{"id":11042,"date":"2011-10-21T08:22:38","date_gmt":"2011-10-21T06:22:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11042"},"modified":"2011-10-21T08:22:38","modified_gmt":"2011-10-21T06:22:38","slug":"hinweise-des-tages-1493","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11042","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Occupy-Bewegung; Griechenland; Im Griff der Spekulanten; Warum Banken weltweit unter Manipulationsverdacht stehen; Die dunkle Seite von Finanzinnovationen; Streit um schwarz-gelbe Steuerpl&auml;ne &ndash; Koalition au&szlig;er Kontrolle; Schlecht versorgt mit der Riester-Rente; Schwarz-gelber Kahlschlag in der Arbeitsmarktpolitik; Lobbyisten: M&auml;chtiger als der US-Pr&auml;sident; Im Ausnahmezustand: Was Staatstrojaner und Bankenretter gemeinsam haben; Kritik an der DFG: Die freie Wissenschaft ist bedroht; Why Iceland Should Be in the News, But Is Not; Fr&uuml;hkritik &bdquo;Maischberger&ldquo;: Im euroskeptischen Dschungel (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11042#h01\">Occupy-Bewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11042#h02\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11042#h03\">Im Griff der Spekulanten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11042#h04\">Warum Banken weltweit unter Manipulationsverdacht stehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11042#h05\">Die dunkle Seite von Finanzinnovationen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11042#h06\">Streit um schwarz-gelbe Steuerpl&auml;ne &ndash; Koalition au&szlig;er Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11042#h07\">Schlecht versorgt mit der Riester-Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11042#h08\">Schwarz-gelber Kahlschlag in der Arbeitsmarktpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11042#h09\">Lobbyisten: M&auml;chtiger als der US-Pr&auml;sident<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11042#h10\">Im Ausnahmezustand: Was Staatstrojaner und Bankenretter gemeinsam haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11042#h11\">Kritik an der DFG: Die freie Wissenschaft ist bedroht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11042#h12\">Why Iceland Should Be in the News, But Is Not<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11042#h13\">Fr&uuml;hkritik &bdquo;Maischberger&ldquo;: Im euroskeptischen Dschungel<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11042&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Occupy Bewegung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>We are the 99 Percent!&rdquo; oder &ldquo;Wir sind das Volk!<\/strong><br>\nZun&auml;chst waren es einige, wenige Sch&uuml;ler und Studenten, Lehrer und Akademiker, Krankenschwestern und Priester, K&uuml;nstler, arbeitslose Anw&auml;lte, Ingenieure und Banker, die Mitte September im Zuccotti Park, am Rande der Wall Street Zelte aufschlugen und in Schlafs&auml;cken unter freiem Himmel schliefen. Sie kamen mit Bussen, Z&uuml;gen und Autos aus Boston, Philadelphia und Washington, D.C., aus der Nachbarschaft also. Sie kamen aber auch per Anhalter aus Indianapolis, Chicago und Kansas City, der Mitte des Landes. Und sie flogen ein aus San Francisco, Portland und Seattle, von der fernen Westk&uuml;ste. Sie kamen, um im Zentrum der Finanzwelt, der Wall Street, gegen den Einfluss der Banken und die Folgen der weltweiten Finanzkrise zu protestieren. Befeuert und bel&auml;chelt zugleich von New Yorker Anwohnern, marschierten sie, tagaus und tagein, mit ihren handbeschriebenen Pappkartons durch die Wall Street. Sie nannten sich, mit typisch New Yorker Understatement, die &lsquo;Occupy Wall