{"id":109873,"date":"2024-01-23T09:00:28","date_gmt":"2024-01-23T08:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109873"},"modified":"2024-01-23T16:14:58","modified_gmt":"2024-01-23T15:14:58","slug":"warum-sagt-das-bsw-nein-zu-einem-schlecht-gemachten-afd-antrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109873","title":{"rendered":"Warum sagt das BSW Nein zu einem schlecht gemachten AfD-Antrag?"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;B&uuml;ndnis Sahra Wagenknecht &ndash; Vernunft und Gerechtigkeit&ldquo; setzt sich f&uuml;r ein Ende der Waffenlieferungen in die Ukraine und eine diplomatische L&ouml;sung des Konflikts ein. Die Abgeordneten der neuen Partei treten geschlossen f&uuml;r einen sofortigen bedingungslosen Waffenstillstand, f&uuml;r ein Ende der Waffenlieferungen und f&uuml;r ein Ende des Wirtschaftskrieges ein. Das muss aber nicht hei&szlig;en, dass sie deshalb im Bundestag automatisch einen knapp ein Jahr alten, schlecht gemachten AfD-Antrag zu diesem Themenfeld unterst&uuml;tzen, dessen Abstimmung auch wohl weniger auf eine ernstgemeinte Friedensinitiative f&uuml;r die Ukraine abzielte als vielmehr auf eine Frontstellung gegen die ernstzunehmende politische Konkurrenz, gegen das BSW. Von <strong>Manaf Hasan<\/strong>, Journalist aus Berlin.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3506\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-109873-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240123-Warum-BSW-Nein-zu-AfD-Antrag-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240123-Warum-BSW-Nein-zu-AfD-Antrag-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240123-Warum-BSW-Nein-zu-AfD-Antrag-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240123-Warum-BSW-Nein-zu-AfD-Antrag-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=109873-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240123-Warum-BSW-Nein-zu-AfD-Antrag-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240123-Warum-BSW-Nein-zu-AfD-Antrag-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Der Deutsche Bundestag hat in seiner ersten Sitzungswoche im neuen Jahr in gleich zwei Tagesordnungspunkten den Ukraine-Konflikt zum Thema gehabt. Im Rahmen der Debatte &uuml;ber den Jahresbericht 2022 der Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages (Drs.&nbsp;<a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/20\/057\/2005700.pdf\">20\/5700<\/a>) hat CDU-Chef Friedrich Merz kurzfristig einen Entschlie&szlig;ungsantrag (Drs.&nbsp;<a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/20\/100\/2010053.pdf\">20\/10053<\/a>) einbringen lassen. Die Unionsfraktion forderte darin &ndash; den &bdquo;heroischen Abwehrkampf&ldquo; der Ukraine beschw&ouml;rend &ndash; die Bundesregierung auf, &bdquo;endlich und unverz&uuml;glich der Ukraine einsatzbereite TAURUS-Marschflugk&ouml;rper der Bundeswehr in gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichem Umfang bereitzustellen und unmittelbar nachzubeschaffen&ldquo;.<\/p><p>Die Vorlage wurde am 17. Januar 2024 in namentlicher Abstimmung mit 485 Nein-Stimmen bei 178 Ja-Stimmen und drei Enthaltungen zur&uuml;ckgewiesen &ndash; Merz hat am Ende f&uuml;r seinen Antrag nicht einmal alle Stimmen der eigenen Fraktion bekommen. Die anwesenden Abgeordneten von &bdquo;B&uuml;ndnis Sahra Wagenknecht&ldquo;, deren Anerkennung als Gruppe im Bundestag aussteht, stimmten gegen diesen brandgef&auml;hrlichen Vorsto&szlig; der Union aus dezidiert politischen Gr&uuml;nden und nicht parteitaktischen Erw&auml;gungen wie etwa bei den Ampel-Fraktionen, in denen ja ebenfalls f&uuml;r die Taurus-Lieferungen irrlichternd getrommelt wird.