{"id":110970,"date":"2024-02-13T11:23:26","date_gmt":"2024-02-13T10:23:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110970"},"modified":"2024-02-14T09:12:47","modified_gmt":"2024-02-14T08:12:47","slug":"die-nicht-gewollte-friedenschance-von-istanbul-im-fruehjahr-2022-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110970","title":{"rendered":"Die nicht gewollte Friedenschance von Istanbul im Fr\u00fchjahr 2022 \u2013 Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Der Krieg in der Ukraine h&auml;lt an. Eine Verhandlungsl&ouml;sung scheint in weiter Ferne, vor allem, seit der Kiewer Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj im Herbst 2022 Verhandlungen mit Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin per Dekret verboten hat. Dabei hatte es Berichten nach bereits im M&auml;rz 2022 eine echte Chance auf ein Ende der Kampfhandlungen gegeben. Zahlreiche Beitr&auml;ge besch&auml;ftigen sich inzwischen damit. Eine &bdquo;profunde Analyse&ldquo; des Historikers Klaus Bachmann hat unl&auml;ngst versucht zu zeigen, dass hinter den ukrainisch-russischen Verhandlungen Ende M&auml;rz 2022 in Istanbul weniger steckte, als viele hineindeuten w&uuml;rden. Das gelte auch f&uuml;r das Scheitern der Verhandlungen und dessen Gr&uuml;nde. Um es vorwegzunehmen: Von der &bdquo;profunden Analyse&ldquo; bleibt am Ende der Eindruck, dass sie &ndash; wenn &uuml;berhaupt &ndash; nicht mehr ist als eine &bdquo;kleine Nachforschung&ldquo;, wie er sie selbst nennt. Eine Entgegnung aufgrund umfangreicher Recherchen von<strong> Tilo Gr&auml;ser<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nWenn der Historiker Klaus Bachmann f&uuml;r seinen Beitrag, der am 16. Januar dieses Jahres in der Online-Ausgabe der <em>Berliner Zeitung<\/em>[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] und am 20. Januar in deren gedruckter Wochenendausgabe ver&ouml;ffentlicht wurde, etwas genauer recherchiert h&auml;tte, h&auml;tte er allein in der ausf&uuml;hrlichen Rekonstruktion der Ereignisse von Ex-Bundeswehr-Generalinspekteur Harald Kujat und Politikwissenschaftler Hajo Funke vom Oktober 2023 ausreichend Material finden k&ouml;nnen.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Diese hatte die <em>Berliner Zeitung<\/em> selbst am 19. November 2023 ver&ouml;ffentlicht.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p>Bachmann meint, es habe Mitte M&auml;rz bis Anfang April 2022 &bdquo;sogar so etwas wie Waffenstillstandsverhandlungen&ldquo; gegeben. Doch was es gab, waren ernsthafte Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland: &bdquo;Vom 28.02. bis 17.05.2022 verhandelten die Ukraine und Russland direkt und unter t&uuml;rkischer Vermittlung &uuml;ber einen Waffenstillstand&ldquo;, schrieb dazu Sabine Fischer in den <em>Russland-Analysen<\/em> 247 vom 8. Dezember 2022[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]. Sie verweist auf den milit&auml;rischen und politischen Kontext der Gespr&auml;che, der sich &bdquo;parallel ver&auml;nderte&ldquo;, geht dabei aber nicht auf den westlichen Einfluss und den dominierenden US-Einfluss auf die Kiewer F&uuml;hrung ein. Der spielt bei dem Geschehen aber eine entscheidende Rolle.<\/p><p>Zahlreiche Medien berichteten damals &uuml;ber die direkten Verhandlungen Ende M&auml;rz 2022 in Istanbul und meldeten wenig Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Gespr&auml;che an.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] Der ehemalige UN-Diplomat Michael von der Schulenburg schrieb am 14. November 2023[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]: &bdquo;Bereits einen Monat nach Beginn der russischen Milit&auml;rintervention in der Ukraine, waren die ukrainischen und russischen Unterh&auml;ndler einem Waffenstillstand und einer umfassenden Friedensl&ouml;sung des Konfliktes sehr nahegekommen.&ldquo;<\/p><p>Daf&uuml;r gibt es mehrere Best&auml;tigungen. Dass es offiziell ernst gemeinte Verhandlungen in Istanbul waren, zeigen nicht nur Aussagen russischer Verhandlungsteilnehmer wie des Verhandlungsleiters Wladimir Medinski[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>], sondern auch solche aus der ukrainischen Delegation wie von Dawyd Arachamiya und von Mychailo Podolyak, die diese am 29. M&auml;rz 2022 und zuvor machten.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] Auch das ukrainische Pr&auml;sidialamt best&auml;tigte an dem Tag die Verhandlungen und benannte die konkreten Vorschl&auml;ge aus Kiew.[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] Einige der Mitglieder der Kiewer Delegation best&auml;tigten die Verhandlungen in den letzten Wochen erneut.