{"id":109353,"date":"2024-01-11T08:40:28","date_gmt":"2024-01-11T07:40:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109353"},"modified":"2024-01-11T08:40:28","modified_gmt":"2024-01-11T07:40:28","slug":"hinweise-des-tages-4519","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109353","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109353#h01\">US-Politologe Mearsheimer: V&ouml;lkermordklage gegen Israel hat Auswirkungen auch auf USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109353#h02\">Israel: Knessetabgeordnete wollen Friedenspolitiker Ofer Cassif dauerhaft aus Knesset werfen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109353#h03\">Naher Osten und Deutschland: Krampf und Kampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109353#h04\">Explosive Endzeitphantasien <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109353#h05\">Historiker Baberowski: &ldquo;Vermutlich wird Putin der Sieger sein&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109353#h06\">Waffen f&uuml;r die Ukraine: Scholz geht voran, aber keiner folgt ihm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109353#h07\">Der deutsche Hungergenozid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109353#h08\">Politische Leerstelle: Der AfD muss endlich das Wasser abgegraben werden. Dazu bedarf es eines Gegenmodells zur herrschenden Politik.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109353#h09\">Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber das Kleinhalten oppositioneller Kr&auml;fte und den Einfluss der Geopolitik auf die ver&ouml;ffentlichte Meinung: &bdquo;Die Medien werden munitioniert&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109353#h10\">Gut in der Zeit: Warum &Ouml;sterreichs Bahn ihren deutschen Konkurrenten abh&auml;ngt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109353#h11\">Umfrage unter Berlinerinnen und Berlinern: Ist die Bev&ouml;lkerung auf der Seite der Bauern?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109353#h12\">W&auml;hrend Deutschland die Hilfen f&uuml;r Landwirte k&uuml;rzt, werden sie in Russland erh&ouml;ht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109353#h13\">Sch&auml;ubles fatales Erbe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109353#h14\">Der Krieg in der Ukraine, ein Geschenk f&uuml;r die Rotlicht-Mafia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109353#h15\">Anleitung f&uuml;r Sch&uuml;ler sich der Verschw&ouml;rungstheorie-Gehirnw&auml;sche zu widersetzen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>US-Politologe Mearsheimer: V&ouml;lkermordklage gegen Israel hat Auswirkungen auch auf USA<\/strong><br>\nS&uuml;dafrika hat Israel vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) der Vereinten Nationen mit Sitz in Den Haag wegen V&ouml;lkermords verklagt. In Deutschland wird dar&uuml;ber kaum berichtet, obwohl diese Klage zweifellos brisant ist. Inzwischen hat sich auch Bolivien dieser Klage angeschlossen. Die T&uuml;rkei und Malaysia haben ebenfalls ihre Unterst&uuml;tzung angek&uuml;ndigt.<br>\nW&auml;hrend die deutsche Au&szlig;enministerin die schweren Anschuldigungen ignoriert und ihrer einseitigen Sicht auf den Konflikt treu bleibt, erwartet der US-amerikanische Politologe John Mearsheimer durch die Klage auch f&uuml;r die US-Politik weitreichende Konsequenzen. Nach deutscher Auffassung begann der aktuelle Krieg erst mit dem &ldquo;brutalen Angriff der Terrororganisation Hamas&rdquo; am 7. Oktober 2023. Wie auch im Ukraine-Konflikt erz&auml;hlt Baerbock die Entwicklung des Konflikts verk&uuml;rzt und ergreift obendrein einseitig Partei. Damit f&auml;llt Deutschland sowohl im Nahen Osten als auch in der Ukraine f&uuml;r eine Vermittlerrolle aus, wird aber sicherlich ebenfalls mit den Folgen dieser einseitigen Positionierung konfrontiert werden.<br>\nAuf seiner Seite im Internet versucht John Mearsheimer die Folgen der Klage f&uuml;r das politische Establishment in den USA abzusch&auml;tzen. Mearsheimer weist auf die ausf&uuml;hrliche Begr&uuml;ndung der Klage hin, die nicht nur die Ereignisse seit dem 7. Oktober 2023 beleuchtet, sondern diese auch in ihren historischen Kontext einbettet. Der Antrag S&uuml;dafrikas sei gut formuliert, und die Beweise seien gut dokumentiert. Es handele sich bei dem, was Israel in Gaza tut, eben nicht nur um schwere Kriegsverbrechen, sondern um V&ouml;lkermord, hebt Mearsheimer hervor. Die Klage liefere einen umfassenden Satz an Beweisen, mit denen die Absicht Israels zum V&ouml;lkermord belegt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/international\/192193-politologe-john-mearsheimer-voelkermordklage-gegen\/\">RT DE<\/a>\n<p>dazu: <strong>&Auml;rzt*innenorganisation fordert sofortigen Waffenstillstand: V&ouml;lkermord-Anklage vor dem Internationalen Gerichtshof<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich der V&ouml;lkermord-Anklage S&uuml;dafrikas gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof fordert die &auml;rztliche Friedensorganisation IPPNW erneut einen sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen. Nur so kann das unertr&auml;gliche menschliche Leid, die ma&szlig;lose Zerst&ouml;rung von ziviler Infrastruktur und die beispiellose humanit&auml;re Katastrophe in Gaza endlich gestoppt werden. Die Bundesregierung tr&auml;gt durch die seit dem 7. Oktober 2023 fast verzehnfachten Genehmigungen von Waffenlieferungen an Israel aktiv zur Fortf&uuml;hrung des Krieges mit unz&auml;hligen Opfern bei. Die Waffenexporte m&uuml;ssen umgehend eingestellt werden.