{"id":10949,"date":"2011-10-11T09:27:32","date_gmt":"2011-10-11T07:27:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949"},"modified":"2011-10-11T09:58:11","modified_gmt":"2011-10-11T07:58:11","slug":"hinweise-des-tages-1486","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Staatstrojaner: Eine Spionagesoftware, unter anderem aus Bayern; Eurokrise; Bloomberg wettert gegen Wall-Street-Proteste; &raquo;Bankensystem unter &ouml;ffentliche Kontrolle stellen&laquo;; Finanzkrise: Macht uns der Euro arm?; Weg mit dem Wirtschaftnobelpreis; Das Prinzip des Wett- bzw. Spieleinwandes als Mittel der Finanzmarktregulation; &raquo;Es geht auch um Wertsch&auml;tzung&laquo;; Wulff lobt Gewerkschaften f&uuml;r Lohnzur&uuml;ckhaltung; Auf dem Holzweg; Die Unk&uuml;ndbaren schlagen zur&uuml;ck; Bahn AG droht Zerschlagung; Frank Wehrheim &ndash; Ein Insider packt aus: &Uuml;ber die Probleme, die Reiche, Superreiche und Regierende mit ihrer Gesetzestreue haben; Polnischer Pragmatismus; Quo vadis, Linkspartei? (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949#h01\">Staatstrojaner: Eine Spionagesoftware, unter anderem aus Bayern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949#h02\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949#h03\">Bloomberg wettert gegen Wall-Street-Proteste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949#h04\">&raquo;Bankensystem unter &ouml;ffentliche Kontrolle stellen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949#h05\">Finanzkrise: Macht uns der Euro arm?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949#h06\">Weg mit dem Wirtschaftnobelpreis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949#h07\">Das Prinzip des Wett- bzw. Spieleinwandes als Mittel der Finanzmarktregulation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949#h08\">&raquo;Es geht auch um Wertsch&auml;tzung&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949#h09\">Wulff lobt Gewerkschaften f&uuml;r Lohnzur&uuml;ckhaltung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949#h10\">Auf dem Holzweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949#h11\">Die Unk&uuml;ndbaren schlagen zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949#h12\">Bahn AG droht Zerschlagung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949#h13\">Frank Wehrheim &ndash; Ein Insider packt aus: &Uuml;ber die Probleme, die Reiche, Superreiche und Regierende mit ihrer Gesetzestreue haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949#h14\">Polnischer Pragmatismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949#h15\">Quo vadis, Linkspartei?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=10949&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Staatstrojaner: Eine Spionagesoftware, unter anderem aus Bayern<\/strong><br>\nEine der Quellen f&uuml;r die vom CCC analysierte staatliche Spionagesoftware kommt aus Bayern. Insgesamt soll es aber mindestens zwei voneinander unabh&auml;ngige Quellen des CCC f&uuml;r die Spionagesoftware geben. [&hellip;]<br>\nDer Fall, in dem der Staatstrojaner eingesetzt wurde, ging keineswegs um Schwerstkriminalit&auml;t oder Terrorismus. Betroffen war der Angestellte einer Firma, erkl&auml;rte Schladt anfang des Jahres zum Verfahren um den Einsatz des Trojaners, die dem Handel von Pharmaprodukten zu tun hat, die in Deutschland nicht unter das Bet&auml;ubungsmittelgesetz (BtmG) fallen, unter Umst&auml;nden aber bei der Ausfuhr juristisch zu Bet&auml;ubungsmitteln &ldquo;mutieren&rdquo; [&hellip;]<br>\nMittlerweile best&auml;tigte das bayerische Innenministerium, dass zumindest einer der dem CCC zugespielten Staatstrojaner von bayerischen Strafverfolgern stammt. Die Erstbewertung des bayerischen LKA habe ergeben, dass &ldquo;die dem CCC zugespielte Software einem Ermittlungsverfahren der bayerischen Polizei aus dem Jahr 2009 zugeordnet werden kann. [&hellip;]<br>\nHerrmann betonte weiter, dass die Quellen-TK&Uuml; eine gesetzlich vorgesehene Ma&szlig;nahme zur Strafverfolgung im Kampf gegen schwere Verbrechen sei. Bisher sei das Abh&ouml;ren verschl&uuml;sselter Telekommunikation stets im rechtlichen Rahmen erfolgt. Herrmann ging nicht weiter darauf ein, warum es sich in dem Strafverfahren, aus dem der von Rechtsanwalt Schladt an den CCC weitergeleitete Staatstrojaner stammt, um ein Schwerverbrechen gehandelt haben soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Staatstrojaner-Eine-Spionagesoftware-unter-anderem-aus-Bayern-1358091.html\">Heise<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Einen erstaunlichen Hintergrundartikel &uuml;ber den konkreten Einsatz des bayerischen &bdquo;Staatstrojaners&ldquo;, um den es heute geht,  hat der SPIEGEL im <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,748110,00.html\">bereits im Februar  ver&ouml;ffentlicht<\/a>. Interessant ist auch der letzte Satz des Artikels:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Doch wo ist der Spion heute? Drei Monate durfte er laut Genehmigung des Amtsgerichts auf dem Laptop lauschen. Danach wurde der Computer bei einer Durchsuchung einkassiert und wanderte in die Asservatenkammer. Wenn das Programm der eigenen Leistungsbeschreibung gefolgt ist, hat es sich dort inzwischen selbst zerst&ouml;rt.