{"id":110951,"date":"2024-02-12T11:03:01","date_gmt":"2024-02-12T10:03:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110951"},"modified":"2024-02-12T12:09:13","modified_gmt":"2024-02-12T11:09:13","slug":"situation-in-gaza-und-die-zu-wenig-genutzten-instrumente-der-formalen-diplomatie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110951","title":{"rendered":"Situation in Gaza und die zu wenig genutzten Instrumente der formalen Diplomatie"},"content":{"rendered":"<p>Alle Menschen fordern eine Verbesserung der humanit&auml;ren Situation im Gazastreifen, und die Politiker in den USA und vor allem auch in Europa &uuml;berbieten sich in ihren Aussagen &uuml;ber die katastrophale Lage der im S&uuml;den des Gazastreifens zusammengepferchten Pal&auml;stinenser. &Uuml;berzeugende Anstrengungen, einen Waffenstillstand zu erreichen, hat es bislang jedoch nicht gegeben und auch kaum formale diplomatische Ma&szlig;nahmen im Rahmen des Wiener &Uuml;bereinkommens. Stellt sich die Frage: Warum? Von <strong>J&uuml;rgen H&uuml;bschen<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Das Wiener &Uuml;bereinkommen<\/strong><\/p><p>Wesentliche Inhalte:<\/p><p>Das Wiener &Uuml;bereinkommen vom 18. April 1961 &uuml;ber diplomatische Beziehungen trat 1964 in Kraft und wurde bislang von 193 Staaten unterzeichnet. Das Abkommen ist ein v&ouml;lkerrechtlicher Vertrag und regelt unter anderem den Ablauf der Ernennung von Botschafterinnen und Botschaftern, den Schutz des diplomatischen Kuriers, die Unverletzlichkeit der diplomatischen Mission, sowie die <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/lexika\/politiklexikon\/17620\/immunitaet\/\">Immunit&auml;t<\/a> und die Vorrechte von <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/lexika\/das-junge-politik-lexikon\/320117\/diplomatie-diplomat-in\/\">Diplomaten und Diplomatinnen<\/a>. Das Gastland kann Angeh&ouml;rige einer ausl&auml;ndischen Botschaft jederzeit zu &bdquo;unerw&uuml;nschten Personen&ldquo; (Persona non grata) erkl&auml;ren und diese ohne weitere Begr&uuml;ndung des Landes verweisen. Ein akkreditierter Botschafter darf sich nicht in die &bdquo;inneren Angelegenheiten&ldquo; des jeweiligen Gastlandes einmischen. Im diplomatischen Verkehr zwischen dem Gastland und einer Botschaft gibt es im Falle von Differenzen neben der Ausweisung von Personal weitere verschiedene diplomatische M&ouml;glichkeiten informeller oder aber auch formaler Art, um diese zum Ausdruck zu bringen.<\/p><p>Dazu geh&ouml;ren im Wesentlichen:<\/p><p><u>Einladung an einen akkreditierten Boschafter, das Au&szlig;enministerium des Gastlandes aufzusuchen<\/u><\/p><p>Bei einem solchen Gespr&auml;ch wird dem Botschafter z. B. informell erkl&auml;rt, warum man in einem bestimmten Fall mit seinem Verhalten\/seinen &Auml;u&szlig;erungen nicht einverstanden ist oder, warum das Gastland &uuml;ber bestimmte Vorkommnisse im Heimatland des Botschafters besorgt ist. In der Regel ist das Problem nach einem solchen Gespr&auml;ch aus der Welt<\/p><p><u>Einbestellung des Botschafters<\/u><\/p><p>Sollte das nicht der Fall sein oder es sich um ein schwerwiegenderes Problem handeln, wird der Boschafter in das Au&szlig;enministerium des Gastlandes einbestellt. Einbestellung bedeutet im Diplomatensprech eine untere Stufe im Set der diplomatischen Sanktionsm&ouml;glichkeiten in Bezug auf ein Ereignis oder eine Aussage in dem Staat oder der Regierung, die der Botschafter vertritt. Diese Sanktionierung, zwischen formloser Einladung und Abgabe einer Protestnote, ist laut dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wiener_%C3%9Cbereinkommen_%C3%BCber_diplomatische_Beziehungen\">Wiener &Uuml;bereinkommen &uuml;ber diplomatische Beziehungen<\/a> m&ouml;glich, gilt aber unter Staaten mit freundschaftlichen Beziehungen als eher un&uuml;blich.