{"id":110761,"date":"2024-02-09T14:30:26","date_gmt":"2024-02-09T13:30:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110761"},"modified":"2024-02-09T14:38:11","modified_gmt":"2024-02-09T13:38:11","slug":"leserbriefe-zu-kriegspropaganda-auf-einflussreichen-kanaelen-nzz-und-frankfurter-allgemeine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110761","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eKriegspropaganda auf einflussreichen Kan\u00e4len \u2013 NZZ und Frankfurter Allgemeine\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110553\">In diesem Beitrag<\/a> wird ein Artikel der <em>Neuen Z&uuml;rcher Zeitung<\/em> und ein Artikel der <em>Frankfurter Allgemeinen<\/em> thematisiert. Albrecht M&uuml;ller meint, in beiden Artikeln werde die Entstehungsgeschichte des Krieges in der Ukraine wie &uuml;blich in der westlichen Propaganda nicht beachtet sowie durchgehend unterstellt, suggeriert und verbreitet, Russland plane einen Angriff auf den Westen. Zugleich werde die Botschaft vermittelt, dagegen m&uuml;sse man sich mit Kriegstauglichkeit wehren. Die Alternative, einen Verst&auml;ndigungsversuch zu machen und Frieden zu schlie&szlig;en, werde nicht einmal bedacht. Wir haben hierzu interessante E-Mails erhalten. Danke daf&uuml;r. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, die <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, liebe Redaktion,<\/p><p>es wird weiterhin immer schlimmer mit dieser Kriegstreiberei. Das erinnert an die Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Entfesselter Wahnsinn! Nix gelernt.<\/p><p>Glaubt dieser Herr F. etwa, dass wir mit den aktuellen Waffenarsenalen etwas Sinnvolles erwirken k&ouml;nnen? Au&szlig;er fl&auml;chendeckender, europaweiter oder globaler Verw&uuml;stung und unvorstellbarem Massensterben steht doch nichts zu erwarten. Ein Blick in die Ukraine gen&uuml;gt, um eine Ahnung von dem Grauen zu bekommen, das die Menschen im Verteidigungsfall erwartet. Ich w&uuml;nsche ausdr&uuml;cklich keine Verteidigung, sondern im Kriegsfall Verhandlungen, alternativ die wei&szlig;e Flagge, damit ich noch etwas leben darf.<\/p><p>In typischer Propagandamanier projiziert unser Kriegsminister angebliche Kriegsplanungen auf Putin, der vielleicht in 5-8 Jahren gar nicht mehr lebt (aktuell 71 Jahre) oder regiert. Und dann wagt der Kommiss-Chef von einer &ldquo;br&ouml;ckelnden NATO&rdquo; zu sprechen, dies bei einem j&auml;hrlichen(!) NATO-Budget weit &uuml;ber einer Billion Euro. Das ist mehr als dreist.<\/p><p>An die Ukrainefront mit ihm, aber ganz vorne mit den armen Soldaten, damit er mal einen Eindruck bekommt von dem, wor&uuml;ber er schwadroniert!<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, Joachim Seffrin&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&ldquo;Bitte dagegenhalten!&rdquo; Das ist ein Aufruf der notwendig ist! Autor M&uuml;ller steht daf&uuml;r und wird diese &uuml;ble Zeit erfolgreich durchstehen. Gesund soll er bleiben! Wer dagegen hielt, hat in den letzten zwei\/drei Jahren lieb gewesene Bekannte\/Freunde verloren, mit denen man viele Jahre lang dieselbe Luft geatmet hat (an der Arbeitsstelle) oder dasselbe Bier genossen hat (in der Lieblingskneipe). Jetzt ist das anders. PARTEIEN rufen zu Gro&szlig;demonstrationen gegen Wischiwaschirechts auf und die verzweifelten Ampelw&auml;hler inklusive rabenschwarzer &ldquo;Oppositioneller&rdquo; lassen sich wie die Lemminge durch die Stra&szlig;en treiben. Regenbogenbunt tippeln sie als Pegidaabklatsch durch unsere St&auml;dte. Sie wissen es nicht, aber sie BEGINNEN es zu sp&uuml;ren: Wir haben uns auf die Falschen