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] Am 5. Dezember 2023 erkl&auml;rte der ukrainische Diplomat Oleksandr Chalyi[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>], der in Istanbul dabei war, bei einer Veranstaltung des Geneva Centre for Security Policy[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>]: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir verhandelten mit der russischen Delegation praktisch zwei Monate lang, im M&auml;rz und April, &uuml;ber ein m&ouml;gliches Abkommen zur friedlichen Beilegung des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland. Und wir haben, wie Sie sich erinnern, das sogenannte Istanbuler Kommuniqu&eacute;[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] abgeschlossen. Und wir waren Mitte oder Ende April kurz davor, unseren Krieg mit einer friedlichen L&ouml;sung zu beenden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Zu beachten ist, was Chalyi au&szlig;erdem sagte: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Putin hat eine Woche nach Beginn seiner Aggression am 24. Februar letzten Jahres sehr schnell eingesehen, dass er einen Fehler gemacht hat, und versuchte, alles zu tun, um ein Abkommen mit der Ukraine in Istanbul zu schlie&szlig;en.&ldquo; Und: &bdquo;Putin wollte also wirklich eine friedliche L&ouml;sung mit der Ukraine erreichen. Das darf man nicht vergessen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Chalyis Aussagen werden von Oleksyi Arestowytsch, ehemaliger Berater des ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodymyr Selenskyj, best&auml;tigt, der ebenfalls an den Verhandlungen in Istanbul beteiligt war. In einem am 15. Januar 2024 ver&ouml;ffentlichten Interview[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] mit dem US-Magazin <em>Unherd<\/em> sagte er zum Verhandlungsergebnis: &bdquo;&hellip; es war das beste Abkommen, das wir h&auml;tten abschlie&szlig;en k&ouml;nnen.&ldquo; Auf die Frage, ob die Verhandlungen erfolgreich waren, antwortete er: &bdquo;Ja, vollst&auml;ndig. Wir haben die Champagnerflasche ge&ouml;ffnet. Wir hatten &uuml;ber Entmilitarisierung, Entnazifizierung, Fragen der russischen Sprache, der russischen Kirche und vieles mehr gesprochen.&ldquo; Selenskyj sei sogar bereit gewesen, mit Putin &uuml;ber den Umfang der ukrainischen Armee zu sprechen. &bdquo;Die Vereinbarungen von Istanbul waren ein Absichtsprotokoll und bereiteten zu 90 Prozent ein direktes Treffen mit Putin vor&ldquo;, so Arestowytsch. Das sollte der n&auml;chste Schritt der Verhandlungen sein, wie er erkl&auml;rte.<\/p><p>Es gibt auch eine ganze Reihe US-amerikanischer Aussagen, die best&auml;tigen, dass es mehr als &bdquo;so etwas wie Waffenstillstandsverhandlungen&ldquo; waren. &bdquo;Laut mehreren ehemaligen hochrangigen US-Beamten, mit denen wir gesprochen haben, schienen sich russische und ukrainische Unterh&auml;ndler im M&auml;rz 2022 vorl&auml;ufig auf die Umrisse einer ausgehandelten Zwischenl&ouml;sung geeinigt zu haben&ldquo;, schrieben Fiona Hill und Angela Stent in der au&szlig;enpolitischen US-Zeitschrift <em>Foreign Affairs<\/em>, Ausgabe September\/Oktober 2022[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]. In der Onlineausgabe der Zeitschrift vom 1. Juni hatte bereits Samuel Charap von der Rand Corporation zwar festgestellt[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>], dass die &bdquo;Gespr&auml;che wenig Einfluss auf die Entschlossenheit Russlands und der Ukraine, weiterzuk&auml;mpfen&ldquo;, gehabt h&auml;tten. Aber er schrieb auch, &bdquo;dass die Unterh&auml;ndler bereits echte Fortschritte erzielt haben. Ende M&auml;rz legten ukrainische Diplomaten einen innovativen Rahmen f&uuml;r ein Abkommen vor, das einen Weg aus dem Krieg weisen k&ouml;nnte. Und das Entscheidende ist, dass der Vorschlag, der nach den Gespr&auml;chen in Istanbul am 29. M&auml;rz an die Presse durchgesickert war, bereits von beiden Seiten zumindest vorl&auml;ufig unterst&uuml;tzt wurde.&ldquo;<\/p><p><strong>Boris Johnson am 9. April 2022 in Kiew<\/strong><\/p><p>Bachmann geht ausf&uuml;hrlich auf die Vermutungen und Behauptungen zum &uuml;berraschenden Besuch des damaligen britischen Premierministers Boris Johnson am 9. April 2022 in Kiew ein. Dabei soll dieser den ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodymyr Selenskyj dazu gebracht haben, eine m&ouml;gliche Vereinbarung mit Russland nicht zu unterzeichnen. Damit habe er beziehungsweise der US-gef&uuml;hrte Westen eine fr&uuml;he Friedensl&ouml;sung im Ukraine-Krieg verhindert. Kujat und Funke schreiben[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>] unter anderem dazu, dass &bdquo;die westliche Intervention &hellip; ein fr&uuml;hzeitiges Ende des Krieges verhinderte&ldquo;.