{"id":109050,"date":"2024-01-04T08:45:02","date_gmt":"2024-01-04T07:45:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109050"},"modified":"2024-01-04T15:09:24","modified_gmt":"2024-01-04T14:09:24","slug":"polnischer-mdr-journalist-das-oeffentlich-rechtliche-fernsehen-kehrt-zu-seinen-zuschauern-zurueck-zu-seinen-eigentuemern-der-polnischen-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109050","title":{"rendered":"Polnisches TV: Das \u00f6ffentlich-rechtliche Fernsehen kehrt zu seinen Zuschauern zur\u00fcck, zu seinen Eigent\u00fcmern \u2013 der polnischen Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<p>Dank unser aller &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehsender gab es in den Feiertagswochen ein beeindruckendes Nutzererlebnis. Ein MDR-Journalist, geb&uuml;rtig in Polen und somit Kenner seiner Heimat, schilderte in einer Reportage emotional seine Eindr&uuml;cke &uuml;ber einen Vorgang in der Medienlandschaft Polens nach der Wahl. Von einem Tag auf den anderen &auml;nderten sich dort Stil und Inhalt der Hauptnachrichtensendung. Verst&auml;ndlich war, dass der polnische Journalist in deutschen Diensten Freude &auml;u&szlig;erte und zukunftsweisende Worte aussprach, die beinah so klangen, als sollten sie auch f&uuml;r unsere Medien und unsere gespaltene Gesellschaft gelten, die dringend einen Weg der Ann&auml;hrung braucht. Ein Kommentar von <strong>Frank Blenz<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_326\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-109050-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240104-Polnische-TV-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240104-Polnische-TV-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240104-Polnische-TV-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240104-Polnische-TV-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=109050-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240104-Polnische-TV-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240104-Polnische-TV-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Abzuwarten bleibt &uuml;ber eine polnische Medienreform hinaus, ob die neue Regierung letztlich nicht eine &auml;hnlich konservative wie die alte ist, denn mit Blick gen Osten signalisiert der neue Premier Donald Tusk keine &Auml;nderung der unvers&ouml;hnlichen Marschrichtung. Doch zun&auml;chst herrscht Hoffnung.<\/p><p><strong>Ein Versprechen<\/strong><\/p><p>Haben Sie schon mal polnisches Fernsehen (TVP) gesehen? Eine Nachrichtensendung? Im vergangenen Sommer noch wirkte das, als f&auml;nde eine Art Polit-Unterricht f&uuml;r die gesamte Bev&ouml;lkerung statt. Die damals all &uuml;berall herrschende Regierung unter der Fuchtel der PiS hatte wie viele Institutionen auch die Medien im Sack. Nachrichtensprecher klangen so, als geh&ouml;rten sie der Regierungspartei an. Polens Staatsfernsehen TVP wurde schlicht als Propaganda-Sender missbraucht, Hetze gegen Andersdenkende und Minderheiten inklusive. Man bedenke: Polen ist ein katholisches, ein christliches Land. Vor allem erklangen permanent Lobeshymnen auf die Regierung und ihre Arbeit, w&auml;hrend gegen die Opposition heftig ausgeteilt wurde. Dann kam die Wahl, und die regierende PiS wurde nach einiger Verz&ouml;gerung durch eine Dreier-Koalition unter dem neuen Ministerpr&auml;sidenten Donald Tusk abgel&ouml;st. Jetzt nach der Wahl wurde als eine erste Ma&szlig;nahme die Chefetage des TVP ausgetauscht, Standards des unabh&auml;ngigen Journalismus sollen Einzug halten. Aufhorchen lie&szlig; ein Versprechen der Nachrichtenredaktion des TVP, das auch f&uuml;r deutsche Mediennutzer schier wunderbar klingt.