{"id":11003,"date":"2011-10-18T08:27:07","date_gmt":"2011-10-18T06:27:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11003"},"modified":"2011-10-18T09:41:56","modified_gmt":"2011-10-18T07:41:56","slug":"hinweise-des-tages-1490","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11003","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Occupy-Bewegung; Lucas Zeise &ndash; Aufgebl&auml;hter Finanzsektor; Thomas Fricke &ndash; Huch, der Patient ist tot; Thomas Straubhaar &ndash; Die Schulden-Hysterie; Paul Krugman &ndash; Losing Their Immunity; Wir sind der Markt &ndash; Spekulation und Alltag; US-Grossbanken m&uuml;ssen Insolvenz-Szenario vorlegen; Europe&rsquo;s lost decade as $7 trillion loan crunch looms; Schweizer Abkommen &ndash; Verbotene Liebe; Extrarunde f&uuml;r Leyen; Razzia im Imperium von Baron von Finck junior; Im deutschen Interesse? Waffen gegen Rohstoff; Wir punkten mit Inhalten, nicht mit Querelen; zu guter Letzt: Privatisiert die Steuern (WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11003#h01\">Occupy-Bewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11003#h02\">Lucas Zeise &ndash; Aufgebl&auml;hter Finanzsektor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11003#h03\">Thomas Fricke &ndash; Huch, der Patient ist tot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11003#h04\">Thomas Straubhaar &ndash; Die Schulden-Hysterie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11003#h05\">Paul Krugman &ndash; Losing Their Immunity<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11003#h06\">Wir sind der Markt &ndash; Spekulation und Alltag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11003#h07\">US-Grossbanken m&uuml;ssen Insolvenz-Szenario vorlegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11003#h08\">Europe&rsquo;s lost decade as $7 trillion loan crunch looms<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11003#h09\">Schweizer Abkommen &ndash; Verbotene Liebe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11003#h10\">Extrarunde f&uuml;r Leyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11003#h11\">Razzia im Imperium von Baron von Finck junior<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11003#h12\">Im deutschen Interesse? Waffen gegen Rohstoff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11003#h13\">Wir punkten mit Inhalten, nicht mit Querelen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11003#h14\">zu guter Letzt: Privatisiert die Steuern<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11003&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Occupy-Bewegung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gebildet, arm, protestierend<\/strong><br>\nEinstweilen darf dieser Widerstand vor allem als Zeichen gelesen werden: Der Schaden, den die Krisen des Kapitalismus anrichten, l&auml;sst sich nicht mehr verschleiern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/leitartikel-zu-den-occupy-demonstrationen-gebildet--arm--protestierend,1472602,11016334.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Occupy the Occupy: Bewegung 15. Oktober wird vereinnahmt<\/strong><br>\nSeit dem vergangenen Wochenende haben zahlreiche Politiker versucht, die Protestbewegung 15. Oktober f&uuml;r sich zu vereinnahmen. Den vorl&auml;ufigen H&ouml;hepunkt erreichte dieses &bdquo;Occupy the Occupy&ldquo; heute mit dem Versuch der Kanzlerin, sich mit der Bewegung zu solidarisieren.<br>\nM&ouml;glich wird dies vor allem durch die einheitliche Berichterstattung der Medien. Hier wird von einer Bewegung gesprochen, die ihren Weg von den USA aus nach Europa nahm und in der es ausschlie&szlig;lich um die Kritik an der Macht des Bankensystems geht. Dabei ist das, was wir zur Zeit unter dem Schlagwort &bdquo;Echte Demokratie Jetzt&ldquo; erleben weitaus mehr, als nur der b&uuml;rgerliche Versuch, die Befugnisse der Banken ein wenig zu beschneiden. Es geht hierbei um die Unzufriedenheit und Emp&ouml;rung von immer mehr Menschen, die von den herrschenden Verh&auml;ltnissen angewidert sind.