westlichen Philosophen am n&auml;chsten st&uuml;nde. Dessen Ideen m&uuml;ssten in einen Dialog mit der orthodoxen Religionsphilosophie treten (etwa den Ideen Nikolai Fjodorows). Der Marxismus h&auml;tte in den Augen vieler linker Eurasier dadurch zu einer Art Ideologie des modernen Russlands werden k&ouml;nnen. Interessant ist hierbei vor allen Dingen das parallele Aufkommen des linken Eurasismus mit dem politischen Wandel in der Sowjetunion 1926\/27, also dem Sieg Stalins im internen Machtkampf gegen Trotzki und die Internationalisten, welche weiterhin auf die nach 1917 gescheiterte Weltrevolution setzten, wohingegen Stalin mit seinem Konzept des &bdquo;Sozialismus in einem Land&ldquo; die nationale Entwicklung der Sowjetunion in den Vordergrund stellte. Dieses Konzept imponierte den linken Eurasiern sehr, wobei vor allem auch Stalins beispiellos schnelle Industrialisierung Begeisterung ausl&ouml;ste. In der Folge distanzierten sich die rechten Eurasier von den Linken, was die Bewegung schw&auml;chte und sie schlie&szlig;lich bedeutungslos machte.<\/p><p>Von zentraler Bedeutung ist, dass die Vorstellung der Eurasier auf der klassischen Geopolitik des britischen Geographen Halford Mackinder <a href=\"https:\/\/science-education.ru\/ru\/article\/view?id=14522\">beruhte<\/a>, der 1904 mit seinem Aufsatz &bdquo;The Geographical Pivot of History&ldquo; versuchte, die internationalen Beziehungen mit der Geografie zu verbinden, und damit als einer der wichtigsten Begr&uuml;nder der Geopolitik gilt. Er stellte den <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20180303044202\/http:\/ssi.armywarcollege.edu\/pubs\/parameters\/articles\/00summer\/fettweis.htm\">Gegensatz von Land- und Seemacht<\/a> als entscheidend f&uuml;r die Geopolitik heraus und identifizierte das kontinentale Russland als die entscheidende Bedrohung f&uuml;r die Hegemonie des maritimen britischen Imperiums. Diesen Gegensatz erkannte unter anderem auch der Eurasier Savitsky, der allerdings Europa in seiner Gesamtheit als maritim einordnete und dem kontinentalen Russland bzw. Eurasien gegen&uuml;berstellte, entsprechend dem Gegensatz zum Romano-Germanischen. Mackinder hingegen klassifiziert insbesondere Deutschland auch als Landmacht und sah in einem deutsch-russischen B&uuml;ndnis den Untergang der britischen Weltherrschaft. Diese Analyse ist strategisch begr&uuml;ndet, wohingegen die russischen Eurasier kulturell argumentierten und sogar versuchten, den Russland-Europa- bzw. Meer-Land-Gegensatz in einen metaphysischen Antagonismus von Wasser und Erde zu steigern. Wichtig ist zu verstehen, dass Mackinder sich bei Eurasien, anders als die russischen Eurasier, nicht nur auf Russland, sondern auf den ganzen aus Asien und Europa (unter Einbezug Russlands) bestehenden Kontinent bezieht.<\/p><p>Der Einfluss von Mackinders Geopolitik in Gro&szlig;britannien <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20071215022801\/http:\/www.pascalvenier.com\/venier2004c.pdf\">hielt sich in den Jahren nach ihrer Ver&ouml;ffentlichung in Grenzen<\/a>, was auf die britischen Bestrebungen nach einem B&uuml;ndnis mit Russland im Vorfeld des Ersten Weltkriegs, also die Zeit der britisch-deutschen Rivalit&auml;t zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Russland in dieser Zeit als Hauptbedrohung darzustellen w&auml;re mehr als kontraproduktiv gewesen. Mackinders n&auml;chstes bedeutendes Werk war &bdquo;Democratic Ideals and Reality: A Study in the Politics of Reconstruction&ldquo; von 1919, in welchem er den Westm&auml;chten auf der Pariser Friedenskonferenz die Bildung von Pufferstaaten in Osteuropa, also zwischen Deutschland und Russland, empfahl, um das die Macht der angels&auml;chsischen (nun gewannen auch die USA an Bedeutung) Staaten gef&auml;hrdende B&uuml;ndnis zu verhindern. Man folgte seinem Rat.