{"id":10875,"date":"2011-09-30T16:03:43","date_gmt":"2011-09-30T14:03:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10875"},"modified":"2014-09-11T14:29:03","modified_gmt":"2014-09-11T12:29:03","slug":"albrecht-mullers-wochenruckblick-nichtwissen-oder-schockstrategie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10875","title":{"rendered":"Albrecht M\u00fcllers Wochenr\u00fcckblick: Nichtwissen oder Schockstrategie?"},"content":{"rendered":"<p>Auch in der zu Ende gehenden Woche gab es viele Anl&auml;sse und viele Gr&uuml;nde, den Kopf zu sch&uuml;tteln angesichts erkennbar unvern&uuml;nftiger &Auml;u&szlig;erungen und Entscheidungen. Sch&auml;uble missachtet die Gefahren einer Rezession, er fordert Sparen und &bdquo;Strukturreformen&ldquo;, in Europa versch&auml;rft man die Regeln des so genannten Stabilit&auml;tspakts, obwohl sonnenklar ist, dass die erg&auml;nzende koordinierte Besch&auml;ftigungspolitik fehlt; und wenn jemand wie die saarl&auml;ndische Ministerpr&auml;sidentin die Vernunft der Schuldenbremse bezweifelt, dann wird sie mit massivem Druck zur&uuml;ckgepfiffen; usw. Es ist, als lebten wir in einem Irrenhaus. Ich selbst bin unsicher, ob wir von Dummheit regiert werden oder ob vermeintliche Interessen die Debatte und die politischen Entscheidungen leiten. &ndash; Zwei Leser und Freunde der NachDenkSeiten haben f&uuml;r sich entschieden. Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><\/p><p>Einer schreibt, er glaube nicht, dass Politik und Wirtschaft aus der Geschichte der Br&uuml;ningchen Politik nichts gelernt h&auml;tten. Er k&ouml;nne sich nicht vorstellen, dass die herrschenden Klassen in allen EU-L&auml;ndern nicht wissen, was sie tun und welche Konsequenzen ihr Tun f&uuml;r die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung in ihren L&auml;ndern hat. &bdquo;Wenn Merkel zum Beispiel fordert, die &uuml;brigen EU-Staaten sollen sich am Beispiel der Bundesrepublik mit Lohnzur&uuml;ckhaltung und Sozialabbau orientieren, dann scheint mir genau dies in ein l&auml;ngerfristiges Planungsmuster zu passen.&ldquo;<\/p><p>Im Anhang sind beide Mails dokumentiert. Sie enthalten eine Reihe von Denkanst&ouml;&szlig;en.<\/p><p><strong>Einiges spricht daf&uuml;r, dass nicht Dummheit, sondern Interessen und der notwendige politische Zynismus die Verlautbarungen und die politischen Entscheidungen bestimmen:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Die Krise hat das Ansehen und die Grundlagen sozialstaatlicher Regelungen ramponiert. Die Forderungen nach weiteren Strukturreformen, nach G&uuml;rtel-enger-Schnallen zielen auf die Fortsetzung dieser Interessenpolitik und gegen das Versprechen der Sozialstaatlichkeit.<\/li>\n<li>Die Krise zahlt sich f&uuml;r Spekulanten aus. Sie haben gro&szlig;en Einfluss auf die Politik. Das zeigte sich in Deutschland von Anfang an: Angela Merkel machten den Berater von Goldman Sachs, Issing, zum Vorsitzenden einer Kommission zur Erarbeitung neuer Regeln f&uuml;r die Internationalen Finanzm&auml;rkte. Merkel und Steinbr&uuml;ck retteten auf Kosten der Steuerzahler und zu Lasten der Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister jede Bank, sie erkl&auml;rten alle &ndash; auch die IKB, die Commerzbank, und die HRE &ndash; zu systemrelevanten Instituten und verursachten so einen immensen Schuldenanstieg, den sie jetzt dem Staat und dem Sozialstaat zuschreiben. Sie erwiesen sich als getreue Helfer der Finanzwirtschaft.