{"id":110489,"date":"2024-02-03T13:00:14","date_gmt":"2024-02-03T12:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110489"},"modified":"2024-02-05T07:14:14","modified_gmt":"2024-02-05T06:14:14","slug":"israel-will-die-unrwa-ausschalten-schuldig-bis-zum-beweis-des-gegenteils","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110489","title":{"rendered":"Israel will die UNRWA ausschalten &#8211; schuldig \u2013 bis zum Beweis des Gegenteils"},"content":{"rendered":"<p>Im November 2019 wurde bekannt, dass der damalige und heutige israelische Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanyahu wegen Korruption vor Gericht muss. Dass Justizministerium hatte mitgeteilt, dass Netanjahu wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt werde. Seine damaligen Regierungspartner standen geschlossen hinter ihm. &bdquo;Er ist der Ministerpr&auml;sident des Staates Israel, und es gilt f&uuml;r ihn die Unschuldsvermutung&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/israel\/es-gilt-die-unschuldsvermutung\/\">sagte<\/a> Verteidigungsminister Naftali Bennett. F&uuml;r das UN-Hilfswerk zur Unterst&uuml;tzung und f&uuml;r Arbeit pal&auml;stinensischer Fl&uuml;chtlinge (UNRWA) gilt Artikel 11 der <a href=\"https:\/\/www.un.org\/depts\/german\/menschenrechte\/aemr.pdf\">Internationalen Menschenrechtskonvention<\/a> in Sachen Unschuldsvermutung offensichtlich nicht. Von <strong>Karin Leukefeld<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2499\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-110489-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240202_Israel_will_die_UNRWA_ausschalten_Schuldig_bis_zum_Beweis_des_Gegenteils_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240202_Israel_will_die_UNRWA_ausschalten_Schuldig_bis_zum_Beweis_des_Gegenteils_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240202_Israel_will_die_UNRWA_ausschalten_Schuldig_bis_zum_Beweis_des_Gegenteils_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240202_Israel_will_die_UNRWA_ausschalten_Schuldig_bis_zum_Beweis_des_Gegenteils_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=110489-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240202_Israel_will_die_UNRWA_ausschalten_Schuldig_bis_zum_Beweis_des_Gegenteils_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240202_Israel_will_die_UNRWA_ausschalten_Schuldig_bis_zum_Beweis_des_Gegenteils_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die israelische Kriegsregierung beschuldigt die UNWRA, &bdquo;von der Hamas unterwandert&ldquo; zu sein. Deutsche Medien &uuml;bernehmen weitgehend diese Darstellung des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin Bet und des Netanyahu-B&uuml;ros. Die Bundesregierung hat &ndash; ohne eine sofort eingeleitete Untersuchung der UNRWA abzuwarten &ndash; in artiger Gefolgschaft der US-Administration die Zahlungen an die UNWRA eingestellt.<\/p><p>Das Ganze geschieht vor dem Hintergrund der Eilentscheidung des Internationalen Gerichtshofes (IGH, Den Haag, 26. Januar 2024), die Klage von S&uuml;dafrika gegen Israel wegen V&ouml;lkermordes im Gazastreifen anzunehmen. Gleichzeitig fordert der IGH Israel auf, v&ouml;lkerm&ouml;rderisches Vorgehen (der israelischen Armee) gegen die Zivilbev&ouml;lkerung im Gazastreifen zu unterbinden und humanit&auml;re Hilfe f&uuml;r die Menschen dort zuzulassen. Die <a href=\"https:\/\/www.icj-cij.org\/sites\/default\/files\/case-related\/192\/192-20240126-ord-01-00-en.pdf\">Eilentscheidung<\/a> wurde mit gro&szlig;er Mehrheit der IGH-Richter getroffen. Lediglich einer oder zwei von 16 Richtern stimmten den einzeln abgestimmten Forderungen an Israel nicht zu<\/p><p>Israel hat das IGH-Statut nicht unterzeichnet und tut das Gegenteil von dem, wozu es vom IGH aufgefordert wird. Die Angriffe gegen die Pal&auml;stinenser im Gazastreifen und im von Israel besetzten Westjordanland wurden versch&auml;rft und ausgeweitet. Dazu geh&ouml;rt die Kampagne gegen die UNWRA, die Israel seit seiner Gr&uuml;ndung (1948) bek&auml;mpft.