{"id":11122,"date":"2011-10-28T16:14:17","date_gmt":"2011-10-28T14:14:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11122"},"modified":"2011-10-28T16:14:17","modified_gmt":"2011-10-28T14:14:17","slug":"hinweise-des-tages-ii-34","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11122","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:  Bundesverfassungsgericht stoppt 9-er Sondergremium zur Verteilung der Rettungsschirm-Mittel; Zum EU-Gipfel; Sarkozy nimmt sich Deutschland zum Vorbild; Verm&ouml;gensteuer Jetzt! 99 % werden arm; Zahl der Empf&auml;nger von Hilfe zum Lebensunterhalt 2010 um 1,7&nbsp;% gestiegen; Umfrage: Vier von f&uuml;nf Deutschen gegen Senkung des Rentenbeitrags; &ldquo;Die rationalisieren mich weg&rdquo;; Zur Occupy-Bewegung; Noch drei&szlig;ig Tage bis zur Volksabstimmung &uuml;ber S 21; Willk&uuml;r als Prinzip; Tunesien: Alle Stimmen ausgez&auml;hlt &ndash; Islamisten gewinnen die Wahl; 2009 &uuml;ber 240&nbsp;000&nbsp;Euro an Drittmitteln je Universit&auml;tsprofessor\/-in; Schnitt nach vorn. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11122#h01\">Bundesverfassungsgericht stoppt 9-er Sondergremium zur Verteilung der Rettungsschirm-Mittel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11122#h02\">Zum EU-Gipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11122#h03\">Schuldenkrise &ndash; Sarkozy nimmt sich Deutschland zum Vorbild<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11122#h04\">Verm&ouml;gensteuerJetzt! 99 % werden arm &ndash; oder ran an den Reichtum der Superreichen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11122#h05\">Zahl der Empf&auml;nger von Hilfe zum Lebensunterhalt 2010 um 1,7&nbsp;% gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11122#h06\">Umfrage: Vier von f&uuml;nf Deutschen gegen Senkung des Rentenbeitrags<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11122#h07\">&ldquo;Die rationalisieren mich weg&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11122#h08\">Zur Occupy-Bewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11122#h09\">Noch drei&szlig;ig Tage bis zur Volksabstimmung &uuml;ber S 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11122#h10\">Willk&uuml;r als Prinzip<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11122#h11\">Tunesien : Alle Stimmen ausgez&auml;hlt &ndash; Islamisten gewinnen die Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11122#h12\">2009 &uuml;ber 240&nbsp;000&nbsp;Euro an Drittmitteln je Universit&auml;tsprofessor\/-in<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11122#h13\">Schnitt nach vorn<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11122&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundesverfassungsgericht stoppt 9-er Sondergremium zur Verteilung der Rettungsschirm-Mittel Einstweilige Anordnung in Sachen &bdquo;Euro-Rettungsschirm&ldquo;:<\/strong><br>\n<strong>Vorl&auml;ufig keine &Uuml;bertragung der Beteiligungsrechte des Bundestages auf sogenanntes 9-er Sondergremium<\/strong>\n<p>Als Reaktion auf die Staatsschuldenkrise im Gebiet der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion schufen deren Mitgliedstaaten den &bdquo;Euro-Rettungsschirm&ldquo;, in dessen Rahmen eine privatrechtlich organisierte Zweckgesellschaft, die Europ&auml;ische Finanzstabilisierungsfazilit&auml;t (EFSF) gegr&uuml;ndet worden ist. Diese Zweckgesellschaft erh&auml;lt Garantien von den Euro-Mitgliedstaaten, um die Mittel an den Kapitalm&auml;rkten