{"id":110499,"date":"2024-02-04T15:00:26","date_gmt":"2024-02-04T14:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110499"},"modified":"2024-02-07T21:05:39","modified_gmt":"2024-02-07T20:05:39","slug":"philippinen-befriedung-und-aufstandsbekaempfung-mit-tradition-oder-der-widerspenstigen-zaehmung-teil-iii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110499","title":{"rendered":"Philippinen: \u201eBefriedung\u201c und \u201eAufstandsbek\u00e4mpfung\u201c mit Tradition oder Der Widerspenstigen Z\u00e4hmung (Teil III)"},"content":{"rendered":"<p>Die Philippinen sind das einzige Land in Asien, das nach einem westeurop&auml;ischen Herrscher, Philipp II., benannt ist. Zudem war der s&uuml;dostasiatische Inselstaat die einstige und einzige Kolonie der Vereinigten Staaten von Amerika in Asien, was den bekannten, in mehrere Sprachen &uuml;bersetzten und im Januar 2022 97-j&auml;hrig verstorbenen philippinischen Schriftsteller und Autor Francisco Sionil Jos&eacute; einst zu der trefflichen Bemerkung veranlasste: &bdquo;Unsere Landsleute hatten das historische Pech, etwa 350 Jahre im spanischen Konventsmief und ein halbes Jahrhundert unter Hollywood-Herrschaft leben zu m&uuml;ssen, von einem dreij&auml;hrigen Intermezzo unter japanischer Knute einmal abgesehen.&ldquo; Jahrhunderte kolonialer Herrschaft haben in den Philippinen tiefe Spuren hinterlassen, die bis heute auf Schritt und Tritt sp&uuml;rbar sind. Diese f&uuml;nfteilige Serie aus der Feder unseres S&uuml;dost- und Ostasienexperten <strong>Rainer Werning<\/strong> versteht sich als Spurensuche in einem Land, das w&auml;hrend der Internationalen Buchmesse in Frankfurt am Main im Jahre 2025 Gastland sein wird. Den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109736\">1. Teil<\/a> und den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110105\">2. Teil<\/a> k&ouml;nnen Sie auf den NachDenkSeiten nachlesen.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Von Pfirsching zu Pershing<\/strong><\/p><p>&bdquo;<em>Befriedung&ldquo;<\/em> (<em>&bdquo;pacification&ldquo; <\/em>im Angloamerikanischen) &ndash; dieser besch&ouml;nigende Begriff f&uuml;r die Unterwerfung von V&ouml;lkern, wobei selbst ihre Vernichtung in Betracht gezogen wurde, war nicht selten der ultimative Beweggrund f&uuml;r Kolonialismus und Imperialismus. Als der US-Imperialismus den spanischen Kolonialismus abl&ouml;ste, war &bdquo;Befriedung&ldquo; eine Seite der Medaille, deren andere Seite freundliche Aspekte umfasste &ndash; beispielsweise eine &bdquo;wohlwollende Assimilierung&ldquo;.<\/p><p>Derjenige, der &bdquo;Befriedung&ldquo; nachgerade prototypisch verk&ouml;rperte und verinnerlicht hatte, war ein Mann els&auml;ssischer Herkunft, aus einer Gegend, die den nord&ouml;stlichen Teil des heutigen Frankreichs bildet: John Joseph Pershing. Seine Vorfahren hie&szlig;en <em>Pfirsching<\/em>, was angloamerikanischen Zungen so gar nicht glatt &uuml;ber die Lippen rollen will. Als ebendiese Pfirschings sich in den USA ansiedelten, &auml;nderten sie flugs ihren Namen in <em>&bdquo;Pershing&ldquo;<\/em>. Es ist eine bittere Ironie der Geschichte, dass John Joseph Pershing ausgerechnet einer von zwei &uuml;beraus bekannten S&ouml;hnen des Heimatstaates Missouri werden sollte &ndash; nebst dem international gefeierten Autor und bekennenden Pazifisten Samuel Langhorne Clemens alias Mark Twain.<\/p><p>W&auml;hrend Pershing eine glorreiche Laufbahn beim Milit&auml;r einschlug, verwandelte sich der Autor und politische Aktivist Mark Twain in einen redegewandten Antiimperialisten. Im letzten Jahrzehnt seines Lebens, von 1901 bis 1910, war er Vizepr&auml;sident der<em> Antiimperialistischen Liga der Vereinigten Staaten von Amerika<\/em> und einer der freim&uuml;tigsten Kritiker der amerikanischen Kriege auf Kuba und in den Philippinen. Twains Haltung und Standpunkt dem US-Pr&auml;sidenten William McKinley und dessen Nachfolgeregierungen gegen&uuml;ber kann am besten durch diese von ihm wiederholt &ouml;ffentlich ge&auml;u&szlig;erte Meinung zusammengefasst werden:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Wir beabsichtigen nicht, das Volk der Philippinen zu befreien, sondern es zu unterwerfen. Wir sind dorthin gegangen, um zu erobern, nicht um zu erl&ouml;sen. Ich bin dagegen, dass der Adler mit seinen Krallen nach irgendeinem anderen Land greift.