{"id":11116,"date":"2011-10-28T08:49:07","date_gmt":"2011-10-28T06:49:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116"},"modified":"2011-10-28T08:49:07","modified_gmt":"2011-10-28T06:49:07","slug":"hinweise-des-tages-1498","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute u. a. zu folgenden Themen: Zum Euro-Gipfel; Wer, wenn nicht Deutschland; &Ouml;konomenkritik; Warum die Emp&ouml;rten Recht haben; Emp&ouml;rte &Ouml;konomen; Trotz Rentenerh&ouml;hung bleibt Altersarmut ein Problem; Nato will ohne Uno-Mandat in den Krieg; Alleinerziehende Hartz-Empf&auml;ngerinnen oft in Ein-Euro-Jobs; Halbzeit-Bilanz: Schwarz-Gelb hat bei Demokratiereformen versagt; Aktuelle Stunde zum Grundsatzprogramm der Linkspartei; Der Kitt der Kanzlerin; 50 Jahre Almanya; If the Libyan war was about saving lives, it was a catastrophic failure; Sch&ouml;nf&auml;rberei bei Absolventen in Bachelor-\/Masterstudieng&auml;ngen; Steinbr&uuml;ck &ndash; Mediale&nbsp;Kandidatenk&uuml;r; Zu guter Letzt: Steinbr&uuml;ck, Schmidt und Schachbrett-Gate: Komik statt Symbolik. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116#h01\">Zum Euro-Gipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116#h02\">Wer, wenn nicht Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116#h03\">&Ouml;konomenkritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116#h04\">Pierre Larrouturou: Warum die Emp&ouml;rten Recht haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116#h05\">Emp&ouml;rte &Ouml;konomen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116#h06\">Sozialverband VdK: Trotz Rentenerh&ouml;hung bleibt Altersarmut ein Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116#h07\">Nato will ohne Uno-Mandat in den Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116#h08\">Alleinerziehende Hartz-Empf&auml;ngerinnen oft in Ein-Euro-Jobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116#h09\">Halbzeit-Bilanz: Schwarz-Gelb hat bei Demokratiereformen versagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116#h10\">Aktuelle Stunde zum Grundsatzprogramm der Linkspartei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116#h11\">Der Kitt der Kanzlerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116#h12\">50 Jahre Almanya<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116#h13\">If the Libyan war was about saving lives, it was a catastrophic failure<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116#h14\">Sch&ouml;nf&auml;rberei bei Absolventen in Bachelor-\/Masterstudieng&auml;ngen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116#h15\">Steinbr&uuml;ck &ndash; Mediale&nbsp;Kandidatenk&uuml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116#h16\">Zu guter Letzt: Steinbr&uuml;ck, Schmidt und Schachbrett-Gate: Komik statt Symbolik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11116&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zum Euro-Gipfel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Ergebnisse des Euro-Gipfels<\/strong><br>\nDie Agenturmeldungen finden Sie <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/eu-gipfel-die-ergebnisse-des-euro-gipfels,1472596,11065628.html\">hier<\/a>.\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist wie fast nach jedem &bdquo;Gipfel&ldquo; zuvor, alle sind gl&uuml;cklich, alle sind zufrieden, der Durchbruch ist geschafft. In der deutschen Politik (mit Ausnahme der Linken) h&ouml;rt man nur Lob oder bestenfalls Verfahrenskritik (<a href=\"http:\/\/www.sigmar-gabriel.de\/interviews\/interview-im-deutschlandfunk-in-allerletzter-sekunde-eine-wende-um-180-grad1\">Sigmar Gabriel SPD<\/a>) und die deutschen Medien stimmt ganz &uuml;berwiegend in dieses Loblied ein, allenfalls h&ouml;rt man ein Grummeln, dass ja noch nicht alles gekl&auml;rt sei. Merkel wird im &ouml;ffentlich-rechtlichen ZDF geradezu als Heldin gefeiert. Wir haben bis auf die nachfolgenden Beitr&auml;ge bislang keinen Artikel gefunden, der sie kritisch mit dem Gipfel auseinandersetzt, geschweige denn ins Detail der Sache geht.<\/em><br>\n<em>Wir wollen uns nicht st&auml;ndig wiederholen, was wir von den Beschl&uuml;ssen halten, konnten Sie schon vor dem Gipfel lesen. Siehe: <a href=\"\/?p=11093\">EFSF-Hebelung &ndash; Einladung an Spekulanten mit eingebauter Sollbruchstelle<\/a>.<\/em><br>\n<em><a href=\"\/?p=11057\">Oder Schulden streichen &ndash; gut gemeint, aber nicht ausreichend und Konsequenzen nicht durchdacht<\/a>.