{"id":108777,"date":"2023-12-22T12:00:04","date_gmt":"2023-12-22T11:00:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108777"},"modified":"2023-12-23T17:18:34","modified_gmt":"2023-12-23T16:18:34","slug":"die-bildungsmisere-nur-ein-symptom-generellen-gesellschaftlichen-versagens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108777","title":{"rendered":"Die Bildungsmisere \u2013 nur ein Symptom generellen gesellschaftlichen Versagens"},"content":{"rendered":"<p>Der Schock sitzt tief: Deutschlands Sch&uuml;ler zeigen sich in immer gr&ouml;&szlig;eren Teilen nicht in der Lage, Grundf&auml;higkeiten bei der Lesekompetenz, der Mathematik und den Naturwissenschaften nachzuweisen. Im internationalen Bereich ist Deutschland unterdurchschnittlich. Das Wehklagen f&uuml;llt die Medien, Experten quillen aus jedem Loch, die Politik behauptet ihre Kompetenz, die Probleme l&ouml;sen zu k&ouml;nnen, und die Lobbyisten derer, die mit ihren mit Milliarden gef&ouml;rderten (Nicht-)Leistungen die Probleme nicht abbauen konnten, fl&uuml;stern der Politik ins Ohr, wie man es nun richten k&ouml;nnte, wozu es eines Wesentlichen aber bedarf: mehr Geld. Die NachDenkSeiten haben sich zu der Thematik mit <strong>Bernd Liske<\/strong> unterhalten, der sich seit vielen Jahren mit der generellen gesellschaftlichen Verfasstheit Deutschlands besch&auml;ftigt. Von <strong>Redaktion<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_164\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-108777-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231222_Die_Bildungsmisere_nur_ein_Symptom_generellen_gesellschaftlichen_Versagens_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231222_Die_Bildungsmisere_nur_ein_Symptom_generellen_gesellschaftlichen_Versagens_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231222_Die_Bildungsmisere_nur_ein_Symptom_generellen_gesellschaftlichen_Versagens_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231222_Die_Bildungsmisere_nur_ein_Symptom_generellen_gesellschaftlichen_Versagens_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=108777-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/231222_Die_Bildungsmisere_nur_ein_Symptom_generellen_gesellschaftlichen_Versagens_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"231222_Die_Bildungsmisere_nur_ein_Symptom_generellen_gesellschaftlichen_Versagens_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>NachDenkSeiten: Die Misere war abzusehen?<\/strong><\/p><p><strong>Bernd Liske: <\/strong>Sicher doch. Seit ich seit 1998 bem&uuml;ht bin, Projektideen im Bildungsbereich zu platzieren, konnte ich viele Erfahrungen mit Ministern, Beamten, IT-Beir&auml;ten, Instituten wie dem BIBB, dem BITKOM und anderen Netzwerken sammeln und musste die Resistenz der Strukturen gegen&uuml;ber Ideen au&szlig;erhalb des etablierten Denkens und au&szlig;erhalb der sich schon l&auml;nger gefundenen Interessen feststellen. Prim&auml;re Gr&uuml;nde sind die Verteidigung von als Erbh&ouml;fen angesehenen Themengebieten und ein Denken, dem es schwerf&auml;llt, aus den eingefahrenen Mustern auszubrechen. Immer wieder treibt man die gleichen S&auml;ue durchs Dorf, ohne dass sie geschlachtet &ndash; die Probleme gel&ouml;st &ndash; werden: so die unzureichenden Kompetenzen in den MINT-F&auml;chern, der Lehrermangel, die soziale Ungerechtigkeit, marode Schulen, unzureichende Digitalisierung. Verbunden ist das mit dem sch&ouml;nen Effekt, die Anstrengung f&uuml;r neue Ideen in Grenzen halten zu k&ouml;nnen, doch daf&uuml;r mehr Geld zu bekommen.