{"id":110523,"date":"2024-02-03T14:00:22","date_gmt":"2024-02-03T13:00:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110523"},"modified":"2024-02-02T20:11:40","modified_gmt":"2024-02-02T19:11:40","slug":"leserbriefe-zu-endspiel-der-staat-palaestina-wird-kommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110523","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eEndspiel \u2013 Der Staat Pal\u00e4stina wird kommen\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110214\">In diesem Beitrag<\/a> pr&auml;sentiert Peter Vonnahme eine ausf&uuml;hrliche Darstellung der Probleme im Nahen Osten, kombiniert mit konkreten L&ouml;sungsvorschl&auml;gen. Kern einer L&ouml;sung k&ouml;nne sein, &bdquo;die Architektur der Zwei-Staaten-L&ouml;sung auf die Notwendigkeiten der Gegenwart zu heben&ldquo;: &bdquo;Konkrete Bausteine einer solchen L&ouml;sung w&auml;ren u. a. die internationale Anerkennung des Staates Pal&auml;stina, Vollmitgliedschaft in der UNO, klare Grenzen, volle staatsb&uuml;rgerliche Rechte aller Menschen in beiden Staaten&ldquo;. Die USA m&uuml;ssten als ernsthafter Friedensstifter t&auml;tig werden sowie Waffen- und Geldunterst&uuml;tzung f&uuml;r Israel von Bedingungen abh&auml;ngig machen. Das gelte &bdquo;naturgem&auml;&szlig; auch f&uuml;r Deutschlands Israelhilfe&ldquo;. Wir haben hierzu interessante Leserbriefe bekommen. Danke daf&uuml;r. Es folgt nun eine Auswahl, zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo mein t&auml;glicher Leuchtturm NachDenkSeiten,<\/p><p>vor allem war es wie immer eine nachhaltige Erweiterung meines Horizonts einen Artikel des Autors zu lesen.<\/p><p>M&ouml;gen die selbsternannten Qualit&auml;tsmedien doch auch sein Niveau erreichen &ndash; was w&auml;re unserem Land geholfen.<\/p><p>Schwer war auch zu lesen, dass ausgerechnet bei einem so ausf&uuml;hrlichen und unser Land stark betreffenden Beitrag der Name Willy bei unserem erf&uuml;llten Traum fehlt. <\/p><p>Danke f&uuml;r alles,<br>\nIngar Braf<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Mein k&uuml;rzester Leserbrief: Richter Vonnahme hat ein schier unl&ouml;sbares Beziehungsgeflecht gro&szlig;artig beurteilt! Es darf vielleicht daran erinnert werden: Am 4.11.1995 hielt Jitzchak Rabin eine Rede und sagte: &ldquo;Dieser Abend beweist, dass die Israelis Frieden wollen!&rdquo; Gleich danach hat ein j&uuml;discher Extremist den Pr&auml;sidenten erschossen. Nachfolger wurde Netanjahu. Die Ultras sitzen in seiner Regierung.<\/p><p>Dieter M&uuml;nch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ein sehr wichtiger Beitrag von Euch, Danke. Mich bewegt in diesem Zusammenhang noch eine andere Frage: Hat man den Jemen vergessen? Die Verh&auml;ltnisse dort sind nicht anders als im Gaza und das schon viel l&auml;nger. Ich habe manchmal den Eindruck man versucht uns an Gewalt und Zerst&ouml;rung&nbsp;durch immer neue Gewaltakte (Siehe auch Ukraine) zu gew&ouml;hnen, um die eigene Agenda von Gesellschaft und System, dem&nbsp;Menschen mit Gewalt in die K&ouml;pfe und Herzen zu impfen. Nur darf diese Gewalt niemals die Eliten betreffen. Es muss immer die einfachen arbeitenden Menschen treffen. Die V&ouml;lker sollen sich gegenseitig bekriegen, ideologisch psychisch und physisch.