<br>\nWenn sich jetzt genau diejenigen versuchen an die Spitze der Bewegung zu stellen, denen wir die Misere haupts&auml;chlich zu verdanken haben, dann l&auml;uft in der &ouml;ffentlichen Kommunikation einiges schief. Die Bewegung braucht ein konsensuales Manifest, um Kontur zu gewinnen und klar auszusprechen, f&uuml;r was und gegen was sie eigentlich antritt und um Trittbrettfahrern eine deutliche Absage zu erteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jacobjung.wordpress.com\/2011\/10\/17\/occupy-the-occupy-bewegung-15-oktober-wird-vereinnahmt\/\">Jacob Jung<\/a><\/li>\n<li><strong>Naomi Klein &ndash; Das ist jetzt die wichtigste Bewegung der Welt<\/strong><br>\nIch f&uuml;hle mich geehrt, dass ich eingeladen wurde, am Donnerstagabend bei Occupy Wall Street zu sprechen. Es ist ein Skandal, dass Euch die Benutzung von Lautsprechern verboten wurde. Weil das, was ich zu sagen habe, von Hunderten von Menschen wiederholt werden muss, damit es alle h&ouml;ren k&ouml;nnen &ndash; man nennt das auch das &ldquo;menschliche Mikrofon&rdquo; &ndash; wird das, was ich hier auf dem Liberty Square (Platz der Freiheit in New York) sagen werde, sehr kurz sein m&uuml;ssen. Deshalb werde ich die l&auml;ngere, ungek&uuml;rzte Version meiner Rede ver&ouml;ffentlichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/zmag.de\/artikel\/occupy-wall-street-das-ist-jetzt-die-wichtigste-bewegung-der-welt\">znet<\/a><\/li>\n<li><strong>Occupy London<\/strong><br>\nWie in zahlreichen L&auml;ndern weltweit kam es auch in Gro&szlig;britannien am Samstag zu Demonstrationen nach dem Vorbild der &raquo;Occupy&laquo;-Bewegung in den USA. Rund 5000 Menschen folgten dem Aufruf des &raquo;London Stock Exchange Collectives&laquo; und versuchten, die Londoner B&ouml;rse zu besetzen. Mit der versuchten Besetzung der Londoner B&ouml;rse protestierten die Demonstranten unter anderem gegen k&uuml;rzlich aufgedeckte F&auml;lle von Geldw&auml;sche und Steuerhinterziehung. Am 12. Oktober ver&ouml;ffentlichte die Organisation &raquo;Action Aid&laquo; eine Studie zum Thema. 18 Milliarden Pfund gehen demnach jedes Jahr durch Steuerhinterziehung in Gro&szlig;britannien verloren. W&auml;hrend der britische Staat Arbeitnehmer, Erwerbslose und sozial schwache mit Belastungspaketen schr&ouml;pft, ist ein Gesetz in Vorbereitung, welches multinationalen Konzernen Steuerabschreibungen erleichtern soll. Das bedeutet Steuergeschenke an Unternehmen im Wert von 840 Millionen Pfund.  Zudem haben 98 der 100 gr&ouml;&szlig;ten an der Londoner B&ouml;rse notierten Unternehmen Strohfirmen gegr&uuml;ndet, mit denen sie in Steueroasen operieren. Die vier gr&ouml;&szlig;ten britischen Banken unterhalten 1649, BP und Shell 1000 solcher Firmen. Auch die britischen Supermarktketten verlagern ihr Geld in Steueroasen, zum Beispiel auf die Insel Jersey, wo sich die Tarnfirmen tummeln.  Derweil droht in Gro&szlig;britannien Massenverarmung. Das geht aus dem gerade ver&ouml;ffentlichten Armutsbericht hervor. Das Durchschnittseinkommen wird im kommenden Jahr um sieben Prozent sinken. Es wird 600000 mehr arme Kinder und 800 000 mehr arme Erwachsene im berufsf&auml;higen Alter geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/10-17\/004.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> War da nicht was im August? Wie ein Spuk ist die verelendete Jugend der &lsquo;riots&rsquo; aus der Medienberichterstattung verschwunden. Es mag ja richtig sein, dass in den Ausschreitungen des August nur wenig gesellschaftliches Bewusstsein am Wirken war, die H&auml;lfte der Verhafteten war ja auch minderj&auml;hrig, aber von den Medien w&auml;re schon zu erwarten, dass eine Verbindungslinie zwischen den &lsquo;riots&rsquo; und den Protesten vor der Londoner B&ouml;rse und anderswo gezogen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lucas Zeise &ndash; Aufgebl&auml;hter Finanzsektor<\/strong><br>\nWie man die Banken rettet und einige dieses Mal vielleicht loswird<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/10-18\/005.