<\/p><p>Die neue Nachrichtenredaktion gab ein Versprechen f&uuml;r die Zukunft ab. Das &ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehen kehre zu seinen Zuschauern zur&uuml;ck, zu seinen Eigent&uuml;mern &ndash; der polnischen Gesellschaft. Man wolle alle ansprechen, unabh&auml;ngig von der Weltanschauung, dem Glauben, dem Alter und den pers&ouml;nlichen Interessen. Das &ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehen m&uuml;sse eine Stimme der B&uuml;rger, nicht die der Politiker sein. Unparteilichkeit und Raum f&uuml;r Debatten wurden als Leitwerte genannt. &bdquo;Es wird keinen Platz f&uuml;r P&ouml;beleien, Hetze und Ausgrenzung geben&ldquo;, sagte der neue TVP-Intendant Tomasz Sygut. Stattdessen wolle man die Gemeinschaft st&auml;rken: &bdquo;Wir werden die Menschen einen, nicht spalten.&ldquo; Und der Moderator im Studio forderte die Zuschauer zum Schluss auf: &bdquo;Bitte &uuml;ben Sie ruhig Kritik! Wir werden darauf h&ouml;ren und wenn n&ouml;tig nachbessern. Das versprechen wir Ihnen.&ldquo;<\/p><p>Der polnische Journalist Cezary Bazyd&#322;o von der deutschen Osteuropa-Redaktion des <em>MDR<\/em> &auml;u&szlig;erte im Rahmen seiner Berichterstattung &uuml;ber die Entwicklungen in den Medien seine Hoffnung:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Als polnischer B&uuml;rger hoffe ich, dass diese Versprechen tats&auml;chlich erf&uuml;llt werden. Die Polen haben es verdient, und am 15. Oktober haben sie an den Wahlurnen bei einer Rekordbeteiligung gezeigt, dass sie sich ein anderes, demokratisches Polen w&uuml;nschen. Dazu geh&ouml;rt auch ein unparteiisches &ouml;ffentlich-rechtliches Fernsehen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p><strong>Vorher war TVP gucken fast wie Folter<\/strong><\/p><p>Vorher, in den letzten Jahren, erlebte der MDR-Mann Cezary Bazyd&#322;o wie viele seiner Landsleute den TV-Alltag so:<\/p><blockquote><p>&bdquo;TVP zu gucken, das war in den letzten Jahren eine Qual f&uuml;r mich, fast eine Folter. Das Ausma&szlig; der L&uuml;gen, Tatsachenverdrehungen, Manipulationen, die Lobhudelei gegen&uuml;ber der regierenden PiS-Partei, die hasserf&uuml;llten Kommentare gegen&uuml;ber der Opposition, manchmal auch mit triefendem patriotischen Pathos gepaart, waren kaum zu ertragen. TVP guckte ich nur, wenn ich es aus dienstlichen Gr&uuml;nden tun musste &ndash; oder wenn es w&auml;hrend meiner Polenbesuche irgendwo im Hintergrund zuf&auml;llig lief.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Und tats&auml;chlich, beinah p&uuml;nktlich zu den Feiertagswochen&hellip;<\/p><blockquote><p>&bdquo;Am 21. Dezember schaltete ich aber freiwillig ein &ndash; wie nahezu 4,3 Millionen Polen, von denen viele das Staatsfernsehen wie ich seit Jahren mieden. Die erste Ausgabe der neuen Hauptnachrichtensendung von TVP nach der &Uuml;bernahme des Senders durch die neue F&uuml;hrung wurde ein Hit &ndash; sie zog fast doppelt so viele Zuschauer an wie die alten Nachrichten, die immer mehr Polen nur noch als grobschl&auml;chtige PiS-Propaganda wahrnahmen. Umfragen sprechen hier eine klare Sprache &ndash; w&auml;hrend im Jahr 2012 noch 50 Prozent der Befragten dem Staatsfernsehen TVP vertrauten, hat sich dieser Wert bis zum Ende der PiS-&Auml;ra auf nur noch 25 Prozent halbiert.