<\/p><p>Gro&szlig;es Interesse an Mackinders Ideen hatte auch der deutsche Geograph Karl Haushofer, welcher Deutschland ebenso <a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;source=web&amp;rct=j&amp;url=https:\/\/www.ssoar.info\/ssoar\/bitstream\/handle\/document\/67237\/ssoar-jkorgerass-2019-4-dostal-Die_Zeitschrift_fur_Geopolitik_von.pdf%3Fsequence%3D1%26isAllowed%3Dy%26lnkname%3Dssoar-jkorgerass-2019-4-dostal-Die_Zeitschrift_fur_Geopolitik_von.pdf&amp;ved=2ahUKEwj0vdXX2p_9AhWAhf0HHdhbA58QFnoECBQQAQ&amp;usg=AOvVaw3cDpg-ySAtjUqKYyZdV2SJ\">als eine eurasische Kontinentalmacht neben Russland, China, Indien und Japan<\/a> betrachtete, weshalb er in seiner Funktion als Berater der NS-Au&szlig;enpolitik vom gro&szlig;en Krieg um Lebensraum im Osten abriet und f&uuml;r einen strategischen Ausgleich mit der Sowjetunion pl&auml;dierte, um mit dieser einen &bdquo;Kontinentalblock&ldquo; zu bilden, ein B&uuml;ndnis, in dem Deutschlands Herrschaft &uuml;ber Europa sicher w&auml;re. Hitlers Fehler bestand darin, den &bdquo;Kontinentalblock&ldquo; gegen russische Interessen allein unter deutscher Herrschaft Eurasiens bilden zu wollen. Im Grunde war auch Haushofer ein Bef&uuml;rworter des schon von Mackinder gef&uuml;rchteten deutsch-russischen B&uuml;ndnisses. Die Blindheit der russischen Eurasier f&uuml;r diese vielversprechende Allianz mag ein entscheidender Grund f&uuml;r ihren Bedeutungsverlust ab den 1930er-Jahren und ihre Irrelevanz in der Zeit der eurasischen Renaissance ab Ende der 80er gewesen sein. Der von ihnen konstruierte Gegensatz vom &bdquo;Romano-Germanischen&ldquo; zum &bdquo;Russisch-Eurasischen&ldquo; wurde faktisch schon in den 20er-Jahren widerlegt, als die vom unfairen und &uuml;berzogenen Versailler Vertrag der Westm&auml;chte gebeutelte Weimarer Republik durch den Vertrag von Rapallo 1922 <a href=\"https:\/\/histrf.ru\/read\/articles\/tainoie-sovietsko-ghiermanskoie-sotrudnichiestvo\">eine beispiellos intensive Kooperation<\/a> mit der international isolierten Sowjetunion einging.<\/p><p>Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zum <a href=\"https:\/\/thediplomat.com\/2015\/03\/halford-mackinders-last-view-of-the-round-world\/\">Aufstieg von Mackinders Lehre zur Hauptdoktrin der US-Au&szlig;enpolitik. <\/a>Zuvor erlebte Mackinders Geopolitik eine kleine amerikanische Weiterentwicklung durch den Yale-Professor f&uuml;r Internationale Beziehungen Nicholas Spykman, der die eurasischen K&uuml;stengebiete (Europas, Arabiens, Indiens, S&uuml;dostasiens), die Mackinder als &bdquo;inner or marginal crescent&ldquo; bezeichnete, unter der Bezeichnung &bdquo;Rimland&ldquo; in ihrer Bedeutung aufwertete. In diesem &bdquo;Rimland&ldquo; bef&auml;nden sich die gro&szlig;en zivilisatorischen Zentren, deshalb sei es eigentlich noch viel wichtiger f&uuml;r die Kontrolle Eurasiens als &bdquo;Herzland&ldquo;, dessen Gebiet f&uuml;r Mackinder ungef&auml;hr mit dem von Russland &uuml;bereinstimmt. Durch das Kontrollieren des &bdquo;Rimland&ldquo; k&ouml;nne man das &bdquo;Herzland&ldquo; und damit das Erwachsen einer gesamteurasischen Macht aus diesem eind&auml;mmen. Die Fusion von Mackinder und Spykman bildet die US-Au&szlig;enpolitik nach 1945. Das Interesse der au&szlig;enpolitischen Elite