<\/p><p>Die Unterst&uuml;tzung der westlichen Staaten (USA, Deutschland, Gro&szlig;britannien u.a.m.) f&uuml;r Israel k&ouml;nnte den Straftatbestand der Beihilfe zum V&ouml;lkermord erf&uuml;llen, <a href=\"https:\/\/therealnews.com\/us-and-uk-also-committing-genocide-crimes-in-gaza-former-un-official\">sagt<\/a> der ehemalige Direktor des B&uuml;ros des Hochkommissariats f&uuml;r Menschenrechte in New York, Craig Mokhiber, im Gespr&auml;ch mit dem Journalisten Chris Hedges. Mokhiber, der seit 1992 f&uuml;r die UN u.a. als UN-Menschenrechtsbeauftragter in Afghanistan, Pal&auml;stina und Sudan gearbeitet hat, trat Ende Oktober 2023 unter Protest von seinem Posten zur&uuml;ck, weil die Vereinten Nationen nicht in der Lage waren, die Pal&auml;stinenser zu sch&uuml;tzen.<\/p><p><strong>Israel will die UNRWA ausschalten<\/strong><\/p><p>&bdquo;Pal&auml;stinenserhilfswerk UNRWA &bdquo;von Hamas infiltriert&ldquo; meldeten deutsche Medien am Donnerstagmorgen (1. Februar 2024) unter Verweis auf eine Pr&auml;sentation des israelischen Ministerpr&auml;sidenten Benjamin Netanyahu vor Diplomaten in Jerusalem am Vorabend (31. Januar 2024). Das Hilfswerk sei &bdquo;komplett von der Hamas infiltriert&ldquo;, hatte dieser erkl&auml;rt. Die UNRWA habe der Hamas gedient, unter anderem in Schulen. Ja, es werde eine Hilfsorganisation in Gaza gebraucht, sagte Netanyahu. Doch die UNRWA k&ouml;nne und werde das nicht sein. Die Medien des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland gaben die Botschaft aus dem israelischen Kriegskabinett unisono mit der <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/newsticker\/liveblog-nahost-mittwoch-100.html\">Schlagzeile<\/a> &bdquo;Netanyahu fordert Ende der UNRWA-Mission&ldquo; an die &Ouml;ffentlichkeit in Deutschland weiter.<\/p><p>Angefangen hat die neue israelische Kampagne gegen die UNRWA am vergangenen Freitag (26. Januar 2024) mit <a href=\"https:\/\/www.icj-cij.org\/sites\/default\/files\/case-related\/192\/192-20240126-ord-01-00-en.pdf\">der Erkl&auml;rung des IGH<\/a> zur Klage von S&uuml;dafrika gegen Israel wegen m&ouml;glichen V&ouml;lkermordes gegen die Pal&auml;stinenser.<\/p><p>Nahezu zeitgleich berichteten Medien, dass zw&ouml;lf UNRWA-Mitarbeitern vom israelischen Geheimdienst vorgeworfen werde, an &bdquo;Gr&auml;ueltaten der Hamas (7. Oktober 2023) beteiligt&ldquo; gewesen zu sein. Das Internetportal <em>Axios<\/em> hatte zuvor einen israelischen Beamten ohne Namensnennung mit der Aussage zitiert, der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet und die israelischen Streitkr&auml;fte (IDF) h&auml;tten Informationen &uuml;ber die &bdquo;aktive Beteiligung&ldquo; von UNRWA-Mitarbeitern &bdquo;gr&ouml;&szlig;tenteils aus Verh&ouml;ren mit K&auml;mpfern&ldquo; erhalten, die am 7. Oktober von den israelischen Streitkr&auml;ften festgenommen worden waren. Diese UN-Mitarbeiter h&auml;tten demnach Fahrzeuge und Einrichtungen der Organisation f&uuml;r den Angriff am 7. Oktober benutzt. Belege f&uuml;r die Beschuldigung legte der israelische Beamte dem Medium nicht vor, das offenbar auch nicht danach fragte.<\/p><p>Unmittelbar nach Bekanntwerden des Axios-Berichts, der von CNN und Agenturen verbreitet und auch von deutschen Medien &uuml;bernommen wurde, setzten die USA, Deutschland, Gro&szlig;britannien, Kanada, Australien, Italien, die Niederlande, Finnland, Schottland, Japan und &Ouml;sterreich ihre Zahlungen an das wichtigste UN-Hilfswerk f&uuml;r die bedr&auml;ngten Pal&auml;stinenser im Gazastreifen, die UNRWA, aus. Deutsche Politiker forderten die EU auf, ihre Zahlungen an UNRWA einzustellen. Das US-Au&szlig;enministerium <a href=\"https:\/\/www.state.gov\/statement-on-unrwa-allegations\/\">forderte<\/a> neben einer Untersuchung die Neuordnung der Arbeitsweise von UNRWA.