<br>\n&bdquo;Die Gewalt auf Seiten der Hamas und Israels muss enden &ndash; unabh&auml;ngig von der Frage, ob es sich bei dem israelischen Milit&auml;reinsatz um Kriegsverbrechen oder einen Genozid handelt. Die Staatengemeinschaft darf nicht weiter zuschauen, wie Fl&uuml;chtlingslager, Krankenh&auml;user oder Schulen zerst&ouml;rt und Hilfslieferungen von Nahrung, Wasser und Treibstoff blockiert werden&ldquo;, erkl&auml;rt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Clau&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/de\/aerztinnenorganisation-fordert-sofor-1.html\">IPPNW<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>S&uuml;dafrikas Schachzug gegen den Genozid in Gaza<\/strong><br>\nF&uuml;r den Internationalen Gerichtshof in Den Haag ein heikler Fall: die Anh&ouml;rungen zur Klage S&uuml;dafrikas gegen Israel wegen Genozids. Das Gericht kann damit eine st&auml;rkere Rolle finden oder seinen Ruf zerst&ouml;ren. Die Klage jedenfalls ist gr&uuml;ndlich und fundiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/192359-suedafrikas-schachzug-gegen-genozid-in\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Israel: Knessetabgeordnete wollen Friedenspolitiker Ofer Cassif dauerhaft aus Knesset werfen!<\/strong><br>\nEs k&ouml;nnte zu einer Premiere im israelischen Parlament kommen: Zum ersten mal droht einem Abgeordneten der dauerhafte Ausschluss aus der Knesset. Betroffen w&auml;re aber keiner der Abgeordneten, die etwa die Zerst&ouml;rung ganz Gazas fordern oder die Vertreibung aller Pal&auml;stinenser aus Gaza, sondern der israelische Humanist und Friedenspolitiker Ofer Cassif.<br>\nUm einen Abgeordneten aus dem israelischen Parlament zu werfen, braucht es im ersten Schritt mindestens 70 Abgeordnete die das unterst&uuml;tzen m&uuml;ssen, davon mindestens zehn aus der Opposition. Inzwischen haben allerdings schon 80 Abgeordnete den Antrag unterschrieben, wie das B&uuml;ro von Cassif uns best&auml;tigte. Damit der Abgeordnete aus dem Parlament geworfen werden kann, br&auml;uchte es final allerdings 90 Abgeordnete. Ob diese erreicht werden ist unklar, denn drei Oppositionsparteien, die linke Hadash, die sozialdemokratische Awoda und die muslimische Raam, lehnen den Antrag ab. Sie alleine reichen allerdings nicht, um den Ausschluss zu verhindern, denn daf&uuml;r br&auml;uchte es ebenfalls eine Ablehnung durch eine Mehrheit der Abgeordneten der liberalen Partei Yesh Atid des ehemaligen Au&szlig;enministers Lapid.<br>\nSollten die liberalen Abgeordneten diesem undemokratischen Vorgang zustimmen, m&uuml;sste noch eine weitere H&uuml;rde genommen werden, denn zum Ausschluss bedarf es auch eines Nachweises, dass der entsprechende Abgeordnete rassistische &Auml;u&szlig;erungen gemacht hat oder gewaltt&auml;tigte Aktionen gegen Israel unterst&uuml;tzt. Beides trifft auf Ofer Cassif nicht zu. Allerdings entscheidet ein Ausschuss im Knesset dar&uuml;ber, ob dies der Fall ist, und dort haben die rechten israelischen Parteien eine Mehrheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/israel-knessetabgeordnete-wollen-friedenspolitiker-ofer-cassif-dauerhaft-aus-knesset-werfen\/\">die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Naher Osten und Deutschland: Krampf und Kampf<\/strong><br>\nAm Druck, Israel m&ouml;ge sich m&auml;&szlig;igen, ist Deutschland wenig beteiligt. Nach 90 grauenvollen Tagen bleibt ein Gef&uuml;hl der Mitschuld. [&hellip;]<br>\nWas aber festzuhalten ist nach 90 grauenvollen Tagen des Krieges: Wir sind auf ersch&uuml;tternde Weise unter unseren M&ouml;glichkeiten geblieben. Als Land, dem der Schutz j&uuml;dischen Lebens wichtig und Verpflichtung ist und das zugleich die Heimat der gr&ouml;&szlig;ten pal&auml;stinensischen Gemeinschaft Europas ist, w&auml;ren wir pr&auml;destiniert, eine konstruktive Rolle zu spielen &ndash; als Staat wie als Gesellschaft, mit unseren vielen und bestens ausgestatteten Institutionen, die international t&auml;tig sind.