der USA an diesem Modell l&auml;sst sich bereits zum Ende des Krieges, im Vorfeld der gro&szlig;en Konfrontation mit der Sowjetunion, erkennen, als das f&uuml;hrende amerikanische Fachmagazin f&uuml;r Au&szlig;enpolitik <em>Foreign Affairs<\/em> Mackinder 1943 darum bat, seine gro&szlig;en Ideen, nat&uuml;rlich an die neuen globalpolitischen Umst&auml;nde angepasst, ein letztes Mahl auszuformulieren. Einer der zentralen Vorschl&auml;ge des gro&szlig;en Vordenkers in seinem Artikel &bdquo;The Round World and the Winning of the Peace&ldquo; war, wenig &uuml;berraschend, die Bildung eines transatlantischen Milit&auml;rb&uuml;ndnisses, der 1949 aus der Taufe gehobenen NATO. Hier sieht man endg&uuml;ltig den harmonischen &Uuml;bergang von Mackinder zu Spykmann. Die NATO ist das perfekte Mittel zur Kontrolle des europ&auml;ischen &bdquo;Rimland&ldquo; und sorgt daf&uuml;r, dass es keine Verbindung eingeht mit dem &bdquo;Herzland&ldquo;, also Russland, was das Aufkommen eines starken Eurasiens verhindert. Nach dieser Logik bestand das Hauptinteresse der USA darin, die L&auml;nder an den R&auml;ndern Eurasiens zu kontrollieren und von Russland zu trennen, und genau das ist die Containment-Politik, die Truman 1947 ausrief. Die Mackinder-Spykman-Geopolitik wurde im Weiteren vor allem von US-Strategen wie Henry Kissinger und Zbigniew Brzezi&#324;ski bewundert und politisch umgesetzt.<\/p><p>Es ist extrem wichtig, sich &uuml;ber diese angels&auml;chsischen geopolitischen Konzepte bewusst zu werden, da genau diese faktisch die Grundlage f&uuml;r den Neo-Eurasismus ab den 90er-Jahren bilden. Das neue Interesse am Eurasismus begann in Russland jedoch erstmal mit der <a href=\"http:\/\/gpb22.narod.ru\/nartov\/glava05.html\">umfangreichen Rezeption der Arbeit<\/a> des russischen Geographen, Ethnologen und Historikers Lev Gumiljow, der in den 60er-Jahren Kontakt mit Savitsky hatte, sich <a href=\"https:\/\/dknews.kz\/ru\/eksklyuziv-dk\/245627-teoriya-evraziystva-v-trudah-lva-gumileva\">intensiv mit der Geschichte der eurasischen Steppe besch&auml;ftigte<\/a> und mit seiner pseudowissenschaftlichen <a href=\"https:\/\/mir24.tv\/articles\/16354296\/otec-sovremennogo-evraziistva-lev-gumilev-i-ego-smelye-idei\">Theorie der Ethogenes und Passionarit&auml;t<\/a> eine Art Geschichtsphilosophie schuf, die das Aufkommen der gro&szlig;en eurasischen Reiche erkl&auml;ren sollte. Die exzentrische Theorie des <a href=\"https:\/\/moluch.ru\/archive\/49\/6156\/\">&bdquo;letzten Eurasiers&rdquo;<\/a>, wie er sich selbst nannte, fand in der Sowjetunion am Rand des wissenschaftlichen Diskurses statt, <a href=\"https:\/\/monographies.ru\/en\/book\/section?id=7709\">erhielt jedoch Ende der 80er-Jahre zunehmend Aufmerksamkeit<\/a>. <\/p><p>Vor allem in Kasachstan wurde schon Anfang der 90er-Jahre unter Pr&auml;sident Nursultan Nasarbajew der Neo-Eurasismus, mit starkem Einschlag von Gumiljows Fokus auf die asiatischen Steppe, <a href=\"https:\/\/www.mir-nayka.com\/jour\/article\/view\/571\/574\">zu einer Art au&szlig;enpolitischer Doktrin des Landes.