{"id":108781,"date":"2023-12-23T14:00:00","date_gmt":"2023-12-23T13:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108781"},"modified":"2023-12-23T05:49:46","modified_gmt":"2023-12-23T04:49:46","slug":"unerbittlicher-nachbar-imperiale-aggression-und-subversion-der-usa-gegen-kuba","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108781","title":{"rendered":"Unerbittlicher Nachbar: Imperiale Aggression und Subversion der USA gegen Kuba"},"content":{"rendered":"<p>Wie hei&szlig;t es in Schillers &bdquo;Wilhelm Tell&rdquo; so treffend: &bdquo;Es kann der Fr&ouml;mmste nicht in Frieden leben, wenn es dem b&ouml;sen Nachbar nicht gef&auml;llt.&ldquo; Diese Konstellation ergab sich f&uuml;r die indigenen V&ouml;lker Nordamerikas schon seit der Anlandung wei&szlig;er Europ&auml;er an der Ostk&uuml;ste. So ahnte schon Georg Christoph Lichtenberg: &bdquo;Der Amerikaner, der den Kolumbus zuerst entdeckte, machte eine b&ouml;se Entdeckung.&ldquo; Und besonders hart getroffen hat es die Bev&ouml;lkerung des kubanischen Archipels bis zum heutigen Tag. Bereits eine Dekade nach der Gr&uuml;ndung der USA beschrieb einer der Gr&uuml;ndungsv&auml;ter und sp&auml;tere Pr&auml;sident Thomas Jefferson 1786 die Rolle seines Landes auf dem Kontinent so: &bdquo;Unsere Konf&ouml;deration ist als das Nest anzusehen, von dem aus ganz Amerika, im Norden und im S&uuml;den, bev&ouml;lkert werden muss.&ldquo; Im Folgenden sollen einige Beispiele der unerbittlichen Nachbarschaft Kubas mit den USA aufgef&uuml;hrt werden, denn die imperialistische Haltung der Gro&szlig;macht hat sich nicht ge&auml;ndert und wird punktuell auch gegen andere Staaten angewendet. Von <strong>Edgar G&ouml;ll<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Die Vergangenheit ist noch nicht vergangen<\/strong><\/p><p>Vor einer Woche nun wurde in kubanischen Medien davon berichtet, dass ein aus Florida kommender Exilkubaner an der n&ouml;rdlichen K&uuml;ste von Kuba, nahe Matanzas, illegal eingereist sei. Ausger&uuml;stet mit moderner Technik und einigen Waffen sei er dann auf dem Landweg nach Cienfuegos im s&uuml;dlichen Zentrum Kubas weitergereist. Dort versuchte der Mann dann, andere zu rekrutieren, die ihm bei der Begehung von Gewalttaten, Brandstiftung und Vandalismus in Kuba helfen sollten. Er wurde rechtzeitig verhaftet. Kubanische Medien berichteten, dass gegen mehrere andere Kubaner, die sowohl in S&uuml;dflorida als auch in Kuba leben, wegen ihrer Beteiligung an dem mutma&szlig;lichen Komplott ermittelt werde. Dabei sollen Verbindungen zu zwei Organisationen bestehen, die von Kuba als &bdquo;terroristisch&rdquo; eingestuft werden.<\/p><p>Die zust&auml;ndigen kubanischen Beh&ouml;rden haben unterdessen eine Fahndungsliste ver&ouml;ffentlich, in der 61 Personen und 19 Organisationen mit Sitz in den USA aufgef&uuml;hrt werden, denen die Unterst&uuml;tzung von Terrorismus vorgeworfen wird. Darin sind Namen von Personen enthalten, die an Mordanschl&auml;gen gegen Fidel Castro in den 1990er-Jahren beteiligt gewesen sein sollen. Zwei der gelisteten Individuen sollen im Jahr 2020 Sabotageakte gegen das kubanische Stromnetz geplant haben. Hauptmann Olaima Reyes Blancha, erste Ermittlerin f&uuml;r Verbrechen gegen die Staatssicherheit, erkl&auml;rte, dass die Ermittlungen ergeben h&auml;tten, dass diese B&uuml;rger f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung dieser Aktionen bei verschiedenen Gelegenheiten finanzielle Hilfe aus dem Ausland erhielten wie z.B. Telefonaufladungen und andere Zahlungen.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] In einem Bericht dazu hei&szlig;t es zu den Angriffspl&auml;nen: &bdquo;Zu den gewaltsamen Versuchen geh&ouml;ren Angriffe auf die US-K&uuml;stenwache, wobei die Sch&uuml;sse den kubanischen Grenzschutztruppen zugeschrieben werden, um ein diplomatisches Problem zwischen den beiden L&auml;ndern zu verursachen.&rdquo;[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Diese j&uuml;ngsten Ereignisse sind nur die aktuellen Beispiele einer unendlich langen Liste an Subversionen, Attacken und Infiltrationen aus den USA gegen Kuba.<\/p><p><strong>Herrenmenschliche Besitz- und Herrschaftsanspr&uuml;che<\/strong><\/p><p>Die Haltung der USA zu dem benachbarten Karibikstaat Kuba ist seit langer Zeit extrem vereinnahmend, denn bereits kurz nach Gr&uuml;ndung der USA Ende des 18. Jahrhunderts wurde von dortigen politischen Kreisen ein deutlicher Besitz- und Herrschaftsanspruch gegen&uuml;ber Kuba zum Ausdruck gebracht. Ber&uuml;hmt ist die Aussage des damaligen Au&szlig;enministers und sp&auml;teren Pr&auml;sidenten John Quincy Adams (1767&ndash;1848), der 1823 proklamierte: &bdquo;Es gibt Gesetze der physikalischen wie der politischen Schwerkraft &ndash; und so wie ein im Sturm vom Baum gerissener Apfel keine andere Wahl hat, als zur Erde zu fallen, so kann auch Kuba, wenn gewaltsam aus seiner widernat&uuml;rlichen Verbindung mit Spanien gel&ouml;st und unf&auml;hig, sich selbst zu sch&uuml;tzen, nur der Schwerkraft der Nordamerikanischen Union folgen, die kraft desselben Naturgesetzes Kuba nicht von ihrem Busen sto&szlig;en kann.&rdquo; Kuba war damals Kolonie der europ&auml;ischen Gro&szlig;macht Spanien. Und in jenem Jahr wurde von der US-Regierung auch die Monroe-Doktrin proklamiert mit dem sinngem&auml;&szlig;en Motto &bdquo;Amerika den Amerikanern!