<\/em><br>\n<em>Siehe auch: <a href=\"\/?p=11102#h01\">Gustav Horn &bdquo;Alternative zu &bdquo;Hebelung&ldquo; oder Schuldenschnitt&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zu lasch, zu sp&auml;t, zu harmlos<\/strong><br>\nEuropa will seinen Banken die Daumenschrauben anlegen &ndash; europaweit brauchen sie mehr als 100 Milliarden Euro, um die zu erwartenden Vorgaben des Br&uuml;sseler Gipfels zu erf&uuml;llen. Das k&ouml;nnte auch f&uuml;r deutsche Banken bedeuten, dass sie vom Staat gest&uuml;tzt werden m&uuml;ssen. Geschehen soll das auf die gleiche Weise wie bei der letzten Bankenrettung im Jahr 2008: Man setzt zun&auml;chst darauf, dass die Institute viel Zeit bekommen, um sich das ben&ouml;tigte Geld am Markt zu besorgen und will danach bei Bedarf die Banken mit stillen Einlagen st&uuml;tzen &ndash; ohne im Gegenzug z.B. auf ihre Gesch&auml;ftspolitik Einfluss zu nehmen. Wie es besser geht, zeigt das Beispiel USA: Hier mussten die Institute 2008 harte Durchgriffsrechte der Aufsicht auf ihre Gesch&auml;fte akzeptieren. Am Ende lohnte sich das Modell f&uuml;r den Staat sogar &ndash; doch davon will man in Deutschland auch dieses Mal nichts wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2011\/1027\/bankenrettung.php5\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><strong>Mogelpackung: Der Hebel des Euro-Rettungsfonds<\/strong><br>\nIm Mai 2010 schuf man ihn als vor&uuml;bergehende Ma&szlig;nahme, dann wurde er zur Dauerl&ouml;sung und zudem immer gr&ouml;&szlig;er. Jetzt soll der Euro-Rettungsschirm mit einem Volumen von 440 Milliarden Euro auch noch &bdquo;gehebelt&ldquo; werden, um ein Volumen von bis zu einer Billionen Euro zu erreichen. Eine Geldvermehrung der besonderen Art &ndash; aber mit besonderen Risiken. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass Steuergelder f&uuml;r die Eurorettung flie&szlig;en, steigt noch einmal betr&auml;chtlich. Gleichzeitig &auml;ndert auch der so vergr&ouml;&szlig;erte Rettungsschirm nichts an den Ursachen der Eurokrise. Und schlie&szlig;lich sind Experten sicher, dass selbst der Hebel nicht ausreicht, um die Eurokrise wirklich zu beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2011\/1027\/hebel.php5\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><strong>Eurokrise: Der Cont-Down des Versagens<\/strong><br>\nInsolvenzverschleppung Griechenland: Banken und Versicherungen hatten zwei Jahre Zeit, sich ihrer Griechenland Risiken zu entledigen. Der nun beschlossene Schuldenschnitt trifft in Deutschland vor allem den Steuerzahler. Die Br&uuml;sseler Beschl&uuml;sse befl&uuml;gelten heute die B&ouml;rsen. Die Bankwerte von Deutscher Bank und Commerzbank machten satte Kursspr&uuml;nge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2011\/1027\/chronik.php5\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><strong>So nicht ! <\/strong><br>\nDie Anleger fordern Garantien f&uuml;r ihre Kredite, die Regierungen weigern sich zun&auml;chst, geben dann nach und sehen sich anschlie&szlig;end mit dem Zweifel konfrontiert, ob sie sich diese Garantien &uuml;berhaupt leisten k&ouml;nnen. Damit ger&auml;t die Vertrauenskrise zu einem Dauer-Zirkel, der sich kurzfristig wohl nur durchbrechen lie&szlig;e, wenn die Europ&auml;ische Zentralbank als Garantin einspr&auml;nge. Denn nur sie kann theoretisch unbegrenzte Summen aufwenden &ndash; mit all den Gefahren, die damit verbunden w&auml;ren. Die Weigerung insbesondere Deutschlands, der EZB diese Rolle zuzuweisen, speist sich aus dem Optimismus, die Krise auch ohne diese &rsquo;nukleare Option&rsquo; beenden zu k&ouml;nnen.<br>\nDaher sollen nun sch&auml;rferes Sparen, ein Schuldenerlass f&uuml;r Griechenland, h&ouml;here Kapitalreserven f&uuml;r Banken und eine Erweiterung des Euro-Rettungsschirms EFSF den Finanzm&auml;rkten das Vertrauen in die Kreditw&uuml;rdigkeit Europas wieder einfl&ouml;&szlig;en. Ob dies klappt, ist zweifelhaft. Jede dieser Ma&szlig;nahmen ist dazu angetan, das Misstrauen weiter zu befeuern.<br>\nDenn mit dem Schuldenschnitt revidiert die Politik ihren alten Standpunkt, dass die radikalen Sparprogramme funktionieren. Mit der Rekapitalisierung der Banken widerspricht sie ihrer Versicherung, das Bankensystem sei stark genug. Mit der Erm&auml;chtigung des EFSF zur St&uuml;tzung von Banken widerruft sie ihre Behauptung, diese Rekapitalisierung reiche aus, um die Banken krisenfest zu machen. Mit der Vergr&ouml;&szlig;erung des EFSF kassiert sie ihr Urteil, bei der Krise handele es sich lediglich um das Problem einiger kleiner, unsolide haushaltender Staaten. Mit der Hebelung des EFSF auf immer neue Milliardensummen widerlegt sie ihre Behauptung, die Euro-Zone sei letztlich nicht in Gefahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/leitartikel-so-nicht,1472602,11063910.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkel schafft die Krise ab<\/strong><br>\nWie verl&auml;sslich die &raquo;freiwillige&laquo; Bankenbeteiligung tats&auml;chlich ist, ist jedoch nicht klar. Denn noch existiert kein formelles Verfahren, das solche Vergleiche mit Gl&auml;ubigern f&uuml;r alle Institute verbindlich macht. Letztlich muss jede einzelne Bank dem Verzicht in Verhandlungen zustimmen. F&uuml;r Linke-Fraktionschef Gregor Gysi sind die Geldh&auml;user die Gewinner von Merkels &raquo;Rettungsaktion&laquo;: &raquo;Der 50prozentige Verzicht richtet sich nach dem urspr&uuml;nglichen Wert der griechischen Staatsanleihen, nicht nach dem heutigen&laquo;, hie&szlig; es in einer Erkl&auml;rung. H&auml;tten die Banken ihre diese Papiere heute auf dem Markt verkauft, h&auml;tten sie lediglich ca. 40 Prozent des urspr&uuml;nglichen Wertes erhalten. Nun w&uuml;rden ihnen 50 Prozent garantiert, f&uuml;r die die Steuerzahler aufkommen.