&nbsp;Und das mit den Waffen die sie selbst produzieren und deren Gewinne aus Produktion, Reproduktion sowie aus den Ergebnissen der Zerst&ouml;rung durch Krieg, sich die Eliten einheimsen. Aufbauen d&uuml;rfen, m&uuml;ssen die Menschen dann was &uuml;brig geblieben ist wieder selbst. Wenn ein Herr Habeck erkl&auml;rt &rdquo; Es gibt kein Volk&rdquo; dann sind wir gesetzlose Wandersklaven, die sich selbst billig verkaufen m&uuml;ssen um get&ouml;tet zu werden. Diesen Kreislauf, der seit der Sklaverei existiert, gilt es zu durchbrechen, oder wir wollen es so?<\/p><p>Die Kriege im Nahen Osten oder anderswo sind allesamt keine von V&ouml;lkern gewollten Kriege, obwohl sie alle dazu ihren Beitrag leisten, um selbst &uuml;berleben zu k&ouml;nnen bis man sie schlachtet. Was ist das f&uuml;r ein Wahnsinn?<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundliche Gr&uuml;ssen J. Karsten<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Nachdenkseiten-Team!<\/p><p>Der Beitrag von Peter Vonnahme ist, wie mir scheint, eine gelungene Diskussionsvorlage zum Konfliktherd &ldquo;Naher Osten&rdquo;. So ist dem Autor in der Darlegung der historischen Entwicklung und seiner Einsch&auml;tzung zum Verlauf der Unterdr&uuml;ckung der pal&auml;stinensischen Bev&ouml;lkerung durch die (Milit&auml;r-) Politik im Konfliktgebiet kaum etwas entgegenzusetzen. Auch berichtet Vonnahme einschl&auml;gig &uuml;ber die missratenen Versuche der Zweistaatenl&ouml;sung n&auml;her zu kommen. Die milit&auml;risch unterst&uuml;tzte Siedlungspolitik der israelischen Regierungen scheint das genaue Gegenteil dessen bewirkt zu haben, was den Konflikt zwischen Pal&auml;stinensern und Israelis befrieden k&ouml;nnte. Jedoch ist wohl im weiteren Verlauf seines Artikels eher der Wunsch der Vater des Gedankens gewesen und dadurch kaum in der Lage, einen konkreten Ausweg aus der Krise zu finden. Die Entwicklung Israels ist mit der ersten Vertreibung der arabischen Bev&ouml;lkerung und weiterer israelischer V&ouml;lkerrechtsverst&ouml;&szlig;e einhergegangen. Viele UN-Resolutionen wurden von Israel ignoriert. Was in dieser zur&uuml;ckliegenden Zeitspanne zur Zerst&uuml;ckelung pal&auml;stinensischer Hoheitsgebiete f&uuml;hrte. Und der Besatzungs- und Apartheidspolitik Israels Vorschub leistete. Status Quo war die Abschn&uuml;rung des GAZA-Streifens &uuml;ber viele Jahre.<br>\n&nbsp;<br>\nWeitgehend von ihm unbedacht bleibt die Rolle der USA in dem Machtkampf um die nationalen Interessen des pal&auml;stinensischen Volkes und der arabischen Staaten generell. Es ist absehbar, dass die Vereinigten Staaten ihre Herrschaft &uuml;ber die Einflusssph&auml;re Naher Osten und ihre globalen &ouml;konomischen und milit&auml;rpolitischen Ziele nicht aufgeben werden. Weswegen sie selbst in v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegen im Nahen Osten an vorderster Stelle standen. Gegen&uuml;ber dem Irak und Iran gilt es, diese Machtinteressen zu sichern. Israel als milit&auml;rischer Vorposten der USA im Nahen Osten wird seine zugewiesenen Aufgaben machtpolitisch und milit&auml;risch nur durchsetzen k&ouml;nnen, wenn die USA den Status Quo beibeh&auml;lt. Das ist von der westlichen Wertegemeinschaft auch so hingenommen worden. Mit den Angriffen auf milit&auml;rischen Ziele im Jemen haben die USA ihren Herrschaftsanspruch aktuell eindr&uuml;cklich unter Beweis gestellt.