{"id":109091,"date":"2024-01-05T09:00:36","date_gmt":"2024-01-05T08:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109091"},"modified":"2024-06-20T11:35:34","modified_gmt":"2024-06-20T09:35:34","slug":"von-einem-der-nicht-muede-wird-sich-fuer-frieden-und-voelkerverstaendigung-einzusetzen-und-bruecken-zu-bauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109091","title":{"rendered":"Von einem, der nicht m\u00fcde wird, sich f\u00fcr Frieden und V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung einzusetzen und Br\u00fccken zu bauen"},"content":{"rendered":"<p>Der deutsche S&auml;nger und Poet Tino Eisbrenner hatte im letzten Jahr mit einem bemerkenswerten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97948\">Gastspiel<\/a> f&uuml;r internationales Aufsehen gesorgt. Nach seiner R&uuml;ckkehr aus Russland widmet sich der Berliner K&uuml;nstler seinem umfangreichen k&uuml;nstlerischen wie politischen Schaffen, getreu dem Motto &bdquo;Kultur ist Frieden&ldquo;. Angesichts seines mutigen Engagements kommt man zum Schluss, der zu einer Laudatio passt: Mehr Menschen wie Tino Eisbrenner werden gebraucht in eisigen Zeiten wie jetzt. Und auch das passt zu ihm und zeichnet ihn aus: Tino Eisbrenner blickt trotz allem optimistisch und voller Tatendrang ins neue Jahr 2024. Ein Zwischenruf von <strong>Frank Blenz<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5193\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-109091-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240105_Von_einem_der_nicht_muede_wird_sich_fuer_Frieden_und_Voelkerverstaendigung_einzusetzen_und_Bruecken_zu_bauen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240105_Von_einem_der_nicht_muede_wird_sich_fuer_Frieden_und_Voelkerverstaendigung_einzusetzen_und_Bruecken_zu_bauen_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240105_Von_einem_der_nicht_muede_wird_sich_fuer_Frieden_und_Voelkerverstaendigung_einzusetzen_und_Bruecken_zu_bauen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240105_Von_einem_der_nicht_muede_wird_sich_fuer_Frieden_und_Voelkerverstaendigung_einzusetzen_und_Bruecken_zu_bauen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=109091-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240105_Von_einem_der_nicht_muede_wird_sich_fuer_Frieden_und_Voelkerverstaendigung_einzusetzen_und_Bruecken_zu_bauen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240105_Von_einem_der_nicht_muede_wird_sich_fuer_Frieden_und_Voelkerverstaendigung_einzusetzen_und_Bruecken_zu_bauen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Eisbrenner ganz im Geist von Brandt<\/strong><\/p><p>Altkanzler Willy Brandt w&uuml;rde (lebte er noch) Tino Eisbrenner sicher warmherzig loben, dessen Wirken f&uuml;r V&ouml;lkerverst&auml;ndigung und Frieden, sein diplomatisches Geschick, stets den Dialog am Laufen zu halten, ruhig und sachlich zu argumentieren und auf seine ganz pers&ouml;nliche, vielf&auml;ltige Weise unser Kulturleben, unsere Gesellschaft und die unserer Nachbarn zu bereichern. Der Altkanzler w&uuml;rde in Eisbrenner einen Mitb&uuml;rger erkennen, der eine von Brandts politischen Kernbotschaften in der heutigen Zeit kraftvoll und ausdauernd am Leben erh&auml;lt: &bdquo;Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein.&ldquo; Man stelle sich das mal vor: Willy Brandt formulierte diesen Satz 1969, als gerade gew&auml;hlter Bundeskanzler steckte er eine neue Politik nach innen und au&szlig;en ab, unter anderem auch mit den Worten: &bdquo;Wir wollen mehr Demokratie wagen.&ldquo; Brandt wagte es, den Menschen im Osten die Hand zu reichen und sich gegen den Kalten Krieg zu stemmen. Doch heute, 2023, herrscht wieder Kalter Krieg, schlimmer, es toben hei&szlig;e Kriege auf unserem Planeten.