<\/p><p><u>Die Protestnote<\/u><\/p><p>Die n&auml;chste Eskalationsstufe in den diplomatischen Beziehungen von L&auml;ndern ist die Protestnote. Dazu hei&szlig;t es im &bdquo;Jura Forum&ldquo;: <em>Die Protestnote ist ein f&ouml;rmliches und schriftliches Dokument, das von einem <\/em><a href=\"https:\/\/www.juraforum.de\/lexikon\/staat\"><em>Staat<\/em><\/a><em> an einen anderen Staat gerichtet ist, um eine Verletzung oder einen Versto&szlig; gegen das <\/em><a href=\"https:\/\/www.juraforum.de\/lexikon\/voelkerrecht\"><em>V&ouml;lkerrecht<\/em><\/a><em> oder gegen internationale Verpflichtungen zu r&uuml;gen und den Protest gegen das betreffende Verhalten auszudr&uuml;cken&hellip;<\/em><em> <\/em><em>Sie erm&ouml;glicht es, Meinungsverschiedenheiten, Missbilligungen oder Beschwerden auf diplomatischer Ebene auszudr&uuml;cken, ohne in direkte Auseinandersetzungen einzutreten. Eine Protestnote kann somit als Instrument der Diplomatie und deeskalierenden Kommunikation angesehen werden. Sie bietet den beteiligten Parteien die M&ouml;glichkeit, ihre Standpunkte darzulegen, m&ouml;gliche Missverst&auml;ndnisse zu kl&auml;ren und eventuell einen Weg zur Beilegung des Konflikts zu finden.<\/em><\/p><p>Als Beispiele f&uuml;r die Anwendung einer Protestnote nennt das &bdquo;Jura Forum&ldquo; u.a. ganz konkret die Verletzung von Normen oder Prinzipien des V&ouml;lkerrechts. Dazu hei&szlig;t es: <em>Ein Staat macht auf mutma&szlig;liche Verst&ouml;&szlig;e gegen die Grunds&auml;tze der Souver&auml;nit&auml;t, der territorialen Integrit&auml;t oder der Gleichheit der Staaten aufmerksam<\/em>. Als ein weiteres Beispiel f&uuml;r das Verfassen einer Protestnote werden Menschenrechtsverletzungen durch das jeweilige Gastland genannt.<\/p><p><u>R&uuml;ckruf eines Botschafters zur Berichterstattung<\/u><\/p><p>Ein weiteres Signal, diplomatische Differenzen aufzuzeigen, ist die R&uuml;ckrufung des Boschafters aus dem Gastland in die Hauptstadt des Entsendestaates. Damit macht man dem Gastland deutlich, dass es Vorkommnisse und\/oder Entwicklungen gibt, die kritisch gesehen werden und zu denen man eine direkte Information durch den eigenen Botschafter f&uuml;r erforderlich h&auml;lt. So ein R&uuml;ckruf kann unterschiedlich lange dauern. W&auml;hrend dieser Zeit nimm der jeweilige Vertreter die Amtsgesch&auml;fte wahr.<\/p><p><u>Abbruch der diplomatischen Beziehungen<\/u><\/p><p>Die sch&auml;rfste diplomatische Ma&szlig;nahme ist die Abberufung des Botschafters und die Beendigung der diplomatischen Beziehungen zwischen den jeweiligen L&auml;ndern.<\/p><p><strong>Die bisherige Anwendung der Instrumente der formalen Diplomatie im Nahostkrieg<\/strong><\/p><p>Bislang hat die formale Diplomatie im Nahostkrieg nur wenig Anwendung gefunden. Einige bekannt gewordene Beispiele f&uuml;r formale diplomatische Ma&szlig;nahmen, ohne Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit:<\/p><ol>\n<li>In der letzten Oktoberwoche 2023 hatte Israel wegen verschiedener Aussagen des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Erdogan alle Diplomaten aus Ankara abgezogen. Man werde die Beziehungen zur T&uuml;rkei generell neu bewerten, hie&szlig; es dazu aus dem israelischen Au&szlig;enministerium.<\/li>\n<li>Am 31. Oktober 2023 brach Bolivien seine diplomatischen Beziehungen zu Israel aufgrund der israelischen Angriffe auf den Gazastreifen ab. Das s&uuml;damerikanische Land habe die Entscheidung &bdquo;in Ablehnung und Verurteilung der aggressiven und unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen israelischen Milit&auml;roffensive im Gazastreifen und der Bedrohung des internationalen Friedens und der Sicherheit&ldquo; getroffen, erkl&auml;rte das bolivianische Au&szlig;enministerium. Gleichzeitig wurde ein Ende der israelischen Angriffe auf den Gazastreifen gefordert.