Street&rsquo;-Bewegung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/11-2011\/++co++9b7083e2-fafb-11e0-68a4-001ec9b03e44\">DGB Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><strong>Online-Appell &bdquo;Banken in die Schranken&ldquo;<\/strong><br>\nDie Occupy-Bewegung erreicht Deutschland: &Uuml;berall im Land gehen Menschen gegen die Macht von Banken und Finanzm&auml;rkten auf die Stra&szlig;e. Ihr Protest kommt genau zum richtigen Zeitpunkt: Erneut will Kanzlerin Merkel die Banken mit Steuergeldern retten. Es drohen noch h&ouml;here Staatsschulden und weitere Sparprogramme zu Lasten der Allgemeinheit. N&auml;chsten Sonntag entscheidet der EU-Gipfel &uuml;ber das n&auml;chste Banken-Rettungspaket. Jetzt m&uuml;ssen wir daf&uuml;r sorgen, dass diesmal grundlegende Konsequenzen gezogen werden, bevor wieder Steuermilliarden flie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/aktuell\/eurokrise\/online-appell\/?L=2\">Attac<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Occupy Wall Street&rdquo; lebt vom Medien-Hype<\/strong><br>\nEin paar Tausend Menschen demonstrieren gegen die Banken, und schon dominieren sie alle Nachrichtensendungen. Die Medien haben nichts dazu gelernt, die &ldquo;t&auml;gliche Desinformation&rdquo; geht weiter.  Eigentlich ist es zum Heulen: Die Berichte aus dem Bundestag laufen selbst bei wichtigen Debatten nur noch im Kurznachrichtenblock. Und das Europaparlament, das in der jetzigen Finanzkrise eine immer wichtigere Rolle spielt, schafft es in der Regel &uuml;berhaupt nicht in die Hauptnachrichten. Aber man muss nur ein paar Hundert Gleichgesinnte aus der linken Szene &uuml;ber Facebook zusammentrommeln, und schon kann man sich im Fernsehen produzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/occupy-wall-street-lebt-vom-medien-hype\/5128756.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vielleicht treibt Bernd Ziesemer nur das an, was f&uuml;r manch einen Konvertiten gilt, die Verachtung all dessen, was ihn an seine Zeit bei der KPD erinnert. Und so fragt er doch tats&auml;chlich nach der &ldquo;demokratischen Legitimation solcher Anti-Banken-Bewegungen&rdquo;. Als Chefredakteur des Handelsblattes hat er allerdings die Frage nach demokratisch Legitimation der Akteure der Rettungsaktionen des Finanzsektors nicht gestellt. Aber vielleicht spricht auch nur pure Neid aus ihm heraus, wenn er schreibt: &ldquo;Die Medien sinken so, ob sie es wollen oder nicht, auf das Niveau einer blo&szlig;en Verst&auml;rkerfunktion f&uuml;r kleine Gruppen ohne eigene Basis herab.&rdquo; Die diversen K-Gruppen der 70er waren nie in den Genuss gekommen, alle Nachrichtensendungen zu dominieren. Ziesemer bedient sich der Methode auf die Medien einzudreschen, weil sie angeblich den wenigen &ldquo;tausend Demonstranten, darunter die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen von Attac und der Linken&rdquo;, so viel Beachtung schenken w&uuml;rden, und kann so, ohne  argumentativ auf  &bdquo;Occupy Wall Street&ldquo; einzugehen, die Protestbewegung mit ihren &ldquo;eher simplen Thesen&rdquo; schnell abtun Man schl&auml;gt Sack und meint Esel. <\/em><br>\n<em>Einmal abgesehen davon, dass etliche Medien, wie <a href=\"\/?p=11028#more-11028\">gestern Jens Berger herausstellte<\/a>, alles tun um die Bedeutung der Protestbewegung zu relativieren, taugt vor allem die zentrale These Ziemers nicht, n&auml;mlich einen Protest schon allein aufgrund seiner geringen Beteiligung von &ldquo;ein paar Tausend Menschen&rdquo; als inszeniertes &ldquo;Pseudoereignis&rdquo; einzustufen. Da war wohl eher der Wunsch der Vater des Gedankens. Bleibt erst einmal der Winter des konjunkturellen Missvergn&uuml;gens abzuwarten. Aber