<\/p><p>Wenn ich von &bdquo;immer wieder&ldquo; spreche, dann muss man ber&uuml;cksichtigen, dass die Aufmerksamkeit f&uuml;r die Probleme nicht wie die Reaktion auf ein pl&ouml;tzliches Naturereignis entsteht: Das Wissen &uuml;ber die Probleme im Bildungsbereich ist seit Langem gegeben und kontinuierlich vorhanden. Nein, die pl&ouml;tzliche Aufmerksamkeit ist oftmals Teil von Marketinginitiativen, um im Hintergrund schon l&auml;ngst von Lobbyisten platzierte Absichten zu verwirklichen und daf&uuml;r mit einem durch die Medien verbreiteten Mangel einen &ouml;ffentlichen Druck auszul&ouml;sen, der einen vermeintlichen Handlungsdruck der &ouml;ffentlichen Hand erzeugt und dieser freie Hand gibt, die Mittel daf&uuml;r bereitzustellen.<\/p><p>Besonders anf&auml;llig zeigt sich die Politik, wenn die &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit auf eine Misere so gro&szlig; wird, dass sie sich veranlasst sieht, etwas zu tun, um den Unmut in der Bev&ouml;lkerung einzud&auml;mmen. So war es 2021. In der Folge der Pandemie kam es &uuml;ber ein Jahr lang zu massiven Unterrichtsausf&auml;llen, und das Bem&uuml;hen, dies durch Online-Unterricht zu kompensieren, erwies sich als gro&szlig;er Reinfall. Das ifo-Institut ver&ouml;ffentlichte dazu im April 2021 eine <a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/publikationen\/2021\/aufsatz-zeitschrift\/bildung-erneut-im-lockdown-wie-verbrachten-schulkinder-die\">Studie<\/a>, wie sich die Schlie&szlig;ung der Schulen auf den weiteren Unterricht auswirkte. Danach waren die Sch&uuml;ler durchschnittlich 4,3 Stunden mit schulischen T&auml;tigkeiten besch&auml;ftigt. Bei fast jedem vierten Kind waren es nicht mehr als zwei Stunden. Nur ein Viertel der Sch&uuml;ler hatte t&auml;glich gemeinsamen Unterricht und 39 Prozent maximal einmal pro Woche. Nachhilfeunterricht wurde nur von 21 Prozent der Sch&uuml;ler genutzt. Digitalisierung hie&szlig; vielfach, w&ouml;chentlich Aufgaben per E-Mail zu versenden oder zum Download bereitzustellen.<\/p><p>In dieser Situation verabschiedete die Bundesregierung ein <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/programm-aufholen-nach-corona-1897750\">Milliardenprogramm<\/a>, mit dem die pandemiebedingten Lernr&uuml;ckst&auml;nde abgebaut werden sollten. Den (Miss-)Erfolg der damit verbundenen Vielzahl kleinteiliger Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnen wir uns in der aktuellen PISA-Studie anschauen, und wir haben definitiv eine Corona-Generation, die es am Arbeitsmarkt schwer haben wird. Doch sicher war das Programm eine Gelddruckmaschine f&uuml;r die Netzwerke, aus denen heraus es initiiert wurde und die nun erneut angeworfen werden kann. F&uuml;r sie ist die Studie ein riesengro&szlig;es Weihnachtsgeschenk.<\/p><p><strong>Was Sie da analysieren, klingt plausibel, und man muss annehmen, dass sich die Politik bewusst ist, was sie da tut, und dass sie oftmals mit einer Schrotflinte auf einen ausgewachsenen Elefanten schie&szlig;t. Warum sucht man nicht nach substanzielleren L&ouml;sungen?<\/strong><\/p><p><strong>B. L.: <\/strong>Aspekt unserer auf Eigennutz statt Gemeinnutz orientierten Gesellschaft ist es, dass die Systemrelevanz der Bildung immer mehr zur&uuml;cksteht gegen&uuml;ber dem, ein zu bedienender Markt und eine sch&ouml;ne Spielwiese f&uuml;r endlose politische Debatten und substanzarme Reformen zu sein, deren wesentliches Ziel es ist, den Markt und die Erbh&ouml;fe &ndash; so die aus dem F&ouml;deralismus heraus erwachsenen Strukturen &ndash; zu erhalten.<\/p><p>Dabei m&uuml;ssen wir uns bewusst werden, dass eine wesentliche Grundlage f&uuml;r die Gestaltung unserer Zukunft nicht ausreichend zur Verf&uuml;gung steht &ndash; das Humankapital &ndash;, wenn es uns nicht gelingt, das Bildungsniveau der heranwachsenden Jugend auf einen Stand zu bringen, der international wettbewerbsf&auml;hig ist, sodass wir sowohl hinsichtlich der Leistungsf&auml;higkeit der Wirtschaft als auch der Innovationskraft mithalten k&ouml;nnen. Insbesondere mit China ist ein Wettbewerber erwachsen, der uns mehr und mehr aus dem schieren Aussto&szlig; an &uuml;beraus gut ausgebildeten Arbeitskr&auml;ften, der wachsenden Finanzkraft und einer Leistungsbereitschaft, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2019-08\/china-bildung-schulsystem-erfolg-eltern-leistungsdruck?