<br>\n&nbsp;<br>\nWas aber w&auml;re eine realistische L&ouml;sung des Konfliktes in Nahost? Wenn die Menschenrechte dabei eine zentrale Rolle spielen sollen? So w&auml;re anzuraten, allen Menschen im Konfliktgebiet die gleichen sozialen, politischen Rechte zu erm&ouml;glichen. Unter einer s&auml;kularen Regierung, die es m&ouml;glich macht, dass die religi&ouml;sen Werte eines jeden B&uuml;rgers (und jeder B&uuml;rgerin) geachtet werden. Und jeder die gleichen Schutzrechte genie&szlig;en kann. Wenn Grenzen nicht teilen, sondern grenzenlos Vers&ouml;hnung stattfinden kann. Alle Entwicklungen in Israel sprechen dagegen. Politik m&uuml;sste neu gedacht werden! Und die Rolle der Bundesrepublik Deutschland als Vasall der USA-NATO-Politik w&auml;re dann eine andere.<br>\n&nbsp;<br>\nFreundlicher Gru&szlig;!<br>\nJ&uuml;rgen Hagenguth<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Die &sbquo;Redaktionelle Vorbemerkung&rsquo; kann widerspruchslos hingenommen werden, gegenteilig dazu die Ausf&uuml;hrungen. Schon die Stichworte wiederholend wie &sbquo;Rache oder Vergeltung, Medienversagen, ungeheure Schuld der Deutschen&hellip;usw. usf.&lsquo; reichen mir als Leser schon &sbquo;mantragerecht&rsquo;. Die sog. Schlussfolgerungen sind &lsquo;dazu obenauf&rsquo; irritierend und wenig hilfreich f&uuml;r ein Kriegsende mit Landaufteilung. Und einen Staat &sbquo;Pal&auml;stina&lsquo; zu nennen, kommt dem gleich, z. B. Schlesien, B&ouml;hmen o. a. &auml;. als Staat zu bezeichnen.<\/p><p>Historie und Sachverhalt:<br>\nWenn Peter Vonnahme schon die Historie der Konfliktentstehung aufgreift, so ist das Datum nach dem 2. Weltkrieg zu kurz angesetzt; denn Frieden herrschte in diesem Multikulti-Gebiet schon Jahrzehnte vor Christus nicht. Warum als sollte Frieden ausgerechnet in der heutigen Zeit mit kriegerischen Auseinandersetzungen m&ouml;glich sein ? Ein Trugschluss sondergleichen ! Denn das Gebiet, das Land, die Region hie&szlig; und hei&szlig;t auch heute noch Pal&auml;stina, auch wenn auf diesem Territorium der Staat Israel &sbquo;gegr&uuml;ndet&rsquo; wurde; richtigerweise wurde es von der in sich geschlossenen j&uuml;dischen Glaubensgemeinschaft okkupiert, Andersgl&auml;ubige, insbesondere Moslems an Randgebiete Pal&auml;stinas verdr&auml;ngend. Dass das in der G&auml;nze, wie bisher vollzogen, Un-Recht war und ist, wei&szlig; auch die j&uuml;dische Glaubensgemeinschaft, insbesondere die sich dem Staat Israel zugeh&ouml;rig f&uuml;hlen.