<br>\nUm den sogenannten Schuldenschnitt schultern zu k&ouml;nnen, sollen die Institute ihr Eigenkapital aufstocken. Mitte 2012 m&uuml;ssen sie ihre Kernkapitalquote auf mindestens neun Prozent erh&ouml;hen. Daf&uuml;r sollen etwa 106 Mil&shy;liarden Euro n&ouml;tig sein, deutsche Banken m&uuml;ssen allerdings lediglich 5,2 Milliarden Euro beschaffen. Gelingt dieses nicht, springt in letzter Instanz der sogenannte Rettungsfonds EFSF ein.<br>\nDie 17 Euro-L&auml;nder verst&auml;ndigten sich dar&uuml;ber, dem EFSF die M&ouml;glichkeit zu geben, &uuml;ber eine Billion Euro f&uuml;r angeschlagene Staaten und Geldinstitute zu mobilisieren. Aus den zur Zeit verf&uuml;gbaren etwa 275 Milliarden des EFSF soll durch die Mobilisierung privaten Kapitals diese deutlich h&ouml;here Absicherungssumme werden. Doch dieser Mechanismus kann nur funktionieren, wenn die privaten Anleger mitspielen, die die riesige Summe aufbringen sollen. Um zu investieren, m&uuml;ssen sie bereit sein, gegen eine Risikoabsicherung durch den EFSF ihr Geld in unsichere Anleihen der krisengesch&uuml;ttelten L&auml;nder aus dem Euro-Raum zu stecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/10-28\/058.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wer, wenn nicht Deutschland<\/strong><br>\nAllerdings ist es ein grundlegend ver&auml;ndertes Europa, mit dem die Welt es von nun an zu tun hat. Das Machtgef&uuml;ge in der Europ&auml;ischen Union hat sich nachhaltig verschoben. Frankreich, das die europ&auml;ische Einigung lange dominierte, ist auf Platz zwei hinter Deutschland abgerutscht. Das Tempo und die Methoden der Krisenbew&auml;ltigung wurden und werden von Berlin vorgegeben. Weil sie die Modernisierung ihrer Wirtschaft und ihrer sozialen Systeme verschlafen haben, wurden die Franzosen von der Krise selber in Bedr&auml;ngnis gebracht. Einem Frankreich aber, das um seine internationale Bonit&auml;t f&uuml;rchten muss, bleibt nichts &uuml;brig, als dem Kurs derer zu folgen, welche die wirtschaftliche Kraft und das finanzielle Potential haben, um den Euro aus der Gefahrenzone&nbsp;herauszuziehen&hellip;<br>\nDie Krise hat aber nicht nur Deutschland in eine Lage katapultiert, in der es sich noch zurechtfinden muss. Sie hat die EU auch in Zonen unterschiedlichen Gewichts und Einflusses aufgeteilt. Damit l&auml;uft Europa Gefahr auseinanderzudriften. Der gr&ouml;&szlig;te Riss, der sich durch die EU zieht, ist jener zwischen den L&auml;ndern, die den Euro haben, und denen, die ihn nicht haben. Letztere &ndash; und das sind &uuml;berwiegend die neuen Mitglieder aus Osteuropa &ndash; spielen nur noch am Rande eine Rolle. Sie sind Zaung&auml;ste der europ&auml;ischen Entwicklung&nbsp;geworden.<br>\nDiktatur der Geldgeber<br>\nAber auch unter den Euro-L&auml;ndern hat sich eine Hierarchie gebildet. Denen, die wie die Griechen oder Portugiesen schon am Tropf des Rettungsfonds h&auml;ngen, bleibt nichts anderes &uuml;brig, als sich dem Diktat der Geldgeber zu beugen. Anderen, die noch auf eigenen Beinen stehen, aber bald Hilfe brauchen k&ouml;nnten, geht es nicht nennenswert besser. So musste Italien dem dem&uuml;tigenden Verlangen nachgeben, seinen Euro-Partnern verpflichtend mitzuteilen, wann und wie es sein Haus in Ordnung zu bringen gedenkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/zukunft-der-eu-nach-gipfel-in-bruessel-wer-wenn-nicht-deutschland-1.1175263\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Armes Europa! Nun darf es nach der deutschen &bdquo;Reform&ldquo;-Pfeife tanzen, die da klingt: L&ouml;hne senken, Sozialleistungen k&uuml;rzen, (Unternehmen-)Steuern senken, privatisieren, Arbeitsmarkt flexibilisieren (d.h. Niedriglohnsektor ausweiten) etc. Und wenn diese &bdquo;Reformen&ldquo;, dann bei allen durchgezogen sind, dann ist der sog. Trib&uuml;nen-Effekt eingetreten: Die Deutschen sind auf der Zuschauertrib&uuml;ne aufgestanden, um besser zu sehen, m&uuml;ssen auch die Franzosen, die Italiener aufstehen, zum Schluss stehen alle auf und keiner sieht besser als zuvor &ndash; nur erhebliche unbequemer.