aufzunehmen, die sie f&uuml;r &uuml;berschuldete Mitgliedstaaten bereitstellt. Mit dem Gesetz  zur &Uuml;bernahme von Gew&auml;hrleistungen im Rahmen eines europ&auml;ischen Stabilisierungsmechanismus (Stabilisierungsmechanismusgesetz &ndash; StabMechG) vom 22. Mai 2010 legte der Bundesgesetzgeber auf nationaler Ebene die Voraussetzungen f&uuml;r die Leistung finanziellen Beistands fest&hellip;<br>\nIm Mai\/Juli 2011 kamen die Mitgliedstaaten &uuml;berein, die vereinbarte  maximale Darlehenskapazit&auml;t der EFSF von 440 Milliarden Euro in vollem  Umfang bereitzustellen und die EFSF mit weiteren, flexibleren  Instrumenten zur Bew&auml;ltigung der Staatsschuldenkrise und der gestiegenen  Ansteckungsgefahren unter den Euro-Mitgliedstaaten auszustatten. Die europ&auml;ischen Vereinbarungen wurden in Deutschland durch das am 14.  Oktober 2011 in Kraft getretene Gesetz zur &Auml;nderung des  Stabilisierungsmechanismusgesetzes umgesetzt, das nunmehr einen auf rund  211 Milliarden Euro erh&ouml;hten Gew&auml;hrleistungsrahmen der Bundesrepublik  Deutschland vorsieht, die erweiterten Instrumente der EFSF definiert und die Voraussetzungen ihres Einsatzes festlegt. Zudem wurden die Beteiligungsrechte des Bundestages neu geregelt. Danach bed&uuml;rfen Entscheidungen des deutschen Vertreters in der EFSF grunds&auml;tzlich der  Zustimmung des Bundestages. In F&auml;llen besonderer Eilbed&uuml;rftigkeit und Vertraulichkeit soll dieses Beteiligungsrecht jedoch gem&auml;&szlig; &sect; 3 Abs. 3 StabMechG von einem neu zu schaffenden Gremium ausge&uuml;bt werden, deren Mitglieder aus den gegenw&auml;rtig 41 Mitgliedern des Haushaltsausschusses zu w&auml;hlen sind. Bei Notma&szlig;nahmen zur Verhinderung von Ansteckungsgefahren soll nach der Neuregelung regelm&auml;&szlig;ig besondere Eilbed&uuml;rftigkeit oder Vertraulichkeit vorliegen. In allen &uuml;brigen F&auml;llen kann beides von der Bundesregierung geltend gemacht werden. Hiergegen  steht dem Haushaltsausschuss ein Widerspruchsrecht zu, das nur mit Mehrheit ausge&uuml;bt werden kann, um wieder eine Zustimmungskompetenz des gesamten Bundestages zu erreichen. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnen nach &sect; 5 Abs. 7 StabMechG die Unterrichtungsrechte des Bundestages auf das Gremium &uuml;bertragen werden&hellip;<br>\nDie Antragsteller sind Abgeordnete des Deutschen Bundestages und wenden sich im Wege des Organstreitverfahrens verbunden mit einem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die mit der Gesetzes&auml;nderung eingef&uuml;hrte Neuregelung der Beteiligung des Bundestages. Sie sehen sich durch die Delegation der parlamentarischen Haushaltsverantwortung auf das 9-er Sondergremium in ihrem Abgeordnetenstatus gem&auml;&szlig; Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG verletzt.<br>\nDer Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts hat im Wege der einstweiligen Anordnung entschieden, dass bis zur Entscheidung im Organstreitverfahren die Beteiligungsrechte des Bundestages nicht durch das neu konstituierte Gremium wahrgenommen werden d&uuml;rfen. <\/p>\n<p>Die f&uuml;r den Erlass der einstweiligen Anordnung erforderliche Folgenabw&auml;gung ergibt, dass den Antragstellern gewichtige Nachteile entst&uuml;nden, wenn die einstweilige Anordnung nicht erginge und sich das Organstreitverfahren sp&auml;ter als begr&uuml;ndet erwiese. Sie k&ouml;nnten zwischenzeitlich in ihren Statusrechten als Abgeordnete