<\/li>\n<li>Auch das z&ouml;gerliche Verhalten der Bundesregierung gegen&uuml;ber der Spekulation gegen Griechenland und andere L&auml;nder S&uuml;deuropas erwies sich als F&ouml;rderung der Spekulation. Das konnte man auch vorher schon wissen. Insofern muss man Zweifel haben, ob dahinter nur Nichtwissen steckt. Oder Kalk&uuml;l.<\/li>\n<li>Die verk&uuml;ndete Fortsetzung der Sparpolitik hilft wie bisher schon, den Anteil &ouml;ffentlicher Leistungen und staatlicher T&auml;tigkeit weiter zu reduzieren. Das kommt nicht nur einer Ideologie sondern auch privaten Interessen zugute, jenen die an Privatisierungen und am Verscherbeln von Volksverm&ouml;gen verdienen.<\/li>\n<li>Wirtschaftskrise und hohe Arbeitslosigkeit verst&auml;rken die Reservearmee und schw&auml;chen die Verhandlungsmacht von Arbeitnehmern und Gewerkschaften.<\/li>\n<li>Auch Naomi Kleins Forschungen zur Schockstrategie st&uuml;tzen die Vermutung, dass wir es nicht mehr nur mit Dummheit sondern mit einer gezielten Strategie zu tun haben.<\/li>\n<\/ul><p>Dennoch, diese Politik liegt aus meiner Sicht nicht im Interesse der Mehrheit der Wirtschaft und der Mehrheit der konservativen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. Diese Politik f&uuml;hrt am Ende dazu, dass gut ausgebildete Ressourcen und Anlagekapazit&auml;ten brach liegen. Das kann auch nicht im Interesse jener sein, die auf der Seite der Gutverdiener und Spitzenverdiener sind. Insofern ist in der erkennbaren Strategie, selbst wenn es eine ist, ein hohes Quantum an Dummheit enthalten.<\/p><p>Soweit dazu.<\/p><p>Jetzt noch die <strong>Empfehlungen der Woche<\/strong>, zusammengestellt von Jens Berger, ganz unten folgt noch der Anhang mit den beiden zitierten Mails:<br>\nW&auml;hrend die gro&szlig;en deutschen Medien in dieser Woche ein gro&szlig;es Zinnober um die EFSF-Abstimmung im Bundestag machten und damit den Euroskeptikern in den Reihen der Unions- und FDP-Fraktionen die beste nur denkbare Selbstdarstellungsplattform boten, zeigte sich wieder einmal, dass die Diskussion hierzulande sehr &bdquo;deutsch&ldquo; ist. W&auml;hrend unsere Leitartikler sich mit parteipolitischer Arithmetik befassten und nationale Egoismen auslebten &ndash; und daher auch von den NachDenkSeiten bestm&ouml;glich ignoriert wurden &ndash; zeigten die Kommentatoren in England und den USA erstaunlich viel Sinn f&uuml;r den Gesamtzusammenhang. Als Beispiel seien hier die Artikel von Mark Weisbrot im <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/commentisfree\/cifamerica\/2011\/sep\/27\/eurozone-crisis-debt-policy\">Guardian<\/a> und Jeremy Warner im <a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/finance\/comment\/jeremy-warner\/8794168\/Europe-must-now-grasp-its-chance-to-turn-off-the-doomsday-device.html\">Telegraph<\/a> genannt.<\/p><p>Ein kleiner Lichtblick am deutschen Zeitungshorizont war der Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Stimmung-gegen-Gemeinschaftswaehrung\/!79054\/\">Henkel wirbt f&uuml;r Anti-Euro-Partei<\/a>&ldquo; von Malte Kreutzfeld in der taz. Kreutzfeld greift ein wichtiges Thema auf, dass auch die NachDenkSeiten bereits beleuchtet haben: siehe &bdquo;<a href=\"\/?p=10678\">B&uuml;rgerkonvent 2.0 &ndash; die deutsche Tea-Party-Bewegung<\/a>&ldquo; und &bdquo;<a href=\"\/?p=10818.\">Albrecht M&uuml;llers Wochenr&uuml;ckblick: Zur besonderen Verankerung der Union bei Medien und Vorfeldorganisationen<\/a>&ldquo; Symptomatisch f&uuml;r den Zustand der Massenmedien ist hier, dass dieses Thema mit Ausnahme der taz komplett ignoriert wird. Der politische Kompass der selbsternannten &bdquo;Qualit&auml;tszeitungen&ldquo; scheint auszusetzen, wenn die rechte Meinungsmache nicht aus der Gosse, sondern aus der Belle Etage kommt.