{"id":111112,"date":"2024-02-15T15:26:30","date_gmt":"2024-02-15T14:26:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111112"},"modified":"2024-02-15T15:26:30","modified_gmt":"2024-02-15T14:26:30","slug":"leserbriefe-zu-kiesewetter-den-krieg-nach-russland-tragen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111112","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eKiesewetter: \u201aDen Krieg nach Russland tragen\u2018\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Tobias Riegel kommentiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110943\">in diesem Beitrag<\/a> ein Wochenende, das &bdquo;von unverantwortlichem Trommeln f&uuml;r weitere Eskalationen gegen Russland&ldquo; gepr&auml;gt gewesen sei. Neben Roderich Kiesewetter (CDU) werden weitere Beispiele aus einer gro&szlig;en Koalition, die sich gegen die Vernunft richte, zitiert. Bei dieser Meinungsmache gebe es &bdquo;zwei Str&auml;nge: Der eine versch&auml;rft den Militarismus, der andere soll den EU-B&uuml;rgern die Kosten f&uuml;r diesen gef&auml;hrlichen Kurs aufb&uuml;rden&ldquo;. Zu all dem w&uuml;rden die Medien bestenfalls schweigen. Wir haben hierzu zahlreiche und interessante Zuschriften erhalten. Danke daf&uuml;r. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>die ukrainische Armee ist in der Defensive, ihr fehlen Soldaten und Munition; ukrainische wie ausl&auml;ndische Freiwillige f&uuml;r die Blutm&uuml;hle an der Front finden sich schon lange nicht mehr. Die R&uuml;ckeroberung der verlorenen Gebiete ist in weite Ferne ger&uuml;ckt, die vormalige Armeef&uuml;hrung hatte ein milit&auml;risches &ldquo;Patt&rdquo; erkl&auml;rt. Die USA blockieren weitere Milliardenhilfen f&uuml;r den aussichtslosen Krieg. Die anderen EU-Staaten zahlen nicht genug, um der Ukraine eine Fortsetzung zu erm&ouml;glichen. Panisch f&auml;hrt der deutsche Bundeskanzler nach Washington, um von einem geistig und politisch angeschlagenen US-Pr&auml;sidenten eine L&ouml;sung zu erbitten. Aber die Niederlage der Ukraine und damit der westlichen Expansion nach Osten zeichnet sich deutlich ab. Wie ein angeschossener Wolf geb&auml;rdet sich daher die gro&szlig;e Kriegskoalition in Deutschland noch aggressiver und fordert eine milit&auml;rische Eskalation, unf&auml;hig und unwillens zuzugeben, dass sie mit ihrer abenteuerlichen Sanktions- und Waffenlieferungslogik (vorhersehbar) am Selbstbehauptungswillen Russlands als Gro&szlig;macht gescheitert ist. Von Typen wie Kiesewetter und Strack-Zimmermann ist wei&szlig; Gott nichts Gutes zu erwarten. Deutschland br&auml;uchte nun einen Bismarck oder Brandt! Es hat aber nur einen Scholz und &ndash; als Kanzler in Wartestellung &ndash; einen Merz.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHae-Joo Chang<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Morgen,<\/p><p>welch krudes Geschrei von Kiesewetter! Der doch sp&auml;testens seit dem Carlson-Putin-Interview wissen sollte, wie Russland auf eine solche Eskalation reagieren wird. Als ich gestern in der Berliner Zeitung die Meldung zu den erschreckenden &Auml;u&szlig;erungen Kiesewetters las, schrieb ich dazu:<\/p><p>&bdquo;Der &lsquo;Au&szlig;enpolitikexperte&rsquo; (au weia) Kiesewetter sagt also, &bdquo;der Westen&ldquo; (die NATO?) solle &bdquo;deutlich st&auml;rker gegen Russland&ldquo; auftreten, und &bdquo;Der Krieg muss nach Russland getragen werden&ldquo;, mit der Zerst&ouml;rung von russischen Milit&auml;reinrichtungen und Hauptquartieren. Und dann weiter: &bdquo;Russland will uns in einen Krieg hineinziehen&ldquo; (!?)<\/p><p>Wer zieht so denn wen wo hinein? <\/p><p>Dumm, ja lebensgef&auml;hrlich, diese Kriegstreiberei. Und eine solche Hetze &uuml;berhaupt, dazu (bisher) auch noch unkommentiert zu ver&ouml;ffentlichen, ist sicher nicht gut, liebe Berliner Zeitung.<\/p><p>Friedensgr&uuml;&szlig;e aus der Provinz<br>\nBen Leiwen&rdquo;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten.<\/p><p>Als erstes mein Dank f&uuml;r Ihre engagierte Berichterstattung.<\/p><p>Herr Riegel wei&szlig;t in seinem Artikel auf bedenkliche Entwicklungen hin. Ich m&ouml;chte dem einige &Uuml;berlegungen hinzuf&uuml;gen.<\/p><p>Das Ziel des in Deutschland entscheidungstragenden politischen Personals, scheint die Kriegst&uuml;chtigkeit zu sein. Angesichts des Vertrauensverlustes der W&auml;hlenden in dieses Personal, k&ouml;nnte dieses Ziel in Gefahr sein. Bis zur n&auml;chsten Bundestagswahl, wohl am 18. September 2025, m&uuml;sste es folglich realisiert werden. Die Abwahl, das wird den Strategen des Personals bewusst sein, droht.<\/p><p>Eine m&ouml;gliche Strategie zur Zielerreichung ist die Beschleunigung der Eskalation, die wir derzeit erleben. Aus Verteidigung wird (der Ausnahmezustand) Krieg, der (so Kiesewetter) nach Russland getragen werden muss.