<\/p><p><strong>Kultur ist Frieden<\/strong><\/p><p>Tino Eisbrenner wagt mehr Demokratie, er wagt es, engagiert zu sein, die Hand zu reichen, selbst wenn um ihn herum das Handausschlagen, das Ausgrenzen, das Eskalieren gerade Konjunktur haben. Unter dem Eindruck seiner Reise nach Russland zu einem Liederwettbewerb in Moskau schrieb Eisbrenner auch ein Buch. &bdquo;Kraniche&ldquo;. Was muss das f&uuml;r ein Moment gewesen sein: &bdquo;als von der B&uuml;hne in Moskau die ersten Zeilen des Liedes auf Deutsch erklangen, erhoben sich die Sechstausend im Saal &hellip;&ldquo;<\/p><p>Der Poet und Musiker Eisbrenner kennt Russland, kennt die ehemalige Sowjetunion, die Menschen, seit zig Jahren weilt er regelm&auml;&szlig;ig bei ihnen. In seinem Buch berichtet der K&uuml;nstler von seinen Erlebnissen in 2023, er formuliert seine Gedanken &uuml;ber das Versagen der &bdquo;gro&szlig;en Politik&ldquo;, die gerade wenig, zu wenig f&uuml;r den Frieden unternimmt. Tino Eisbrenner findet, dass darum umso deutlicher, mutiger, engagierter die Kultur, die Kunst V&ouml;lker verbinden muss. Er l&auml;sst Taten folgen. So trat Eisbrenner mit der Buchautorin Karin Ha&szlig; auf, die ihre Geschichte langer Jahre in Russland in &bdquo;Mein Dorf in Sibirien &ndash; Die Liebe und der Krieg&ldquo; aufschrieb. Unter dem Titel &bdquo;Musik statt Krieg&ldquo; sorgte Eisbrenner mit seinen Songs f&uuml;r die akustische wie lyrisch-politische Begleitung.<\/p><p>Eisbrenner stemmt sich, wo immer er auftritt und agiert, sich zu Wort meldet, gegen die gegenw&auml;rtige Eskalation. Ja, um unsere Welt werden Z&auml;une, wenn nicht Mauern errichtet. Zu einen, zu beruhigen, zu moderieren, aufeinander zuzugehen, ist nicht angesagt &ndash; in der gro&szlig;en Politik. Sie schraubt lieber, von Interessen geleitet (wessen Interessen werden da eigentlich vertreten?), an der Eskalationsspirale. Unsere Welt wird in Schwarz und Wei&szlig; eingeteilt. Wir (also die Deutschen und ihre Verb&uuml;ndeten) sind die Freunde, die Guten. Im Osten dagegen sind die B&ouml;sen, dort ist der Feind, konkret der Russe. Ein ganzes Land, ein ganzes Volk, die Russen werden zum Feind erkl&auml;rt. Das gr&ouml;&szlig;te Land der Welt z&auml;hlt nicht mehr zu unserer Werte-Gemeinschaft. Gerade wurde ein neues &bdquo;Sanktionspaket&ldquo; geschn&uuml;rt. Weihnachtspakete aus Russland sind verboten, Diamanten made in Russia ebenso. Dass russische Sportler 2024 nach Beschluss des IOC unter neutraler Flagge zur Olympiade in Paris antreten d&uuml;rfen, sorgt bei den Eskalierern f&uuml;r Schaum vor dem Mund.<\/p><p><strong>Worte f&uuml;r Frieden, Verst&auml;ndigung, Hoffnung<\/strong><\/p><p>Mitten in seiner Konzert-Tour zur Weihnachtszeit bitte ich Tino um eine Stellungnahme, einen Ausblick f&uuml;r das neue Jahr.<\/p><p>O-Ton:&hellip;<\/p><blockquote><p>&bdquo;Lieber Frank und liebe Leser der NachDenkSeiten!<\/p>\n<p>Danke der Nachfrage. Ich hatte nat&uuml;rlich ein sehr turbulentes Jahr, denn sp&auml;testens nach meinem Festivalauftritt im Mai, bis hin zur Ver&ouml;ffentlichung meines Buches &bdquo;Kraniche &ndash; Shuravli&ldquo;, hat sich mir vieles verdeutlicht, was ich vorher nur unterbewusst wahrgenommen habe. Vorausschicken darf ich meine Beobachtung, dass sich immer mehr Wahrheit im Zusammenhang mit unserem &bdquo;Lieblingskrieg&ldquo; in der Ukraine ihren Weg bahnt &ndash; was allerdings auch eine zunehmende Aggressivit&auml;t derer provoziert, denen die Wahrheit Schwierigkeiten machen w&uuml;rde. Sei es, weil sie dann Verantwortung f&uuml;r politische Fehleinsch&auml;tzungen und -entscheidungen tr&uuml;gen. Sei es, weil sie eingestehen m&uuml;ssten, von dieser Sache nichts verstanden zu haben. Sei es, weil sie zu gern das alteingepflanzte Feindbild Russland best&auml;tigt behalten w&uuml;rden.