<\/p><p>Die UNRWA leitete umgehend eine Untersuchung ein und entlie&szlig; neun der zw&ouml;lf von Israel Beschuldigten, um die Fortsetzung der Arbeit im Gazastreifen sicherzustellen, wie die Organisation mitteilte. Nach Angaben aus pal&auml;stinensischen Kreisen sollen drei der Beschuldigten bei israelischen Angriffen auf den Gazastreifen, teilweise mit ihren Familien, get&ouml;tet worden sein.<\/p><p>UNRWA war so sehr unter Druck, dass die Entlassung der UNRWA-Mitarbeiter erfolgte, obwohl sie nicht von einem Gericht angeklagt, sondern von einem interessierten Geheimdienst beschuldigt worden waren. Die eingeleitete Untersuchung hatte nicht einmal begonnen, und die Betroffenen konnten sich nicht verteidigen oder &uuml;berhaupt zu den Anschuldigungen &auml;u&szlig;ern.<\/p><p>Am 29. Januar 2024 legte der israelische Inlandsgeheimdienst nach und pr&auml;sentierte &ndash; dieses Mal <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/israeli-intelligence-accuses-190-gaza-un-staff-hamas-islamic-jihad-roles-2024-01-29\/\">der Nachrichtenagentur <em>Reuters<\/em><\/a> &ndash; ein sechsseitiges Dossier, in dem 190 UNRWA-Mitarbeiter, darunter auch Lehrer, als &bdquo;abgebr&uuml;hte K&auml;mpfer, M&ouml;rder&ldquo; von Hamas oder dem Islamischen Jihad dargestellt werden.<\/p><p><strong>Politisches Man&ouml;ver<\/strong><\/p><p>Dass es bei den Anschuldigungen gegen die UNRWA-Mitarbeiter nicht um Aufkl&auml;rung und Wahrheitsfindung, sondern um politische Interessen Israels ging, wurde noch am gleichen Tag deutlich. Der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant bedankte sich bei der Biden-Administration f&uuml;r den &bdquo;wichtigen Schritt, UNRWA zur Rechenschaft zu ziehen&ldquo;. Der israelische Au&szlig;enminister Israel Katz <a href=\"https:\/\/www.timesofisrael.com\/israel-to-seek-to-end-unrwa-gaza-activities-after-staffers-fired-for-oct-7-involvment\/\">forderte<\/a> die Entlassung von Philippe Lazzarini, dem UNRWA-Kommissar. Er werde in den USA, Europa und bei anderen Partnern Israels daf&uuml;r werben und sicherstellen, dass UNRWA am Ende des Gaza-Krieges &bdquo;keine Rolle&ldquo; mehr spielen werde, so Katz.<\/p><p>Dass es sich um ein politisches Man&ouml;ver Israels handelt, macht auch der Zeitpunkt klar, zu dem die Anschuldigung gegen die UNRWA &ndash; von einem &bdquo;anonymen israelischen Beamten&ldquo; &uuml;ber ein ausgew&auml;hltes Nachrichtenportal &ndash; bekannt wurde. Es war nahezu zeitgleich, als der Internationale Gerichtshofes (IGH) in Den Haag bekannt gab, dass er die Klage von S&uuml;dafrika gegen Israel annehmen werde. Der israelische Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanyahu wies die IGH-Stellungnahme umgehend zur&uuml;ck. Israel halte sich an das internationale Recht und ebenso an die &bdquo;heilige Verpflichtung&ldquo;, Israel und das israelische Volk zu verteidigen, so Netanyahu in einer kurzen Video-Erkl&auml;rung. Der Vorwurf gegen Israel, einen &bdquo;V&ouml;lkermord&ldquo; zu begehen, sei nicht nur falsch, sondern ungeheuerlich und diskriminierend gegen den &bdquo;j&uuml;dischen Staat&ldquo;. Am Vorabend des internationalen Holocaust-Gedenktages (27. Januar 2024) <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=keJc6ZtkXQs\">fordere er<\/a> &bdquo;Nie wieder&ldquo;. Hamas sei eine &bdquo;v&ouml;lkerm&ouml;rderische Terrororganisation&ldquo;, gegen die Israel sich verteidige. Pal&auml;stinensische Zivilisten w&uuml;rden von den israelischen Streitkr&auml;ften gesch&uuml;tzt, obwohl die Hamas sie als &bdquo;menschliche Schutzschilde&ldquo; benutze. Israel werde humanit&auml;re Hilfe f&uuml;r die Menschen erm&ouml;glichen.