eingelassen. Die Fakten sind erbarmungslos. Und ein Grund zum Aufatmen: Einige Qualimedien fangen an, halb verschleiert zwar, die Wahrheit durchscheinen zu lassen. Die Ukraine ist ein f&uuml;rchterliches Minusgesch&auml;ft f&uuml;r Europa und ob das f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie wirklich gewinnbringend ist darf bezweifelt werden. Gewinne dieser Art sind Verluste f&uuml;r Gesellschaften. Der Dollar verliert an Bedeutung, was ein ganz bedrohliches Omen ist. Der Dollar h&auml;lt die Flugzeugtr&auml;ger und Flieger und arme Teufel zu Boden am Laufen. Noch fliegen sie und schwimmen und marschieren mit 90000 Mann. Es hilft NIX! Der Tag der Abrechnung r&uuml;ckt n&auml;her und Herr M&uuml;ller wird das noch erleben &ndash; ich hoffentlich auch! <\/p><p>Dieter M&uuml;nch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>es ist schon eine Weile her, an die 20 Jahre. Da ging die Nachricht um, an einer kleinen, &ldquo;gr&uuml;n&rdquo; angehauchten Hessischen Universit&auml;t, dass der Joschka kommt und&nbsp; einen Vortrag in der Aula h&auml;lt. Ich habe mich entschuldigt: &ldquo;Tut mir ja so leid, ich kann nicht kommen, habe Wichtigeres zu tun. Auf meinem Schreibtisch die B&uuml;roklammern z&auml;hlen und die Bleistifte parallel zur Tischkante ausrichten&rdquo;. <\/p><p>Soll ich noch was sagen zu dem Jockel? Nicht der Rede wert. <\/p><p>Herzlichen Gru&szlig;,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>vielen Dank, dass Sie auf das Interview von dem Herrn J. Fischer in der NZZ hingewiesen haben.<\/p><p>Dass der Herr Fischer ein strammer Transatlantiker ist, wissen wir ja, und so ist es kein Wunder, dass er eine solche Kriegshetze in der NZZ von sich gibt. Das schlimme und gef&auml;hrliche daran ist, dass ihm viele Menschen auf dem Leim gehen werden, da er sich immer noch die &ldquo;Gr&uuml;ne Tarnkappe&rdquo; &uuml;berzieht.<\/p><p>Furchtbar ist auch, dass er die Schweiz gerne mit ins Kriegsboot holen w&uuml;rde. Er macht eben gute Kriegs- und R&uuml;stungslobbyarbeit. Ich hoffe, dass die Schweizer bei klarem Verstand bleiben.<\/p><p>Ulrich Kleinecke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller!<\/p><p>Das klingt ja so, als ob Russland in einigen Jahren sinnlos und ohne Vorwarnung Deutschland bombardieren w&uuml;rde, so wie z.B. England mit Dresden am Ende des Zweiten Weltkrieges dies tat. Wenn man das so sehen w&uuml;rde, br&auml;uchte man ja unsere Hochr&uuml;stung als Notwehr, so wie die Juden im Zweiten Weltkrieg in Deutschland und den besetzten Gebieten sich h&auml;tten wehren m&uuml;ssen. Unter solchen Voraussetzungen k&ouml;nnte man jeden Deutschen, auch mich, f&uuml;r eine deutsche Hochr&uuml;stung gewinnen. Ein anderes Vorgehen k&ouml;nnte dann auch die Besetzung Deutschlands durch Russland ohne Angriff auf das Leben der Deutschen sein. Hier k&ouml;nnte man den Grundsatz w&auml;hlen: Lieber rot als tot. Dabei sollte man wirklich einmal die &Uuml;berlegung anstellen: Ist denn das Leben f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung unter der dortigen augenblicklichen politischen F&uuml;hrung in Russland wirklich so viel schlimmer als bei uns? Diese Frage kann eigentlich nur derjenige beantworten, der in beiden L&auml;ndern einige Jahre gelebt hat. Manchmal stelle ich mir auch die Frage: War das Leben in der damaligen DDR so viel schlimmer als bei uns? Ich habe dort nicht gelebt, aber auf Luxus wie tolle Autos und auf das Ausreisen &uuml;berall hin musste man verzichten. Aber h&auml;tte sich deshalb ein Krieg mit einem anderen Land gelohnt? Und dann frage ich auch, was es bringen soll, wenn Russland demn&auml;chst in