<\/p>\n<p>Sogar der Fraktionsvorsitzende der Selenskij-Partei, Dawyd Arachamija, erkl&auml;rte vor ein paar Wochen, dass Russland bei den Friedensverhandlungen in Istanbul, im Fr&uuml;hjahr 2022 &ndash; also schon kurz nach Beginn dessen, was Russland als milit&auml;rische Operation gedacht und bezeichnet hatte &ndash; den Krieg beenden wollte unter der Bedingung, dass Kiew Neutralit&auml;t und keinen NATO-Beitritt garantieren w&uuml;rde! Der englische Premier Johnson hat das damals regelrecht verboten, die Verhandlungen wurden abgebrochen und der Krieg durch milit&auml;rische Konditionierung der Ukraine erstmal zu einem wirklichen Krieg gemacht, obwohl es bis heute weder von russischer noch von ukrainischer Seite eine Kriegserkl&auml;rung gibt. Die USA jedenfalls m&uuml;ssen sich vorkommen wie das tapfere Schneiderlein &ndash; sieben auf einen Streich. Russland schw&auml;chen, Deutschland schw&auml;chen und damit auch Europa, in der Ukraine absahnen, das Verh&auml;ltnis Deutschland-Russland nachhaltig zerschlagen, Abh&auml;ngigkeiten von der US-Wirtschaft schaffen, damit die eigene wirtschaftliche Pleite abfedern, eigene Kriegsverbrechen in die Vergessenheit beamen, moralisch und ideologisch als Sieger operieren &hellip; Und unser ferngesteuerter politischer Propagandaapparat hat l&auml;ngst erreicht, dass die Wahrheitsver&auml;chter da gar nicht erst nachfragen oder hinsehen.<\/p>\n<p>Und damit zu mir! Ein, wie ich dachte, befreundeter Westkollege ist mit Leib und Seele &uuml;berzeugt davon, dass Putin (Zitat) &bdquo;der gr&ouml;&szlig;te Kriegsverbrecher seit Hitler&ldquo; und meine dortige &bdquo;Anbiederei widerlich&ldquo; sei! Vergessen sind also Vietnam oder der Irak &ndash; hat geklappt! Ein noch mehr und l&auml;nger, wie ich dachte, befreundeter Ostkollege, f&uuml;hlt sein Herz nicht mehr und sortiert &bdquo;seinen Freund Tino&ldquo; und dessen Familie, bei der er h&auml;ufig genug zu Gast war, ohne ein einziges Wort einfach aus. Aber da bin ich kein Einzelfall. Im jahrelang ma&szlig;gebenden &bdquo;Theater am Rand&ldquo; zum Beispiel standen sich die politischen Ansichten und Handlungen der beiden gleichberechtigten Gr&uuml;nder und Protagonisten pl&ouml;tzlich scheinbar so gegens&auml;tzlich gegen&uuml;ber, dass einer der beiden f&uuml;r sich keine andere Idee mehr hatte, als den anderen aus seinem eigenen Theater zu verbannen und auch gleich alle anderen K&uuml;nstler, die mit dem ungeliebten &bdquo;Querdenker&ldquo; in verschiedenen Projekten musizieren. Ganz wie das noch bekanntere Beispiel des Pianisten und Dirigenten Justus Frantz, der auf das von ihm selbst etablierte und geleitete Schleswig-Holstein Festival nicht mehr eingeladen wird, weil er im Juni als Juror am legend&auml;ren Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau teilnahm, dem wohl weltweit bedeutendsten und traditionsreichsten Klassikwettbewerb &uuml;berhaupt. Und noch eine andere Facette tut sich auf. Seit 2022 habe ich drei Musiker verloren, die zwar nicht in allen meinen politischen Ansichten gegenteilige Positionen haben, aber doch zu gro&szlig;e Bef&uuml;rchtungen, man k&ouml;nnte sie in Sippenhaft nehmen, wenn sie weiter mit Eisbrenner musizieren. So wie es mir selbst nun bis auf Weiteres im &bdquo;Theater am Rand&ldquo; geht, das ich wohlgemerkt mit meinen Konzerten immer sehr gut gef&uuml;llt habe. Veranstalter riefen mich in diesem Jahr an, um mir zu sagen, dass sie Angst h&auml;tten, die Subventionen einzub&uuml;&szlig;en, wenn sie Eisbrenner auf den Spielplan setzten, andere antworten nicht mehr auf die j&auml;hrlichen Offerten meines B&uuml;ros. So sieht die eine Seite der Medaille aus.