&ldquo; [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Randnotizen ad Imperialismus<\/strong><\/p><p>Bevor ich auf den milit&auml;rischen Abenteurer Pershing zur&uuml;ckkomme, sind einige kurze Anmerkungen zum Begriff &bdquo;Imperialismus&ldquo; angebracht. Tats&auml;chlich wurde dieser Begriff im Sog des<em> Amerikanisch-Spanischen Krieges<\/em> (1898), dessen Hauptschaupl&auml;tze ja die Karibik sowie der Pazifik waren, gepr&auml;gt und um die Jahrhundertwende hoff&auml;hig. Schon bald sollte dieser Begriff eine herausragende Rezeption in der politikwissenschaftlichen Literatur erfahren und f&uuml;r hitzige Debatten dies- wie jenseits des akademischen und Wissenschaftsbetriebs sorgen.<\/p><p>Im Jahre 1902 erschien das Buch <em>&bdquo;Imperialismus&ldquo;<\/em> des englischen &Ouml;konomen J. A. Hobson, das zugleich in London und New York ver&ouml;ffentlicht wurde. Acht Jahre sp&auml;ter ver&ouml;ffentlichte der &ouml;sterreichische Marxist Rudolf Hilferding sein Werk <em>&bdquo;Das Finanzkapital&ldquo;<\/em>. Es war Lenin, der neue Entwicklungen im kapitalistischen Weltsystem w&auml;hrend der vorangegangenen Jahrzehnte zusammenfasste und seine Erkenntnisse im Jahre 1917 unter dem Titel <em>&bdquo;Der Imperialismus als h&ouml;chstes Stadium des Kapitalismus&ldquo; <\/em>publizierte. Imperialismus bedeutete f&uuml;r Lenin wesentliche Ver&auml;nderungen in der kapitalistischen Produktionsweise: Der Kapitalismus der freien Konkurrenz hatte sich demnach in einen neuartigen Kapitalismus verwandelt &ndash; den Imperialismus eben &ndash;, in dem die Produktionsmittel und das akkumulierte Kapital schrittweise zu Kartellen und Trusts f&uuml;hrten und so den Prozess der Herausbildung von Monopolen beschleunigten. Nach Lenin zeichnete sich der Imperialismus im Kern durch f&uuml;nf Wesensmerkmale aus:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>1. Konzentration der Produktion und des Kapitals, die eine so hohe Entwicklungsstufe erreicht hat, da&szlig; sie Monopole schafft, die im Wirtschaftsleben die entscheidende Rolle spielen; 2. Verschmelzung des Bankkapitals mit dem Industriekapital und Entstehung einer Finanzoligarchie auf der Basis dieses &sbquo;Finanzkapitals&lsquo;; 3. der Kapitalexport, zum Unterschied vom Warenexport, gewinnt besonders wichtige Bedeutung; 4. es bilden sich internationale monopolistische Kapitalistenverb&auml;nde, die die Welt unter sich teilen, und 5. die territoriale Aufteilung der Erde unter die kapitalistischen Gro&szlig;m&auml;chte ist beendet.&ldquo; [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>In den USA hatte eine imperialistische Welle im Zuge der Einverleibung der Philippinen einen ersten H&ouml;hepunkt erreicht. Chauvinistische Apologeten von Interventionen wie der US-Senator Jeremiah Beveridge [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] gewannen schlie&szlig;lich die Oberhand &uuml;ber Kr&auml;fte, die im Sinne eines Isolationismus argumentierten &ndash; gem&auml;&szlig; der Maxime, die USA verf&uuml;gten &uuml;ber einen ausreichend gro&szlig;en Binnenmarkt, was eine Selbstversorgung garantiere und keines Wettstreits mit den westeurop&auml;ischen Weltreichen zwecks Erwerbs von Kolonien bed&uuml;rfe. Trotz ihrer Niederlage verschaffte sich das antiimperialistische Lager &ndash; zu dessen prominentesten Verfechtern der Schriftsteller Mark Twain, der Industrielle Edward Carnegie sowie auch der deutsch-amerikanische B&uuml;rgerkriegsgeneral Carl Schurz z&auml;hlten &ndash; mit scharfen Attacken auf Washingtons imperiale Pl&auml;ne immerhin betr&auml;chtlich Geh&ouml;r. [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>&bdquo;<strong>Black Jack&ldquo; in &bdquo;Gottes eigenem Land&ldquo;<\/strong><\/p><p>John Joseph Pershing (geboren am 13. September 1860) war die Verk&ouml;rperung imperialer Ambitionen schlechthin. Bis Mitte der 1890er-Jahre bek&auml;mpfte er &bdquo;Indianerst&auml;mme&ldquo; wie die Sioux und Apachen. Nach einem Zwischenspiel an der ber&uuml;hmten Milit&auml;rakademie <em>West Point<\/em>, wo er Taktik lehrte, wurde er nach Kuba geschickt. Auf dem H&ouml;hepunkt des Amerikanisch-Spanischen Krieges &uuml;bernahm er dort sein erstes Kommando &uuml;ber eine Einheit der 10. Kavallerie, die ausschlie&szlig;lich aus Afroamerikanern bestand. Der Spitznamen, den er seitdem trug, wurde zu seinem Markenzeichen &ndash; Freund und Feind gleicherma&szlig;en nannten ihn fortan schlicht <em>&bdquo;Black Jack&ldquo;<\/em>. Der Ort, wo der S&auml;bel rasselnde &bdquo;Black Jack&ldquo; am l&auml;ngsten im Namen von &bdquo;Gottes eigenem Land&ldquo; weilte, um mit Hingabe und messianischem Eifer Feinde aufzust&ouml;bern und zur Strecke zu bringen, waren die Philippinen.<\/p><p>Zwischen 1899 und 1913 bekleidete Pershing verschiedene Posten im s&uuml;dlichen Teil des Archipels &ndash; zuerst im Zollamt, dann als Kommandeur einer Kavallerieeinheit, sp&auml;ter als Milit&auml;rgouverneur der <em>Moro-Provinz <\/em>sowie als oberster Befehlshaber auf der Insel Mindanao. Im S&uuml;den der Philippinen, insbesondere auf der Insel Jolo, waren &bdquo;Black Jack&ldquo; und Generalmajor Leonard Wood die gl&uuml;hendsten Einpeitscher von &bdquo;Befriedungskampagnen&ldquo; gegen rebellierende Muslime, die zu Tausenden niedergemetzelt wurden. Dort verdiente sich Pershing die weitere zweifelhafte Auszeichnung als <em>&bdquo;Schl&auml;chter der Moros&ldquo;<\/em>. Sp&auml;ter sollte das amtliche Milit&auml;rarchiv der USA solche Taten als <em>&bdquo;B&auml;ndigung der kriegstreiberischen Moro-St&auml;mme<\/em>&ldquo; herunterspielen.<\/p><p>Bis heute gibt es nur in der <em>&bdquo;Stadt der Blumen&ldquo;<\/em>, der selbsternannten <em>&bdquo;Latino-Stadt Asiens&ldquo;,<\/em> in Zamboanga City, au&szlig;er der Plaza Rizal eine <em>Plaza Pershing<\/em> &ndash; eine bizarre Hommage an Militarismus und Aufstandsbek&auml;mpfung, deren Architekten &bdquo;Black Jack&ldquo; so einen geschichtstr&auml;chtigen Platz zuwiesen.<\/p><p>In der Heimat war Pr&auml;sident Theodore Roosevelt voll des Lobes f&uuml;r die Heldentaten &bdquo;Black Jacks&rdquo; in der neuen Kolonie, und er sorgte daf&uuml;r, dass Pershing in atemberaubendem Tempo vom Hauptmann zum Brigadegeneral bef&ouml;rdert wurde. Als Milit&auml;rattach&eacute; in Tokio konnte Pershing aus erster Hand &uuml;ber den Russisch-Japanischen Krieg berichten, der 1905 der ganzen Welt signalisiert hatte, dass mit dem siegreichen Japan fortan eine neue gewichtige milit&auml;rische Kraft die Weltb&uuml;hne betreten hatte. Sp&auml;ter erhielt Pershing den Befehl, Pancho Villa in Mexiko zu jagen, um nur ein Jahr sp&auml;ter, 1917, in der Eigenschaft als Kommandeur des <em>amerikanischen Expeditionskorps<\/em> nach Europa auszur&uuml;cken. 1921 fand sich &bdquo;Black Jack&ldquo; als Stabschef der US-Armee wieder. Ein Jahrzehnt sp&auml;ter ver&ouml;ffentlichte Pershing seine bewegende Autobiographie <em>&bdquo;My Experience of War&ldquo; (&bdquo;Meine Erfahrung im Krieg&ldquo;), <\/em>und es wurde ihm die Ehrenbezeichnung<em> &bdquo;General der Armeen der Vereinigten Staaten&ldquo; <\/em>verliehen. Das war die h&ouml;chste und prestigetr&auml;chtigste Ehrenbekundung, die je einem amerikanischen Soldaten zuteilwurde. Posthum wurde genau die gleiche Ehre auch George Washington zuteil.<\/p><p>John Joseph &bdquo;Black Jack&ldquo; Pershing starb im Sommer 1948 in Washington\/D.C. und wurde auf dem Nationalen Ehrenfriedhof Arlington feierlich beigesetzt. Aber seine Taten haben ihn &uuml;berlebt. In den 1970er-Jahren, auf dem H&ouml;hepunkt der US-Aggressionen gegen Vietnam, Laos und Kambodscha, bezeichnete Professor Frank E. Vandiver, ein Milit&auml;rhistoriker und Lehrer an der West-Point-Akademie, Pershing wortw&ouml;rtlich als <em>&bdquo;den gr&ouml;&szlig;ten Menschen seit Jesus Christus&ldquo;.