{"id":111080,"date":"2024-02-15T10:00:19","date_gmt":"2024-02-15T09:00:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111080"},"modified":"2024-02-15T11:03:53","modified_gmt":"2024-02-15T10:03:53","slug":"julian-assanges-schicksal-ist-die-lupe-mit-der-man-die-westlichen-demokratien-betrachten-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111080","title":{"rendered":"Julian Assanges Schicksal ist die Lupe, mit der man die westlichen Demokratien betrachten kann"},"content":{"rendered":"<p>Am Dienstag und Mittwoch n&auml;chster Woche findet die vielleicht letzte Anh&ouml;rung im Assange-Auslieferungsverfahren im Vereinigten K&ouml;nigreich statt. Wird sein Antrag auf ein weiteres Berufungsverfahren abgewiesen, dann k&ouml;nnte nur noch der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte seiner Auslieferung an die USA im Wege stehen. Wenn die zwei Richter des High Court seinem Antrag stattgeben, dann w&uuml;rde es weitere Monate oder Jahre dauern, bis das Verfahren am Supreme Court in London abgeschlossen w&auml;re. Der offensichtlichste Ausweg ist, dass die zust&auml;ndigen Politiker in Gro&szlig;britannien und in den USA endlich einsehen, dass dieser Fall, in dem es um Presse- und Meinungsfreiheit und das Leben von Julian Assange geht, endlich zu den Akten gelegt werden muss. Julian Assange wird nicht vergessen werden von denen, f&uuml;r die er sich eingesetzt hat, und von denen, die diesen Einsatz wertsch&auml;tzen. Dazu geh&ouml;ren auch die Mahnwachenden in Berlin, die uns diese Woche wieder mit ihrem Newsletter versorgt haben. Vielen Dank von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>!<br>\n<!--more--><br>\nAm 5. April 2010 ver&ouml;ffentlichte die bis dahin eher weniger bekannte Enth&uuml;llungsplattform <em>Wikileaks<\/em> das <a href=\"https:\/\/collateralmurder.wikileaks.org\/\">&bdquo;Collateral Murder&ldquo;<\/a> genannte Video, in dem zu sehen ist, wie zw&ouml;lf Zivilisten in Bagdad von den Besatzungen zweier US-Hubschrauber massakriert werden.<\/p><p>Seitdem werden <em>Wikileaks<\/em> und der Gr&uuml;nder der Webseite, Julian Assange, von den Beh&ouml;rden der USA, Gro&szlig;britanniens, Schwedens verfolgt und an ihrer Enth&uuml;llungsarbeit gehindert. Ein schwedisches Vergewaltigungsverfahren zog sich &uuml;ber neun Jahre hin, ohne dass es &uuml;ber Vorermittlungen hinauskam oder eine Anklage erhoben wurde. Im November 2019 wurde dieses Verfahren eingestellt.<\/p><p>In den Jahren 2010 und 2011 gab es weitere umfangreiche Wikileaks-Enth&uuml;llungen &uuml;ber die Kriegsf&uuml;hrung der USA in Afghanistan und Irak und &uuml;ber die Zust&auml;nde im US-Foltergef&auml;ngnis in Guantanamo. Au&szlig;erdem ver&ouml;ffentlichte <em>Wikileaks<\/em> diplomatische Depeschen der USA, in denen aufgezeigt wurde, welchen Druck und welche Methoden die USA anwenden, um Regierungen anderer L&auml;nder gef&uuml;gig zu machen.<\/p><p>Diese Enth&uuml;llungen geschahen mit der Hilfe von etablierten Medien wie <em>DER SPIEGEL<\/em>, <em>The Guardian<\/em>, <em>El Pa&iacute;s<\/em> und der <em>New York Times<\/em>. Diese Medien haben sich gr&ouml;&szlig;tenteils von Julian Assange distanziert und berichten eher &uuml;ber sein angebliches Fehlverhalten als &uuml;ber seine Verdienste durch Berichte &uuml;ber (Kriegs)Verbrechen und Korruption.