<\/p><p>Eine weitere m&ouml;gliche Strategie ist die Verhinderung der Teilnahme von Opposition an der Bundestagswahl. Es wird f&uuml;r ein Parteienverbot und f&uuml;r Kriegst&uuml;chtigkeit geworben, die von der Verfassung nicht vorgesehen ist. Eine auf der Stra&szlig;e stehende Massenbasis, scheint das Verbot f&uuml;r denkbar zu halten, zu &ldquo;legitimieren&rdquo;. Eine Massenbasis, die der Kriegst&uuml;chtigkeit widerspricht, ist auf der Stra&szlig;e nicht erkennbar. Sollte sie sich auf der Stra&szlig;e manifestieren, k&ouml;nnte der Ausnahmezustand eintreten.<\/p><p>Eine weitere Strategie k&ouml;nnte die Aufschiebung der Neuwahlen auf eine Zeit nach Kriegsende\/Ausnahmezustand sein. Selenskys Entscheidung &ldquo;nach Kriegsende&rdquo; als Blaupause verwendend. Sofern der Krieg nach Russland getragen wird, kein unwahrscheinliches Szenario.<\/p><p>Ich sehe Anzeichen daf&uuml;r, dass die Strategien Eskalation und Verbot bef&ouml;rdert werden. Sobald die Aufschiebung der Neuwahlen zur Diskussion steht, k&ouml;nnte das Widerstandsrecht laut GG gegeben sein. Die Ausrufung des Ausnahmezustandes w&auml;re, bei Berufung auf das Widerstandsrecht, nicht unwahrscheinlich.<\/p><p>Den Finger auf die AfD gerichtet wird &ldquo;Haltet den Dieb&rdquo; gerufen. Durchaus r&auml;delsf&uuml;hrend vom entscheidungstragenden politischen Personal. Es geh&ouml;rt &ndash; ebenso wie andere Rechtskonservative\/-extreme &ndash; ausgetauscht.<\/p><p>&ldquo;Nie wieder&rdquo; ist jetzt.<br>\nKlaus Fricke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Letzte Woche lag ein Spendenaufruf von UNICEF in meinem Briefkasten. Besonders wurde da auf die Lage der Kinder im Sudan hingewiesen. Die Hilfsorganisation berichtet, dass 13,6 Millionen Kinder im Sudan Hilfe brauchen.<\/p><p>Mehr als 700.000 Kinder sind so schwer unterern&auml;hrt, dass ihr Leben in Gefahr ist. Solche Meldungen machen mich traurig.<\/p><p>Ich stelle mir immer vor, dass es meine Enkelkinder w&auml;ren.<\/p><p>W&uuml;tend macht es mich dann, wenn der NATO-Chef Stoltenberg, vor einem Panzer posierend, immer h&ouml;here R&uuml;stungsausgaben fordert. Er forderte mehr und schnellere Auftr&auml;ge f&uuml;r Europas R&uuml;stungsunternehmen. Unverantwortliche Politiker der deutschen Parteien blasen ins gleiche Horn. Wir m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden. Statt gegen den Hunger auf der Welt was zu tun, werden Billionen in R&uuml;stung und Krieg gesteckt. Herr Kiesewetter ruft da unverfroren zum 3. Weltkrieg auf. Der &ldquo;olivgr&uuml;ne&rdquo; Herr Hofreiter fordert die &ldquo;heilige Schuldenbremse&rdquo; des Finanzministers Lindner auszusetzen, wohlgemerkt f&uuml;r die R&uuml;stung, nicht f&uuml;r die marode deutsche Infrastruktur. Herr Roth muss nat&uuml;rlich seinen Senf auch dazu geben. All diesen R&uuml;stungs- und Kriegsbef&uuml;rwortern m&ouml;chte ich ein &bdquo;Praktikum&ldquo; an der Ostfront (Ukraine) empfehlen. Da k&ouml;nnen die Herren Hofreiter, Roth, Pistorius, Kiesewetter oder eine Frau Strack-Zimmermann und andere ihre Kriegst&uuml;chtigkeit beweisen. Als Frontberichterstatter sollten<\/p><p>die Journalisten, die solch eine Kriegsrhetorik nicht hinterfragen, mitreisen. Wie schrieb ein Leser aus Belgien so zutreffend am 08.02.2024:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Eskalation geht ungebremst weiter. Zum Geisteszustand derer, die uns f&uuml;hren. sollte man sich mal Gedanken machen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Ich jedenfalls m&ouml;chte FRIEDENST&Uuml;CHTIG werden. <\/p><p>&mdash; <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nUlrich Kleinecke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion,<\/p><p>ich war die Tage etwas in unserem Land unterwegs.<\/p><p>Vom Saarland Richtung Bayern und zur&uuml;ck.<\/p><p>Die Menschen, welche ich traf &uuml;berwiegend Handwerker oder Arbeiter in Produktionen.<\/p><p>Ausnahmslos alle merken die Rezession jetzt schon, B&auml;ckereien und Metzger sterben wie die Fliegen, Infrastruktur und Strassen gammeln vor sich hin.<\/p><p>Von Schulen und Kinderg&auml;rten h&ouml;rt man selten Gutes.<\/p><p>Und die Politik im Bund?<\/p><p>Sie m&ouml;chte in 5 Jahren &ldquo;kriegst&uuml;chtig&rdquo; sein?<\/p><p>In 5 Jahren wird es kaum noch etwas zu verteidigen geben und kein Putin oder sonstiger ausgemachter &ldquo;Feind&rdquo; wird einen m&uuml;den Gedanken daran verschwenden, dieses marode Land zu bedrohen, geschweige denn anzugreifen.<\/p><p>Es w&auml;re vollkommen sinnlos, etwas kaputtes noch kaputter machen zu wollen.<\/p><p>Daf&uuml;r braucht es keinen vermeintlichen Aggressor.<\/p><p>Das bekommt unsere derzeitige Regierung auch so wunderbar hin.