<\/em> Auch NATO-Strategen m&uuml;ssen von dem Mythos, der Durchschlagskraft und den Heldentaten von &bdquo;Black Jack&ldquo; beeindruckt gewesen sein, als sie Anfang der 1980er-Jahre neben <em>Marschflugk&ouml;rpern (Cruise Missiles)<\/em> eben auch Pershing-Raketen in Westeuropa dislozierten, um diesen Teil des Globus gegen mutma&szlig;liche Angriffe seitens der damals noch intakten Sowjetunion zu sch&uuml;tzen.<\/p><p><strong>Andere Facetten der &bdquo;French Connection&ldquo;<\/strong><\/p><p> Verk&ouml;rperte Pershing die martialische Seite einer <em>&bdquo;French Connection&ldquo;<\/em> in den Philippinen, so gab es zweifellos andere Facetten des franz&ouml;sischen Verm&auml;chtnisses auf den Inseln, das weit in die Geschichte zur&uuml;ckreicht. Immerhin waren auch Franzosen Teil der Magellan-Expedition, die im Jahre 1521 die Ostk&uuml;ste der heutigen Visaya-Inselgruppe erreichte. Der namhafte philippinische Historiker und Kolumnist der in Manila erscheinenden Tageszeitung <em>Philippine Daily Inquirer, <\/em>Ambeth Ocampo, verfasste anl&auml;sslich des<em> <\/em>60. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Manila und Paris einen informativen Beitrag mit dem Titel &bdquo;<em>Traces of France&rdquo; (<\/em>&bdquo;<em>Spuren Frankreichs&rdquo;), <\/em>dem folgende l&auml;ngere Passagen entnommen sind:<\/p><p>&bdquo;<em>Frankreich, oder bedeutsamer noch, die Franz&ouml;sische Revolution, war eine Inspiration f&uuml;r viele unserer Helden, die an der 1896 begonnenen philippinischen Revolution beteiligt waren. Man kann sich fragen, wie anders wohl die Geschichte verlaufen w&auml;re, h&auml;tte Frankreich seine Revolutionsideen deutlicher und nachhaltiger in die Philippinen zu exportieren <\/em>vermocht, als dies im Falle der amerikanischen Revolution geschah.<\/p><p><em>Vor mehr als zwei Jahrzehnten, als ich alte Pariser Buchl&auml;den und B&uuml;cherst&auml;nde sowie den fantastischen Flohmarkt am Ende einer U-Bahnlinie, genannt Porte de Clignancourt, durchst&ouml;berte, fand ich reichlich Material &uuml;ber die Philippinen aus dem 19. Jahrhundert &ndash; haupts&auml;chlich Reiseberichte, manche mit Gravierungen und Photographien illustriert, die eine optisch ansprechende, gef&auml;llige Verbindung zur Vergangenheit herstellen. Was mich an diesen vergilbten B&uuml;chern, Brosch&uuml;ren und Heften am meisten interessierte, waren auff&auml;llig viele Augenzeugenberichte &uuml;ber den Philippinisch-Amerikanischen Krieg, der unmittelbar nach dem Amerikanisch-Spanischen Krieg begann. Wenngleich es an philippinischen oder amerikanischen Quellen aus jenen Tagen partout nicht mangelt, ist es immer von gro&szlig;er Bedeutung, die gleiche Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.<\/em><\/p><p><em>Die franz&ouml;sischen Berichte, die ich las, offenbarten, dass die Amerikaner die Spanier offensichtlich nicht mochten und mit der Art und Weise, wie Spanien den Archipel verwaltete, nicht einverstanden waren, dass aber w&auml;hrend des Philippinisch-Amerikanischen Krieges die Vereinigten Staaten uns nicht auf dem Weg zur Unabh&auml;ngigkeit begleiteten, sondern Spanien in Wirklichkeit abl&ouml;sten.&ldquo;<\/em><\/p><p>Und Ocampo f&auml;hrt fort:<\/p><p>&bdquo;<em>Unsere Nationalhymne enth&auml;lt eine Passage, die der franz&ouml;sischen &auml;hnlich ist. Das Rot-Wei&szlig;-Blau, das laut unserer Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung vom 12. Juni 1898 an die Farben der US-Fahne erinnert, kann bis zur franz&ouml;sischen Trikolore zur&uuml;ckverfolgt werden. Tats&auml;chlich ist das ausf&uuml;hrliche, gedruckte Men&uuml; f&uuml;rs gro&szlig;e Malolos-Bankett im September 1898 in Kawit, wo unsere Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung ratifiziert wurde, in Franz&ouml;sisch verfasst &ndash; nicht in Filipino. Der Schlachtruf der Franz&ouml;sischen Revolution war darauf gedruckt: Freiheit! Gleichheit! Br&uuml;derlichkeit!