&nbsp;<\/p><p>Vorschlag f&uuml;r die Zukunft:<br>\nWaffengewalt f&uuml;hrt nachgewiesenerma&szlig;en nur zur Eind&auml;mmung friedlichen Verhaltens, nie zum endg&uuml;ltigen Frieden, und irgendwann wird eine neue Generation mit der &lsquo;Forderung nach Gerechtigkeit&lsquo; aufbegehren. In Kenntnis ob dieses Wissens setzt f&uuml;rderhin Diplomatie ein, in diesem Fall Verhandlung mit Geldleistungen. In diesem Kontext stellt sich nunmehr nicht mehr die Frage nach kriegerischer Auseinandersetzung mit Waffengewalt, sondern wie viel Geld, z. B. Dollar, es dem heutigen Staat Israel wert sein w&uuml;rde, ganz Pal&auml;stina als sein eigen nennen zu k&ouml;nnen (?). Diese Verhandlungen (ver)schonen Menschenleben. Eine der Vorstellungen, evtl. noch Vision, keine Utopie, k&ouml;nnte sein, dass der Staat Israel Land von umliegenden islamischen Staaten f&uuml;r die moslemische Minderheit auf dem restlichen pal&auml;stinensischem Boden kauft und diese auf Kosten Israels dahin umsiedeln l&auml;sst. Weitere Verhandlungspositionen sind m&ouml;glich, alle jedoch sollten sich auf Geldleistungen beziehen, Entsch&auml;digungen o. &auml;.<\/p><p>Und der Deutsche Staat sollte sich nicht als Vermittler einsetzen, sondern allenfalls als Ideengeber. Wir sind gepr&auml;gt von der verbrecherischen Geschichte aus dem 2. Weltkrieg, weswegen wir keine neutrale Diplomatenstelle einnehmen k&ouml;nnen. Zum anderen k&ouml;nnten wir nichts dazu beisteuern, wenn der Staat Israel im weiteren Expansionskurs hin zum Gebiet Levante greift.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nWerner O. Hamann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin, <\/p><p>Sie schreiben, da&szlig; Israel seit der Resolution 1368 des UN-Sicherheitsrates ein Recht auf Selbstverteidigung zust&uuml;nde, auch wenn Pal&auml;stina kein anerkannter Staat sei. Diese fu&szlig;t, wie Sie selbst zu Protokoll geben, auf die &ldquo;Terror&rdquo;-Anschl&auml;ge des 11. September 2001, das sogenannte &ldquo;nine-eleven&rdquo;. Mit dieser Resolution haben die USA beispielloses Elend in der Welt verursacht, indem sie mehrere Kriege fast gleichzeitig er&ouml;ffneten (die, wundersamerweise, zu dem Zeitpunkt schon gut vorbereitet waren). <\/p><p>Nur mal angenommen, die USA h&auml;tten tats&auml;chlich ihre eigenen WTC-Geb&auml;ude gesprengt, wonach es bei einer erdr&uuml;ckenden Indizienlage aussieht (das ist ein Thema f&uuml;r sich), aber leider unbewiesen ist, und das Land de facto einen Gewaltakt gegen sich selbst gerichtet h&auml;tte, in einer Art &ldquo;false flag&rdquo;: H&auml;tte dann noch die UN-Resolution 1368 G&uuml;ltigkeit, und wenn nicht, weil die offensichtlichen Bedingungen daf&uuml;r nie existierten, h&auml;tte dann Israel tats&auml;chlich noch ein solches zugestandenes &ldquo;Notwehrrecht&rdquo;? <\/p><p>Im &Uuml;brigen geben auch V&ouml;lkerrechtler zu Protokoll, da&szlig; es als Besatzungsmacht &uuml;berhaupt keinen Anspruch auf Selbstverteidigung h&auml;tte (auch nicht nach UN-1368), weil es die vom unterdr&uuml;ckten Volk aufkommenden Aggressionen selbst hervorruft. <\/p><p>Hinzu kommt, da&szlig; man den Pal&auml;stinensern durchaus einen eigenst&auml;ndigen Staat anbot, doch zu Konditionen, die kein Mensch mit W&uuml;rde akzeptiert h&auml;tte. Auch Abstimmungen in der UN wurden meines Wissens nach stets negativ beschieden. <\/p><p>Warum Bl&auml;tter wie die &ldquo;BILD&rdquo; keine negative Kritik an Israel respektive seiner Regierung &auml;u&szlig;ern, wurde mir mal so zugetragen: im Arbeitsvertrag st&uuml;nde, da&szlig; man das schlicht nicht darf, ergo: ein