<\/p><p>Seltsam ist nur die Schuzpe oder besser der Wahn, wie immer lauter nach Krieg geschrien wird, je weiter abw&auml;rts wir uns bewegen. Aber vielleicht schlachtet es sich leichter, wenn man nichts mehr zu verlieren hat?<\/p><p>&mdash; <\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nGeorg Meier<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Roderich K., der CDU-Au&szlig;en- und Verteidigungspolitiker mutiert zum Kriegshelden. <\/p><p>Gemeinsam mit seiner und den Familien weiterer Kriegshelden sollten wir sie uns in RUS verteidigen lassen &ndash; sie scheinen daf&uuml;r bestens geeignet. Sie wissen, wie Krieg geht. Vielleicht aber lernen auch sie: &sbquo;Wer im Krieg war, will keinen Krieg!&lsquo; <\/p><p>Und was die weitere Finanzierung beispielsweise der UKR betrifft, w&auml;re auch diese gesichert: <\/p><p>All die Abgeordneten, die f&uuml;r den Krieg sind, sollten an die Front &ndash; dort braucht man solch erfahrene Kriegshelden, Begeisterer und Rhetoriker. Sie erhalten den erforderlichen Wehr- und verzichten auf ihren Abgeordnetensold. Gehe ich von etwa 50% Kriegsbef&uuml;rwortern aus, so ist das aus unseren Parlamenten (Bund und L&auml;nder) etwa bereits eine kleine Truppe von 1.315 einsatzf&auml;higen Kriegshelden, die den Gesamtstaatshaushalt hierdurch (Kosten Abgeordnete und deren Mitarbeiter) um etwa 2,7 Mrd &euro;\/Jahr entlasten w&uuml;rde. Diese Truppenunterst&uuml;tzung lie&szlig;e sich erg&auml;nzen durch Medien und all die, die vom Krieg so begeistert&hellip; <\/p><p>Da unser General_Sekret&auml;r der NATO bereits etwa 10 Jahren Dauer andeutet, w&auml;ren dies bereits 27 Mrd. die wir in Diplomatie investieren k&ouml;nnten. Und wir h&auml;tten eine intelligente, leistungsf&auml;hige Front, die dazu beitr&auml;gt:<\/p><ol>\n<li>Auch Kriegshelden d&uuml;rfen an die Front &ndash; nicht nur &sbquo;kleine, unbedarfte M&auml;nner\/M&auml;nninnen&lsquo;<\/li>\n<li>Diese unsere geistige Elite w&auml;re in der Lage, die Lehren aus dem Krieg zu ziehen,<\/li>\n<\/ol><p>damit der Mensch aus all dem Morden die Antwort auf die Frage lernt:<\/p><p>Wieviel Morden brauche ich noch, um Wege f&uuml;r ein friedliches Miteinander zu finden. &nbsp;<\/p><p>Ich bin &uuml;berzeugt, dies w&auml;re ein gro&szlig;er Dienst f&uuml;r unsere Gesellschaft. <\/p><p>So erinnere ich mich an die nach Koblenz angesiedelte Schule der Bundeswehr f&uuml;r Innere F&uuml;hrung, deren Leiter und einige ihrer Lehrkr&auml;fte auch zum Freundeskreis der Eltern geh&ouml;rten: Damals, etwa 12 Jahre nach Kriegsende &ndash; einer Zeit, so lange, wie der Alptraum eines damalig &sbquo;1000-j&auml;hrige Reiches&lsquo; tats&auml;chlich dauerte &ndash; war dort nach jenem &bdquo;Wollt Ihr den totalen Krieg?&ldquo; das einstimmige Credo: &sbquo;Wie vermeiden wir einen Krieg?&lsquo; &nbsp;&ndash; Nicht durch &sbquo;S&auml;belrasseln&lsquo;, sondern mit Hilfe der Vernunft.<\/p><p>Dies allerdings k&ouml;nnten Roderich K. &amp; Co. nicht wissen, sie wurden damals erst geboren&hellip; <\/p><p>Gedanken-, keine Granatsplitter aus einer Mainzer Demokraturwerkstatt&hellip;<\/p><p>Rupert Kr&ouml;mer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel, sehr geehrtes NDS-Team, <\/p><p>rational ist das alles nicht zu erkl&auml;ren: Politik und Medien im Militarismusrausch. Fassungslos liest und h&ouml;rt man von sich gegenseitig &uuml;berbietender Hau-Drauf-Rhetorik. Was steckt dahinter? Rationalit&auml;t nicht, deshalb bleibt nichts anderes &uuml;brig als ein wenig zu psychologisieren, will man sich das Unfassbare erkl&auml;ren.<\/p><p>Meines Erachtens ist dieser Feinbildaufbau zu gro&szlig;en Teilen nichts anderes als das irrationale Projizieren innerer &Auml;ngste auf &auml;u&szlig;ere Gegebenheiten. Zweifelsohne ist der russische Pr&auml;sident kein Heiliger, er vertritt eine Weltmacht und ist als ein solcher Vertreter immer auch mit reflektiert kritischer Distanz zu behandeln wie jeder andere weltpolitische Player auch. Doch Russland als das B&ouml;se schlechthin zu betrachten, das mit allen Mitteln &ndash; vor allem milit&auml;rischen &ndash; bek&auml;mpft, ja besiegt werden muss, zeugt von Projektion innerer &Auml;ngste auf ein eigens daf&uuml;r aufgebautes Feindbild. Ein Ph&auml;nomen, das leider viele verheerende Implikationen birgt.<\/p><p>Um eine solche Angst &ndash; vermeintlich &ndash; zu besiegen, braucht man martialische Mittel und man ist deshalb bereit wider aller Rationalit&auml;t zu handeln. Irrationale Angst macht bekanntlich blind. &bdquo;Draufhauen&ldquo; lautet das Motto, und man kann dabei sogar noch das Gef&uuml;hl kultivieren zu den richtig Starken zu geh&ouml;ren, die sich nichts, aber auch gar nichts bieten lassen. <\/p><p>Und Menschen mit derlei irrationalen &Auml;ngsten best&auml;tigen sich wechselseitig in dieser verheerenden Haltung, ja schaukeln sich gegenseitig hysterisch hoch, sodass schlie&szlig;lich keiner mehr diese Haltung infrage stellt. Ein gruppendynamisches Desaster.