&ldquo;[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] Diese Doktrin wurde k&uuml;rzlich, am 2. Dezember, 200 Jahre alt und wurde erst durch US-Pr&auml;sident Trump wieder explizit zur Handlungsmaxime der USA erkl&auml;rt, und sein Nachfolger Biden hat daran nichts ge&auml;ndert. Damals wies sie jeden Anspruch der alten europ&auml;ischen M&auml;chte auf Kolonialbesitz in Lateinamerika zur&uuml;ck. Der gesamte amerikanische Doppelkontinent sollte als Einflusssph&auml;re der USA verstanden werden, die jede europ&auml;ische Einmischung verbot. Die Doktrin war die Basis f&uuml;r den von den USA beanspruchten geopolitischen &bdquo;Hinterhof&rdquo;, mit dem abf&auml;llig die mittel- und s&uuml;damerikanischen Nachbarn bis heute bezeichnet und behandelt werden.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>Seit dem Unabh&auml;ngigkeitskrieg Kubas gegen die brutale spanische Kolonialmacht mischte sich die Gro&szlig;macht aus dem Norden immer direkter in die Belange des kleinen Nachbarlandes ein. Ein Ereignis, um dies schneller zu bewerkstelligen, war die Zerst&ouml;rung des im Hafen von Havanna angelegten Kriegsschiffes USS Maine 1898. W&auml;hrend die genaue Ursache des Ungl&uuml;cks nicht eindeutig gekl&auml;rt werden konnte, entstand in den USA eine mediale Hysterie, die dazu beitrug, dass die USA gegen Spanien mitk&auml;mpften, also kurz vor dem kubanischen Sieg 1898 mitmischten. Jedoch taten sie dies nicht etwa als Befreier, sondern als neue Besatzungsmacht und beeinflussten seither in unterschiedlich aggressiven Formen die Entwicklungen im kubanischen Archipel. So zwang die US-Regierung Kuba, in dessen neue Verfassung von 1902 einen Passus aufzunehmen, der den USA das &bdquo;Recht&ldquo; gab, jederzeit in Kuba einzugreifen, falls ihre Interessen gef&auml;hrdet w&auml;ren (&bdquo;Platt-Amendment&ldquo;). Dazu geh&ouml;rte auch die Erlaubnis, vier St&uuml;tzpunkte zu nutzen, darunter Guantanamo Bay, und zwar ausdr&uuml;cklich nur zur Beladung damaliger US-Schiffe mit Kohle. Das hinderte die USA nicht, das Hafengebiet sp&auml;ter und gegen den Willen des kubanischen Volkes als Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt, Abh&ouml;r- und Spionageanlage, Gefangenenlager und Folterzentrum zweckzuentfremden und zu missbrauchen, somit den Vertrag zu verletzten. Die Ressourcen Kubas wurden dann jahrzehntelang ausgebeutet, insbesondere die Landwirtschaft (insbesondere Monokulturen von Zuckerrohr statt Lebensmittel f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung), Rohstoffe und billige Arbeitskr&auml;fte. Zudem diente es den Yankees als Spiel- und Vergn&uuml;gungszentrum sowie Tummelplatz f&uuml;r die Mafia.<\/p><p><strong>Die Revolution des kubanischen David<\/strong><\/p><p>Das wurde mit der erfolgreichen Revolution von 1959 beendet, angef&uuml;hrt durch eine kleine Gruppe junger &bdquo;Barbudos&ldquo; (B&auml;rtiger) unter F&uuml;hrung des Rechtsanwalts Dr. Fidel Castro. Die US-gest&uuml;tzte Diktatur des Milit&auml;rf&uuml;hrers Fulgencio Batista brach zusammen, Nutznie&szlig;er und Konservative fl&uuml;chteten mit ihrer angeeigneten Habe in die USA.<\/p><p>Diese Schmach der USA f&uuml;hrte zu massiven Pl&auml;nen und Versuchen, diese Niederlage in Kuba zu r&auml;chen und das neue System zu st&uuml;rzen &ndash; bis zum heutigen Tag. So kam es im M&auml;rz 1960 zu einer gewaltigen Explosion des mit Kriegsmaterial beladenen Frachters La Coubre im Hafen von Havanna. Dabei starben etwa 100 Menschen, &uuml;ber 200 wurden verletzt. Da die USA schon zuvor ein Verbot von Waffenlieferungen an Kuba verh&auml;ngt hatten, warf der kubanische Revolutionsf&uuml;hrer Fidel Castro der US-Regierung unter Pr&auml;sident Dwight D. Eisenhower vor, damit in Verbindung zu stehen. Diese Eskalation und weitere Faktoren f&uuml;hrten in der Folge zu der vom CIA koordinierten Strategie der USA, die kubanische Regierung mit Gewalt zu st&uuml;rzen.<\/p><p>Hierzu geh&ouml;rte der Invasionsplan des US-Au&szlig;en- und des Verteidigungsministeriums sowie der CIA, der im Herbst 1959 vorgelegt, am 17. M&auml;rz 1960 &ndash; 13 Monate vor dem milit&auml;rischen &Uuml;berfall gegen Kuba &ndash; von US-Pr&auml;sident Eisenhower gebilligt und im Januar 1961 nahezu unver&auml;ndert vom neuen US-Pr&auml;sidenten John F. Kennedy &uuml;bernommen wurde. Dessen erster Satz lautet: &bdquo;Der Zweck des hier dargestellten Programms ist es, das Castro-Regime durch eines, das (&hellip;) annehmbarer ist f&uuml;r die USA, zu ersetzen, und zwar auf eine solche Weise, die den Anschein einer US-Intervention vermeidet.&rdquo;[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] Verdeckte Operationen sind ein wesentliches Kennzeichen von US-Interventionen. Ein weiteres Beispiel f&uuml;r die Stimmung und Haltung in Washington bringt ein Memorandum vom 6. April 1960 zum Ausdruck, verfasst von Lester Mallory, damals Staatssekret&auml;r im US-Au&szlig;enministerium und stellvertretender Au&szlig;enminister, f&uuml;r seinen Chef, Vizeau&szlig;enminister Roy Richard &bdquo;Dick&rdquo; Rubottom Jr. Seine Analyse der Lage beim s&uuml;dlichen Nachbarn war eindeutig: &bdquo;Die Mehrheit der Kubaner unterst&uuml;tzt Castro (&hellip;). Es gibt keine wirksame politische Opposition. (&hellip;) Militante Opposition gegen Castro von au&szlig;erhalb Kubas w&uuml;rde nur ihm und der Sache der Kommunisten dienen. Die einzige absehbare M&ouml;glichkeit, um ihnen die Unterst&uuml;tzung im Inland zu nehmen, ist, aufgrund wirtschaftlicher M&auml;ngel und von Elend Entt&auml;uschung und Unzufriedenheit hervorzurufen. (&hellip;) Wir m&uuml;ssen schnell alle m&ouml;glichen Mittel in die Praxis umsetzen, um das Wirtschaftsleben zu schw&auml;chen (&hellip;), indem wir Kuba Geld und Lieferungen verweigern, um die Nominal- und Reall&ouml;hne zu senken, um Hunger, Verzweiflung und den Sturz der Regierung herbeizuf&uuml;hren.