Deutschland einmarschieren w&uuml;rde. Es hat doch selbst genug Rohstoffe und Bodensch&auml;tze in seinem eigenen gro&szlig;en Land. Umgekehrt hat doch der Westen viel mehr Interesse an den Energievorr&auml;ten au&szlig;erhalb der EU- und NATO-gebiete. Das haben doch die beiden anglikanischen L&auml;nder Gro&szlig;britannien und die USA in den letzten 500 Jahren immer wieder bewiesen und beweisen es heute noch. Der Imperialismus ging und geht auch heute nicht von Russland (und China) aus. Beide L&auml;nder sind doch schon aufgrund ihrer Fl&auml;chengr&ouml;&szlig;e eigentlich autark.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nHarald Pfleger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>Man betrachte sich einmal den asozialen kranken Charakter derer, die jetzt so laut f&uuml;r den Krieg trommeln und die abstrusesten Ideen vortragen: Aufr&uuml;sten, aufr&uuml;sten, aufr&uuml;sten, Atomwaffen f&uuml;r die EU, die Schweiz muss ihre Neutralit&auml;t &uuml;berdenken (Josef Fischer), Waffenk&auml;ufe durch EU und Deutschland in den USA, um sie der Ukraine zur Verf&uuml;gung zu stellen (Michael Roth) etc. Die Kriegstreiber behaupten, sich f&uuml;r hehre Werte einzusetzen. In Wirklichkeit befriedigen sie ihre kleinen miesen Eitelkeiten auf Kosten des Lebens und des Wohlstandes ganzer V&ouml;lker. Wenn man der Meinung ist, Putin sollte vor ein Kriegsgericht gestellt werden, dann muss man auch Selenski und diese ganzen Fischer, Strack-Zimmermann, Roth, R&ouml;ttgen, Baerbock und ihre medialen Sprachrohre vor ein Kriegsgericht stellen.<\/p><p>In der letzten Maybrit Illner Sendung sprach Frau Agnes Strack-Zimmermann mit sichtbarer Begeisterung die entlarvenden Worte: &bdquo;Das ist ja wie ein gro&szlig;es Schachspiel.&ldquo; &ndash; Ja, Frau Strack Zimmermann, ich glaube Ihnen, dass Sie den Ukrainekrieg als gro&szlig;es Schachspiel sehen. Sie treten in hundert Talk-Shows auf, stellen ihr milit&auml;risches Fachwissen zur Schau und genie&szlig;en offensichtlich Ihre Rolle als Schachspielerin. Es ist nur so, dass Ihre Rolle, Frau Strack Zimmermann, genauso wie die Rolle der anderen Schachspieler in Washington, Br&uuml;ssel und Berlin, v&ouml;llig ungef&auml;hrlich ist. In der Ukraine dagegen verrecken Ukrainer und Russen, das sind die Bauern in eurem Spiel. Euer Schachspiel rei&szlig;t ihnen Arme und Beine weg und kostet sie ihr Leben. Hauptsache, die Schachspieler haben Spass an ihrem Schachspiel. So haben schon immer Kriege funktioniert. Und wenn die Schachspieler ihres Krieges &uuml;berdr&uuml;ssig geworden sind, h&ouml;ren sie einfach auf und behaupten lapidar, so etwas d&uuml;rfe nie wieder geschehen. Diese Kriegstreiber kotzen mich an und sie geh&ouml;ren vor ein Gericht &ndash; allesamt und nicht nur Putin.<\/p><p>Nat&uuml;rlich ist die wachsende Zustimmung zur rechtsradikalen AfD bedenklich. Aber mindestens genauso besorgniserregend ist die antirussische Hasspropaganda aus dem Munde von Gr&uuml;nen, Sozialdemokraten, Christdemokraten und Liberalen. Wer die Aussage &bdquo;Nie wieder Faschismus!&ldquo; ernst nimmt, darf sie nicht trennen von der Aussage &bdquo;Nie wieder Krieg!&ldquo; Die AfD ist eine Gefahr f&uuml;r die Demokratie. Fischer, Strack-Zimmermann, Roth, Roettgen etc. und ihre medialen Sprachrohre reden den dritten Weltkrieg herbei. Ich wei&szlig; nicht, was mir gr&ouml;&szlig;ere Sorgen bereitet.<\/p><p>Gut dass es die Nachdenkseiten gibt. Danke f&uuml;r euer beharrliches Eintreten f&uuml;r Demokratie und Frieden.