<\/p><p>&bdquo;Die ganze Angelegenheit ist alles andere als eindeutig&ldquo;, so der Historiker dazu. Er schreibt, es gebe eine &bdquo;geradezu unendliche Anzahl anderer Interpretationen, die man aufgrund der gleichen Fakten und Daten aufstellen kann&ldquo;. Und er meint, &bdquo;alle Seiten dieses Streits w&auml;hlen die Daten und Fakten so aus, dass sie in ihre Argumentation passen &ndash; auch wenn manche davon, vorsichtig ausgedr&uuml;ckt, etwas abenteuerlich sind&ldquo;. Dieser Vorwurf k&ouml;nnte auch gegen ihn gewendet werden, denn es gibt zahlreiche Hinweise daf&uuml;r, dass vor allem der US-gef&uuml;hrte Westen von Beginn an kein Interesse an einer friedlichen L&ouml;sung des zum Krieg eskalierten Konfliktes in und um die Ukraine hatte und hat. Es geht dabei auch um mehr als die &bdquo;Johnson-Legende&ldquo;, die der ehemalige Linkspartei-Bundestagsabgeordnete Paul Sch&auml;fer versuchte zu widerlegen[<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>], worauf sich Bachmann unter anderem bezieht.<\/p><p>Der Kiewer Delegationsleiter Arachamyia hatte in einem TV-Interview[<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>] im November 2023 nicht nur die Verhandlungen erneut best&auml;tigt[<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>], auch wenn er die behandelten Vorschl&auml;ge anders darstellt, als er sie am 29. M&auml;rz 2022 beschrieb[<a href=\"#foot_26\" name=\"note_26\">26<\/a>]. Laut den Berichten erw&auml;hnte er auch den Besuch Johnsons: &bdquo;Als wir aus Istanbul zur&uuml;ckkamen, kam Boris Johnson nach Kiew und sagte, dass wir &uuml;berhaupt nichts unterschreiben und einfach k&auml;mpfen sollten.&ldquo; Pr&auml;sidenten-Berater Arestowytsch berichtete im <em>Unherd<\/em>-Interview, als die Delegation aus Istanbul nach Kiew zur&uuml;ckkam, habe es inzwischen die Berichte &uuml;ber das angebliche Massaker in Butscha bei Kiew gegeben, das Russland angelastet wird. Der Pr&auml;sident habe erkl&auml;rt, die Verhandlungen w&uuml;rden abgebrochen, w&auml;hrend die Russen laut dem Selenskyj-Berater weiter verhandeln wollten. Arestowytsch erkl&auml;rte auf die Frage nach der Ursache, er wisse nicht, ob Johnsons Besuch oder die Ereignisse in Butscha daf&uuml;r ausschlaggebend waren. Niemand wisse, wor&uuml;ber Selenskyj und Johnson konkret miteinander gesprochen haben. Sicher sei nur, Anfang April sei &bdquo;etwas passiert&ldquo;, was zum Abbruch der Verhandlungen f&uuml;hrte. &bdquo;Als wir fragten, wie sie wieder aufgenommen werden k&ouml;nnten, sagte der Pr&auml;sident: &sbquo;Irgendwo, irgendwann, aber nicht jetzt&lsquo;. Auf die Frage, ob die russische Seite aufrichtig gewesen sei, antwortete Arestowytsch: &bdquo;Die Russen zeigten sich bereit, die Verhandlungen fortzusetzen, und wir lehnten ab.&ldquo;<\/p><p>Der britische Premier wird mit seinem innenpolitisch motivierten Auftritt in Kiew[<a href=\"#foot_27\" name=\"note_27\">27<\/a>] sicher einen Beitrag dazu geleistet haben, dass eine Friedensl&ouml;sung verhindert wurde. Entscheidend wird das nicht gewesen sein, denn der entsprechende westliche Kurs war vorher klar. Im Mai 2022 listete die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen (ehemals Linkspartei) Belege daf&uuml;r auf, &bdquo;wie ein Verhandlungsfrieden im Ukraine-Krieg torpediert wird&ldquo;.[<a href=\"#foot_28\" name=\"note_28\">28<\/a>] So habe die <em>Washington Post<\/em> bereits am 5. April berichtet[<a href=\"#foot_29\" name=\"note_29\">29<\/a>], dass in der NATO die Fortsetzung des Krieges gegen&uuml;ber einem Waffenstillstand und einer Verhandlungsl&ouml;sung bevorzugt wird: &bdquo;F&uuml;r einige in der NATO ist es besser, wenn die Ukrainer weiter k&auml;mpfen und sterben als einen Frieden zu erreichen, der zu fr&uuml;h kommt oder zu einem zu hohen Preis f&uuml;r Kiew und das &uuml;brige Europa.&ldquo;<\/p><p>Bereits am 24. M&auml;rz 2022 hatte der ehemalige US-Diplomat und -Vize-Verteidigungsminister Chas Freeman in einem Interview erkl&auml;rt[<a href=\"#foot_30\" name=\"note_30\">30<\/a>]: &bdquo;Die Vereinigten Staaten sind nicht an den Bem&uuml;hungen beteiligt, ein Ende der K&auml;mpfe auszuhandeln.&ldquo; Washington scheine dagegen darauf abzuzielen, &bdquo;die K&auml;mpfe zu verl&auml;ngern und den ukrainischen Widerstand zu unterst&uuml;tzen, anstatt ein Ende der K&auml;mpfe und einen Kompromiss herbeizuf&uuml;hren&ldquo;. Freeman bezeichnete das als &bdquo;edle Sache&ldquo;, die aber &bdquo;zu vielen toten Ukrainern und Russen&ldquo; f&uuml;hre. Der US-Pr&auml;sident Biden und der britische Premier Johnson h&auml;tten Russlands Pr&auml;sident Putin als &bdquo;Kriegsverbrecher&ldquo; bezeichnet, den sie vor Gericht bringen wollen. Das verhindere einen Kompromiss, so der Ex-Diplomat, und sorge eher f&uuml;r einen langen Krieg. &bdquo;Und es scheint in den Vereinigten Staaten eine Menge Leute zu geben, die das ganz prima finden: Es ist gut f&uuml;r den milit&auml;risch-industriellen Komplex; es best&auml;tigt unsere negativen Ansichten &uuml;ber Russland; es st&auml;rkt die NATO; es bringt China in Bedr&auml;ngnis.