<\/em><br>\n<em>Oder: Wenn sich alle europ&auml;ischen L&auml;nder durch Lohn- und Sozialdumping &bdquo;wettbewerbsf&auml;hig&ldquo; gemacht haben, dann beginnt der Wettlauf von Neuem. Genauer m&uuml;sste man sagen: Er hat schon begonnen, die Deutschen spielen mit den Anderen Hase und Igel: Wenn den Anderen schon die Zunge aus dem Hals h&auml;ngt, rufen die Deutschen immer nur &bdquo;ich bin schon l&auml;ngst da&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Die neoliberale Spirale nach unten in Europa hat seit Br&uuml;ssel dramatisch an Tempo zugenommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Ouml;konomenkritik<\/strong><br>\nSp&auml;testens seit Ausbruch der Finanzkrise ist die &Ouml;konomenzunft in Verruf geraten. Die Liste der Vorw&uuml;rfe ist lang. Realit&auml;tsferne Annahmen, falsche Prognosen, Modellfixiertheit und ein naiver Marktglaube sind nur einige davon.[&hellip;]<br>\nGef&auml;hrlich wird es aber dann, wenn &Ouml;konomen die universelle G&uuml;ltigkeit der Marktgesetze postulieren, sie also auch dort anwenden, wo sie gar nicht mehr gelten oder schon l&auml;ngst au&szlig;er Kraft gesetzt sind. Bestes Beispiel ist die Finanzkrise. Diese h&auml;tte es nach der neoklassischen Doktrin eigentlich gar nicht geben d&uuml;rfen.&nbsp;[&hellip;]<br>\nAuch in der Finanzmarkttheorie mangelt es den &Ouml;konomen an einer evolutorischen Perspektive. Sie &uuml;bersahen so schlichtweg, welche Gefahren von einem sich aufbl&auml;henden Finanzsektor ausgehen k&ouml;nnen, dass Banken &bdquo;too big to fail&ldquo; wurden. Unbeantwortet bleibt auch die Frage, warum heute die Bilanzsumme von Gro&szlig;banken gr&ouml;&szlig;er sein muss als die Wirtschaftsleistung ganzer Industriestaaten. Und wie es dazu kommen konnte, dass die Finanzm&auml;rkte inzwischen mehr Macht haben als demokratisch gew&auml;hlte Regierungen. Ihre Marktfixierung verstellt den &Ouml;konomen aber auch den Blick &uuml;ber den eigenen Tellerrand hinaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/7102\/okonomenkritik\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pierre Larrouturou: Warum die Emp&ouml;rten Recht haben<\/strong><br>\nAm 19.Oktober 2011 bekr&auml;ftigte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel in Frankfurt\/M zu Recht, die Krise m&uuml;sse an ihrer Wurzel und nicht nur an ihren Symptomen bek&auml;mpft werden. Die wirklichen Wurzeln der gegenw&auml;rtigen Krise aber sind 30 Jahre Massenarbeitslosigkeit und der R&uuml;ckgang der Lohnquote am Volkseinkommen (Erich Preiser sah in diesem, von ihm &bdquo;Heteronomes Sparen&ldquo; genannten makro&ouml;konomischen Sachverhalt die wichtigste Ursache der Weltwirtschaftskrise 1929; siehe Preisers &bdquo;Grundz&uuml;ge der Konjunkturtheorie&ldquo;, T&uuml;bingen 1933).<br>\nDurch zu niedrige L&ouml;hne und durch Arbeitslosigkeit ist die Verschuldung unserer Gesellschaften immer weiter gestiegen, Niedrigl&ouml;hne und Arbeitslosigkeit sind nicht die Folge, sondern eine der wichtigsten Ursachen der Krise.<br>\nUm aus der Schulden-Abh&auml;ngigkeit heraus zu kommen, m&uuml;ssen M&auml;rkte reguliert und Spitzeneinkommen mit hohen S&auml;tzen besteuert werden, vor allem aber muss die Arbeitslosigkeit bek&auml;mpft werden: nur wenn m&ouml;glichst alle Arbeit (und Mitbestimmungsm&ouml;glichkeiten im Arbeitsbereich) haben, kann die Krise auf Dauer beendet werden (weil sie an ihrer Wurzel bek&auml;mpft wird).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lemonde.fr\/idees\/article\/2011\/10\/24\/pourquoi-les-indignes-ont-raison_1593000_3232.html\">Le Monde<\/a>\n<p>Siehe die <a href=\"\/upload\/pdf\/111028_pierre_larroutourou_le_monde.pdf\">&Uuml;bertragung dieses Beitrags von Gerhard Kilper [PDF &ndash; 83.5 KB]<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Emp&ouml;rte &Ouml;konomen<\/strong><br>\nEine Streitschrift von Philippe Askenazy, Andr&eacute; Orl&eacute;an, Henri Sterdyniak u. Thomas Coutro<br>\nDeutsche &Uuml;bersetzung von Gerhard Rinnberger.<br>\nEurop&auml;ische Politiker haben aus der Krise, die durch die Exzesse der Finanzindustrie verursacht wurde, nichts gelernt. Zur Reduzierung der Defizite die durch die Bankenrettung und die Rezession verursacht sind, werden Anpassungsprogramme verfolgt, die wirtschaftliche Instabilit&auml;t und soziale Ungleichheit erh&ouml;hen. Diese Politik im Interesse der Banken und des Finanzkapitals gef&auml;hrden die Zukunft des europ&auml;ischen Projekts.<br>\nEntsetzt &uuml;ber diese Entwickung enstand das &bdquo;Manifest emp&ouml;rter &Ouml;konomen&ldquo;. Es prangert zehn Fehlbehauptungen der aktuellen Debatte an und unterbreitet 22 Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine alternative Strategie.