negativer Bericht &uuml;ber Israel, und man ist seinen Job los. Dann gibt es noch die freiwilligen Scheren im Kopf, weil sich Journalisten den Regierungen n&auml;her f&uuml;hlen als der Wahrheit (was auch der Grund ist, warum es so wenig negative Kritik an der Politik der USA gibt). <\/p><p>Auf der internationalen politischen B&uuml;hne spielen &ldquo;Freundschaften&rdquo; &uuml;brigens gar keine Rolle. Wer formulierte noch gleich diesen treffenden Satz, da&szlig; es in der (Au&szlig;en-)Politik ausschlie&szlig;lich &ldquo;Interessen&rdquo; g&auml;be? Dies leitet dann &uuml;ber zu der gef&auml;hrlichen Aussage von Scholz (&bdquo;Unsere Verantwortung, die sich aus dem Holocaust ergibt, macht es f&uuml;r uns zu einer ewigen Aufgabe, f&uuml;r die Existenz und Sicherheit des Staates Israel einzutreten&ldquo;), da&szlig; man selbst dann Israel noch die Stange hielte, wenn es tyrannisch &amp; despotisch ein Volk nach dem anderen unterw&uuml;rfe oder sich sogar selbst aggressiv gegen&uuml;ber Deutschland verhielte (&ldquo;Kadaver-Gehorsam&rdquo;). Was passiert, wenn Israel eine Atombombe auf einen anderen Staat abwirft? Wie reagierte dann Deutschland? Soweit ich wei&szlig;, hat der israelische Staat diese Massenvernichtungswaffen im Arsenal. <\/p><p>Vergessen wir aber auch nicht, da&szlig; der aktuell intensiv betriebene Krieg gegen Pal&auml;stina weiters dem Zweck dient, von innenpolitischen Verwerfungen abzulenken. So befand sich die israelische Regierung mit gro&szlig;en Schritten in Richtung eines totalit&auml;ren Staates, der damit begann, die demokratische Gewaltenteilung aufzuheben. Ein Volk, was seinerseits totalit&auml;r agiert, kann nicht umgekehrt verlangen, als ein Opfer totalit&auml;rer Politik behandelt zu werden. <\/p><p>Seelen von Juden &amp; Pal&auml;stinensern unterscheiden sich? Das war bestimmt nur falsch formuliert oder ein freud&rsquo;scher Versprecher? Ich dachte bisher, da&szlig; ein jeder Mensch eine Seele h&auml;tte, von der ich nicht w&uuml;&szlig;te, da&szlig; man sie religi&ouml;s, ethnisch oder sonstwie unterscheiden k&ouml;nnte. <\/p><p>War es ist nicht auch eine UN-Resolution, die Israel seit Jahrzehnten dazu verpflichtet, einen pal&auml;stinensischen Staat anzuerkennen? Wurde es nicht genau deshalb ein eigenst&auml;ndiger Staat, weil es vertragliche Bedingung war, spezifische Resolutionen eben zum Schutz &amp; zur Achtung der Pal&auml;stinenser umzusetzen, was es bis heute nicht getan hat? <\/p><p>Sind die israelischen Siedler (die &ldquo;gesch&auml;tzt 500.000&rdquo; allein in der Westbank) denn nicht qua V&ouml;lkerrecht auf pal&auml;stinensischen Gebieten illegal? Warum sollten sie denn NICHT umziehen m&uuml;ssen? Nur, weil sich die gewaltsamen Besetzer gewaltsam gegen die Wiederherstellung des V&ouml;lkerrechts &ldquo;wehren&rdquo;? Auch hier kehrt sich das Argument in sein Gegenteil &mdash; die Katze bei&szlig;t sich in den Schwanz, denn wenn die &ldquo;Siedler&rdquo; nicht bereit sind, ihnen nicht zustehendes Land wieder zu verlassen, wie soll es dann Frieden mit Pal&auml;stinensern geben? <\/p><p>Ich bin selbstverst&auml;ndlich auch f&uuml;r eine Zwei-Staaten-L&ouml;sung und f&uuml;r