<\/p><p>BSW-Au&szlig;enpolitikerin Sevim Dagdelen kritisierte in&nbsp;ihrer <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-dXUsAtulMY\">Rede<\/a>&nbsp;den Merz&rsquo;schen &bdquo;Wahnsinn&ldquo; und den Glauben, &bdquo;mit der deutschen Wunderwaffe die Wende in einem nicht gewinnbaren Krieg gegen die Atommacht Russland herbeizwingen zu k&ouml;nnen&ldquo;, ausdr&uuml;cklich. Die Abgeordnete verwies dabei insbesondere auf die Warnung des ehemaligen h&ouml;chsten Generals der NATO, Harald Kujat, dass mit diesen Taurus-Marschflugk&ouml;rpern die Ukraine strategische Ziele in Russland angreifen und die Eskalationsschraube ein gro&szlig;es St&uuml;ck weiterdrehen k&ouml;nnte.<\/p><blockquote><p>&bdquo;Ihre Wunderwaffe f&uuml;r die Ukraine, Herr Merz, bedeutet nichts anderes als eine neue Eskalationsstufe und eine ungeheuerliche Gef&auml;hrdung unserer Sicherheit hier in Deutschland, aufgesetzt von einem Gernegro&szlig;, der den gro&szlig;en Feldherrn spielt.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Die BSW-Rednerin schloss ihre Rede mit der ausdr&uuml;cklichen Klarstellung: &bdquo;Wir brauchen statt Taurus in der Ukraine Diplomaten zur Beendigung dieses Krieges.&ldquo;<\/p><p>Ebenso vern&uuml;nftig agierten die BSW-Abgeordneten in der Debatte &uuml;ber den AfD-Antrag &bdquo;Deutschlands Verantwortung f&uuml;r Frieden in Europa gerecht werden &ndash; Eine Friedensinitiative mit Sicherheitsgarantien f&uuml;r die Ukraine und Russland&ldquo; (Drs.&nbsp;<a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/20\/055\/2005551.pdf\">20\/5551<\/a>) und der Abstimmung dazu am 18. Januar 2024.<\/p><p>In den Fokus ihrer&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Shx6DiwfHfA\">Rede<\/a>&nbsp;r&uuml;ckte Sevim Dagdelen erneut die gescheiterte Politik der Bundesregierung im Ukraine-Krieg. &bdquo;Fatal wird auf die Fortsetzung eines nicht gewinnbaren Krieges gegen die Atommacht Russland gesetzt. Es gibt immer mehr Waffengeschenke und immer gr&ouml;&szlig;ere milliardenschwere Finanzpakete. Die Ampel gleicht hier einem Roulettespieler, der in Reaktion auf immer gr&ouml;&szlig;ere Verluste die eigenen Eins&auml;tze erh&ouml;ht.&ldquo; Und w&auml;hrend die deutsche Au&szlig;enministerin Baerbock Russland mit Sanktionen ruinieren wollte, wie sie im Jahr 2022 sagte, steckt Deutschland heute in einer Rezession. Die deutsche Wirtschaft schrumpft, die russische w&auml;chst. &bdquo;Die Ampelpolitik ruiniert hier nur eines, n&auml;mlich die eigene Industrie&ldquo;, sagte Dagdelen an die Adresse der anwesenden deutschen Spitzendiplomatin gerichtet.<\/p><p>&bdquo;Wir brauchen Vernunft in der Au&szlig;enpolitik und diplomatische Initiativen f&uuml;r die Beendigung dieses furchtbaren Krieges statt immer weiterer Kriegskredite&ldquo;, bekr&auml;ftigte die Abgeordnete und positionierte BSW einmal mehr als politischer Antipode zu den Ampel-Parteien und der Union, die &ndash; ungeachtet des gescheiterten Taurus-Vorsto&szlig;es von Friedrich Merz &ndash; ja weiter immer mehr und immer schwerere Waffen in die Ukraine liefern wollen und auf milliardenschwere finanzielle Unterst&uuml;tzungszahlungen an Kiew setzen. Zum vorliegenden Antrag der AfD bemerkte Sevim Dagdelen knapp: &bdquo;Hier konkrete Verhandlungsergebnisse vorwegzunehmen, k&ouml;nnen wir nicht unterst&uuml;tzen.