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F\">die schon im Kindesalter anerzogen wird<\/a>, &uuml;berlegen ist. Hinzu kommt, dass der Druck auf die Sozialsysteme nicht zu gro&szlig; werden darf. Darauf mit Handauflegen und provinziellem Egoismus antworten zu wollen, erscheint mir wenig hilfreich.<\/p><p>Die Bildung unserer Gesellschaft muss zu den prim&auml;ren Bereichen permanenten politischen Handelns geh&ouml;ren, aus denen wesentliche Teile unserer Resilienz gegen &auml;u&szlig;ere und innere Gefahren erwachsen &ndash; wie der soziale Frieden, die Bindung der Gesellschaft an gemeinsame Ziele, die Innovations- und Leistungsf&auml;higkeit sowie nicht zuletzt das existenziell wesentliche Verst&auml;ndnis, dass wir ein Volk sind, das nur gemeinsam eine Zukunft hat. Daf&uuml;r brauchen wir eine &bdquo;Zeitenwende&ldquo;: nicht daf&uuml;r, der Militarisierung Deutschlands den Weg zu bereiten.<\/p><p><strong>Wie kann das erreicht werden?<\/strong><\/p><p><strong>B. L.:<\/strong> Wohin wir auch schauen, m&uuml;ssen wir doch zun&auml;chst mal feststellen, dass wir eine Kompetenz besonders entwickelt haben: zu versagen. Schauen wir dazu auf die &bdquo;Zeitenwende&ldquo;, wie sie vorangetrieben wird: Sie legt Zeugnis davon ab, wie wenig deutsche Politiker in der Lage sind, die Souver&auml;nit&auml;t Deutschlands zu sichern, und wie sehr sie devot die Militarisierung, die Ausgrenzung alternativen Denkens und die monokulturelle Verbl&ouml;dung vorantreiben &ndash; was nat&uuml;rlich auch auf die F&auml;higkeit und die Kraft wirkt, Probleme zu l&ouml;sen, zu innovieren, gemeinsam etwas zu erreichen. Dass die Politik derart handeln kann, liegt jedoch auch an einer Gesellschaft, die nicht &uuml;ber die Substanz verf&uuml;gt, um dem erfolgversprechend entgegenzutreten. Wie sagte Gabor Steingart mal bei <em>ANNE WILL<\/em>: Der Kapitalismus hat einen gro&szlig;en Magen. Insofern haben wir es auch mit einem gesamtgesellschaftlichen Versagen zu tun. Die Folgen dessen sind allgegenw&auml;rtig: explodierende Energiekosten, Inflation, Rezession, zunehmende Armut, zunehmende Insolvenzen. Deutschland wird wieder zum kranken Mann Europas.<\/p><p>Schauen wir auf die Bew&auml;ltigung der Pandemie, die Unp&uuml;nktlichkeit der Bahn, die explodierenden Kosten und Zeitverz&ouml;gerungen bei Projekten wie Stuttgart 21, dem BER und der Autobahn A14, dem Breitbandausbau: Das Versagen ist allgegenw&auml;rtig. Wenn wir uns einem dieser Ph&auml;nomene zuwenden, um es nachhaltig bew&auml;ltigen zu wollen &ndash; die Bildungsmisere ist also nur eines von vielen &ndash;, so zeigen alle Erfahrungen, dass die &uuml;blichen Herangehensweisen nicht ausreichen, um das erfolgreich zu tun.<\/p><p><strong>Sie wollen zum Ausdruck bringen, dass wir nach tiefer liegenden Problemen f&uuml;r die Vielzahl unserer Probleme suchen m&uuml;ssen?<\/strong><\/p><p><strong>B. L.:<\/strong> Richtig. Wir m&uuml;ssen uns mit der generellen Verfasstheit unserer Gesellschaft besch&auml;ftigen. Die Dominanz des Eigennutzes gegen&uuml;ber dem Gemeinnutz stellt f&uuml;r die L&ouml;sung hochkomplexer Probleme ein Problem dar, da er auf die Befriedigung individueller Ziele ausgerichtet ist, Probleme aus dem Gesichtspunkt der individuellen Nutzenmaximierung und nicht ihrer nachhaltigen L&ouml;sung betrachtet und Kooperationen nur so weit vorantreibt, wie sie ihm dienen und ansonsten darauf konzentriert ist, sich im Wettbewerb durchzusetzen. Dadurch werden die Freiheitsgrade bei der Problembew&auml;ltigung massiv eingeschr&auml;nkt. Wir haben das bei der Klimakonferenz gesehen: Die reichen