{"id":10993,"date":"2011-10-17T08:05:05","date_gmt":"2011-10-17T06:05:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993"},"modified":"2011-10-17T08:05:05","modified_gmt":"2011-10-17T06:05:05","slug":"hinweise-des-tages-1489","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Occupy Frankfurt; Adieu, Kameraden, ich bin Gutmensch; Banken; Boston Consulting Group erwartet generellen Schuldenerlass; Kritik an &Ouml;konomen: Die M&auml;r von der Zauberkugel; DIW-Chef Gert Wagner: &ldquo;Million&auml;re k&ouml;nnten 100 Milliarden aufbringen&rdquo;; Umfrage zum Wohlstand: Armes Amerika, reiches China; MdB Christine Scheel neu im Vorstand der HSE; Konservativer Antikapitalismus; Staatsausgaben trotz Krisenabwehr real kaum gestiegen; Der Traum vom guten Lohn; Lohnnachschlag bleibt wohl aus; Wackelige Lebensversicherer bedrohen private Renten; Steuergelder f&uuml;r den &Uuml;berwachungsstaat &ndash; Projekt &bdquo;Indect&rdquo;; Denkfabriken zwischen Unabh&auml;ngigkeit und Lobbyismus; Lobbyisten an der Uni (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993#h01\">Occupy Frankfurt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993#h02\">Adieu, Kameraden, ich bin Gutmensch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993#h03\">Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993#h04\">Boston Consulting Group erwartet generellen Schuldenerlass<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993#h05\">Kritik an &Ouml;konomen: Die M&auml;r von der Zauberkugel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993#h06\">DIW-Chef Gert Wagner: &ldquo;Million&auml;re k&ouml;nnten 100 Milliarden aufbringen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993#h07\">Umfrage zum Wohlstand: Armes Amerika, reiches China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993#h08\">MdB Christine Scheel neu im Vorstand der HSE<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993#h09\">Konservativer Antikapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993#h10\">Staatsausgaben trotz Krisenabwehr real kaum gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993#h11\">Der Traum vom guten Lohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993#h12\">Lohnnachschlag bleibt wohl aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993#h13\">Wackelige Lebensversicherer bedrohen private Renten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993#h14\">Steuergelder f&uuml;r den &Uuml;berwachungsstaat &ndash; Projekt &bdquo;Indect&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993#h15\">Denkfabriken zwischen Unabh&auml;ngigkeit und Lobbyismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993#h16\">Lobbyisten an der Uni<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=10993&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Occupy Frankfurt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Occupy Wall Street&ldquo; in Frankfurt &ndash; Wir sind jetzt ihre Krise<\/strong><br>\nAuch in Deutschland verf&auml;ngt der New Yorker Slogan &bdquo;Wir sind die 99 Prozent&ldquo;. Gekommen sind mehr als 5000 Protestierende nach Frankfurt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/occupy-wall-street-in-frankfurt-wir-sind-jetzt-ihre-krise-11494287.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Zelten gegen die Finanzm&auml;chte<\/strong><br>\nDie Nacht war kalt, doch die Protest-Camper vor der EZB in Frankfurt schreckt das nicht. Sie wollen weiter ausharren, um so gegen die &Uuml;bermacht der Banken zu k&auml;mpfen. [&hellip;]<br>\nDie Polizei erkl&auml;rte am Sonntag, es habe keine Zwischenf&auml;lle in der Nacht gegeben. Sie sprach von lediglich 150 Campern. Die Stimmung unter den Campern sei gut, sagte Below. &ldquo;Unterst&uuml;tzer haben uns Kaffee und Br&ouml;tchen gebracht&rdquo;, berichtete er. Sogar ein Zelt h&auml;tten sie geschenkt bekommen. Die meisten Passanten reagierten positiv auf die Protestaktion vor der EZB.