{"id":109629,"date":"2024-01-18T09:00:54","date_gmt":"2024-01-18T08:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109629"},"modified":"2024-01-18T16:58:21","modified_gmt":"2024-01-18T15:58:21","slug":"miethai-sagt-danke-beim-sozialen-wohnungsbau-steht-die-ampel-auf-rot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109629","title":{"rendered":"Miethai sagt Danke. Beim sozialen Wohnungsbau steht die Ampel auf Rot."},"content":{"rendered":"<p>Ein Verb&auml;ndeb&uuml;ndnis will der Bundesregierung Beine beim sozialen Wohnungsbau machen. Statt f&uuml;nf Milliarden brauche es schnellstens 50 Milliarden Euro, um Vers&auml;umtes nachzuholen und mittelfristig &uuml;ber 900.000 neue Unterk&uuml;nfte zu schaffen. Auch m&uuml;sse eine bessere Balance zwischen Objekt- und Subjektf&ouml;rderung her, weil Letztere vor allem gierigen Hausbesitzern in die Karten spiele. Bauministerin Geywitz findet das nicht witzig und geizt lieber weiter. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1424\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-109629-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240118_Miethai_sagt_Danke_Beim_sozialen_Wohnungsbau_steht_die_Ampel_auf_Rot_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240118_Miethai_sagt_Danke_Beim_sozialen_Wohnungsbau_steht_die_Ampel_auf_Rot_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240118_Miethai_sagt_Danke_Beim_sozialen_Wohnungsbau_steht_die_Ampel_auf_Rot_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240118_Miethai_sagt_Danke_Beim_sozialen_Wohnungsbau_steht_die_Ampel_auf_Rot_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=109629-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240118_Miethai_sagt_Danke_Beim_sozialen_Wohnungsbau_steht_die_Ampel_auf_Rot_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240118_Miethai_sagt_Danke_Beim_sozialen_Wohnungsbau_steht_die_Ampel_auf_Rot_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Wer ist Miethais liebster Mieter? Antwort: Vater Staat! Der ist zwar in der Regel knapp bei Kasse, aber wenn es das Gesetz verlangt, r&uuml;ckt er heraus wie verlangt &ndash; und l&auml;sst dabei auch schon einmal F&uuml;nfe gerade sein, beziehungsweise ziemlich oft. In M&uuml;nchen zum Beispiel betrug 2022 die Durchschnittsmiete 12,80 Euro pro Quadratmeter. Die &ouml;rtlichen Jobcenter allerdings bl&auml;tterten f&uuml;r ihre Klienten, in der Mehrzahl B&uuml;rgergeldempf&auml;nger, im Mittel satte 6,60 Euro oder &uuml;ber 51 Prozent mehr hin, also 19,40 Euro. Nicht ganz so &uuml;ppig, aber immer noch stattlich war der &Uuml;berhang in Hamburg mit 2,87 Euro oder in Stuttgart mit 2,24 Euro. Das auf die Immobilienwirtschaft spezialisierte Pestel-Institut mit Sitz in Hannover hat bundesweit 124 Regionen unter die Lupe genommen und gepr&uuml;ft, in welcher Bandbreite sich die von Amts wegen bewilligten &bdquo;Kosten der Unterkunft&ldquo; (KdU) bewegen. Ergebnis: In nur 38 F&auml;llen unterschritten die Zahlungen die im Mikrozensus ermittelten orts&uuml;blichen Vergleichsmieten um f&uuml;nf Prozent oder mehr. Aber 58 Mal lagen sie dar&uuml;ber.