{"id":109212,"date":"2024-01-08T09:00:27","date_gmt":"2024-01-08T08:00:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109212"},"modified":"2024-01-08T09:37:34","modified_gmt":"2024-01-08T08:37:34","slug":"wohin-soll-die-reise-gehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109212","title":{"rendered":"Wohin soll die Reise gehen?"},"content":{"rendered":"<p>Unterschiedliche politische Lager sch&auml;tzen ein, dass sich die Welt in einer &bdquo;&Auml;ra globaler Ver&auml;nderungen&ldquo; befindet, wie es sie seit einem Jahrhundert nicht mehr gegeben hat. Nicht alle sagen aber, in welche Richtung die Reise geht. Trotz Antikommunismus, Antisowjetismus, Russophobie, trotz R&uuml;ckschl&auml;gen k&ouml;nnen wir heute feststellen: Vor 100 Jahren gab es noch keine VR China, es gab auch kein Indien. Es gab keine unabh&auml;ngigen afrikanischen Staaten. Es gab &bdquo;Europa&ldquo; und die Kolonialreiche seiner M&auml;chte sowie die aufstrebenden USA, die die Weltkriege genutzt haben, um ihre weltweite Herrschaft aufzubauen. Die Wende wurde 1917 von der Oktoberrevolution in Russland eingeleitet. Von <strong>Prof. Dr. Anton Latzo<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nNach der Zerschlagung der Sowjetunion und der Niederlage des Sozialismus in Europa sind die aktuelle internationale Lage und ihre Entwicklung tats&auml;chlich schwer berechenbar &ndash; wie lange nicht. Die Ursache: Die USA und die ehemaligen europ&auml;ischen M&auml;chte haben sich f&uuml;r den Kampf gegen den gesellschaftlichen Fortschritt entschieden. F&uuml;r sie wurde der Kampf um Hegemonie zum Leitstern! Diesen Kampf tragen sie auch gegeneinander aus. Daf&uuml;r f&uuml;hrten und f&uuml;hren sie Kriege, Weltkriege! Wir mussten ein Jahrhundert voller Kriege erleben. Zwei davon, die beide von Deutschland ausgingen, waren Weltkriege. Und Deutschland erlebte dabei zwei Niederlagen.<\/p><p>Jetzt n&auml;hern wir uns der Beendigung der Hegemonie der USA in weiten Teilen der Welt. Ein wesentliches Charakteristikum der neuesten Zeit besteht darin, dass der Wunsch nach Erhaltung der hegemonialen Zust&auml;nde weiter besteht, dass aber der Widerspruch zwischen den Zielen der imperialistischen Strategie und Politik und den materiellen und politischen M&ouml;glichkeiten zu ihrer Verwirklichung immer offensichtlicher wird.<\/p><p>F&uuml;r die n&auml;chste Zeit bleiben die USA die Hauptkraft des Imperialismus. Aber die Zeit der absoluten Dominanz des USA-Imperialismus geht trotzdem dem Ende entgegen. Die grundlegenden Widerspr&uuml;che im System und auseinanderstrebende Interessen und Tendenzen mindern die F&auml;higkeit der USA, die Kontrolle auf Dauer zu behalten.<\/p><p>Dies ist ein wesentliches Kennzeichen, das den Beginn eines Prozesses in der Ver&auml;nderung des internationalen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisses zugunsten der antiimperialistischen und national-progressiven Kr&auml;fte markiert (VR China, BRICS, junge Nationalstaaten) &ndash; trotz weiter bestehender Gefahren und Probleme.<\/p><p><strong>Richtungen<\/strong><\/p><p>Das neueste verteidigungspolitische USA-Strategiepapier<em> National Defense Strategy (NDS)<\/em> orientiert zwar in erster Linie auf die Auseinandersetzung mit der VR China als &bdquo;der wichtigste strategische Konkurrent f&uuml;r das kommende Jahrzehnt (&bdquo;the most consequential strategic competitor for the coming decade&ldquo;). Die gr&ouml;&szlig;te destabilisierende Wirkung d&uuml;rfte aber in n&auml;chster Zeit davon ausgehen, dass die USA und ihre Vasallen in der NATO und EU nach wie vor das Ziel verfolgen, zuerst Russland eine strategische Niederlage zuzuf&uuml;gen. Sie wollen auch seine derzeitige Staatlichkeit zerschlagen, um dann ungehinderter gegen die VR China kreisf&ouml;rmig vorgehen zu k&ouml;nnen. Die Wahrscheinlichkeit milit&auml;rischer Konflikte ist dabei sehr gro&szlig;.