<\/a> Laut Gumiljow h&auml;tte es in der Geschichte aufeinanderfolgende Phasen der Integration Eurasiens gegeben, so etwa das Mongolenreich, das Russische Reich, aber auch die Sowjetunion. Er prognostizierte nach dem Zerfall der Sowjetunion das Aufkommen einer neuen Form der eurasischen Integration, die sein Bewunderer Nasarbajew auch schnell umzusetzen versuchte. Nasarbajew war es, der 1994 die Idee einer Eurasischen Union aufwarf und in den 90ern die wirtschaftliche Integration der postsowjetischen Staaten (GUS-Staaten) vorantrieb. Diese <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/europa\/russland-analysen\/162285\/die-eurasische-wirtschaftliche-integration-nimmt-fahrt-auf\/\">Versuche der wirtschaftlichen Integration des &bdquo;klassischen&rdquo; Eurasiens (ehemalige Sowjetunion)<\/a> waren jedoch lange nicht sonderlich erfolgreich, da Russland unter Jelzin an einer vollkommenen Integration in das westliche System interessiert war und faktisch keine von den USA unabh&auml;ngige Politik betrieb. Deshalb waren die Denker des sich in den 90er-Jahren entwickelnden Neo-Eurasismus auch Oppositionelle, die den Liberalismus und Amerikanismus der &Auml;ra Jelzin ablehnten.<\/p><p>Der <a href=\"http:\/\/intelros.ru\/pdf\/rus_magazin\/01_2008\/017-025_dugin.qxd.pdf\">bekannteste Vertreter dieses neuen intellektuellen Eurasismus<\/a> war Alexander Dugin, der sich intensiv mit Ideen der konservativen Revolution in der Weimarer Republik der 1920er-Jahre (z.B. Carl Schmitt, Oswald Spengler) sowie der Philosophie Martin Heideggers auseinandergesetzt hatte, die materialistische Ideologie der Sowjetunion ablehnte und ab Ende der 80er in konservativ-esoterischen, mit Mystik befassten Kreisen aktiv war. Er geh&ouml;rte jedoch auch jenen Konservativen an, die w&auml;hrend des Zerfallsprozesses der Sowjetunion die Bedeutung dieser erkannten und sie schlie&szlig;lich bewahren wollten. F&uuml;r Dugin, der die klassische Geopolitik Mackinders und seiner Anh&auml;nger der Zwischenkriegszeit (etwa auch Haushofer) studiert hatte, war die Sowjetunion <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/international\/159063-alexander-dugin-im-gespraech-mit\/\">eine Art ultimative Kontinentalmacht<\/a>. Gepr&auml;gt von diesen Vorstellungen, profilierte sich Dugin im Laufe der 90er-Jahre vor allem publizistisch in Sachen Geopolitik, wurde sehr erfolgreich und f&uuml;hrte zusammen mit Eduard Limonov die Nationalbolschewistische Partei Russlands. <\/p><p>Die Ideologie des Nationalbolschewismus war eine &ndash; wie viele von denen, die Dugin aufgriff &ndash; in den 20er-Jahren au&szlig;erhalb Russlands entstandene politische Str&ouml;mung, die den Klassenkampf mit stark nationalen Vorstellungen verband, den Fokus auf die Weltrevolution ablehnte und ein B&uuml;ndnis mit der Sowjetunion anstrebte, wobei vor allem Stalins Vorstellung vom &bdquo;Sozialismus in einem Land&ldquo; den Nationalbolschewisten imponierte. Die strategischen &Auml;hnlichkeiten zu Haushofers &bdquo;Kontinentalblock&ldquo; liegen auf der Hand, denn auch der Nationalbolschewismus war stark von der klassischen Geopolitik Mackinders und dem Eurasismus beeinflusst. Dugin verbindet Mackinder, dessen Rezipienten wie Haushofer und auch Carl Schmitt sowie in geringerem Umfang die klassischen Eurasier und Gumiljow zu einer Ideologie, die den roman-germanischen Gegensatz zu Russland endg&uuml;ltig &uuml;berwindet und Europa, Russland und Asien als Kontinentalmacht Eurasien den Seem&auml;chten USA und Gro&szlig;britannien gegen&uuml;berstellt. Als alter Esoteriker steigert nat&uuml;rlich auch Dugin dieses geopolitische Modell des &Ouml;fteren in metaphysische Gebilde wie den mentalen Gegensatz von Erde (Kontinentalmacht) und Wasser (Seemacht), den schon Savitsky andeutete.