<br>\nStattdessen: Krampf und Kampf nach innen, Feinderkl&auml;rungen und Repression auf der einen Seite, hohle Radikalit&auml;t auf der anderen. Und drumherum &ndash; Gleichg&uuml;ltigkeit. Nach 15 Jahren Staatsr&auml;sondoktrin ist das Wissen &uuml;ber Israel, Zionismus und j&uuml;dische Religiosit&auml;t paradoxerweise gespenstisch gering, kritisches Wissen inklusive. Als w&auml;re das alles nur ein Ding von denen da oben, der politischen Klasse. Und die Deutsch-Israelische Gesellschaft (Verein, der die F&ouml;rderung der Beziehungen zu Israel auf zivilgesellschaftlicher Ebene zum Ziel hat; d. Red.) sieht ihre vornehmste Aufgabe darin, diese Klasse auf Israelkurs zu halten und gelegentlich Preisverleihungen zu zensieren.<br>\nViel Papier wurde bedruckt in diesen 90 Tagen, mit Besinnungsaufs&auml;tzen, Anschuldigungen, Selbstversicherungen. Aber gab es eine einzige Tat, bei der die Welt f&uuml;r eine Sekunde aufgemerkt h&auml;tte: Aha, das kommt aus Deutschland, dem Land, das aus seiner Gewaltgeschichte gelernt hat? Aufgemerkt wurde, als sich Deutschland enthielt bei der UN-Abstimmung &uuml;ber einen Waffenstillstand; eine taktische Enthaltung, so die nachgereichte Erkl&auml;rung, denn man wollte ja eigentlich dagegenstimmen. Welches Wort f&uuml;r eine solche Diplomatie?<br>\nAb M&auml;rz wird Deutschland keinen RichterInnenposten mehr am Internationalen Strafgerichtshof besetzen. Dass die deutsche Kandidatin durchfiel, hat mehrere Gr&uuml;nde, aber die deutsche Position im Nahostkrieg ist einer. Ursula von der Leyen, mit ihrer offenkundigen Doppelmoral im Hinblick auf die Kriegsschaupl&auml;tze Ukraine und Gaza, belastet ja gleichfalls das deutsche Konto, wirkt wie das personifizierte Unverm&ouml;gen, Europa mit neuen Weltverh&auml;ltnissen zu verflechten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Naher-Osten-und-Deutschland\/!5982357\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Explosive Endzeitphantasien<\/strong><br>\nVor dem Hintergrund des Gazakrieges laufen die PR-Maschinen rechter Denkfabriken in den USA und ihrer deutschen Ableger hei&szlig;.<br>\nSeit dem 7. Oktober laufen die PR-Maschinen besonders der neokonservativen, aber auch anderer rechter Denkfabriken in den USA hei&szlig;: Die Falken dr&auml;ngen auf ultimative L&ouml;sungen der Probleme Widerstand in Gaza, Ansarollah, Hisbollah sowie Iran. Kompromisse mit &raquo;Terroristen&laquo;, zu denen meist alle Pal&auml;stinenser und deren Verb&uuml;ndete gez&auml;hlt werden &ndash; das sei ein &raquo;schlechter Frieden&laquo;, der &raquo;lediglich die n&auml;chste Runde des Aderlasses hinausz&ouml;gern wird&laquo;, verlautbarte David Schenker, der unter Trump im US-Au&szlig;enministerium t&auml;tig war, f&uuml;r das Washington Institute for Near East Policy. Ein Jurist des Cato Institutes fordert sogar ein gesetzliches Verbot f&uuml;r &raquo;Geiseldeals&laquo;, wie sie im November stattgefunden haben. Die Neocon-Thinktanks mit ihrer Leidenschaft f&uuml;r milit&auml;rischen Interventionismus sind die Lieblinge des Kapitals. Neben westlichen Regierungen geh&ouml;ren R&uuml;stungs- und &Ouml;lkonzerne und US-Oligarchen wie der Baumarkt-Milliard&auml;r Marcus Bernard und Investmentbanker Paul Singer zu den Geldgebern, die mit eigenen Stiftungen beispielsweise die FDD, aber auch Islamhasser-Netzwerke sponsern. F&uuml;r ihre Kriegstreiberkampagnen wenden die Neocons bis heute im &raquo;War on Terror&laquo; bew&auml;hrte Manipulationsstrategien an:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/467053.kriegspropaganda-explosive-endzeitphantasien.html\">Susann Witt-Stahl in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Historiker Baberowski: &ldquo;Vermutlich wird Putin der Sieger sein&rdquo;<\/strong><br>\nHorrende Verluste an der Front, dazu die Isolation durch den Westen: Russlands Regime sollte mittlerweile friedenswillig sein, so die Hoffnung. Doch Wladimir Putin setzt weiter auf Sieg, warnt der Historiker J&ouml;rg Baberowski.<br>\nEine ukrainische Offensive an der Front, dazu der Wirtschaftskrieg des Westens &ndash; eigentlich sollte Russland l&auml;ngst geschw&auml;cht und besiegt am Verhandlungstisch sitzen. Doch es ist anders gekommen. Wladimir Putin residiert weiterhin im Kreml, w&auml;hnt sich offensichtlich st&auml;rker als zuvor, Russlands Kollaps ist ausgeblieben. J&ouml;rg Baberowski, einer der f&uuml;hrenden Osteuropahistoriker, hat diese Entwicklung fr&uuml;h vorausgesagt &ndash; unter anderem in mehreren Interviews mit unserer Redaktion in den vergangenen zwei Jahren.<br>\nNun bekr&auml;ftigt Baberowski in einem neuen Gespr&auml;ch seine Prognose: &ldquo;Russland wird diesen Krieg nicht verlieren.&rdquo; Wie der Russlandexperte zu dieser Einsch&auml;tzung kommt, weshalb er der deutschen Au&szlig;enpolitik dringend mehr Pragmatismus empfiehlt und Putin samt Entourage keineswegs &ldquo;verr&uuml;ckt&rdquo; sei, erkl&auml;rt Baberowski hier:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/krisen\/id_100278462\/ukraine-historiker-russland-wird-diesen-krieg-nicht-verlieren-.html\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Waffen f&uuml;r die Ukraine: Scholz geht voran, aber keiner folgt ihm<\/strong><br>\nOlaf Scholz fordert mehr Waffen aus EU-L&auml;ndern f&uuml;r die Ukraine. Frankreich und Italien zahlen nur einen Bruchteil dessen, was aus Deutschland kommt.