&ldquo;<br>\n(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/welt\/osteuropa\/politik\/polen-tvp-fernsehen-nachrichten-journalismus-100.html?fbclid=IwAR0IvaFqUED3as0tGW0TJV2chDMlP6W4FS5L8VL5rLOjmOqe0Fw7M-nphl0\">MDR<\/a>)<\/p><\/blockquote><p><strong>Demokratischer Medienumbau &ndash; erst der Anfang f&uuml;r ein gerechteres, besseres Polen?<\/strong><\/p><p>Der einstige EU-Ratspr&auml;sident Donald Tusk ist nun der neue Premier, er tritt seine dritte Amtszeit an. Tusk f&uuml;hrt ein B&uuml;ndnis aus drei Koalitionspartnern an, Baustellen gibt es viele wie die Medien, den Sozialstaat, die Bildung (ein r&uuml;ckw&auml;rtsgewandtes Schulgesetz), ein reaktion&auml;res Abtreibungsgesetz, krasse Regelungen der Migration. Polen hat viele Probleme, eine gro&szlig;e Einkommensungleichheit in der Bev&ouml;lkerung, wenig Toleranz mit Minderheiten, erheblichen Einfluss der Kirche und wenig Kontrolle, undemokratische Institutionen wie Polizei, Kultur, Justiz, ja sogar die Forstbetriebe stehen in der Kritik. Selbst im Verh&auml;ltnis mit der Ukraine, dem freundschaftlich verbundenen und bislang reich mit polnischen R&uuml;stungsg&uuml;tern belieferten Nachbarn, zeigen sich Risse. Wochenlang blockierten und blockieren noch immer polnische LKW-Fahrer Grenz&uuml;berg&auml;nge nach Osten wegen unfairer ukrainischer Transportunternehmen und &uuml;berbordender Getreideexporte des Nachbarn in die EU.<\/p><p>Bei aller Hoffnung der Polen f&uuml;r soziale, gesellschaftliche, wirtschaftliche Wandlungen im eigenen Land: Tusk wird &auml;hnlich wie sein Vorg&auml;nger nach au&szlig;en optisch zwar einen auf europafreundlich machen, daf&uuml;r ist der Mann aus Sopot bei Gda&#324;sk vor einigen Jahren f&uuml;r &bdquo;Verdienste um die europ&auml;ische Integration und um die deutsch-polnische Vers&ouml;hnung&ldquo; mit dem Karlspreis ausgezeichnet worden. Doch seine unmissverst&auml;ndliche Kompromisslosigkeit (und diplomatische Schw&auml;che) gegen&uuml;ber dem weiteren Nachbarn Russland, seine sture Treue zur NATO und den USA (Polen ist Teil der Ostflanke des gro&szlig;en Bruders aus &Uuml;bersee) konterkarieren Worte wie Integration, Verst&auml;ndigung, Vers&ouml;hnung, Nachbarschaft. W&auml;hrend Polens Eliten also weiter in die R&uuml;stung, in Konfrontation, in vorgeblichen Stolz und Borniertheit investieren (und die Ressourcen der B&uuml;rger dazu missbrauchen), fahren Woche f&uuml;r Woche zigtausend polnische Arbeiter als Berufspendler ins westliche Ausland oder als Klein-LKW-Fahrer &uuml;ber europ&auml;ische Autobahnen, um g&uuml;nstig den Warenumsatz der Marktwirtschaft mit am Laufen zu halten. Auf dass sie das teuer und teurer werdende Leben in der Heimat finanzieren &hellip;<\/p><p><strong>Auch die Deutschen verdienten, dass die &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien etwas versprechen<\/strong><\/p><p>Das Versprechen des neuen TVP-Intendanten Tomasz Sygut an die polnischen B&uuml;rger ist kraftvoll und erhellend, kommt man als Deutscher doch sofort darauf, dass es auch und gerade mit unserer bundesrepublikanischen Medienlandschaft als Teil (und Mitverursacher) einer kranken Gesellschaft nicht gut bestellt ist. Nur mal nebenbei, zahlreich sind die Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten &uuml;ber den Zustand der Medien in unserem Land, die belegen, wie gespalten wird, wie ausgegrenzt wird, wie j&auml;mmerlich der Zustand der Demokratie ist, wie arrogant die Regierungssprecher den Medien in der Bundespressekonferenz (keine) Auskunft geben. Noch mal das Versprechen aus Polen als Deutscher betrachtet und kommentiert:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Das &ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehen kehre zu seinen Zuschauern zur&uuml;ck, zu seinen Eigent&uuml;mern &ndash; der polnischen Gesellschaft.