<\/p><p>Abschlie&szlig;end wollen wir unsere Leser noch auf zwei Blogartikel hinweisen: Im Blog Herdentrieb erinnert <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2011\/09\/23\/eurokrise-vor-allem-die-banken-sind-schuld_3552\">Dieter Wermuth<\/a> die Leser noch einmal daran, dass es die Banken waren, die die Krise ausgel&ouml;st haben und f&uuml;hrt dabei elegant den Begriff &bdquo;Schuldenkrise&ldquo; ad absurdum. Einen kurzen und schmerzlosen Seitenhieb auf die Denkfaulheit der Leitartikler unternahm in dieser Woche der Finanzblog &bdquo;<a href=\"http:\/\/kantooseconomics.com\/2011\/09\/23\/wo-ist-die-inflation-liebe-faz-sz-ftd-spiegel-usw-usf\/\">Kantoos Economics<\/a>&ldquo; , der anhand der Inflationssch&auml;tzungen der FED die in Deutschland sehr popul&auml;re M&auml;r von der amerikanischen Druckerpresse, die das Land in die Inflation f&uuml;hrt, widerlegt.<\/p><p><strong>Anhang &ndash; Zwei Mails von Freunden der NachDenkSeiten:<\/strong><\/p><blockquote><p>Betr.: Nichts gelernt aus der Geschichte: Prozyklische Politik wie bei Br&uuml;ning<\/p>\n<p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p>\n<p>ich glaube nicht, dass Politik und Wirtschaft aus der Geschichte der Br&uuml;ningschen Politik nichts gelernt haben, die letztendlich zu Hitler, Krieg, V&ouml;lkermord und Massenelend gef&uuml;hrt hat.<\/p>\n<p>So wie jetzt an Griechenland ein Exempel durchgezogen wird, mit der Folge der Verelendung eines gro&szlig;en Teils der Bev&ouml;lkerung unter Schonung der gro&szlig;en Verm&ouml;gen in diesem Land und unter Vergesellschaftung der Risiken &bdquo;unserer&ldquo; Gl&auml;ubiger Banken, so soll perspektivisch auch bei uns der Druck auf die Bev&ouml;lkerung durch eine bewusst herbeigef&uuml;hrte Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage verst&auml;rkt werden. HARTZ V-X liegt sicher schon in den Schubladen der Herrschenden. Spar-Absicht ist nicht gleich Spar-Erfolg schreiben Sie immer wieder. Ich denke, das wissen Merkel, Sch&auml;uble &amp; Co. auch. Der Erfolg soll auch nicht eintreten, um die Dosen der Einsparungen Jahr f&uuml;r Jahr zu Lasten der Bev&ouml;lkerung weiter erh&ouml;hen zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Griechenland scheint mir der erste europ&auml;ische Test f&uuml;r die Durchsetzbarkeit der Br&uuml;ningschen Politik im 21. Jahrhundert zu sein. Weitere L&auml;nder in der EU folgen und sollen noch folgen. Troika und Treuh&auml;nder werden sich die Filetst&uuml;cke an Unternehmen und Infrastruktur unter den Nagel rei&szlig;en. Die deutsche Treuhand ist da sicher mit der Verscherbelung des DDR Volksverm&ouml;gens Beispiel.<\/p>\n<p>Ich kann mir nicht vorstellen, das die Herrschenden Klassen in allen EU L&auml;ndern nicht wissen, was sie tun und welche Konsequenzen ihr Tun f&uuml;r die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung in ihren L&auml;ndern hat. Diese &bdquo;Eliten&ldquo; haben sicher einen l&auml;ngerfristigen Plan, um ihre heutige Stellung in der Welt gegen&uuml;ber den USA, China, Indien und weiteren aufstrebenden und sich schnell entwickelnden L&auml;ndern zu behaupten.<\/p>\n<p>Heute wird uns sogar im Fernsehen ganz offen die Umsetzung der sehr langfristigen Strategien der NATO Staaten im Kampf gegen das sozialistische Lager &uuml;ber viele Jahrzehnte gezeigt. Viele Linke in der Bundesrepublik haben dies in den 60er bis 80er Jahren h&auml;ufig als DDR Propaganda gewertet. Auch der Krieg in Afghanistan, Irak, Libyen oder die Stationierung von tausenden Soldaten in den Staaten um Russland, China und Afrika sind nicht aus einer Augenblickssituation erfolgt, sondern einer langfristigen Strategie zur Sicherung von Rostoffen und Transportwegen geschuldet.