der Witz ist doch der, dass die Medien die ganze Entwicklung der Finanzkrise verschlafen, ja ganz wesentlich den neoliberalen Mainstream mit seinem Glauben an effektive und rationale Finanzm&auml;rkte gest&auml;rkt hat, d.h. sich an die Herde geh&auml;ngt hat, statt einmal plausiblen Argumenten von Au&szlig;enseitern Raum zu schaffen, sie in Szene zu setzen. Genauso wie Herr Ziesemer bzw. das Handelsblatt heute mit dieser billigen Polemik nicht dazu beitragen, die Fehler, die zur Finanz- und Wirtschatskrise f&uuml;hrten, aufzuarbeiten, statt diejenigen unterst&uuml;tzen, die vielleicht auch nicht die konkreten L&ouml;sungswege kennen, diese aber von unserer Wirtschafts- und politischen Eliten einfordern. &ndash; Mein Gott Ziesemer, die &ldquo;Entmachtung der Banken und deren Verstaatlichung&rdquo;, befreien sie sich von ihren KPD-Komplexen und verleihen diesen Forderungen mehr Pepp. Sie wissen doch, dass die Macht Banken darin besteht, dass der Staat, die Politiker die Risiken der Banken verstaatlicht, sozialisiert haben. Und das dulden sie als neugeborener Ordoliberaler. Und dann ihr Hohelied der Bundestagsdebatten, die bei den wirklich entscheidende Fragen fein s&auml;uberlich innerhalb des Fraktionszwanges ablaufen, um dann anschlie&szlig;end in nichtssagenden Statements vor den Medienvertretern wiederholt und in diversen Talkshows wiedergek&auml;ut werden (siehe Georg Schramm). &ndash; Wer mehr zum substanziellen Gehalt des Protestes erfahren m&ouml;cht, kann dies bei der Antwort <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=2805&amp;blogId=10\">Mathias Ohanians auf Ziesemer nachlesen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Voraussetzungen einer erfolgreichen Konsolidierung Griechenland<\/strong><br>\nSeit dem Fr&uuml;hjahr 2010 steht die griechische Regierung unter massivem Konsolidierungsdruck. Ursache sind die jahrelangen Leistungsbilanzdefizite, die sich als Folge mangelnder Wettbewerbsf&auml;higkeit und &uuml;berh&ouml;hter &ouml;ffentlicher Verschuldung eingestellt haben. Seither versucht die griechische Regierung, &uuml;ber Steuerh&ouml;hungen, Privatisierungen und K&uuml;rzungen der Staatsausgaben die &ouml;ffentlichen Defizite zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Zwischen 2010 und 2014 soll sie entsprechend der Auflagen der EU und des IWF auf diesem Wege 52,1 Mrd. Euro einsparen, um so ihr Defizit 2014 auf unter 3 % des BIP zu senken. Die K&uuml;rzungen belasten das wirtschaftliche Wachstum allerdings stark. Im Jahr 2011 wird die griechische Wirtschaft absehbar um mehr als 5 % schrumpfen, nachdem sie schon 2009 und 2010 um 2,3 % bzw. 4,4 % geschrumpft ist. Auch 2012 ist mit einem Negativwachstum zu rechnen. Folglich haben die harten Sparma&szlig;nahmen bisher zu h&ouml;heren und nicht zu niedrigeren Schuldenstandsquoten gef&uuml;hrt. Vielfach wird dies als Argument f&uuml;r einen scheinbar unvermeidlichen Schuldenschnitt angesehen, da Griechenland insolvent sei. Im Folgenden wird gezeigt, dass ein solcher Schritt, dessen Nebenwirkungen hochgef&auml;hrlich sind, vermieden werden kann. Voraussetzung ist allerdings, dass die unvermeidlichen Konsolidierungsma&szlig;nahmen in verbesserter Form und mit gestrecktem Zeithorizont durchgef&uuml;hrt werden. Dazu geh&ouml;rt, dass Griechenland durch eine expansive europ&auml;ische Wirtschaftspolitik hinreichende Wachstumsimpulse erh&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_66_2011.pdf\">IMK Report [PDF &ndash; 445 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechischer Soziolge Kelpanides im Gespr&auml;ch &ndash; &ldquo;Der organisierte Terrorismus wird wiederaufleben&rdquo;<\/strong><br>\nDie Arbeitnehmer werden enorm belastet, Steuerhinterzieher kommen davon: Der griechische Soziologe Michael Kelpanides erl&auml;utert, warum die Sparanstrengungen der griechischen Regierung ungerecht und gef&auml;hrlich f&uuml;r die griechische Gesellschaft sind. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber die Stimmung gegen&uuml;ber Deutschen, die Schwierigkeiten eines Neuanfangs f&uuml;r Griechenland und die Gefahr einer Gewalteskalation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/griechischer-soziolge-kelpanides-im-gespraech-der-organisierte-terrorismus-wird-wiederaufleben-1.1168805\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Im Land der unbegrenzten Unm&ouml;glichkeiten<\/strong><br>\nEs sieht d&uuml;ster aus f&uuml;r die Regierung Papandreou<br>\nIn der eigenen Fraktion brodelt es, das Land steht seit Wochen wirtschaftlich still und als Gipfel kam es anl&auml;sslich des am Mittwoch begonnenen zweit&auml;gigen Generalstreiks mal wieder zu massiven Ausschreitungen. Fast k&ouml;nnte man sagen, dass alles wie sonst ist. Molotowcocktails fliegen aus den H&auml;nden vermummter Personen, die aus Polizeipulks auftauchen und unbehelligt wieder in diesen verschwinden. Das gleiche Spiel wie immer? Nein. Denn es ist allgegenw&auml;rtig sp&uuml;rbar, dass sich die Situation immer schneller auf einen H&ouml;hepunkt zu bewegt. Wie dieser H&ouml;hepunkt aussieht und was die Nebenwirkungen f&uuml;r das Land, Europa und die Weltwirtschaft sind, das ist angesichts der immer offensichtlicheren Unf&auml;higkeit aller Beteiligten unsicherer als eine heutige Wettervorhersage f&uuml;r Weihnachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/35\/35733\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Im Griff der Spekulanten<\/strong><br>\nWarum wird der Rettungsschirm immer gr&ouml;&szlig;er? Weil die Politik glaubt, dass nur ein gigantischer, v&ouml;llig un&uuml;berbietbarer Schirm die Spekulanten davon abh&auml;lt, gegen W&auml;hrungen und Staaten in den Krieg zu ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/finanzkrise-im-griff-der-spekulanten,1472602,11031766.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Je gr&ouml;&szlig;er, desto besser und desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass der Schirm &uuml;berhaupt ben&ouml;tigt wird &ndash; so weit, so richtig. Man h&auml;tte sich jedoch den ganzen &Auml;rger sparen k&ouml;nnen, wenn man ganz einfach die EZB als Rettungsschirm mit Druckerpresse in den Ring geworfen h&auml;tte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warum Banken weltweit unter Manipulationsverdacht stehen<\/strong><br>\nDie Razzia der EU-Kommission ist der j&uuml;ngste Schachzug internationaler Ermittler gegen die Finanzbranche. Die Aufsichtsbeh&ouml;rden wittern Missbrauch bei der Festlegung wichtiger Geldmarkts&auml;tze. Ein &Uuml;berblick &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:libor-und-euribor-warum-banken-weltweit-unter-manipulationsverdacht-stehen\/60118037.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die dunkle Seite von Finanzinnovationen<\/strong><br>\nKomplex, neu und gef&auml;hrlich: Lange hielten die &Ouml;konomen Finanzinnovationen per se f&uuml;r etwas Positives. Doch in den Zeiten der Euro- und Schuldenkrise m&uuml;ssen sie radikal umdenken.<br>\nNoch im April 2006 war der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) voll des Lobes: Ein ganzes Feuerwerk von Neuerungen habe das weltweite Finanzsystem flexibler, sicherer und stabiler gemacht. &ldquo;Das ist inzwischen allgemein anerkannt&rdquo;, schrieb der IWF damals in seinem &ldquo;Financial Stability Outlook&rdquo;. &ldquo;Das rasante Wachstum von Instrumenten zum Transfer von Kreditrisiken hat Banken in die Lage versetzt, Kreditrisiken aktiver zu managen.