<\/p><p>Das ist beachtlich. Nach den Vorgaben des Sozialgesetzbuches (SGB II) finanzieren die Beh&ouml;rden im Rahmen der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitssuchende lediglich Wohnungen einfachen Standards und solche mit begrenzter Gr&ouml;&szlig;e. Eigentlich sollten derlei Objekte ausnahmslos g&uuml;nstiger zu haben sein als der g&auml;ngige Durchschnitt. Von wegen! Weil die Nachfrage nach Wohnraum im unteren Preissegment gewaltig ist, aber der Markt komplett leergefegt, steigern sich die Begehrlichkeiten von Hausbesitzern ins Unversch&auml;mte &ndash; und dies besonders dann, wenn die &ouml;ffentliche Hand die Miete begleicht und dabei wegen ihrer sozialpolitischen Verpflichtungen leicht &uuml;ber den Tisch zu ziehen ist. Bund, L&auml;nder und Kommunen m&uuml;ssen froh sein, die vielen Bed&uuml;rftigen &ndash; Arbeitslose, Sozialhilfe- und Wohngeldbezieher, Fl&uuml;chtlinge &ndash; &uuml;berhaupt irgendwie unterzubringen. Das macht sie hochgradig erpressbar, mit dem Effekt, dass die staatliche F&uuml;rsorge &bdquo;eher der F&ouml;rderung von Vermietern dient&ldquo;, wie das Pestel-Institut befindet.<\/p><p><strong>Staat verh&ouml;kert Gestaltungsmacht<\/strong><\/p><p>In Auftrag gegeben wurde besagte Studie <a href=\"https:\/\/mieterbund.de\/themen-und-positionen\/studien\/pestel-institut-bauen-und-wohnen-2024-in-deutschland\/\">&bdquo;Bauen und Wohnen 2024 in Deutschland&ldquo;<\/a> durch das Verb&auml;ndeb&uuml;ndnis &bdquo;Soziales Wohnen&ldquo;, dem unter anderem der Deutsche Mieterbund (DMB), die Gewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) und die &bdquo;Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie&ldquo; (CBP) angeh&ouml;ren. Am Dienstag waren sie damit an die &Ouml;ffentlichkeit gegangen mit dem Ziel, die Politik zur Umkehr zu bewegen. Der Kern ihrer Forderungen: Statt im Bereich des Wohnens weiterhin einseitig auf Subjektf&ouml;rderung zu setzen, brauche es endlich einen ganz gro&szlig;en Wurf bei der Objektf&ouml;rderung, sprich bei der Schaffung von Sozialwohnungen. Davon fehlen nach Berechnungen der Forscher in Deutschland mindestens 910.000, und bei ausbleibenden Gegenma&szlig;nahmen wird der Mangel mit jedem Jahr gr&ouml;&szlig;er. Denn die wenigen Wohnungen, die j&auml;hrlich durch Neubau entstehen, bleiben zahlenm&auml;&szlig;ig schon lange hinter den Best&auml;nden zur&uuml;ck, die allj&auml;hrlich aus der Sozialbindung herausfallen und damit an den freien Markt verloren gehen. Dies geschieht in der Regel nach 15 bis 30 Jahren, sobald der Bauherr seinen gef&ouml;rderten Kredit abgezahlt hat.<\/p><p>Seit 2007 ist so die Zahl der Sozialwohnungen von &uuml;ber zwei Millionen auf heutzutage etwas mehr als eine Million eingebrochen. 1987, auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik, waren es sogar &uuml;ber vier Millionen. Das ging vor allem auf die Nachkriegszeit zur&uuml;ck, als mehr als 50 Prozent des Neubaus dem gef&ouml;rderten Wohnungsbau zufielen und Bindungsfristen von bis zu 80 Jahren bestanden. Den in den 1990er-Jahren einsetzenden Niedergang und die Gr&uuml;nde daf&uuml;r haben die NachDenkSeiten 2020 im Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62011\">&bdquo;Asozialer