<\/p><p>Zugleich ist nicht zu erwarten, dass die USA in &uuml;berschaubarer Zeit freiwillig im Kampf um die Erhaltung ihrer globalen Hegemonie nachlassen werden. Sie wollen bestimmender Machtfaktor im imperialistischen Bereich und geopolitisch ein Hegemon bleiben.<\/p><p>Dazu haben sie die imperialistische Globalstrategie ausgearbeitet. Sie ist darauf gerichtet, die dem Imperialismus verbleibenden weltpolitischen Positionen unter allen Umst&auml;nden zu erhalten, die verlorenen zur&uuml;ckzugewinnen, den objektiven Entwicklungsgang der Menschheit aufzuhalten. Die Politik zur Verwirklichung dieser Ziele ist und kann demzufolge nur reaktion&auml;r und aggressiv &ndash; im Inneren und nach au&szlig;en &ndash; sein. Sie schlie&szlig;t dabei den Einsatz von Gewalt nicht aus.<\/p><p>Seit der Zerschlagung der Sowjetunion und der Niederlage des Sozialismus in Europa hat sich die Tendenz verst&auml;rkt, die Verwirklichung dieser Ziele durch den Einsatz milit&auml;rischer Mittel, durch kriegerische Konfliktl&ouml;sungen anzustreben. Beispiele daf&uuml;r reichen von den Aggressionen gegen Jugoslawien, Libyen, Syrien, &uuml;ber die Ukraine bis zum Dauerkrieg Israels zur Vertreibung des pal&auml;stinensischen Volkes.<\/p><p>Diese Ziele sollen, entsprechend den Triebkr&auml;ften im Imperialismus, dem daraus resultierenden Willen der m&auml;chtigsten imperialistischen Macht unter der weltweiten und alleinigen Hegemonie der USA gestaltet werden. Man strebt eine Gesellschaft an, die &ouml;konomisch weltweit als Reich der internationalen Konzerne und Finanzen funktioniert. Die machtpolitischen imperialistischen Interessen werden wohl &uuml;berwiegend von der USA-Milit&auml;rmacht mit Hilfe der NATO und dem &bdquo;willigen Europ&auml;er&ldquo; exekutiert.<\/p><p><strong>Bedingungen<\/strong><\/p><p>Das geschieht aber zunehmend unter Bedingungen, die vom Wirken der grundlegenden Widerspr&uuml;che der Epoche bestimmt werden. Die Niederlage des Sozialismus hat den Charakter, den Hauptinhalt und die grundlegenden Tendenzen der Geschichtsepoche nicht ver&auml;ndert, aber verlangsamt. Das Wirken der Gesetze der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft kann aber nicht au&szlig;er Kraft gesetzt werden. Diese Gesetze wirken letztendlich objektiv. Internationalisierung ist ein solcher Prozess, und er bringt Bedingungen hervor, deren Beachtung lebenswichtig ist. Die Ursache f&uuml;r die K&auml;mpfe und Kriege liegt nicht in der Internationalisierung, sondern in deren Missbrauch. Der sich auf ihrer Grundlage entfaltende Konkurrenzkampf und die davon bestimmte Politik sind durch erh&ouml;hte Aggressivit&auml;t und durch zunehmende Bereitschaft, die &ouml;konomischen und politischen Ziele mit Mitteln der Gewalt, einschlie&szlig;lich milit&auml;rischer Gewalt, durchzusetzen.<\/p><p>Dementsprechend kann man Politik, einschlie&szlig;lich Au&szlig;enpolitik, nicht nach dem Motto machen: drischst du meinen Esel, dresche ich deinen Esel. Der Imperialismus ist ein Gewebe wie ein Spinnennetz. Man muss erst die F&auml;den zerschneiden, ehe man an den Kern kommt &ndash; dorthin, wo die Spinne sitzt. Erst dann kann man sie beseitigen.