<\/p>\n<p>Warum also sollten die Eliten bei uns und den EU Staaten im Wettbewerb mit den zuk&uuml;nftigen Wirtschaftszentren nicht ebenso &uuml;ber eine langfristige Strategie verf&uuml;gen. Ich kann das nicht glauben. Wenn Merkel z. B. fordert, die &uuml;brigen EU Staaten sollen sich am Beispiel der Bundesrepublik mit Lohnzur&uuml;ckhaltung und Sozialabbau orientieren, dann scheint mir genau dies in ein l&auml;ngerfristiges Planungsmuster zu passen. Die Finanzkrise, die in eine Schuldenkrise umformuliert wird, scheint jetzt der entsprechende Hebel f&uuml;r rasche Ergebnisse zu sein. <\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nPeter K.<\/p><\/blockquote><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><blockquote><p>Lieber Herr M&uuml;ller, liebe Nachdenkseitenredaktion,<\/p>\n<p>danke f&uuml;r die deutlichen Worte. Leider wird Ihr und der Nachdenkseiten langj&auml;hriger Einsatz f&uuml;r eine Abkehr von der neoklassischen Wirtschaftslehre und der damit verbundenen Austerit&auml;tspolitik, f&uuml;r deren Versagen momentan Griechenland das abschreckendste Beispiel bietet, wohl wieder einmal bei den Entscheidern verhallen. Gerade weil Herr Sch&auml;uble so gnadenlos &ldquo;lehrbuchm&auml;&szlig;ig&rdquo; argumentiert, habe ich inzwischen den starken Verdacht, dass es hier weniger darum geht, wirkliche Sparerfolge zu erzielen. M.M.n. nutzen unsere &ldquo;Eliten&rdquo; die permanente finanzielle Bedr&auml;ngnis des Staates ganz bewu&szlig;t, um Druck auf die L&ouml;hne und sozialen Errungenschaften der Arbeitsnehmer und auch auf den Sozialstaat<br>\nauszu&uuml;ben. <\/p>\n<p>Das hat doch in den letzten 15 Jahren super funktioniert und den Besitzeliten Einkommenszuw&auml;chse beschert, von denen sie vorher noch nicht einmal zu tr&auml;umen wagten. Deswegen wird man die herrschende Lehre wohl auch durchzusetzen suchen, wo immer und so lange es irgend geht &ndash; warum langfristig denken und investieren, wenn man kurzfristig sch&ouml;ne Gewinne machen kann, warum teilen, wenn man alles haben kann und was man hat, das hat man. Warum h&ouml;here L&ouml;hne zahlen, wenn die Leute auch f&uuml;r weniger Lohn arbeiten (m&uuml;ssen), warum in die Realwirtschaft investieren, wenn man am Finanzmarkt viel h&ouml;here Renditen erzielen kann, zumal mit dem Staat als Retter in der Not? Und die Leute lassen sich das bieten, weil sie die Situation nicht durchschauen und man ihnen scheinlogische M&auml;rchen aus einem Wirtschaftstraumreich erz&auml;hlt, wo ebenso arbeits- wie sparsame, bescheidene, schw&auml;bische Hausfrauen walten, die bekommen, was sie schwer verdient haben und darum nicht mehr ausgeben, als sie einnehmen, sparen, wenn sie haben, um in der Not das Ersparte zu haben, weil jeder Taler bekanntlich nur einmal ausgegeben werden kann, und die, wenn das nicht langt, den G&uuml;rtel enger schnallen, bis Gott hilft oder sie, weil sie selbstverst&auml;ndlich niemanden zur Last fallen wollen und die Welt seit dem S&uuml;ndenfall nun einmal so ist, wie sie ist, n&auml;mlich schlecht, still und in Demut verhungert sind. Zur Belohnung kommen sie dann ins Paradies. (Ich habe einiges davon tendenziell auch einmal geglaubt &ndash; bis zu dem Zeitpunkt, wo Herr Ackermann seine Renditeziele f&uuml;r das