<br>\nBundeskanzler Olaf Scholz hat die EU-Staaten dazu aufgerufen, die Ukraine st&auml;rker milit&auml;risch zu unterst&uuml;tzen. &bdquo;Die bisher von der Mehrzahl der EU-Mitgliedstaaten geplanten Waffenlieferungen f&uuml;r die Ukraine sind jedenfalls zu gering&ldquo;, sagte Scholz am Montag nach einem Treffen mit Luxemburgs Premierminister Luc Frieden in Berlin laut dpa. &bdquo;Ich rufe deshalb die Verb&uuml;ndeten in der Europ&auml;ischen Union auf, ihre Anstrengungen zugunsten der Ukraine ebenfalls zu verst&auml;rken.&ldquo;<br>\nDie der Berliner Zeitung vorliegenden Zahlen des Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft in Kiel (IfW) zeigen deutlich, dass Deutschland bisher mit Abstand am meisten Milit&auml;rhilfe innerhalb der EU geleistet hat: Seit Beginn des russischen &Uuml;berfalls auf die Ukraine hat Deutschland bis einschlie&szlig;lich Oktober 2023 etwa 17,1 Milliarden Euro an Milit&auml;rhilfe geleistet. Insgesamt haben die EU-Staaten einschlie&szlig;lich Deutschland Milit&auml;rg&uuml;ter und -dienstleistungen im Wert von 35,8 Milliarden Euro geliefert. Die humanit&auml;ren Hilfen von deutscher Seite betrugen 2,4 Milliarden Euro. Insgesamt lieferten die Unterst&uuml;tzer der Ukraine in diesem Zeitraum Kriegsg&uuml;ter im Wert von 92 Milliarden Euro, w&auml;hrend der Wert an humanit&auml;ren Lieferungen bei 15,8 Milliarden Euro lag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/waffen-fuer-die-ukraine-olaf-scholz-geht-voran-aber-keiner-folgt-ihm-li.2175156\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der deutsche Hungergenozid<\/strong><br>\ndem kurz bevorstehenden 80. Jahrestag der Brechung der deutschen Blockade Leningrads im Zweiten Weltkrieg am 27. Januar dringen &Uuml;berlebende zum wiederholten Mal auf eine wenigstens geringe Entsch&auml;digung. Die Wehrmacht hatte zwischen 1941 und 1944 &uuml;ber einen Zeitraum von fast 900 Tagen die drei Millionen Einwohner der sowjetischen Metropole von der Lieferung von Nahrungsmitteln abgeschnitten. Ziel war es, die komplette Stadtbev&ouml;lkerung durch Hunger zu ermorden; der Historiker J&ouml;rg Ganzenm&uuml;ller sprach schon zum 60. Jahrestag der Brechung der Blockade von einem &bdquo;Genozid durch blo&szlig;es Nichtstun&ldquo;. 1,1 Millionen Menschen kamen zu Tode. Entsch&auml;digung haben bisher lediglich j&uuml;dische Opfer erhalten; Berlin sprach ihnen im Jahr 2008 eine Einmalzahlung von genau 2.556 Euro zu. Diese Summe fordern nun auch die nichtj&uuml;dischen &Uuml;berlebenden ein. Tats&auml;chlich galt der Plan, Leningrads Bev&ouml;lkerung umzubringen, explizit auch den als slawische &bdquo;Untermenschen&ldquo; diffamierten nichtj&uuml;dischen Einwohnern. Die Bundesregierung stuft den deutschen Hungergenozid ausdr&uuml;cklich als &bdquo;allgemeine Kriegshandlung&ldquo; ein, f&uuml;r die keine Entsch&auml;digung zu zahlen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9450\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Politische Leerstelle: Der AfD muss endlich das Wasser abgegraben werden. Dazu bedarf es eines Gegenmodells zur herrschenden Politik.<\/strong><br>\n&#379;aklin Nasti&#263; ist Mitglied des Deutschen Bundestags und geh&ouml;rt der Partei &raquo;B&uuml;ndnis Sahra Wagenknecht &ndash; Vernunft und Gerechtigkeit&laquo; (BSW) an.<br>\nTraditionell bildet die Podiumsdiskussion den Abschluss der Internationalen Rosa-&shy;Luxemburg-Konferenz. Sie steht dieses Mal unter dem Motto &raquo;Wer stoppt die Rechten?&laquo;. Wie in den Jahren zuvor, haben wir die Diskutantinnen und Diskutanten auch in diesem Jahr gebeten, ihren Standpunkt vorab vorzustellen. (jW)<br>\nPolitik muss erkl&auml;ren, darf aber nicht als bevormundend wahrgenommen werden. Das Gegenteil allerdings tut die Ampelregierung, die dazu noch in ihrer personellen Besetzung, in der &Uuml;berschaubarkeit ihres gemeinsamen Nenners und auch ihrer Gef&auml;hrdung der Interessen der eigenen Bev&ouml;lkerung &ndash; Stichwort Russland-Sanktionen mit ihren negativen Auswirkungen hierzulande oder die drastischen K&uuml;rzungen im sozialen Bereich zugunsten einer Aufr&uuml;stungsorgie &ndash; eine regelrecht demokratiegef&auml;hrdend schlechte Regierung ist. Auch die Partei Die Linke hat als Opposition, als linke Alternative, versagt. Nicht nur w&auml;hrend der Coronapandemie, in der sie die Regierungspolitik mitgetragen, ja vielerorts sogar noch dar&uuml;ber hinausgeschossen ist, insbesondere was die Diffamierung derjenigen angeht, die andere Sichtweisen einbrachten. Auch in nahezu allen anderen Politikfeldern, inklusive des sozialen Bereichs, baut sie kaum mehr als verbale Luftschl&ouml;sser auf, die nicht nur in vielen F&auml;llen unrealistisch sind, sondern sich auch dem mehr und mehr als bevormundend wahrgenommenen, &raquo;woken&laquo; Elitenmainstream immer weiter anpassen. Zudem hat die Partei Die Linke in der Friedenspolitik erheblich an Glaubw&uuml;rdigkeit eingeb&uuml;&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/rlk\/de\/article\/467025.politische-leerstelle.html\">&#379;aklin Nasti&#263; in junge Welt<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Zur W&auml;hlerstimmung in Ostdeutschland: Woran liegt es nur?