L&auml;nder sind die gr&ouml;&szlig;ten Umweltverschmutzer, sind aber nur unzureichend bereit, f&uuml;r die von ihnen verursachten Sch&auml;den geradezustehen und den anderen L&auml;ndern eine Entwicklung auf ihr Niveau zu erm&ouml;glichen. Ihr Bem&uuml;hen ist es, aus dem Problem f&uuml;r ihre Wirtschaft neue Impulse wie auch in der Welt neue Abh&auml;ngigkeiten zu schaffen, sodass sich so die Spaltung in der Welt weiter vertiefen w&uuml;rde. In der Folge entwickeln sich Konfrontationslinien, weil der Rest der zunehmend erstarkenden Welt nicht bereit ist, das weiter zuzulassen.<\/p><p>Das auf Eigennutz ausgerichtete Denken wird insbesondere von einem Aspekt begleitet: fehlender Achtung. Das Ma&szlig; an Achtung ist ein ma&szlig;geblicher und von immer gr&ouml;&szlig;erer Bedeutung werdender Faktor f&uuml;r individuelle und gesellschaftliche Wirksamkeit &ndash; was insbesondere an der zunehmenden Komplexit&auml;t der zu bew&auml;ltigenden Herausforderungen liegt. Weil <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/wissen\/wie-alexander-fleming-vor-95-jahren-das-penicillin-entdeckte-100.html\">Alexander Flemming<\/a> einer Petrischale Beachtung entgegenbrachte, in der Schimmelpilze, aber um sie herum keine Bakterien wuchsen, wurde das Penizillin entwickelt, und weil der amerikanische Pr&auml;sident in <a href=\"https:\/\/x.com\/berndliske\/status\/1496026037947408389?s=20\">Der Anschlag<\/a> auf einen Analysten der CIA h&ouml;rte, der sich mit dem Denken des russischen Pr&auml;sidenten besch&auml;ftigt hatte, wurde ein Weltkrieg verhindert. Weil auf der anderen Seite ein amerikanischer Vizepr&auml;sident in <a href=\"https:\/\/www.tvspielfilm.de\/tv-programm\/sendung\/the-day-after-tomorrow,655621e256a8eb1d3bbcf14e.html\">The Day After Tomorrow<\/a> nicht auf einen Wissenschaftler h&ouml;rte, der eine n&auml;chste Eiszeit voraussagte, nahm die Geschichte ihren Lauf, und weil in <a href=\"https:\/\/www.liske.de\/_files\/ugd\/f02e2a_8db162ecce934578ab11f74b6ecf8484.pdf\">Don&rsquo;t Look Up<\/a> die &ndash; wieder amerikanische &ndash; Pr&auml;sidentin nicht auf eine Wissenschaftlerin h&ouml;rte, die einen Kometeneinschlag auf der Erde voraussagte, wurde die Menschheit vernichtet, und die in einem Raumschiff gefl&uuml;chteten Eliten wurden von Dinosauriern aufgefressen. Derartige Erfahrungen fehlender Achtung &ndash; wenn auch nicht ganz von dieser Dramatik &ndash; sind in Deutschland zur Normalit&auml;t geworden und verursachen erhebliche volkswirtschaftliche Sch&auml;den.<\/p><p>Hinzu kommt die <a href=\"https:\/\/x.com\/LiskeAphorismen\/status\/1211514028515844097?s=20\">Tr&auml;gheit<\/a>. Da wir es nicht gewohnt sind, uns mit Gedanken abseits der gewohnten Spuren substanziell zu besch&auml;ftigen, fehlt die Erfahrung, sich mit Gedanken abseits der gewohnten Spuren substanziell zu besch&auml;ftigen. Sowohl die fehlende Achtung als auch die Tr&auml;gheit konnte ich w&auml;hrend der NSA-Aff&auml;re feststellen, als ich aus dem Arbeitskreis Verteidigung des BITKOM heraus mein gedankliches Konstrukt eines Re-Designs der Netze zur Diskussion stellen wollte. Nach dem Versagen in der NSA-Aff&auml;re haben wir diese F&auml;higkeit in der Corona-Pandemie und der &bdquo;Zeitenwende&ldquo; weiter vervollkommnet, sodass wir in der Lage sind, das auch bei neuen Problemen zu erreichen.