<\/em><\/p><p><em>Kehren wir zur&uuml;ck zu den geistigen Wurzeln der Philippinischen Revolution, sto&szlig;en wir wieder auf Frankreich, denn wenn man der Liste der B&uuml;cher Glauben schenken kann, die von den Spaniern in der Bodega beschlagnahmt wurden, in der Andres Bonifacio arbeitete, las der Supremo der Katipunan (gemeint ist Bonifacios F&uuml;hrungsposition in der Geheimorganisation, die den bewaffneten Kampf gegen die Spanier im politischen Untergrund vorbereitete &ndash; RW) B&uuml;cher wie &sbquo;Lives of the Presidents of the United States&rsquo; und nat&uuml;rlich &sbquo;The French Revolution&lsquo; und ward h&ouml;chstwahrscheinlich von ihnen inspiriert. (&hellip;)<\/em><\/p><p><em>Die Geschichts- und Lehrb&uuml;cher vermerken, dass es eine Gruppe im Ausland lebender Filipinos gab (allesamt &sbquo;ilustrados&lsquo;, Personen also, die zur beg&uuml;terten Schicht der Gesellschaft geh&ouml;rten und sich der Aufkl&auml;rung verpflichtet f&uuml;hlten &ndash; RW), die entweder in Frankreich lebten oder das Land besuchten. Die Namensliste ist beeindruckend: Jos&eacute; Rizal, Felix Resurreccion Hidalgo, Juan und Antonio Luna, Felix und Trinidad Pardo de Tavera, Valentin Ventura, Marcelo H. del Pilar und viele andere. Was dachten sie &uuml;ber Frankreich und die Franzosen?<\/em><\/p><p><em>Luna und Hidalgo lie&szlig;en sich in Paris nieder und lebten dort von der Malerei. Trinidad und Felix Pardo de Tavera studierten an der Sorbonne. Bevor er zum bedeutendsten General des Philippinisch-Amerikanischen Krieges avancierte, war Antonio Luna Apotheker und besuchte Kurse im Rahmen eines weiterf&uuml;hrenden Studiums am Institut Pasteur. Nach seiner R&uuml;ckkehr nach Manila f&uuml;hrte er bahnbrechende Forschungen durch zur Sauberkeit des Wassers des Pasig-Flusses sowie zur Reinheit der Milch des Carabao (Wasserb&uuml;ffels). (&hellip;)<\/em><\/p><p><em>Bedeutsam ist, dass keiner der Pinoys (als Kosenamen gebr&auml;uchlich unter Filipinos und Filipinas &ndash; RW), welche die Weltausstellung von 1899 besuchten, den neu gebauten Eiffelturm in ihren Schriften erw&auml;hnen. Das heutige Wahrzeichen von Paris und Frankreich kommt lediglich als beil&auml;ufiger Hinweis vor in den Tageb&uuml;chern der M&auml;nner, die teilhatten an der &sbquo;Propagandabewegung&rsquo;, wie unsere Lehrb&uuml;cher sie<\/em> <em>heute nennen. Warum fehlt der Eiffelturm? Vielleicht hat Rizal den Turm nicht wahrgenommen, weil er zu sehr damit besch&auml;ftigt war, eine Konferenz &uuml;ber philippinische Themen rechtzeitig zur Ausstellung zu organisieren. Oder vielleicht mochte er den Turm nicht &ndash; wie Flaubert, der regelm&auml;&szlig;ig im Turmrestaurant speiste, nicht weil er das Essen dort besonders gut fand, sondern weil es der einzige Ort in Paris war, von wo aus er den Turm nicht sehen konnte.<\/em><\/p><p><em>Eine nicht allgemein bekannte Tatsache ist, dass die Eiffel-Gesellschaft Br&uuml;cken in die Philippinen exportierte, und die komplett aus Stahl gebaute San Sebastian-Kirche in Manila in Europa vorfabriziert, St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck nach Manila verschifft und vor Ort in Lego-Manier zusammengebaut wurde.&ldquo; [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/em><\/p><p><strong>Achsenm&auml;chte in Manila<\/strong><\/p><p>Neben der Verbindung nach Frankreich gab es in puncto Militarismus und Aufstandsbek&auml;mpfung auch nennenswerte Verbindungen nach Deutschland. Dies betraf die Beeinflussung der Filipinos durch Militarismus, Faschismus und Rassismus &ndash; zumindest von Teilen der Gesellschaft &ndash; w&auml;hrend der japanischen Besetzung der Philippinen. In diesem Kontext muss betont werden, dass es nach der Zivilbev&ouml;lkerung Chinas und Koreas Filipinos waren, die in der Zeit von Dezember 1941 bis Fr&uuml;hjahr 1945 am meisten gelitten und am teuersten bezahlt hatten. Etwa 1,2 Millionen Filipinos verloren ihr Leben im aktiven oder passiven Widerstand gegen den japanischen Militarismus. Und Manila rangierte gleich nach Warschau als die w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs am schwersten zerst&ouml;rte Hauptstadt.