&rdquo;<br>\nWas sich aus heutiger Sicht wie Realsatire liest, war damals die Mehrheitsmeinung in der Wirtschaftswissenschaft. Gro&szlig;e Teile des Fachs standen Finanzinnovationen extrem positiv gegen&uuml;ber und rieten davon ab, neue Anlageprodukte zu streng zu regulieren. Sonst w&uuml;rde die Kreativit&auml;t der Branche gehemmt.<br>\nIn den vergangenen vier Jahren hat sich die Einstellung von vielen Wirtschaftswissenschaftlern zu neuen Finanzprodukten komplett ge&auml;ndert. Etliche &Ouml;konomen sind heute &uuml;berzeugt: Die komplexen Kreationen aus den Bankent&uuml;rmen dienen oftmals dazu, die Kunden &uuml;ber den Tisch zu ziehen. Zudem haben sie das Finanzsystem komplexer und krisenanf&auml;lliger gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/nachrichten\/die-dunkle-seite-von-finanzinnovationen\/5132932.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ziehen wir mal die &Ouml;konomen vom Typ Mietmaul ab, die lediglich eine wissenschaftliche&rdquo; Untermauerung f&uuml;r die radikale Umverteilung von unten nach oben und zu den Banken hin beisteuern, und nehmen an, da&szlig; einige &Ouml;konomen wirklich an diese ihre Theorien geglaubt haben. Wie realit&auml;tsfremd m&uuml;ssen die denn denken und leben?<\/em><br>\n<em>Diese &Ouml;konomen in ihrem sprichw&ouml;rtlichen Elfenbeinturm haben also wirklich angenommen, da&szlig; ein (Investment-)Banker &ndash; eigentlich per Definition der Prototyp des &ldquo;homo oeconomicus&rdquo;, des nur auf den eigenen Vorteil bedachten Menschen &ndash; sich Finanzinnovationen ausdenkt, die volkswirtschaftlich n&uuml;tzlich sind &ndash; und nicht vor allem oder ausschlie&szlig;lich die Eigeninteressen der Banker bedienen??? Und wie kann man glauben, da&szlig; ein Finanzsektor nie zu gro&szlig; sein kann, wenn dieser Sektor der Volkswirtschaft nichts Eigenes produziert???<\/em><br>\n<em>Solange eine solche &ldquo;Wissenschaft&rdquo; nur in Papers und B&uuml;chern stattfindet, mag das egal sein. Aber wieso haben tats&auml;chlich Politiker die Ratschl&auml;ge von solchen Menschen umgesetzt, die ihre vollkommene Weltfremdheit und Fixierung auf eine so phantatische Theorie einer idealen Welt so offen zur Schau tragen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Streit um schwarz-gelbe Steuerpl&auml;ne &ndash; Koalition au&szlig;er Kontrolle<\/strong><br>\nBlamable Bruchlandung: Die ohnehin eingedampften schwarz-gelben Steuerpl&auml;ne hielten nicht einmal eine Stunde. Dann fuhr der ver&auml;rgerte dritte Koalitionspartner CSU dazwischen. Besch&auml;digt sind nun alle, einschlie&szlig;lich der Kanzlerin. Der Streit zeigt, dass selbst kleine Projekte f&uuml;r diese Regierung zu gro&szlig; sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/streit-um-schwarz-gelbe-steuerplaene-koalition-ausser-kontrolle-1.1169627\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schlecht versorgt mit der Riester-Rente<\/strong><br>\nB&ouml;rsenturbulenzen, wankende Banken und verschuldete Staaten bedrohen das Ersparte. Die Riester-Rente scheint da auf den ersten Blick attraktiv. Aber Vorsicht: Trotz F&ouml;rderung werden oft nur auf geringe Renditen erzielt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/vorsorge-versicherung\/ratgeber-hintergrund\/schlecht-versorgt-mit-der-riester-rente-\/5329412.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schwarz-gelber Kahlschlag in der Arbeitsmarktpolitik<\/strong><br>\nUnion und FDP haben das &ldquo;Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt&rdquo; verabschiedet. Anderslautend als der Titel verschlechtert das Gesetz die Chancen f&uuml;r Erwerbslose, baut ihre Rechte ab und setzt weiter auf die Ausdehnung des Billiglohnsektors. Eine kurze &Uuml;bersicht, gehalten als Vortrag auf dem Sozialforum G&ouml;ltzschtal am 17. Oktober 2010.