<\/p><p>Im Falle von Politikern und Medienvertretern kommt noch ein weiterer katastrophaler Aspekt hinzu. Die von ihnen geforderten Ma&szlig;nahmen &ndash; in der Hauptsache milit&auml;rische, die zahllose Menschenleben und unendlich viel Geld kosten &ndash; betreffen sie nicht unmittelbar. Sie m&uuml;ssen weder selbst in den Krieg ziehen und sich t&ouml;ten oder verst&uuml;mmeln lassen noch sp&uuml;ren sie die wirtschaftlichen Folgen ihrer Kriegstreiberei, denn sie verf&uuml;gen &uuml;ber stattliche Sal&auml;rs. Sie k&ouml;nnen das vermeintliche Besiegen ihres Feindbildes bzw. ihrer inneren &Auml;ngste ans Volk delegieren. Es sind die anderen, die verrecken und wirtschaftlich und sozial die Zeche zahlen. Daher kann Kiesewetter und Co., bestens flankiert von den Medien, umso lauter br&uuml;llen und Unfassbares fordern.<\/p><p>Tja, und dann ist noch ein Aspekt, der bei irrationalen &Auml;ngsten eine besonders verheerende Rolle spielt: die sich selbst erf&uuml;llende Prophezeiung. Das irrationale Szenario, gegen das man ank&auml;mpft, wird allzu oft Realit&auml;t. Ein Thema, das noch eigens zu behandeln w&auml;re.<\/p><p>Zu guter Letzt hat das Ganze noch einen zynischen Aspekt. Es gibt viele Kr&auml;fte, die die irrationalen &Auml;ngsten der Menschen sch&uuml;ren, um davon zu profitieren. Wenn die Menschen nur ordentlich Angst haben und sich entsprechende Feindbilder aufbauen, klingeln die Kassen derer, die unter anderem R&uuml;stungsg&uuml;ter produzieren. <\/p><p>Dr. Petra Braitling<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Kiesewetter der den Krieg nach Russland und damit auch &uuml;ber kurz oder lang nach Deutschland tragen will, erkl&auml;rt hier ganz unverbl&uuml;mt worum es dem Westen in diesem Stellvertreterkrieg wirklich geht. Da reichen die Begehrlichkeiten offenbar noch weit &uuml;ber &uuml;ber das ukrainische Territorium hinaus. F&uuml;r Rohstoffe will der Herr Kiesewetter da jetzt st&auml;rker &bdquo;rein gehen&ldquo;. Den dritten Weltkrieg also quasi f&uuml;r die Energiewende, wenn man den verworrenen Gedankeng&auml;ngen dieses Herren folgt.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.bing.com\/videos\/riverview\/relatedvideo?q=eure%20fragen%20an%20roderich%20kisewetter&amp;mid=82F09A87F9B7B4F8B4EF82F09A87F9B7B4F8B4EF&amp;ajaxhist=0\">Bing-Video<\/a><\/p><p>Das Be&auml;ngstigende ist das wir es nach der n&auml;chsten Bundestagswahl m&ouml;glicherweise mit einer Koalition aus CDU, Gr&uuml;nen und FDP zu tun haben k&ouml;nnten, mit Leuten also die das Unternehmen Barbarossa wohl noch immer nicht als gescheitert betrachten.<\/p><p>Es kann einem Angst und Bange werden wenn man diese Leute reden h&ouml;rt.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e S. Thomas<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>auch ich habe mit Besorgnis auf die Meldungen der letzten Woche im politischen Deutschland reagiert. Vor allem der Besuch von Olaf Scholz in Washington mit dem Betteln um Waffen f&uuml;r die Ukraine hat mich sehr betroffen gemacht. Daher habe ich meine Sicht in ein Gedicht gepackt:<\/p><p>Bundeskanzler bettelt um Waffen<\/p><p>Er reist in die USA<br>\nund war doch oft schon da.<\/p><p>Er bettelt um Waffen f&uuml;r den Ukraine-Krieg<br>\nund hofft endlich auf den finalen Sieg.<\/p><p>Er sieht die Nazis in der Ukraine nicht<br>\nund dem Dialog mit Russland gibt er kein Gewicht.<\/p><p>Wer seine Sicht nicht teilt, gleich ein Nazi ist,<br>\nund ist er auch ein guter Christ.<\/p><p>Friedenshetzer sch&auml;tzt er nicht,<br>\nsind gefallene Engel aus seiner Sicht.<\/p><p>Er ruiniert unser Land und ist darauf noch Stolz:<br>\nEs ist der Olaf Scholz.<\/p><p>P. PRECHT<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Tobias Riegel, <\/p><p>ich bin der Meinung das sich die Regierenden der USA und seiner willigen Helfer, insbesondere der EU und Deutschlands, infolge von Machtmissbrauch mittels Propaganda, Indoktrination und dem verbreiten von Angst durch Repression, bereits seit einiger Zeit und in vollem Bewusstsein in einem hybriden Weltkrieg befinden bzw. diesen bewusst (herbei)f&uuml;hren wollen! Siehe z.B. die Haltung von den USA\/der EU auch zu Gaza, Taiwan, Armenien\/Aserbeidschan, Ungarn, Serbien, Georgien, Venezuela, etc.,etc.! <\/p><p>Die US-Regierenden sehen wohl die Zeit gekommen und sich als Vollstrecker, den &ldquo;ewigen Krieg gegen Russland&rdquo; (mindestens seit 1904 und der &ldquo;Herzlandtheorie&rdquo; (Heartland-Theorie) von dem Engl&auml;nder Halford Mackinder) zu einem Ende zu bringen. Dies insbesondere