{"id":111089,"date":"2024-02-15T11:21:39","date_gmt":"2024-02-15T10:21:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111089"},"modified":"2024-02-16T07:17:44","modified_gmt":"2024-02-16T06:17:44","slug":"heillos-ausgenutzt-schuften-fuer-onkel-doktor-lohnt-sich-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111089","title":{"rendered":"Heillos ausgenutzt. Schuften f\u00fcr Onkel Doktor lohnt sich nicht."},"content":{"rendered":"<p>Sie leisten extrem viel und erhalten extrem wenig. Mit ihrem historisch ersten Streik haben Arzthelferinnen und Arzthelfer auf ihre prek&auml;ren Arbeits- und Lohnbedingungen aufmerksam gemacht. Mit dem prompt erzielten Tarifabschluss winken ihnen f&uuml;rs Erste lediglich kleine Verbesserungen. Ob im n&auml;chsten Jahr ein gr&ouml;&szlig;erer Wurf folgt, bleibt abzuwarten und h&auml;ngt auch von einer politischen Richtungsentscheidung f&uuml;r oder wider die ambulante Versorgung ab. So viel steht fest: Gegen das Praxissterben helfen nur mehr Geld und gut bezahltes Personal. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9171\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-111089-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240215_Heillos_ausgenutzt_Schuften_fuer_Onkel_Doktor_lohnt_sich_nicht_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240215_Heillos_ausgenutzt_Schuften_fuer_Onkel_Doktor_lohnt_sich_nicht_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240215_Heillos_ausgenutzt_Schuften_fuer_Onkel_Doktor_lohnt_sich_nicht_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240215_Heillos_ausgenutzt_Schuften_fuer_Onkel_Doktor_lohnt_sich_nicht_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=111089-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240215_Heillos_ausgenutzt_Schuften_fuer_Onkel_Doktor_lohnt_sich_nicht_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240215_Heillos_ausgenutzt_Schuften_fuer_Onkel_Doktor_lohnt_sich_nicht_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Haben Sie sich bei der Blutabnahme beim Hausarzt schon einmal mit der Arzthelferin &uuml;ber deren Arbeit unterhalten und dar&uuml;ber, was sie daf&uuml;r bekommt? Wohl kaum, denn die gute Frau h&auml;tte allerhand zu erz&auml;hlen und Zeit ist bekanntlich Geld, und ziemlich sicher hat sie von beidem nicht allzu viel. Wer als Medizinische Fachangestellte (MFA) &ndash; so lautet die korrekte Berufsbezeichnung &ndash; in den Job einsteigt, erh&auml;lt aktuell einen Stundenlohn von 13,22 Euro. Das liegt nur knapp &uuml;ber dem Mindestlohnniveau von derzeit 12,41 Euro und deutlich unter dem, was eine Pflegehilfskraft im Krankenhaus verdient. Diese wird ab 1. Mai immerhin mit 16,50 Euro bezahlt, nach einem Jahr Ausbildungszeit, wogegen MFA eine dreij&auml;hrige Ausbildung absolviert haben m&uuml;ssen. Man erinnert sich an den Applaus vom Balkon f&uuml;r die tapferen Krankenschwestern zu Beginn der Pandemie. F&uuml;r das Klinikpersonal sch&uuml;ttete die Politik sp&auml;ter eine Corona-Pr&auml;mie aus. Die MFA, die zum Teil heute noch mit Maske Dienst tun, gingen leer aus.<\/p><p>Das passt in Bild. MFA sind vielleicht die am geringsten gesch&auml;tzte Berufsgruppe im deutschen Gesundheitswesen. Sie leisten viel mehr, als gemeinhin bekannt ist, und werden daf&uuml;r mit skandal&ouml;s wenig honoriert. Zu ihren Arbeitsbereichen geh&ouml;ren neben Anmeldung und Terminvergabe die Assistenz bei Untersuchungen, Behandlungen und chirurgischen Eingriffen. Au&szlig;erdem sind sie f&uuml;r Dokumentation, Hygienema&szlig;nahmen, Praxismanagement und Abrechnungen zust&auml;ndig. Im Gefolge von Corona hat sich ihr Aufgabenspektrum noch einmal vergr&ouml;&szlig;ert, weil seither noch mehr medizinische Ma&szlig;nahmen ambulant durchgef&uuml;hrt werden. W&auml;hrend der Notstandsjahre haben sich nicht wenige MFA bis zur Arbeitsunf&auml;higkeit aufgerieben, wodurch die Personalnot noch zugenommen hat. Das allgemeine Praxissterben hat auch damit zu tun, dass immer mehr Fachkr&auml;fte das Weite suchen und kaum Nachwuchs nachr&uuml;ckt. Warum auch? Im Schnitt gehen MFA mit monatlich 2.500 Euro brutto nach Hause.