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dokumente.linksfraktion.de\/mdb\/42020746.pdf\">Sozialforum G&ouml;ltzschta [PDF &ndash; 410 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lobbyisten: M&auml;chtiger als der US-Pr&auml;sident<\/strong><br>\nDer unauff&auml;llige Anzug ist ihre Kleidung, und diese Unauff&auml;lligkeit hat System. Tausende von Lobbyisten versuchen in den USA m&ouml;glichst unauff&auml;llig, Senatoren und Kongressabgeordnete zu beeinflussen. Meist im Auftrag der Finanzwirtschaft, oder im Sold von Industrie-Konzernen, die sich mit Hilfe der Lobbyisten finanzielle Vorteile verschaffen wollen. Ein Einblick in eine Welt von M&auml;nnern, die wahrscheinlich m&auml;chtiger sind, als der Pr&auml;sident der Vereinigten Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sendungen.sf.tv\/eco\/Sendungen\/eco\/Archiv\/Sendung-vom-17.10.2011\">Schweizer Fernsehen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Auch der Beitrag &uuml;ber CDS in der gleichen Sendung ist sehr empfehlenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Im Ausnahmezustand: Was Staatstrojaner und Bankenretter gemeinsam haben<\/strong><br>\nBei vielen Menschen verst&auml;rkt sich der Eindruck, dass die Politik aus dem Ruder l&auml;uft. Also stellt sich die Frage: Wie finden Banken- und &Uuml;berwachungskritiker zueinander?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wolfgangmichal.de\/?p=1036\">Wolfgang Michal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kritik an der DFG: Die freie Wissenschaft ist bedroht<\/strong><br>\nF&ouml;rdert die m&auml;chtige Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Ideenklau und die Selbstbedienung? Transparenz ist f&uuml;r sie ein Fremdwort. Dieses Monopol ist bedenklich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/forschung-und-lehre\/kritik-an-der-dfg-die-freie-wissenschaft-ist-bedroht-11497511.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Am 1. Juli dieses Jahres fand, kurz vor der Jahreshauptversammlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), in Berlin eine Veranstaltung unter dem Titel &bdquo;Freie Wissenschaft vs. geheime Wissenschaftsf&ouml;rderung. Zur Reform der DFG&ldquo; statt. Dort trugen unter anderen der Germanist und Editionsphilologe Roland Reu&szlig; (Universit&auml;t Heidelberg) sowie der Jurist Volker Rieble (Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t M&uuml;nchen) ihre Kritik an den Strukturen der wichtigsten deutschen F&ouml;rderorganisation f&uuml;r Forschung vor (F.A.Z. vom 6. Juli). Der Pr&auml;sident der DFG, Matthias Kleiner, wies diese Kritik kompakt als &bdquo;haltlos und absurd&ldquo; zur&uuml;ck. Die FAZ hat beide Autoren um ihre Argumente gebeten, um in dieser Frage eine umfassendere Diskussion zu erm&ouml;glichen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Why Iceland Should Be in the News, But Is Not<\/strong><br>\nAn Italian radio program&rsquo;s story about Iceland&rsquo;s on-going revolution is a stunning example of how little our media tells us about the rest of the world. Americans may remember that at the start of the 2008 financial crisis, Iceland literally went bankrupt.  The reasons were mentioned only in passing, and since then, this little-known member of the European Union fell back into oblivion.