<\/p><p>Damals war Japan neben Benito Mussolinis Italien and Nazideutschland ein integraler Bestandteil der Achsenm&auml;chte, wie sie sich nannten. Die Achse Rom-Berlin-Tokio war als eine strategische Allianz im Streben zur Errichtung eines weltweiten Imperiums unter der Vorherrschaft dieser &bdquo;Herrenrassen&ldquo; konzipiert. Im August 1940 verk&uuml;ndete Japans Au&szlig;enminister Matsuoka Y&ocirc;suke das Konzept der <em>&bdquo;Gr&ouml;&szlig;eren Ostasiatischen Gemeinsamen Wohlstandssph&auml;re&ldquo; [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/em> &ndash; &auml;hnlich den nazistischen ideologischen Konstrukten von &bdquo;Lebensraum&rdquo; oder &bdquo;Blut und Boden&rdquo;.<\/p><p>Die Vorstellung von einer japanischen &Uuml;berlegenheit &uuml;ber andere asiatische &bdquo;Rassen&ldquo; war bereits im sp&auml;ten 19. Jahrhundert konzipiert und stetig weiterentwickelt worden, nachdem Japan 1905 das erste asiatische Land wurde, das eine westliche Macht &ndash; das zaristische Russland &ndash; besiegte. Mit den Worten des Historikers Peter Duus erlaubte es die Ideologie der Gro&szlig;ostasiatischen Wohlstandssph&auml;re den Japanern, sich <em>&bdquo;im Sprung vom Abstellgleis zur Lokomotive der Geschichte vorzuarbeiten.&ldquo; [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/em><\/p><p>Ultranationalistische Gruppen in Japan glaubten, die moralische Reinheit der Yamato-Rasse and Japans einzigartige Abstammung von der Sonneng&ouml;ttin <em>Amaterasu<\/em> berechtigten die Japaner dazu, eine f&uuml;hrende Rolle im Kampf gegen den westlichen Kolonialismus und Imperialismus in Asien zu spielen. F&uuml;hrende japanische Politiker benutzten die &bdquo;Wohlstandssph&auml;re&ldquo; in ihrer Propaganda gegen&uuml;ber der eigenen Bev&ouml;lkerung sowie gegen&uuml;ber den V&ouml;lkern anderer asiatischer L&auml;nder. Sie errichteten dort von Tokio kontrollierte Marionettenregierungen mit einheimischen F&uuml;hrern, die die &bdquo;Unabh&auml;ngigkeit&ldquo; ausriefen und eine Politik der &bdquo;Japanisierung&ldquo; dem eigenen Volk gegen&uuml;ber verfolgten, die wenig oder gar keine R&uuml;cksicht auf einheimische Br&auml;uche und Religionen nahm. Allerdings hatte Japans Propaganda einige V&ouml;lker S&uuml;dostasiens anfangs dazu verleitet, die Japaner in Erwartung einer helleren Zukunft unter deren &bdquo;Schutzherrschaft&ldquo; als Befreier anzusehen &ndash; ein Trugschluss mit fatalen Konsequenzen, wie sich schon bald zeigen sollte.<\/p><p>Als Alliierte waren die Nazifaschisten und die japanischen Militaristen durch ein gleichartiges Konzept von &Uuml;berlegenheit und Hegemonie verbunden. In den Philippinen verbreitete man dieses Konzept, indem man sich auf Elemente der &auml;u&szlig;ersten Rechten st&uuml;tzte, die Verbindungen zum &bdquo;alten Mutterland&ldquo; Spanien besa&szlig;en. Bereits 1936 sagte Reichsmarschall Hermann G&ouml;ring, dass &bdquo;Spanien der Schl&uuml;ssel zu zwei Kontinenten ist&ldquo;. Indem sie Spanien kontrollierten, glaubten die Nazis, dass sie sowohl Europa als auch Lateinamerika beherrschen k&ouml;nnten. Sie erkannten, dass sie die spanische Republik zerschlagen mussten, um durch Spanien in Ibero-Amerika dauerhaft Fu&szlig; fassen zu k&ouml;nnen. Deshalb arbeitete das Dritte Reich eng mit Offizieren der spanischen Armee zusammen, um General Francisco Franco im Jahr 1936 an die Macht zu bringen [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]. Und es bediente sich der Falange von Jos&eacute; Antonio Primo de Rivera als Basis in Spanien und als Vehikel, um in Ibero-Amerika einzudringen.