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nThomas Arnold<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nihr damaliges Schreiben zu dem genannten Komplex &nbsp;&sbquo;Nie wieder Krieg&lsquo; entspricht meinem Wissen und der Erinnerung der politischen Marschrichtung jener Zeit.<br>\nErg&auml;nzend m&ouml;chte ich anf&uuml;gen, dass mir die damaligen Anf&auml;nge dieser unseligen Diskussion bzgl. Krieg oder Frieden gro&szlig;e persl. Schwierigkeiten im psychologischen Bereich meines damaligen Lebens verursachten. Ich erinnere mich, dass jede Diskussion in den ersten Jahren nach dem 2.WK &uuml;ber diese Art von Lebensbew&auml;ltigung absolut auf dem Index stand.&nbsp; Beim Unterricht direkt nach dem Krieg f&uuml;r uns als Kinder, sp&auml;ter bei den &bdquo;Vergn&uuml;gungen&ldquo; im Jugendalter, wo nicht Wehrkunde die erste Stelle besetzte, sondern welche der attraktiven M&auml;dchen die sch&ouml;nsten Beine bes&auml;&szlig;en &nbsp;und dann angesichts des Vietnamkrieges die Frage, ob man aus den beiden Weltkriegen nichts gelernt h&auml;tte.<br>\n&nbsp;<br>\nNicht mal ansatzweise wurde eine eigene Beteiligung bei den Auseinandersetzungen der involvierten M&auml;chte angedacht, geschweige auch nur in Erw&auml;gung gezogen. Dazu war die Erinnerung in der Gesellschaft einfach zu gegenw&auml;rtig, was Krieg eigentlich bedeute.<br>\n&nbsp;<br>\nDass zu damaliger Zeit von interessierter Seite in Politik&nbsp; und Wirtschaft verklausuliert und auch raffiniert eine langsame &bdquo;Wehrert&uuml;chtigung&ldquo; des Volkes &uuml;ber Bundeswehrauftritte bei &ouml;ffentlichen Veranstaltungen vorangetrieben werden sollte, ist mit dem heutigen Wissensstand um die Materie Krieg also nur eine Binse. Es war der eine Teil, der gebraucht wurde, um das Wort Krieg zumindest wieder salonf&auml;hig zu machen.<br>\n&nbsp;<br>\nDie Ereignisse ab 1989 bis 1998, sowohl auf dem Balkan, als auch durch eine geradezu fahrl&auml;ssige Politik in Russland nach dem Ende der Sowjetdiktatur habe ich damals mit gemischten Gef&uuml;hlen beobachtet. Das Spiel um den Balkankrieg und seiner vielen Beteiligten, wurde 1999 konkret mit dem Einsatz der Nato gegen Serbien, bei dem man den gro&szlig;en Antagonisten in Person des serbischen Pr&auml;sidenten erkannt zu haben glaubte. Hier verlor das &bdquo;Verteidigungsb&uuml;ndnis&ldquo; seine Unschuld mit einem Au&szlig;enminister Fischer, der ganz gegen alle Regeln der Gr&uuml;nen sehr laut mit dem S&auml;bel rasselte.<br>\n&nbsp;<br>\nDass ein Jahr vorher in Russland durch die Irrungen und Wirrungen der russischen Innenpolitik ein Mann Namens Putin an die Macht gekommen war, machte die Sache nicht einfacher, wo doch pl&ouml;tzlich das Filettieren im wirtschaftlichen Bereich nicht mehr so einfach vonstatten ging wie in der Jelzinzeit.<br>\nSiehe Chodorkowski, ein Mann, der durch seine redliche Arbeit im Sowjetreich nach der Wende in Russland sein Verm&ouml;gen pr&auml;sentieren konnte und sp&auml;ter dann mit 300 Millionen Abfindung in der Schweiz beheimatet war. Wie praktisch. Gut, andere haben f&uuml;r weniger, vorher l&auml;nger gesessen.<br>\n&nbsp;<br>\nDas diese Entwicklung nat&uuml;rlich niemand im Kapital gewohnten Westen gefiel, d&uuml;rfte klar sein. Und just in diesem Moment begannen die Kriterien f&uuml;r eine Auseinandersetzung mit Russland zu schwinden. Die Nato wurde gegen das Versprechen von 1993 (?) nach Osten ausgeweitet. Russland rieb sich die Augen, machte das Angebot im deutschen Bundestag durch Putin h&ouml;chstpers&ouml;nlich, von Porto bis Wladiwostok ein freundschaftliches Miteinander, H&auml;nde reichen und nicht rukki werch.