<br>\nAs one European country after another fails or risks failing, imperiling the Euro, with repercussions for the entire world, the last thing the powers that be want is for Iceland to become an example. Here&rsquo;s why:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sacsis.org.za\/site\/article\/728.1\">The South African Civil Society Information Service<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fr&uuml;hkritik &bdquo;Maischberger&ldquo;: Im euroskeptischen Dschungel<\/strong><br>\nBei der Euro-Debatte geht es um mehr als unser Geld. Das zeigte sich gestern bei &bdquo;Maischberger&ldquo; in einem bezeichnenden Schlagabtausch zwischen Kurt Biedenkopf und Hans-Olaf Henkel. &ndash; Solche Debatten verlaufen immer nach dem gleichen Muster. Es wird in schneller Folge zwischen analytischen Aussagen und ideologischen Versatzst&uuml;cken gewechselt. Schlie&szlig;lich werden noch politische Schlussfolgerungen formuliert, die zwar mit der Analyse und dem Weltbild etwas zu tun haben. Aber es gelingt nur selten, diesen Zusammenhang auch deutlich werden zu lassen. So musste man m&uuml;hsam in der gestrigen Talk-Show eine Erz&auml;hlung rekonstruieren, um &uuml;berhaupt einen Sinn herstellen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/fruehkritik-maischberger-im-euroskeptischen-dschungel-11498051.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Frank L&uuml;bberding verweist in seiner Kritik auf ein Interview von Hans-Olaf Henkel in der <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/wams\/wirtschaft\/article13583176\/Soll-ich-den-Linken-das-Feld-ueberlassen.html\">Welt am Sonntag vom 4. September 2011<\/a>, in dem Henkel sein Rollenverst&auml;ndnis in den Talk-Shows im Deutschen Fernsehens beschreibt. Ganz ironiefrei fragt er: &ldquo;Oder soll die Wirtschaft das Feld nur noch der Politik, den Gewerkschaften oder Alt-68er-Journalisten &uuml;berlassen? &hellip; Soll ich den Linken das Monopol f&uuml;r knackige Spr&uuml;che &uuml;berlassen?&rdquo; Der Mann hat noch gar nicht gemerkt, dass diese Runden gewiss nicht von Journalisten bestritten werden, die sich an ihre 68er-Wurzeln erinnern. Vor allem aber hat er gerafft, dass es in diesen Talkshows nicht um echte Debatten geht, und sich folgerichtig auf Meinungsmache konzentriert:  &bdquo;Ich versuche immer, wenigstens die wichtigsten Thesen unterzubringen, nat&uuml;rlich in der Hoffnung, dass etwas h&auml;ngenbleibt&ldquo;. L&uuml;bberding schreibt, das sei  ihm bei Maischberger &ldquo;ohne Zweifel gelungen. Man wird sehen, ob sich relevante Teile des deutschen B&uuml;rgertums mit ihm von der Konstante deutscher Nachkriegspolitik verabschieden wollen: Nichts ohne Paris.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Occupy-Bewegung; Griechenland; Im Griff der Spekulanten; Warum Banken weltweit unter Manipulationsverdacht stehen; Die dunkle Seite von Finanzinnovationen; Streit um schwarz-gelbe Steuerpl&auml;ne &ndash; Koalition au&szlig;er Kontrolle; Schlecht versorgt mit der Riester-Rente; Schwarz-gelber Kahlschlag in der Arbeitsmarktpolitik; Lobbyisten: M&auml;chtiger als der US-Pr&auml;sident; Im Ausnahmezustand: Was Staatstrojaner und Bankenretter gemeinsam haben; Kritik<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11042\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11042","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11042","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11042"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11042\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11044,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11042\/revisions\/11044"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11042"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11042"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11042"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}