Wohnungsbau&ldquo;<\/a> nachgezeichnet. Urs&auml;chlich waren neben diversen Gesetzeseingriffen vor allem der systematische Abverkauf riesiger &ouml;ffentlicher Wohnungsbest&auml;nde im Rahmen der mit &bdquo;Sparzw&auml;ngen&ldquo; propagierten Privatisierungswellen sowie der weitgehende R&uuml;ckzug des Bundes aus dem sozialen Wohnungsbau. Unter L&auml;nderhoheit und erst recht nach Einf&uuml;hrung der sogenannten Schuldenbremse geriet die staatliche Baut&auml;tigkeit massiv ins Hintertreffen, w&auml;hrend die gro&szlig;en Immobilienkonzerne ihre billigen Neuerwerbungen mit horrend aufgeschlagenen Mieten vergolden konnten. Vonovia sagt Danke.<\/p><p><strong>20 Milliarden Euro Wohnzusch&uuml;sse<\/strong><\/p><p>Die Pestel-Analyse beziffert, wie sehr sich ein weitgehend staatsbefreiter Markt dabei vom Bedarf an bezahlbarem Wohnraum entkoppelt hat. Demnach haben etwa die H&auml;lfte aller Mieterhaushalte oder laut CBP-Caritas-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Janina Bessenich &bdquo;weit &uuml;ber 15 Millionen Menschen&ldquo; in Deutschland eigentlich Anspruch auf eine Sozialwohnung. Aber &bdquo;rechnerisch weniger als ein Zehntel&ldquo; kann diesen einl&ouml;sen. Der gro&szlig;e Rest ist entweder dazu verdonnert, &uuml;ber die eigenen finanziellen Verh&auml;ltnisse zu wohnen oder die Belastungen mittels Wohngeldes &ndash; noch so eine Subvention f&uuml;r Hauseigent&uuml;mer &ndash; in Grenzen zu halten. Einen schlechten Schnitt macht bei all dem freilich der Staat selbst, indem er als &bdquo;Mieter&ldquo; wider Willen Unsummen zum Fenster herausschmei&szlig;t.<\/p><p>Insgesamt sind im Vorjahr &uuml;ber 20 Milliarden Euro an Sozialausgaben f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung bed&uuml;rftiger Menschen beim Wohnen geflossen. Das ist ein historisches Allzeithoch. So lagen die Auszahlungen im ersten Halbjahr 17 Prozent &uuml;ber dem Vergleichswert von 2015, obwohl es damals noch zw&ouml;lf Prozent mehr Bedarfsgemeinschaften gab. 15 Milliarden Euro umfassten 2023 die Kosten der Unterkunft, die &uuml;berwiegend an den Jobcentern h&auml;ngenbleiben. Dazu kamen f&uuml;nf Milliarden Euro an Wohngeld, das Bund und L&auml;nder gemeinsam stellen. Inbegriffen sind dabei auch die Mehrbetr&auml;ge, die der Staat als &uuml;bervorteilter Mieter abdr&uuml;ckt. Gem&auml;&szlig; Studie beliefen die sich 2022 auf allein 700 Millionen Euro &ndash; bei steigender Tendenz. Dagegen habe das Volumen f&uuml;r den sozialen Wohnungsbau in den Vorjahren bei im Schnitt 2,5 Milliarden Euro gelegen.<\/p><p><strong>Ampel-Ziele klar verfehlt<\/strong><\/p><p>20 zu 2,5 &ndash; bei einer Online-Pressekonferenz nannte Pestel-Institutsleiter Matthias G&uuml;nther dies ein <a href=\"https:\/\/mieterbund.de\/aktuelles\/meldungen\/akut-mangel-910-000-sozialwohnungen-fehlen-in-deutschland\/\">&bdquo;deutliches Missverh&auml;ltnis&ldquo;<\/a>. Vor allem dem Bund kreidet er jahrzehntelanges Missmanagement an: &bdquo;Er hat den Sozialwohnungsbau &ndash; also die Objektf&ouml;rderung &ndash; bis vor Kurzem auf ein Minimum heruntergefahren und damit drastisch steigende Ausgaben f&uuml;r die Kosten der Unterkunft und f&uuml;r das Wohngeld &ndash; also f&uuml;r die Subjektf&ouml;rderung &ndash; provoziert.