<\/strong><br>\nEs gehe &bdquo;eben nicht nur um das Materielle, sondern um das Gef&uuml;hl, gleichwertig zu sein&ldquo;. So kommentierte Bundespr&auml;sident Steinmeier am Vorabend des 3. Oktober die sozialen und &ouml;konomischen Verh&auml;ltnisse in Ostdeutschland. Angesichts aktueller Umfragen zu den anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland, in der die SPD vor allem in Th&uuml;ringen und Sachsen fast keine Rolle mehr spielt, w&auml;hrend die AfD dominiert, schl&auml;gt SPD-Generalsekret&auml;r Kevin K&uuml;hnert in die gleiche Kerbe. Es sei eine Binsenweisheit, dass Gef&uuml;hle in der Politik h&auml;ufig mehr z&auml;hlen als Fakten. Was n&uuml;tzten die Geschichten von hunderten Windr&auml;dern und gro&szlig;en Fabriken, wenn sie keiner h&ouml;ren will. K&uuml;hnert will mit &bdquo;ostdeutschen Erfolgsgeschichten&ldquo; Zuversicht und Aufbruchstimmung verbreiten. Armut, prek&auml;re Besch&auml;ftigung und ungleiche Behandlung sind zwischen Eisenach und G&ouml;rlitz jedoch &ndash; anders als von westdeutschen Spitzenpolitikern behauptet &ndash; kein diffuses Gef&uuml;hl, sondern bittere Realit&auml;t. Nach 1990 wurden dort die industriellen Kerne zerst&ouml;rt, eine ganze Volkswirtschaft wurde liquidiert. Viele junge Menschen verlie&szlig;en das Land, um im Westen Arbeit zu finden. F&uuml;r die Zur&uuml;ckgebliebenen galt und gilt noch heute: Es wird deutlich l&auml;nger gearbeitet als im Westen und dies f&uuml;r weniger Lohn. Tarifgebundene Betriebe sind zwischen Weimar und Frankfurt an der Oder noch seltener anzutreffen als im Westen und auch die Anzahl der Besch&auml;ftigten, die einen Tariflohn erhalten, ist deutlich geringer. Der &uuml;ber viele Jahre als &bdquo;Standortfaktor&ldquo; gepriesene Niedriglohnsektor ist ebenfalls noch eine Nummer gr&ouml;&szlig;er als in den &bdquo;alten Bundesl&auml;ndern&ldquo;. Die niedrigen L&ouml;hne f&uuml;hren auch dazu, dass Krise und Inflation die Menschen im Osten besonders belasten, da diese in Relation einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil ihres Einkommens f&uuml;r teure Nahrungsmittel und Energie aufwenden m&uuml;ssen. Die Arroganz der etablierten Parteien, diese realen Probleme als &bdquo;diffuse Gef&uuml;hle&ldquo; abzutun, ist sicher eine Erkl&auml;rung daf&uuml;r, dass die Umfragewerte f&uuml;r eine vermeintliche &bdquo;Alternative&ldquo; Rekordwerte erreichen. Um dieser fatalen politischen Entwicklung entgegenzuwirken, helfen keine moralischen Appelle und der Hinweis auf offen faschistische Strukturen in der AfD. Hier hilft nur eine Politik, die die &Auml;ngste und Sorgen der Menschen ernst nimmt und die soziale Frage in den Mittelpunkt stellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/woran-liegt-es-nur-4787461\/\">Ulf Immelt in unsere zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber das Kleinhalten oppositioneller Kr&auml;fte und den Einfluss der Geopolitik auf die ver&ouml;ffentlichte Meinung: &bdquo;Die Medien werden munitioniert&ldquo;<\/strong><br>\nAn der Heimatfront soll Ruhe sein. Regierungskritiker werden mundtot gemacht und ein gesellschaftliches Klima geschaffen, das keinen Diskurs mehr zul&auml;sst. UZ sprach mit dem Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden der Fraktion der Vereinigten Europ&auml;ischen Linken (UEL) in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats Andrej Hunko (BSW) dar&uuml;ber, wie dieser Prozess abl&auml;uft, warum er bis in linke Kreise hineinwirkt und wie US-Institute die deutsche Presse beeinflussen.<br>\nUZ: Im Dezember ergab eine Allensbach-Umfrage, dass nur noch eine Minderheit der Deutschen das Gef&uuml;hl hat, die eigene Meinung frei &auml;u&szlig;ern zu k&ouml;nnen &ndash; ein Rekordtiefstand. Wie ist es nach zwei Jahren &bdquo;Zeitenwende&ldquo; um die Meinungsfreiheit bestellt?<br>\nAndrej Hunko: Das Ergebnis dieser Umfrage &uuml;berrascht mich nicht. Wir haben mittlerweile eine Kultur, in der eine abweichende Meinung dazu f&uuml;hrt, dass gleich die ganze Person diskreditiert wird. Das hat aber nicht erst mit der &bdquo;Zeitenwende&ldquo; angefangen. Ich sehe drei Wellen dieser Verengung des Diskurses. In der Corona-Zeit, dann im Ukraine-Krieg und jetzt im Zuge des Krieges in Gaza kamen neue Qualit&auml;ten hinzu. Diese verheerende Entwicklung zieht sich bis in das pers&ouml;nliche Umfeld der Menschen, in die Familie, den Freundes- und Kollegenkreis. W&auml;hrend der Corona-Zeit sind Gruppen auseinandergebrochen. Es gab von den gro&szlig;en Medien Vorschl&auml;ge, wie: Was tun, wenn der Opa schwurbelt? Und was, wenn der Opa ein Putin-Versteher ist? Das betrifft nicht nur die politischen Akteure, sondern alle. Deshalb ist der Einsatz f&uuml;r Meinungsfreiheit, also der voltairische Gedanke, wichtiger denn je, auch aus linker Perspektive. Im Nachgang des &bdquo;Was tun?!