<\/p><p>Man kann Dugin aber auch auf eine n&uuml;chterne Ebene holen. Im Grunde steht er f&uuml;r eine wirtschaftliche und strategische Integrationen der Staaten Eurasiens. <a href=\"http:\/\/www.russ.ru\/Mirovaya-povestka\/Evgenij-Primakov\">Eine russische Politik, die auf genau so eine Integration hinarbeitete,<\/a> begann 1996 mit der Ernennung Jewgeni Primakows zum Au&szlig;enminister Russlands. Jelzins Kurs der kompletten Westintegration war gescheitert, was sich auch im Erfolg der Kommunisten, die unter F&uuml;hrung Gennady Sjuganows zunehmend vom Neo-Eurasismus beeinflusst waren, in den Parlamentswahlen von 1995 ausdr&uuml;ckte. Selbst Gorbatschow kritisierte Kosyrew, Jelzins Au&szlig;enminister von 1990 bis 1996, daf&uuml;r, Russland zu einem Au&szlig;enposten des State Department zu machen. Dieser Stimmungswandel f&uuml;hrte dazu, dass 1998 alle Vorschl&auml;ge Jelzins f&uuml;r einen neuen Ministerpr&auml;sidenten vom Parlament abgelehnt wurden <a href=\"https:\/\/www.rbc.ru\/politics\/26\/06\/2015\/558d47ba9a79475ab48cabb0\">und er sich dazu gezwungen sah, Primakow vorzuschlagen, den die Duma annahm.<\/a> Aufgrund Jelzins k&ouml;rperlicher Verfassung &uuml;bernahm Primakow einen Gro&szlig;teil seiner Kompetenzen und begann, den <a href=\"https:\/\/www.academia.edu\/1414560\/CULTURAL_IDEAL_OR_GEOPOLITICAL_PROJECT_EURASIANISMS_PARADOXES\">Eurasismus erstmals in echte au&szlig;enpolitische Handlungen zu &uuml;bersetzten<\/a>. Er begann auf Basis einer intensiven Diplomatie und unter st&auml;ndiger Betonung der Notwendigkeit von Multipolarit&auml;t, welche die von den USA angestrebte Hegemonie ausschloss, Beziehungen zu China, Indien sowie dem Iran aufzubauen. <\/p><p>Trotz Primakows Bem&uuml;hungen, gemeinsam mit anderen asiatischen Staaten Governance-Strukturen wie etwa die Shanghai Five, die 1996 gegr&uuml;ndete Vorg&auml;ngerorganisation der Shanghai Cooperation Organisation, zu schaffen, die nicht vom Westen dominiert waren, war ihm klar, dass die US-Dominanz in den 90er-Jahren noch nicht g&auml;nzlich zu brechen war. Deshalb verfolgte er eine multi-vektorale Politik, die davon absah, den USA direkt den Kampf anzusagen, was ideologisiertere Eurasier wie Dugin taten, der ab 1998 als Berater des Vorsitzenden der Duma erstmals direkten Einfluss auf die Politik nehmen konnte. Dass selbst Dugin Ende der 90er einen direkten Draht in die einflussreiche Politik des kommunistisch dominierten Parlaments hatte, zeigt den Einfluss der eurasischen Ideen in dieser Phase, deren <a href=\"https:\/\/ria.ru\/20110321\/356280998.html\">H&ouml;hepunkt die sogenannte &bdquo;Kehrtwende &uuml;ber dem Atlantik&rdquo; darstellt<\/a>, der spontane Entschluss Primakows, als Reaktion auf die v&ouml;lkerrechtswidrige Bombardierung Jugoslawiens durch die NATO 1999, einen Besuch in den USA noch auf dem Flug nach Washington abzusagen und umzukehren; eine symbolische Handlung, die die eurasische &bdquo;Primakow-Doktrin&ldquo;, wie Lawrow die Au&szlig;enpolitik dieser Zeit <a href=\"https:\/\/tass.com\/russia\/756973\">sp&auml;ter nannte<\/a>, verk&ouml;rpert wie keine andere &ndash; Achtung des V&ouml;lkerrechts, Unteilbarkeit von Sicherheit, gemeinsame Konfliktl&ouml;sung sowie zunehmende strategische und wirtschaftliche Integration in Eurasien als Speerspitze f&uuml;r Multipolarit&auml;t und Frieden.<\/p><p>Trotz Primakows Absetzung durch Jelzin 1999 hat sich der durch ihn verursachte Wandel in den K&ouml;pfen der Verantwortlichen f&uuml;r russische Au&szlig;enpolitik manifestiert. Deshalb betrieb auch Putin in seinem ersten Amtsjahr <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/325386381_Neo-Eurasianism_and_Putin's_'Multipolarism'_in_Russian_Foreign_Policy\">eine Politik, die vom Eurasismus durchsetzt war.