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Tats&auml;chlich sind wir, die Bundesb&uuml;rger, die Eigent&uuml;mer und Auftraggeber des &Ouml;RR, die diesen kraftvoll mit Geb&uuml;hren mitfinanzieren. Zahlreich sind die Beschwerden der B&uuml;rger &uuml;ber Programm, Ausgestaltung, Abgehobenheit und Einseitigkeit.<\/p><blockquote><p>Man wolle alle ansprechen, unabh&auml;ngig von der Weltanschauung, dem Glauben, dem Alter und den pers&ouml;nlichen Interessen. Das &ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehen m&uuml;sse eine Stimme der B&uuml;rger, nicht die der Politiker sein.<\/p><\/blockquote><p>Die Worte &bdquo;Stimme der B&uuml;rger, nicht der Politiker&ldquo; geh&ouml;rten ins Stammbuch der Redaktionen der Nachrichtensender, der Bundespressekonferenz, der &bdquo;meinungsf&uuml;hrenden&ldquo; Zeitungen. Nebenbei sollte diese Stimme auch wie die Stimme der B&uuml;rger klingen &ndash; ohne Hicks und fanatische &bdquo;Innen&ldquo;-Formulierungen.<\/p><blockquote><p>Unparteilichkeit und Raum f&uuml;r Debatten wurden als Leitwerte genannt.<\/p><\/blockquote><p>Man stelle sich vor, Sendungen &agrave; la Maischberger, Lanz, Hart aber fair und wie sie alle hei&szlig;en beg&auml;ben sich engagiert auf den Weg der freien, ergebnisoffenen, toleranten Debattenkultur &hellip;<\/p><blockquote><p>&bdquo;Es wird keinen Platz f&uuml;r P&ouml;beleien, Hetze und Ausgrenzung geben&ldquo;, sagte der neue TVP-Intendant Tomasz Sygut. Stattdessen wolle man die Gemeinschaft st&auml;rken: &bdquo;Wir werden die Menschen einen, nicht spalten.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Deutschland befindet sich derzeit immer noch in einer Starre der Ausgrenzung, der Diffamierung dem Mainstream missliebiger Menschen und Meinungen, unsere Gesellschaft wird fortgesetzt, vielf&auml;ltig und infam gespalten.<\/p><blockquote><p>Der Moderator im Studio forderte die Zuschauer zum Schluss auf: &bdquo;Bitte &uuml;ben Sie ruhig Kritik! Wir werden darauf h&ouml;ren und wenn n&ouml;tig nachbessern. Das versprechen wir Ihnen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Man stelle sich vor, Tagesschau-Sprecher formulierten solche Worte &hellip;<\/p><p><strong>Abschlie&szlig;end: zaghafte und doch skandal&ouml;se Versuche der Normalisierung<\/strong><\/p><p>W&auml;hrend Polen sich auf den Weg begibt, vielleicht eine bessere, offene, gerechtere Gesellschaft zu werden und dabei immer noch die Eliten im Weg stehen, ist hierzulande hier und da ein wenig politisches Tauwetter im gesellschaftlichen Leben zu beobachten. Beispiel: Sie kennen doch Nena, die ber&uuml;hmte S&auml;ngerin, deren Hit und, ja, Friedenslied &bdquo;99 Luftballons&ldquo; bis heute aktuell ist. Diese Nena gilt bis heute als eine der K&uuml;nstlerinnen, die den Stempel &bdquo;umstritten&ldquo; tragen, aufgedr&uuml;ckt von den selbst ernannten Nichtumstrittenen in den Medien, in der Veranstalterbranche, in der Politik. Auf Nachrichtenseiten wird bis heute so oder so &auml;hnlich &uuml;ber die S&auml;ngerin geschrieben:<\/p><blockquote><p>Die 63-J&auml;hrige gilt seit der Corona-Pandemie als umstritten. Damals fiel sie unter anderem durch &Auml;u&szlig;erungen gegen die Ma&szlig;nahmen der Bundesregierung und zu Demonstrationen auf. Mehrere ihrer Shows wurden danach abgesagt.