auch deshalb, da die US-Regierenden Niederlagen nicht akzeptieren k&ouml;nnen (also keine &ldquo;Gr&ouml;&szlig;e&rdquo; haben) &ndash; weder mit Blick auf den Ukraine-Konflikt, noch mit Blick auf den Niedergang ihrer hegemonialen Vormachtstellung in der Welt. Und das alles (die Welt und die Menschheit ins Chaos st&uuml;rzen), obwohl eine multipolare Weltordnung die USA nicht ausschlie&szlig;en w&uuml;rden &ndash; so meine Wahrnehmung! Das nenne ich die Arroganz der Macht! <\/p><p>Die von Ihnen Tobias Riegel hier im Text zitierten vielen Aussagen deutscher Politiker in Bezug auf Krieg\/Kriegst&uuml;chtigkeit (gegen Russland) unterscheiden sich meines Erachtens (m.E.) in ihre absto&szlig;enden Unmenschlichkeit und Unsachlichkeit kaum von jenen in der Zeit von &ldquo;Corona&rdquo; &ndash; und diese &Auml;hnlichkeiten sind m.E. nicht rein zuf&auml;llig. Die Unsachlichkeit und der Realit&auml;tsverlust dieser Menschen soll die Bev&ouml;lkerungsmehrheit &ldquo;bei der Stange&rdquo; bzw. ruhig halten und basiert auf der propagandistisch geschaffenen &ldquo;Wirklichkeit&rdquo; von Politik und Medien. <\/p><p>Die tats&auml;chlichen Hintergr&uuml;nde des Ukraine-Konflikts sprich die tats&auml;chliche Vorgeschichte sowie das aktuelle Interview von Carlson Tucker mit Vladimier Putin strafen Roderich Kiesewetter, Jens Stoltenberg und Konsorten L&uuml;gen! <\/p><p>Dazu z&auml;hlt m.E. auch die Aussage des Generalinspekteurs der Bundeswehr, Carsten Breuer: <\/p><p>&bdquo;Wenn ich den Analysten folge und sehe, welches milit&auml;risches Bedrohungspotenzial von Russland ausgeht, dann hei&szlig;t das f&uuml;r uns f&uuml;nf bis acht Jahre Vorbereitungszeit.&ldquo; Das hei&szlig;e nicht, dass es dann Krieg geben werde &ndash; aber er sei m&ouml;glich. &bdquo;Und weil ich Milit&auml;r bin, sage ich: In f&uuml;nf Jahren m&uuml;ssen wir kriegst&uuml;chtig sein.&ldquo;<\/p><p>Wenn man sich in das m.E. pathologische Gedankengut der bereits genannten Regierenden\/Verantwortlichen des kollektiven Westens\/Deutschlands hineinversetzt, so lohnt es sich m.E. dar&uuml;ber nachzudenken, ob die Deindustrialisierung Deutschlands (Abwanderung von Gro&szlig;industrie und Gro&szlig;kapital ins Ausland, insbesondere in die USA) unter anderem nicht auch den Gedanken beinhaltet, Deutschland als Schlachtfeld f&uuml;r einen gro&szlig;en, hei&szlig;en Krieg &ndash; NATO vs. Russland &ndash; vorzubereiten. Ganz nach dem Motto &ndash; die deutsche Bev&ouml;lkerung kann geopfert werden, nicht aber die Gro&szlig;industrie bzw. das Gro&szlig;kapital. <\/p><p>Danke f&uuml;r diesen Kommentar Tobias Riegel! <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAndreas Rommel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,<\/p><p>ich h&auml;tte da einleitend mal eine Frage. K&ouml;nnte jemand mit mehr Ahnung in diesem Bereich kl&auml;ren, inwieweit die Aussagen von Herrn Kiesewetter gegen das eine oder andere Gesetz versto&szlig;en?<\/p><p>Seine Aussagen erinnern mich an dunklere Zeiten und er haut sie offensichtlich alle mit voller &Uuml;berzeugung raus.<\/p><p>Da wird ein Donald Trump, mal schnell zum Teil einer russischen Weltverschw&ouml;rung. Mittels der ein gewisser Herr Putin der Europ&auml;ischen Union, den Werten, der Freiheit usw. den Garaus zu machen gedenkt.<\/p><p>Putin WILL angeblich den Krieg mit der NATO und wir m&uuml;ssen daher nun proaktiv auch in Russland intervenieren. Ggf. erst mal intervenieren lassen, denn dies macht Deutschland mal so gar nicht zur Kriegspartei. W&auml;re dann halt nur bl&ouml;d, wenn &bdquo;der Feind&ldquo; dies irgendwann anders sieht. <\/p><p>Oder der Stellvertreter sich verweigert\/ausf&auml;llt. Dann h&auml;ngen die angeblichen Pl&auml;ne Putins, sowie die eigenen Kriegspl&auml;ne im Raum und es ist kein Externer mehr &uuml;brig, der den Kopf f&uuml;r dieses Narrativ hinh&auml;lt. Aber das ist eine andere Geschichte, &uuml;ber die seltsamerweise niemand redet, obwohl es den wahrscheinlichsten zuk&uuml;nftigen Verlauf darstellt.<\/p><p>Ist der Aufruf und die Unterst&uuml;tzung eines &bdquo;befreundeten&ldquo; Staates mit den eigens daf&uuml;r gelieferten Waffen ein anderes Land anzugreifen nicht die Vorbereitung eines Angriffskrieges seitens Deutschlands als weder angegriffene noch kriegsf&uuml;hrende Partei? Es muss sich heutzutage bekanntlich nicht mehr nur um klassische Grenzkonflikte drehen, man z&uuml;ndelt inzwischen global. Mindestens Artikel 26\/1 GG d&uuml;rfte hier doch erf&uuml;llt sein. Vielleicht k&ouml;nnen Herr Kiesewetter &amp; Co, ihre Behauptungen beweisen, w&uuml;rde mich aber wundern. <\/p><p>Die Argumentationskette dieser Leute wickelte sich doch am Anfang fest um die Ukraine, sie ist dann wegen des Kriegsverlaufs br&uuml;chig geworden und wirbelt jetzt gef&auml;hrlich herum. Dieser Umstand ist sicher keinen neuen Erkenntnissen geschuldet. Es l&auml;uft mit den Zielen halt nur nicht so easy wie gedacht, klassische Kriegseskalation, sonst nichts.