&ldquo;<\/p><p>Tats&auml;chlich setzt die AfD in ihrem knapp ein Jahr alten Antrag auf eine diplomatische L&ouml;sung im Ukraine-Konflikt, was ausdr&uuml;cklich zu begr&uuml;&szlig;en ist. Gleichwohl gibt es kritikw&uuml;rdige inhaltliche Gr&uuml;nde, die gegen eine Unterst&uuml;tzung dieses Antrages durch BSW sprechen.<\/p><p>Am problematischsten ist sicherlich das AfD-Angebot nach einer &bdquo;privilegierten EU-Partnerschaft f&uuml;r die Ukraine&ldquo; als vermeintliche Alternative zu der von der Ampel in Aussicht gestellten NATO- und EU-Mitgliedschaft f&uuml;r Kiew. Denn auch &bdquo;privilegierte&ldquo; EU-Partner k&ouml;nnen eng in die gemeinsame Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik wie auch die gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU eingebunden werden. Und was die AfD dabei unter den Tisch fallen l&auml;sst: Auch eine &bdquo;privilegierte EU-Partnerschaft f&uuml;r die Ukraine&ldquo; ist verkn&uuml;pft mit massiven Transferzahlungen Br&uuml;ssels an die hochkorrupte Ukraine. Fast jeder vierte Euro des Br&uuml;sseler Haushalts kommt von den deutschen Steuerzahlern. Sevim Dagdelen hatte in ihrer Kritik der Ampel-Politik diesbez&uuml;glich erinnert: &bdquo;Aus der Europ&auml;ischen Union sollen jetzt noch einmal 50 Milliarden Euro an die Ukraine flie&szlig;en, dann noch einmal 186 Milliarden Euro f&uuml;r den versprochenen EU-Beitritt. 24&nbsp;Prozent der EU-Gelder stammen &uuml;brigens von den deutschen Steuerzahlern. Sie pumpen Milliarden Euro in die Ukraine, die sich damit br&uuml;stet, Oppositionelle im Ausland zu ermorden, Journalisten im Inland politisch zu verfolgen und in Gef&auml;ngnissen umkommen zu lassen wie den Amerikaner Gonzalo Lira. Sie belohnen hier Terror &ndash; und sonst nichts.&ldquo;<\/p><p>Das AfD-Angebot einer &bdquo;privilegierten EU-Partnerschaft f&uuml;r die Ukraine&ldquo; wirkt weder durchdacht noch durchgerechnet.<\/p><p>Ohne Not schlie&szlig;lich setzt die AfD Vorschl&auml;ge in die Welt, die bestenfalls Ergebnis einer Verhandlungsl&ouml;sung zwischen den Konfliktparteien sein k&ouml;nnen, wie etwa die &bdquo;Schaffung von VN-Mandatsgebieten in den vier Oblasten Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson&ldquo;. Diese Vorschl&auml;ge gehen zudem weit &uuml;ber das hinaus, was von den Konfliktparteien im M&auml;rz\/April 2022 bei den Verhandlungen in Istanbul zu einer Beendigung des Krieges vereinbart wurde. Der Vorsto&szlig; scheint den angestrebten Verhandlungsprozess hier eher zu erschweren als voranzubringen.<\/p><p>Eine Verkennung der Realit&auml;t geht schlie&szlig;lich einher, wenn die AfD die Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit der &bdquo;&Uuml;berwachung der Feuerpause und Truppenentflechtung&ldquo; beauftragen will. Leider hat sich die OSZE im gesamten Prozess von Minsk diskreditiert und als v&ouml;llig ohnm&auml;chtig erwiesen. Es zeugt von fehlender au&szlig;en- und friedenspolitischer Analysef&auml;higkeit bei der AfD, nicht zu sehen, dass die OSZE bei den bisherigen Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien nicht als Mittlerin zum Zug gekommen ist.<\/p><p>Der Antrag der AfD nach einer Friedensinitiative mit Sicherheitsgarantien f&uuml;r die Ukraine und Russland tr&auml;gt &uuml;brigens das Datum vom 7. Februar 2023. Die&nbsp;<a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/20\/058\/2005894.pdf\">Beschlussempfehlung<\/a>&nbsp;des Ausw&auml;rtigen Ausschusses zum Antragstext datiert auf den 6. M&auml;rz 2023. Dass die AfD ihren Antrag nun jetzt, fast ein Jahr sp&auml;ter, im Bundestag namentlich hat abstimmen lassen, d&uuml;rfte wenig mit ehrlichem Interesse nach einer Beendigung des Krieges in der Ukraine zu tun haben; die &bdquo;Friedenspartei&ldquo; AfD agiert hier nicht anders als die Merz-CDU. Sie wollte auf Kosten der Ukrainer und Russen einen politischen Mitbewerber vorf&uuml;hren mit Blick auf den BSW-Parteitag&nbsp;<u>am kommenden Samstag<\/u>&nbsp;in Berlin.