<\/a> Er sprach von Multipolarit&auml;t, schloss einen Freundschaftsvertrag mit China ab, formte die Shanghai Cooperation Organisation (SCO), die Organisation des Vertrags &uuml;ber Kollektive Sicherheit sowie die Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft und kritisierte die westlichen Bestrebungen f&uuml;r eine zweite NATO-Erweiterung (nun w&auml;ren sogar die baltischen Ex-Sowjetrepubliken betroffen gewesen). Nach dem 11. September 2001 kam es jedoch zu einem Wandel. Putin wandte sich explizit dem Westen zu, bot den USA umfangreiche sicherheitspolitische und geheimdienstliche Kooperation bez&uuml;glich Afghanistan und dem islamistischen Terrorismus an, akzeptierte die NATO-Erweiterung, gew&auml;hrte den USA die Einrichtung von Milit&auml;rst&uuml;tzpunkten in zentralasiatischen Ex-Sowjetrepubliken bei gleichzeitiger Abtretung von russischen Milit&auml;reinrichtungen im Ausland, hielt sich mit Kritik am R&uuml;ckzug der USA aus dem ABM-Vertrag zur&uuml;ck und sprach davon, dass er darauf hinarbeiten w&uuml;rde, Russland selbst zu einem Mitglied der Nato zu machen. All das emp&ouml;rte nicht nur leidenschaftliche Eurasier wie Dugin, sondern irritierte auch weite Teile der au&szlig;enpolitischen Elite Russlands, die nun schon von der Primakow-Doktrin gepr&auml;gt waren, sowie Milit&auml;rstrategen, die sich um die russischen Sicherheitsinteressen sorgten. <\/p><p>Eine strategische Partnerschaft, wie sie Putin zu dieser Zeit mit den USA bzw. dem Westen anstrebte, war seit dem Jugoslawien-Zerw&uuml;rfnis selbst unter Jelzin nicht mehr denkbar gewesen, allerdings auch eine Reaktion seinerseits auf das vorl&auml;ufige Scheitern des Eurasismus. Schon Primakow scheiterte daran, die strategische Partnerschaft zwischen Russland und China um Indien zu erweitern. Trotz der russisch-indischen Partnerschaft gelang es Moskau nicht, die beiden gr&ouml;&szlig;ten M&auml;chte des Kontinents einander anzun&auml;hern. Anfang der 2000er waren viele Staaten schlicht noch nicht bereit, ihre Differenzen zum Wohle &uuml;bergeordneter eurasischer Projekte zu &uuml;berwinden. Zudem waren die meisten auch &ouml;konomisch noch nicht stark genug, der westlichen Hegemonie auch wirtschaftlich etwas entgegenzusetzten. Dies war zweifelsohne auch einer der Gr&uuml;nde f&uuml;r Putins prowestliche Wende und zeigt, dass die stark vom Eurasismus beeinflussten Verantwortlichen in Russland trotzdem in erster Linie pragmatisch handeln.<\/p><p>Putins Verh&auml;ltnis zu den USA fand mit dem Irakkrieg 2003 einen vorl&auml;ufigen Tiefpunkt, auch wenn er seine Bem&uuml;hungen in Richtung Washington noch nicht beendete. Das Beharren der USA auf die Errichtung des Raketenabwehrschirms in Osteuropa sowie ihre F&ouml;rderung der Machtwechsel in Georgien und der Ukraine 2004 und 2005, was dazu f&uuml;hrte, dass Regierungen an die Macht kamen, die einen NATO-Beitritt der L&auml;nder anstrebten, was f&uuml;r Russland eine rote Linie darstellte und mehrfach kommuniziert wurde &ndash; vor allem, nachdem Putin klar wurde, dass eine strategische Partnerschaft auf Augenh&ouml;he mit der NATO nicht m&ouml;glich war &ndash; lie&szlig; den Bruch aber immer tiefer werden. Seinem Frust verlieh Putin schlie&szlig;lich in seiner ber&uuml;hmten Rede auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz 2007 Ausdruck.