<\/p><p>Generell frage ich mich auch, was die Motivation dahinter ist, nat&uuml;rlich au&szlig;er Steuergelder in die R&uuml;stungsindustrie umzuleiten. Nicht nur er sagt, es w&uuml;rden Millionen Fl&uuml;chtlinge nach Europa kommen. Vergessen hat er zu erw&auml;hnen, dass schon Millionen hier sind und es w&auml;ren noch viel mehr, wenn alle Ukrainer ihr Land denn verlassen d&uuml;rften und sogar noch mehr, w&uuml;rde der Westen kein Geld mehr schicken. Diese &Uuml;berweisungen muss man also in jedem Fall beibehalten (Stichwort EU-Mitgliedschaft der Ukraine). Denn im Grunde genommen, k&ouml;nnten Millionen Fl&uuml;chtlinge kommen, egal wie der Krieg ausgeht, wenn sie niemand mehr aufh&auml;lt und die aktuelle Kriegswirtschaft auch noch zusammenbricht. So heruntergewirtschaftet, zerst&ouml;rt und &uuml;berschuldet, wie die Ukraine dann sein wird. Die Ukrainer fl&uuml;chten ohnehin schon seit es dieses Land gibt millionenfach, in alle Richtungen, das ist also keine neue Erscheinung.<\/p><p>Hat Herr Kiesewetter etwa neben den Russen auch noch Angst vor dem Frieden? Denn noch ist die Zukunft nicht fixiert, daher ist es unredlich das Worst-Case Szenario als eins von nur zwei L&ouml;sungen zu verkaufen.<\/p><p>Wann genau der Sieg der Ukraine eigentlich erreicht sein soll, w&auml;re auch mal interessant zu erfahren. Russland gibt auf und alle Russischsprachigen auf ukrainischem Gebiet, wie gro&szlig; es dann auch sein mag, werden vertrieben. Russland zahlt Reparationen und nimmt die Deportierten auf. Die &bdquo;Russen&ldquo; werden wohl kaum bleiben k&ouml;nnen, nach all dem, was seit 2014 passiert ist, es winken 15 Jahre Haft in der Ukraine, wenn man in den besetzen Gebieten geregelter Arbeit nachgegangen ist, also kollaboriert hat. Kombiniert mit Sanktionen, vom Naturell her wie aktuell in Syrien, die bestehen bleiben, um Putin loszuwerden und die Russische F&ouml;deration in Zukunft irgendwann zerlegen zu k&ouml;nnen. So ungef&auml;hr?<\/p><p>Harter Widerstand ist also zu erwarten und es gibt auch keine alternativen L&ouml;sungsangebote, seitens des Westens. Er bek&auml;mpft also mal wieder das, was er selbst erzwingt, seine Lieblingsbesch&auml;ftigung, wie es scheint. <\/p><p>Die Stimmung in der Ukraine ist l&auml;ngst nicht so umfassend von Optimismus und Kriegsbereitschaft getragen, wie Herr Kiesewetter es bestenfalls wirklich in seinen Kreisen erlebt hat. Daher ist es grenzwertig es so darzustellen, als w&uuml;rden die Ukrainer mit Freude im Kampf sterben, bis der Westen seine Ziele erreicht hat. Ich f&uuml;rchte sogar, die Kreise, mit denen er dort verkehrt sehen dies einfach anders, da unser Geld bei ihnen ankommt. Dort kann man mit der Erwartung auf mehr Geld tats&auml;chlich grunds&auml;tzlich optimistischer eingestellt sein als im Sch&uuml;tzengraben, wo sich die gemeinsamen Ziele nicht so weit decken.<\/p><p>Und nat&uuml;rlich, Deutschland macht sich kriegsbereit, wie w&auml;re es klassisch mit einem F&uuml;nfjahresplan? Da bilden sich Sorgenfalten auf meiner Stirn! Ich bef&uuml;rchte n&auml;mlich, dass dieser Plan genauso umgesetzt werden wird wie die fast schon sprichw&ouml;rtlichen 400.000 neuen Wohnungen im Jahr, also praktisch gar nicht. Oder wenn ich sehe, wie die Ukraine dank &bdquo;unserer&ldquo; Unterst&uuml;tzung von Sieg zu Sieg eilt, den Krieg nur wegen uns &uuml;berhaupt f&uuml;hrt, wie man es zunehmend selbst in der Ukraine inzwischen wei&szlig;. Von der seit Jahrzehnten dauerumstrukturierten Bundeswehr an sich ganz zu schweigen.<\/p><p>Wir, also die Kunden dieser Politik, m&uuml;ssten uns dann darauf verlassen, dass unser &bdquo;Feind&ldquo; seine Rolle gerne ausf&uuml;llt, um das Verhalten unserer F&uuml;hrung tolerieren zu k&ouml;nnen, die Sache mit der Kriegsbereitschaft aber auch schleifen l&auml;sst.<\/p><p>Es ist also an der Zeit, dass die Mehrheit aktiv wird, bevor eine kleine Minderheit, die man anfangs nicht so ernst genommen hat, Deutschland erneut ins Ungl&uuml;ck st&uuml;rzt.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nKai P.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Tobias Riegel<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihren Beitrag &bdquo;Kiesewetter: Den Krieg nach Russland tragen&ldquo;<\/p><p>Ich halte es nach einigen einfachen &Uuml;berlegungen f&uuml;r sehr naheliegend, dass die Argumente derjenigen die f&uuml;r einen Krieg gegen Russland oder zumindest f&uuml;r eine exzessive Unterst&uuml;tzung der Ukraine in ihrem Stellvertreterkrieg pl&auml;dieren, aus der Luft gegriffen und nicht stichhaltig sind.