&ldquo; Vor dem Hintergrund dieser Phase des Kalten Krieges leitete US-Pr&auml;sident Eisenhower im Oktober jenes Jahres mit einem Exportverbot gegen Kuba die l&auml;ngste Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade ein, die je gegen ein Land verh&auml;ngt worden ist.<\/p><p><strong>Andauernde Subversionen, Attacken und Infiltrationen<\/strong><\/p><p>Aber auch sch&auml;rfste und heimt&uuml;ckischste Aggressionen aus den USA gegen den jungen Staat wurden durchgef&uuml;hrt, darunter vielf&auml;ltige Terroranschl&auml;ge gegen Kuba, bewaffnete Anschl&auml;ge, unz&auml;hlige Sabotageakte, Vernichtung von Ernten durch Sch&auml;dlinge und Gifte und schlie&szlig;lich auch Attentatsversuche gegen F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeiten. In kubanischen Quellen werden allein 634 Mordversuche gegen Fidel Castro angegeben; auch ein Untersuchungsausschuss des US-Kongresses (&bdquo;Church Commission&ldquo;) belegte 1975 f&uuml;r die ersten f&uuml;nf Jahre nach der Revolution acht Anschl&auml;ge allein gegen Castro.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p>Dann kam es 1961 zu der von der CIA vorbereiteten und gest&uuml;tzten Invasion in der &bdquo;Playa Gir&oacute;n&ldquo; (Schweinebucht) mit Schiffen und mit falschen Hoheitszeichen getarnten Milit&auml;rflugzeugen. Der &Uuml;berfall wurde binnen weniger Tage abgewehrt, die Angreifer inhaftiert, und ihnen wurde in einer &ouml;ffentlichen Verhandlung der Prozess gemacht. 1113 Gefangene konnten nach einer Lieferung von Medikamenten und Nahrungsmitteln durch die USA unbeschadet ausreisen.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p>Der Angriff f&uuml;hrte dazu, dass in Kuba &uuml;ber weitere Verteidigungsm&ouml;glichkeiten nachgedacht wurde, und ein Element war die Stationierung von sowjetischen Mittelstreckenraketen. Dann wurde aber die Washingtoner Propagandamaschinerie gestartet: nach dem Motto &bdquo;Angriff ist die beste Verteidigung&ldquo; wurde die anlaufende Stationierung als &bdquo;Kuba-Krise&ldquo; geframed und nicht als Verteidigungsma&szlig;nahme eines milit&auml;risch schwachen Landes gegen eine milit&auml;risch hochger&uuml;stete und aggressiv-expansionistische Gro&szlig;macht. Stattdessen wurde diese Verteidigungsma&szlig;nahme Kubas als provokanter, grundloser und gef&auml;hrlicher Angriff auf die nationale Sicherheit der lammfrommen friedlichen USA aufgebauscht. Weder wurde erw&auml;hnt, dass die USA &uuml;ber zahlreiche Raketen verf&uuml;gten, die Kuba vernichten konnten, noch, dass die US-Armee bereits Mittelstreckenraketen in der T&uuml;rkei gegen die Sowjetunion ausgerichtet hatte. Und v&ouml;llig aus dem Blick manipuliert wurde der blutige Grund dieser Ma&szlig;nahme: die m&ouml;gliche Wiederholung einer milit&auml;rischen Invasion durch die in Wort und Tat feindseligen USA! Dieses geschickte Framing, bei dem die Genese und Rahmenbedingungen von Konflikten vertuscht werden, kennen wir ja auch aus unz&auml;hligen anderen F&auml;llen\/Beispielen bei Aggressionen der USA (z.B. Tonkin-Zwischenfall in Vietnam 1964 bis hin zum heutigen Krieg in der Ukraine).<\/p><p>Eine weitere grausame Attacke gegen Kuba war der Terroranschlag gegen das Frachtschiff El Coubre im Jahr 1970, das im Hafen von Havanna fast 100 Menschen t&ouml;tete und &uuml;ber 200 Menschen verletzte. Schon Jahre zuvor hatten die USA gegen Kuba ein Waffenembargo verh&auml;ngt, weshalb der kubanische Revolutionsf&uuml;hrer die USA f&uuml;r diesen schrecklichen Terroranschlag verantwortlich machte.<\/p><p>&Auml;hnlich dramatisch, blutig und verbrecherisch war der sp&auml;tere Bombenanschlag auf ein ziviles kubanisches Verkehrsflugzeug, das 1976 vor Barbados abst&uuml;rzte. Alle 73 Menschen, darunter die komplette Jugendfechtmannschaft Kubas, die gerade eine Goldmedaille gewonnen hatte, kamen ums Leben. Die Drahtzieher in den USA bleiben unbehelligt.<\/p><p>Zu den Aggressionen gegen Kuba aus den USA geh&ouml;ren zudem zahllose zynische Episoden wie unbegr&uuml;ndete Versionen einer angeblichen Beteiligung der kubanischen Regierung an der Ermordung von John F. Kennedy, Pl&auml;ne f&uuml;r Angriffe auf den Marinest&uuml;tzpunkt Guant&aacute;namo oder der Abschuss ziviler Flugzeuge mit kubanischen Emigranten, die auf die Insel reisen, die die CIA selbst oder ihre Agenten ver&uuml;ben w&uuml;rden, um dann die kubanischen Beh&ouml;rden zu beschuldigen und Vorw&auml;nde f&uuml;r eine Invasion zu erfinden.