&ldquo; Die USA w&auml;ren bereit, &bdquo;bis zum letzten Ukrainer&ldquo; gegen Russland zu k&auml;mpfen, so Freeman. Zuvor hatte am 14. M&auml;rz 2022 der US-Politologe und Regierungsberater Eliot Cohen in einem Text geschrieben[<a href=\"#foot_31\" name=\"note_31\">31<\/a>]: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Vereinigten Staaten und ihre NATO-Verb&uuml;ndeten befinden sich in einem Stellvertreterkrieg mit Russland. Sie liefern Tausende von Munition und tun hoffentlich noch viel mehr &ndash; zum Beispiel den Austausch von Geheimdienstinformationen &ndash; mit der Absicht, russische Soldaten zu t&ouml;ten.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Aus kritischer Perspektive beschrieb der US-Politikwissenschaftler John Mearsheimer im Interview[<a href=\"#foot_32\" name=\"note_32\">32<\/a>] mit dem deutschen Magazin <em>Cicero<\/em>, ver&ouml;ffentlicht Ende Juni 2022, das so: &bdquo;Die USA befinden sich faktisch im Krieg mit Russland. Wir k&auml;mpfen zwar nicht selbst, das &uuml;bernehmen die Ukrainer. Aber davon abgesehen sind die Vereinigten Staaten extrem tief in diesen Krieg verwickelt.&ldquo; Die USA w&uuml;rden sich dazu berufen f&uuml;hlen, &bdquo;Russland eine schwere Niederlage beizubringen und seine Wirtschaft massiv zu schw&auml;chen&ldquo;. Der Grund f&uuml;r dieses &bdquo;Spiel mit dem Feuer&ldquo; aus seiner Sicht: Die USA wollen Russland aus dem Kreis der Gro&szlig;m&auml;chte herausdr&auml;ngen. Mearsheimer betonte, die USA &bdquo;wollen keine Verhandlungsl&ouml;sung. Die Amerikaner haben vielmehr ein Interesse daran, Russland auf ukrainischem Boden milit&auml;risch zu besiegen.&ldquo;<\/p><p>Konkret zeigte sich das, als US-Au&szlig;enminister Antony Blinken noch am 29. M&auml;rz 2022 die &bdquo;Ernsthaftigkeit&ldquo; von Moskaus Verhandlungsbem&uuml;hungen infrage stellte[<a href=\"#foot_33\" name=\"note_33\">33<\/a>]. Am 8. April 2022, einen Tag vor dem Auftauchen Johnsons in Kiew, gab Blinken gegen&uuml;ber deutschen Medien den Kurs vor[<a href=\"#foot_34\" name=\"note_34\">34<\/a>] und schloss Waffenstillstandsgespr&auml;che zwischen der Ukraine und Russland aus. Der US-Au&szlig;enminister sagte demnach: &bdquo;F&uuml;r einige mag die Idee eines Waffenstillstands verlockend sein &ndash; und ich verstehe das. Aber wenn dies darauf hinausl&auml;uft, die Besitznahme betr&auml;chtlicher ukrainischer Gebiete durch Russland praktisch zu ratifizieren, w&auml;re dies eben kein gerechter und dauerhafter Frieden.&ldquo; Damit widersprach er auch allen Hoffnungen bei jenen, die f&uuml;r die Ukraine mit Russland bisher verhandelten.<\/p><p>Bei dem Thema sollte auch nicht weggelassen werden, was der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der zu den Bem&uuml;hungen um ein schnelles Ende im Fr&uuml;hjahr 2022 sagte. Bachmann h&auml;tte das Interview, das am 21. Oktober 2023 von der <em>Berliner Zeitung<\/em> online ver&ouml;ffentlicht wurde[<a href=\"#foot_35\" name=\"note_35\">35<\/a>], nachlesen k&ouml;nnen. Der Altkanzler berichtete darin, dass er auf Kiewer Bitte Mitte M&auml;rz 2022 nach Moskau reiste[<a href=\"#foot_36\" name=\"note_36\">36<\/a>], um zu kl&auml;ren, wie der Krieg beendet werden k&ouml;nnte. Die ukrainischen Vorschl&auml;ge daf&uuml;r h&auml;tten vom Verzicht auf eine NATO-Mitgliedschaft, Regelungen zur russischen Sprache &uuml;ber Autonomie f&uuml;r den Donbass und die erw&auml;hnten internationalen Sicherheitsgarantien bis zur langfristigen Regelung f&uuml;r die Krim gereicht. Interessant ist, was Schr&ouml;der zur Rolle der USA sagte: &bdquo;Die Einzigen, die den Krieg regeln k&ouml;nnten gegen&uuml;ber der Ukraine, sind die Amerikaner. Bei den Friedensverhandlungen im M&auml;rz 2022 in Istanbul mit Rustem Umjerow haben die Ukrainer keinen Frieden vereinbart, weil sie nicht durften. Die mussten bei allem, was sie beredet haben, erst bei den Amerikanern nachfragen.&ldquo; Dass am Ende doch nichts geschah, hat nach seinem Eindruck folgenden Grund: &bdquo;Es konnte nichts passieren, denn alles Weitere wurde in Washington entschieden. Das war fatal.&ldquo;<\/p><p>Ein anderer Zeuge des Geschehens ist der ehemalige israelische Premierminister Naftali Bennett, der den Angaben nach auf Selenskyjs Bitte hin vermitteln sollte und intensiv im Hintergrund an den ersten Verhandlungen Anfang M&auml;rz 2022 beteiligt war. Er hat vor einem Jahr in einem Video-Interview erkl&auml;rt[<a href=\"#foot_37\" name=\"note_37\">37<\/a>], dass damals zwischen der Ukraine und Russland ein Waffenstillstand in greifbarer N&auml;he gewesen sei. Beide Seiten seien zu erheblichen Zugest&auml;ndnissen bereit gewesen. Doch vor allem Gro&szlig;britannien und die USA h&auml;tten eine Vereinbarung verhindert und gewollt, dass der begonnene Krieg fortgesetzt wird, so der Ex-Premier.<\/p><p><strong>Wird der historische Kontext vernachl&auml;ssigt?