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/eu\/wipo\/empoert.pdf%20\">Labournet [PDF &ndash; 123 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/m.ftd.de\/artikel\/60090307.xml?v=2.0\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sozialverband VdK: Trotz Rentenerh&ouml;hung bleibt Altersarmut ein Problem<\/strong><br>\nVdK-Pr&auml;sidentin Ulrike Mascher spricht sich gegen Beitragssenkung aus\n<blockquote><p>&ldquo;Auch wenn die Rentenerh&ouml;hung 2012 h&ouml;her ausfallen soll als letztes Jahr, wird die Erh&ouml;hung wohl wieder ein Opfer der Inflation werden und kann bei weitem die Einbu&szlig;en nicht ausgleichen, die die Rentnerinnen und Rentner in den letzten Jahren verkraften mussten&rdquo;, kommentierte Ulrike Mascher, Pr&auml;sidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, die heute von der Deutschen Rentenversicherung in W&uuml;rzburg prognostizierten Zahlen zur Rentenentwicklung 2012. Demnach k&ouml;nnten die Renten 2012 in den alten Bundesl&auml;ndern um 2,3 Prozent steigen, in den neuen Bundesl&auml;ndern um 3,2 Prozent. Mascher wies auf die aktuelle Preissteigerungsrate von 2,6 Prozent bin: &ldquo;Inflationsbereinigt wird also kaum etwas von der Erh&ouml;hung &uuml;brig bleiben. Das hei&szlig;t auch, dass trotz dieser Erh&ouml;hung Altersarmut in Deutschland ein Problem bleiben wird.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Die VdK-Pr&auml;sidentin erneuerte deshalb ihre Forderung nach der Aussetzung des Riesterfaktors, der sich mit 0,65 Prozent Abzug nach wie vor bremsend auf die Rentenentwicklung auswirkt: <\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Die Rentnerinnen und Rentner w&uuml;rden damit endlich ein wenig f&uuml;r ihre jahrelange Geduld bei Nullrunden und Mini-Erh&ouml;hungen entsch&auml;digt werden.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Zur ebenfalls heute in W&uuml;rzburg verk&uuml;ndeten Prognose, dass der Beitragssatz angesichts der &Uuml;bersch&uuml;sse der Rentenversicherung von bislang 19,9 auf 19,6 Prozent gesenkt werden soll, sagte die VdK-Pr&auml;sidentin:<\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Diese minimale Beitragssenkung wird sich so gut wie gar nicht im Geldbeutel der Versicherten bemerkbar machen, in der Summe k&ouml;nnten die gr&ouml;&szlig;eren R&uuml;cklagen der Rentenversicherung bei Beibehaltung des jetzigen Beitragssatzes aber sehr sinnvoll zur Bek&auml;mpfung von Altersarmut eingesetzt werden.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Auffassung teilen auch 79 Prozent der Bundesb&uuml;rger. Nach einer aktuellen Umfrage des Forsa-Instituts w&uuml;rde diese Mehrheit auf Beitragssenkungen verzichten, wenn mit den &Uuml;bersch&uuml;ssen der Rentenkasse Ma&szlig;nahmen gegen Altersarmut finanziert w&uuml;rden. Mascher:<\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Die Bundesregierung hat immer noch kein Konzept der Absicherung von Geringverdienern f&uuml;rs Alter vorgelegt. In dieser Hinsicht haben wir nach Angaben der OECD eines der schlechtesten Systeme der Welt. Es besteht also dringender Handlungsbedarf, das Geld daf&uuml;r w&auml;re jetzt da.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/vdk.de\/cgi-bin\/cms.cgi?ID=de26480&amp;SID=H4v9oGyZEFx25TrB5dO16HodFsJuFu%20\">Sozialverband VdK<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;St&auml;rkste Rentenerh&ouml;hung seit Jahren&ldquo; so oder so &auml;hnlich lief die Jubelmeldung gestern den ganzen Tag &uuml;ber die Nachrichtensender und diese Schlagzeile d&uuml;rfte man heute auch in allen Zeitungen lesen. Wenn man die Berichterstattung verfolgt so dr&auml;ngt sich der Eindruck auf, als h&auml;tte der &bdquo;Schwarm&ldquo;-Journalismus sein Gehirn ausgeschaltet oder er leide unter einem kollektiven Ged&auml;chtnisverlust. Im Oktober 2011 hatten wir in Deutschland eine Inflationsrate von 2,5%, diese d&uuml;rfte im kommenden Jahr nicht niedriger liegen. Real, also an Kaufkraft bringt die &bdquo;st&auml;rkste Rentenerh&ouml;hung&ldquo; f&uuml;r einen West-Rentner rein gar nichts.<\/em><br>\n<em>2011 hatten sich die Rentner mit einer bescheidenen Erh&ouml;hung von einem Prozent zufriedengeben m&uuml;ssen. 2010 hatte es als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise sogar noch eine Renten-Nullrunde gegeben. <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13684665\/Die-Rentenerhoehung-schuetzt-nicht-vor-Altersarmut.html\">Siehe auch die Rentenanpassungen seit 2000.<\/a><\/em><br>\n<em>Bei einer durchschnittlichen Rentenauszahlung von 740 Euro bedeutet die m&ouml;gliche Rentenerh&ouml;hung gerade mal etwa 17 Euro im Monat im Westen und etwas &uuml;ber 23 Euro im Osten.<\/em><br>\n<em>Daran, dass das Rentenniveau durch die &bdquo;Reformen&ldquo; (Riestertreppe, Nachhaltigkeitsfaktor) erheblich gesenkt worden ist und noch weiter dramatisch bis auf 43 Prozent  sinken wird, denkt wohl keiner der mehrheitlich nicht von der Rentenversicherung abh&auml;ngigen Journalisten.<\/em><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/111028_sicherungsniveau_vor_steuern.jpg\" alt=\"Sicherungsniveau vor Steuern\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ak-sozialpolitik.de\/dukumente\/2010\/2010-12-02%20Perspektiven%20Rente.pdf\">ak-sozialpolitik [PDF &ndash; 228 KB]<\/a><\/p>\n<p><em>Geradezu l&auml;cherlich ist auch die Begeisterung, dass aufgrund des &Uuml;berschusses in der Rentenkasse von 4,4 Milliarden Euro (Warum mussten dann eigentlich die Renten gesenkt werden?) der Beitragssatz von 19,9 auf 19,6 Prozent gesenkt werden k&ouml;nne.