<\/p><p>Die <em>Falange Exterior<\/em>, eine Spanisch sprechende Abteilung der NSDAP-Auslandsorganisation, wurde zu diesem Zweck geschaffen. Spanien, das geographisch die Einfahrt zum Mittelmeer vom Atlantik her beherrscht und die &bdquo;Flanke&ldquo; zu Frankreich bildet, &uuml;bte noch immer einen gewaltigen Einfluss auf Lateinamerika aus &ndash; nicht zuletzt aufgrund der starken kulturellen und wirtschaftlichen Bindungen zwischen der Aristokratie Spaniens und derjenigen Lateinamerikas. Au&szlig;erdem hatte das gewichtige Erbe des Katholizismus in Spanien wie in Lateinamerika den spanischen Einfluss in jenem Teil der Welt verst&auml;rkt.<\/p><p><small>Titelbild: hyotographics\/shutterstock.com<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Jim Zwick (ed.): <em>Mark Twain&rsquo;s Weapons of Satire: Anti-Imperialist Writings on the Philippine-American War.<\/em> Syracuse 1992.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Wladimir Iljitsch Lenin: <em>Der Imperialismus als h&ouml;chstes Stadium des Kapitalismus. Gemeinverst&auml;ndlicher Abriss.<\/em> Petrograd, 1917, in: W. I. Lenin, Werke, Band 22, Berlin 1960, S. 199-211.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Zwischen damals und heute gibt es einige Parallelen: Senator Jeremiah Beveridge (Indiana) war ein &uuml;berzeugter Konservativer, der es schon vor der Besitznahme der Philippinen im Jahre 1898 als &bdquo;G&ouml;ttliche Mission&ldquo; angesehen hatte, den Archipel als Sprungbrett zu verwenden, um von dort aus den riesigen chinesischen Markt zu erobern. Ein &auml;hnlich gestandener konservativer Fundamentalist und einflussreicher Prediger in den USA war der im Mai 2007 verstorbene Jerry L. Falwell. Er war bekannt f&uuml;r seine provokant obskuren Bemerkungen. So sagte er nach dem Angriff vom 11. September 2001 im 700 Club zum Beispiel:<em> &bdquo;Ich bin der festen &Uuml;berzeugung, dass die Heiden, die einen alternativen Lebensstil verfolgenden Schwulen und Lesben, die ACLU (American Civil Liberties Union &ndash; RW) und die People For the American Way versucht haben, Amerika zu s&auml;kularisieren. Ich zeige mit dem Finger auf ihr Gesicht und sage &sbquo;Ihr habt mitgeholfen, dass all das geschah&lsquo;&ldquo;. <\/em>Derselben Meinung war im &Uuml;brigen auch sein gleicherma&szlig;en von messianischem Sendungsbewusstsein erf&uuml;llter Evangelisten-Kollege Pat Robertson. Zwar musste sich Falwell nach massiver Kritik entschuldigen. Dennoch hielt er an seiner Behauptung fest und erkl&auml;rte: <em>&bdquo;Wenn wir uns dazu entschlie&szlig;en, alle Regeln zu &auml;ndern, auf der diese j&uuml;disch-christliche Nation aufgebaut wurde, k&ouml;nnen wir nicht erwarten, dass der Herr seinen Schutzschirm &uuml;ber uns aufspannt, wie er es in der Vergangenheit getan hat.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Carl Schurz (* 2. M&auml;rz 1829 in Liblar bei K&ouml;ln, damals Teil der preu&szlig;ischen Rheinprovinz &ndash; &dagger; 14. Mai 1906 in New York) hatte aktiv an der letztlich gescheiterten M&auml;rzrevolution von 1848 teilgenommen. Als Mitglied der sogenannten &bdquo;Achtundvierziger&ldquo; floh er zun&auml;chst in die Schweiz, Frankreich und England und emigrierte 1852 in die Vereinigten Staaten. Hier machte er eine bemerkenswerte Karriere. Schurz, ein entschiedener Bef&uuml;rworter des allgemeinen Wahlrechts und ein f&uuml;hrendes Mitglied der republikanischen Partei, engagierte sich 1860 im Wahlkampf f&uuml;r Abraham Lincoln. Dieser schickte ihn sp&auml;ter als amerikanischen Gesandten nach Spanien. Schurz bek&auml;mpfte die Sklaverei und schloss sich beim Ausbruch des amerikanischen B&uuml;rgerkrieges der Unionsarmee an. Als General und Staatsmann wurde er als erster Deutscher in den Senat gew&auml;hlt. Pr&auml;sident Rutherford B. Hayes berief Schurz zum Innenminister (1877-81). Nach Dienstende kehrte er zum Journalismus zur&uuml;ck und wurde Herausgeber der <em>New York Evening Post<\/em>. Seine Frau Margarethe gr&uuml;ndete den ersten Kindergarten in Amerika.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Ambeth Ocampo: <em>Traces of France<\/em>, in: Philippine Daily Inquirer, 27. Juni 2007<em>(Eigene &Uuml;bersetzung: RW).