<\/strong><\/p><p>Laut Bachmann wird in der Debatte um die m&ouml;gliche Friedensl&ouml;sung im Fr&uuml;hjahr 2022 der historische Kontext vernachl&auml;ssigt. Das geschieht tats&auml;chlich, aber nur von einer Seite, dagegen nicht durch Autoren wie Kujat und Funke. Bachmann muss widersprochen werden, wenn er ausgerechnet als Historiker behauptet: &bdquo;Angefangen hat dieser Krieg aber 2014 mit der Annexion der Krim und den bewaffneten Aufst&auml;nden im Donbass. Das ist insofern wichtig, als es damals &uuml;berhaupt nicht um eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine ging, noch nicht mal um eine EU-Mitgliedschaft, sondern nur um ein Kooperationsabkommen zwischen der EU und der Ukraine, die damals noch von dem &auml;u&szlig;erst russlandfreundlichen, russischsprachigen Pr&auml;sidenten Viktor Janukowitsch regiert wurde. &hellip;&ldquo;<\/p><p>Allein in dem Absatz sind gleich mehrere Fehler enthalten, die f&uuml;r einen Historiker doch erstaunlich sind. &bdquo;Dieser Krieg&ldquo; meint anscheinend nach seinen Worten den angeblichen Krieg Russlands gegen die Ukraine. Dieses Narrativ wird von der im Februar 2014 per westlich unterst&uuml;tztem Staatsstreich an die Macht gekommenen neuen Kiewer F&uuml;hrung und ihren westlichen Unterst&uuml;tzern und F&ouml;rderern benutzt. Nachweislich hat Russland 2014 keinen solchen Krieg begonnen, auch nicht mit der gewaltfreien Wiedereingliederung der Krim. Die erfolgte allerdings nur zum Teil wegen des entsprechenden deutlichen Referendums der dortigen Bev&ouml;lkerung.[<a href=\"#foot_38\" name=\"note_38\">38<\/a>] Der andere Grund nach allen vorliegenden Informationen: Damit wurde verhindert, dass die russische Schwarzmeerflotte nach dem Kiewer Staatstreich ihre St&uuml;tzpunkte auf der Halbinsel und damit Russland den Zugang zum Schwarzen Meer an die NATO verliert.[<a href=\"#foot_39\" name=\"note_39\">39<\/a>] Das ist alles nachles- und nachvollziehbar, wenn nicht Daten und Fakten f&uuml;r eine bestimmte Argumentation ausgelassen werden, wie es Bachmann anderen vorwirft.<\/p><p>Sollte er allerdings den von Cohen erw&auml;hnten Stellvertreterkrieg der USA und ihrer NATO-Verb&uuml;ndeten gegen Russland meinen, h&auml;tte er zumindest teilweise recht. Die Belege daf&uuml;r sind unter anderem in der Analyse &bdquo;Wie der Westen den Krieg in die Ukraine brachte&ldquo; von Benjamin Abelow[<a href=\"#foot_40\" name=\"note_40\">40<\/a>], Mediziner und Experte f&uuml;r Atomwaffenpolitik, nachzulesen. Abelow[<a href=\"#foot_41\" name=\"note_41\">41<\/a>] belegt mit zahlreichen Quellen und Zitaten die westlichen Provokationen gegen&uuml;ber Russland von 1990 bis 2022, die in die zugespitzte Eskalation am 24. Februar 2022 f&uuml;hrten. Dass diese sp&auml;testens 2014 vorbereitet wurde, zeigen die beiden Politologen Ulrike Gu&eacute;rot und Hauke Ritz in ihrem Buch &bdquo;Endspiel Europa&ldquo; mit einer Analyse[<a href=\"#foot_42\" name=\"note_42\">42<\/a>] der Vielzahl an milit&auml;rischen Aktivit&auml;ten, die Dutzende NATO-Staaten, aber insbesondere Gro&szlig;britannien, die USA und Kanada seit 2014 in der Ukraine starteten. Ihr Fazit: &bdquo;N&uuml;chtern betrachtet muss man sich wundern, dass die russische Regierung &uuml;berhaupt so lange stillgehalten hat.&ldquo; Der US-&Ouml;konom Jeffrey Sachs hat im Juli 2023 ebenfalls einen &Uuml;berblick &uuml;ber &bdquo;Die wahre Geschichte des Krieges in der Ukraine&ldquo; gegeben.[<a href=\"#foot_43\" name=\"note_43\">43<\/a>] Dabei beginnt er im Jahr 1990, als der damals noch existierenden Sowjetunion zugesichert wurde, dass die NATO im Zuge der deutschen Einheit, die Moskau erm&ouml;glichte, sich nicht nach Osten erweitern w&uuml;rde. US-Politikwissenschaftler Mearsheimer erkl&auml;rte im <em>Cicero<\/em>-Interview zu den Ursachen des Krieges: &bdquo;Dieser Krieg ist eine unmittelbare Folge des Versuchs, die Ukraine in die Nato und in die EU aufzunehmen und sie in eine Demokratie nach westlichem Vorbild zu verwandeln. Die Ukraine w&auml;re damit ein Bollwerk des Westens unmittelbar an Russlands Grenze geworden.&ldquo;<\/p><p>Angesichts der Aussagen Bachmanns zu den Ereignissen 2014 in der Ukraine, an denen einiges sachlich nicht richtig ist, ist ihm ein Blick in die Archive zu empfehlen &ndash; oder in das Buch &bdquo;Der l&auml;ngste Krieg in Europa seit 1945&ldquo;[<a href=\"#foot_44\" name=\"note_44\">44<\/a>] von Ulrich Heyden, in dem er die Ursachen daf&uuml;r ebenso wie die Vorgeschichte des Krieges beschreibt. Bei ihm ist zu lesen, was es f&uuml;r die Menschen in der Ostukraine bedeutet, seit im Fr&uuml;hjahr 2014 die neue Kiewer F&uuml;hrung Panzer und Kampfflugzeuge gegen ihre eigenen rebellierenden B&uuml;rger schickte und damit den Krieg im Donbass begann. Die Frage bleibt, warum der Historiker Bachmann die Daten und Fakten ausl&auml;sst &ndash; zum Beispiel solche, &uuml;ber die beispielweise die &ouml;sterreichische Zeitung <em>Die Presse<\/em> am 3. Juni 2015 berichtete[<a href=\"#foot_45\" name=\"note_45\">45<\/a>], n&auml;mlich, &bdquo;dass der damalige ukrainische &Uuml;bergangspr&auml;sident, Alexander Turtschinow, die sogenannte Antiterroroperation eingeleitet hat. Am 14. April 2014 rollten Panzer in den Donbass, um die von prorussischen Aktivisten besetzten Verwaltungsgeb&auml;ude in mehreren St&auml;dten zur&uuml;ckzuerobern. Anders als angek&uuml;ndigt wurde es keine schnelle Operation. Es herrscht Krieg im Donbass, ein Krieg von niedriger Intensit&auml;t zwar, doch auch er fordert Blutzoll.