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/rubriken\/nachrichten\/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&amp;key=standard_document_42892736\">HR<\/a><\/li>\n<li><strong>Anti-Banken-Bewegung &ndash; Gauck nennt Proteste &ldquo;uns&auml;glich albern&rdquo;<\/strong><br>\nVerst&auml;ndnis allerorten &ndash; die Aktivisten der Anti-Banken-Bewegung ernten fast &uuml;berall Zustimmung. Nur einer stellt sich quer: der ehemalige Bundespr&auml;sidentenkandidat Joachim Gauck. Er spottet &uuml;ber die Debatte und prophezeit dem Protest ein schnelles Ende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,792098,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.G.:<\/strong> Gauck kann und\/oder will sich schlicht nicht vorstellen, dass es neben dem realen Staatssozialismus des 20. Jahrhunderts noch andere und vor allem immer wieder neue Unterdr&uuml;ckungsszenarien gibt, die bei Menschen emanzipatorische Impulse ausl&ouml;sen. Das Freiheitsideal der Occupy-Bewegung &ndash; verstanden als Freiheit vom Diktat h&ouml;chst irrationaler Finanzm&auml;rkte und einer menschenverachtenden neoliberalen Ideologie &ndash; schlie&szlig;t er schlicht vom Freiheitsbegriff aus (&bdquo;uns&auml;glich albern&ldquo;). Wenn er den Traum von einer Welt fernab der derzeitigen (Finanz-) Marktdominanz als eine &bdquo;romantische Vorstellung&ldquo; abstempelt, stellt er implizit analog zum Gegensatzpaar Romantik\/Rationalphilosophie &bdquo;die M&auml;rkte&ldquo; (einschlie&szlig;lich der Finanzm&auml;rkte) als perfekt rational, informationseffizient etc. dar. Etwa Robert Shiller und George Akerlof haben diese Mainstreamauffassung von der Marktrationalit&auml;t mit ihren &ldquo;behavorial economics&rdquo; (popl&auml;rwissenschaftlich: &ldquo;Animal Spirits&rdquo;, Campus, 2009) beeindruckend und allgemeinverst&auml;ndlich relativiert. Der eigentliche Romantiker ist also Gauck, wenn er blind an eine ungebrochene Marktrationalit&auml;t glaubt. Bedr&uuml;ckend: Gauck, der offenbar das &ldquo;Ende der Geschichte&rdquo; durch den US-amerikanischen Kapitalismustypus der &ldquo;Reagenomics&rdquo; verteidigt, w&auml;re fast ins Bundespr&auml;sidialamt eingezogen&hellip; Scharfer Kontrast: St&eacute;phane Hessel, ebenfalls durch historische Erfahrungen gepr&auml;gt, aber ungemein universalistisch in seinem Freiheitsverst&auml;ndnis <a href=\"http:\/\/www.democracynow.org\/blog\/2011\/10\/10\/stphane_hessel_on_occupy_wall_street_find_the_time_for_outrage_when_your_values_are_not_respected\">zur Occupy-Bewegung<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Mir ist es nach wie vor vollkommen unverst&auml;ndlich, wie SPD und Gr&uuml;ne diesen Mann als Pr&auml;sidentschaftskandidaten aufstellen konnten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Adieu, Kameraden, ich bin Gutmensch<\/strong><br>\nNicht mehr unter Rechten: Der Konservativismus hat sich selbst verraten. Er ist zu einer Ideologie der Gro&szlig;industrie und der Kriegsverk&auml;ufer geworden.<br>\nIch verstehe nicht, warum der Konservative, zum Beispiel, den menschengemachten Klimawandel f&uuml;r Panikmache von Gutmenschen und die Umweltauflagen gegen&uuml;ber der Industrie f&uuml;r eine sozialistische Erfindung halten muss. Warum das Bekenntnis zu Atomkraftwerken den rechten Rechten ausmachen soll.<br>\nIch verstehe auch nicht, was an Barack Obamas Reform der Krankenversicherung so &uuml;bel sein sollte &ndash; wenn man den einen wirklich problematischen Punkt der staatlichen Abtreibungsfinanzierung einmal ausnimmt.<br>\nVor allem will ich nicht verstehen, dass &bdquo;Islamkritik&ldquo; in allen Spielarten, bis hinunter zur offenen Demagogie, fast das einzige Prunk- und Ehrenzeichen konservativer Politik geworden ist. Nat&uuml;rlich verstehe ich es doch. Denn es scheint die einzige Chance neuer rechter, populistischer Parteien und Bewegungen in Europa zu sein, mit diesem Thema einen Wahlerfolg zu landen&hellip;<br>\nNeokonservativ, das ist, diesseits und jenseits des Atlantiks, die eigentliche Kriegspartei. Und es sind die sch&auml;rfsten Islamkritiker, die meistens auch einer Nebenbesch&auml;ftigung als Kriegsverk&auml;ufer nachgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/debatte-adieu-kameraden-ich-bin-gutmensch-11481906.