dauerhaften Frieden in der Region, doch dazu geh&ouml;ren immer zwei &mdash; und vor allem einer, der seine &uuml;berlegene Milit&auml;rapparatur endlich mal stoppen sollte, was Grundvoraussetzung ist. Dann mu&szlig; es an den Verhandlungstisch gehen, was aber gerade von der israelischen Regierung verweigert wird. Ich bin skeptisch, wie es unter diesen Voraussetzungen kurzfristig zu Waffenstillstand &amp; Frieden kommen kann. Frieden scheint nicht gewollt, und die pal&auml;stinensische Bev&ouml;lkerung ist die Leidtragende. <\/p><p>&Uuml;brigens hegen noch heute viele Franzosen einen Groll gegen Deutsche. Fahren Sie mal ins Nachbarland und sprechen, durchaus deutsch sprechende, einheimische Franzosen auf deutsch an&hellip; <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nMichael Schauberger<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller zum letzten Absatz:<\/strong> Es mag einzelne Franzosen geben, auf die die Behauptung zutrifft. Bei den meisten stimmt das nicht und es macht keinen Sinn, im vermeintlichen Gegenzug den Groll in Deutschland anzuheizen.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS, sehr geehrter Herr Vonnahme, <\/p><p>Ein sehr interessanter Artikel. Allerdings glaube ich nicht mehr an eine Zwei-Staaten-L&ouml;sung nach 75 Jahren, in denen der Staat Israel existiert und jede Zwei-Staaten-L&ouml;sung apartheidlich abgelehnt hat. Mit anderen Worten: Israel hatte 75 Jahre eine Chance auf eine friedliche Staatsl&ouml;sung und hat sie aus orthodox-religi&ouml;sen Gr&uuml;nden vertan. Das Land ist eben nicht s&auml;kularisiert, wie viele anscheinend glauben. <\/p><p>Israel hatte ein Existenzrecht, hat dies aber mit diesem Gaza-Krieg endg&uuml;ltig verloren. Der Staat wurde einst auf gestohlenem Land und Boden gegr&uuml;ndet. Wer hat je die Bestohlenen f&uuml;r ihren Verlust abgefunden? Es gab damals auch bereits vielfache famili&auml;re und bodenrechtliche Verbindungen in der Bev&ouml;lkerung Pal&auml;stinas, die einfach zerst&ouml;rt wurden &ndash; dasselbe, auf das sich jetzt Israel beruft &ndash; mit welchem Recht? Pal&auml;stina war ein multiethnisches Gebiet! <\/p><p>Ein Staat, der auf diesem &ldquo;kolonialen Wege&rdquo; durch die City of London &ldquo;synthetisch&rdquo; gegr&uuml;ndet und durch massivsten j&uuml;dischen Terrorismus gegen die muslimische Bev&ouml;lkerung Pal&auml;stinas entstand, k&ouml;nnte auch wieder aufgehoben werden, weil er nicht aus der gemeinsamen Kraft zum Frieden der dort lebenden Menschen entstanden ist. Um so mehr w&auml;re es Israels Verantwortung gewesen, den Staat wenigstens gemeinsam mit den Muslimen und Ethnien in Freundschaft zu gestalten und aufzubauen. Dies war nie m&ouml;glich, denn die j&uuml;dische Orthodoxie ist in ihrem Grundwesen rassistisch und faschistoid, wie wir sehen. Die israelische F&uuml;hrung begr&uuml;ndet ihren heutigen, absoluten Vernichtungskrieg gegen die pal&auml;stinensische Bev&ouml;lkerung mit 3000 Jahre alten Schriften des Alten Testaments, des &ldquo;Auserw&auml;hltseins&rdquo;, wie Aussagen von Rabbinern klar belegen: &ldquo;Nichtj&uuml;disches Leben ist des Teufels. Nur j&uuml;disches Leben ist heilig&rdquo;! Man