<\/p><p><strong>Nullrunde f&uuml;r Altgediente<\/strong><\/p><p>Immerhin: Demn&auml;chst gibt es mehr Geld. In der Vorwoche haben sich der Verband medizinischer Fachberufe (VmF) und die Vertreter der niedergelassenen &Auml;rztinnen und &Auml;rzte auf den Abschluss eines neuen Tarifvertrags geeinigt. Wie viel f&uuml;r die Betroffenen herausspringt, ist noch offen. Die Ergebnisse werden erst nach Ablauf der sogenannten Erkl&auml;rungsfrist am morgigen Freitag publik gemacht. So viel ist sicher: Zur Erf&uuml;llung ihrer Maximalforderungen hat es f&uuml;r die Gewerkschaft nicht gereicht. &bdquo;Es ist ein Kompromiss, keine Vereinbarung von Dauer, damit geht es also bald weiter&ldquo;, &auml;u&szlig;erte sich VmF-Sprecherin Heike R&ouml;sch gegen&uuml;ber den NachDenkSeiten. Tats&auml;chlich wird der Kontrakt mit einer Laufzeit von zehn Monaten ab 1. M&auml;rz lediglich bis Jahresende G&uuml;ltigkeit haben, danach muss von Neuem verhandelt werden. Die Interimsl&ouml;sung d&uuml;rfte allenfalls eine geringe Ann&auml;herung der Positionen gebracht haben, die in den drei davor gescheiterten Verhandlungsrunden noch gewaltig auseinanderlagen.<\/p><p>Zuletzt hatte der VmF Lohnsteigerungen von durchschnittlich 14,6 Prozent gefordert, w&auml;hrend sich das Angebot der bei der Bundes&auml;rztekammer angesiedelten Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen\/Medizinischen Fachangestellten (AAA) unterhalb von sechs Prozent bewegte. Eine zweistellige Steigerung sah die Offerte allein f&uuml;r Berufsneulinge vor, allerdings noch weit weg von den Vorstellungen der Besch&auml;ftigtenvertreter. Der VmF will ein Startentgelt von 17 Euro durchsetzen, was einem Zuschlag von knapp 30 Prozent entspr&auml;che. &bdquo;Zehn Prozent mehr bei einem Ausgangswert von 13,22 Euro w&auml;re immer noch viel zu wenig, um damit mehr junge Menschen f&uuml;r den Job zu gewinnen&ldquo;, sagte R&ouml;sch. Ohnehin wollte die AAA die Zugest&auml;ndnisse in den unteren Gehaltsgruppen mit einer quasi Nullrunde f&uuml;r altgediente Kr&auml;fte kompensieren. Nach einer VmF-Mitteilung &bdquo;h&auml;tten Kolleginnen und Kollegen mit 17 Jahren Berufserfahrung und anerkannten Aufstiegsfortbildungen <a href=\"https:\/\/www.vmf-online.de\/verband\/presse-news\/2024-02-08-mfa-tarif\">nur 0,1 Prozent plus<\/a> erhalten&ldquo;.<\/p><p><strong>Erster Arbeitskampf in 60 Jahren<\/strong><\/p><p>Davon sind die &Auml;rztevertreter offenbar abger&uuml;ckt, wohl auch unter dem Eindruck der neu entdeckten Kampfeslust der Gewerkschaft. Nach zuvor drei gescheiterten Verhandlungsrunden hatte der VmF f&uuml;r den zur&uuml;ckliegenden Donnerstag zum ersten Mal in seiner 60-j&auml;hrigen Geschichte zu einem eint&auml;gigen Warnstreik aufgerufen. Daran beteiligten sich bundesweit &uuml;ber 2.000 Besch&auml;ftigte, wovon sich rund 1.000 zu sechs gr&ouml;&szlig;eren Kundgebungen in Dortmund, Hamburg, Marburg, N&uuml;rnberg, Stuttgart sowie vor der Bundes&auml;rztekammer in Berlin einfanden. Nach Verbandsangaben kam es stellenweise zu Einschr&auml;nkungen im Praxisbetrieb, Patienten h&auml;tten l&auml;ngere Wartezeiten in Kauf nehmen m&uuml;ssen, in Einzelf&auml;llen seien Praxen ganz geschlossen geblieben.