&ldquo; Dem k&ouml;nne nur mit einer umfassenden Bauoffensive begegnet werden. Jede einmalige F&ouml;rderung, durch die eine neue Sozialwohnung entstehe, erspare dem Staat erhebliche Summen, die er sonst auf Dauer f&uuml;r Mietzahlungen ausgeben m&uuml;sse. &bdquo;Das ist eine einfache Rechnung, die vor allem der Bund sp&auml;testens dann beherrschen muss, wenn die Sozialausgaben durch die Decke gehen: n&auml;mlich jetzt&ldquo;, bekr&auml;ftigte der Wissenschaftler. Dem B&uuml;ndnis schweben dabei zwei runde Hausnummern vor: n&auml;mlich 50 Milliarden Euro, um damit den Sozialwohnungsbestand bis 2030 auf zwei Millionen zu erweitern.<\/p><p>Mit der Ampel wird das nicht zu machen sein. Zugegeben &ndash; Rot-Gr&uuml;n-Gelb hat die F&ouml;rderung zuletzt erst wieder erh&ouml;ht, womit laut Studie im laufenden Jahr mehr als f&uuml;nf Milliarden Euro aus Bundes- und Landesmitteln zur Verf&uuml;gung stehen w&uuml;rden. Aber selbst ohne Ber&uuml;cksichtigung gestiegener Baukosten, Grundst&uuml;ckspreise und Zinsen reiche das nicht, das regierungsamtlich ausgerufene Ziel, 100.000 Sozialwohnungen j&auml;hrlich zu errichten, umzusetzen. Wahrscheinlich seien F&ouml;rderzusagen im Neubau &bdquo;von eher zwischen 20.000 und 30.000 Wohnungen&ldquo;. 2022 waren es gerade einmal 22.500. Bei gleichbleibenden Verlusten &ndash; im Schnitt fielen in den Vorjahren zwischen 70.000 und 80.000 Unterk&uuml;nfte aus der Sozialbindung &ndash; w&uuml;rde der Bestand auch bei leicht anziehender Baut&auml;tigkeit weiter betr&auml;chtlich schrumpfen. Ebenso verh&auml;lt es sich mit dem anderen gro&szlig;en wohnungspolitischen Versprechen der Koalition, per anno insgesamt 400.000 zus&auml;tzliche Wohnungen zu schaffen. Die Latte hat sie schon zweimal gerissen. 2022 waren es rund 294.000, 2023 d&uuml;rften es sch&auml;tzungsweise 271.000 gewesen sein, und f&uuml;r 2024 wird bei gleichbleibend schlechten Rahmenbedingungen von einem R&uuml;ckgang auf 235.000 Wohnungen ausgegangen.<\/p><p><strong>Sonderbudget und Verfassungsrang<\/strong><\/p><p>Hier zeigt sich der ganze Widersinn der Austerit&auml;tspolitik im Zeichen von &bdquo;schwarzer Null&ldquo; und &bdquo;Schuldenbremse&ldquo;. &Uuml;ber ein Jahrzehnt lang h&auml;tte der Staat praktisch zu Nullzinsen in Eigenregie beim Wohnungsbau klotzen und f&uuml;r die Zukunft vorbauen k&ouml;nnen, was er jedoch mit k&uuml;nstlich erzeugten Haushaltsrestriktionen unterlie&szlig;. Und jetzt, da die Not f&ouml;rmlich zum Himmel schreit, will er Vers&auml;umtes um ein Vielfaches teurer nachholen, was aber den Erfordernissen nicht ann&auml;hernd gen&uuml;gt. Das kann man unter &bdquo;dumm gelaufen&ldquo; verzeichnen oder aus Sicht der Profiteure als Musterbeispiel gegl&uuml;ckter Umverteilungspolitik. Man stelle sich vor, die Kommunen h&auml;tten ihre Wohnungsgesellschaften nicht mehrheitlich verscherbelt. Dann w&auml;ren heute Millionen Menschen mehr in einer erschwinglichen Bleibe zu Hause und die Immobilienspekulanten um viele Milliarden Euro &bdquo;&auml;rmer&ldquo;, weil ein &ouml;ffentlich dominierter Markt keine Wuchermieten gestattet. Leider l&auml;uft es heute anders und richtig irre: Der deutsche Staat treibt das allgemeine Mietniveau sogar in die H&ouml;he, indem er sich f&uuml;r eigentlich &bdquo;soziale Unterk&uuml;nfte&ldquo; Mondpreise abjagen l&auml;sst. Vonovia sagt noch einmal Danke.