<\/p><p>Zu der langen Liste von medialen Manipulationen, die in j&uuml;ngerer Zeit f&uuml;r Herrn Trump den Vorwand f&uuml;r den Abbruch der bilateralen Beziehungen lieferten, geh&ouml;rt die Story &uuml;ber die angeblichen akustischen Angriffe auf US-Diplomaten (mit omin&ouml;sen Schallwaffen) und diejenige &uuml;ber die vermeintliche Installation einer chinesischen Abh&ouml;rstation in Kuba. Alles &bdquo;alternative Fakten&ldquo; und Fake News. W&auml;hrenddessen wurde &uuml;ber die tats&auml;chlich existenten und verwendeten US-Hightech-Waffen &ndash; inklusive Akustikwaffen der US-Armee sowie die Abh&ouml;rstationen der USA im besetzten Guantanamo-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt und die US-Spionagesatelliten selbstverst&auml;ndlich vornehm geschwiegen.<\/p><p><strong>Die Versch&auml;rfung der Blockade und die zunehmende Sanktionspolitik der US-Regierung<\/strong><\/p><p>Die Blockade der USA gegen Kuba wurde offiziell im Februar 1962 von dem jungen Hoffnungstr&auml;ger John F. Kennedy verh&auml;ngt. Seither wurden die &ouml;konomischen und finanziellen Zwangsma&szlig;nahmen schrittweise versch&auml;rft, um die Entwicklung Kubas zu st&ouml;ren und zu zerst&ouml;ren. Als der Rat f&uuml;r gegenseitige Wirtschaftshilfe mit den osteurop&auml;ischen sozialistischen Staaten verschwand, brach der Au&szlig;enhandel Kubas abrupt um 85 Prozent ein und f&uuml;hrte zu einer existenziell bedrohlichen Phase der Unterversorgung. Hier witterten die Kubagegner insbesondere in den USA eine Chance, auch das verhasste widerst&auml;ndige sozialistische System endlich zu st&uuml;rzen. So wurden 1992 und 1996 die Blockade- und Sanktionsma&szlig;nahmen geb&uuml;ndelt und versch&auml;rft. Gerade das sogenannte Helms-Burton-Gesetz von 1996 zementierte und versch&auml;rfte die extraterritorialen Effekte der US-Blockade und der zahlreichen einzelnen Sanktionen in Bezug auf Kuba. Im Untertitel dieses opulenten Gesetzeswerks hei&szlig;t es freim&uuml;tig: &bdquo;An Act to seek international sanctions against the Castro government in Cuba, to plan for support of a transition government leading to a democratically elected government in Cuba, and for other purposes.&rdquo;<\/p><p>Das war dann der Anlass f&uuml;r &bdquo;Partner&ldquo; der USA, diese unilateralen &Uuml;bergriffe in die internationale Wirtschaftst&auml;tigkeit, au&szlig;enpolitische Handlungsf&auml;higkeit und Souver&auml;nit&auml;t zu kritisieren. Daraufhin schickte die Clinton-Regierung damals den Sondergesandten Stuart Eizenstat in westeurop&auml;ische Hauptst&auml;dte, um nachdr&uuml;ckliche &Uuml;berzeugungsarbeit zu leisten. Daraufhin kam es zu einer Serie von meist symbolischen Ma&szlig;nahmen der EU. Das Europ&auml;ische Parlament erkl&auml;rte die Befolgung des Helms-Burton-Acts f&uuml;r EU-B&uuml;rger f&uuml;r illegal, k&uuml;mmerte sich aber bis heute nicht um die Umsetzung. Auch die EU-Staaten lassen US-(Un)Recht in ihren L&auml;ndern eigenes Recht verletzen.<\/p><p>Seit dem Beginn der gro&szlig;en Rezession im Jahr 2008 wenden die USA zunehmend einseitige Wirtschaftssanktionen an (im Jahr 2021 waren dies bereits 9.450 einzelne Sanktionen). Hierf&uuml;r ist das B&uuml;ro zur Kontrolle ausl&auml;ndischer Verm&ouml;genswerte (Office of Foreign Assets Control, OFAC) als Abteilung des US-Finanzministeriums mit seinen &uuml;ber 400 Experten zust&auml;ndig.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Ohne die Zuarbeit der verschiedenen US-Geheimdienste, insbesondere der NSA, sowie wegen des Zugriffs auf das SWIFTnet (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) d&uuml;rften diese laufende &Uuml;berwachung der globalen Finanzstr&ouml;me und die Bestrafungswelle kaum m&ouml;glich sein.<\/p><p>Manche Strafzahlungen belaufen sich auf Milliarden- und hohe Millionenbetr&auml;ge, weil Banken oder Konzerne Handels- und Finanzbeziehungen mit kubanischen Institutionen praktiziert haben. Aber auch KMU, kleine Onlineh&auml;ndler, Vereine und sogar einzelne B&uuml;rger sind betroffen. Um nur ein Beispiel f&uuml;r indirekte Sch&auml;den anzuf&uuml;hren: ein europaweit t&auml;tiges Netzwerk (Vereinsform) vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen, die mit Kuba Kontakt haben bzw. aufbauen wollen, wurde im Herbst 2020 von dem Berliner Web-Hosting-Unternehmen STRATO dar&uuml;ber in Kenntnis gesetzt, dass sie den Service aufk&uuml;ndigen und kein Sicherheitszertifikat ausstellen. Dies beeintr&auml;chtigt die Kommunikations- und Gesch&auml;ftsprozesse in erheblichem Ma&szlig;e. Bei der aufw&auml;ndigen Suche nach alternativen Zahlungsdienstleistern waren sie &uuml;berall mit demselben Verhaltensmuster konfrontiert: erst wurde Bereitschaft signalisiert, dann aber &ndash; offensichtlich nach Pr&uuml;fung durch die Hausjuristen bzw. Compliance-Abteilungen &ndash; ein Vertrag abgelehnt.<\/p><p><strong>Die Kontinuit&auml;t: neokoloniale und imperialistische US-Politik<\/strong><\/p><p>Ein perverser H&ouml;hepunkt des Einflussanspruchs der US-Administrationen gegen&uuml;ber Kuba wurde w&auml;hrend der Pr&auml;sidentschaft von George W. Bush Jr. 2004 offenbart. Der hochrangig besetzten &bdquo;Commission for Assistance to a Free Kuba&ldquo; unter dem damaligen US-Au&szlig;enministers Colin Powell wurde ein fast 500 Seiten umfassender Bericht vorgelegt. Es ist eine generalstabsm&auml;&szlig;ige Subversionsstrategie mit unz&auml;hligen Ma&szlig;nahmen, darunter sogar die Schaffung eines &bdquo;Transition Coordinators&ldquo; im US-Au&szlig;enministerium, der kontinuierlich &bdquo;zivilgesellschaftliche&ldquo; Projekte und k&uuml;nftige Unterst&uuml;tzungsm&ouml;glichkeiten beim Regimewechsel in Kuba planen soll. &bdquo;Wir werden nicht auf den Tag der kubanischen Freiheit warten, sondern f&uuml;r den Tag der Freiheit in Kuba arbeiten&rdquo;, k&uuml;ndigte US-Pr&auml;sident Bush damals an.