<\/p><p>Die Ber&uuml;cksichtigung solcher Aspekte bei der Beurteilung der internationalen Vorg&auml;nge ist eine objektive Notwendigkeit.<\/p><p>Angesichts der Kompliziertheit, der Widerspr&uuml;chlichkeit der Prozesse ist das klare Erkennen der objektiven sozial-&ouml;konomischen Grundprozesse der Entwicklung der Menschheit, der objektiven Widerspr&uuml;che, die daraus erwachsen, eine grundlegende Voraussetzung f&uuml;r<\/p><ol>\n<li>jede realistische, progressive, Frieden schaffende Positionsbestimmung und<\/li>\n<li>f&uuml;r die Erarbeitung einer politischen Strategie, auf deren Grundlage friedliche Bedingungen hergestellt bzw. erhalten werden k&ouml;nnen.<\/li>\n<\/ol><p>Unser Ziel muss deshalb sein: gegen R&uuml;stung, Krieg und Menschenhass mobilisieren. Wir m&uuml;ssen aber ebenso aufkl&auml;ren &uuml;ber die Kr&auml;fte und &uuml;ber diejenigen Verh&auml;ltnisse, die ein Interesse an Profit, Expansion, an Herrschaft und Krieg haben bzw. dieses immer wieder reproduzieren. Wir m&uuml;ssen verst&auml;rkt ihre Ziele entlarven und die Wege, die sie gehen, aufdecken.<\/p><p>Wir leben aber in einer Situation, in der bewusstes, von Vernunft und Verantwortungsbewusstsein gepr&auml;gtes Handeln Mangelware ist. Vielmehr sind wir mit einer Wirklichkeit der &bdquo;spontanen&ldquo; Bewegungen konfrontiert, die auch noch als Demokratie ausgegeben werden. So spontan sind sie aber gar nicht.<\/p><p>&bdquo;<strong>Ordnung aus dem Chaos&ldquo;<\/strong><\/p><p>In den USA wurde schon in den 1970er-Jahren das Konzept &bdquo;Die Ordnung aus dem Chaos&ldquo; entwickelt. Seit den 1980er-Jahren wurden in diesem Rahmen aktiv Technologien der Destabilisierung des &ouml;konomischen und gesellschaftliche Lebens in L&auml;ndern umgesetzt, an denen die USA besonderes Interesse haben und die sich mehrheitlich &ndash; aber nicht nur &ndash; im politisch entgegengesetzten Lager befinden. Mit der Zunahme der Widerspr&uuml;che und der ungleichm&auml;&szlig;igen Entwicklung in und zwischen den L&auml;ndern verst&auml;rkt sich die Tendenz, diese Strategie auch im Verh&auml;ltnis der USA zu B&uuml;ndnispartnern und ausgesprochenen Vasallen anzuwenden. Die BRD bildet dabei keine Ausnahme!<\/p><p>Die Regisseure des &bdquo;Chaos&ldquo; sorgten und sorgen daf&uuml;r, das Chaos unter Kontrolle zu halten und dabei eine &bdquo;neue Ordnung&ldquo; zu schaffen, die auf einseitige, parteiische Durchsetzung der eigenen Interessen ausgerichtet ist. Unabh&auml;ngig von konkreten Regionen werden dabei folgende Elemente genutzt: Informationskriege, Cyberattacken und Spionage, korrupte Regierungen bzw. Regierungsmitglieder, Sch&uuml;ren nationaler und religi&ouml;ser Konflikte, Sektenbildung, Verbreitung von L&uuml;gen und Aush&ouml;hlung nationaler und kultureller Grundlagen der V&ouml;lker.<\/p><p>Ziel der <strong>&bdquo;weichen Aggression&ldquo;<\/strong> ist die Umwandlung unbequemer Staaten, ihres gesellschaftlichen und politischen Systems, die Umgestaltung des Massenbewusstseins, die Ausschaltung der Bereitschaft der Menschen zum Widerstand und zur Selbstorganisation, Formierung einer Gesellschaft mit &bdquo;gel&ouml;schtem Erinnerungsverm&ouml;gen&ldquo;. Zu diesem Zweck wird eine umfassende, gezielte Arbeit zur Auswechslung der Kultur- und Wertecodes der Bev&ouml;lkerung ganzer L&auml;nder durchgef&uuml;hrt, verlogene Werte werden verbreitet