<\/p><p>Eine Folge fehlender Achtung ist auch die <a href=\"https:\/\/x.com\/LiskeAphorismen\/status\/1231497628589928448?s=20\">Diskrepanz<\/a> zwischen der Politik und verschiedenen Interessengruppen auf der einen Seite und dem Volk. Das Volk wird nur als zu bemutterndes Objekt statt als kreativ-sch&ouml;pferisches Subjekt betrachtet, das nicht nur Ziel aller Bem&uuml;hungen sein sollte, sondern aus dem substanzielle Beitr&auml;ge f&uuml;r jegliche Problemstellungen erwachsen k&ouml;nnen und das sich so weiterentwickeln k&ouml;nnte, aufgrund fehlender Ber&uuml;cksichtigung aber in sich verharrt, erstarrt und als Probleml&ouml;ser ausf&auml;llt, sodass das Versagen fast sicher seinen Lauf nimmt &ndash; mit all seinen <a href=\"https:\/\/x.com\/LiskeAphorismen\/status\/1194514293666058240?s=20\">Folgen<\/a>. Wir m&uuml;ssen die kognitive Diversit&auml;t unserer Gesellschaft st&auml;rken und besser nutzen: Wir m&uuml;ssen <a href=\"https:\/\/x.com\/berndliske\/status\/1555811825752629250?s=20\">die Lagen vor den Lagen<\/a> in den Griff bekommen. Von einer lernenden Organisation Deutschlands, in der die politische F&uuml;hrung als Spinne im Netz wirkt, sind wir jedoch weit entfernt.<\/p><p><strong>Lassen Sie uns die Tiefe der Auseinandersetzung f&uuml;r den Rahmen dieses Interviews wieder auf den Bildungsbereich reduzieren. Meinen Sie, dass es diesmal gelingen wird, die Probleme substanzieller zu l&ouml;sen?<\/strong><\/p><p><strong>B. L.:<\/strong> Ich zweifle daran. F&uuml;r die Bildung wird man wieder und noch sehr viel mehr Geld verlangen, um mehr Lehrer, mehr Sozialarbeiter, mehr Hardware, mehr Breitbandausbau, mehr Digitalisierung und eine Modernisierung der Schulen zu bekommen. Doch diese Vorschl&auml;ge und ihre Absegnung erwachsen aus einer Kultur, die einer nachhaltigen Problembew&auml;ltigung im Weg steht. Das f&auml;ngt schon damit an, dass die immer gleichen Personenkreise &ndash; die auch f&uuml;r das Versagen Verantwortung tragen &ndash; &uuml;ber das weitere Herangehen entscheiden und f&uuml;r die Verteilung wie auch die Nutzung der zur Verf&uuml;gung gestellten Mittel entscheiden. In solchen Netzwerken wird sicher keiner auf den Gedanken kommen, die &Uuml;bernahme von Verantwortung f&uuml;r die Misere zu fordern. Was aus christlichem Verst&auml;ndnis noch nachvollziehbar w&auml;re, geh&ouml;rt in einem solchen Umfeld zum Fundament, aus dem Selbstbedienungsmentalit&auml;ten und erneutes Versagen erwachsen und die Suche nach nachhaltigen L&ouml;sungen, mit denen man mal eine Weile ein H&auml;kchen hinter ein Problem machen kann, selbst dem Denken fremd ist und aktiv behindert wird.<\/p><p><strong>Sie haben Anfang 2021 einen eigenen Vorschlag erarbeitet, wie der Bildungsmisere begegnet werden kann. Was hat es damit auf sich?<\/strong><\/p><p><strong>B. L.: <\/strong>Wir m&uuml;ssen ber&uuml;cksichtigen, dass die Bildungsmisere in Deutschland ein vielschichtiges Problem ist: Wir haben die Corona-Generation mit ihren Lernr&uuml;ckst&auml;nden, den Lehrermangel, die &Uuml;beralterung der Lehrerschaft, einen hohen Krankenstand, viele Fehlstunden, unzureichende Motivation, Distanzunterricht mit fragw&uuml;rdiger Qualit&auml;t. Jedes einzelne dieser Probleme ist selbst schon so komplex, dass es uns in der Art, wie wir in Deutschland an Probleme herangehen, zunehmend schwerer f&auml;llt, sie schon separat zu l&ouml;sen. Sie m&uuml;ssen aber gel&ouml;st werden, wenn die Wettbewerbsf&auml;higkeit Deutschlands nicht auch dar&uuml;ber noch weiter Schaden nehmen soll.<\/p><p>Mein allgemeiner L&ouml;sungsansatz f&uuml;r Derartiges ist: Verlasse die <a href=\"https:\/\/x.com\/LiskeAphorismen\/status\/1220243757137825793?s=20\">Spur<\/a> und erh&ouml;he die <a href=\"https:\/\/x.com\/LiskeAphorismen\/status\/1215951686403084288?s=20\">Komplexit&auml;t<\/a> &ndash; was zwei wesentliche Vorteile hat: Manches singul&auml;re Problem entf&auml;llt, und <a href=\"https:\/\/x.com\/LiskeAphorismen\/status\/1218076613243559936?s=20\">das komplexere Szenario wirkt &uuml;bergreifend<\/a> auf verschiedene Aspekte. Insofern habe ich vorgeschlagen, dass die <em>ARD<\/em> den gesamten Unterricht aller Klassenstufen entlang der Lehrpl&auml;ne mit den am besten daf&uuml;r geeigneten Lehrern in verschiedener Weise abbildet und dauerhaft in ihrer Mediathek zur Verf&uuml;gung stellt. Ich