<\/p><p>Die fr&uuml;heren US-Pr&auml;sidenten Jimmy Carter und Barack Obama waren die einzigen, die eine gewisse Entspannung mit Kuba herbeif&uuml;hren wollten. Aber auch bei ihnen war die grunds&auml;tzliche Absicht ein &bdquo;regime change&ldquo; in Kuba. So sagte President Carter: &bdquo;I felt then, as I do now, that the best way to bring about a change in its Communist regime was to have open trade and commerce, and visitation, and diplomatic relations with Kuba.&ldquo; In der darauffolgenden Regierung Reagan sagte dessen Au&szlig;enminister Alexander Haig im Jahr 1981: &bdquo;You just give me the word, and I&rsquo;ll turn that fucking island into a parking lot.&ldquo;[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><p>W&auml;hrend der Obama-Administration kamen eher subtile Mittel gegen Kuba zum Einsatz. So hat das Office of Cuba Broadcasting (OCB) &uuml;ber 100 Vertr&auml;ge im Gesamtvolumen von etwa einer Million US-Dollar abgeschlossen, um TV-Produktionen und Computerprogramme sowie Zahlungen an Dutzende Autoren, K&uuml;nstler und Darsteller f&uuml;r Aktivit&auml;ten gegen Kuba zu lancieren. Au&szlig;erdem hat das OCB 2013 begonnen, sein Netz sogenannter &bdquo;unabh&auml;ngiger Journalisten&rdquo; im Nachbarland auszuweiten. K&uuml;nftig sei es n&ouml;tig, entsprechende Ressourcen von Miami nach Kuba zu verlagern, um die &bdquo;journalistische Zuarbeit&rdquo; von dort zu intensivieren. Als Teil dieser Strategie wurde die Verbreitung von Interviews mit &bdquo;F&uuml;hrern der Dissidentenbewegung&rdquo; empfohlen, die zu &bdquo;Vertretern der kubanischen Zivilgesellschaft&rdquo; aufgebaut werden sollen. Dahinter steht offenbar das, was inzwischen insbesondere in den USA und der NATO als &bdquo;cognitive warfare&ldquo; bezeichnet und ausgebaut wird. Dabei gibt es enorme Parallelen zu der omin&ouml;sen RAND-Studie &bdquo;Extending Russia&ldquo; von 2019, in der fein s&auml;uberlich beschrieben wird, wie die USA und der Westen &bdquo;Russland &uuml;berdehnen&ldquo; k&ouml;nnten.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] <\/p><p>Als am 17. Dezember 2014 US-Pr&auml;sident Barack Obama und der kubanische Staatspr&auml;sident Ra&uacute;l Castro in TV-Ansprachen ank&uuml;ndigten, die Beziehungen zwischen beiden Staaten verbessern zu wollen, kam allenthalben Hoffnung auf. Bei seinem Aufsehen erregenden Besuch in Kuba im M&auml;rz 2016 trat Pr&auml;sident Obama nett und recht g&ouml;nnerhaft auf, zwar mit breitem L&auml;cheln, aber mit einer geradezu unversch&auml;mten Haltung. So erw&auml;hnte er weder die vielen Attentatsversuche gegen kubanische Regierungsmitglieder, noch die unz&auml;hligen Aggressionen und Anschl&auml;ge seines Landes gegen das Nachbarland, noch entschuldigte er sich gar daf&uuml;r (dazu h&auml;tte es der Haltung eines Willy Brandt bedurft). Und ein ideologischer H&ouml;hepunkt war seine Aussage (sinngem&auml;&szlig;), &bdquo;wir&ldquo; sollten doch die Vergangenheit hinter uns lassen und stattdessen in die Zukunft schauen. In &Uuml;bersetzung in den Alltag: Ein Gangster im Gerichtssaal sagt, lasst uns doch meine vielen Verbrechen vergessen und stattdessen lieber nach vorne schauen.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] Und gerade w&auml;hrend der Obama-Administration sind in etwa 130 extraterritorialen F&auml;llen Transaktionen von Institutionen aus Drittl&auml;ndern mit Kuba vom US-Justizministerium hart bestraft worden. So wurde im Juni 2014 die franz&ouml;sische Bank BNP Paribas gen&ouml;tigt, die Rekordstrafe von neun Milliarden US-Dollar wegen ihrer Transaktionen mit Kuba und anderen L&auml;ndern zu zahlen. Eine &auml;hnliche Strafaktion erfolgte am &bdquo;D-17&ldquo;: Als Obama eine &Auml;nderung der US-Politik gegen&uuml;ber Kuba ank&uuml;ndigte, verh&auml;ngten die US-Beh&ouml;rden (Office of Foreign Assets Control &ndash; OFAC) gegen die Commerzbank eine Strafe in H&ouml;he von 650.000 US-Dollar, weil gegen unilaterale (!) US-Embargobestimmungen u.a. gegen&uuml;ber Kuba gehandelt worden sei.<\/p><p>Auch die heutige US-Politik wird beherrscht von dem Zerst&ouml;rungswillen gegen Kuba, wie ein exemplarisches Zitat offenbart: &bdquo;Heute gibt es f&uuml;r die Biden-Administration nur noch einen einzigen sinnvollen politischen Standpunkt: Eine kapitalistische Invasion der kubanischen Insel zu starten. Es ist keine harte Gewalt erforderlich. Sie kann dies tun, indem sie unsere kapitalistische Marine einsetzt wie Royal Caribbean, Carnival und Norwegian Cruise Line; unsere kapitalistische Armee wie Hilton, Apple und Starbucks; und unsere kapitalistische Luftwaffe, einschlie&szlig;lich American Airlines, Delta und Jet Blue.&ldquo; (Philip Levine, Ex-B&uuml;rgermeister von Miami Beach, 2022)<\/p><div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/231223-USA-Kuba-2023.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Eine Aktion der europaweiten Unblock-Cuba-Kampagne in Berlin vor der US-Botschaft 2020<\/p><p><strong>Perspektiven: Weitere unerbittliche Eskalation oder Menschen- und V&ouml;lkerrecht?