<\/p><p>Was muss geschehen? &bdquo;Die Krise mit immer h&ouml;heren staatlichen Zusch&uuml;ssen f&uuml;rs Wohnen zu l&ouml;sen, f&uuml;hrt ins Leere&ldquo;, bemerkte DMB-Pr&auml;sident Lukas Siebenkotten. Stattdessen fordern die B&uuml;ndnispartner &bdquo;endlich eine effektive Begrenzung von Mieterh&ouml;hungsspielr&auml;umen und deutlich mehr Ausgaben f&uuml;r den Bau von Sozialwohnungen&ldquo;. Ein &bdquo;Sonderbudget &sbquo;Sozialer Wohnungsbau&lsquo;&ldquo; m&uuml;sse gezielt dort eingesetzt werden, wo der Mangel am gr&ouml;&szlig;ten ist &ndash; vorneweg in Baden-W&uuml;rttemberg, Bayern, Berlin und Niedersachsen. Vonn&ouml;ten seien auch kosteng&uuml;nstige Darlehen f&uuml;r Genossenschaften, deren Wohnungen nicht schon nach 30 Jahren aus der Sozialbindung fallen, und die Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent f&uuml;r den Neubau von Sozialwohnungen. Die Notlage sei &bdquo;kein &Uuml;bermorgenproblem&ldquo;, die fr&uuml;hestens f&uuml;r 2026 und 2027 eingeplanten Mittel brauche es &bdquo;unbedingt jetzt&ldquo;. Und schlie&szlig;lich m&uuml;sse der soziale Wohnungsbau als gesamtgesellschaftliche Aufgabe &bdquo;grundgesetzlich abgesichert und von der &sbquo;Schuldenbremse&lsquo; ausgenommen werden&ldquo;.<\/p><p><strong>Geywitz beleidigt<\/strong><\/p><p>Und was meint die zust&auml;ndige Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) dazu? &bdquo;Also, die Pestel-Studie (&hellip;) halte ich pers&ouml;nlich f&uuml;r hochgradig unseri&ouml;s. <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/tagesschau24\/klara-geywitz-spd-bundesministerin-fuer-wohnen-stadtentwicklung-und-bauwesen-zur-lage-auf-dem-bau-und-wohnungsmarkt\/tagesschau24\/Y3JpZDovL3RhZ2Vzc2NoYXUuZGUvNTY4NmU3ZWQtMWZlOS00N2YzLTljZDgtYWY2OGNmODExMWFk\">Das sind Zahlen, die sich die Kollegen ausgedacht haben<\/a>. Das kommt dann auch zu relativ absurden Ergebnissen&ldquo;, beschied sie gegen&uuml;ber der <em>ARD<\/em>. Wie &bdquo;ausgedacht&ldquo; wirken bisher auch Geywitz&lsquo; Ambitionen und so richtig &bdquo;absurd&ldquo; im Licht der Realit&auml;t. Entsprechend fiel die Replik der Attackierten aus: &bdquo;Es spricht f&uuml;r sich, wenn die Bundesministerin, die von dem Erreichen der selbst gesteckten Ziele meilenweit entfernt ist, unliebsame Wahrheiten bei nicht genehmen Studienergebnissen als &sbquo;hochgradig unseri&ouml;s&lsquo; abqualifiziert&ldquo;.<\/p><p><small>Titelbild: Bjoern Wylezich\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/70ae8e389d0d42b58e158c0956c5797f\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" width=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Verb&auml;ndeb&uuml;ndnis will der Bundesregierung Beine beim sozialen Wohnungsbau machen. Statt f&uuml;nf Milliarden brauche es schnellstens 50 Milliarden Euro, um Vers&auml;umtes nachzuholen und mittelfristig &uuml;ber 900.000 neue Unterk&uuml;nfte zu schaffen. 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