<\/p><p>Zun&auml;chst wird von NATO-Politikern, ihren think tanks und ihren medialen Begleitern behauptet, von Russland ginge eine milit&auml;rische Gefahr f&uuml;r die NATO aus, der man mit dem Krieg in der Ukraine entgegen treten m&uuml;sse. Wenn Russland diesen Krieg gew&auml;nne, w&uuml;rde es anschliessend die NATO angreifen. Das ist angesichts der Tatsachen, dass die NATO (auch die europ&auml;ischen NATO-Staaten alleine) deutlich mehr R&uuml;stungsausgaben als Russland t&auml;tigt und der Tatsache, dass Russland offensichtlich bisher nicht einmal in der Lage war, die Ukraine zu besiegen, ein Witz. Letzteres ist offensichtlich unstrittig ersteres war im Handelsblatt zu lesen, das ja idR. von etablierten Politikern und Leitmedien nicht als unseri&ouml;s gebrandmarkt wird. Alleine die NATO-Staaten in Europa sind Russland hinsichtlich konventionellen Waffensystemen und entsprechender milit&auml;rischer Schlagkraft und Wirtschaftskraft und auch was die Anzahl der Menschen angeht deutlich &uuml;berlegen.<\/p><p>Nur hinsichtlich atomarer Waffensysteme ist Russland der NATO ebenb&uuml;rtig. Aber einen Atomkrieg will ja eigentlich niemand, weil sich dann ja auch die Kriegstreiber in der Etappe nicht mehr in Sicherheit wiegen k&ouml;nnten.<\/p><p>Dass Russland der NATO also einen Grund f&uuml;r einen Krieg liefern sollte, der letztlich nur in der Zerschlagung Russlands oder einem Atomkrieg enden k&ouml;nnte, ist &auml;u&szlig;erst unwahrscheinlich.<\/p><p>Dass Trump Europa den Russen &uuml;berlassen w&uuml;rde, halte ich ebenfalls f&uuml;r einen Witz. Das w&uuml;rde die gesamte Nachkriegspolitik der USA auf den Kopf stellen, wo es ja ganz wesentlich darum ging, in Europa ein geostrategisches Gegengewicht zu Russland (bzw. fr&uuml;her zur Sowjetunion) zu schaffen, aufrecht zu erhalten und auszubauen.<\/p><p>Richtig scheint zu sein, wenn man angesichts der aktuellen Kriegslage, wie sie uns medial vermittelt wird, nicht eine Niederlage der Ukraine und damit den Verzicht auf die NATO-Osterweiterung um die Ukraine hinnehmen will, dass man dann der Ukraine mehr milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung zukommen lassen muss. Dass das Geld dann entweder &uuml;ber Schulden finanziert werden muss, heisst, sp&auml;tere Generationen m&uuml;ssen es mit ihren Steuern zur&uuml;ckzahlen, oder es muss von anderen Posten im Haushalt (Sozialausgaben, Investitionen in die Infrastruktur, Kampf gegen die Klimakatastrophe etc.) abgeknappst werden, ist offensichtlich.<\/p><p>Ob ein Sieg der Ukraine und eine Eingemeindung der Ukraine in die NATO und vor allem in die EU f&uuml;r die Menschen in der EU und der Ukraine eine gute Sache sein w&uuml;rde, ist eine andere Sache. In dem Fall m&uuml;sste die EU die Kosten f&uuml;r den Wiederaufbau des weitgehend zerst&ouml;rten Landes tragen und jetzt zeichnet sich schon ab, dass neben den vielen rechtsstaatlichen Problemen in der Ukraine, die &Ouml;ffnung des EU-Marktes f&uuml;r ukrainische Waren und Dienstleistungen ein grosses Problem darstellen w&uuml;rde. Die europ&auml;ischen Bauern w&auml;ren dar&uuml;ber sicherlich nicht begeistert.<\/p><p>Wenn Deutschland souver&auml;n sein will gegen&uuml;ber wem auch immer (da muss man nicht unbedingt immer nur an Russland denken, man k&ouml;nnte auch mal an die USA denken) dann braucht es u.a. schon ein schlagkr&auml;ftiges defensives Verteidigungspotential vor allem aber auch sehr viel mehr Zivilschutz. Mir scheint die Milit&auml;rstrategen haben sich noch nicht wirklich &uuml;berlegt, was ein Krieg in Europa f&uuml;r die Versorgung der Zivilbev&ouml;lkerung mit dem Allern&ouml;tigsten (Luft, Wasser, Lebensmittel, Gesundheitsversorgung, Strom) bedeuten w&uuml;rde angesichts zentralisierter, globalisierter Wirtschaftssysteme und vieler Atomkraftwerke, ohne ausreichende Schutzr&auml;ume und Warnsysteme. Dass unsere Kinder dann nicht mehr nach Lust und Laune au&szlig;erhalb der Schutzr&auml;ume spielen k&ouml;nnten und der Lehrbetrieb in den Schulen nur sehr eingeschr&auml;nkt m&ouml;glich w&auml;re, k&ouml;nnte man wohl nicht ausschlie&szlig;en. Mindestens so schlimme Verh&auml;ltnisse wie in Corona-Zeiten w&auml;ren wohl auch im Besten Fall zu erwarten. Wer will denn diesen verw&ouml;hnten Menschen solche Traumata zumuten? Was f&uuml;r L&uuml;gen m&uuml;ssten denn dann noch erz&auml;hlt werden, damit die etablierten Parteien auch weiterhin gew&auml;hlt werden w&uuml;rden? Oder w&uuml;rden Wahlen dann nicht mehr stattfinden, w&uuml;rde die Demokratie dann endg&uuml;ltig so stark verteidigt, dass sie als solche nicht mehr existent w&auml;re?<\/p><p>Die Frage angesichts eines solchen Szenarios ist doch, ob nicht jede Form von Nichtsouver&auml;nit&auml;t das deutlich kleinere &Uuml;bel w&auml;re.