<\/p><p>Die Proteste waren durchaus beachtlich, denn die Schlagkraft des VmF ist arg limitiert. Von den republikweit rund 330.000 Besch&auml;ftigten in Arztpraxen sind lediglich 20.000 gewerkschaftlich organisiert. Von diesen wiederum genie&szlig;en die allerwenigsten K&uuml;ndigungsschutz, weil der erst ab Betriebsgr&ouml;&szlig;en von zehn Mitarbeitern aufw&auml;rts greift. &bdquo;Dem Chef zu sagen, ich streike heute, weil Du mir zu wenig zahlst, ist ein gro&szlig;es Risiko und kann damit enden, dass man den Job los ist&ldquo;, bemerkte R&ouml;sch. Andererseits k&ouml;nnen sich die &Auml;rzte das eigentlich gar nicht leisten, wegen des Fachkr&auml;ftemangels. VmF-Pr&auml;sidentin Hannelore K&ouml;nig schilderte im Gespr&auml;ch mit den NachDenkSeiten, dass immer mehr Personal aus den Praxen in die Kliniken oder andere Bereiche abwandere, &bdquo;weil dort einfach besser verg&uuml;tet wird&ldquo;. Ihre Warnung: &bdquo;Ohne deutliche Verbesserungen f&uuml;r die MFA ist die ambulante Versorgung der Patientinnen und Patienten gef&auml;hrdet.&ldquo;<\/p><p><strong>Kein Budget f&uuml;r gute L&ouml;hne<\/strong><\/p><p>Zumal nicht wenige bei der Entlohnung nicht einmal den Standard erreichen. Gem&auml;&szlig; einer VmF-Erhebung von 2023 werden 23 Prozent der MFA mit individuellen Arbeitsvertr&auml;gen unter Tarif bezahlt, zwei Prozent liegen gar auf oder unter dem Niveau des Mindestlohns. Dagegen haben nur 15 Prozent das Gl&uuml;ck, &uuml;ber Tarif honoriert zu werden. Ferner offenbart die Statistik, dass blo&szlig; knapp &uuml;ber die H&auml;lfte der Praxen &uuml;berhaupt der Tarifbindung unterliegt. Das alles wirkt nicht gerade motivierend. Nach einer weiteren Erhebung des Verbands sind beinahe 40 Prozent der Befragten inzwischen so frustriert, dass sie mehrere Male im Monat daran denken, die Arbeitsstelle zu wechseln oder ganz aus dem Beruf auszuscheiden.<\/p><p>Daf&uuml;r einseitig die Arbeitgeber, also die &Auml;rzte, verantwortlich zu machen, griffe zu kurz. Klar, die meisten verdienen gutes Geld, aber eben nicht so viel, um damit ihren Mitarbeiterstab &uuml;ber die Ma&szlig;en besserzustellen. Den L&ouml;wenanteil ihrer Einnahmen, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2023\/08\/PD23_346_52911.html\">&uuml;ber 70 Prozent<\/a>, generiert die niedergelassene &Auml;rzteschaft &uuml;ber die Abrechnungen mit den &ouml;ffentlichen Krankenkassen. Daraus werden auch die Personalkosten bestritten, die in der Regel der gr&ouml;&szlig;te Kostenfaktor sind. Die Zuweisungen durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) sind &auml;u&szlig;erst knapp bemessen und Ausdruck eines Mangelsystems im Zeichen einer unzureichenden Einnahmebasis &ndash; eine echte B&uuml;rgerversicherung ist politisch nicht gewollt &ndash;, von Kommerzialisierung und Budgetierung.<\/p><p><strong>Praxissterben leicht gemacht<\/strong><\/p><p>Bekanntlich gibt es ab einem gewissen Leistungsumfang einfach keine Verg&uuml;tung mehr, und der Arzt bleibt auf den Ausgaben sitzen. Insbesondere Allgemeinmediziner, die nicht von teuren ger&auml;temedizinischen Eingriffen profitieren, sto&szlig;en unter dem Kostendruck an Grenzen, die auch ihre Mitarbeiter sp&uuml;ren. Gerade f&uuml;r &bdquo;einfache&ldquo; Haus&auml;rzte wird es immer schwieriger, Entgelte zu zahlen, die mit denen au&szlig;erhalb der Arztpraxis mithalten k&ouml;nnen. Ergo steigt die Unzufriedenheit in der Belegschaft, was es wiederum anderen Akteuren auf dem Gesundheitsmarkt &ndash; Pflegeeinrichtungen, Kliniken und selbst den Krankenkassen &ndash; leichter macht, Personal zu besseren Konditionen abzuwerben. Das f&uuml;hrt letztlich dazu, dass immer mehr Praxen dichtmachen m&uuml;ssen oder von Renditej&auml;gern der Sorte Private-Equity-Fonds aufgekauft und zu Profitmaschinen umgewandelt werden.