<\/p><p>Interessanterweise kam es jedoch nach dem Irakkrieg 2003 und der westeurop&auml;isch-russischen Opposition gegen diesen zu verst&auml;rkten Bem&uuml;hungen Russlands um Zusammenarbeit mit der EU. In gewisser Weise wandte sich Putin wieder dem Eurasismus zu, betonte jedoch das Europ&auml;ische in diesem, was sich auch <a href=\"https:\/\/papers.ssrn.com\/sol3\/papers.cfm?abstract_id=2233842\">im geringen Engagement f&uuml;r die Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft in dieser Zeit<\/a> zeigte. Es gelang ihm jedoch nicht, die immer st&auml;rker werdenden wirtschaftlichen Beziehungen zur EU auf eine strategische Ebene zu holen, auch wenn die Westeurop&auml;er die Aufnahme der Ukraine und Georgiens gegen den Willen der USA 2008 zumindest noch vertagten und damit etwas mehr R&uuml;cksicht vor den russischen Sicherheitsinteressen zeigten als Washington. Nichtsdestotrotz kam es nicht zum gro&szlig;en, von angels&auml;chsischen Geostrategen so gef&uuml;rchteten Zusammenwachsen von &bdquo;Herzland&ldquo; und &bdquo;Rimland&ldquo;, also Europa und Russland.<\/p><p>Nach der Pr&auml;sidentschaft Medwedews, der viele Elemente aus Putins besonders US-freundlicher fr&uuml;her Phase wieder hervorkramte und ein weiteres Mahl am Hegemonialanspruch der USA scheiterte, kam es mit Putins dritter Amtszeit ab 2012 wieder zu einer Hinwendung zur Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft, die er in die Eurasische Wirtschaftsunion weiterentwickelte, und mit jedem neuen Konflikt von Libyen und Syrien 2011 &uuml;ber die Ukraine ab 2014 verschlechterte sich das Verh&auml;ltnis Russlands zum Westen weiter. 2022 kam es schlie&szlig;lich aufgrund der russischen Spezialoperation in der Ukraine endg&uuml;ltig zur wirtschaftlichen Abkopplung vom Westen, wobei der Westen sich wie schon 2014 von Russland trennte und nicht andersrum. Doch je mehr Russland vom Westen getrennt ist, desto mehr sieht es sich dazu gezwungen, sich in eurasischen Projekten zu engagieren. Der globale S&uuml;den zeigt n&auml;mlich, dass die Probleme, die in den 2000er-Jahren eurasische Integration verhindert hatten, zu einem gro&szlig;en Teil beseitigt wurden. So unterwirft sich die Mehrheit der Staaten nicht der US-Position bez&uuml;glich dem Ukrainekonflikt und beginnt vermehrt damit, eurasischen und multipolaren Organisationen wie der SCO und den BRICS beizutreten. Russland kann sich somit nun auf Organisationen st&uuml;tzen, die es einst selbst aufgebaut hat, um Eurasismus und Multipolarit&auml;t zu f&ouml;rdern, aber ihrer Zeit voraus waren.<\/p><p>2022 hat sich gezeigt, dass die Staaten Eurasiens bereit sind f&uuml;r eine Kooperation, die sich dem Willen des einstigen Hegemonen USA widersetzt, was auch an der Auss&ouml;hnung zwischen Saudi-Arabien und dem Iran sowie den Golfstaaten und Syrien zu sehen ist. Es kommt zu einer Integration Eurasiens, die sich neben der sicherheitspolitischen Partnerschaft der SCO auch in Infrastrukturprojekten wie der chinesische Belt and Road Initiative und dem Internationale Nord-S&uuml;d-Transportkorridor ausdr&uuml;ckt. Russland geht seit der Abkopplung vom Westen endg&uuml;ltig in diesen Projekten auf und scheint somit ab 2022 g&auml;nzlich eine Politik zu verfolgen, die sich dem Eurasismus verpflichtet f&uuml;hlt. Dieser kann nur in einer multipolaren Welt funktionieren, und diese befindet sich seit 2022 so stark im Entstehen wie noch nie zuvor.