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Nat&uuml;rlich kann sich ein Programm nicht &bdquo;selbst zerst&ouml;ren&ldquo;, wenn der betreffende Rechner ohne Stromanschluss in der Asservatenkammer untergebracht ist. Wie lange der Trojaner tats&auml;chlich im Einsatz war, wei&szlig; wohl nur der CCC. Der justistische Hintergrund hat jedoch das Zeug zu einem handfesten Skandal: Die Genehmigung des Trojanereinsatzes wurde vom AG Landshut am 2.4.2009 erteilt und nach Klage des Beschuldigten am 20.1.2001 vom LG Landshut <a href=\"upload\/pdf\/LG_Landshut_4_Qs_346-101.pdf\">abge&auml;ndert [PDF &ndash; 740 KB]<\/a>. Schon die Genehmigung des AG Landshut untersagte jedoch explizit &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen, die &uuml;ber die reine Telekommunikations&uuml;berwachung hinausgehen. Wie das LG Landshut best&auml;tigt, haben sich die Beh&ouml;rden jedoch nicht an diese klare Vorgabe gehalten. Nicht nur die Software als solche ist gesetzeswidrig, sie wurde auch mit Vorsatz von den bayerischen Beh&ouml;rden gesetzeswidrig eingesetzt, indem man die Einschr&auml;nkungen des AG Landshut missachtete. Wenn der bayerische Innenminister Herrmann jetzt <a href=\"http:\/\/www.stmi.bayern.de\/presse\/archiv\/2011\/385.php\">verk&uuml;ndet<\/a>, man habe sich &bdquo;stets im rechtlichen Rahmen&ldquo; bewegt, so ist dies eine klare L&uuml;ge. &bdquo;Man&ldquo; hat von Beginn an gegen die klar formulierten Auflagen des AG Landshut versto&szlig;en. Der beste Schutz gegen Gesetzesh&uuml;ter, die das Gesetz nicht beachten, ist es, die Software so zu beschr&auml;nken, dass sie gar nicht entgegen der Gesetze eingesetzt werden kann.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Auf der Spur des Trojaners<\/strong><br>\nDie illegale Sp&auml;h-Software stammt aus Bayern, programmiert hat den Staatstrojaner der hessische Sicherheitsspezialist DigiTask. Die Abh&ouml;rspezialisten haben schon &ouml;fter negative Schlagzeilen gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/technik-wissen\/auf-der-spur-des-trojaners-484728\/\">Wirtschaftswoche<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Berlin hat mal wieder zu laut gedacht<\/strong><br>\nEine Lehre l&auml;sst sich aus den Turbulenzen im Euro-Raum mittlerweile zweifelsfrei ziehen: Die Bundesregierung hat ein ganz ordentliches Talent daf&uuml;r, die Krise mit ihrem Gerede zu versch&auml;rfen.<br>\nWir erinnern uns an den Gipfel in Deauville vor knapp einem Jahr, wo Bundeskanzlerin Merkel in den Raum stellte, private Gl&auml;ubiger am Ausfall der Ausst&auml;nde beteiligen zu wollen. Die Risikoaufschl&auml;ge f&uuml;r die Schuldenstaaten schossen so steil in die H&ouml;he wie lange nicht.<br>\nNun stehen die Chancen nicht schlecht, dass wir es wieder einmal mit einem kr&auml;ftigen Merkel-Aufschlag zu tun bekommen. In Berlin n&auml;mlich ist man sich auf der Regierungsbank weitgehend einig dar&uuml;ber, dass Griechenland um eine Staatspleite nicht mehr herumkommt &ndash; und Merkel will mit ihrer relativ neuen &Uuml;berzeugung offenbar nicht l&auml;nger hinterm Berg halten. Mehr noch, Deutschland dr&auml;ngt die Partner hinter den Kulissen immer deutlicher vernehmbar in diese Richtung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:schuldenkrise-berlin-hat-mal-wieder-zu-laut-gedacht\/60113894.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Studie zur Volksgesundheit &ndash; Finanzkrise macht die Griechen krank<\/strong><br>\nDie Wirtschaftskrise macht den Griechen zu schaffen &ndash; und das nicht nur finanziell. Laut einer neuen Studie zerf&auml;llt das staatliche Gesundheitswesen, die Zahl von Suiziden und Krankheitsf&auml;lle steigt rapide. Schon warnen Mediziner vor einer &ldquo;griechischen Trag&ouml;die&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/0,1518,791001,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lancet\/article\/PIIS0140-6736(11)61556-0\/fulltext\">The Lancet: Health effects of financial crisis: omens of a Greek tragedy<\/a><\/li>\n<li><strong>Die nationale Revolution &ndash; Aufstand gegen Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nBr&uuml;ssel wird immer gern als b&uuml;rokratisches Monster beschimpft, aber da gibt es noch brutalere T&ouml;ne. Von &ldquo;Diktatur&rdquo; ist die Rede, und sogar den v&ouml;lkischen Begriff der &ldquo;Zinsknechtschaft&rdquo; nehmen einige in den Mund. Zum Beispiel in Ungarn. Dort regiert der rechtsnationale Ministerpr&auml;sident Orban, er tr&auml;umt von der Wiedererlangung der nationalen Souver&auml;nit&auml;t seines Landes, gern auch unterst&uuml;tzt mit Geld aus China. Aber auch anderen Populisten ist jedes Mittel im Kampf gegen Br&uuml;ssel recht. In Frankreich wollen Rechte und Linke mit anti-europ&auml;ischen Parolen Stimmen sammeln. An der Slowakei k&ouml;nnte morgen der Euro-Rettungsschirm scheitern. Wird das geschw&auml;chte Europa gerade auf