<\/p><p>Die AfD mag sich das Etikett &bdquo;Friedenspartei&ldquo; anheften. In der politischen Realit&auml;t ist sie eine NATO-Partei durch und durch, ja die &bdquo;Alternative&ldquo; klebt hier dicht an den von ihr sonst gescholtenen &bdquo;Altparteien&ldquo;. Die AfD bekannte sich nach der &bdquo;Zeitenwende&ldquo;-Rede von Kanzler Olaf Scholz vom 27. Februar 2022 und der damals aufs Gleis gesetzten Sonderverschuldung f&uuml;r die Bundeswehr in H&ouml;he von 100 Milliarden Euro im M&auml;rz 2022 ausdr&uuml;cklich zur Erh&ouml;hung der Ausgaben f&uuml;r Waffen und Milit&auml;r. Bei der namentlichen&nbsp;Abstimmung zur Errichtung eines &bdquo;Sonderverm&ouml;gens Bundeswehr&ldquo;, dem sogenannten Bundeswehrsonderverm&ouml;gensgesetz &ndash; BwSVermG &ndash; votierten die Abgeordneten der AfD am 3. Juni 2022 mehrheitlich eben nicht gegen die Ampel-Gesetzesvorlage, wie &uuml;brigens auch nicht die Merz-CDU. Ihr Redner seinerzeit, Gerold Otten, kumpelte damals mit den anderen Kriegsparteien im Plenum: &bdquo;In einem Punkt sind wir uns aber einig: 100 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr sind dringend notwendig.&ldquo; <\/p><p>Allein, der militaristischen AfD reicht all das nicht, sie will noch mehr. Die von der Ampel veranschlagten Mittel w&uuml;rden &bdquo;zun&auml;chst einmal nur die dr&auml;ngendsten Probleme bei Ausr&uuml;stung, Material und Munition l&ouml;sen k&ouml;nnen&ldquo;, so der Redner der &bdquo;Friedenspartei&ldquo; mit Hochr&uuml;stungsprogramm. &bdquo;Wenn Sie aber den Wiederaufbau unserer Streitkr&auml;fte ernsthaft betreiben wollen, braucht die Bundeswehr deutlich mehr Geld, und das auch &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum.&ldquo; Einziger Kritikpunkt der AfD: Die Bereitstellung der gigantischen Geldmittel &bdquo;h&auml;tte ohne Grundgesetz&auml;nderung zur Schuldenfinanzierung und zur Umgehung der grundgesetzlich verankerten Schuldenbremse erreicht werden k&ouml;nnen&ldquo;, d.h. ginge es nach der AfD, dann w&uuml;rde den Leuten noch mehr das Geld aus der Tasche gezogen und f&uuml;rs Milit&auml;r ausgegeben, eben bei sozialstaatlichen Aufgaben zusammengestrichen, wie es die Ampel jetzt auch macht. Immerhin, die AfD ist hier dahingehend konsequent, als die Fraktion schon in der vergangenen Legislaturperiode immer wieder eine Erh&ouml;hung des Verteidigungshaushaltes gem&auml;&szlig; des Zwei-Prozent-Zieles der NATO gefordert hat. Das sollte man wissen, wenn man meint, die AfD sei eine &bdquo;Friedenspartei&ldquo;.<\/p><p>Die AfD will nicht nur noch mehr Milliarden f&uuml;rs Milit&auml;r, sie ist auch f&uuml;r die Ausweitung der NATO an die Grenze zu Russland. Die &bdquo;Alternative&ldquo; hat dem Beitritt der Republik Finnland und des K&ouml;nigreichs Schweden zur NATO zugestimmt und am 8. Juli 2022 im Bundestag den entsprechenden Gesetzesentwurf in gro&szlig;er Gemeinsamkeit mit den Fraktionen, SPD, CDU\/CSU, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und FDP beschlossen. AfD-Redner R&uuml;diger Lucassen feuerte in der Plenardebatte seinerzeit eine gro&szlig;e Begr&uuml;&szlig;ungssalve ab: &bdquo;Mit Schweden und Finnland treten zwei europ&auml;ische Nationen der NATO bei, auf die sich Deutschland und das B&uuml;ndnis verlassen k&ouml;nnen. Beide L&auml;nder unterhalten hochwertige Streitkr&auml;fte. Schweden reaktivierte 2018 die Wehrpflicht. Finnland hat ein Reservistenkorps, das sogar vielen europ&auml;ischen regul&auml;ren Armeen &uuml;berlegen ist.