<\/strong><\/p><p>Die von der US-Regierung und weiteren reaktion&auml;ren Akteuren gegen Kuba ausge&uuml;bte Blockade und &bdquo;Politik der Angst&ldquo; hat mehrere Ursachen. Hier soll ein Mechanismus erw&auml;hnt werden, der von Sebastian Haffner in Bezug auf die &bdquo;nachkriegsdeutsche Russenangst&ldquo; skizziert wurde. &bdquo;Jeder wei&szlig;, dass Angstneurosen meist eine verdr&auml;ngte Form von Selbstbestrafung sind &hellip; Die deutsche Russenangst ist ein gutes Beispiel. Objektiv ist sie unbegr&uuml;ndet, aber tiefen-psychologisch ist sie nur zu begr&uuml;ndet. Sie ist der unterbewusste Ersatz f&uuml;r verweigerte Reue. Nicht die Russen haben die Deutschen, die Deutschen haben die Russen &uuml;berfallen. Weil sie daf&uuml;r nicht mit Reue bezahlen wollen, bezahlen sie mit Angst &hellip; Es ist, als ob sie zur Strafe f&uuml;r ihre Untaten &ndash; und f&uuml;r ihre standhafte Weigerung, diese Untat zu bereuen &ndash; mit einem mythischen Fluch geschlagen w&auml;ren: Sie sind seither dazu verurteilt, von den Russen st&auml;ndig das zu erwarten, was sie selbst den Russen angetan haben.&ldquo;[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<\/p><p>Inzwischen gibt es gleichwohl Anzeichen, dass bei unverminderter unilateraler Sanktionspolitik und imperialistischer Praxis der USA die vielseitigen Bem&uuml;hungen vorangetrieben werden, das zum durch den US-Dollar dominierten und durch die USA mitkontrollierten Finanztransfersystem SWIFT alternative Finanzsysteme entstehen und Einfluss gewinnen werden. &bdquo;America First&ldquo; ist wohl nur ein befristet erfolgreiches Konzept.<\/p><p>Und so wies der kubanische Pr&auml;sident Miguel D&iacute;az-Canel darauf hin:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir sind heute traurige Zeugen des Desasters, zu dem das irrationale und unhaltbare Produktions- und Konsumtionssystem des Kapitalismus, Jahrzehnte einer ungerechten internationalen Ordnung und die Anwendung eines rohen und hemmungslosen Neoliberalismus in der Welt gef&uuml;hrt haben, der die Ungleichheiten vertieft und das Recht der V&ouml;lker auf Entwicklung geopfert hat.&ldquo;[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Wegen solch klarer Worte werden kubanische Reden in internationalen Gremien und Foren sehr gesch&auml;tzt &ndash; allerdings nicht von westlichen Regierungen, die in ihren alten Dominanzideologien und &Uuml;berlegenheitsgef&uuml;hlen befangen sind, ihrer Ignoranz und Arroganz.<\/p><p>Der Widerstand gegen die US-Blockade w&auml;chst jedoch derzeit ebenfalls. In der UN-Generalversammlung stimmten am 3. November 187 Staaten gegen die Blockade und forderten ihr umgehendes Ende, wobei die Statements der Botschafter sehr vehement gegen die US-Politik gerichtet waren. Und am 17. November kam ein Internationales Tribunal zur US-Blockade zu einem juristisch fundierten und eindeutigen Urteil: &bdquo;Die seit 1961 bis heute gegen die Republik Kuba verh&auml;ngten umfangreichen politischen und &ouml;konomischen Sanktionen versto&szlig;en gegen internationales Recht. (&hellip;) Da die zahlreichen Sanktionen und die ihnen zugrunde liegenden Gesetze der USA rechtswidrig sind, m&uuml;ssen sie aufgehoben und gestoppt werden. F&uuml;r die dem kubanischen Staat, seinen Unternehmen und B&uuml;rgern entstandenen Sch&auml;den m&uuml;ssen die USA Entsch&auml;digung zahlen.&ldquo;[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]<\/p><p>Eine etwas fr&uuml;here, bemerkenswerte Aktion erfolgte mittels einer Petition deutscher Kulturschaffender und Wissenschaftler, die in Kuba t&auml;tig waren und die Folgen der Blockade f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung tagt&auml;glich erlebten. Sie fordern mit ihrer &bdquo;Havanna Initiative&ldquo; die Bundesregierung auf, &bdquo;aktiv f&uuml;r eine Aufhebung der illegalen Blockadepolitik&ldquo; einzutreten.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] Darin hei&szlig;t es: &bdquo;Es ist unertr&auml;glich: Kubanische &Auml;rzteteams unterst&uuml;tzen 27 L&auml;nder im Kampf gegen das Coronavirus &ndash; und die Trump-Administration versch&auml;rft weiterhin ihre v&ouml;lkerrechtswidrigen Sanktionen gegen Kuba! (&hellip;) Die UNO und EU wie auch die Bundesregierung verurteilen sie seit langem als v&ouml;lkerrechtswidrig, ohne dass dies irgendwelche Konsequenzen h&auml;tte. Im Gegenteil: deutsche und europ&auml;ische Banken wie Unternehmen unterwerfen sich den unmenschlichen US-Sanktionen, um ihre wirtschaftlichen Interessen in den USA nicht zu gef&auml;hrden. Sie verst&auml;rken damit die Blockadepolitik.&ldquo; Zu den Erstunterzeichnern geh&ouml;ren u.a. Fatih Akin, Herta D&auml;ubler-Gmelin, Udo Lindenberg, Claus Offe, Norman Paech, Volker Schl&ouml;ndorff, Hanna Schygulla, Konstantin Wecker, Wim Wenders, Noam Chomsky sowie Jean Ziegler. Diese zivilgesellschaftliche Petition wurde mittlerweile von &uuml;ber 110.000 B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern unterzeichnet und wird weiter beworben.<\/p><p><strong>Vorerst noch Realit&auml;tsverdrehung und Menschenrechtsverletzung gegen elf Millionen Kubaner &ndash; wie lange noch?