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; Huch, der Patient ist tot<\/strong><br>\nDeutschlands Krisenprediger dr&auml;ngen andere L&auml;nder zu Radikalkuren, die hierzulande aus guten Gr&uuml;nden keiner machen w&uuml;rde. Und wundern sich jetzt, dass die Krise eskaliert&hellip;<br>\nDas Dilemma ist immer dasselbe. Mit Einsetzen von K&uuml;rzungen und h&ouml;heren Abgaben bricht keine Begeisterung aus, wie es althergebrachte &Ouml;konomen postulieren &ndash; sondern die Konjunktur weg, was zu Arbeitslosigkeit, Rezession und (radikalkurbedingt) wieder steigenden Staatsdefiziten f&uuml;hrt. Weil dem Staat dann die Steuereinnahmen fehlen.<br>\nVor lauter K&uuml;rzen schrumpft Griechenlands Wirtschaft 2011 mittlerweile um f&uuml;nf Prozent, statt zu wachsen. Seit 2008 ist das BIP um zehn Prozent gefallen, was nach Faustformeln f&uuml;nf Punkte mehr Defizitquote bringt, die anderweitig nun wieder abzubauen ist. Eine Groteske. Die britische Wirtschaft d&uuml;rfte 2011 wegen Radikalkurfolgen nur noch um ein Prozent wachsen &ndash; statt um 2,5 Prozent. Same problem.<br>\nNach einer IWF-Studie von Herbst 2010 bricht bei einem Punkt forciertem Defizitabbau die Wirtschaft im Schnitt um einen halben Prozent ein &ndash; und noch st&auml;rker, wenn die Notenbank ihre Zinsen zum Ausgleich nicht senkt, sondern (wie unsere EZB) anhebt. Das ist dann wie Schwimmen mit Betonreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kolumne-thomas-fricke-huch-der-patient-ist-tot\/60115883.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Thomas Straubhaar &ndash; Die Schulden-Hysterie<\/strong><br>\nExplodierende Staatsschulden sind die gr&ouml;&szlig;te Angst der Deutschen. Das ist regelm&auml;&szlig;ig das Ergebnis des stern-Sorgenbarometers. So verst&auml;ndlich die Sorgen sind: Mittlerweile beginnt die Schuldendiskussion hysterische Z&uuml;ge anzunehmen. Schulden seien alles, was wir unseren Kindeskindern hinterlassen, so ein g&auml;ngiges Urteil. Wer so argumentiert, missachtet einen einfachen Zusammenhang: Zu jedem Kreditgesch&auml;ft braucht es zwei Akteure, einen Gl&auml;ubiger und einen Schuldner. Forderungen und Verbindlichkeiten heben sich gegenseitig auf. Die Schulden des einen sind das Guthaben der anderen. Deshalb hinterlassen wir unseren Kindern nicht nur Schulden, sondern auch Verm&ouml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/wochenmarkt-die-wirtschaftskolumne-die-schulden-hysterie-1739374.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Losing Their Immunity<\/strong><br>\nThe modern lords of finance look at the protesters and ask, Don&rsquo;t they understand what we&rsquo;ve done for the U.S. economy?<br>\nThe answer is: yes, many of the protesters do understand what Wall Street and more generally the nation&rsquo;s economic elite have done for us. And that&rsquo;s why they&rsquo;re protesting. [&hellip;]<br>\nMoney talks in American politics, and what the financial industry&rsquo;s money has been saying lately is that it will punish any politician who dares to criticize that industry&rsquo;s behavior, no matter how gently &mdash; as evidenced by the way Wall Street money has now abandoned President Obama in favor of Mitt Romney. And this explains the industry&rsquo;s shock over recent events.<br>\nYou see, until a few weeks ago it seemed as if Wall Street had effectively bribed and bullied our political system into forgetting about that whole drawing lavish paychecks while destroying the world economy thing. Then, all of a sudden, some people insisted on bringing the subject up again.