<\/p><p>Das IGH-Verfahren der von S&uuml;dafrika eingereichten Klage, gem&auml;&szlig; der UN-Konvention zur Verhinderung und Bestrafung von V&ouml;lkermord im Gazastreifen, war weltweit mit gro&szlig;er Aufmerksamkeit und vielen Demonstrationen f&uuml;r die Pal&auml;stinenser begleitet worden. Chile, Mexiko, Brasilien, Bolivien, Iran, Malaysia, die T&uuml;rkei und Venezuela, die Malediven, Namibia und Pakistan schlossen sich der Klage an oder teilten ihre Unterst&uuml;tzung mit. Algerien, das aktuell die Gruppe der 22 arabischen Staaten bei den Vereinten Nationen im UN-Sicherheitsrat vertritt, beantragte eine Debatte im h&ouml;chsten UN-Gremium. Der Sicherheitsrat m&uuml;sse sicherstellen, dass die vorl&auml;ufige IGH-Entscheidung umgesetzt werde, hie&szlig; es in einer Erkl&auml;rung des Algerischen Au&szlig;enministeriums.<\/p><p>In Deutschland wurde die IGH-Erkl&auml;rung von dem <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/politik-ausland\/unrwa-in-gaza-warum-finanzieren-wir-diese-terror-behoerde-86942312.bild.html\">&bdquo;Skandal bei der Terror-Beh&ouml;rde UNRWA&ldquo;<\/a> &uuml;bert&ouml;nt, der weiter die Schlagzeilen f&uuml;llt.<\/p><p>In der Debatte im UN-Sicherheitsrat am vergangenen Mittwoch wurde erneut von zahlreichen Teilnehmern ein sofortiger Waffenstillstand in Gaza gefordert. Israel m&uuml;sse sich an die vom IGH erlassenen Ma&szlig;nahmen halten und den Schutz der Zivilbev&ouml;lkerung und die Verbesserung der humanit&auml;ren Lage sicherstellen.  Mehrheitlich wurde die weitere Unterst&uuml;tzung der UNRWA gefordert, die von UN-Generalsekret&auml;r Anton&iacute;o Guterres und anderen UN-Offiziellen als &bdquo;R&uuml;ckgrat der humanit&auml;ren Hilfe im Gazastreifen&ldquo; bezeichnet wurde.<\/p><p>Auch die neu ernannte UN-Koordinatorin f&uuml;r den Gazastreifen, Sigrid Kaag, erkl&auml;rte, es gebe keine Alternative zur UNRWA und deren lebensrettende Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die 2,3 Millionen Pal&auml;stinenser, die im Gazastreifen seit fast vier Monaten um ihr &Uuml;berleben k&auml;mpfen. Die UNRWA <a href=\"https:\/\/news.un.org\/en\/story\/2024\/01\/1146042\">verf&uuml;ge<\/a> &uuml;ber die besten Kontakte zur Bev&ouml;lkerung, habe ein gut ausgebautes Netz und sei mit 13.000 Mitarbeitern im Gazastreifen die wichtigste Organisation, da sie die Menschen erreiche.<\/p><p>Die US-Vertreterin <a href=\"https:\/\/press.un.org\/en\/2024\/sc15575.doc.htm\">erkl&auml;rte<\/a>, der IGH habe keinen Waffenstillstand gefordert und damit das Recht von Israel auf Selbstverteidigung anerkannt. Vorw&uuml;rfe, dass Israel gegen die Pal&auml;stinenser einen V&ouml;lkermord begehe oder gegen die Konvention zum Schutz vor V&ouml;lkermord versto&szlig;e, seien &bdquo;unbegr&uuml;ndet&ldquo;. <\/p><p><strong>Im Fokus<\/strong><\/p><p>Seit Israel seinen &bdquo;Verteidigungskrieg&ldquo; gegen die 2,3 Millionen Bewohner des Gazastreifens vor vier Monaten begonnen hat, um die Hamas zu vernichten, werden die Vereinten Nationen und ihre Hilfsorganisationen von Israel attackiert. Im Fokus stehen die Medien und UN-Organisationen, die vom ersten Tag an die massiven israelischen Angriffe auf die Zivilbev&ouml;lkerung und auf die zivile Infrastruktur dokumentieren.<\/p><p>Nach <a href=\"https:\/\/cpj.org\/2024\/02\/journalist-casualties-in-the-israel-gaza-conflict\/\">Angaben des Komitees f&uuml;r den Schutz von Journalisten (CPJ)<\/a> wurden seit dem 7. Oktober 2023 85 Journalisten und Medienmitarbeiter get&ouml;tet: 78 Pal&auml;stinenser, vier Israelis und drei Libanesen. Die Zahl der verletzten Journalisten wird mit 16 angegeben, vier Journalisten werden vermisst und 25 Journalisten wurden verhaftet. Zus&auml;tzlich meldet CPJ zahlreiche &Uuml;bergriffe, Drohungen, Cyperangriffe, Zensur und die Ermordung von Familienangeh&ouml;rigen von Journalisten.