einen neuen Kurs gedr&auml;ngt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/derTag\/derTag_20111010.mp3\">hr2 Der Tag [MP3]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bloomberg wettert gegen Wall-Street-Proteste<\/strong><br>\nNew Yorks B&uuml;rgermeister Michael Bloomberg hat der Anti-Wall-Street-Bewegung nun vorgeworfen, Arbeitspl&auml;tze in der Stadt vernichten zu wollen. Sollten Finanzmarktjobs aus New York verschwinden, gebe es kein Geld mehr, um die Stadtangestellten zu bezahlen, die Parks zu s&auml;ubern oder sonstige Aufgaben zu erledigen, warnte Bloomberg in seiner w&ouml;chentlichen H&ouml;rfunksendung. Die Proteste seien zudem schlecht f&uuml;r den Tourismus. Unter den Demonstranten seien allerdings auch Menschen, die legitime Klagen h&auml;tten, sagte Bloomberg. Der Finanzplatz Wall Street ist eine St&uuml;tze der New Yorker Wirtschaft und stellt 13 Prozent des Steueraufkommens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,790670,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Einmal abgesehen davon, dass Michael Bloomberg selbst wie nur wenige die Wall Street verk&ouml;rpert, zeigt das Beispiel New York fast klassisch den Gegensatz von Partikularinteressen und Gemeinwohl. Pikant ist, dass sich das Partikularinteresse auf einen ganzen Bundesstaat bezieht. Allerdings kennen wir in Europa dieses Ph&auml;nomen auch. So muss jede Finanzmarktregulierung der EU zun&auml;chst vor den Augen der Londoner City bzw. ihrem verl&auml;ngerten Arm in der Politik bestehen. Das Gemeinwohl in den USA erfordert eine deutliche Schrumpfung der Finanzdienstleistungen auf ihr Kerngesch&auml;ft, andererseits h&auml;ngen Eink&uuml;nfte, Besch&auml;ftigung und Steuern in New York deutlich vom Wohlergehen der Wall Street ab &ndash; wie auch mancher Wahlk&auml;mpfer in Washington.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Paul Krugman &ndash; Panic of the Plutocrats<\/strong><br>\nIt remains to be seen whether the Occupy Wall Street protests will change America&rsquo;s direction. Yet the protests have already elicited a remarkably hysterical reaction from Wall Street, the super-rich in general, and politicians and pundits who reliably serve the interests of the wealthiest hundredth of a percent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/10\/10\/opinion\/panic-of-the-plutocrats.html?_r=2\">New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&raquo;Bankensystem unter &ouml;ffentliche Kontrolle stellen&laquo;<\/strong><br>\nInternationaler Aktionstag: Am Samstag wird auch in &uuml;ber 40 deutschen St&auml;dten demonstriert. Ein Gespr&auml;ch mit Mike Nagle<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/10-11\/054.php\">Junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Internationaler Aufruf f&uuml;r den 15. Oktober (dt. &Uuml;bersetzung) &ndash; 15. Oktober &ndash; Globale Revolution<\/strong><br>\nAm 15. Oktober werden wir B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger der ganzen Welt auf die Strasse gehen, um unsere Emp&ouml;rung &uuml;ber den Verlust unserer Rechte zu zeigen &ndash; Rechte, die uns durch ein B&uuml;ndnis zwischen grossen Unternehmen und der politischen Klasse entzogen werden. Wir von der Bewegung &laquo;Democracia Real Ya!&raquo; laden euch ein, an dieser friedlichen internationalen Protestaktion teilzunehmen, indem ihr euch unserem Aufruf anschliesst oder indem ihr eure eigenen Aufrufe f&uuml;r dieses Datum erl&auml;sst. Es ist der Augenblick gekommen, die Stimme zu erheben. Unsere Zukunft steht auf dem Spiel, und niemand kann der Kraft von Millionen von Menschen trotzen, wenn sie sich in gemeinsamer Absicht vereinen. &laquo;Democracia Real Ya!&raquo; ist eine spanische Koordinationsplattform von unterschiedlichen Gruppen zur Mobilisierung von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern. Unter der Devise &laquo;Wir sind keine Marionetten in den H&auml;nden von Politikern und Banquiers&raquo; gingen wir am 15. Mai zu Tausenden auf die Strasse, um mehr demokratische Teilhabe zu fordern, uns gegen die Korruption des politischen Systems aufzulehnen und unseren Einspruch gegen die K&uuml;rzungen im Sozialbereich zu bekunden. Nach dem Erfolg dieser ersten Kundgebung entstanden unterschiedliche Bewegungen, und auf vielen Pl&auml;tzen des ganzen Landes wurden Zeltlager aufgebaut, ganz &auml;hnlich der ersten Besetzung des Tahrir-Platzes in Kairo. Dort wurden Volksversammlungen durchgef&uuml;hrt, wo die B&uuml;rgerInnen ihre Ziele in einem horizontalen, alle Anwesenden einschliessenden Entscheidungsprozess entwickelten. Die Bewegung 15M strahlte bald &uuml;ber die Landesgrenzen hinaus und ermutigte in vielen St&auml;dten der Welt zu Aktionen, darunter am vergangenen 19. Juni zu einer koordinierten Massenkundgebung gegen den Euro-Pakt. Unter dem Druck der Finanzherrschaft arbeiten unsere Regierenden zugunsten ein paar weniger, ohne sich um die sozialen, menschlichen und &ouml;kologischen Kosten zu k&uuml;mmern, die dadurch entstehen k&ouml;nnen. Die herrschenden Klassen rauben uns das Rechts auf eine freie und gerechte Gesellschaft, indem sie Kriege mit wirtschaftlichen Zielen f&uuml;hren und ganze V&ouml;lker ins Elend st&uuml;rzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/eurokrise\/europaweiter-aktionstag\/aufruf\/\">Attac<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Finanzkrise: Macht uns der Euro arm?