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/10\/17\/opinion\/krugman-wall-street-loses-its-immunity.html?_r=1\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wir sind der Markt &ndash; Spekulation und Alltag<\/strong><br>\nOb wir Zeitung lesen, Radio h&ouml;ren oder fernsehen, immer ist in diesen Krisenzeiten von den &ldquo;M&auml;rkten&rdquo; die Rede. Sie stellen alles M&ouml;gliche an: Sie sind nerv&ouml;s, erholen sich, zaudern, steigern sich in Euphorie. Sie bezichtigen politische Akteure der Unglaubw&uuml;rdigkeit, f&uuml;hren diesen oder jenen Staat als unsoliden Schuldner vor, dr&auml;ngen auf radikale Sanierung der Staatsfinanzen. Gestandene &Ouml;konomen spekulieren, wann &ldquo;die M&auml;rkte wieder angreifen&rdquo;, oder nehmen sie gar als &ldquo;ein Rudel W&ouml;lfe&rdquo; wahr.1<br>\nKurzum, alle reden, als ob die &ldquo;M&auml;rkte&rdquo; kaprizi&ouml;se Personen w&auml;ren. Aber wer soll das sein, die &ldquo;M&auml;rkte&rdquo;? Obwohl sie dauernd in den Nachrichten auftauchen, also offenbar genau beobachtet werden, ist der herrschende Eindruck, dass sie gro&szlig;e, anonyme M&auml;chte darstellen. Selbst wo von &ldquo;Investoren&rdquo; oder &ldquo;Anlegern&rdquo; die Rede ist, also immerhin von Personen, erf&auml;hrt man selten, um wen es sich handelt. Weil Ross und Reiter nicht benannt werden, assoziieren wir mit diesen &ldquo;M&auml;rkten&rdquo; irgendwelche Zusammenrottungen oder Verschw&ouml;rungen gieriger Spekulanten, Banker, Heuschrecken, Hedgefonds, Krisengewinnler.<br>\nDabei ist unsere Alltagsvorstellung von einem Markt eine ganz andere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2011\/10\/14.mondeText1.artikel,a0010.idx,1\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>US-Grossbanken m&uuml;ssen Insolvenz-Szenario vorlegen<\/strong><br>\nNach den neuen vom Fed erlassenenRegeln m&uuml;ssen die Kreditinstitute eine Art Testament bei den Beh&ouml;rden hinterlegen. Darin zeichnen sie auf, wie sie im Falle einer Insolvenz schnell entflochten werden k&ouml;nnen. Die Banken m&uuml;ssen die Pl&auml;ne bis Mitte Juli kommenden Jahres einreichen. Die Einlagensicherung (FDIC) hat der Regulierung bereits im September zugestimmt. Mit dem Ja der US-Zentralbank kann die &Auml;nderung in Kraft treten. Grosse Banken stehen in dem Verdacht, zu grosse Risiken auf sich genommen zu haben, in dem Kalk&uuml;l, ohnehin im Notfall vom Staat aufgefangen zu werden (&laquo;too big to fail&raquo;). Das Gesetz verleiht der US-Regierung die Macht, Banken zu beschlagnahmen oder zu zerschlagen. Die Regelung bezieht sich auf Banken mit einer Bilanzsumme von mehr als 50 Mrd. Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/us-grossbanken_muessen_insolvenz-szenario_den_behoerden_vorlegen_1.13031957.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Europe&rsquo;s lost decade as $7 trillion loan crunch looms<\/strong><br>\nEurope&rsquo;s banks face a $7 trillion lending contraction to bring their balance sheets in line with the US and Japan, threatening to trap the region in a credit crunch and chronic depression for a decade. [&hellip;]<br>\nThis great error further juiced the fatal flood of lending from North Europe to Club Med. Interestingly, it is what US lending did to Germany in the late 1920s. When the music stopped &mdash; when Wall Street cut off loans, as Germany has now cut off loans to Spain &mdash; trouble ensured within two years. Weimar limped on, but not for long. [&hellip;]<br>\nEuropean banks have $3.4 trillion of cross-border loans to emerging markets (BIS data), three-quarters of the total. They account for 46pc in Asia, 63pc in Latin America, and 90pc in Eastern Europe. Either these banks will cut funding to Eastern Europe, or they will curtail loans at home. Most likely they will do both. [&hellip;]<br>\nThe ECB can of course save Euroland, if it is willing to launch stimulus a l&rsquo;outrance with bond purchases near 20pc of GDP &mdash; like the Bank of England. A reflation policy would undoubtedly lift the South off the reefs, perhaps by targeting M3 growth of 5pc in Italy and Spain for three years. It would allow EMU laggards to claw their way to back to viability.