<\/em><br>\n<em>Der Pr&auml;sident der Rentenversicherung, Herbert Rische, der eigentlich ein Interessenvertreter der Rentner sein m&uuml;sste, feiert diese Senkung als einen &bdquo;fairen Ausgleich zwischen den Generationen&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollen laut Rische damit um jeweils 1,4 Milliarden Euro entlastet werden, der Bund um 700 Millionen.<\/em><br>\n<em>Rechnen Sie doch bitte nach, was f&uuml;r Sie eine Senkung des Beitragssatzes von 0,3 (!) Prozent monatlich mehr im Geldbeutel bringt. Und rechnen Sie diesen &bdquo;Gewinn&ldquo; an wenigen Cent einmal dagegen, dass Ihre Rente in den n&auml;chsten Jahren (siehe die Grafik oben) geradezu abst&uuml;rzen wird. Sie werden dann feststellen, wie sie mit solchen &bdquo;Erfolgsmeldungen&ldquo; durch den Kakao gezogen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nato will ohne Uno-Mandat in den Krieg<\/strong><br>\nDen Milit&auml;reinsatz in Libyen kann die Allianz als gelungen verbuchen &ndash; allerdings hing er nicht von einem Mandat des Uno-Sicherheitsrats ab. Nato-Generalsekret&auml;r Rasmussen sieht darin dennoch ein Modell f&uuml;r die Zukunft der Nato. Nato-Generalsekret&auml;r Anders Fogh Rasmussen macht k&uuml;nftige Auslandseins&auml;tze der Milit&auml;rallianz nach dem Modell der Libyen-Operation nicht von einem Mandat des Uno-Sicherheitsrats abh&auml;ngig. Ein solches Mandat sei zwar w&uuml;nschenswert, sagte Rasmussen am Donnerstag. Aber auch klare moralische Prinzipien k&ouml;nnten einen Einsatz legitimieren. Rasmussen sprach auf einer Tagung der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), einem Thinktank, der die Bundesregierung ber&auml;t. Als Beispiel nannte der Generalsekret&auml;r den Kosovo-Krieg, in den die Nato 1999 ohne Votum der Uno zog.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:auslandseinsaetze-nato-will-ohne-uno-mandat-in-den-krieg\/60121934.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Albrecht M&uuml;ller hat dazu schon vor einigen Tagen das Notwendige gesagt:<\/em><br>\n<em><a href=\"\/?p=11068\">Die Nato zerst&ouml;rt, von handfesten Interessen und vom Geist r&uuml;cksichtsloser Gewalt geleitet, die Menschen leiden<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Alleinerziehende ALG-II-Empf&auml;ngerinnen mit kleinen Kindern<\/strong><br>\nOft in Ein-Euro-Jobs, selten in betrieblichen Ma&szlig;nahmen<br>\nAlleinerziehende Hartz-IV-Empf&auml;ngerinnen nehmen deutlich seltener an betrieblichen Trainings-ma&szlig;nahmen teil als alleinstehende Hartz-IV-Empf&auml;ngerinnen ohne Kinder. Das geht aus einer am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Erst wenn das j&uuml;ngste Kind der Alleinerziehenden mindestens f&uuml;nfzehn Jahre alt ist, verschwindet der Unterschied in der Teilnahmewahrscheinlichkeit. In abgeschw&auml;chter Form gilt das auch f&uuml;r die F&ouml;rderung durch Einstiegsgeld oder Eingliederungszusch&uuml;sse. Dabei sind solche F&ouml;rderma&szlig;nahmen besonders erfolgversprechend, wenn es darum geht, Arbeitslose in Arbeit zu vermitteln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2011\/kb2111.pdf\">IAB [PDF &ndash; 332 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Halbzeit-Bilanz: Schwarz-Gelb hat bei Demokratiereformen versagt<\/strong>\n<ul>\n<li>Verpasste Chancen bei Lobby-Transparenz, Nebeneink&uuml;nften und Parteienfinanzierung.<\/li>\n<li>Direktdemokratische Flaute<\/li>\n<li>Erf&uuml;llungsgehilfe der Banken statt Vertretung der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2011\/10\/halbzeit-bilanz-schwarz-gelb-hat-bei-demokratiereformen-versagt\/\">LobbyControl<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/download\/Presse-Information-Halbzeitbilanz_Okt2011.pdf\">Pressekonferenz zur Halbzeit der schwarz-gelben Regierung von Mehr Demokratie, LobbyControl und attac [PDF &ndash; 104 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Aktuelle Stunde zum Grundsatzprogramm der Linkspartei<\/strong><br>\nHeute fand auf Antrag der Regierungskoalition eine aktuelle Stunde im deutschen Bundestag statt, in der das neue Grundsatzprogramm der Linkspartei kritisch er&ouml;rtert werden sollte.<br>\nW&auml;hrend es unvorstellbar w&auml;re, vor dem Parlament im Grundsatz &uuml;ber die Programme der Union, der SPD, der FDP oder der Gr&uuml;nen zu debattieren, nahm niemand Ansto&szlig; daran, die Leitlinien der Linkspartei auf den parlamentarischen Pr&uuml;fstand zu stellen.