&ldquo;-Kongresses in Frankfurt schrieb ein Mitarbeiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung auf &bdquo;X&ldquo;, dass der Kampf um Meinungsfreiheit ein &bdquo;rechter Topos&ldquo; sei. Das ist auch ein Ausdruck der Situation, in der wir heute sind.<br>\nUZ: Urspr&uuml;nglich linke Organisationen sind inzwischen Teil dieses Prozesses &hellip;<br>\nAndrej Hunko: Das liegt daran, dass sich in vielen linken Organisationen &ndash; insbesondere in meiner ehemaligen Partei &bdquo;Die Linke&ldquo; &ndash; der Moralismus ausgebreitet hat. Damit meine ich ein &uuml;beraus verk&uuml;rztes Gut-B&ouml;se-Schema, das von vielen jungen &bdquo;Linken&ldquo; aufgenommen wird, w&auml;hrend sie sich politisieren. Das Schema ist einfach: Russland ist b&ouml;se, der Westen ist gut. Diese &bdquo;Linken&ldquo; sagen: Wir sind die Besseren unter den Guten. Die Regierung geh&ouml;rt zwar auch irgendwie zum guten Lager, aber wir kritisieren sie, weil wir die besseren Guten sind. Menschen mit diesem Politikzugang sind instrumentalisierbar f&uuml;r die Ph&auml;nomene, die ich eben beschrieben habe. Der entscheidende Zugang zu linker Politik, das kritische Hinterfragen von Vorg&auml;ngen, von Interessen und Machtstrukturen, ist immer mehr ins Abseits geraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/die-medien-werden-munitioniert-4787509\/\">Andrej Hunko in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gut in der Zeit: Warum &Ouml;sterreichs Bahn ihren deutschen Konkurrenten abh&auml;ngt<\/strong><br>\nIn &Ouml;sterreich haben die Bahnkunden mehr Grund zur Zufriedenheit als in Deutschland. Das liegt an langfristigen Investitionspl&auml;nen &ndash; die au&szlig;erdem ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz sind.<br>\n&Ouml;sterreichs Zugfahrer schauen derzeit skeptisch nach Deutschland. Die wiederholten Ausf&auml;lle der Deutschen Bahn lassen sie nachdenken &uuml;ber ihre eigene Kritik an den &Ouml;sterreichischen Bundesbahnen (&Ouml;BB). Im Vergleich zur Deutschen Bahn schneidet n&auml;mlich der Mitbewerber im s&uuml;dlichen Nachbarland erstaunlich gut ab.<br>\n&Ouml;sterreichs Bahn geh&ouml;rt nicht nur zu den p&uuml;nktlichsten in Europa. Entscheidend daf&uuml;r ist der Rahmenplan mit seiner langfristigen, kontinuierlich planbaren Schieneninfrastrukturfinanzierung. Das Management nennt diesen Rahmenplan modellhaft f&uuml;r ganz Europa. Der Rahmenplan ist das Planungs- und Finanzierungsinstrument f&uuml;r Investitionen in das Netz der Infrastruktur AG innerhalb einer Phase von sechs Jahren.<br>\nZudem umfasst der Rahmenplan auch die im Zeitraum vorgesehenen Aufw&auml;nde f&uuml;r die Instandhaltung des Schienennetzes. Der Rahmenplan ist aber mehr als Zahlentabellen: Er ist ein klares Bekenntnis zum Ausbau der Bahn und zum &ouml;ffentlichen Verkehr in &Ouml;sterreich. Er ist auch ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz sowie zum nachhaltigen Ausbau der Infrastruktur f&uuml;r Generationen.<br>\nDiese Investitionsentscheidungen basieren auf dem Zielnetz &ndash; das ist das langfristige und umfassende Gesamtkonzept f&uuml;r die &ouml;sterreichische Eisenbahninfrastruktur. Aktuell Zielnetz 2025+, zuk&uuml;nftig Zielnetz 2040. Es dient als strategische und objektive Planungsgrundlage. Ausgangspunkt sind die zuk&uuml;nftigen Verkehrsstr&ouml;me und verkehrspolitische Antworten auf diesen Bedarf.<br>\nDas bedeutet auch, dass Bauma&szlig;nahmen langfristig vorgeplant werden k&ouml;nnen. Entsprechend kommen Streckensperren nicht &uuml;berraschend, und es k&ouml;nnen entsprechende Ersatzma&szlig;nahmen gesetzt und kommuniziert werden.<br>\nDie Investitionen in die Schieneninfrastruktur pro Kopf zwischen den beiden Logistikunternehmen zeigen klar einen Wettbewerbsvorteil f&uuml;r die &Ouml;BB. Dort waren es 2020 251 Euro je Einwohner. Die DB kommt hingegen nur auf 146 Euro je Einwohner. Um technische Probleme gering zu halten, investieren die &Ouml;BB laufend in die Erneuerung und Modernisierung der Z&uuml;ge sowie der Infrastrukturanlagen wie Weichen, Gleise oder Stellwerke. Um die Schienenkapazit&auml;ten optimal zu nutzen, haben zum Beispiel schnelle Fernverkehrsz&uuml;ge Vorrang.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/warum-die-db-von-oesterreichs-bahn-abgehaengt-wird-19436654.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Man lese und staune: Staat geht vor Privat, und das in der FAZ, die die gute Planung und die ausreichende staatliche Finanzierung der &ouml;sterreichischen Bahn lobt und in positiven Vergleich zur &ndash; nach FAZ-Ansicht! &ndash; unterfinanzierten Deutschen Bahn setzt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Umfrage unter Berlinerinnen und Berlinern: Ist die Bev&ouml;lkerung auf der Seite der Bauern?