&ldquo; Damit begann der Krieg Kiews gegen die eigenen Landsleute, der bis heute anh&auml;lt. Das hatte sich der im Februar 2014 zuvor gest&uuml;rzte Pr&auml;sident Wiktor Janukowitsch nicht getraut.<\/p><p><small>Titelbild: Morrowind\/shutterstock.com<\/small><\/p><p><em>Hier geht es <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111011\">zum Teil 2<\/a>.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/friedensvertrag-fuer-die-ukraine-warum-auch-die-ard-faktenchecker-unrecht-haben-li.2176267?id=d0cecc7c47dc47a999a2938e72335b89\">berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/friedensvertrag-fuer-die-ukraine-warum-auch-die-ard-faktenchecker-unrecht-haben-li.2176267?id=d0cecc7c47dc47a999a2938e72335b89<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/newspaper-ausgabe\/nr-15-vom-26-oktober-2023.html#article_1574\">zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/newspaper-ausgabe\/nr-15-vom-26-oktober-2023.html#article_1574<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/ukraine-krieg-wie-die-chance-fuer-eine-friedensregelung-vertan-wurde-li.2159432\">berliner-zeitung.de\/open-source\/ukraine-krieg-wie-die-chance-fuer-eine-friedensregelung-vertan-wurde-li.2159432<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/europa\/russland-analysen\/nr-427\/516275\/kommentar-keine-verhandlungen-um-jeden-preis\/\">bpb.de\/themen\/europa\/russland-analysen\/nr-427\/516275\/kommentar-keine-verhandlungen-um-jeden-preis\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/ukraine-russland-verhandlungen-121.html\">tagesschau.de\/ausland\/europa\/ukraine-russland-verhandlungen-121.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2022-03\/selenskyj-interview-medienaufsicht-warnung\">zeit.de\/politik\/ausland\/2022-03\/selenskyj-interview-medienaufsicht-warnung<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] <a href=\"https:\/\/archive.ph\/7Sgc4\">archive.ph\/7Sgc4<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"https:\/\/michael-von-der-schulenburg.com\/ukraines-gescheiterte-friedensverhandlungen\/\">michael-von-der-schulenburg.com\/ukraines-gescheiterte-friedensverhandlungen\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/ukraine-krieg-was-der-russische-chefunterhaendler-zu-den-gescheiterten-friedensgespraechen-sagt-li.2163544?id=862db38e49af48fa9dda1a58ff67202b\">berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/ukraine-krieg-was-der-russische-chefunterhaendler-zu-den-gescheiterten-friedensgespraechen-sagt-li.2163544?id=862db38e49af48fa9dda1a58ff67202b<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.ukrinform.net\/rubric-ato\/3443041-ukraine-offers-15year-talks-with-russia-on-status-of-crimea.html\">ukrinform.net\/rubric-ato\/3443041-ukraine-offers-15year-talks-with-russia-on-status-of-crimea.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.ukrinform.net\/rubric-polytics\/3442975-arakhamiya-in-istanbul-ukraine-wants-un-security-council-members-to-guarantee-its-security.html\">ukrinform.net\/rubric-polytics\/3442975-arakhamiya-in-istanbul-ukraine-wants-un-security-council-members-to-guarantee-its-security.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.ukrinform.net\/rubric-polytics\/3443072-presidents-office-conclusion-of-security-agreement-will-require-referendum.html\">ukrinform.net\/rubric-polytics\/3443072-presidents-office-conclusion-of-security-agreement-will-require-referendum.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.ukrinform.net\/rubric-polytics\/3443084-ukraine-suggests-stipulating-in-security-agreement-that-it-will-not-join-any-militarypolitical-alliances.html\">ukrinform.net\/rubric-polytics\/3443084-ukraine-suggests-stipulating-in-security-agreement-that-it-will-not-join-any-militarypolitical-alliances.