bzw. aufgezwungen. Aus dem Bewusstsein der Menschen sollen jene Ideen verbannt werden, die f&uuml;r die Ganzheit des sozialen Systems zust&auml;ndig sind. Dazu werden organisatorische Strukturen wie NGOs in Gestalt von z. B. Soros-Stiftungen, Pseudo-Denkfabriken geschaffen, die inhaltliche &bdquo;Konzepte&ldquo; f&uuml;r Institutionen, staatliche Organe, Bildungseinrichtungen, Kultureinrichtungen erarbeiten, durch die Medien verbreiten und durch &bdquo;spontane&ldquo; Aktionen umsetzen lassen. So wird die Aush&ouml;hlung der kulturellen und zivilisatorischen Fundamente der humanistischen Gesellschaft vorangetrieben und die Formierung einer allgemeinen politischen Impotenz vollzogen.<\/p><p>All das ist nichts anderes als ein 100-prozentiger <u>informatorischer, psychologischer Weltkrieg gegen die Menschheit!<\/u> Die Bedeutung solcher ideologischen Kriegf&uuml;hrung d&uuml;rfte in der kommenden Periode noch weiter an Intensit&auml;t und Breite zunehmen!<\/p><p><strong>Zielland BRD<\/strong><\/p><p>Es ist von zunehmender Bedeutung, zu ber&uuml;cksichtigen, dass die &bdquo;Zeitenwende&ldquo; in einer solchen Situation verk&uuml;ndet wurde. Die BRD ist aber nicht nur Zielgebiet f&uuml;r diesbez&uuml;gliche Aktivit&auml;ten der USA-Regierung. Das Kapital finanziert die deutsche Regierung, lenkt Regierungsmitglieder, Stiftungen und Medien, um in der BRD selbst eine solche Strategie als Kopie durchzusetzen.<\/p><p>Ist es zum Beispiel Zufall, dass eine deutsche Au&szlig;enministerin &ndash; nicht nur einmal &ndash; verk&uuml;ndete, &bdquo;wir&ldquo;, also die USA und Vasallen &ndash; einschlie&szlig;lich BRD-Regierung &ndash; in und au&szlig;erhalb der EU, &bdquo;k&auml;mpfen einen Krieg gegen Russland und nicht gegeneinander&ldquo;? Die Au&szlig;enministerin eines Landes spricht aber bekanntlich nicht als Privatperson! Sie spricht im Namen der Regierung, die, wie man den Menschen erkl&auml;rt, gew&auml;hlt wurde, um die Interessen des deutschen Volkes zu vertreten. 1945, nach der Niederlage im Vernichtungskrieg des deutschen Faschismus gegen die Sowjetunion, hat sich dieses Volk geschworen:<strong> Nie wieder Krieg!<\/strong><\/p><p>Die Au&szlig;enministerin in der von Sozialdemokraten gef&uuml;hrten Regierung erkl&auml;rt aber, dass Russland auf dem Schlachtfeld vernichtet und mit Sanktionen in den Ruin getrieben werden m&uuml;sse. Mit ideologischer Unterwanderung will man gleichzeitig allseitiges Chaos schaffen, damit der Durchblick der Menschen in die politischen, &ouml;konomischen und gesellschaftlichen Vorg&auml;nge verbaut und allseitige Orientierungslosigkeit geschaffen wird. Die Au&szlig;enministerin will &ndash; ohne den geringsten Widerspruch ihres Regierungschefs &ndash; den<strong> Sieg &uuml;ber Russland<\/strong>.<\/p><p>Die Gef&auml;hrlichkeit der Situation besteht auch darin, dass die deutsche Au&szlig;enministerin (in US-amerikanischem Auftrag) gleichzeitig als unf&auml;hig dargestellt und l&auml;cherlich gemacht wird. Damit lenkt man aber davon ab bzw. vertuscht und verdr&auml;ngt man, dass sie ja eigentlich die Wahrheit sagt!<\/p><p>Das Problem Krieg\/Frieden, das ja die Grundfrage unserer Epoche ist, erscheint pl&ouml;tzlich als Gegenstand der Satire. Die Menschen besch&auml;ftigen sich lieber mit Satire und nicht mit dem Problem! Das ist gef&auml;hrlich, weil oft und f&uuml;r viele nur schwer durchschaubar!