<\/p>\n<p>Aber nun endlich auch ein Wort zu der anderen Seite. Seit Jahren bin ich mit meinem Slogan &bdquo;Musik statt Krieg&ldquo; in vielen L&auml;ndern unterwegs. Seit ich im Mai an &bdquo;Doroga na Yaltu&ldquo; teilgenommen und den zweiten Platz belegt habe, was sich in Deutschland in f&uuml;r mich unfassbarem Ausma&szlig; herumgesprochen hat, bekomme ich jeden einzelnen Tag Briefe und Mails von Menschen meines Heimatlandes, die sich bei mir bedanken und mir Kraft und Mut w&uuml;nschen. Viele erz&auml;hlen mir dabei aus ihren Biographien, f&uuml;hlen sich durch meine Arbeit in ihren Ansichten best&auml;rkt, durch meine Konzerte oder B&uuml;cher informiert, aufgekl&auml;rt und vor allem mitgenommen in eine kulturelle Welt, &uuml;ber die uns hier keiner mehr etwas erz&auml;hlen will. Mein Programm &bdquo;PUSCHKIN&ldquo;, das ich seit Anfang des Jahres, mit einem Freund Tobias Morgenstern am Akkordeon, in die Welt trage, hatte &uuml;berall ausverkaufte H&auml;user, und so wird es 2024, anl&auml;sslich Puschkins 225. Geburtstag, auch weitergehen. Da sieht man, es gibt auch die anderen Veranstalter, die zum Teil sogar jetzt erst auf mich aufmerksam wurden und, indem sie mich engagieren, ihr eigenes Statement formulieren. Die Menschen blicken mit Emp&ouml;rung auf den Abriss von Puschkin-Denkm&auml;lern, auf die Tilgung russischer Autoren aus Universit&auml;tslehrpl&auml;nen oder Theaterspielpl&auml;nen, auf das Verbot von russischen Autonummern auf unseren Stra&szlig;en oder das von russischen und sowjetischen Fahnen bei sowjetischen Denkm&auml;lern am Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus. Auch die F&auml;lschung unserer eigenen Geschichte werden wir Menschen nicht mehr lange ertragen. Pl&ouml;tzlich lehrt man unsere Kinder in der Schule, dass der erste Weltkrieg nur ausgebrochen sei, weil Russland schlussendlich auch mobil gemacht habe. Dass Ernst Th&auml;lmann Schuld tr&uuml;ge am &bdquo;Wahlsieg Hitlers&ldquo; und somit am Zweiten Weltkrieg, weil er sich mit den (opportunistischen) Positionen der SPD nicht gemein machen und ein B&uuml;ndnis schmieden wollte. Abgesehen davon, dass Hitler damals nicht gew&auml;hlt wurde, sondern das Zepter von Hindenburg weitergereicht bekam, wird hier versucht, auch die Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung umzuschreiben und noch auf das Grab ihrer ermordeten Helden zu pissen. Aber die Menschen werden das weder glauben noch dulden, und die Herrschaften, die es derzeit initiieren, gehen f&auml;lschlich davon aus, dass ihnen die Deutungshoheit ewig erhalten bleibt oder gar das Geschichtswissen der internationalen Gemeinschaft auszul&ouml;schen vermag.<\/p>\n<p>Der gesellschaftlichen Depression in Deutschland, gemacht aus Wirtschaftskrisen, Meinungsdiktatur, Kriegsgeschrei, politischer Dummheit und staatlich legitimierten Kulturverboten der letzten Jahre, wird ein Aufbegehren folgen. Gerade entsteht mit dem BSW eine neue politische Kraft in Deutschland, der wir, meiner Meinung nach, unsere Hilfe anbieten m&uuml;ssen, weil sie mindestens Chancen birgt. Erstens, das Nein gegen die kriegsbesoffene und wirtschaftliche Harakiri-Politik der Ampel weder nur von rechts zu h&ouml;ren noch permanent als rechts eingeordnet zu sehen. Zweitens, Menschen, die f&uuml;r dieses Nein inzwischen rechts w&auml;hlen, obwohl sie links denken, zur&uuml;ckzuholen. Das w&auml;re f&uuml;r den Anfang schon mal alle Unterst&uuml;tzung wert, meine ich, obwohl ich grunds&auml;tzlich der Ansicht bin, dass das alte Parteiensystem ausgedient hat, weil es viel zu viele Fronten bildet, wo eigentlich Schnittmengen w&auml;ren!