sehe dabei verschiedene Nutzen: Kompensation von Lehrerausfall, permanente M&ouml;glichkeit der Reflektion beliebigen Lehrstoffs, Qualifizierung der Pr&uuml;fungsvorbereitung &uuml;ber alle Lebenssituationen hinweg, Unterst&uuml;tzung des lebenslangen Lernens, Qualifizierung des Pr&auml;senz- und Distanzunterrichts durch Best Practice, Einfluss auf die Leistungsbereitschaft der Lehrer, verf&uuml;gbares digitales Ged&auml;chtnis f&uuml;r die n&auml;chste Katastrophe. Eine Folge dessen w&auml;re sicher auch, dass begleitende Angebote eine ganz andere Qualit&auml;t und Wahrnehmung sowie Bindung an konkrete Lernziele h&auml;tten.<\/p><p><strong>An wen haben Sie sich mit ihrem Vorschlag gewandt?<\/strong><\/p><p><strong>Bernd Liske: <\/strong>Nachdem ich den Vorschlag aufgrund zur&uuml;ckliegender Erfahrungen Anfang 2021 zun&auml;chst <a href=\"https:\/\/x.com\/berndliske\/status\/1349048276696358918?s=20\">getwittert<\/a> hatte, wandte ich mich an den Ministerpr&auml;sidenten von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, seinen Bildungsminister und die Intendantin des <em>MDR<\/em>. Als es von dort keine Reaktion gab, bem&uuml;hte ich mich u.a. auch um die Fraktionen im Landtag von Sachsen-Anhalt &ndash; <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/landtag-magdeburg-tullner-lehrerausbildung-an-unis-mehr-an-bedarf-orientieren-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210311-99-785563\">die hatten kurz vorher den Lehrermangel thematisiert<\/a>&ndash;, die Pr&auml;sidentin der Kultusministerkonferenz und die Sendung Campus &amp; Karriere des <em>WDR<\/em> &ndash; nachdem der Bundeselternrat am 21. Januar bei Campus &amp; Karriere Probleme thematisierte &ndash;, den Intendanten des <em>NDR<\/em> &ndash; der <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2021\/12\/rundfunkbeitrag-rainer-robra-joachim-knuth-beitragserhoehung-sachsen-anhalt\/komplettansicht\">in einem Interview<\/a> zum Ausdruck gebracht hatte, er wolle die Menschen zum Nachdenken anregen, G&auml;rungsprozesse initiieren, Meinungsvielfalt schaffen und Leute schlauer machen &ndash;, und den Bundeselternrat.<\/p><p>Wir m&uuml;ssen Worte auf ihre Belastbarkeit hin pr&uuml;fen. Es ist meine &Uuml;berzeugung, dass wir als B&uuml;rger nicht allgegenw&auml;rtiges Versagen bem&auml;ngeln k&ouml;nnen, ohne uns selbst zu fordern, engagiert und mit eigenen Beitr&auml;gen L&ouml;sungen f&uuml;r identifizierte Probleme anzubieten. Der hessische Ministerpr&auml;sident Volker Bouffier hat mal sehr sch&ouml;n zum Ausdruck gebracht: &bdquo;Als Bewohner ist man noch kein B&uuml;rger. Wenn jeder nur das t&auml;te, was er muss, w&auml;re unsere Gesellschaft k&auml;lter und &auml;rmer.&ldquo;<\/p><p><strong>Welche Erfahrungen konnten Sie machen?<\/strong><\/p><p><strong>B. L.: <\/strong>Es wiederholten sich die Erfahrungen, die ich schon in der NSA-Aff&auml;re und bei anderen Gelegenheiten sammeln konnte. Es wurde &uuml;berwiegend gar nicht reagiert, oder es wurden eigene Leistungen herausgestellt &ndash; die uns erst in die Misere gef&uuml;hrt haben &ndash;, ohne sich mit meinem Vorschlag &uuml;berhaupt konkret auseinanderzusetzen. Von Campus &amp; Karriere hie&szlig; es, &bdquo;dass wir nicht jede Perspektive aufgreifen k&ouml;nnen&ldquo;.<\/p><p><strong>Nun gut: K&ouml;nnte es eventuell sein, dass ihr Vorschlag einfach unausgereift, ja weltfremd ist?<\/strong><\/p><p><strong>Bernd Liske: <\/strong>Ich versichere Ihnen: Ich f&auml;nde es toll, Argumente zu h&ouml;ren, aus denen sich das ergibt. Die Erfahrung lehrt jedoch, dass mir Derartiges hilft, meine Analysen und Konzepte substanziell anzureichern. Kritik ist einer der wertvollsten und leider in unserer Gesellschaft unzureichend genutzten Impulsgeber. Kritik ist wie ein Schmerz, mit dem Ihr K&ouml;rper Ihnen signalisiert, dass Sie sich um etwas k&uuml;mmern sollten, dass Ihnen bisher nicht bewusst ist.