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal ein bemerkenswerter Artikel in der FAZ. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Banken<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ein einziger Interessenkonflikt<\/strong><br>\nBanken sind der institutionalisierte Interessenkonflikt. Das gilt vor allem auch f&uuml;r das Investment Banking. Daher erstaunt es, dass derzeit nur aus Gr&uuml;nden der Stabilit&auml;t eines Finanzhauses &uuml;ber die strikte Trennung von Gesch&auml;ftsbank und Investmentbank gesprochen wird. Die latenten Interessenkonflikte zwischen diesen Einheiten, aber auch in den Einheiten selbst, werden dagegen kaum thematisiert. Schon die Vielzahl der Interessenkonflikte rechtfertigte aber die Diskussion &uuml;ber eine st&auml;rkere Trennung von Unternehmenseinheiten. Der Umgang mit den unterschiedlichen Interessen ist nicht leicht, und Mitarbeiter k&ouml;nnen nicht dauerhaft genaustens kontrolliert werden. Daher ist es eine berechtigte Frage, ob das Investment Banking und andere Gesch&auml;ftsfelder unter einem Dach sein sollten. Will man sich wirklich auf den Willen, die Glaubw&uuml;rdigkeit und die Integrit&auml;t der Banker verlassen? Oder sollte man eine Trennung von gewissen Bereichen erzwingen und sie &ndash; &auml;hnlich wie bei Wirtschaftspr&uuml;fern &ndash; auf eigene, unabh&auml;ngigere Beine stellen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/banken__ein_einziger_interessenkonflikt_1.12964451.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Ackermann wehrt sich gegen Zwangskapitalisierung<\/strong><br>\nDer Vorstandschef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat der Forderung der EU-Kommission nach einer h&ouml;heren Eigenkapitalquote von Banken widersprochen. &ldquo;Die aktuelle Rekapitalisierungsdebatte ist kontraproduktiv&rdquo;, sagte Ackermann. Sie signalisiere den M&auml;rkten, dass ein Schuldenschnitt in Griechenland wahrscheinlicher werde. Mehr Kapital k&ouml;nnten die Banken derzeit &ldquo;sicher nicht&rdquo; von privater Seite bekommen, eine Kapitalaufstockung laufe daher auf weitere Staatshilfen hinaus, was die Schuldensituation versch&auml;rfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-10\/banken-ackermann-rekapitalisierung\">Zeit.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dazu passt eine &Auml;u&szlig;erung Ackermanns, wonach wieder einmal die Politik bzw. die Staaten Schuld daran schuld sind, dass die Banken mangels Eigenkapital ihre Kunden nicht mehr mit ausreichend Krediten versorgen k&ouml;nnen. Das Eigenkapital sei nicht das Problem, sondern &bdquo;dass Staatsanleihen ihren Status als risikofreie Aktiva verloren&ldquo; h&auml;tten. Das waren herrliche Zeiten f&uuml;r die Banken als sie sich noch auf risikofreie Kreditvergaben verlassen konnten, bei denen sie keine Eigenkapitalvorsorge treffen mussten. &bdquo;Warum sollte man als Bank&hellip;sich auf diese Vorgabe nicht verlassen, die doch das Geldverdienen so lange so einfach machte&ldquo;, merkt die FTD vom 13.10.2011 ironisch an.<\/em><\/p><\/li>\n<li>Dazu: <strong>Fitch droht Deutscher Bank mit Herabstufung <\/strong><br>\nMit voranschreitender Schuldenkrise beurteilt die Ratingagentur die Ausblicke verschiedener gro&szlig;er Geldinstitute schlechter. Sie pr&uuml;ft das Rating der Deutschen Bank wie auch das einiger US-Gro&szlig;banken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:schuldenkrise-fitch-droht-deutscher-bank-mit-herabstufung\/60115929.