<\/p><p>Die gro&szlig;en Konzernmedien scheinen mittlerweile so von den M&auml;chtigen in Wirtschaft und Politik vereinnahmt, dass sie anscheinend vergessen haben, dass sie ohne tats&auml;chliche Pressefreiheit eine wirklich ernsthafte und sinnvolle Arbeit an den Nagel h&auml;ngen k&ouml;nnen.<\/p><p>2012 musste Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London Asyl beantragen, weil er f&uuml;rchtete, &uuml;ber Schweden an die USA ausgeliefert zu werden. Derweil behaupteten die USA, Assange sei ein Wichtigtuer und es existiere gar keine US-Anklage gegen ihn.<\/p><p>Im Jahr 2013 halfen <em>Wikileaks<\/em> und Assange dem Whistleblower Edward Snowden, sich dem Zugriff der US-Beh&ouml;rden zu entziehen und aus Hong Kong zu fliehen. Anscheinend wollte Snowden nach S&uuml;damerika reisen, aber vor einem Zwischenstopp in Moskau erkl&auml;rten die US-Beh&ouml;rden seinen Pass f&uuml;r ung&uuml;ltig. Er sitzt seitdem in Russland fest.<\/p><p>Vor den US-Pr&auml;sidentschaftswahlen 2016 brachte Julian Assange das &bdquo;liberale&ldquo; Spektrum gegen sich auf, weil <em>Wikileaks<\/em> E-Mails von Hillary Clinton und der Demokratischen Partei ver&ouml;ffentlichte, die unter anderem die Benachteiligung ihres innerparteilichen Gegenkandidaten Bernie Sanders aufzeigten. Assange wurde vorgeworfen, Wahlkampfhilfe f&uuml;r Donald Trump geleistet zu haben. Er selbst sagte damals, die Wahl zwischen Clinton und Trump sei wie die Wahl zwischen <a href=\"https:\/\/www.politico.com\/story\/2016\/07\/julian-assange-us-election-2016-226281\">Cholera und Tripper<\/a>.<\/p><p>Im Jahr 2017 folgten mit Vault 7 Ver&ouml;ffentlichungen &uuml;ber Methoden der CIA und deren Hacking-Werkzeuge. Hiermit brachte Assange auch wieder die republikanische Seite der US-&Ouml;ffentlichkeit gegen sich auf.<\/p><p>Es scheint diese Kompromisslosigkeit zu sein, die die Machthabenden, in deren H&auml;nden Assanges Schicksal derzeit liegt, am meisten beunruhigt. Seit die ecuadorianische Regierung unter Lenin Moreno Julian Assange im April 2019 an die USA und Gro&szlig;britannien verkaufte &ndash; fast zeitgleich wurde ein US-Kredit an Ecuador &uuml;ber vier Milliarden Dollar bewilligt &ndash;, befindet er sich im Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh de facto in <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97372\">Isolationshaft<\/a>.<\/p><p>Julian Assange ist durch die jahrelange Verfolgung angeschlagen und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110803\">sehr krank<\/a>. Im Oktober 2021 erlitt er zur Zeit der Berufungsanh&ouml;rungen einen leichten Schlaganfall.<\/p><p>Eine Stunde nach seiner Verhaftung durch die britische Polizei verlangten die USA seine Auslieferung, mit einer Anklage, von der sie immer behauptet hatten, dass sie nicht existiere.<\/p><p>Die australische Regierung setzt sich erst seit letztem Jahr sporadisch f&uuml;r ihren Staatsb&uuml;rger Assange ein, aber auch sie hat den USA meines Wissens noch nicht mit Konsequenzen gedroht f&uuml;r den Fall, dass diese Assange bis zum bitteren Ende verfolgen.