<\/p>\n<p>Ganz abgesehen von Parteipolitik entsteht zum Gl&uuml;ck seit 2020 noch etwas anderes, n&auml;mlich ein neues Bewusstsein f&uuml;r ein menschenw&uuml;rdiges Miteinander. Wir haben gelernt, dass Ausgrenzung in die gesellschaftliche Depression f&uuml;hrt. Nun sind wir dabei zu lernen, wie wir menschliche Gemeinschaft, Verst&auml;ndnis, Toleranz und Solidarit&auml;t, &uuml;brigens auch mit anderen Lebewesen unserer Erde, neu erf&uuml;hlen, strukturieren und leben k&ouml;nnen. Dazu braucht es eben jenes Erkennen von Schnittmengen in den N&ouml;ten, Ansichten und Hoffnungen. Braucht es den unbedingten Willen zum kleinen und gro&szlig;en Frieden &ndash; nicht Cancel Culture. Braucht es kulturelle Begegnungen im Alltag wie auch &uuml;ber alle Grenzen hinweg. Kultur ist immer die letzte Br&uuml;cke gewesen und wird immer wieder die erste Br&uuml;cke sein. Wenn wir ablehnen, sie zu betreten, werden wir untergehen, alle miteinander. Wenn wir sie aber erhalten, ehren, sch&uuml;tzen und pflegen, werden wir immer einen letzten Pfad finden, aufeinander zuzugehen. Dieser &Uuml;berzeugung werde ich auch 2024 folgen und ich bin keineswegs allein. Frohe Festtage und ein gesundes neues Jahr. Tino E.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p><strong>Eisbrenner, der Eis-Auftauer<\/strong><\/p><p>Eisbrenner k&ouml;nnte auch &bdquo;der Mann, der in Eiszeiten Br&uuml;cken baut und sich f&uuml;r ein politisches Tauwetter einsetzt&ldquo;, hei&szlig;en. Gerade bekommt man schnell ein Visum nach Russland, allein: In das &ouml;stliche Nachbarland Europas zu reisen, ist derzeit noch eine umst&auml;ndliche Angelegenheit, berichtet Eisbrenner.<\/p><p>Als Preistr&auml;ger 2023 wird er sich auch weiterhin f&uuml;r die deutsche Beteiligung am Festival in Moskau engagieren. Die Aufgabe ist bekannt: russische\/sowjetische Lieder aus dem oder &uuml;ber den Gro&szlig;en Vaterl&auml;ndischen Krieg (22. Juni 1941 bis 9. Mai 1945) interpretieren, und zwar in der jeweiligen Landessprache.<\/p><p><strong>NDS-Artikel zu Tino Eisbrenner:<\/strong><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97948\">Dann kam die Preisverk&uuml;ndung: &bdquo;Zweiter Platz &ndash; Tino Eisbrenner, Germania!&ldquo;<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99214\">&bdquo;Wir m&uuml;ssen wieder lernen, wie man Frieden schlie&szlig;t&ldquo;<\/a><\/p><p><small>Titelbild: &copy; privat<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der deutsche S&auml;nger und Poet Tino Eisbrenner hatte im letzten Jahr mit einem bemerkenswerten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97948\">Gastspiel<\/a> f&uuml;r internationales Aufsehen gesorgt. Nach seiner R&uuml;ckkehr aus Russland widmet sich der Berliner K&uuml;nstler seinem umfangreichen k&uuml;nstlerischen wie politischen Schaffen, getreu dem Motto &bdquo;Kultur ist Frieden&ldquo;. Angesichts seines mutigen Engagements kommt man zum Schluss, der zu einer Laudatio passt:<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109091\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":99215,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,198,170,917],"tags":[329,3041,3475,3260,1120,259],"class_list":["post-109091","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-einzelne-politiker-personen-der-zeitgeschichte","category-friedenspolitik","category-kultur-und-kulturpolitik","tag-brandt-willy","tag-cancel-culture","tag-eisbrenner-tino","tag-feindbild","tag-friedensbewegung","tag-russland"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/photo_2023-06-11_18-34-31-3.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/109091","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=109091"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/109091\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":109219,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/109091\/revisions\/109219"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/99215"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=109091"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=109091"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=109091"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}