<\/p><p><strong>Milit&auml;rische Expansion zur F&uuml;hrungsrolle<\/strong><\/p><p>Ein anderer Bestandteil des Konzepts ist die Verf&auml;lschung der Geschichte! Mitte Dezember 2023 weilte der SPD-Verteidigungsminister in Litauen. Es ging um nicht mehr und nicht weniger als um &bdquo;die dauerhafte Stationierung von Truppen in Litauen&ldquo;. Es geht aber um<strong> deutsche Soldaten!<\/strong> <strong>Die Bundeswehr errichtet einen st&auml;ndigen Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt im Ausland, zum ersten Mal <\/strong>nach dem Zweiten Weltkrieg und nach dem <strong>Potsdamer Abkommen<\/strong>, in dem die Alliierten gemeinsam die Bedingungen festgelegt haben, damit von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen kann. Militarisierung der Au&szlig;enpolitik sollte es nie wieder geben.<\/p><p>Die BRD stationiert <strong>schon wieder <u>dauerhaft<\/u> Truppen im Ausland! <\/strong>Und es wird betont:<strong> erstmalig!<\/strong> Also, wann kommt die Fortsetzung? Denn wo das geschehen wird, das kann man schon wissen: an der jetzigen Grenze zu Russland, die nach Eindringen der NATO nach Osteuropa geschaffen wurde, indem der sowjetische Staat zerschlagen wurde. Deutsche Truppen waren aber dort sowohl schon Ende 1914 als auch 1938 und auch 1941 stationiert. Was daraus wurde, will man offensichtlich vergessen machen.<\/p><p>Ganz im Sinne der Theorie vom gelenkten Chaos wird vom deutschen sozialdemokratischen Verteidigungsminister Pistorius &ndash; trotz des Ersten und Zweiten Weltkriegs, trotz Potsdamer Abkommen, trotz der Vertr&auml;ge der BRD mit den osteurop&auml;ischen Staaten &uuml;ber die Achtung der nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Grenzen, trotz KSZE und gegebener Zusagen &ndash; erkl&auml;rt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Noch nie zuvor hat die Bundeswehr, hat Deutschland au&szlig;erhalb Deutschlands dauerhaft Truppen stationiert, mit einem festen Bestandteil von Soldatinnen und Soldaten.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Man liest und staunt und fragt sich: Was kommt da alles noch auf uns zu, wenn ein Erwachsener und &ndash; was er bestimmt f&uuml;r sich in Anspruch nimmt &ndash; gebildeter Mensch erkl&auml;rt, dass Deutschland &bdquo;noch nie &hellip; au&szlig;erhalb Deutschlands dauerhaft Truppen stationiert&ldquo; hat? Kann es noch mehr Demagogie und Unwahrheit, noch mehr Geschichtsf&auml;lschung geben, um Frieden und Sicherheit der V&ouml;lker gef&auml;hrdende Politik zu rechtfertigen?<\/p><p>Das ist aber kein Einzelfall. Es ist System, Konzept. Das beweist der Vorsitzende der SPD, Lars Klingbeil, der zur gleichen Zeit im Gespr&auml;ch mit der Springer-Presse erkl&auml;rte: &bdquo;Putin wird Kr&auml;fte sammeln, und die imperialistischen Gro&szlig;macht-Phantasien sind ja offensichtlich. Deshalb ist es wichtig, die Ukraine zu unterst&uuml;tzen.&ldquo; Also, Russland ist Ziel. Die Ukraine ist ein Zwischenstopp. Deshalb: &bdquo;Russland darf nicht gewinnen. Russland muss eine Niederlage in der Ukraine erleiden&ldquo;, sagt Klingbeil im Namen der Regierungspartei SPD!<\/p><p>Deutlich wird jedenfalls auch, wohin die Reise gehen soll. Eindeutig ist die Aussage des Ministers f&uuml;r Verteidigung. &bdquo;Mit der Stationierung einer Kampfbrigade in Litauen &uuml;bernehmen wir die F&uuml;hrungsrolle und Verantwortung im B&uuml;ndnis&ldquo;, so Minister Pistorius. Und man sollte ihm glauben. Auch das geh&ouml;rt zum Konzept! Im Klartext gesprochen hei&szlig;t also Zeitenwende, dass an erster Stelle der Politik die Macht steht. Es geht um Machtwiederherstellung, Machterhalt und Machterweiterung. Und das erzeugt das Bed&uuml;rfnis nach Militarisierung und nach Einsatz von Gewalt &ndash; nach innen und nach au&szlig;en!