<br>\nDIE LINKE hat angemessen auf diesen Affront reagiert: Statt sich beleidigt zu geben, erschien die Fraktion fast vollst&auml;ndig im Plenum und quittierte jedes Zitat aus dem Programm mit herzlichem Applaus und Rufen der Zustimmung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/community\/blogs\/aredlin\/aktuelle-stunde-zum-grundsatzprogramm-der-linkspartei%20\">der Freitag Community<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sie sollten sich wirklich einmal selbst einen Eindruck &uuml;ber das Niveau dieser Debatte machen. Eine &bdquo;Sternstunde&ldquo; des Parlamentarismus ist z.B. der Beitrag der g&auml;nzlich unbekannten <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/Mediathek\/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&amp;action=search&amp;contentArea=details&amp;ids=1387792&amp;instance=m187&amp;categorie=Plenarsitzung&amp;destination=search&amp;mask=search\">Nadine Sch&ouml;n (CDU\/CSU)<\/a> oder schauen Sie den geistigen H&ouml;henflug des MdB <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/Mediathek\/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&amp;action=search&amp;contentArea=details&amp;ids=1387787&amp;instance=m187&amp;categorie=Plenarsitzung&amp;destination=search&amp;mask=search\">Georg N&uuml;&szlig;lein (CDU\/CSU)<\/a> oder als ein weiteres Beispiel f&uuml;r die das intellektuelle Niveau im deutschen Parlament von <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/Mediathek\/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&amp;action=search&amp;contentArea=details&amp;ids=1387782&amp;instance=m187&amp;categorie=Plenarsitzung&amp;destination=search&amp;mask=search\">Heinz-Peter Haustein (FDP)<\/a>.<br>\nUnd vergleichen Sie das einfach mit der Verteidigungsrede des Abgeordneten <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/Mediathek\/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&amp;action=search&amp;contentArea=details&amp;ids=1387779&amp;instance=m187&amp;categorie=Plenarsitzung&amp;destination=search&amp;mask=search\">Stefan Liebich (Die Linke)<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Kitt der Kanzlerin<\/strong><br>\nEs gibt in ihren Regierungsparteien eine Kontroverse, was in der Europapolitik noch richtig ist und was schon falsch. Die Kanzlerin h&auml;lt sich in dieser Debatte alle Optionen offen. Sie lebt von einer Struktur des Parlamentarismus, der bis heute an den beschriebenen westdeutschen Traditionen anzukn&uuml;pfen versucht. Sie entwickelt dabei ein ausbeuterisches Verh&auml;ltnis zur deutschen Nachkriegsgeschichte und zu deren Werteentscheidungen namens Westintegration und Soziale Marktwirtschaft. Sie sind der einzige Kitt, der ihren Regierungsladen einstweilen noch ideologisch zusammenh&auml;lt. Ansonsten m&uuml;sste sie n&auml;mlich im gleichen Moment als Kanzlerin ihre Entlassungsurkunde entgegennehmen. Sie kann sich nur noch auf eins verlassen: dass sich im Regierungslager noch niemand offen gegen die Westintegration und die Soziale Marktwirtschaft stellen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesaussieht.de\/2011\/10\/26\/der-kitt-der-kanzlerin\/\">Wiesaussieht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>50 Jahre Almanya<\/strong><br>\nVom Gastarbeiter, der nie ein Gast war.<br>\nVor 50 Jahren, am 30. Oktober 1961, begann die Geschichte vieler unserer t&uuml;rkischen Kolleginnen und Kollegen, die von Familie und Heimat Abschied nahmen, um in einem fremden Land zu arbeiten und Geld zu verdienen. An diesem Tag vereinbarte die Bundesrepublik Deutschland mit der T&uuml;rkei das sogenannte &bdquo;Anwerbeabkommen&ldquo;. Damit sollten gezielt &ndash; und nach der urspr&uuml;nglichen Konzeption auch befristet &ndash; Arbeitskr&auml;fte f&uuml;r die prosperierende deutsche Wirtschaft gewonnen werden. 50 Jahre danach f&auml;llt die Bilanz dieser deutsch-t&uuml;rkischen Geschichte zwiesp&auml;ltig aus. Es gibt gro&szlig;e Integrationserfolge, aber es gibt auch noch viel zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/11-2011\/++co++9a2b2d44-ffcd-11e0-789b-001ec9b03e44\">DGB Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>If the Libyan war was about saving lives, it was a catastrophic failure<\/strong><br>\nNato claimed it would protect civilians in Libya, but delivered far more killing. It&rsquo;s a warning to the Arab world and Africa.<br>\nWhat is now known, however, is that while the death toll in Libya when Nato intervened was perhaps around 1,000-2,000 (judging by UN estimates), eight months later it is probably more than ten times that figure. Estimates of the numbers of dead over the last eight months &ndash; as Nato leaders vetoed ceasefires and negotiations &ndash; range from 10,000 up to 50,000. The National Transitional Council puts the losses at 30,000 dead and 50,000 wounded.<br>\nOf those, uncounted thousands will be civilians, including those killed by Nato bombing and Nato-backed forces on the ground. These figures dwarf the death tolls in this year&rsquo;s other most bloody Arab uprisings, in Syria and Yemen. Nato has not protected civilians in Libya &ndash; it has multiplied the number of their deaths, while losing not a single soldier of its own.