<\/strong><\/p><p>Kuba wurde auf Betreiben von Pr&auml;sident Trump in dessen letzten Amtstagen, wie erw&auml;hnt, in die unilateral erstellte &bdquo;Liste der Staatssponsoren des Terrorismus&rdquo; (SSOT) der USA aufgenommen; eine verlogene Manipulation, die auch durch die Biden-Administration nicht korrigiert worden ist. Der Begr&uuml;ndungsversuch selbst im j&uuml;ngsten Report dazu ist fadenscheinig und politisch motiviert, der Zweck ist augenf&auml;llig. Kuba wird dadurch mit extremen Finanzsanktionen und Zwangsma&szlig;nahmen maltr&auml;tiert, wodurch die bisherigen Blockadema&szlig;nahmen gegen das Nachbarland nochmals zus&auml;tzlich versch&auml;rft werden. Zus&auml;tzlich blockiert bzw. erschwert werden s&auml;mtliche Transaktionen auf dem Weltmarkt, die den Handel, Investitionen, Kreditvergabe, &Uuml;berweisungen, etc. bez&uuml;glich Kuba auch &uuml;ber Drittstaaten betreffen. Beeintr&auml;chtigt sind dadurch die gesamte Bev&ouml;lkerung und s&auml;mtliche Wirtschaftsakteure aller Eigentumsformen in Kuba, auch die von der US-Regierung angeblich gef&ouml;rderten dortigen Privatunternehmen.<\/p><p>Im Zusammenhang mit dem eingangs erw&auml;hnten j&uuml;ngsten Terrorversuch aus Florida ver&ouml;ffentlichte die kubanische Regierung im offiziellen Gesetzesblatt eine Liste mit 61 in den USA nachweislich gegen Kuba agiert habenden bzw. weiterhin agierenden Terroristen und Kriminellen. Hierzu erkl&auml;rte der US-amerikanische Politikwissenschaftler William LeoGrande, diese kubanische Liste &bdquo;scheint sicherlich ein Vorwurf an die USA zu sein, die sich weigern, Kuba von ihrer Terroristenliste zu streichen, obwohl es keine Beweise daf&uuml;r gibt, dass Kuba den Terrorismus unterst&uuml;tzt&rdquo;. Im Unterschied zur US-amerikanischen Terrorliste richte sich die kubanische Liste nicht gegen ein ganzes Land, sondern f&uuml;hre nur bestimmte Personen und Organisationen sowie Begr&uuml;ndungen auf.<\/p><p>Trotz aller Feindseligkeiten der imperialen Supermacht USA widersteht die Bev&ouml;lkerung des Inselstaates allen Versuchen, ihr Land wieder in die Abh&auml;ngigkeit und Unterdr&uuml;ckung durch die USA zu zwingen und ihren schweren sozialistischen Entwicklungsweg zu zerst&ouml;ren. Die Opfer sind jedoch sehr hoch, der Alltag in Kuba derzeit extrem m&uuml;hsam und wegen zahlreicher Versorgungsengp&auml;sse und Preissteigerungen zerm&uuml;rbend. Wie viel weiter und besser h&auml;tte sich Kuba zu entwickeln vermocht, wenn die US-Blockade, die Sanktionen, Subversionen und Attacken nicht existieren w&uuml;rden? Genau dies zu verhindern ist Zweck der US-Politik.<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/ll-inh9SDyk?si=Xl1SikJBfUNub9ZG\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ Millenius<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107185\">Bundesregierung will nachweislich v&ouml;lkerrechtswidriges US-Embargo gegen Kuba nicht als V&ouml;lkerrechtsbruch bezeichnen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106682\">Die v&ouml;lkerrechtswidrige US-Blockade gegen Kuba und die widerspr&uuml;chliche Haltung der Bundesregierung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107057\">Internationales Tribunal in Br&uuml;ssel verurteilt US-Blockade gegen Kuba: &bdquo;Verst&ouml;&szlig;t gegen das V&ouml;lkerrecht&ldquo;<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/c009b3396bb544898fbcb4a41110835a\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.kubakunde.de\/neues\/kubanische-behorden-melden-vereitelten-anschlag-von-terroristen-aus-den-usa\">kubakunde.de\/neues\/kubanische-behorden-melden-vereitelten-anschlag-von-terroristen-aus-den-usa<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/de.granma.cu\/cuba\/2023-12-11\/hass-und-terrorismus-gegen-kuba\">de.granma.cu\/cuba\/2023-12-11\/hass-und-terrorismus-gegen-kuba<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] &bdquo;Anders als aus dieser historischen Tradition, f&uuml;r die die Monroe-Doktrin symbolischer Ausdruck ist, l&auml;sst sich die Heftigkeit und Emotionalit&auml;t der amerikanischen Reaktion auf die Ereignisse in Kuba (&hellip;) kaum erkl&auml;ren.&rdquo; (Knud Krakau: Die kubanische Revolution und die Monroe-Doktrin. Frankfurt\/M. 1968:205)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Ein Beispiel f&uuml;r die in dieser Hinsicht selbstherrliche und doppelmoralisch-zynische Au&szlig;enpolitik der USA besteht nun darin, dass sie selbst in allen Kontinenten intervenieren, &ouml;konomisch, politisch, milit&auml;risch und in gewisser Weise auch kulturell. Wenn betroffene Staaten oder Teile jener Bev&ouml;lkerungen dagegen auftreten, wird dies schnell als Terrorismus bezeichnet, unterdr&uuml;ckt und r&uuml;cksichtslos bek&auml;mpft. So verfahren sie auch im eigenen Land, wo kommunistische, sozialistische, sozialdemokratische, generell progressive Parteien, Bewegungen und F&uuml;hrungsfiguren eliminiert wurden, und &ndash; wie der US-Schriftsteller Gore Vidal es ausdr&uuml;ckte &ndash; lediglich &bdquo;eine Partei mit zwei Fl&uuml;geln&ldquo; existiert: die Demokratische und die Republikanische Partei.