&ldquo; (<a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btp\/20\/20048.pdf\">Seite 5106 im Protokoll<\/a>)<\/p><p>&bdquo;Friedenspartei&ldquo; ist im Fall der AfD Etikettenschwindel, nicht &Uuml;berzeugung. Die AfD ist eine NATO-Aufr&uuml;stungs- und -Ausweitungspartei, die auch f&uuml;r Interventionskriege steht. Wenig Wunder, dass sie von den anderen Fraktionen im Bundestag in diesen Punkten nicht angegangen oder ausgegrenzt wird.<\/p><p>Die BSW-Abgeordneten im Bundestag haben den j&uuml;ngsten Ukraine-Antrag der AfD also offensichtlich genau gelesen. Ihr Abstimmungsverhalten jedenfalls zeugt von politischer Vernunft, ihr Auftreten von ehrlichem Einsatz f&uuml;r Frieden. Aus dem Votum abzuleiten, wie es nun kampagnenhaft durch die sozialen Medien wabert, &bdquo;BSW stimmt gegen Friedensverhandlungen&ldquo;, ist so falsch wie b&ouml;sartig. Wer dann noch vom &bdquo;S&uuml;ndenfall&ldquo; wetternd hasspostet, das Abstimmungsverhalten habe die BSW-Abgeordneten, namentlich Sevim Dagdelen und Andrej Hunko, &bdquo;zu allergr&ouml;&szlig;ten Arschl&ouml;chern von allen allergr&ouml;&szlig;ten Arschl&ouml;chern werden&ldquo; (Alexej Danckwardt) lassen, ist politisch nicht ernst zu nehmen und liefert selbst Beleg ab daf&uuml;r, wie wichtig es ist, dass die neue Partei sorgsam pr&uuml;ft, wer Mitglied wird und wer es niemals werden sollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;B&uuml;ndnis Sahra Wagenknecht &ndash; Vernunft und Gerechtigkeit&ldquo; setzt sich f&uuml;r ein Ende der Waffenlieferungen in die Ukraine und eine diplomatische L&ouml;sung des Konflikts ein. Die Abgeordneten der neuen Partei treten geschlossen f&uuml;r einen sofortigen bedingungslosen Waffenstillstand, f&uuml;r ein Ende der Waffenlieferungen und f&uuml;r ein Ende des Wirtschaftskrieges ein. Das muss aber nicht hei&szlig;en, dass sie<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109873\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":109874,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[197,107,3444,187,171,11],"tags":[1986,3240,783,466,1367,259,260,2377,3321],"class_list":["post-109873","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-afd","category-audio-podcast","category-bsw","category-bundestag","category-militaereinsaetzekriege","category-strategien-der-meinungsmache","tag-dagdelen-sevim","tag-diplomatische-verhandlungen","tag-merz-friedrich","tag-nato","tag-ruestungsausgaben","tag-russland","tag-ukraine","tag-waffenlieferungen","tag-zeitenwende"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/bca.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/109873","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=109873"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/109873\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":109924,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/109873\/revisions\/109924"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/109874"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=109873"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=109873"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=109873"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}