<\/p><p>Die Weltgesundheitsbeh&ouml;rde (WHO), die nahezu t&auml;glich &uuml;ber Angriffe auf Krankenh&auml;user, Ambulanzwagen, &Auml;rzte und medizinisches Personal berichtet, wurde zuletzt der &bdquo;Absprachen mit der Hamas&ldquo; beschuldigt. Hamas habe &bdquo;den gesamten zivilen Raum des Gazastreifens militarisiert&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=tIMibXA0AOE\">sagte<\/a> die israelische Botschafterin bei den Vereinten Nationen in Genf, Meirav Eilon Shahar (26. Januar 2024). &bdquo;Jedes einzelne Krankenhaus, das die israelischen Streitkr&auml;fte durchsucht haben, wies die milit&auml;rische Nutzung der Hamas auf.&ldquo; Die WHO habe diese &bdquo;unbestreitbaren Tatsachen ignoriert&ldquo;, fuhr Shahar fort. &bdquo;Das ist keine Unf&auml;higkeit, das ist Absprache.&ldquo; Die WHO wies die Anschuldigungen zur&uuml;ck.<\/p><p>Der schwerste und folgenschwerste Angriff Israels trifft die UNRWA, die mit Hilfslieferungen wie Zelten, Decken, Matratzen, Lebensmitteln, Wasser und Treibstoff f&uuml;r Generatoren und Stromversorgung die Menschen im Gazastreifen unterst&uuml;tzt. 13.000 Mitarbeiter hat UNRWA im Gazastreifen, die als Lehrer, Ausbilder, Sozialarbeiter, &Auml;rzte und Krankenpflegepersonal arbeiten. Keine andere Organisation ist so lange mit den Pal&auml;stinensern verbunden, kennt ihre Sorgen und N&ouml;te und kann sie erreichen. 152 Mitarbeiter, teilweise mit ihren Familien, wurden bei israelischen Raketen- und\/oder Bombenangriffen seit dem 7. Oktober 2023 get&ouml;tet. Bei <a href=\"https:\/\/www.unrwa.org\/resources\/reports\/unrwa-situation-report-72-situation-gaza-strip-and-west-bank-including-east-Jerusalem\">278 Angriffen<\/a> auf UNRWA-Schulen und Lager, UNRWA-Kinderg&auml;rten und Ausbildungszentren wurden 147 ganz oder teilweise von der israelischen Armee zerst&ouml;rt. Dabei wurden nach vorl&auml;ufigen Angaben 376 Inlandsvertriebene, die in den UNRWA Einrichtungen Schutz gesucht hatten, get&ouml;tet und 1.365 der Schutzsuchenden wurden verletzt. Von 22 medizinischen Versorgungszentren der UNRWA im Gazastreifen, sind nur noch vier funktionsf&auml;hig.<\/p><p>Die j&uuml;ngste Zahl der get&ouml;teten Pal&auml;stinenser im Krieg gegen Gaza wird mit 27.019 <a href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/liveblog\/2024\/2\/1\/israels-war-on-gaza-live-death-toll-in-gaza-nears-27000-66000-wounded\">angegeben<\/a>, die Zahl der Verletzten mit 66.139. Die wiederholt nach unten korrigierte Zahl der Israelis, die bei dem Angriff pal&auml;stinensischer K&auml;mpfer am 7. Oktober get&ouml;tet wurden, liegt aktuell bei 1.139. (Stand 1. Februar 2024)<\/p><p><strong>Humanit&auml;re Jahrhundertkatastrophe<\/strong><\/p><p>Obwohl die UNRWA seit der Gr&uuml;ndung 1949 von Israel mit zahlreichen falschen Anschuldigungen denunziert wird, war die israelische Propaganda gegen das Hilfswerk nie so massiv wie aktuell. Israel will die UNRWA vernichten und wird dabei von den gr&ouml;&szlig;ten Geberl&auml;ndern der Hilfsorganisation, von den USA, Deutschland und 14 weiteren Partnerl&auml;ndern Israels unterst&uuml;tzt. 16 Staaten haben ihre Geldzahlungen an UNRWA eingestellt, insgesamt rund 440 Millionen US-Dollar.<\/p><p>F&uuml;r das Jahr 2022 hatte die UNRWA einen <a href=\"https:\/\/www.unrwa.org\/how-you-can-help\/how-we-are-funded\">Jahreshaushalt<\/a> von 1,17 Milliarden US-Dollar sicherstellen k&ouml;nnen. 89,2 Prozent dieses Betrags wurde durch Spenden von UN-Mitgliedsstaaten und die Europ&auml;ische Union erbracht. Der Rest kam aus dem regelm&auml;&szlig;igen Jahresbudget des UN-Sekretariats. Durch private Spenden und Partnerschaften konnten 2022 weitere 15,4 Millionen US-Dollar eingeworben werden.