<br>\nAny such attempt to correct North-South imbalances from both ends requires an inflationary boom in Germany. That is the price that Germany must pay. But as events have made all too clear over recent months, this runs smack into German ideology and the Teutonic granite of the Bundesbank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/finance\/comment\/ambroseevans_pritchard\/8830072\/Europes-lost-decade-as-7-trillion-loan-crunch-looms.html\">Telegraph<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schweizer Abkommen &ndash; Verbotene Liebe<\/strong><br>\nBisher galt in Deutschland Steuerhinterziehung als Kavaliersdelikt. Nun sollen die Kavaliere auf Rosen gebettet werden. &Uuml;ber einen grotesken Ehevertrag zwischen Staat und Kriminellen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/positionen\/1141-verbotene-liebe\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Extrarunde f&uuml;r Leyen<\/strong><br>\nDie Arbeitsmarktreform der Ministerin st&ouml;&szlig;t auf Widerstand aus den L&auml;ndern &ndash; auch bei der CDU<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/extrarunde-fuer-leyen\/4761190.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Die geplante &bdquo;Reform&ldquo;, f&uuml;r die sich von der Leyen (CDU) trotz heftiger in die Wege geleitet hatte, sieht u. a. Verschlechterungen beim sog. &bdquo;Gr&uuml;ndungszuschuss&ldquo; vor. Von der Leyen hatte beim Gr&uuml;ndungszuschuss u. a. von &bdquo;Mitnahmeeffekten&ldquo; gesprochen. Diesem Argument widerspricht allerdings das N&uuml;rnberger Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Nach einer Untersuchung der N&uuml;rnberger Forscher lohnen sich die finanziellen Hilfen zur Wiedereingliederung von Arbeitslosen. Nach Erkenntnissen der IAB sind bis zu 70 Prozent der gef&ouml;rderten Gr&uuml;nder noch f&uuml;nf Jahre sp&auml;ter in Voll- oder Teilzeit selbstst&auml;ndig. Weitere 20 Prozent fanden &uuml;ber diesen Weg in einen regul&auml;ren Job.<\/em><br>\n<em>Dass das IAB eine andere Meinung vertritt als von der Leyen ist politisch durchaus brisant. Das IAB ist eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, die wiederum dem Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales unterstellt ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Razzia im Imperium von Baron von Finck junior<\/strong><br>\nEin Tochterunternehmen von August Baron von Finck junior ist von der Steuerfahndung durchsucht worden. Der Verdacht wiegt schwer. Beh&ouml;rden pr&uuml;fen nun weitere Ank&auml;ufe von Steuer-CDs. [&hellip;]<br>\nDie Steuer-CD aus Luxemburg bereitet August Baron von Finck junior &Auml;rger. Mehr als 50 Beamte der Steuerfahndung durchsuchten nach Informationen des Handelsblatts am vergangenen Freitag Standorte von Fincks VM Verm&ouml;gens-Management GmbH in D&uuml;sseldorf, M&uuml;nchen und Stuttgart wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/razzia-im-imperium-von-baron-von-finck-junior\/5116918.