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Boston Consulting Group erwartet generellen Schuldenerlass<\/strong><br>\nDie weltweit f&uuml;hrende Wirtschaftsberatung Boston Consulting Group (BCG) hat sich Gedanken gemacht, was aus den Schulden Europas und der USA werden k&ouml;nnte, sollten die aktuellen L&ouml;sungsversuche ihr absehbares Scheitern erleben. entweder m&uuml;ssten f&uuml;r die westliche Welt nun schnell hohe Inflationsraten erreicht werden oder es w&uuml;rde ein systematischer und umfassender Schuldenschnitt organisiert, wobei sich die Problematik bei weitem nicht nur auf die Staatsschulden beschr&auml;nke. Die BCG-Experten sorgen sich ebenso um die Schulden von Haushalten und Unternehmen, die allesamt drastisch reduziert werden m&uuml;ssten, damit die westliche Welt wieder auf Wachstumskurs gehen k&ouml;nne. Die Experten erinnern also an die Sitte im antiken Mesopotamien, wo jeder neue Herrscher seine Regierung mit einem allgemeinen Schuldenerlass begann. Auch im alten Testament ist dies alle 50 Jahre vorgeschrieben.<br>\nIn ihrer Analyse gehen die BCG-Experten in Anlehnung an BIZ-Analysen davon aus, dass die Schulden der Haushalte, Unternehmen und des Staates jeweils maximal 60 Prozent der Wirtschaftsleistung erreichen d&uuml;rften, um nachhaltig zu sein, bzw. insgesamt 180 Prozent des BIP nicht &uuml;bersteigen sollten (unter den Annahme von nominell drei Prozent BIP-Wachstum und f&uuml;nf Prozent Marktzinssatz). Daraus errechnet sich f&uuml;r die Eurozone ein Schulden&uuml;berhang von 6,1 Billionen, f&uuml;r Gro&szlig;britannien von 1,25 Billionen und f&uuml;r die USA von 8,24 Billionen Euro, der auch nicht durch k&uuml;nftig h&ouml;here Wachstumsraten abgebaut werden k&ouml;nne, weil die Schulden inzwischen so hoch sind, dass sie die Wachstumsraten reduzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/150553\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kritik an &Ouml;konomen: Die M&auml;r von der Zauberkugel<\/strong><br>\nBlindg&auml;nger, Geschichtenerz&auml;hler, Schaumschl&auml;ger: In Zeiten von Wirtschaftskrisen m&uuml;ssen &Ouml;konomen als S&uuml;ndenb&ouml;cke herhalten. Volkswirt Hanno Beck erwidert den Kritikern: Der weit verbreitete Glaube an Zauberspr&uuml;che und Kristallkugeln zeuge von Naivit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,790941,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Dies ist keine Apologetik der &Ouml;konomie (VWL), wie man angesichts des Titels vermuten k&ouml;nnte, sondern eine Apologetik der neoklassischen Variante der &Ouml;konomie (Wirtschaftsreligiosit&auml;t) mit ihren realit&auml;tsfremden Annahmen von &ldquo;homo oeconomicus&rdquo;, Nutzenmaximierung und rationalen und effizienten M&auml;rkten. Insofern findet nicht nur eine erhebliche Verengung des Themas statt, sondern die Versager der Neoklassik werden exkulpiert bis zum Geht-nicht-mehr.<br>\nWenn mal ein paar M&auml;rkte (u. a. der wichtigste von allen, der weltweite Finanzmarkt) ausnahmsweise (z. B. alle paar Jahre) verr&uuml;ckt spielen und katastrophale Wirtschaftskrisen verursachen, kann doch die dahinterliegende Quatsch-&ldquo;Theorie&rdquo; nicht falsch sein  Ein kleiner Schelm, unser Professor. Am besten, da&szlig; dann noch VWL in einem Atemzug mit der exakten Wissenschaft Physik genannt wird &ndash; den Anspruch kann die &Ouml;konomie niemals einl&ouml;sen. Der gute Professor baut Luftschl&ouml;sser auf Luftschl&ouml;ssern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>DIW-Chef Gert Wagner: &ldquo;Million&auml;re k&ouml;nnten 100 Milliarden aufbringen&rdquo;<\/strong><br>\nDIW-Chef Gert Wagner spricht im Interview &uuml;ber Bankenrettung, Bankerboni, Reichensteuern und sinnvolle Staatsverschuldung: &bdquo;Ich pers&ouml;nlich f&auml;nde eine h&ouml;here Steuerbelastung von Gutverdienenden gerecht und auch machbar. Die Mehrheit der Menschen mit h&ouml;herem Einkommen hat mit der Steuerbelastung kein Problem. Menschen mit mittlerem Einkommen f&uuml;hlen sich am ungerechtesten belastet.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/diw-chef-gert-wagner--millionaere-koennten-100-milliarden-aufbringen-,1472780,11011544.