<\/strong><br>\nDer Euro hatte es seit der Bargeldeinf&uuml;hrung 2002 nie leicht: Bald wurde er als &bdquo;Teuro&ldquo; abgestempelt, und seit der Dauerkrise der Gemeinschaftsw&auml;hrung wollen laut &bdquo;Stern&ldquo;-Umfrage 54 Prozent der Deutschen die D-Mark zur&uuml;ck. Doch tats&auml;chlich war die Inflation zu DM-Zeiten h&ouml;her als heute, das &bdquo;Teuro-Gef&uuml;hl&ldquo; hat eine andere Ursache. [&hellip;]<br>\nDas Teuro-Gef&uuml;hl hat eine andere Ursache: Die politisch gef&ouml;rderte Ausuferung des Niedriglohnsektors und anderer prek&auml;rer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse. Inzwischen sind hierzulande &uuml;ber 13 Millionen Menschen atypisch besch&auml;ftigt. 7 Millionen von ihnen befinden sich in den Armutskellern des deutschen Arbeitsmarktes. Die Folge: Besch&auml;ftigte haben real 1,4 Prozent weniger Geld in der Tasche als vor zehn Jahren, w&auml;hrend sie in den zehn Jahren vor der Einf&uuml;hrung des Euro &ndash; trotz h&ouml;herer Inflationsrate &ndash; reale Lohnzuw&auml;chse von 8,5 Prozent verbuchen konnten (siehe Abbildung). Heute m&uuml;ssen sie einen immer gr&ouml;&szlig;eren Teil ihres mickrigen Einkommens f&uuml;r die t&auml;glichen Ausgaben aufwenden. Das l&auml;sst viele Produkte teurer erscheinen, als sie tats&auml;chlich sind. \n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/360.gif\" alt=\"Finanzkrise: Macht uns der Euro arm?\" title=\"Finanzkrise: Macht uns der Euro arm?\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++ffc059f2-f324-11e0-6d11-00188b4dc422\">DGB klartext<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Weg mit dem Wirtschaftnobelpreis<\/strong><br>\nDie Nobelpreistr&auml;ger f&uuml;r Wirtschaft sind raus. Hoffentlich zum letzten Mal. Das Problem der Auszeichnung liegt in einer merkw&uuml;rdigen Fehldeutung.<br>\n[&hellip;] Die Szene mit Herrn Mundell bei der Kanzlerin zeigt: Besser w&auml;re es, wenn es keine Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger g&auml;be. Keinen Preis f&uuml;r eine Disziplin, die sich oft so nachhaltig in ihren eigenen Untersuchungsgegenstand einmischt, ihn nach eigenen Wertvorstellungen ver&auml;ndern will wie die Wirtschaftswissenschaften. Dieser Preis sollte nicht mehr verliehen werden, denn er erm&ouml;glicht seinen Tr&auml;gern eine &ouml;ffentliche Rolle, die ihnen nicht zusteht. Eine Rolle, die auch nicht gedeckt wird durch die Erkenntnisfortschritte, f&uuml;r die die &Ouml;konomen ausgezeichnet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wissen\/leben\/:fragwuerdige-auszeichnung-weg-mit-dem-wirtschaftnobelpreis\/60114112.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a>\n<p>Dazu passt: <strong>Wirtschaftsnobelpreis: Zwei gro&szlig;e Pioniere in ihrem Beritt<\/strong><br>\nDie Leistung der neuen Preistr&auml;ger steht au&szlig;er Zweifel. Sargent und Sims haben die gesamtwirtschaftliche Analyse &uuml;ber Besch&auml;ftigung, Wirtschaftswachstum und Inflation grundlegend modernisiert. Unabh&auml;ngig voneinander haben sie das Verh&auml;ltnis der Wirtschaftspolitik im Zusammenspiel mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung untersucht. Erh&ouml;ht die Notenbank etwa ihren Leitzins, wird &uuml;blicherweise erwartet, dass die Inflation sinkt. Doch gegen&uuml;ber dieser unterstellten Wirkung der Politik auf die Gesamtwirtschaft gibt es Zweifel. Steuersenkungen oder Konjunkturprogramme, die die Wirtschaft ankurbeln sollen, verfehlen ihr Ziel, wenn die Wirtschaftssubjekte den Erwartungen nicht folgen. Es ist das Verdienst der beiden Nobelpreistr&auml;ger, dass sie auf die Frage, warum m&ouml;glicherweise eine gut gemeinte expansive Finanzpolitik die gesamtwirtschaftliche Entwicklung am Ende belastet, eine Antwort gefunden haben. Dadurch wurde eine neue Makro&ouml;konomik geschaffen. Denn w&auml;hrend in den alten Theorien die Zukunft als Fortschreibung der Gegenwart wegdefiniert worden ist, r&uuml;cken sie Wirtschaftsakteure in den Mittelpunkt, die die k&uuml;nftige Entwicklung m&ouml;glichst korrekt vorherzusagen versuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2011%2F10%2F11%2Fa0077&amp;cHash=1a1b87b8c3\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Lob Hickels ist daf&uuml;r, dass er selbst nicht im Mainstream steht, recht seltsam, denn Sargent und Sims sind reinster Mainstream. Vor 30 Jahren war die Frage, welche Auswirkungen wirtschaftspolitische Entscheidungen auf die Erwartungen der Menschen haben, relativ neu. Sp&auml;testens seit der Finanzmarktkrise kann die Rationalit&auml;t der Marktteilnehmer ganz offensichtlich in Frage gestellt werden.