Eigenkapital der Deutschen Bank verk&uuml;ndet und daf&uuml;r gleichzeitig 6000 seiner Mitarbeiter an die frische Luft gesetzt hat, w&auml;hrend ich mit dem Schicksal meiner Kolleginnen und Kollegen zu einem &ldquo;B&uuml;ndnis f&uuml;r Arbeit&rdquo; regelrecht erpre&szlig;t wurde! Auf meiner Suche nach alternativen Antworten bin ich dann u.a. &uuml;ber die Nachdenkseiten gestolpert). Dabei h&auml;tten einen schon damals Spr&uuml;che wie &ldquo;Wirtschaft ist zur H&auml;lfte Psychologie&hellip;&rdquo; stutzig machen m&uuml;ssen, denn gleichzeitig behaupten z.T. die selben Leute, alle Wirtschaftsteilnehmer agierten immer objektiv und rational. Ich bin davon &uuml;berzeugt &ndash; und in den Nachdenkseiten sind ja dankenswerterweise &uuml;ber-genug Beispiele f&uuml;r Meinungsmache dokumentiert -, dass es inzwischen eine der Hauptsorgen nicht weniger Politiker ist, wie sie Partikularinteressen unserer Besitzeliten, f&uuml;r die sie sich im politischen Gesch&auml;ft einsetzen, in der &Ouml;ffentlichkeit den richtigen Spin geben k&ouml;nnen, um diese Interessen als gemeinwohlorientiert oder zumindest als ein &ldquo;notwendiges kleineres &Uuml;bel&rdquo; erscheinen zu lassen, Stichwort: &ldquo;Wie kommunizieren wir das?&rdquo; Sch&ouml;n, dass es da Bertelsmann und Springer gibt. Der Zynismus, der Herrn Sch&auml;uble nachgesagt wird, k&ouml;nnte hier seine Wurzel haben &ndash; er wei&szlig; m.M.n. recht genau, was er tut und f&uuml;r wen&hellip; und die Kanzlerin zieht am gleichen Strang.<\/p>\n<p>Aber es ist gut, dass es Sites wie die Nachdenkseiten gibt, die Gott sei Dank immer bekannter wird und die sich im Verein mit gar nicht so wenigen aufrechten Journalisten und Publizisten t&auml;glich m&uuml;hen, gegen den Wahnsinn anzuschreiben. Die demokratischen Aufkl&auml;rer im Feudalismus am Anfang waren auch nur eine kleine Minderheit, w&auml;hrend das damalige System uralt war und scheinbar in der Ewigkeit wurzelte.<\/p>\n<p>In diesem Sinne mit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nIhr Stephan P.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch in der zu Ende gehenden Woche gab es viele Anl&auml;sse und viele Gr&uuml;nde, den Kopf zu sch&uuml;tteln angesichts erkennbar unvern&uuml;nftiger &Auml;u&szlig;erungen und Entscheidungen. Sch&auml;uble missachtet die Gefahren einer Rezession, er fordert Sparen und &bdquo;Strukturreformen&ldquo;, in Europa versch&auml;rft man die Regeln des so genannten Stabilit&auml;tspakts, obwohl sonnenklar ist, dass die erg&auml;nzende koordinierte Besch&auml;ftigungspolitik fehlt; und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10875\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[136,156,145],"tags":[423,497,315,440,776],"class_list":["post-10875","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-banken-boerse-spekulation","category-schulden-sparen","category-sozialstaat","tag-austeritaetspolitik","tag-goldman-sachs","tag-merkel-angela","tag-schaeuble-wolfgang","tag-schockstrategie"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10875","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10875"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10875\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10881,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10875\/revisions\/10881"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10875"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10875"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10875"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}