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Siehe hierzu: Horst Sch&auml;fer (2004): &bdquo;Im Fadenkreuz: KUBA. Der lange Krieg gegen die Perle der Antillen&rdquo; (Berlin: Kai Homilius Verlag)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/CIA_assassination_attempts_on_Fidel_Castro\">en.wikipedia.org\/wiki\/CIA_assassination_attempts_on_Fidel_Castro<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/04-15\/004.php\">jungewelt.de\/2011\/04-15\/004.php<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"https:\/\/home.treasury.gov\/policy-issues\/financial-sanctions\/sanctions-programs-and-country-information\">home.treasury.gov\/policy-issues\/financial-sanctions\/sanctions-programs-and-country-information<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Siehe dazu William M. LeoGrande and Peter Kornbluh: &bdquo;Back Channel to Cuba. The Hidden History of Negotiations between Washington and Havana&rdquo;, University of North Carolina Press 2014<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.rand.org\/pubs\/research_reports\/RR3063.html\">rand.org\/pubs\/research_reports\/RR3063.html<\/a>. In einem Artikel wird dies sehr kurz beschrieben: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2022\/02\/23\/diana-johnstone-us-foreign-policy-is-a-cruel-sport\/\">consortiumnews.com\/2022\/02\/23\/diana-johnstone-us-foreign-policy-is-a-cruel-sport\/<\/a> Den US-Strategen ging und geht es darum, Schw&auml;chen Russlands auszunutzen, Ma&szlig;nahmen zur weiteren Schw&auml;chung durchzuf&uuml;hren, dabei die Kosten f&uuml;r die USA m&ouml;glichst gering zu halten. Nordstream-2, Medienkampagnen sowie Bewaffnung der Ukraine geh&ouml;r(t)en zu dieser Strategie, die nach eigenen Worten, aus der Zeit des Kalten Krieges stammen. Beispiel Ukraine: &bdquo;Providing lethal aid to Ukraine would exploit Russia&rsquo;s greatest point of external vulnerability. But any increase in U.S. military arms and advice to Ukraine would need to be carefully calibrated to increase the costs to Russia of sustaining its existing commitment without provoking a much wider conflict in which Russia, by reason of proximity, would have significant advantages.&ldquo; (<a href=\"https:\/\/www.rand.org\/pubs\/research_briefs\/RB10014.html\">rand.org\/pubs\/research_briefs\/RB10014.html<\/a>). Mit &auml;hnlich aggressiver und zerst&ouml;rerischer Haltung wird der kleine Nachbar Kuba seit nunmehr Jahrzehnten misshandelt.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] W&ouml;rtlich: &bdquo;It is time for us to leave the past behind!&rdquo; Sch&ouml;n fr&uuml;her hatte er bezogen auf Lateinamerika &auml;hnliches konstatiert: &bdquo;I didn&rsquo;t come here to debate the past, I came here to deal with the future &hellip; We must learn from history. But we can&rsquo;t be trapped by it.&rdquo; (April 17, 2009; US-President Barack Obama, meeting of the Organization of American States), <a href=\"https:\/\/www.voanews.com\/a\/obama-to-address-past-future-relations-in-speech-to-cuban-people-\/3248669.html\">voanews.com\/a\/obama-to-address-past-future-relations-in-speech-to-cuban-people-\/3248669.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Zitiert in Helmut Wolfgang Kahn: &bdquo;Helmut Schmidt. Fallstudie &uuml;ber einen Popul&auml;ren&ldquo; (Hamburg: Holsten Verlag 1973), S. 71<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Quelle: <a href=\"http:\/\/de.granma.cu\/reden-des-prasidenten\/2020-09-22\/rede-des-prasidenten-der-republik-kuba-miguel-diaz-canel-bermudez-in-der-generaldebatte-der-75-ordentlichen-sitzung-der-vollversammlung-der-organisation-der-vereinten-nationen\">de.granma.cu\/reden-des-prasidenten\/2020-09-22\/rede-des-prasidenten-der-republik-kuba-miguel-diaz-canel-bermudez-in-der-generaldebatte-der-75-ordentlichen-sitzung-der-vollversammlung-der-organisation-der-vereinten-nationen<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.norman-paech.de\/\">norman-paech.de<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.change.org\/kuba\">change.org\/kuba<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie hei&szlig;t es in Schillers &bdquo;Wilhelm Tell&rdquo; so treffend: &bdquo;Es kann der Fr&ouml;mmste nicht in Frieden leben, wenn es dem b&ouml;sen Nachbar nicht gef&auml;llt.&ldquo; Diese Konstellation ergab sich f&uuml;r die indigenen V&ouml;lker Nordamerikas schon seit der Anlandung wei&szlig;er Europ&auml;er an der Ostk&uuml;ste. So ahnte schon Georg Christoph Lichtenberg: &bdquo;Der Amerikaner, der den Kolumbus zuerst entdeckte,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108781\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":108782,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[20,205,166],"tags":[1276,2004,2102,2529,2175,1792,1368,1216,1556,3154,1019],"class_list":["post-108781","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-landerberichte","category-neoliberalismus-und-monetarismus","category-terrorismus","tag-attentat","tag-castro-fidel","tag-geostrategie","tag-imperialismus","tag-interventionspolitik","tag-kolonialismus","tag-kuba","tag-petitionen","tag-usa","tag-waffenembargo","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/shutterstock_2217427955.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/108781","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=108781"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/108781\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":108863,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/108781\/revisions\/108863"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/108782"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=108781"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=108781"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=108781"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}