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.president.gov.ua\/en\/news\/na-peregovorah-iz-rosiyeyu-ukrayinska-delegaciya-oficijno-pr-73933\">president.gov.ua\/en\/news\/na-peregovorah-iz-rosiyeyu-ukrayinska-delegaciya-oficijno-pr-73933<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.theamericanconservative.com\/according-to-ukrainian-officials-there-could-have-been-peace\/\">theamericanconservative.com\/according-to-ukrainian-officials-there-could-have-been-peace\/<\/a>; <a href=\"https:\/\/unherd.com\/2024\/01\/oleksiy-arestovych-zelenskyys-challenger\/\">unherd.com\/2024\/01\/oleksiy-arestovych-zelenskyys-challenger\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=t2zpV35fvHw\">youtube.com\/watch?v=t2zpV35fvHw<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.gcsp.ch\/events\/breaking-stalemate-find-peace-russia-ukraine-war-geneva-security-debate\">gcsp.ch\/events\/breaking-stalemate-find-peace-russia-ukraine-war-geneva-security-debate<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] <a href=\"https:\/\/faridaily.substack.com\/p\/ukraines-10-point-plan\">faridaily.substack.com\/p\/ukraines-10-point-plan<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] <a href=\"https:\/\/unherd.com\/2024\/01\/oleksiy-arestovych-zelenskyys-challenger\/\">unherd.com\/2024\/01\/oleksiy-arestovych-zelenskyys-challenger\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.foreignaffairs.com\/russian-federation\/world-putin-wants-fiona-hill-angela-stent\">foreignaffairs.com\/russian-federation\/world-putin-wants-fiona-hill-angela-stent<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.foreignaffairs.com\/articles\/ukraine\/2022-06-01\/ukraines-best-chance-peace\">foreignaffairs.com\/articles\/ukraine\/2022-06-01\/ukraines-best-chance-peace<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/ukraine-krieg-wie-die-chance-fuer-eine-friedensregelung-vertan-wurde-li.2159432\">berliner-zeitung.de\/open-source\/ukraine-krieg-wie-die-chance-fuer-eine-friedensregelung-vertan-wurde-li.2159432<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.paulschaefer.info\/html\/standp08-Johnson-Legende.html\">paulschaefer.info\/html\/standp08-Johnson-Legende.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6lt4E0DiJts\">www.youtube.com\/watch?v=6lt4E0DiJts<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/boris-johnson-fraktionsvorsitzender-der-selenskyj-partei-ukraine-krieg-haette-2022-beendet-sein-koennen-li.2162278\">berliner-zeitung.de\/news\/boris-johnson-fraktionsvorsitzender-der-selenskyj-partei-ukraine-krieg-haette-2022-beendet-sein-koennen-li.2162278<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_26\" name=\"foot_26\">&laquo;26<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.ukrinform.net\/rubric-polytics\/3442975-arakhamiya-in-istanbul-ukraine-wants-un-security-council-members-to-guarantee-its-security.html\">ukrinform.net\/rubric-polytics\/3442975-arakhamiya-in-istanbul-ukraine-wants-un-security-council-members-to-guarantee-its-security.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_27\" name=\"foot_27\">&laquo;27<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2022-04\/boris-johnson-ukraine-krieg-grossbritannien\">zeit.de\/politik\/ausland\/2022-04\/boris-johnson-ukraine-krieg-grossbritannien<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_28\" name=\"foot_28\">&laquo;28<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.sevimdagdelen.de\/wie-ein-verhandlungsfrieden-im-ukraine-krieg-torpediert-wird\/\">sevimdagdelen.de\/wie-ein-verhandlungsfrieden-im-ukraine-krieg-torpediert-wird\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_29\" name=\"foot_29\">&laquo;29<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/national-security\/2022\/04\/05\/ukraine-nato-russia-limits-peace\/\">washingtonpost.com\/national-security\/2022\/04\/05\/ukraine-nato-russia-limits-peace\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_30\" name=\"foot_30\">&laquo;30<\/a>] <a href=\"https:\/\/thegrayzone.com\/2022\/03\/24\/us-fighting-russia-to-the-last-ukrainian-veteran-us-diplomat\/\">thegrayzone.com\/2022\/03\/24\/us-fighting-russia-to-the-last-ukrainian-veteran-us-diplomat\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_31\" name=\"foot_31\">&laquo;31<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.theatlantic.com\/ideas\/archive\/2022\/03\/ukraine-united-states-nato\/627052\/\">theatlantic.com\/ideas\/archive\/2022\/03\/ukraine-united-states-nato\/627052\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_32\" name=\"foot_32\">&laquo;32<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/john-mearsheimer-ukraine-krieg-eu-russland-ende-nato-schuld\">cicero.de\/aussenpolitik\/john-mearsheimer-ukraine-krieg-eu-russland-ende-nato-schuld<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_33\" name=\"foot_33\">&laquo;33<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2022-03\/ukraine-russland-krieg-ueberblick-abend\">zeit.de\/politik\/ausland\/2022-03\/ukraine-russland-krieg-ueberblick-abend<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_34\" name=\"foot_34\">&laquo;34<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Blinken-warnt-vor-Gespraechen-zu-Waffenstillstand-article24040634.html\">n-tv.de\/politik\/Blinken-warnt-vor-Gespraechen-zu-Waffenstillstand-article24040634.