deklariert Menschen zu Tieren, die man abschlachten darf. Niemals w&uuml;rden aber Menschen mit einem gesunden Verstand f&uuml;r ihre Umwelt je selbst Tiere so menschenverachtend t&ouml;ten, wie Israel die Muslime und Christen in Gaza heute abschlachtet. Das nenne ich schon eine psychopathische Veranlagung. <\/p><p>F&uuml;r eine nachhaltige friedliche L&ouml;sung m&uuml;ssen meines Erachtens zuerst verschiedene Grundvoraussetzungen geschaffen werden. Die j&uuml;dische Diaspora in Washingtons Politik muss beendet werden. Der V&ouml;lkermord Israels in Gaza war nur durch Unterst&uuml;tzung Washingtons &ndash; und das bedeutet &ndash; dieser j&uuml;dischen Einflussgruppe in Amerika m&ouml;glich. Diese Politik muss ein Ende finden und f&uuml;r diesen grundlegenden Politikwechsel sind die USA zust&auml;ndig. Dies trifft auch Deutschland als Vasall und England. <\/p><p>Von au&szlig;en, wie auch immer, muss eine grundlegende Politik einer echten Auss&ouml;hnung zwischen den Ethnien, den Juden und Muslimen angestossen werden, die auf &ldquo;Augenh&ouml;he&rdquo; und vollstem gegenseitigem menschlichem Respekt beruht. Das setzt voraus, dass die heutige F&uuml;hrung Israels vollst&auml;ndig ausgetauscht wird durch eine moderne, voll s&auml;kularisierte Regierung, die gemeinsam mit dem Iran, der Hamas &ndash; also der Regierung des Gaza &ndash; der pal&auml;stinensischen Regierung der Westbank &ndash; einen friedlichen L&ouml;sungsweg findet, der auch in einer Aufl&ouml;sung des heutigen Staates Israel bestehen kann, verbunden mit der Neugr&uuml;ndig eines gemeinsamen Staates. Die vollst&auml;ndige S&auml;kularisierung, die Abtrennung jeglichen orthodox-religi&ouml;sen Denkens von der Politik ist dabei eine Verantwortung Israels. Denn der Name Israel ist seit jetzt f&uuml;r immer verbunden mit dem V&ouml;lkermord, vorwiegend an Frauen und Kindern in Gaza, und einem &ldquo;Apartheidstaat&rdquo;, den es nicht geben kann in einer multiethnischen Gesellschaft des Nahen Ostens. Terrorismus und Morden werden weitergehen, solange keine gemeinsame, respektvolle L&ouml;sung gefunden wird, die auf echter Auss&ouml;hnung beruht. Deutschland, so wie es fr&uuml;her unter den Kanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt existierte, h&auml;tte bei diesem Weg vielleicht helfen k&ouml;nnen. Das heutige Deutschland auf seinem Weg in einen neuen Faschismus hat sich selbst aus der Gleichung eliminiert. In diesem Sinne: Ein Staat &ldquo;Pal&auml;stina&rdquo; wird kommen! <\/p><p>Jegliche Kritik an Israel begr&uuml;ndet sich nicht auf Antisemitismus, denn sie richtet sich gegen einen faschistischen Staat und seine orthodox-rassistische F&uuml;hrung, nicht gegen j&uuml;disches Leben. Wer das nicht trennen kann, disqualifiziert sich selbst aus der Diskussion, wie ich meine. <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nvon unserem Leser Roland. O.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110214\">In diesem Beitrag<\/a> pr&auml;sentiert Peter Vonnahme eine ausf&uuml;hrliche Darstellung der Probleme im Nahen Osten, kombiniert mit konkreten L&ouml;sungsvorschl&auml;gen. 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