<\/p><p>Es w&auml;re im &Uuml;brigen ja auch schon ein Effekt, wenn der ge&auml;u&szlig;erte Vorschlag zu Ideen f&uuml;hrt, die vielleicht praktikabler sind. Mein Herangehen ist es doch nicht, meinen Gedanken zwanghaft so durchsetzen zu wollen. Ich suche nach L&ouml;sungen f&uuml;r bestehende Probleme und habe mir aufgrund der Freiheit, mit der ich das praktiziere, vielf&auml;ltige M&ouml;glichkeiten geschaffen, dabei origin&auml;r, originell und substanziell zu sein. Jede andere Leistung hat f&uuml;r mich aber einen Wert, den ich anerkenne &ndash; auch dadurch, ihn mit eigener Leistung werthaltiger machen zu wollen.<\/p><p><strong>Haben Sie es insofern aufgegeben, ihren Vorschlag weiterzuverfolgen?<\/strong><\/p><p><strong>B. L.: <\/strong>Nein. Ich versuche immer wieder, ihn ins Spiel zu bringen, und bem&uuml;he mich auch gegenw&auml;rtig. So habe ich meinen Ministerpr&auml;sidenten und die Fraktionen im Landtag von Sachsen-Anhalt erneut angeschrieben, und ihn hier zu diskutieren, enth&auml;lt implizit ja die Bereitschaft, mich mit wem auch immer gern &uuml;ber ihn auszutauschen. Ganz allgemein ist mein Tun auch daran gebunden, mich st&auml;ndig zu &uuml;berwinden &ndash; darin <a href=\"https:\/\/x.com\/LiskeAphorismen\/status\/1220985029221851138?s=20\">zu trainieren<\/a> &ndash;, f&uuml;r Werte und M&ouml;glichkeiten zu k&auml;mpfen, von deren Nutzen f&uuml;r unsere Gesellschaft ich &uuml;berzeugt bin, um so meiner Vorstellung <a href=\"https:\/\/www.liske.de\/autor\">vom Menschsein<\/a> Substanz zu geben. Daher ist Aufgeben keine Option, die von mir ber&uuml;cksichtigt wird. Da habe ich sicher ein echtes Defizit.<\/p><p><strong>Meinen Sie, dass nun anders reagiert wird &ndash; zumal ja offensichtlich ist, dass etwas getan werden muss?<\/strong><\/p><p><strong>B. L.:<\/strong> Eigentlich nicht &ndash; doch wie schon <em>Don Quijote<\/em> bin ich im Kampf gegen die Windm&uuml;hlen unerm&uuml;dlich und nehme den Umgang mit mir in gro&szlig;er Demut an (<a href=\"https:\/\/x.com\/LiskeAphorismen\/status\/1254095547771863041?s=20\">1<\/a>, <a href=\"https:\/\/x.com\/LiskeAphorismen\/status\/1254796559746818050?s=20\">2<\/a>). Die mir vermittelten Erfahrungen kann ich derart interpretieren, dass man mir klarzumachen versucht: Du kannst uns mal, und selbst wenn du dreimal im Kreis springst, haben wir kein Interesse an irgendwelchen &Auml;nderungen und schon gar nicht, wenn sie von dir initiiert werden. Ich denke, dass viele Menschen aber &auml;hnliche Erfahrungen machen: Die von ihnen Angesprochenen gerieren sich wie Automaten, in die Geld &ndash; Aufwand, Herzblut, Ideen &ndash; hineingeworfen wird, in der Regel aber nur bunte Bildchen zur Anzeige bringen, die in ihrer Kombination keinen Gewinn bedeuten. Sie t&ouml;rnen ab und legen nahe: Es macht keinen Sinn, sich einzusetzen. Da muss man sich nicht wundern, wenn sich die Verdrossenheit der B&uuml;rger vertieft.<\/p><p>Daher muss man wohl Ausschau halten, ob anderes Personal unserer Gesellschaft neue Impulse geben kann, und in einem k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten <a href=\"https:\/\/www.liske.de\/post\/die-realit%C3%A4t-der-matrix-und-wo-ist-neo-ein-pl%C3%A4doyer-f%C3%BCr-das-grundgesetz\">Artikel<\/a>, in dem ich mich entlang dem Film DIE MATRIX mit dem Schein und dem Sein unserer Gesellschaft auseinandersetzte, habe ich die Suche nach dem Neo thematisiert, der unsere Gesellschaft aus ihrer Agonie holt.<\/p><p><strong>Sie haben darin dar&uuml;ber spekuliert, ob Neo vielleicht eine Frau sein k&ouml;nnte, und haben sicher an Sarah Wagenknecht gedacht.