<\/p><\/blockquote><p>Doch, welch&rsquo; Ver&auml;nderung geschah jetzt: Nena war tats&auml;chlich Gast der ZDF-Sendung <em>Helene Fischer Show<\/em>. Einerseits wurde dies danach gewohnt boshaft begleitet von Schm&auml;hrufen und H&auml;me in sozialen und professionellen Medien, andererseits lenkt man nun allm&auml;hlich ein. Das geschieht, indem Bef&uuml;rworter, die vor Wochen, Monaten kaum &ouml;ffentlich zitiert worden w&auml;ren, sich &auml;u&szlig;ern d&uuml;rfen. Hier war es der Musikmanager Thomas Stein.<\/p><p>&bdquo;Ein paar Spie&szlig;er regen sich auf und machen aus einer Kleinigkeit ein Monument. Das ist typisch.&ldquo; Fr&uuml;here Aussagen der S&auml;ngerin, wie zum Beispiel die Aufforderung an ihre Fans, sich &uuml;ber die Hygienevorschriften hinwegzusetzen, empfinde er durchaus als &bdquo;ungl&uuml;cklich&ldquo;. Aber dennoch sei Nena eine K&uuml;nstlerin, &bdquo;die Menschen mit ihrer Musik seit langer Zeit viel Freude macht. Wir k&ouml;nnen sie doch jetzt nicht einfach auf Jahrzehnte verbannen.&ldquo; Weiter sagte er: &bdquo;Viele Politiker reden auch jeden Tag dummes Zeug. Ein Auftrittsverbot bekommen sie deswegen auch nicht.&ldquo;<br>\n(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/kultur\/stars\/wirbel-um-zdf-auftritt-koennen-nena-doch-jetzt-nicht-auf-jahrzehnte-verbannen_id_259533012.html\">Focus<\/a>)<\/p><p><strong>&bdquo;Wir k&ouml;nnen sie doch jetzt nicht einfach auf Jahrzehnte verbannen&ldquo;<\/strong><\/p><p>Ja, Herr Stein und all die anderen, die ehrlich oder widerstrebend erkennen, was derlei Verbannung der vergangenen Jahre bis heute angerichtet hat und weiter anrichtet: Wir k&ouml;nnen und d&uuml;rfen keinen Mitb&uuml;rger aus unserer Gesellschaft verbannen. Politiker, die dummes Zeug reden und tun, sollten indes zur&uuml;cktreten.<\/p><p><small>Titelbild: OleksSH\/shutterstock.com<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dank unser aller &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehsender gab es in den Feiertagswochen ein beeindruckendes Nutzererlebnis. Ein MDR-Journalist, geb&uuml;rtig in Polen und somit Kenner seiner Heimat, schilderte in einer Reportage emotional seine Eindr&uuml;cke &uuml;ber einen Vorgang in der Medienlandschaft Polens nach der Wahl. Von einem Tag auf den anderen &auml;nderten sich dort Stil und Inhalt der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109050\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":109051,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,20,41,182],"tags":[313,3041,2669,799,1866,244],"class_list":["post-109050","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-landerberichte","category-medienanalyse","category-medienkonzentration-vermachtung-der-medien","tag-oerr","tag-cancel-culture","tag-leitmedien","tag-polen","tag-tusk-donald","tag-vierte-gewalt"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Shutterstock_2071330619.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/109050","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=109050"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/109050\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":109087,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/109050\/revisions\/109087"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/109051"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=109050"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=109050"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=109050"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}