<\/strong><br>\nDie Proteste der Bauern in Berlin weiten sich aus. K&ouml;nnen sie weiterhin mit der Unterst&uuml;tzung der Bev&ouml;lkerung rechnen? Das sind die Antworten aus unserer Leserschaft.<br>\nSeit diesem Montag versuchen sich Landwirte vielerorts mit Stra&szlig;enblockaden Geh&ouml;r zu verschaffen, um die Sparpl&auml;ne der Bundesregierung zu kippen &ndash; mit Erfolg. Bereits vergangene Woche hat die Bundesregierung einen Teil der K&uuml;rzungspl&auml;ne im Agrarbereich zur&uuml;ckgenommen. Auch die Beg&uuml;nstigung bei der Kraftfahrzeugsteuer soll zun&auml;chst erhalten bleiben.<br>\nDie Aktionswoche der Landwirte soll in einer gro&szlig;en Abschlussdemo am 15. Januar in Berlin m&uuml;nden. Wie reagiert die Bev&ouml;lkerung auf die anhaltenden Stra&szlig;enblockaden? Wir haben bei unseren Leserinnen und Lesern &uuml;ber Social Media nachgefragt. An der nicht repr&auml;sentativen Umfrage nahmen insgesamt rund 2000 Menschen teil, neben Multiple-Choice- wurden auch offene Fragen gestellt. Eine repr&auml;sentative Insa-Umfrage kommt zu denselben Ergebnissen.<br>\nTrotz gro&szlig;er Stra&szlig;enblockaden, die in ganz Deutschland den Verkehr zum Erliegen brachten, stehen Berlinerinnen und Berliner hinter den Landwirten. 65 Prozent unserer Leserinnen und Leser halten die andauernden Proteste f&uuml;r richtig &ndash; und das, obwohl sich 28 Prozent der Befragten im Alltag von den Protesten eingeschr&auml;nkt f&uuml;hlen.<br>\nDoch auch Solidarit&auml;t hat seine Grenzen. In der Umfrage wurde deutlich, wo diese gezogen werden: bei der St&ouml;rung von Noteins&auml;tzen, jeder Form von Gewalt und der Unterwanderung von Rechtsextremen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/bauernproteste-umfrage-unter-berlinern-ist-die-bevoelkerung-auf-der-seite-der-landwirte-li.2174670\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>W&auml;hrend Deutschland die Hilfen f&uuml;r Landwirte k&uuml;rzt, werden sie in Russland erh&ouml;ht<\/strong><br>\nVor dem Hintergrund der Bauernproteste in Deutschland ist die Meldung aus Russland, dass die russische Regierung die F&ouml;rderung f&uuml;r Landwirte in 2024 erh&ouml;ht, interessant. In Russland wird die Landwirtschaft seit Beginn des vom Westen ausgerufenen Sanktionskrieges im Jahr 2014 effektiv unterst&uuml;tzt.<br>\nDas hat dazu gef&uuml;hrt, dass Russland &ndash; fr&uuml;her ein Importeur von Lebensmitteln &ndash; heute zu einem der gr&ouml;&szlig;ten Lebensmittelexporteure geworden ist. Beim Weizen beispielsweise ist Russland der gr&ouml;&szlig;te Exporteur weltweit, wobei allerdings die USA und die EU den Export von russischem Weizen mit den Sanktionen verhindern wollen und dabei auch Hungersn&ouml;te in L&auml;ndern, f&uuml;r die die russischen Weizenlieferungen lebenswichtig sind, im Kauf nehmen.<br>\nDie russischen staatlichen Hilfsprogramme sind effektiv und helfen den Landwirten dort, wo es n&ouml;tig ist, wie die Ergebnisse zeigen. Im Unterschied zum Westen setzt die russische Regierung bei ihrer F&ouml;rderung nicht auf gro&szlig;e Konzerne, sondern f&ouml;rdert vor allem kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe. Es wird auch gef&ouml;rdert, wenn Menschen sich eine neue Existenz als Landwirt aufbauen wollen. Sogar &bdquo;nebenberufliche&ldquo; Landwirte gibt es in Russland, weil die russische Regierung in bestimmten Regionen des Landes gratis Land verschenkt, wenn der Empf&auml;nger dort in den folgenden Jahren einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb aufbaut. Das begann mit dem Programm des sogenannten &bdquo;Fern&ouml;stlichen Hektar&ldquo; und wurde inzwischen auf viele russische Regionen ausgedehnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2024\/waehrend-deutschland-die-hilfen-fuer-landwirte-kuerzt-werden-sie-in-russland-erhoeht\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wie so oft in Deutschland werden auch in der Landwirtschaft vor allem gro&szlig;e Konzerne mit Steuergeldern politisch gef&ouml;rdert. Russland zeigt auch hier eine Alternative (&ldquo;f&ouml;rdert vor allem kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe&rdquo;) auf, &uuml;ber die sich nachzudenken lohnt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sch&auml;ubles fatales Erbe<\/strong><br>\nIn Deutschland wurde er geliebt, in Griechenland gehasst, in der EU gef&uuml;rchtet. Seine Politik als Bundesfinanzminister hat tiefe Spuren hinterlassen &#8210; bis heute.<br>\nWolfgang Sch&auml;uble hielt nichts von gro&szlig;en Reden zum Abschied. &bdquo;Wer aufh&ouml;rt, bekommt immer nette Worte&ldquo;, sagte Sch&auml;uble 2017 bei seinem Abgang als Bundesfinanzminister in Br&uuml;ssel. &Auml;hnlich h&auml;tte er wohl auch die Elogen kommentiert, die zu seinem Tod gehalten wurden.