<\/strong><\/p><p><strong>B. L.:<\/strong> Ja. Die Umfragen zeigen, dass Millionen Menschen ihre Hoffnungen an sie binden. Im Kontext der diskutierten systemischen Probleme Deutschlands erscheint mir der Erfolg oder Misserfolg ihres Wirkens zunehmend von existenzieller Bedeutung f&uuml;r unser Land zu sein. Ob sie den Hoffnungen aber gerecht werden kann, ist nicht sicher.<\/p><p><strong>Wo sehen Sie Probleme?<\/strong><\/p><p><strong>B. L.:<\/strong> <a href=\"https:\/\/x.com\/LiskeAphorismen\/status\/1216989722670706689?s=20\">Man muss<\/a> sich die Haltungen, die Absichten und die Handlungen konkret anschauen. Alter Wein in neuen Schl&auml;uchen d&uuml;rfte zwar in dem Fall tats&auml;chlich zum Einzug in die Parlamente reichen, weil die stille Unzufriedenheit mit der deutschen Politik erheblich ist, und die Erfahrungen der AfD zeugen von den auch in Deutschland m&ouml;glichen Ver&auml;nderungen, doch das d&uuml;rfte kaum f&uuml;r einen nachhaltigen Erfolg reichen. Entscheidend f&uuml;r die Partei, aber eben auch f&uuml;r uns alle, und da kommt die Dialektik zum Tragen, wird sein, ob sich aus dem Programm und aus dem Handeln die so dringend ben&ouml;tigten Impulse ableiten, die den Substanzwert Deutschlands wieder st&auml;rken, um so bei jedweden Problemen diese tats&auml;chlich erfolgreich und nachhaltig l&ouml;sen zu k&ouml;nnen. Das wird weder durch Parolen noch herk&ouml;mmliches politisches Handeln noch durch Konzepte gest&auml;rkt, die in irgendeiner Weise die Gesellschaft spalten. Um es mit einem sachsen-anhaltinischen Gedanken auszudr&uuml;cken: Wir brauchen zwingend ein #modernDenken, und wir m&uuml;ssen uns gemeinsam dar&uuml;ber Gedanken machen, wie sich das darstellen muss und was davon aus der diskutierten Verfasstheit heraus schrittweise m&ouml;glich ist, gesellschaftlich zu implementieren.<\/p><p>&Uuml;ber den Autor: <strong>Bernd Liske<\/strong> ist Analyst, Berater und Philosoph sowie Inhaber von Liske Informationsmanagementsysteme. Neben Artikeln, Konzepten und Produkten hat er auch mehrere B&uuml;cher geschrieben. W&auml;hrend &bdquo;PRISM &ndash; Ein Lehrst&uuml;ck f&uuml;r unsere Demokratie&ldquo; seinen pers&ouml;nlichen Einsatz in der NSA-Aff&auml;re aufarbeitet, um aus dem damaligen politischen Versagen auf die zugrunde liegende gesellschaftliche Verfasstheit Deutschlands zu schlie&szlig;en und aus dem entstehenden Lagebild gesellschaftliche Impulse abzuleiten, stellen die &bdquo;Aphorismen f&uuml;r die Menschwerdung des Affen&ldquo;, ausgehend von Friedrich Engels&lsquo; Arbeit &uuml;ber den Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen, grundlegende Gedanken f&uuml;r die Entwicklung der Demokratie und mit den Aphorismen einen Werkzeugkasten von nachhaltigen Wert- und Handlungsmustern zur individuellen, unternehmerischen und gesellschaftlichen Nutzung zur Verf&uuml;gung.<\/p><p>Dem Bildungsbereich widmet er sich analytisch-konzeptionell schon &uuml;ber zwei Jahrzehnte. Daraus erwuchsen das Konzept eines multimedialen Zentrums in der alten Post der Lutherstadt Wittenberg &ndash; das Wittenberger Telematikum &ndash;, die Lesemaschine MIRAKEL, ein Konzept mirakel@school f&uuml;r die Qualifizierung des Deutsch- und Geschichtsunterrichts der Klassen 11 und 12 und Gedanken im Arbeitskreis Bildung des BITKOM, wie der Bildung mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit erm&ouml;glicht wird. Seit 2021 protegiert er einen Vorschlag, wie den Problemen in der Bildung grunds&auml;tzlich begegnet werden kann.<\/p><p><small>Titelbild: Cherries\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/cf180050851e475c967074a3571194dc\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schock sitzt tief: Deutschlands Sch&uuml;ler zeigen sich in immer gr&ouml;&szlig;eren Teilen nicht in der Lage, Grundf&auml;higkeiten bei der Lesekompetenz, der Mathematik und den Naturwissenschaften nachzuweisen. Im internationalen Bereich ist Deutschland unterdurchschnittlich. 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