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Umfrage zum Wohlstand: Armes Amerika, reiches China<\/strong><br>\nDer Wohlstand der Amerikaner sinkt dramatisch. Laut einer Gallup-Umfrage haben 19 Prozent kein Geld f&uuml;r ausreichend Nahrung. Brisant ist der Vergleich mit China &ndash; hier beklagen dies nur 6 Prozent. Auch andere Armutsindikatoren zeigen: Den US-B&uuml;rgern geht es immer schlechter, den Chinesen immer besser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,791996,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.hoerbuch-blog.com\/volker-pispers-widerstand\/\">Wie sagt noch Volker Pispers<\/a>: &ldquo;F&uuml;r 60 % der Amerikaner von heute w&auml;re der Lebensstandard der DDR-B&uuml;rger von damals das Paradies auf Erden&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> &Uuml;berschrift und Wortwahl des SPIEGEL suggerieren, der Wohlstand wandere von den USA nach China ab. Tats&auml;chlich nimmt der Wohlstand auch in den USA immer weiter zu; er ist nur sehr ungleich verteilt, siehe z.B. <a href=\"http:\/\/acemaxx-analytics-dispinar.blogspot.com\/2011\/09\/us-bip-wachstum-pro-kopf-versus-median.html\">&bdquo;US BIP-Wachstum pro Kopf versus Median-Haushaltseinkommen&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>MdB Christine Scheel neu im Vorstand der HSE<\/strong><br>\nAufsichtsrat w&auml;hlt gr&uuml;ne Bundestagsabgeordnete &ndash; &ldquo;Eine ausgezeichnete Wahl&rdquo;<br>\nDer 20k&ouml;pfige Aufsichtsrat der HSE hat am Mittwoch (12.) die 54 Jahre alte Bundestagsabgeordnete der Gr&uuml;nen, Christine Scheel, zum neuen Vorstandsmitglied bestellt&hellip; Der entsprechend den Empfehlungen des Corporate Governance Kodex auf drei Jahre angelegte Vertrag von Frau Scheel w&auml;hrt vom 1. Februar 2012 bis zum 31. Januar 2015. Der parit&auml;tisch besetzte HSE-Aufsichtsrat setzt sich aus f&uuml;nf Vertretern der Wissenschaftsstadt Darmstadt, vier von Eon, einem der Region und zehn Arbeitnehmervertretern zusammen.<br>\nDas neu gew&auml;hlte Vorstandsmitglied wird das in dieser Form neue Ressort Nachhaltigkeit verantworten. Zu ihren Aufgaben geh&ouml;ren das Nachhaltigkeitsmanagement, regenerative Energien, Energieeffizienz, Medienarbeit, Compliance und die Repr&auml;sentation des Unternehmens, insbesondere auch gegen&uuml;ber Verb&auml;nden und Organisationen sowie den Stakeholdern.<br>\nDie im Landkreis Aschaffenburg lebende Parlamentarierin geh&ouml;rt dem Deutschen Bundestag seit 1994 an und z&auml;hlt zu den profiliertesten Abgeordneten der gr&uuml;nen Bundestagsfraktion. Derzeit ist sie deren Mittelstandsbeauftragte, Mitglied im Ausschuss f&uuml;r Wirtschaft und Technologie des Deutschen Bundestages und dar&uuml;ber hinaus in verschiedenen Gremien der deutschen Wirtschaft t&auml;tig. Von 2007 bis 2009 war sie stellvertretende Fraktionschefin, von 1994 bis 2007 finanzpolitische Sprecherin und von 1998 bis 2005 Vorsitzende des Finanzausschusses des Deutschen Bundestags. Ihr Bundestagsmandat und vielf&auml;ltige Positionen in der Wirtschaft wird Frau Scheel aufgeben, um sich ausschlie&szlig;lich ihrer neuen Aufgabe widmen zu k&ouml;nnen&hellip;<br>\nFrau Scheel freute sich &uuml;ber die Wahl des Aufsichtsrates: &ldquo;Die HSE als Modell der Energiewende entspricht voll meiner Philosophie. Der Wechsel von der Politik an die Spitze des Unternehmens ist eine konsequente Fortsetzung meines Engangement f&uuml;r eine nachhaltig-regenerative Energiepolitik mit dem &uuml;bergreifenden Ziel des Erhalts unserer nat&uuml;rlichen Lebensgrundlagen f&uuml;r die nachfolgenden Generationen. Im Mittelpunkt meines Handelns wird das erfolgreiche Unternehmen mit seinen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen, das sich klar auf das Thema Nachhaltigkeit konzentriert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hse.ag\/presse\/pressemitteilungen\/pressemeldung.html?tx_nidaghseintranetcontent_pi1[pressid]=7389&amp;cHash=89560e4b683b8a1b4c482732e16c54d4\">HSE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Wechsel in den Vorstand der Eon-Tochter des Energiekonzerns HSE ist in der der Tat &ndash; wie Frau Scheel selbst sagt &ndash; &bdquo;konsequent&ldquo;. Scheel hatte schon fr&uuml;her etliche Beiratsposten etwa bei der &bdquo;Barmenia&ldquo; oder bei der sp&auml;ter durch Sex-Parties in Erscheinung getretenen &bdquo;Hamburg Mannheier&ldquo; oder im Aufsichtsrat der &bdquo;N&uuml;rnberger Versicherung&ldquo;. Sie hatte die Mandate erst aufgegeben als diese bekannt geworden sind. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r ihre Rolle als &bdquo;Botschafterin&ldquo; der Inititative Neue Marktwirtschaft (INSM). Scheel geh&ouml;rte zum wirtschaftsliberalen Fl&uuml;gel der Gr&uuml;nen und hat sich schon immer der Wirtschaft angeboten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Konservativer Antikapitalismus<\/strong><br>\nStaatsfinanzierung und Finanzkapitalismus m&uuml;ssen getrennt werden &ndash; nur so verlieren die Banken und Ratingagenturen ihre ungerechtfertigte Macht.<br>\nAusgerechnet einer der bekanntesten konservativen Denker Deutschlands, der fr&uuml;here Verfassungsrichter Paul Kirchhof, hat jetzt einen solchen Gedanken entwickelt. Er hat die &uuml;bliche konservative Rhetorik vom Staat, der &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse gelebt hat, beiseitegelassen und einen entscheidenden Punkt der Schuldenkrise herausgearbeitet: die Abh&auml;ngigkeit der Staaten vom Finanzmarkt.<br>\nDer Jurist und Steuerexperte will die gegenseitige Abh&auml;ngigkeit von Finanzwirtschaft und Staat abschaffen und dem Staat damit Freiheit zur&uuml;ckgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:kolumne-peter-ehrlich-der-revolutionaere-naechste-schritt\/60115440.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Staatsausgaben trotz Krisenabwehr real kaum gestiegen<\/strong><br>\nIn diesem Jahr 51 Milliarden Euro Mindereinnahmen durch Steuersenkungen<br>\nSeit 1998 sind die Steuern in Deutschland kr&auml;ftig gesunken. Mindereinnahmen in zweistelliger Milliardenh&ouml;he sind die Folge &ndash; und ein wesentlicher Grund f&uuml;r das aktuelle Staatsdefizit. Die staatlichen Ausgaben sind hingegen in der vergangenen Dekade real kaum gestiegen. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\n51 Milliarden Euro &ndash; so viel w&uuml;rden Bund, L&auml;nder und Gemeinden 2011 mehr an Steuern einnehmen, wenn noch die Steuergesetze von 1998 g&auml;lten. Das hat der IMK-Steuerexperte Achim Truger ermittelt. &ldquo;Rein rechnerisch h&auml;tte die Bundesrepublik damit aktuell kein Budgetdefizit, sondern einen &Uuml;berschuss &ndash; wenn der Staat nicht in der vergangenen Dekade auf hohe Einnahmen verzichtet h&auml;tte&rdquo;, sagt der Wissenschaftler.<br>\nVor allem die rot-gr&uuml;ne Einkommensteuerreform mit deutlicher Senkung der Spitzensteuers&auml;tze hat durchgeschlagen, zeigen Trugers Daten. So sehr, dass die Steuereinnahmen selbst 2007, nach Anhebung der Mehrwertsteuer, um rund 20 Milliarden Euro unter dem Niveau bei G&uuml;ltigkeit der Steuergesetze von 1998 blieben. Die f&uuml;r Kapitaleigner g&uuml;nstige Abgeltungsteuer, die Unternehmensteuersenkung und die Entlastungen, welche die gro&szlig;e und dann die schwarz-gelbe Koalition in der Krise beschlossen, haben den Abstand noch vergr&ouml;&szlig;ert. Zu einem gro&szlig;en Teil kamen die Steuersenkungen wohlhabenderen Haushalten zugute. Das Wachstum konnten sie wegen gleichzeitiger drastischer Ausgabenk&uuml;rzungen nicht stimulieren. Unter dem Strich blieb daher ein deutliches Minus f&uuml;r den Staat&hellip;<br>\nKaum zu den aktuellen finanziellen Problemen beigetragen hat nach den Berechnungen des Forschers hingegen die Entwicklung der Staatsausgaben: Von 1998 bis 2010 erh&ouml;hten sich die gesamtstaatlichen Ausgaben im Jahresdurchschnitt nominal lediglich um 1,8 Prozent. Nach Abzug der Preissteigerung blieb nur ein Mini-Wachstum von durchschnittlich 0,2 Prozent pro Jahr. Dabei sind die niedrigen Werte schon erheblich beeinflusst von den hohen staatlichen Ausgaben zur Abwehr der Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2009 und 2010. Zwischen 1998 und dem Beginn der Finanzkrise 2008 erh&ouml;hten sich die gesamtstaatlichen Ausgaben im Jahresdurchschnitt nominal lediglich um 1,4 Prozent. Real, nach Abzug der Preissteigerung, schrumpften sie sogar um 0,2 Prozent pro Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/2728_37820.htm\">IMK<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/111017gra.png\" alt=\"In diesem Jahr 51 Milliarden Euro Mindereinnahmen durch Steuersenkungen\" title=\"In diesem Jahr 51 Milliarden Euro Mindereinnahmen durch Steuersenkungen\"><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Traum vom guten Lohn<\/strong><br>\nViele Osteurop&auml;er d&uuml;rfen sich mittlerweile in Deutschland f&uuml;r Jobs bewerben. Anders sieht es f&uuml;r Bulgaren und Rum&auml;nen aus.