<\/li>\n<li>Chile und Kolumbien zogen zeitgleich ebenfalls ihre Botschafter f&uuml;r Konsultationen zur&uuml;ck. In einer Mitteilung des chilenischen Au&szlig;enministeriums hie&szlig; es dazu:\n<ol type=\"a\">\n<li>&bdquo;<em>Chile verurteilt die Milit&auml;roperation im Gazastreifen auf das Sch&auml;rfste und stellt mit gro&szlig;er Besorgnis fest, dass dieser Einsatz, der eine kollektive Bestrafung der pal&auml;stinensischen Zivilbev&ouml;lkerung darstellt, die grundlegenden Normen des V&ouml;lkerrechts nicht einh&auml;lt.&ldquo;<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol><p>Kolumbiens Pr&auml;sident Gustavo Petro schrieb dazu auf der Nachrichtenplattform X, ehemals Twitter:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Ich habe mich dazu entschieden, unsere Botschafterin in Israel zu einer Besprechung zur&uuml;ckzubeordern. Wenn Israel das Massaker am pal&auml;stinensischen Volk nicht beendet, k&ouml;nnen wir nicht mehr dort sein.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><ol start=\"4\">\n<li>Am 1. November hatte Jordanien als Reaktion auf &bdquo;den israelischen Krieg gegen den Gazastreifen&ldquo; seinen Botschafter aus Israel abberufen. Auch Israels Botschafter in Amman, der zurzeit nicht dort weilt, d&uuml;rfe erst zur&uuml;ckkehren, wenn der Krieg und die &bdquo;noch nie dagewesene humanit&auml;re Katastrophe&ldquo; im Gazastreifen beendet seien.<\/li>\n<li>Aus Protest gegen Israels &bdquo;mangelnde Achtung des humanit&auml;ren V&ouml;lkerrechts&ldquo; im Gaza-Krieg folgte der Golfstaat Bahrain am 2. November und rief seinen Botschafter zur&uuml;ck und beendete die diplomatischen Beziehungen mit Israel. Gleichzeitig hatte das bahrainische Parlament best&auml;tigt, dass der israelische Botschafter das K&ouml;nigreich verlassen habe. Alle Wirtschaftsbeziehungen mit Israel wurden demnach eingestellt. Es hie&szlig; dazu: Bahrain bekr&auml;ftigte seine &bdquo;feste Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die pal&auml;stinensische Sache&ldquo; und die &bdquo;legitimen Rechte des br&uuml;derlichen pal&auml;stinensischen Volkes&ldquo;.<\/li>\n<li>Am 4. November rief Honduras seinen Botschafter aus Israel zur&uuml;ck. Die Regierung in Tegucigalpa habe angesichts der gravierenden humanit&auml;ren Lage der pal&auml;stinensischen Zivilbev&ouml;lkerung im Gazastreifen Botschafter Mart&iacute;nez f&uuml;r Konsultationen abgezogen, teilte Au&szlig;enminister Reina mit.<\/li>\n<li>Am 6. November 2023 berief S&uuml;dafrika alle Diplomaten aus Israel ab, damit sie, wie Au&szlig;enministerin Naledi Pandor sagte, die Regierung ausf&uuml;hrlich &uuml;ber die Lage in der Region informieren k&ouml;nnten.<\/li>\n<\/ol><p>Mit dem Schritt wollte die vom Afrikanischen Nationalkongress (ANC) gef&uuml;hrte Regierung gegen die Bombardierung des Gazastreifens protestieren, die sie als &raquo;Kollektivbestrafung&laquo; ansieht. Bereits 2018 hatte S&uuml;dafrika seinen Botschafter in Israel aus Protest gegen die Siedlungspolitik im Westjordanland abgezogen.<\/p><ol start=\"8\">\n<li>Ende November 2023 entwickelte sich eine diplomatische Krise zwischen Israel und Spanien. Spaniens Regierungschef Pedro S&aacute;nchez hatte Israels milit&auml;risches Vorgehen im Gazastreifen wiederholt scharf kritisiert. Daraufhin hatte der israelische Premierminister Netanjahu die israelische Botschafterin in Madrid zu Konsultationen nach Jerusalem zur&uuml;ckbeordert. Au&szlig;erdem hatte er seinen Au&szlig;enminister angewiesen, die spanische Botschafterin in Israel f&uuml;r einen Protest gegen &bdquo;besch&auml;mende&ldquo; &Auml;u&szlig;erungen von S&aacute;nchez in das Au&szlig;enministerium einzubestellen.