<\/em><\/p>\n<p>Dazu passt: <strong>Wirtschaftsnobelpreis: Ursache und Wirkung<\/strong><br>\nSargent und Sims erhalten die Auszeichnung &bdquo;f&uuml;r ihre empirische Forschung &uuml;ber Ursache und Wirkung in der Makro&ouml;konomie&ldquo;, hei&szlig;t es in der Begr&uuml;ndung. Die Makro&ouml;konomie besch&auml;ftigt sich mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, untersucht also, welchen Einfluss Gr&ouml;&szlig;en wie Zinsen oder Wechselkurse, Steuern oder Lohnniveaus auf die Volkswirtschaft eines Landes haben. Dabei spielt der Staat, also die Finanz- und Geldpolitik, eine entscheidende Rolle.&nbsp; Um Fragen wie diese zu beantworten, h&auml;tten Sargent und Sims Methoden entwickelt, die &uuml;berall auf der Welt angewendet w&uuml;rden, schreibt die Reichsbank. Das Problem: Die Politik beeinflusst die Wirtschaft und umgekehrt. Und es ist nicht immer klar, was Ursache und was Wirkung ist. In diesem Verh&auml;ltnis spielten die Erwartungen von Verbrauchern und Unternehmern eine entscheidende Rolle, meint das Preiskomitee. Denn bei ihren Entscheidungen, die sich wiederum auf L&ouml;hne, Sparneigung oder Investitionen auswirkten, lie&szlig;en sie sich von ihren Erwartungen leiten. Dies muss wiederum die Politik ins Kalk&uuml;l ziehen. Sargent und Sims Leistung bestehen nun darin, dieses Zusammenspiel und die Rolle der Erwartungen erkl&auml;ren zu k&ouml;nnen. &ndash; Sargent hat l&auml;ngerfristige, &bdquo;strukturelle&ldquo; Entwicklungen im Blick. Der wie Sims 68-j&auml;hrige &Ouml;konom ist einer der Begr&uuml;nder der h&ouml;chst umstrittenen Theorie der rationalen Erwartungen. Dieses Modell geht davon aus, dass die Akteure in einer Wirtschaft, also Unternehmer oder Verbraucher, ziemlich gut einsch&auml;tzen k&ouml;nnen, was die Zukunft bringt, und l&auml;ngerfristig nicht systematisch falsch liegen. Nach Meinung von Kritikern basiert diese Theorie aber auf v&ouml;llig unrealistischen Annahmen: Das Modell geht davon aus, dass die Akteure sich immer &ouml;konomisch rational verhalten und die M&auml;rkte perfekt funktionieren. Beides l&auml;sst sich jedoch in der wirklichen Welt nicht beobachten. Umso mehr verwundert die Preisverleihung an Sargent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/wirtschaftsnobelpreis-ursache-und-wirkung,1472780,10989938.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das Prinzip des Wett- bzw. Spieleinwandes als Mittel der Finanzmarktregulation<\/strong><br>\nWas macht eigentlich die Finanzmarkregulation? Genau, da war doch was! Eine globale Wirtschaftskrise, ausgel&ouml;st durch deregulierte Finanzm&auml;rkte, in deren Folge doch tats&auml;chlich diskutiert wurde, wie diese Finanzm&auml;rkte wieder so reguliert werden k&ouml;nnen, dass sie nur noch der realen Wirtschaft dienen. Diese Diskussion war nat&uuml;rlich bl&ouml;d, f&uuml;r die &ndash; sagen wir mal &ndash; Wirtschaftseinheiten, die mittels der deregulierten Marktsituation ihr Geld verdienten. Und so war es unglaublich praktisch, dass ab Herbst 2009 immer weniger von einer Banken- und Finanzmarktkrise, daf&uuml;r aber immer mehr von einer Staatsschuldenkrise gesprochen wurde. Tats&auml;chlich glauben heute wieder viele ma&szlig;gebliche Finanzpolitiker, dass zu hohe Staatsschulden die eigentliche Ursache der Krise waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/futurefinanceblog.org\/2011\/10\/10\/das-prinzip-des-wett-bzw-spieleinwandes-als-mittel-der-finanzmarktregulation\/\">futurefinanceblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&raquo;Es geht auch um Wertsch&auml;tzung&laquo;<\/strong><br>\nErfurt: Ausgegliederte Besch&auml;ftigte im Helios-Klinikum fordern gleiche Arbeitsbedingungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/10-10\/041.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wulff lobt Gewerkschaften f&uuml;r Lohnzur&uuml;ckhaltung<\/strong><br>\nDer Bundespr&auml;sident bedankt sich beim IG-Metall-Kongress in Karlsruhe bei der Gewerkschaft. Gleichzeitig gei&szlig;elte er die Gier der Akteure an den Finanzm&auml;rkten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/wulff-lobt-gewerkschaften-fuer-lohnzurueckhaltung\/v_print,4735582.html?p=\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.H.:<\/strong> Ich w&uuml;rde als Gewerkschafter im Boden versinken vor Scham. Gerade wo heute klar wird, welche Auswirkungen diese &ldquo;Lohnzur&uuml;ckhaltung&rdquo; auf die Volkswirtschaften Europas hat. Ich weiss, die IG-Metall ist Christian Wulff dankbar und verbunden, aber das ist doch ein Schlag ins Gesicht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Noch so ein paar Redetexte und ich sehne mich nach Horst K&ouml;hler zur&uuml;ck.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Debatte Gewerkschaften: Wir brauchen eine neue Lohnpolitik<\/strong><br>\nDie Gewerkschaften k&ouml;nnten helfen, den Euroraum zu stabilisieren. Doch in Deutschland sind sie schon im Inland zu schwach. Von Europa nicht zu reden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Gewerkschaften\/!79630\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Auf dem Holzweg<\/strong><br>\nVor drei Jahren hat die Kanzlerin die Bildungsrepublik Deutschland ausgerufen. Ge&auml;ndert hat sich am Flickenteppich aber nichts.