<\/p><p>Die USA, Deutschland, die Europ&auml;ische Union und Schweden waren mit 61,4 Prozent die gr&ouml;&szlig;ten Geldgeber 2022. Durch die Entscheidung von 16 israelischen Partnerl&auml;nder, ihre Unterst&uuml;tzung f&uuml;r UNRWA einzustellen, fehlen der Organisation aktuell 440 Millionen US-Dollar f&uuml;r die Versorgung von mehr als zwei Millionen Menschen im Gazastreifen.<\/p><p>&bdquo;W&auml;hrend der Krieg in Gaza ungebremst fortgesetzt wird und der Internationale Gerichtshof mehr humanit&auml;re Unterst&uuml;tzung einfordert, muss die UNRWA gest&auml;rkt und nicht geschw&auml;cht werden&ldquo;, erk&auml;rte UNRWA-Kommissar Philippe Lazzarini. Er forderte wie zahlreiche UN- und private Hilfsorganisationen, ehemalige und aktive Staatschefs, Hunderttausende von Menschen in der ganzen Welt und UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres die L&auml;nder, die ihre Hilfen eingestellt haben auf, ihre Entscheidung r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen. Falls die finanzielle Hilfe f&uuml;r die Arbeit von UNRWA ausbliebe, &bdquo;werden wir voraussichtlich gezwungen sein, unsere Arbeit Ende Februar einzustellen &ndash; nicht nur in Gaza, sondern in der ganzen Region&ldquo;.<\/p><p>Die UNRWA inmitten der schwersten humanit&auml;ren Jahrhundertkatastrophe mit dem Entzug von Geldzahlungen zu bestrafen, sei kollektive Bestrafung der (pal&auml;stinensischen) Fl&uuml;chtlinge, erkl&auml;rte Luna AbuSuwaireh, Leiterin des Zentrums f&uuml;r die Studien der Arabischen Einheit (Beirut). Im Gespr&auml;ch mit der Autorin gab sie zu bedenken, dass die pal&auml;stinensischen Mitarbeiter von UNRWA in erster Linie Pal&auml;stinenser seien. In zweiter Linie seien sie Fl&uuml;chtlinge oder Nachfahren von Fl&uuml;chtlingen, die 1948 aus ihrer Heimat fliehen mu&szlig;ten, und drittens seien es Menschen, die in den vergangenen 17 Jahren im belagerten Gazastreifen gelebt h&auml;tten. Sollten sie &ndash; was ihnen vorgehalten werde &ndash; in sozialen Medien ihre Gef&uuml;hle oder ihre Meinung zu einem Geschehen ausgedr&uuml;ckt haben, das f&uuml;r sie &bdquo;die M&ouml;glichkeit von Freiheit&ldquo; bedeute, m&uuml;sse man das in einem gr&ouml;&szlig;eren Zusammenhang verstehen. Dieser Zusammenhang seien &bdquo;Jahrzehnte der Unterdr&uuml;ckung, der Enteignung, von Morden, Festnahmen und kollektiver Bestrafung&ldquo;, so Abu Suwaireh. &bdquo;Warum werden nicht israelische Politiker bestraft, die Pal&auml;stinenser entmenschlichen und sie &bdquo;Tiermenschen&ldquo; nennen, die zum Mord aller Pal&auml;stinenser aufrufen? Die eine Atombombe auf Gaza fordern?&ldquo; Stattdessen w&uuml;rden sie unterst&uuml;tzt, finanziert und f&uuml;r ihre v&ouml;lkerm&ouml;rderischen Taten und Absichten bewaffnet.<\/p><p>PLO-Generalsekret&auml;r Hussein al-Sheikh erkl&auml;rte, die humanit&auml;re Hilfe f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung in Gaza sei dringend notwendig und d&uuml;rfe nicht eingestellt werden. Die Staaten, die ihre Hilfszahlungen an die UNRWA eingestellt h&auml;tten, sollten &bdquo;ihre Entscheidung r&uuml;ckg&auml;ngig machen&ldquo;.<\/p><p>Die Demokratische Front f&uuml;r die Befreiung Pal&auml;stinas (DFLP) <a href=\"https:\/\/www.plenglish.com\/news\/2024\/01\/30\/palestinian-party-condemns-decision-to-cut-fundings-to-un-agency\/\">warf<\/a> den USA und Israel einen &bdquo;direkten Angriff auf die pal&auml;stinensischen Fl&uuml;chtlinge und ihr Recht auf R&uuml;ckkehr&ldquo; vor. UNRWA sei &bdquo;die wichtigste Quelle f&uuml;r Bildung, Gesundheit und andere soziale Dienste f&uuml;r Millionen von Fl&uuml;chtlingen, die im Gazastreifen, im Westjordanland, Jordanien, Libanon und Syrien leben&ldquo;, hie&szlig; es in einer Erkl&auml;rung. Die Vorw&uuml;rfe Israels gegen die UNRWA seien &bdquo;inkorrekt&ldquo;, so die DFLP. Tats&auml;chlich gehe es darum, dass UNRWA &ndash; nach dem Willen Israels und seiner Partner &ndash; (nach dem Krieg in Gaza) ausgeschaltet werden solle.