&rdquo;Die Leute kommen trotzdem. Keiner hat die Dinge zu Ende gedacht&rdquo;, sagt Wagner. Einer der wenigen legalen Wege hierher f&uuml;hrt &uuml;ber den Status als Selbstst&auml;ndiger. Man muss daf&uuml;r in Deutschland ein Gewerbe anmelden, Steuern an den deutschen Fiskus abf&uuml;hren, eine Haftpflicht- und Krankenversicherung abschlie&szlig;en. So schreiben es die Gesetze vor. Jedoch werde &ldquo;immer wieder die Unwissenheit der Leute ausgenutzt&rdquo;, sagt Bettina Wagner vom &ldquo;Berliner Beratungsb&uuml;ro f&uuml;r entsandte Besch&auml;ftigte&rdquo;. Immer wieder werden bulgarische oder rum&auml;nische Arbeiter in Deutschland um ihren Lohn geprellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F10%2F14%2Fa0151&amp;cHash=a0415285ba\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Lohnnachschlag bleibt wohl aus<\/strong><br>\nF&uuml;hrende Institute prognostizieren drastischen R&uuml;ckgang des Wirtschaftswachstums. Schlechte Aussichten auf Lohnerh&ouml;hungen f&uuml;r Arbeitnehmer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/herbstgutachten-lohnnachschlag-bleibt-wohl-aus,1472780,11006822.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wackelige Lebensversicherer bedrohen private Renten<\/strong><br>\nMillionen Deutsche haben Lebensversicherungen gekauft, um im Alter sorglos den Ruhestand zu genie&szlig;en. Dieser Traum droht nun zu platzen.<br>\n [&hellip;]<br>\nAnders als im Umlageverfahren des &ouml;ffentlichen Rentensystems, in dem die Jungen f&uuml;r die Renten der Alten aufkommen, funktioniert die private Altersvorsorge kapitalgedeckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article13663394\/Wackelige-Lebensversicherer-bedrohen-private-Renten.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Privat geht vor Staat!&rdquo; Vielleicht kann uns &ldquo;die Politik&rdquo; noch mal erkl&auml;ren, warum sie das Umlageverfahren torpediert hat und weiter sch&auml;digt. Weil es nicht sicher ist? Am besten ist die Behauptung in dem Artikel, die &ldquo;kapitalgedeckte&rdquo; Altersvorsorge funktioniere &ldquo;[a]nders als im Umlageverfahren&rdquo;, ohne da&szlig; die Jungen f&uuml;r die Renten der Alten aufk&auml;men. Leider kommen diese &ldquo;Journalisten&rdquo; immer noch mit l&auml;cherlichen Pseudoerkl&auml;rungen durch (&ldquo;&uuml;ber die M&auml;rkte&rdquo;).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Steuergelder f&uuml;r den &Uuml;berwachungsstaat &ndash; Projekt &bdquo;Indect&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r Deutschlands Datensch&uuml;tzer ein Alptraum: Fl&auml;chendeckende Kamera&uuml;berwachung, fliegende Aufkl&auml;rungsdrohnen in den Innenst&auml;dten. Wer sich verd&auml;chtig macht, wird &uuml;ber Internet und Datenbanken identifiziert und landet im R&auml;derwerk der Strafverfolger. Mit dem EU-Projekt &bdquo;Indect&ldquo; soll dieser Alptraum Wirklichkeit werden. Trotz massiver Kritik f&ouml;rdert die Bundesregierung das Projekt mit Personal und Steuergeldern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste_vom_13_10\/steuergelder_fuer.html\">RBB online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Denkfabriken zwischen Unabh&auml;ngigkeit und Lobbyismus<\/strong><br>\nWissenschaft: Thinktanks, sogenannte Denkfabriken, sind zum festen Bestandteil der Forschungslandschaft geworden. Oft ist aber unklar, welche Interessen hinter einem Institut stecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/artikel\/Denkfabriken-zwischen-Unabhaengigkeit-und-Lobbyismus\/55338\/1\">VDI-Nachrichten, Aktuelle Berichte aus