<br>\nNimmt man diese Ziele ernst, h&auml;tten Bund und L&auml;nder fortan alle H&auml;nde voll zu tun. Noch immer leben in Deutschland 7,5 Millionen Menschen, die nicht richtig lesen und schreiben k&ouml;nnen. 17 Prozent der Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren haben keine abgeschlossene Ausbildung. Rund 60.000 Jugendliche verlassen Jahr f&uuml;r Jahr die Schule ohne einen Abschluss. Selbst bei gleicher Leistung hat das Kind eines Akademikers gegen&uuml;ber einem Arbeiterkind eine drei Mal so gro&szlig;e Chance das Gymnasium zu besuchen. Gute Bildung bleibt ein vererbtes Privileg der h&ouml;heren Schichten. Der Weg in die Bildungsrepublik Deutschland ist weit.<br>\nUnd der deutsche Bildungsf&ouml;deralismus ist schlecht aufgestellt. Es mangelt an der Bereitschaft der Bundesl&auml;nder, an einer gemeinsamen Bildungsstrategie zu arbeiten. Was wir zurzeit erleben, ist bestenfalls ein Neben-, wenn nicht gar ein Gegeneinander der L&auml;nder. Nach dem Nationalen Bildungsbericht 2010 gibt es in 14 Bundesl&auml;ndern derzeit 17 Programme zur Sprachf&ouml;rderung in der fr&uuml;hkindlichen Bildung. Gemeinsam evaluiert werden diese Programme nicht. Das ist das Grundproblem unseres F&ouml;deralismus: Alle ziehen an einem Strang, aber jeder in eine andere Richtung. Jeder Kultusminister werkelt in seinem eigenen Vorgarten. Der Blick &uuml;ber den eigenen Gartenzaun ist verp&ouml;nt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/schule.dgb.de\/++co++ab29691e-f32f-11e0-6d11-00188b4dc422\">DGB &ndash; Gewerkschaften in der Schule<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Unk&uuml;ndbaren schlagen zur&uuml;ck<\/strong><br>\nEntlassene Flugzeugreiniger am D&uuml;sseldorfer Flughafen haben ihren Prozess vor dem Landesarbeitsgericht gewonnen und m&uuml;ssen weiterbesch&auml;ftigt werden. Damit wurde ein Pr&auml;zedenzfall im Kampf gegen Outsourcing geschaffen. Gerade im Reinigungsgewerbe sind Arbeitsk&auml;mpfe schwer zu f&uuml;hren. Der gewerkschaftliche Organisierungsgrad unter den etwa 860&thinsp;000 Besch&auml;ftigten liegt bei kaum zehn Prozent.  Zumindest bei der zu Kl&uuml;h geh&ouml;renden Flugzeugreinigung in D&uuml;sseldorf hatten die Besch&auml;ftigten in z&auml;hen Auseinandersetzungen bessere Arbeitsbedingungen erk&auml;mpfen k&ouml;nnen und damit auch den Zusammenhalt der Belegschaft gest&auml;rkt.<br>\nIm Laufe des Konflikts war bereits deutlich geworden, dass die IG Bau kein Interesse hatte, der scheinbaren Schlie&szlig;ung und der Beseitigung ihrer eigenen aktiven Mitglieder ernsthaft etwas entgegenzusetzen.  Versuche des Betriebsrats, weiterhin mit Aktionen Druck zu machen, brachten ihm seitens der Gewerkschaft den Vorwurf ein, er wolle den Konflikt politisch instrumentalisieren.&laquo; In dieser Situation gr&uuml;ndeten die entlassenen Betriebsr&auml;te und Kollegen zusammen mit Unterst&uuml;tzern einen Solidarit&auml;tskreis, der die Aufgabe wahrnahm, Druck auf Kl&uuml;h, DLG und Air Berlin auszu&uuml;ben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2011\/40\/44073.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bahn AG droht Zerschlagung<\/strong><br>\nEU-Kommission will Trennung von Schieneninfrastruktur und Verkehrsbetrieb durchsetzen. Strikt gegen eine Trennung ist ferner die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Deren Vorsitzender Alexander Kirchner beschwor am Donnerstag den drohenden Verlust Zehntausender Arbeitspl&auml;tze im Falle der Zerschlagung des Konzerns. Wichtig sei die integrierte DB auch f&uuml;r die Sicherung der tariflichen und sozialen Standards f&uuml;r die Besch&auml;ftigten im Bahnverkehr.  Diese vehemente Verteidigung des Holding-Modells ignoriert allerdings einige wesentliche Aspekte. Die Bahn AG befindet sich zwar zu 100 Prozent im Bundesbesitz, agiert aber seit 1994 in privatwirtschaftlicher Rechtsform auf Grundlage des Aktiengesetzes, was eine gemeinwohlorientierte Firmenpolitik faktisch ausschlie&szlig;t. Bei einer &Uuml;berf&uuml;hrung des Netzes in direkte &ouml;ffentliche Verantwortung k&ouml;nnte die Schieneninfrastruktur somit den Gewinninteressen des DB-Konzerns entzogen und allen Schienenverkehrsbetreibern diskriminierungsfrei zur Verf&uuml;gung gestellt werden.  Diese Position vertritt auch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer (GDL).  Die Bahn AG nutze ihre Monopolstellung bei der Infrastruktur offenkundig aus, um Konkurrenten beim Netzzugang zu benachteiligen, sagte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky in der vergangenen Woche in Frankfurt am Main. Diese Nachteile versuchten die Firmen durch Lohndumping auszugleichen. Weselsky forderte ferner, da&szlig; alle Pl&auml;ne zur Privatisierung der Bahn AG endg&uuml;ltig beerdigt werden. &raquo;Wer dem B&ouml;rsengang in Zeiten der weltweiten Finanzkrise das Wort redet, hat scheinbar &uuml;berhaupt nichts begriffen&laquo;, so Weselsky und weiter: &raquo;&Uuml;berhaupt mu&szlig; Schlu&szlig; sein mit der Verscherbelung von staatlichen Unternehmen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/10-08\/048.