<\/p><p>&bdquo;<strong>Die Zerst&ouml;rung der UNRWA mu&szlig; sofort beginnen&ldquo;<\/strong><\/p><p>Tats&auml;chlich hatte es Anfang Januar 2024 im israelischen Parlament (Knesset) eine Sitzung des Unterkomitees f&uuml;r Au&szlig;enpolitik und &ouml;ffentliche Diplomatie gegeben, bei der es auch um die UNRWA ging. Aus Erkl&auml;rungen von einigen der Teilnehmerinnen geht hervor, dass der Entzug der Gelder f&uuml;r die UNRWA nichts mit Vorhaltungen gegen Mitarbeiter der Organisation zu tun hat<\/p><p>Einige der Argumente, die von den Teilnehmern gegen die UNRWA vorgebracht wurden, wurden von der israelischen Menschenrechtsaktivistin Ghada Majadli <a href=\"https:\/\/twitter.com\/GMajadli\/status\/1751559340673077678?s=46&amp;t=O5HXyz7L9B4xsUz7e72_sA\">&uuml;ber Twitter<\/a> der &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;nglich gemacht.<\/p><p>Demnach hatte Noga Arbel, Forscherin des Kohalet-Forums, bei der Sitzung erkl&auml;rt, dass &bdquo;das pal&auml;stinensische Bildungssystem die schwerste Bedrohung f&uuml;r die Sicherheit von Israel sei. Die UNRWA sei &bdquo;der Kern des Problems&ldquo;, so Arbel. Wenn man es UNRWA erlaube, das Problem des pal&auml;stinensischen Exodus fortzusetzen, werde die Gefahr wachsen. Es werde unm&ouml;glich sein, den Krieg zu gewinnen, wenn &bdquo;wir UNRWA nicht zerst&ouml;ren&ldquo;, so die Forscherin weiter. &bdquo;Und die Zerst&ouml;rung muss sofort beginnen.&ldquo;<\/p><p>Ein anderer Teilnehmer <a href=\"https:\/\/main.knesset.gov.il\/en\/news\/pressreleases\/pages\/press17124u.aspx\">hatte erkl&auml;rt<\/a>, dass UNRWA in den 1960er-Jahren von den pal&auml;stinensischen Fl&uuml;chtlingen &uuml;bernommen (Original: hijacked) worden sei. UNRWA sei eine pal&auml;stinensische Organisation geworden, die st&auml;ndig die Idee der Fl&uuml;chtlinge und das Recht auf R&uuml;ckkehr betone, mit dem Ziel, den Konflikt aufrechtzuerhalten.&ldquo;<\/p><p><strong>Pal&auml;stina lebt<\/strong><\/p><p>Die UNRWA wurde 1949 von der UN-Generalversammlung gegr&uuml;ndet, um die 750.000 Pal&auml;stinenser zu unterst&uuml;tzen, die vor und nach der gewaltsamen Gr&uuml;ndung des Staates Israel (1947-1949) aus ihren Wohnungen und H&auml;usern vertrieben worden waren. Anfangs unterst&uuml;tzte die UNRWA auch noch einige der 150.000 Pal&auml;stinenser, die in dem Gebiet blieben, das von Israel (1949) besetzt worden war. Dabei handelte es sich um 78 Prozent des Gebietes, das 1947 im UN-Teilungsplan in einen j&uuml;dischen Staat&nbsp;(rund 56 Prozent des britischen Mandatsgebiets) und einen arabischen Staat (rund 43 Prozent) aufgeteilt worden war.<\/p><p>Die von Israel gewaltsam vertriebenen Pal&auml;stinenser suchten Zuflucht in Jordanien, Syrien, Irak und in Gaza, das damals unter &auml;gyptischer Kontrolle stand. UNWRA versorgte die Fl&uuml;chtlinge mit Nahrungsmitteln, Zelten, medizinischer Hilfe, mit Schulunterricht und Ausbildungskursen. Mit der Zeit wurden Pal&auml;stinenser f&uuml;r diese Dienste und Arbeiten angestellt, das Angebot wurde von Tausenden Pal&auml;stinensern angenommen, die ihr Land, ihre Gesch&auml;fte, ihre Arbeit durch die Vertreibung verloren hatten.<\/p><p>UNRWA verf&uuml;gt heute &uuml;ber rund 30.000 pal&auml;stinensische Angestellte und versorgt 5,7 Millionen pal&auml;stinensische Fl&uuml;chtlinge und ihre Nachfahren in Ost-Jerusalem, im Westjordanland und Gaza sowie in Jordanien, Libanon und Syrien. Mit ihrem Bildungs- und Ausbildungsprogramm hat UNRWA unter den pal&auml;stinensischen Fl&uuml;chtlingen einen wachsenden Kern von gut ausgebildeten Fachkr&auml;ften und Lehrpersonal geschaffen, das beim Aufbau eines pal&auml;stinensischen Staates ohne Weiteres wichtige Aufgaben &uuml;bernehmen kann.