<\/p><p>Um sich der Vokabeln der klassischen Geopolitik zu bedienen: Den USA (und auch Gro&szlig;britannien) ist es hervorragend gelungen, das westeurop&auml;ische Rimland und das russische Herzland zu trennen, was sich auch darin zeigt, dass die Europ&auml;er 2022 Russland freiwillig sanktioniert haben und nicht <a href=\"https:\/\/www.eurointegration.com.ua\/rus\/news\/2014\/10\/3\/7026521\/\">wie 2014 von den Amerikanern &uuml;berredet werden mussten<\/a>. Damit haben die angels&auml;chsischen Geostrategen das schon von Mackinder gef&uuml;rchtete und von Haushofer, den linken Eurasiern und den Nationalbolschewisten herbeigesehnte deutsch-russische B&uuml;ndnis, den &bdquo;Kontinentalblock&ldquo;, verhindert. Dass das Verhindern dieses B&uuml;ndnisses das Hauptziel der US-Au&szlig;enpolitik seit 100 Jahren war und ist, <a href=\"https:\/\/youtu.be\/vln_ApfoFgw\">best&auml;tigte auch George Friedman<\/a>, Gr&uuml;nder von Stratfor, einem der f&uuml;hrenden US-Thinktanks. Die USA scheiterten allerdings daran, das asiatische &bdquo;Rimland&ldquo; von Russland zu trennen, und in einer zunehmend multipolaren Welt unterwerfen sich die L&auml;nder Asiens nicht mehr dem US-Diktat und wollen mit dem Herzland Eurasiens einen geopolitischen Machfaktor bilden, der in seiner kontinentalen Natur die Hegemonie der amerikanischen Seemacht beenden kann.<\/p><p><small>Titelbild: Von TUBS &ndash; CC BY-SA 3.0, <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=14959400\">commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=14959400<\/a><\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99640\">Europa zwischen Eurasien und den USA &ndash; Ein WCR-Gespr&auml;ch mit Gregor Gysi<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98241\">Europa, ein Vasall der USA? &ndash; Europas Weigerung, erwachsen zu werden<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94013\">&bdquo;Die Zeitenwende auf der M&uuml;nchner SiKo&ldquo; &ndash; Eine Lageeinsch&auml;tzung der Eurasien-Gesellschaft<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102750\">Warum und wodurch wird die Aus&uuml;bung der vollen staatlichen Souver&auml;nit&auml;t der Bundesrepublik Deutschland behindert?<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/597d5ac5f5d4427db501fafa6a5d7e18\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Russlands Au&szlig;enminister Sergej Lawrow <a href=\"https:\/\/life.ru\/p\/1493336\">sprach<\/a> im Mai 2022 davon, dass das &uuml;bergeordnete geopolitische Ziel Russlands in Bezug auf seine Spezialoperation in der Ukraine darin besteht, der unipolaren, vom Westen dominierten Welt, welche die USA seit dem Ende des Kalten Krieges in den 1990ern schaffen wollen, ein Ende zu setzen. An dem Zerfallsprozess der globalen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108654\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":108655,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,37],"tags":[1251,2102,1426,3443,3276,466,259,2147],"class_list":["post-108654","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-globalisierung","tag-eurasische-union","tag-geostrategie","tag-hegemonie","tag-mackinder-halford","tag-multipolare-welt","tag-nato","tag-russland","tag-sowjetunion"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/1200px-Eurasia_on_the_globe.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/108654","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=108654"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/108654\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":108892,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/108654\/revisions\/108892"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/108655"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=108654"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=108654"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=108654"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}