<\/p><p>Weder die deutsche Au&szlig;enministerin noch der Bundeswirtschaftsminister haben seit ihrer Amtseinf&uuml;hrung &ouml;ffentlich einen Finger f&uuml;r Assange ger&uuml;hrt. Beide hatten vor der Bundestagswahl 2021 behauptet, sich f&uuml;r seine Freilassung einsetzen zu wollen. Frau Baerbock und Herr Habeck zeigen sich zumindest beim Vergessen ihrer eigenen Aussagen und fr&uuml;herer gr&uuml;ner Ideale kompromisslos. Die Gr&uuml;nen wurden einmal als Partei der Friedensbewegung und der B&uuml;rgerrechte gegr&uuml;ndet.<\/p><p>An der gnadenlosen Behandlung von Julian Assange kann man sehen, an welchem Punkt sich die Systeme der &bdquo;freien Welt&ldquo; momentan befinden. Das Einzige, was sich wirklich frei entfalten kann, ist der ungez&uuml;gelte Kapitalismus und Militarismus mit Quasimonopolisten wie YouTube, Google und Microsoft and der Spitze. Die deutsche Regierung hilft derweil kr&auml;ftig mit, Deutschland und die EU in die Bedeutungslosigkeit zu bef&ouml;rdern.<\/p><p>Jeder, der wie z.B. Julian Assange gef&auml;hrlich wird f&uuml;r dieses m&ouml;rderische Treiben, wird ohne R&uuml;cksicht verfolgt. Den franz&ouml;sischen Gelbwesten wie auch den weltweiten Corona-Ma&szlig;nahmen-Skeptikern ist es so ergangen. Fr&uuml;her wurde man als &bdquo;Kommunist&ldquo; bezeichnet, wenn man die Regierung kritisierte, heutzutage ist man pl&ouml;tzlich &bdquo;rechts&ldquo;.<\/p><p>Nachdem der Journalist Tucker Carlson den Pr&auml;sidenten Russlands interviewte, wurden Stimmen laut, ihn mit Sanktionen zu belegen. Es erscheint absurd, jemandem dies anzudrohen, weil er seinen Job gemacht hat und auch einmal die andere Seite zu Wort kommen l&auml;sst.<\/p><p>Trotz oder vielleicht gerade wegen dieser Verfolgung, der Julian Assange seit nunmehr &uuml;ber 13 Jahren ausgesetzt ist, setzen sich mehr und mehr Menschen f&uuml;r ihn ein und gehen f&uuml;r seine Freilassung auf die Stra&szlig;e. In den kommenden Tagen finden an vielen Orten wieder Mahnwachen f&uuml;r ihn statt, so zum Beispiel in D&uuml;sseldorf, Schwerin, Stuttgart, Bremen, Berlin, Heidelberg, Baden-Baden, K&ouml;ln, Mannheim, Bielefeld, Freiburg, London, Berlin, Cottbus, Dresden und dann wieder in D&uuml;sseldorf, Berlin und London. In den meisten dieser St&auml;dte und einigen anderen finden am Dienstag und Mittwoch n&auml;chster Woche au&szlig;erplanm&auml;&szlig;ige Veranstaltungen statt.<\/p><p>Genauere Infos zu den Orten und Zeiten finden sich auf <a href=\"https:\/\/www.freeassange.eu\/#veranstaltungen\">FreeAssange.eu<\/a><\/p><p>Ich selbst werde n&auml;chste Woche in London sein, um im Gericht diesen (Schau)Prozess zu verfolgen. Vielleicht wird auch Julian Assanges Ersuchen stattgegeben und er darf pers&ouml;nlich im Gerichtssaal erscheinen.<\/p><p>Auch das Schreiben dieser letzten Zeilen f&uuml;hrt mir wieder die ganze Absurdit&auml;t des Verfahrens vor Augen &ndash; ein Verfahren, bei dem ungewiss ist, ob der Angeklagte selbst zugegen sein kann. Im nachfolgenden Newsletter gibt es einen Link zu einem aktuellen Artikel von Craig Murray, in dem er die &bdquo;kafkaesken Regeln&ldquo; aufzeigt, die das Gericht aufgestellt hat, damit man einen Videozugang zur Anh&ouml;rung am Dienstag und Mittwoch bekommt.