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Frank Wehrheim &ndash; Ein Insider packt aus: &Uuml;ber die Probleme, die Reiche, Superreiche und Regierende mit ihrer Gesetzestreue haben<\/strong><br>\nIrgendwie passt es zusammen, dass bestimmte politische Kr&auml;fte st&auml;ndig Steuersenkungen verlangen oder versprechen und Steuerfahnder daran hindern, Steuerkriminellen das Handwerk zu legen. Das offensichtlich von diesen Politikern vertretene Prinzip: Wenn die Demokratie schon nicht in der Lage ist, die Reichen auf legalem politischen Weg zu beg&uuml;nstigen, m&uuml;ssen eben ihre gew&auml;hlten Repr&auml;sentanten daf&uuml;r sorgen, dass es m&ouml;glich ist, ungestraft private Wege zu suchen, wie sie ihre Steuern senken k&ouml;nnen. Das f&uuml;hrt zu der Absurdit&auml;t, dass im Ernstfall nicht mehr die Steuerhinterziehung, sondern die gesetzeskonforme Steuerfahndung, nicht mehr der Unternehmer, sondern der Steuerfahnder bestraft wird. Der hessischen Landesregierung unter Roland Koch (heute Chef des weltweit aktiven Baukonzerns Bilfinger und Berger) gelang es, gleich mehrere erfahrene und erfolgreiche Steuerfahnder mit Methoden kaltzustellen und abzustrafen, die uns in den Zeiten des Kalten Krieges vor allem von der CDU (auch von Roland Koch) als Beweis f&uuml;r die Unmenschlichkeit der kommunistisch regierten Unrechtsstaaten vorgehalten wurden. Frank Wehrheim war einer dieser hessischen Steuerfahnder. Jetzt hat er seine Erfahrungen in einem Buch mit unglaublichen Berichten und Geschichten ver&ouml;ffentlicht. Die politischen und juristischen Auseinandersetzungen sind noch nicht abgeschlossen. Es ist zu bef&uuml;rchten, dass die Medien die Zusammenh&auml;nge zwischen diesen Entwicklungen und den nicht enden wollenden Finanzkrisen nicht erkennen oder verschweigen. Frank Wehrheim gab seine Erfahrungen am Sonntag, den 9. Oktober 2011 bei einer <a href=\"upload\/pdf\/110930_matinee_frank_wehrheim.pdf\">&ouml;ffentlichen Veranstaltung [PDF &ndash; 100 KB]<\/a> in Frankfurt am Main an ein sehr interessiertes Publikum weiter.<br>\n&Uuml;berraschend war auch der ehemalige <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/steuerfahndung-frankfurt-eiskalt-abserviert-649420-print.html\">Steuerfahnder Rudolf Schmenger<\/a> anwesend. Er wurde von den Veranstaltern urspr&uuml;nglich ebenfalls eingeladen, musste aufgrund eines anderen Termins zun&auml;chst absagen, schaffte es dann kurzfristig doch noch und erg&auml;nzte Frank Wehrheims Ausf&uuml;hrungen um interessante Informationen.<br>\nSo war der amtierende hessische <a href=\"http:\/\/www.hmdf.hessen.de\/irj\/HMdF_Internet?cid=7f7944aafa78e327d1de0f9f0a7a925d\">Finanzminister Dr. Thomas Sch&auml;fer<\/a> 1998\/1999 als als Anwalt bei der Commerzbank AG Frankfurt t&auml;tig, die von der Steuerfahnder-Truppe um Rudolf Schmenger 1996 durchsucht wurde. Einer der bei dieser Fahndungs- und Durchsuchungsaktion beteiligten Kollegen wurde 1999 ausgerechnet von der Commerzbank AG f&uuml;r ein Vielfaches seines Beamtensoldes <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/artikel\/0,2828,druck-42680,00.html\">abgeworben<\/a>.<br>\nDie Veranstalter Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit dem NachDenkSeiten-Gespr&auml;chskreis Frankfurt am Main zeichneten die Veranstaltung auf und stellen sie &uuml;ber die NachDenkSeiten als Audio-Datei im mp3-Format zur Verf&uuml;gung: <a href=\"upload\/mp3\/Ein_Insider_packt_aus.MP3\">Ein Insider packt, ca. 2 Stunden, ca. 42,3 MB<\/a>.\n<p><strong>Dazu auch:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"?p=9704\">Rezension von Frank Wehrheim&acute;s &bdquo;Inside Steuerfahndung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=9743#h16\">Vortrag von Steuerfahnder a.D. Rudolf Schmenger bei der Konferenz &bdquo;Wirtschaft zwischen sozialstaatlicher Demokratie und krimineller &Ouml;konomie&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=10709#h14\">&bdquo;Ausgekocht: Hinter den Kulissen hessischer Machtpolitik&ldquo; mit Pitt von Bebenburg, FR-Redakteur und Buchautor<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Polnischer Pragmatismus<\/strong><br>\nPremier Donald Tusk und seine &bdquo;B&uuml;rgerplattform&rdquo; (PO) werden wohl bald eine Premiere feiern d&uuml;rfen: Zum ersten Mal in der Geschichte der polnischen Demokratie seit 1989 scheint sich eine Regierung bei der n&auml;chsten Parlamentswahl halten zu k&ouml;nnen. Es ist allerdings keineswegs die gro&szlig;e Begeisterung &uuml;ber die amtierende Regierung, die Tusk an der Macht h&auml;lt, sondern eher der Mangel an glaubw&uuml;rdigen Alternativen. Von au&szlig;en dagegen ist der Blick auf Polen in den letzten Jahren weit freundlicher geworden. Polens Wirtschaftswachstum n&ouml;tigt Respekt ab. Noch vor vier Jahren war das westeurop&auml;ische Bild des &ouml;stlichen EU-Nachbarn ein v&ouml;llig anderes. Die westeurop&auml;ischen Medien verfolgten best&uuml;rzt die autorit&auml;re, polarisierende Innen- wie Au&szlig;enpolitik unter der Herrschaft von Jaroslaw Kaczynski als Premier und Lech Kaczynski als Pr&auml;sident.