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die NachDenkSeiten berichteten in den letzten Wochen gleich zweimal &uuml;ber Baron von Finck junior:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"\/?p=10973\">Von der deutschen Tea Party zur Henkel-Partei (II) &ndash; Der rechte Ritt auf der Welle der Emp&ouml;rung<\/a> <\/li>\n<li><a href=\"\/?p=10678\">B&uuml;rgerkonvent 2.0 &ndash; die deutsche Tea-Party-Bewegung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Finck ist auch die Person, die der FDP im Rahmen der M&ouml;venpick-Aff&auml;re eine siebenstellige Summe hat zukommen lassen. So schlie&szlig;t sich der Kreis. Es &uuml;berrascht keinesfalls, dass ausgerechnet dieser Baron Finck nun im Zentrum der Ermittlungen gegen Steuerstraft&auml;ter steht. Es ist jedoch mehr als fraglich, ob die Ermittler sich gegen die nun folgen werdenden Einflussnahmen aus dem politischen Umfeld von Finck werden behaupten k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Sch&auml;uble gegen die Verwendung von Steuer-CDs<\/strong><br>\nDie Ermittlungen gegen Steuers&uuml;nder laufen in mehreren Bundesl&auml;ndern. Doch die Politik streitet noch um den Ankauf des Datentr&auml;gers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13665424\/Schaeuble-gegen-die-Verwendung-von-Steuer-CDs.html\">WELT<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Im deutschen Interesse? Waffen gegen Rohstoff<\/strong><br>\nGerade war Angela Merkel in der Mongolei zu Gast, einem der rohstoffreichsten L&auml;nder der Welt. Am Freitag dieser Woche diskutiert der Bundestag &uuml;ber die Rohstoffsicherheit Deutschlands. Gleichzeitig wird eine vertrauliche Rede der Kanzlerin vor dem Bundessicherheitsrat bekannt, in der sie den Export deutscher Panzer auch damit begr&uuml;ndet, dass aufstrebende Schwellenl&auml;nder verst&auml;rkt mit deutschen Waffen bedient werden sollten. Der Rohstoffe wegen. Es musste schon mal ein Bundespr&auml;sident zur&uuml;cktreten, weil er den deutschen Wirtschaftsinteressen mit Hilfe der Bundeswehr den Weg frei schie&szlig;en wollte. Da ist&rsquo;s schon besser, die Wirtschaftspartner schie&szlig;en selbst. So kommt auch die deutsche R&uuml;stungsindustrie an Rohstoffe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/derTag\/derTag_20111017.mp3\">HR2 Der Tag [Audio &ndash; MP3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wir punkten mit Inhalten, nicht mit Querelen<\/strong><br>\nAm Freitag beginnt der Programm-Parteitag der Linken. Mit klarer Kapitalismuskritik wolle sich die Partei aus der Krise befreien, sagt der Vorsitzende Klaus Ernst im Interview.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2011-10\/klaus-ernst-linkspartei\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Privatisiert die Steuern<\/strong><br>\nWir sind ja auf einem guten Weg. Nachdem die weitreichenden Privatisierungen in Europa und die Senkung der Steuern auf hohe Einkommen, Verm&ouml;gen, Erbschaften und Unternehmensgewinne umgesetzt worden waren, zeigte sich, dass man im Gegenzug die Sozialhaushalte und &ouml;ffentlichen Ausgaben gar nicht so zusammenk&uuml;rzen kann, dass der Staat sich nicht trotzdem immer h&ouml;her verschuldet. Da half auch die Anhebung s&auml;mtlicher Verbrauchssteuern nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=10650\">Feynsinn<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Occupy-Bewegung; Lucas Zeise &ndash; Aufgebl&auml;hter Finanzsektor; Thomas Fricke &ndash; Huch, der Patient ist tot; Thomas Straubhaar &ndash; Die Schulden-Hysterie; Paul Krugman &ndash; Losing Their Immunity; Wir sind der Markt &ndash; Spekulation und Alltag; US-Grossbanken m&uuml;ssen Insolvenz-Szenario vorlegen; Europe&rsquo;s lost decade as $7 trillion loan crunch looms; Schweizer Abkommen &ndash;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11003\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11003","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11003","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11003"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11003\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11011,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11003\/revisions\/11011"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11003"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11003"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11003"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}