<\/p><p>Die &bdquo;Zweistaatenl&ouml;sung&ldquo; allerdings, an die viele Pal&auml;stinenser in den 1990er-Jahren noch glauben wollten, ist angesichts der 17-j&auml;hrigen Abriegelung des Gazastreifens, der anhaltenden Verhinderung &ouml;konomischer Entwicklung Pal&auml;stinas und der massiven Landnahme durch extremistische Siedler im Westjordanland in weite Ferne ger&uuml;ckt. Israel ist nicht an einem gleichberechtigten Staat Pal&auml;stina interessiert, wie die j&uuml;ngsten &Auml;u&szlig;erungen von Politikern und Milit&auml;rs in Israel zeigen, die eine Vertreibung der Menschen aus Gaza in die Sinai-W&uuml;ste und aus dem Westjordanland nach Jordanien propagieren. Das israelische Kriegskabinett billigt die Zerst&ouml;rung jeglicher ziviler Infrastruktur im Gazastreifen, und Minister der Netanyahu-Regierung pr&auml;sentieren &ouml;ffentliche Pl&auml;ne, den Gazastreifen neu zu besiedeln. Die Staaten, die Israel angesichts dieser Politik weiter unterst&uuml;tzen, haben seit Jahrzehnten nichts f&uuml;r die Durchsetzung eines Staates Pal&auml;stina getan.<\/p><p>Israel verweigert den Pal&auml;stinensern ihr Recht auf R&uuml;ckkehr nach Pal&auml;stina, und es verweigert das Recht auf Kompensation f&uuml;r ihre verlorenen Lebensgrundlagen, wie es die UN-Generalversammlung 1948 mit der UNGA-Resolution 194 festgelegt hatte. Das UN-Hilfswerk f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung und f&uuml;r Arbeit der pal&auml;stinensischen Fl&uuml;chtlinge (UNRWA) erinnert nicht nur Israel, sondern die Welt st&auml;ndig daran, dass es ein pal&auml;stinensisches Volk gibt, auf dessen rechtm&auml;&szlig;igem Boden &ndash; gegen jedes internationale Recht &ndash; Israel errichtet wurde.<\/p><p><small>Titelbild: Anas-Mohammed\/shutterstock.com<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im November 2019 wurde bekannt, dass der damalige und heutige israelische Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanyahu wegen Korruption vor Gericht muss. Dass Justizministerium hatte mitgeteilt, dass Netanjahu wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt werde. Seine damaligen Regierungspartner standen geschlossen hinter ihm. &bdquo;Er ist der Ministerpr&auml;sident des Staates Israel, und es gilt f&uuml;r ihn die Unschuldsvermutung&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/israel\/es-gilt-die-unschuldsvermutung\/\">sagte<\/a><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110489\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":110490,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,20],"tags":[1055,302,822,2222,2392,1557,1926,303,639,439],"class_list":["post-110489","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-landerberichte","tag-fluechtlinge","tag-gaza","tag-hamas","tag-humanitaere-hilfe","tag-internationaler-gerichtshof","tag-israel","tag-netanjahu-benjamin","tag-palaestina","tag-uno","tag-who"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shutterstock_2320247967.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/110489","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=110489"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/110489\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":110578,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/110489\/revisions\/110578"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/110490"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=110489"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=110489"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=110489"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}