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2011\/oktober\/polnischer-pragmatismus\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jens Mattern hat mit seiner Einsch&auml;tzung recht behalten, ja Donald Tusk hat mit fast 40 Prozent alle Prognosen <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/polen_tusk_regierung_1.12928570.html\">deutlich &uuml;bertroffen<\/a>. Dar&uuml;ber bietet Mattern ein anschauliches Bild von den Schwierigkeiten der Transformation und den M&uuml;hen des Aufholprozesses eines osteurop&auml;ischen EU-Mitglieds zum europ&auml;ischen Kern. Wie seinerzeit Spanien oder auch Irland wird das polnische Wachstum noch lange auf die Milliardenhilfen aus Br&uuml;ssel angewiesen sein. Umso mehr erstaunt der Wunsch Tusks, bis 2015 den Euro einf&uuml;hren zu wollen. So ist Polen z.B. mit einem Haushaltdefizit von knapp 8 Prozent noch ziemlich weit von der Erf&uuml;llung der Maastrichtkriterien, ebenso mit einer Inflationsrate von deutlich &uuml;ber 4 Prozent. Seit Juni hat der Zloty um 10 Prozent abgewertet. Auch wenn die EU-Kommission sich wie zuletzt bei Estland unter Ausschluss der langen Frist mit punktgenauen Landungen der Kriterien zufrieden gibt, so hat doch die gegenw&auml;rtige Eurokrise deutlich gezeigt, dass mit den Maastrichtkriterien kein funktionierender W&auml;hrungsraum zu definieren ist. Zeigt doch die aktuelle Krise, dass die realwirtschaftliche Konvergenz des Euroraumes stark vernachl&auml;ssigt wurde und mit Polen ist die gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft Osteuropas noch weit davon entfernt. Hinzukommt, dass sich auch in Polen statistische Ungenauigkeiten eingeschlichen haben. Die Handelsbilanz sei durch &ldquo;Errors and Imissions&rsquo; in H&ouml;he von 4 Prozent des BIP verf&auml;lscht worden, berichtete Miros&#322;aw Gronicki, Berater der polnischen Nationalbank, in einem Interview im Fr&uuml;hjahr. Die Untersch&auml;tzung der Importe wirkt sich nat&uuml;rlich auf die Berechnung des BIP und damit auf alle Zahlen relativ zum BIP aus, so z.B. auf die H&ouml;he der Staatsverschuldung. &ndash; Es wird allm&auml;hlich Zeit, dass sich Br&uuml;ssel aber auch die &uuml;brigen Mitglieder der Eurozone gr&uuml;ndlicher mit der Frage besch&auml;ftigen, ob auf Basis der gegenw&auml;rtigen Kriterien eine Euromitgliedschaft den infrage kommenden Volkswirtschaften selbst wie auch der Eurozone zuzumuten ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Quo vadis, Linkspartei?<\/strong><br>\nNeoliberalismus, Sozialabbau, Postdemokratie und wachsende Unzufriedenheit in der Bev&ouml;lkerung: Eigentlich m&uuml;sste DIE LINKE in der W&auml;hlergunst besser dastehen, als jemals zuvor.<br>\nAber das Gegenteil ist der Fall. Erreichte die Partei bei der Bundestagswahl 2009 noch einen Stimmenanteil von 11,9 Prozent, so sehen aktuelle Umfragen die Linkspartei mittlerweile nur noch bei Werten zwischen 6 und 8 Prozent.<br>\nWoran liegt es, dass die Partei ihre Ziele und Grunds&auml;tze nicht &uuml;berzeugend transportiert? Aus welchem Grund gelingt es ihr nicht einmal diejenigen Bev&ouml;lkerungsgruppen, f&uuml;r die sie sich als einzige politische Kraft konsequent einsetzt, geschlossen f&uuml;r sich zu gewinnen. Und warum kann sie nicht st&auml;rker von einer krisenhaften Situation profitieren, vor deren Hintergrund immer mehr Menschen begreifen, dass Raubtierkapitalismus, Lohndumping, Sozial- und Bildungsabbau die Lage stetig versch&auml;rfen statt sie zu entspannen?<br>\nDer Programmparteitag der Linkspartei vom 21. bis 23. Oktober in Erfurt bietet die Chance zu einer neuen Aufstellung in Sachen Programm, Personal und Strategie und birgt gleichzeitig das Risiko eines fortschreitenden Zerfalls.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jacobjung.wordpress.com\/2011\/10\/08\/quo-vadis-linkspartei\/\">Jacob Jung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Staatstrojaner: Eine Spionagesoftware, unter anderem aus Bayern; Eurokrise; Bloomberg wettert gegen Wall-Street-Proteste; &raquo;Bankensystem unter &ouml;ffentliche Kontrolle stellen&laquo;; Finanzkrise: Macht uns der Euro arm?; Weg mit dem Wirtschaftnobelpreis; Das Prinzip des Wett- bzw. Spieleinwandes als Mittel der Finanzmarktregulation; &raquo;Es geht auch um Wertsch&auml;tzung&laquo;; Wulff lobt Gewerkschaften f&uuml;r Lohnzur&uuml;ckhaltung; Auf dem<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10949\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10949","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10949","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10949"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10949\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10955,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10949\/revisions\/10955"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10949"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10949"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10949"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}