<\/p><p>Im Fall Assange bekommt man den Eindruck, dass die zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden die Regeln spontan erlassen, wie es gerade passt, um Assange und seine Unterst&uuml;tzer m&uuml;rbe zu machen.<\/p><p>Nun mit vielem Dank nach Berlin der aktuelle <strong>Newsletter<\/strong> mitsamt Pressemitteilung zu den Veranstaltungen anl&auml;sslich der Anh&ouml;rung am kommenden Dienstag und Mittwoch:<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter f&uuml;r die Freiheit von Julian Assange,<\/p><p>f&uuml;r Pressefreiheit und freie Rede,<\/p><p><strong>unsere n&auml;chste Mahnwache<\/strong> f&uuml;r die Freiheit von Julian Assange, die <strong>am 15. Februar<\/strong> regul&auml;r stattfinden w&uuml;rde, <strong>f&auml;llt diesmal aus<\/strong>!<\/p><p>Wir veranstalten stattdessen am 20. und 21. Februar Aktionstage auf dem Pariser Platz. Bitte entnehmt die Zeiten und Pl&auml;ne der unten genannten Pressemeldung und dem Flyer.<\/p><p>Die Freitagsgruppe &bdquo;Streetaction4Assange&ldquo; wird an den beiden Tagen sogar bis 19.00 Uhr auf dem Pariser Platz stehen.<\/p><p>Die Mahnwache Freiheit f&uuml;r Julian Assange aus Leipzig wird uns ebenfalls vor Ort unterst&uuml;tzen, und die fahrbare Gef&auml;ngniszelle <strong>BELMARSH LIVE <\/strong>wird an diesen zwei Tagen vor der US-Botschaft ein Zeichen setzen.<\/p><p>Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen, besonders, um die Menschenkette am Dienstag zu einem eindr&uuml;cklichen Ereignis zu machen.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Zur Info sende ich euch noch einen <a href=\"https:\/\/www.craigmurray.org.uk\/archives\/2024\/02\/state-secrecy-and-public-hearings-part-one\/\">aktuellen Artikel von Craig Murray<\/a>, in dem er uns beschreibt, welche Schikanen sich das Gericht in London f&uuml;r potenzielle Besucher und Zuh&ouml;rer des &bdquo;&ouml;ffentlichen&ldquo; Gerichtsverfahrens von Julian Assange ausgedacht hat &ndash; inklusive Strafen bei Nichtbefolgung der Anordnungen.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Am 15. Februar planen wir im TAK eine Sonderveranstaltung zum Fall Julian Assange, um kurz vor der entscheidenden Verhandlung am 20. und 21. Februar auf den Fall aufmerksam zu machen (200 Personen passen rein, Eintritt frei): <a href=\"https:\/\/tak-berlin.de\/node\/1532\">tak-berlin.de\/node\/1532<\/a><\/p><p>Wir zeigen den Film &bdquo;Der Fall Julian Assange&ldquo; mit anschlie&szlig;ender Podiumsdiskussion.<\/p><p>Die Podiumsteilnehmer sind:<\/p><ol>\n<li>Clara L&oacute;pez: Regisseurin des Films<\/li>\n<li>John Goetz: Ehemaliger Medienpartner, Zeuge und Kl&auml;ger gegen die CIA und UC Global<\/li>\n<li>Beate Streicher: von Amnesty International<\/li>\n<li>Ilja Braun: von Reporter ohne Grenzen<\/li>\n<li>S&ouml;ren Schomburg: Deutscher Anwalt von Julian Assange (der noch nicht auf der Seite angek&uuml;ndigt ist, aber schon feststeht)<\/li>\n<\/ol><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Mit solidarischen Gr&uuml;&szlig;en<\/strong><br>\n<strong>Almut und Thilo<\/strong><\/p><p><strong>FreeAssange Berlin<\/strong><br>\n<strong>Pressemeldung<\/strong><\/p><p>Der letzte Prozess von Julian Assange um seine Berufung gegen die Auslieferung an die USA findet am 20. und 21. Februar 2024 in London statt.