<\/p><p>2023 hatte sich die Kassen&auml;rztliche Bundesvereinigung (KBV) mit dem GKV-Spitzenverband auf einen <a href=\"https:\/\/www.kbv.de\/html\/1150_65357.php\">Mittelaufwuchs f&uuml;r das Jahr 2024 von 3,85 Prozent f&uuml;r die ambulante Versorgung<\/a> verst&auml;ndigt. Das ist &auml;u&szlig;ert knapp bemessen angesichts der anhaltend hohen Inflation und erheblich h&ouml;herer Anforderungen im Praxisbetrieb im Nachgang von Corona. AAA-Leiter Erik Bodendieck hatte vor einer Woche im <em>ZDF<\/em> angemerkt, dass h&ouml;here Personalkosten an anderer Stelle wieder eingespart werden m&uuml;ssten. Zitat: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/wirtschaft\/streik-medizinische-fachangestellte-100.html\">&bdquo;Ich kann das Tischtuch nicht verl&auml;ngern, ich habe das Tischtuch nur in einer Gr&ouml;&szlig;e.&ldquo;<\/a> Man m&uuml;sse &bdquo;die Praxen ausk&ouml;mmlicher finanzieren&ldquo;, um mehr Personal zu gewinnen, befand auch der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Tino Sorge (CDU). Insofern habe Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/149167\/Medizinische-Fachangestellte-Erst-Streik-dann-Einigung-im-Tarifstreit\">&bdquo;seine Hausaufgaben nicht gemacht&ldquo;<\/a>.<\/p><p><strong>Ampel auf einem Auge blind<\/strong><\/p><p>Dazu kommt eine Unwucht mehr im System. Tariferh&ouml;hungen werden bis dato immer erst zwei Jahre zeitversetzt in die Zuwendungen der GKV eingepreist. Die Arbeitgeber in Arztpraxen und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) m&uuml;ssen h&ouml;here Geh&auml;lter entsprechend vorfinanzieren. Das bef&ouml;rdert nat&uuml;rlich die &bdquo;Knausrigkeit&ldquo; der &Auml;rztevertreter noch zus&auml;tzlich, schw&auml;cht das Standing der Besch&auml;ftigten noch mehr und treibt diese aus dem Job beziehungsweise zur Konkurrenz. Zumal Tarifzuschl&auml;ge in der Pflege umgehend und vollumf&auml;nglich per Gegenfinanzierung gesichert werden. Bed&uuml;rfte es noch Anschauungsunterricht, wie man zwei Besch&auml;ftigtengruppen gegeneinander ausspielt &ndash; voil&agrave;!<\/p><p>Einen Lichtblick gibt es indes: Im vergangenen Sommer konnte die KBV gegen&uuml;ber der GKV durchsetzen, dass gestiegene MVA-L&ouml;hne ab 2025 direkt in den Finanzierungsverhandlungen ber&uuml;cksichtigt werden. Was daraus wird, steht allerdings in den Sternen. Skeptisch zeigte sich VmF-Chefin K&ouml;nig: &bdquo;Das Verfahren ist noch v&ouml;llig offen, und aktuell glaubt die &Auml;rzteschaft nur bedingt Versprechen, die vom GKV-Spitzenverband oder unserer Bundesregierung in der Gesundheitspolitik gemacht werden.&ldquo; Es k&ouml;nne nicht sein, dass die Ampel immer wieder betone, dass faire und h&ouml;here Geh&auml;lter die engagierte Arbeit in der Pflege belohnten und diese gegen den Fachkr&auml;ftemangel wirkten. &bdquo;Aber gleichzeitig vergisst die Koalition die Bed&uuml;rfnisse der Besch&auml;ftigten in Arztpraxen, obwohl dort 80 bis 90 Prozent aller Versicherten versorgt werden.&ldquo;<\/p><p><small>Titelbild: Rob Hyrons\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/750a4c3e373c4f8a9317535fe49df4e7\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" width=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie leisten extrem viel und erhalten extrem wenig. 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