<\/li>\n<\/ol><p><strong>Die zu wenig genutzten Instrumente der formalen Diplomatie<\/strong><\/p><p>Jedem Beobachter des Nahostkrieges m&uuml;sste eigentlich klar sein, dass die Instrumente der formalen Diplomatie bislang viel zu wenig genutzt wurden. Die dargestellten Beispiele f&uuml;r die Anwendung dieser Form der Diplomatie zeigen, dass es seitens der USA und der Europ&auml;ischen Union &uuml;berhaupt keine Aktivit&auml;ten auf diesem Gebiet gegeben hat. Lediglich Israel hat sich gegen&uuml;ber einem EU-Mitgliedsland, n&auml;mlich Spanien, dieses Instrumentariums bedient.<\/p><p>Man konnte deshalb den Eindruck gewinnen, dass es zwischen allgemeinen Aufforderungen an Premierminister Netanjahu, die humanit&auml;re Katastrophe im Gazastreifen zu stoppen, die Menschenrechte und das V&ouml;lkerrecht zu beachten und der r&uuml;ckhaltlosen milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzung Israels, wie die USA sie praktizieren, &uuml;berhaupt keinen Zwischenschritt bzw. keine Alternative g&auml;be. Dabei ist das wirklich nicht der Fall, und daraus h&auml;tte man schon lange die Konsequenzen ziehen m&uuml;ssen. Alle Aufrufe an Netanjahu, seine Politik und seine Vorgehensweise gegen die Hamas im Gazastreifen zu &auml;ndern und die pal&auml;stinensische Bev&ouml;lkerung zu sch&uuml;tzen, haben bislang beim israelischen Premier ebenso wenig Wirkung gezeigt, wie die Reisediplomatie von US-Au&szlig;enminister Blinken oder auch von Annalena Baerbock, um zwei Beispiele zu nennen. Ignoriert hat Netanjahu auch alle Bem&uuml;hungen der Vereinten Nationen und verschiedener Staaten in der Region, einen Waffenstillstand zu erreichen.<\/p><p>Wenn das alles Fakt ist, stellt sich die Frage, warum die USA und auch Europa bislang nicht zu den Instrumenten der formalen Diplomatie gegriffen haben. F&uuml;r Washington k&ouml;nnte die Erkl&auml;rung &ndash; nicht eine Entschuldigung! &ndash; darin liegen, dass die israelische &ndash; nicht die j&uuml;dische! &ndash; Lobby in den USA zu stark ist und Pr&auml;sident Biden sich in Wahlkampfzeiten vor einer Konfrontation mit ihr scheut. Ein weiterer Grund in den USA k&ouml;nnten die Neokonservativen um Viktoria Nuland und auch der &bdquo;Military-Industrial-Complex&ldquo; sein, dem an einem Fortgang des Krieges aus naheliegenden Gr&uuml;nden durchaus gelegen ist.<\/p><p>F&uuml;r Europa und besonders auch f&uuml;r Deutschland f&auml;llt es mir schwer, nachvollziehbare Gr&uuml;nde f&uuml;r diese Zur&uuml;ckhaltung, um nicht zu sagen f&uuml;r dieses Versagen, zu finden. In Deutschland wird es wohl die erkl&auml;rte uneingeschr&auml;nkte Solidarit&auml;t mit Israel sein, die es den Politikern offensichtlich nicht m&ouml;glich macht, zwischen der israelischen Bev&ouml;lkerung und der verfehlten und menschenverachtenden Politik ihres Premierministers zu unterscheiden.<\/p><p>Aber warum reagiert auch die EU nicht mit den Instrumenten der formalen Diplomatie? Es gibt ja schlie&szlig;lich auch eine EU-Botschaft in Israel, deren Leiter im israelischen Au&szlig;enministerium vorstellig werden k&ouml;nnte. Auch in Br&uuml;ssel k&ouml;nnte man den israelischen Botschafter erst einmal zu einem Gespr&auml;ch einladen und bei Bedarf im Anschluss daran formal einbestellen. Skeptiker sagen vielleicht, dass die formalen Ma&szlig;nahmen der aufgef&uuml;hrten Staaten ja auch keine Wirkung gezeigt haben, und das mag stimmen. Ich glaube aber, dass z.B. ein R&uuml;ckruf des amerikanischen Botschafters in Israel zur Berichterstattung im State Department in der israelischen Regierung wie eine Bombe einschlagen w&uuml;rde, und ich bin auch davon &uuml;berzeugt, dass eine solche Ma&szlig;nahme seitens der EU ihre Wirkung nicht verfehlen w&uuml;rde. Au&szlig;erdem g&auml;be es ja auch noch die M&ouml;glichkeit einer bilateralen konzertierten Aktion aller EU-Staaten.