<br>\n&nbsp;<br>\nZu dieser Zeit dachte ich, endlich, man hat es begriffen, nach dem Beifall im deutschen Bundestag nach Putins Rede zu einer gro&szlig;en Vers&ouml;hnung der am meisten durch den WK II gesch&auml;digten V&ouml;lker, k&ouml;nne es &sbquo;Frieden&lsquo;&nbsp; geben f&uuml;r die Menschen, die genug Krieg erlebt haben,&hellip;&hellip;.bis die Zeit kam zwischen den Jahren&nbsp; 2002 und 2007.&nbsp;&nbsp; Denn was ich schon lange bemerkt hatte, war, dass sich offensichtlich die Voraussetzungen f&uuml;r den Herzenswunsch aller friedliebenden Menschen verfl&uuml;chtigt hatten. Die Gangart mit Russland war von vorsichtig distanziert zu herausfordernd, aggressiv umgeschlagen, was von Russland aber mit einer Geduld ertragen wurde, die f&uuml;r mich nicht mehr erkl&auml;rbar gewesen ist. Ganz nebenbei sei erw&auml;hnt, dass immer mehr ehemalige Ostblockl&auml;nder sich der Nato anschlossen, und sich so die Grenze zwischen der Nato und Russland immer mehr aufeinander zuschob.<\/p><p>Selbstverst&auml;ndlich waren diese Schienbeintretereien auf dem offenen Weltparkett auch mit dem zus&auml;tzlich inszenierten Theater um die Ert&uuml;chtigung der westlichen milit&auml;rischen F&auml;higkeiten garniert. Die da hie&szlig;en: Erh&ouml;hung des Beitrages zum Wehretat der Nato auf 2 % des BIP.&nbsp; Schon damals bis zur Halskrause verschuldet, konnte Deutschland diese Parameter nicht so leicht ver&auml;ndern wie L&auml;nder, z.B. Griechenland, das von einem viel niedrigeren Niveau ausgehen konnte und bei dem sowieso noch andere Punkte ausschlaggebend sein w&uuml;rden.<br>\n&nbsp;<br>\nWir sehen sehr genau, was es mit der Wehrert&uuml;chtigung auf sich hat. Die Schrecken in den Familien, die den zweiten Weltkrieg erlebt haben, werden immer mehr vergessen. Kriegsspiele im Internet appellieren an die niedrigsten Instinkte der menschlichen Rasse, lassen Tod und Verst&uuml;mmelung als knackige Beigabe zum ewigen Kampf der &Auml;onen erscheinen und die Schrecken des Krieges als tragbar gelten.<br>\n&nbsp;<br>\nSie sind es nicht und werden es auch nie werden. Und es fallen auch immer weniger Leute darauf herein. Man betrachte sich nur die immer weiter sinkende Zahl der Bundeswehrangeh&ouml;rigen. Ja, die Bundeswehr war mal vor 40-50 Jahren ein Hort der Ruhe. Momentan werden die Zinsen daf&uuml;r gefordert.<br>\n&nbsp;<br>\nJa, ich wei&szlig;, viel zu lange, zu ausschweifend, aber alleine das Niederschreiben hat mein altes Herz sehr erleichtert.<br>\n&nbsp;<br>\nMit den freundlichsten Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nW. Schuckmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team, lieber Albrecht M&uuml;ller, liebe Nachdenkseiten Leser und Leserinnen,<\/p><p>ich frage mich schon seit geraumer Zeit, wie es passieren konnte (und auch was es zu bedeuten hat), dass Menschen wie unser Kriegsminister Pistorius, Frau Strack-Zimmermann, Herr Roderich Kiesewetter und nun auch Joseph Fischer behaupten k&ouml;nnen, dass Putin (Russland) in 5 &ndash; 8 Jahren Europa &uuml;berfallen wird und niemand in den &Ouml;RM hinterfragt diese Aussage?<br>\nNiemand in den &Ouml;RM fragt, &ldquo;worauf st&uuml;tzen sie diese These&rdquo;, gibt es daf&uuml;r irgendwelche Belege, oder, oder&hellip;?<br>\n&bdquo;Wie bewerten sie die R&uuml;stungsausgaben der USA (900 Mrd &euro;), gegen&uuml;ber den Ausgaben Russlands (aktuell 80 Mrd. &euro;)?<\/p><p>Wenn man sich &uuml;berlegt, dass Russland seit 2 Jahren mit einem entsprechendem Aufwand einen Krieg gegen die Ukraine f&uuml;hrt, der sich l&auml;nger hinzieht als gedacht, mit Verlusten mit ungeahntem Ausma&szlig; &ndash; auch an Menschenleben, die ja keine medialen Aufmerksamkeit mehr erregen &ndash; und dieser Krieg leider immer noch nicht vor einem m&ouml;glichen Ende steht, dem m&uuml;sste klar sein, was wirklich passieren w&uuml;rde, wenn Russland ein Nato Mitglied angreifen w&uuml;rde.