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_35\" name=\"foot_35\">&laquo;35<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/gerhard-schroeder-im-exklusiv-interview-was-merkel-2015-gemacht-hat-war-politisch-falsch-li.2151196\">berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/gerhard-schroeder-im-exklusiv-interview-was-merkel-2015-gemacht-hat-war-politisch-falsch-li.2151196<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_36\" name=\"foot_36\">&laquo;36<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/schroeder-moskau-103.html\">tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/schroeder-moskau-103.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_37\" name=\"foot_37\">&laquo;37<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/naftali-bennett-wollte-den-frieden-zwischen-ukraine-und-russland-wer-hat-blockiert-li.314871\">berliner-zeitung.de\/open-source\/naftali-bennett-wollte-den-frieden-zwischen-ukraine-und-russland-wer-hat-blockiert-li.314871<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_38\" name=\"foot_38\">&laquo;38<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.textstelle.news\/2018\/01\/10\/warum-die-krim-nicht-annektiert-wurde\/\">textstelle.news\/2018\/01\/10\/warum-die-krim-nicht-annektiert-wurde\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_39\" name=\"foot_39\">&laquo;39<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.textstelle.news\/2017\/08\/29\/nato-herrschaft-im-schwarzen-meer-verhindert-und-chancen-fuer-die-krim-eroeffnet-buch\/\">textstelle.news\/2017\/08\/29\/nato-herrschaft-im-schwarzen-meer-verhindert-und-chancen-fuer-die-krim-eroeffnet-buch\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_40\" name=\"foot_40\">&laquo;40<\/a>] <a href=\"https:\/\/transition-news.org\/buchtipp-wie-der-westen-den-krieg-in-die-ukraine-brachte\">transition-news.org\/buchtipp-wie-der-westen-den-krieg-in-die-ukraine-brachte<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_41\" name=\"foot_41\">&laquo;41<\/a>] <a href=\"https:\/\/benjaminabelow.com\/\">benjaminabelow.com\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_42\" name=\"foot_42\">&laquo;42<\/a>] <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/ein-durchtrenntes-europa\">multipolar-magazin.de\/artikel\/ein-durchtrenntes-europa<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_43\" name=\"foot_43\">&laquo;43<\/a>] <a href=\"https:\/\/thekennedybeacon.substack.com\/p\/the-real-history-of-the-war-in-ukraine?sd=pf\">thekennedybeacon.substack.com\/p\/the-real-history-of-the-war-in-ukraine?sd=pf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_44\" name=\"foot_44\">&laquo;44<\/a>] <a href=\"https:\/\/shop.tredition.com\/booktitle\/Der_l%253fngste_Krieg_in_Europa_seit_1945\/W-990-737-169\">shop.tredition.com\/booktitle\/Der_l%253fngste_Krieg_in_Europa_seit_1945\/W-990-737-169<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_45\" name=\"foot_45\">&laquo;45<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/4708449\/ukraine-warum-die-kaempfe-im-donbass-wieder-aufflammen\">diepresse.com\/4708449\/ukraine-warum-die-kaempfe-im-donbass-wieder-aufflammen<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Krieg in der Ukraine h&auml;lt an. Eine Verhandlungsl&ouml;sung scheint in weiter Ferne, vor allem, seit der Kiewer Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj im Herbst 2022 Verhandlungen mit Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin per Dekret verboten hat. Dabei hatte es Berichten nach bereits im M&auml;rz 2022 eine echte Chance auf ein Ende der Kampfhandlungen gegeben. Zahlreiche Beitr&auml;ge besch&auml;ftigen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110970\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":110971,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,171],"tags":[3293,3240,2102,2297,2301,466,259,2620,950,260],"class_list":["post-110970","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-militaereinsaetzekriege","tag-bellizismus","tag-diplomatische-verhandlungen","tag-geostrategie","tag-johnson-boris","tag-konfrontationspolitik","tag-nato","tag-russland","tag-selenskyj-wolodymyr","tag-tuerkei","tag-ukraine"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Shutterstock_2172386919.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/110970","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=110970"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/110970\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":111018,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/110970\/revisions\/111018"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/110971"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=110970"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=110970"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=110970"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}