<\/em><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Die Rechtfertigung f&uuml;r die japanische Expansion und das Konzept der &bdquo;<em>Greater East Asia Co-Prosperity Sphere&ldquo; (Gr&ouml;&szlig;eren Ostasiatischen Gemeinsamen Wohlstandssph&auml;re)<\/em> war folgende: <em>&bdquo;Um den Weltfrieden zu gew&auml;hrleisten, scheint es ein sehr nat&uuml;rlicher Schritt zu sein, dass die V&ouml;lker, die geografisch, rassisch und wirtschaftlich eng miteinander verbunden sind, zuerst eine eigene Sph&auml;re der Koexistenz, des gemeinsamen Wohlstands, des Friedens und der Ordnung schaffen. Gleichzeitig sollten sie ein Verh&auml;ltnis der gemeinsamen Existenz und des wirtschaftlichen Wohlstands mit anderen Sph&auml;ren sichern. (&hellip;) Die L&auml;nder Ostasiens und der S&uuml;dseeregion sind geografisch, historisch, rassisch und wirtschaftlich eng miteinander verbunden. Sie sind zur Zusammenarbeit bestimmt und sollten sich um die gegenseitigen Bed&uuml;rfnisse im Interesse des gemeinsamen Wohlergehens und des Wohlstandes k&uuml;mmern. Das f&ouml;rdert den Frieden und Fortschritt in ihren Regionen.&ldquo;<\/em> &ndash; s. Peter Duus: <em>Japan&lsquo;s Wartime Empire: Problems and Issues<\/em>, in: Peter Duus\/Ramon H. Myers\/Mark R. Peattie (eds.): <em>The Japanese Wartime Empire, 1931-1945.<\/em> Princeton University Press, 1996 <em>(Eigene &Uuml;bersetzung: RW).<\/em><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Ebd., S. xxiii.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Tausende ausgebildete Reichswehrangeh&ouml;rige wurden als Vormarschtruppe f&uuml;r die <em>&bdquo;Legion Condor&ldquo;<\/em> eingesetzt. Die &bdquo;Legion Condor&ldquo; wurde von Nazigr&ouml;&szlig;en angef&uuml;hrt und sollte Spanien &bdquo;zur alten Glorie f&uuml;hren&ldquo;: Sie half dem Faschisten- und Falangistenlager um Franco in dessen Kampf gegen die republikanischen Truppen. Auf ihrem Weg massakrierte die Legion Scharen von Zivilisten und legte den Ort Guernica in Schutt und Asche. Die Condor-Legion&auml;re hatten ein Lied, das wie folgt lautete:<br>\n&bdquo;<em>Wir pfeifen hoch und tief, <\/em><br>\n<em>mag uns die Welt loben oder tadeln. <\/em><br>\n<em>Sollen sie doch denken, was sie woll&rsquo;n. <\/em><br>\n<em>Egal wie sie uns auch einst nennen m&ouml;gen.&ldquo;<\/em><br>\nDetailliert in: Allan Chase: <em>Falange &ndash; The Axis Secret Army in the Americas.<\/em> New York: G. P. Putnam&rsquo;s Sons, 1943.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Philippinen sind das einzige Land in Asien, das nach einem westeurop&auml;ischen Herrscher, Philipp II., benannt ist. Zudem war der s&uuml;dostasiatische Inselstaat die einstige und einzige Kolonie der Vereinigten Staaten von Amerika in Asien, was den bekannten, in mehrere Sprachen &uuml;bersetzten und im Januar 2022 97-j&auml;hrig verstorbenen philippinischen Schriftsteller und Autor Francisco Sionil Jos&eacute; einst<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110499\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":109737,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,20],"tags":[1945,1043,2529,1497,1792,893,1971,826,564],"class_list":["post-110499","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-landerberichte","tag-faschismus","tag-frankreich","tag-imperialismus","tag-japan","tag-kolonialismus","tag-militarisierung","tag-philippinen","tag-rassismus","tag-spanien"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Shutterstock_1326821609.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/110499","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=110499"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/110499\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":110742,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/110499\/revisions\/110742"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/109737"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=110499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=110499"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=110499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}