<\/p><p>Ist nicht dieses Denken in Nationalstaaten bzw. Bl&ouml;cken, die sich feindlich gegen&uuml;berstehen, nicht das eigentliche Problem? Wozu m&uuml;ssen die USA bzw. die NATO die ganze Welt kontrollieren und beherrschen? um des Friedens Willen? dem ewigen Frieden? nach einem Atomkrieg? <\/p><p>Wem dient denn diese nationalstaatliche medial vermittelte Vorstellung, die auch gerne Nationalismus genannt wird? Doch sicherlich vor allem denjenigen, die sich innerhalb dieser Nationalstaaten Privilegien gesichert haben, von denen die Zu-kurz-gekommenen nur tr&auml;umen k&ouml;nnen. Bei einem System-change w&uuml;rden die Zu-kurz-gekommenen wohl nicht besonders viel zu verlieren haben, von einem Krieg aber sehr wohl.<\/p><p>Bevor noch irgendjemand ernsthaft f&uuml;r diesen Krieg pl&auml;diert, sollte er oder sie erst mal 2 Jahre in der vordersten Verteidigungslinie dieses Krieges gek&auml;mpft haben, auf welcher Seite auch immer.<\/p><p>Mit christlicher N&auml;chstenliebe, Vernunft und Humanit&auml;t haben diese Kriegstreibereien nicht das geringste zu tun.<\/p><p>Fritz Gerhard<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Roderich Kiesewetter von der CDU <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/kiesewetter-den-krieg-nach-russland-tragen\/a-68215200\">hat der &bdquo;Deutschen Welle&ldquo; unter anderem also gesagt<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Der Krieg muss nach Russland getragen werden. Russische Milit&auml;reinrichtungen und Hauptquartiere m&uuml;ssen zerst&ouml;rt werden. Wir m&uuml;ssen alles tun, dass die Ukraine in die Lage versetzt wird, nicht nur &Ouml;lraffinerien in Russland zu zerst&ouml;ren, sondern Ministerien, Kommandoposten, Gefechtsst&auml;nde.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Diese Aussage bedeutet nichts anderes, als die &ndash; durch ein Mitglied der Arbeitsgruppe Au&szlig;en und Verteidigungspolitik des Deutschen Bundestages vorgenommene &ndash; Beauftragung des ukrainischen Milit&auml;rs Russland anzugreifen. Die Tatsache, dass &ndash; innerhalb der milit&auml;rischen Verantwortung der Ukraine &ndash; die Beauftragung eines solchen Angriffs v&ouml;lkerrechtlich gerechtfertigt w&auml;re, ist f&uuml;r die rechtliche Einstufung der obengenannten Ausf&uuml;hrungen Kiesewetters unerheblich. Infolge der massiven finanziellen und milit&auml;rtechnischen Unterst&uuml;tzung (Waffenlieferungen, milit&auml;rischer Ausbildung, milit&auml;rischen Aufkl&auml;rungsma&szlig;nahmen usw.) der Ukraine durch Deutschland w&auml;re &ndash; bei Befolgung der Aufforderungen &ndash; Deutschland massiv in die von Kiesewetter geforderten Angriffsma&szlig;nahmen gegen Russland eingebunden ohne selbst von Russland angegriffen worden zu sein. Aufgrund der integralen milit&auml;rtechnischen Einflechtung deutscher Milit&auml;rtechnik in die Milit&auml;rtechnik der ukrainischen Armee best&uuml;nde gegebenenfalls nicht die geringste Chance, sich aus dieser milit&auml;rischen Einbindung in die gegen Russland gerichteten Angriffsma&szlig;nahmen zu befreien. Diese oben zitierte Aufforderung deutsche Waffen &ndash; und Milit&auml;rtechnik &ndash; faktisch wirkungsgleich mit einem durch Deutschland selbst vorgenommenen Angriffskrieg &ndash; gegen Russland zum Einsatz zu bringen st&ouml;rt deshalb zweifelsfrei und eindeutig das friedliche Zusammenleben zwischen Deutschen und Russen und verletzt damit klar Artikel 26 (1) des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nWalter Lenz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tobias Riegel kommentiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110943\">in diesem Beitrag<\/a> ein Wochenende, das &bdquo;von unverantwortlichem Trommeln f&uuml;r weitere Eskalationen gegen Russland&ldquo; gepr&auml;gt gewesen sei. Neben Roderich Kiesewetter (CDU) werden weitere Beispiele aus einer gro&szlig;en Koalition, die sich gegen die Vernunft richte, zitiert. Bei dieser Meinungsmache gebe es &bdquo;zwei Str&auml;nge: Der eine versch&auml;rft den Militarismus, der andere soll den<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111112\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-111112","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/111112","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=111112"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/111112\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":111114,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/111112\/revisions\/111114"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=111112"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=111112"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=111112"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}