Technik &amp; Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Lobbyisten an der Uni<\/strong><br>\nDie Leuphana Universit&auml;t in L&uuml;neburg hat f&uuml;r ihre Projektwoche Interessenvertreter aus dem Gesundheitswesen eingeladen. Die studentischen Vertreter f&uuml;rchten um Wissenschaftlichkeit und Neutralit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Unternehmen-unterrichten\/!79902\/\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Ein NDS-Leser, der verst&auml;ndlicherweise nicht genannt werden m&ouml;chte, schrieb uns hierzu:<\/strong><\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Da Sie sich mit Meinungsmache besch&auml;ftigen, m&ouml;chte ich Ihnen folgendes schildern: Wir Studenten hatten die Aufgabe, ein Gesundheitssystem f&uuml;r die Bundesrepublik zu entwerfen.<br>\nAusgangslage war ein erfundenes Gesetz des EuGH, das mehr Wettbewerb unter den Kassen forderte. Wir wurden in der Veranstaltung durch die Boston Consulting Group betreut, eine Firma f&uuml;r Unternehmensberatung, die vorwiegend im Gesundheitssystem arbeitet. Zus&auml;tzlich erhielten wir eine Brosch&uuml;re dieser Firma, die uns das deutsche Gesundheitssystem n&auml;her bringen soll. Desweiteren lieferte Sie alle Powerpointpr&auml;sentationen, Aufgaben und Folien.<br>\nIm Laufe der Startwoche wurden wir in Teams eingeteilt, und bekamen die Aufgabe, ein bestimmtes Unternehmen, bzw. eine bestimmte Lobby zu vertreten. Dabei waren in erster Linie der Gro&szlig;handel, die Pharmalobby, &Auml;rzte, Krankenh&auml;user und Apothekenverb&auml;nde.<br>\nZu keinem Zeitpunkt wurde uns eine neutrale Sicht auf die Dinge gestattet. Stattdessen wurden wir von Lobbyisten der jeweils uns zugeteilten Unternehmen permanent mit Statistiken und Zahlen bombardiert, die uns dienen sollten, beeindruckende Argumentationswege zu finden, um den Profit der jeweiligen Firma zu erh&ouml;hen.<br>\nSo erz&auml;hlte der Pharmagro&szlig;handel meiner Gruppe und mir, warum hier und dort Deregulierung n&ouml;tig sei und unterstrich dies mit Zahlen, zu denen keine Quelle genannt werden konnte.<br>\nAm Schluss mussten wir dann die jeweils anderen Gruppen &uuml;berzeugen, mit uns zusammenzuarbeiten, um gemeinsam den Profit zu erh&ouml;hen. Zwar war uns erlaubt, die Meinung unseres eigenen Unternehmens abzulehnen und eine andere zu vertreten. Das war in der Realit&auml;t aber nicht m&ouml;glich, da viele meiner Kommilitonen schon l&auml;ngst auf die Unternehmensmeinung getrimmt waren.<br>\nIch finde dies erschreckend. Sollte eine Universit&auml;t nicht eigentlich die Aufgabe haben, uns neutrales, unabh&auml;ngiges und kritisches Arbeit in der Wissenschaft zu lehren?<br>\nEs zeigt, wie die Studierenden in den Universit&auml;ten mittlerweile von Anfang an manipuliert werden. Ich bin sicher, dass ich im Laufe des Studiums, gerade im  Studiengang VWL, permanent neoliberaler Logik unterworfen sein werde.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Occupy Frankfurt; Adieu, Kameraden, ich bin Gutmensch; Banken; Boston Consulting Group erwartet generellen Schuldenerlass; Kritik an &Ouml;konomen: Die M&auml;r von der Zauberkugel; DIW-Chef Gert Wagner: &ldquo;Million&auml;re k&ouml;nnten 100 Milliarden aufbringen&rdquo;; Umfrage zum Wohlstand: Armes Amerika, reiches China; MdB Christine Scheel neu im Vorstand der HSE; Konservativer Antikapitalismus; Staatsausgaben trotz<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10993\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10993","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10993","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10993"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10993\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10998,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10993\/revisions\/10998"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10993"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10993"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10993"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}