<\/p><p>Das vergangene Jahrhundert lehrt uns, dass milit&auml;rische Auseinandersetzungen, dass Kriege nicht das Ergebnis zuf&auml;lliger Ereignisse waren. Sie waren stets das Ergebnis bewusster Planung der Ziele, Wege und Bedingungen. Diese verliefen anfangs unter der Losung &bdquo;Drang nach Osten&ldquo;. Sp&auml;ter hie&szlig; es dann &bdquo;Gefahr aus dem Osten&ldquo;! Im Mittelpunkt stand aber jedes Mal Russland.<\/p><p>Sowohl der Erste als auch der Zweite Weltkrieg, beide wurden nicht nur bewusst geplant, sondern auch &ndash; in L&uuml;gengeflecht verh&uuml;llt &ndash; angezettelt. Aber es gab auch Zeiten, in denen Frieden als h&ouml;chster Wert betrachtet wurde. Berlin wurde damals zur Stadt des Friedens erkl&auml;rt!<\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ gopixa<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104739\">Der Kampf um Frieden darf Erfahrungen des KSZE-Prozesses nicht ignorieren<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108744\">Neue Erkenntnisse zu Nordstream und Rolle der USA? &ndash; &bdquo;Ich weise das mit Abscheu und Emp&ouml;rung zur&uuml;ck&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109136\">Stimmen aus Lateinamerika: &bdquo;Es gibt immer eine progressive L&ouml;sung&rdquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102750\">Warum und wodurch wird die Aus&uuml;bung der vollen staatlichen Souver&auml;nit&auml;t der Bundesrepublik Deutschland behindert?<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/d1a750a7923b4d1a8c575c37e05cf818\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unterschiedliche politische Lager sch&auml;tzen ein, dass sich die Welt in einer &bdquo;&Auml;ra globaler Ver&auml;nderungen&ldquo; befindet, wie es sie seit einem Jahrhundert nicht mehr gegeben hat. Nicht alle sagen aber, in welche Richtung die Reise geht. Trotz Antikommunismus, Antisowjetismus, Russophobie, trotz R&uuml;ckschl&auml;gen k&ouml;nnen wir heute feststellen: Vor 100 Jahren gab es noch keine VR China, es<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109212\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":109213,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169],"tags":[2665,379,2102,1426,2529,2301,893,2069,466,3333,259,3321],"class_list":["post-109212","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","tag-baerbock-annalena","tag-china","tag-geostrategie","tag-hegemonie","tag-imperialismus","tag-konfrontationspolitik","tag-militarisierung","tag-militaerstuetzpunkte","tag-nato","tag-pistorius-boris","tag-russland","tag-zeitenwende"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/shutterstock_2154195865.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/109212","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=109212"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/109212\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":109224,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/109212\/revisions\/109224"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/109213"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=109212"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=109212"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=109212"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}