<br>\nDas w&auml;re dann ja der B&uuml;ndnisfall und was dann passieren w&uuml;rde, kann sich jeder klar denkende Mensch vorstellen.<br>\nDas w&auml;re das Ende von Europa oder sogar auch der Welt.<br>\nWarum sollte Putin solch ein Untergangsszenario in Erw&auml;gung ziehen?<br>\nDas erschlie&szlig;t sich mir nicht wirklich.<\/p><p>Und was tun unsere Politiker und unsere Presse?<\/p><p>Sie negieren die hunderttausenden von Toten in der Ukraine, die &uuml;ber 30 000 Opfer in Gaza,<br>\nund sie heizen die Stimmung mit ihrem Kriegsgeschrei weiter an und gie&szlig;en Benzin ins Feuer<br>\nanstatt &Ouml;l auf die Wogen.<br>\nDas ist unverantwortlich und f&uuml;r Menschen mit einer moralischen und humanistischen Bildung besch&auml;mend.<\/p><p>Ja Albrecht M&uuml;ller, wir m&uuml;ssen dagegenhalten.<\/p><p>Aber wie?<\/p><p>Was macht unsere Bev&ouml;lkerung? Sie demonstriert gemeinsam mit unserer Regierung und Vertretern der CDU zu hunderttausenden gegen &bdquo;Rechts&ldquo;, anstatt gegen diese Politik der Regierung, die dieses &bdquo;Rechts&ldquo; erst m&ouml;glich gemacht hat und die den Sozialstaat in einem unbekanntem Ausma&szlig; schleift, und mit ihrer Kriegshetze buchst&auml;blich &uuml;ber Leichen geht.<\/p><p>Diese Situation ist mittlerweile so schlimm, dass man sich im Bekannten- und Freundeskreis, und sogar in der Familie schon nicht mehr traut zu sagen, dass man gegen diese Regierungspolitik ist, f&uuml;r Frieden in der Ukraine und in Gaza, und gegen Krieg und gegen R&uuml;stung&hellip;.<\/p><p>Ein Deutschland, das in der Tat eine besondere Verantwortung hat f&uuml;r die Juden (was nicht gleichbedeutend ist mit &ndash; &bdquo;f&uuml;r&rdquo; Israel), das aber auch eine besondere Verantwortung hat f&uuml;r Russland. Und ein Deutschland, das auch eine besondere Bedeutung f&uuml;r den Frieden hat &ndash; von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen!<\/p><p>Wie tief sind wir nur gesunken!<\/p><p>P.S. zu meiner Eingangsfrage, &bdquo;wie konnte es passieren&hellip;&ldquo; ist es zwar hilfreich die diversen Erkl&auml;rungen und Hintergr&uuml;nde dieser Massenmanipulation auf den Nachdenkseiten zu lesen, aber es hilft mir nicht wirklich zu verstehen, dass dies alles gerade hier und im &bdquo;besten Deutschland aller Zeiten&ldquo; so m&ouml;glich ist.<\/p><p>Jens Biester<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110553\">In diesem Beitrag<\/a> wird ein Artikel der <em>Neuen Z&uuml;rcher Zeitung<\/em> und ein Artikel der <em>Frankfurter Allgemeinen<\/em> thematisiert. Albrecht M&uuml;ller meint, in beiden Artikeln werde die Entstehungsgeschichte des Krieges in der Ukraine wie &uuml;blich in der westlichen Propaganda nicht beachtet sowie durchgehend unterstellt, suggeriert und verbreitet, Russland plane einen Angriff auf den Westen. Zugleich werde<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110761\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-110761","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/110761","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=110761"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/110761\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":110886,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/110761\/revisions\/110886"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=110761"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=110761"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=110761"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}