<\/p><p>Jeder Politiker, der wirklich daran interessiert ist, das Leid der pal&auml;stinensischen Bev&ouml;lkerung im Gazastreifen zu lindern, die Befreiung der Geiseln zu erreichen und auch den Israelis, die aus ihren Wohngebieten evakuiert wurden, eine R&uuml;ckkehr in ihr Zuhause zu erm&ouml;glichen, muss die Eskalationsleiter der formalen Diplomatie nutzen, um nicht seine Glaubw&uuml;rdigkeit endg&uuml;ltig zu verlieren. Dabei darf man auch eine Protestnote wegen Verletzung des V&ouml;lkerrechts und der Menschenrechte nicht ausschlie&szlig;en.<\/p><p>Ehe mir das Gegenteil nicht bewiesen wird, bin ich davon &uuml;berzeugt, dass die genannten Instrumente der formalen Diplomatie ihre Wirkung auf Netanjahu nicht verfehlen w&uuml;rden, und zwar auch, weil diese in der gesamten Welt zur Kenntnis genommen w&uuml;rden.<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/dEIAsin6mq8?si=ApuEZ-ETdq8rooRc\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ Serdarkeskiin<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110772\">Nicaragua will Deutschland wegen &bdquo;Beihilfe zum Genozid in Gaza&ldquo; vor IGH in Den Haag anklagen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110624\">Bundesjustizminister Buschmann tritt gemeinsam mit Gaza-Vertreibungsbef&uuml;rworter Chikli in Berlin auf<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110395\">Israelische Soldaten als &Auml;rzte verkleidet ver&uuml;ben gezielte T&ouml;tungen &ndash; Was sagt die Bundesregierung?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108173\">UN-Resolution zum sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen und die Rolle westlicher Staaten<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/0867c5dec23746e7a37f7b697b4b7a09\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle Menschen fordern eine Verbesserung der humanit&auml;ren Situation im Gazastreifen, und die Politiker in den USA und vor allem auch in Europa &uuml;berbieten sich in ihren Aussagen &uuml;ber die katastrophale Lage der im S&uuml;den des Gazastreifens zusammengepferchten Pal&auml;stinenser. &Uuml;berzeugende Anstrengungen, einen Waffenstillstand zu erreichen, hat es bislang jedoch nicht gegeben und auch kaum formale diplomatische<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110951\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":110952,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,171],"tags":[302,1557,1703],"class_list":["post-110951","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-militaereinsaetzekriege","tag-gaza","tag-israel","tag-voelkerrecht"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/shutterstock_2375848277.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/110951","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=110951"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/110951\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":110958,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/110951\/revisions\/110958"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/110952"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=110951"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=110951"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=110951"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}