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/commentisfree\/2011\/oct\/26\/libya-war-saving-lives-catastrophic-failure?CMP=twt_gu\">the guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Solche ern&uuml;chternden Informationen erh&auml;lt man in deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; kaum.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>fzs kritisiert Sch&ouml;nf&auml;rberei des BMBF und des HIS zur Absolvent*innensituation in den Bachelor-\/Masterstudieng&auml;ngen<\/strong><br>\nIn der gestern ver&ouml;ffentlichen Studie und Pressemitteilung des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung und Forschung und der Hochschul-Informations-System GmbH wird betont, dass es f&uuml;r Bachelorabsolvent*innen keine Probleme gibt, einen Masterplatz zu bekommen oder auf dem Arbeitsmarkt einen Job zu finden.<br>\n&ldquo;Diese Sch&ouml;nf&auml;rberei ist blanker Hohn f&uuml;r alle, die gar keinen Masterplatz oder aber nicht ihren Wunschplatz bekommen haben. Immerhin betrifft das laut einer Studie des BMBF mehr als 10.000 aller Bachelorabsolvent*innen. Die Zahlen der Studien beziehen sich auf 2009. 2 Jahre sp&auml;ter zeigt sich, dass deutlich mehr Studierende keinen Masterplatz bekommen. Diese Zahlen werden auch noch extrem in die H&ouml;he gehen, denn die &uuml;berbuchten und vollst&auml;ndigen Bachelorstudieng&auml;nge kommen erst noch. Daher muss das Studienangebot massiv ausgebaut werden. Gerade die Vielfalt von Zugangsbeschr&auml;nkungen besch&ouml;nigt die Masterbewerber*innenzahlen. Personen, denen der Zugang zum Master verwehrt wird, werden bisher von den Statistiken nicht erfasst.&rdquo;<br>\nF&uuml;r viele Bachelorabsolvent*innen ist der Gang auf den Arbeitsmarkt auch kein einfacher Weg. &ldquo;Wenn laut der Studie 72 % der Universit&auml;tsabsolvent*innen ein Masterstudium beginnen anstatt zu arbeiten, ist der Bachelorabschluss offensichtlich nicht berufsqualifizierend. Es muss am Master als Regelabschluss festgehalten werden. Die dauerhafte Sch&ouml;nf&auml;rberei behindert echten Fortschritt in der Studienreform.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/show\/249025.html\">fzs<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.his.de\/pdf\/pub_fh\/fh-201107.pdf\">HIS-Studie, Studien- und Berufsperspektiven von Bachelorstudierenden in Deutschland [PDF &ndash; ]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Steinbr&uuml;ck &ndash; Mediale&nbsp;Kandidatenk&uuml;r<\/strong><br>\nGewiefter Polit-Stratege trifft auf elder Statesman und freundliche Berichterstattung: Warum Peer Steinbr&uuml;ck seine Inszenierung als Kanzlerkandidat gerade so leicht f&auml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nokturnaltimes.wordpress.com\/2011\/10\/27\/steinbruck-mediale-kandidatenkur\/\">Zapp<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt:<\/strong><br>\nSteinbr&uuml;ck, Schmidt und Schachbrett-Gate: Komik statt Symbolik<br>\nIm Kanzlerschaftsmentorenprogramm Schmidt-Steinbr&uuml;ck, das per &ldquo;Spiegel&rdquo; und &ldquo;Jauch&rdquo; geballt &uuml;ber das Land hereinbrach, pr&auml;sentieren sich die beiden Genossen als Schachstrategen der Politk. Doof nur, dass ihr Buch mit einem Titelbild versehen ist, auf dem sie vor einem falsch aufgestellten Brett sitzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/steinbrueck-schmidt-und-schachbrett-gate-komik-statt-symbolik-1744269.html%20\">stern<\/a>\n<p><em>Auf dem Cover von &ldquo;Zug um Zug&rdquo; spielen Helmut Schmidt und Peer Steinbr&uuml;ck falsch, weil das abgebildete Schachbrett um 90 Grad gedreht ist.<\/em><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/111028_zug_um_zug.jpg\" alt=\"Zug um Zug\"><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute u. a. zu folgenden Themen: Zum Euro-Gipfel; Wer, wenn nicht Deutschland; &Ouml;konomenkritik; Warum die Emp&ouml;rten Recht haben; Emp&ouml;rte &Ouml;konomen; Trotz Rentenerh&ouml;hung bleibt Altersarmut ein Problem; Nato will ohne Uno-Mandat in den Krieg; Alleinerziehende Hartz-Empf&auml;ngerinnen oft in Ein-Euro-Jobs; Halbzeit-Bilanz: Schwarz-Gelb hat bei Demokratiereformen versagt; Aktuelle Stunde zum Grundsatzprogramm der Linkspartei; Der Kitt der Kanzlerin; 50<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11116\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11116","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11116"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11116\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11120,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11116\/revisions\/11120"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11116"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11116"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}