<\/p><p>In <strong>Berlin<\/strong> wird es am Dienstag, dem 20. Februar 2024, und Mittwoch, dem 21. Februar 2024, umfangreiche &ouml;ffentliche Aktionen f&uuml;r die Freiheit des australischen Journalisten und Verlegers Julian Assange geben. Dazu geh&ouml;ren Auftritte von Musikern, K&uuml;nstlern und Prominenten. Besonders hinweisen wollen wir Sie auf die <strong>Menschenkette<\/strong>, die <strong>am Dienstag, 20. Februar 2024, von 14:30 bis 15:00 Uhr zwischen den Botschaften von Gro&szlig;britannien und der USA<\/strong> geplant ist.<\/p><p><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p><p>Der britische High Court hat best&auml;tigt, dass am 20. und 21. Februar 2024 eine &ouml;ffentliche Anh&ouml;rung stattfinden wird, die die letzte Chance f&uuml;r Julian Assange sein k&ouml;nnte, seine Auslieferung an die Vereinigten Staaten zu verhindern. Im Falle einer Auslieferung droht Assange eine Strafe von 175 Jahren wegen der Aufdeckung von Kriegsverbrechen, die von den Vereinigten Staaten im Afghanistan- und Irakkrieg begangen wurden.<\/p><p>Die &ouml;ffentliche Anh&ouml;rung wird vor einem Gremium von zwei Richtern stattfinden, die eine fr&uuml;here Entscheidung des High Court &uuml;berpr&uuml;fen werden, welche von einem Einzelrichter am 6. Juni 2023 getroffen wurde, der Julian Assange die Genehmigung zur Berufung verweigerte.<\/p><p>Diese entscheidende Phase im Berufungsverfahren von Julian Assange wird &uuml;ber eines von zwei Ergebnissen entscheiden: ob Julian Assange weitere M&ouml;glichkeiten haben wird, seinen Fall vor den britischen Gerichten zu vertreten, oder ob er alle Rechtsmittel ausgesch&ouml;pft hat, ohne die M&ouml;glichkeit, im Vereinigten K&ouml;nigreich weitere Rechtsmittel einzulegen, und somit in das Auslieferungsverfahren eintreten wird. Eine Klage vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte bliebe dann eine letzte M&ouml;glichkeit.<\/p><p>Die USA versuchen, Julian Assange auf der Grundlage ihres Spionagegesetzes von 1917 zu verurteilen. Wenn dies so erfolgt, kann Journalismus jederzeit als Spionage definiert werden. Jeder Journalist, jeder Verleger weltweit wird dadurch eingesch&uuml;chtert. Das w&auml;re das Ende der Pressefreiheit.<\/p><p>Viele Organisationen rufen weltweit zu Protesten auf, an den beiden Tagen der Anh&ouml;rung vor dem Gericht in London die Pressefreiheit zu sch&uuml;tzen. In Berlin wird es auf dem Pariser Platz, vor der Botschaft der USA und dem Brandenburger Tor zu diesen Zeiten Veranstaltungen geben.<\/p><p>Dienstag, 20. Februar 2024, von 13:00 bis 19:00 Uhr<\/p><p>Mittwoch, 21. Februar 2024, von 11:30 bis 19:00 Uhr<\/p><p>Ihr <strong>Kontakt <\/strong>zu den Veranstaltern von Free Assange Berlin:<\/p><p>Almut Stackmann-Carnier, &lt;<a href=\"mailto:freeassangeberlin@carnier.de\">freeassangeberlin@carnier.de<\/a>&gt; mobil: 0176 34440444<\/p><p>Thilo Haase, &lt;<a href=\"mailto:thilo.haase@gmx.de\">thilo.haase@gmx.de<\/a>&gt; mobil 0172 4560537<\/p><p>Zus&auml;tzliche <strong>Zitate<\/strong>:<\/p><p>+ + +<\/p><p><strong>Stella Assange<\/strong>, Julian Assanges Ehefrau, sagt: &bdquo;Die letzten viereinhalb Jahre haben Julian und seine Familie, einschlie&szlig;lich unserer beiden kleinen S&ouml;hne, schwer belastet. Sein psychischer und physischer Zustand hat sich erheblich verschlechtert. Angesichts der unz&auml;hligen Beweise, wie etwa die Verletzung des Anwaltsgeheimnisses und Berichte, dass hochrangige US-Beamte an Attentatspl&auml;nen gegen meinen Mann beteiligt waren, l&auml;sst sich nicht leugnen, dass ein fairer Prozess im Falle seiner Auslieferung unm&ouml;glich ist. Die Verfolgung dieses unschuldigen Journalisten und Verlegers muss ein Ende haben.&ldquo;<\/p><p>+ + +<\/p><p><strong>Kristinn Hrafnsson<\/strong>, Chefredakteur von <em>WikiLeaks<\/em>, sagt: &bdquo;Es gibt keine Presse ohne den Schutz, frei zu arbeiten. Der Fall von Julian ist ein Meilenstein; das Vereinigte K&ouml;nigreich muss entscheiden, ob es ein Hort der Pressefreiheit sein will oder ob es sich am Abbau eines Grundwertes unserer Demokratie mitschuldig machen will. Dies ist die letzte Chance f&uuml;r die Richter im Vereinigten K&ouml;nigreich, diese ungerechte Auslieferung eines Unschuldigen zu stoppen.&ldquo;<\/p><p>+ + +<\/p><p>Die Kampagne f&uuml;r die Freiheit von Julian Assange wird von Amnesty International, der National Union of Journalists, Reporter ohne Grenzen und praktisch allen B&uuml;rgerrechts-, Pressefreiheits- und Journalistengewerkschaften der Welt unterst&uuml;tzt. Mehr als 70 australische Bundespolitiker haben die USA aufgefordert, die Strafverfolgung einzustellen, und auch in den USA w&auml;chst die Zahl der Kongressabgeordneten, die die Einstellung des Verfahrens fordern, stetig.<\/p><p>+ + +<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Free Assange<\/strong> Berlin <\/p><p>Mahnwache jeden ersten und dritten Donnerstag 18 bis 20 Uhr Pariser Platz vor US-Botschaft<\/p><p>Dok.: <a href=\"https:\/\/free-whistleblower.jimdofree.com\/free-assange-berlin-1\/\">free-whistleblower.jimdofree.com\/free-assange-berlin-1\/<\/a><\/p><p>Web: <a href=\"http:\/\/www.freeassange.eu\">www.freeassange.eu<\/a><\/p><p><strong>NachDenkSeiten<\/strong> Gespr&auml;chskreis <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36970\">Charlottenburg<\/a><\/p><p>jeden ersten und dritten Dienstag im Monat ab 18:30 Uhr<\/p><p>Thilo Haase<\/p><p>Cell: +49 (0)172 456 05 37<br>\nMail: <a href=\"mailto:thilo.haase@gmx.de\">thilo.haase@gmx.de<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=3921\">NachDenkSeiten-Gespr&auml;chskreise<\/a><\/p><p>F&uuml;r alle, die sich noch eigene Gedanken machen<br>\n<a href=\"https:\/\/www.NachDenkSeiten.de\">www.NachDenkSeiten.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Dienstag und Mittwoch n&auml;chster Woche findet die vielleicht letzte Anh&ouml;rung im Assange-Auslieferungsverfahren im Vereinigten K&ouml;nigreich statt. Wird sein Antrag auf ein weiteres Berufungsverfahren abgewiesen, dann k&ouml;nnte nur noch der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte seiner Auslieferung an die USA im Wege stehen. 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