<br>\nArchitekt der Wiedervereinigung, Vordenker der Europ&auml;ischen Union, Freund Frankreichs und leidenschaftlicher Europ&auml;er &ndash; die Nachrufe sind voll des Lobes. Dabei war seine Politik voller Widerspr&uuml;che; aus europ&auml;ischer Sicht &uuml;berwogen die dunklen Seiten.<br>\nBeliebt war der Ende 2023 mit 81 Jahren verstorbene CDU-Politiker eigentlich nur in Deutschland. Seine Mischung aus protestantischer Strenge und schw&auml;bischem Humor kam gut an, weit &uuml;ber seine Partei hinaus. Sogar Ex-Kanzlerin Angela Merkel profitierte von seiner Popularit&auml;t.<br>\nIm Ausland hingegen wurde Sch&auml;uble als typisch deutscher Rechthaber wahrgenommen. In der Eurokrise spielte der Erfinder der &bdquo;schwarzen Null&ldquo; sogar die Rolle des Ober-Aufsehers, der Griechenland aus dem Euro dr&auml;ngen wollte und sich mit dem Internationalen W&auml;hrungsfonds anlegte.<br>\nDer Mann, der die &bdquo;schw&auml;bische Hausfrau&ldquo; zum Leitbild der Finanzpolitik erkl&auml;rte, hatte f&uuml;r prominente Kritiker wie Paul Krugman nur Spott &uuml;brig. &ldquo;Nobelpreistr&auml;ger glauben ja, ich h&auml;tte nichts im Kopf au&szlig;er einer Null&ldquo;, erkl&auml;rte er. An der Austerit&auml;tspolitik hielt er eisern fest.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/01-2024\/schaubles-fatales-erbe\/\">Eric Bonse auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Krieg in der Ukraine, ein Geschenk f&uuml;r die Rotlicht-Mafia<\/strong><br>\nGem&auml;&szlig; dem auf Rotlicht-Kriminalit&auml;t spezialisierten deutschen Kriminalhauptkommissar a.D. Manfred Paulus haben die Rotlicht-Kriminellen Tausende von gefl&uuml;chteten Ukrainerinnen schon an der deutschen Landesgrenze &laquo;willkommen&raquo; geheissen, ihnen einen Job versprochen &ndash; und sie der Prostitution zugef&uuml;hrt.<br>\nDie Polizei, so Manfred Paulus am Kongress &laquo;Mut zur Ethik&raquo; der Genossenschaft Zeit-Fragen im September in Sirnach, sei in diesem Punkt nicht mehr &laquo;Herr der Lage&raquo;. Und als langj&auml;hriger Spezialist in diesem Bereich machte er darauf aufmerksam, dass Frauen, die mal im Rotlicht-Milieu drinnen sind, nur &auml;usserst schwer wieder rauskommen. Die Frauen wissen nicht, wo sie Hilfe finden k&ouml;nnen, und sie haben Angst vor ihren Zuh&auml;ltern, von denen sie finanziell abh&auml;ngig sind.<br>\nMittlerweile sehen auch ordentliche M&auml;nner, die keine Kontakte ins Rotlicht-Milieu haben, diese zus&auml;tzliche katastrophale Folge des Krieges in der Ukraine best&auml;tigt. Sie erhalten ungefragt Emails von Sex-Business-Plattformen mit der Aufforderung, sich doch unter den besonders sch&ouml;nen und besonders liebenswerten Ukrainerinnen einen lustvollen Kontakt zu suchen &ndash; siehe dazu unser Aufmacherbild oben und ein weiteres Beispiel hier:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/der-krieg-in-der-ukraine-ein-geschenk-fuer-die-rotlicht-mafia\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Anleitung f&uuml;r Sch&uuml;ler sich der Verschw&ouml;rungstheorie-Gehirnw&auml;sche zu widersetzen<\/strong><br>\nDas Vertrauen in die etablierten Medien und die staatlichen Institutionen ist so tief gesunken, dass diese in ihrer Verzweiflung jede Zur&uuml;ckhaltung aufgeben. Sie &uuml;berziehen Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler mit Kursen und &bdquo;Lernmaterial&ldquo;, das diese darauf konditionieren soll zu glauben, was Politiker und etablierte Medien sagen, und Zweifler als Verschw&ouml;rungstheoretiker abzutun. Gegen diese Gehirnw&auml;sche kann man sich wehren. Eine Anleitung.<br>\nDer Landesbeauftragte f&uuml;r Politische Bildung des Landes Schleswig-Holstein bietet unter dem Titel &bdquo;Tatort soziale Netzwerke. Verschw&ouml;rungsmythen und Fake News im Internet&ldquo; Workshops und Lehrerfortbildungen in Schulen an,  die &bdquo;junge Menschen f&uuml;r Fake News und Verschw&ouml;rungsmythen sensibilisieren und einen souver&auml;nen Umgang mit ihnen vermitteln&ldquo; sollen. Es ist beileibe nicht das einzige Regierungsprojekt dieser Art in Deutschland, wie ich hier schon dargelegt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/propaganda-zensur\/schule-verschwoerungstheorie\/\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-109353","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/109353","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=109353"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/109353\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":109356,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/109353\/revisions\/109356"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=109353"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=109353"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=109353"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}