aus Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG irreversibel verletzt werden. Denn bis zur Entscheidung in der Hauptsache k&ouml;nnte das Sondergremium Entscheidungen treffen, die die Statusrechte der Antragsteller im Hinblick auf die haushaltspolitische Gesamtverantwortung des Bundestages ber&uuml;hren, so etwa indem es die Zustimmung zu einer Notma&szlig;nahme der EFSF auf Antrag eines Mitgliedstaates der Euro-Zone erteilte. Diese m&ouml;gliche Rechtsverletzung w&auml;re durch eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in der  Hauptsache nicht mehr r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen, da die Bundesrepublik Deutschland nach erfolgter Zustimmung v&ouml;lkerrechtlich bindende Verpflichtungen eingegangen w&auml;re. Demgegen&uuml;ber wiegen die Nachteile weniger schwer, die entst&uuml;nden, wenn das Bundesverfassungsgericht die begehrte einstweilige Anordnung erlie&szlig;e, in der Hauptsache aber dem Antrag im Organstreitverfahren der Erfolg zu versagen w&auml;re. Die Nichtaus&uuml;bung der Mitwirkungs- und Unterrichtungsrechte durch das Sondergremium bis zur Hauptsacheentscheidung f&uuml;hrte nicht dazu, dass die erforderliche Handlungsf&auml;higkeit der Bundesregierung in diesem Zeitraum nicht gew&auml;hrleistet w&auml;re. Vielmehr kann die Bundesregierung jederzeit notwendige Zustimmungen gegen&uuml;ber dem Deutschen Bundestag beantragen, &uuml;ber die dann das Plenum entscheidet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/pressemitteilungen\/bvg11-068\">Bundesverfassungsgericht<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass dem Antrag auf eine einstweilige Anordnung stattgegeben wurde, ist ein starkes Indiz, dass das Gericht das parlamentarische Sondergremium als &auml;u&szlig;erst problematisch betrachtet.<\/em><br>\n<em>Es ist zwar undemokratisch, wenn ein kleines Sondergremium unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber Milliarden verf&uuml;gen kann, aber &ndash; wie die (bis auf die Linke) fast einhellige Zustimmung des Bundestags zum Vorgehen Merkels in Br&uuml;ssel zeigt, ist auch nicht viel mehr &Ouml;ffentlichkeit und vor allem Sachverstand gewonnen, wenn der Haushaltsausschuss oder gar das gesamte Parlament abstimmt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zum EU-Gipfel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Merkel ist ein Segen f&uuml;r den Kontinent&ldquo;<\/strong><br>\nDie Beschl&uuml;sse des EU-Gipfels haben ein Stakkato an Kommentaren und Einsch&auml;tzungen hervorgerufen. Und siehe da, die gr&ouml;&szlig;ten Skeptiker haben sich &uuml;ber Nacht gr&ouml;&szlig;tenteils in Gratulanten verwandelt. Unter den Applaudierenden ist US-Pr&auml;sident Barack Obama, f&uuml;r den die Ergebnisse eine wichtige Grundlage zur &Uuml;berwindung der Schuldenkrise in der Eurozone sind (&raquo;&nbsp;HB ). Der Vorstandschef des weltgr&ouml;&szlig;ten R&uuml;ckversicherers M&uuml;nchener R&uuml;ck, Nikolaus von Bomhard, lobte den Schuldenschnitt, der Griechenland eine Chance zur Konsolidierung seiner Finanzen gebe (&raquo;&nbsp;HB ). Die &raquo;&nbsp;B&ouml;rsen-Zeitung freut sich &uuml;ber die Staats- und Regierungschefs, die mit dem Krisenpaket den Weg f&uuml;r eine politisch st&auml;rker integrierte Eurozone wiesen. Der &raquo;&nbsp;Spiegel schreibt den Gipfel-Erfolg in erster Linie der deutschen Kanzlerin zu, die sich in etlichen Punkten durchgesetzt habe, und mit etwas Gl&uuml;ck sei Europa nun auf dem richtigen Weg, um die Schuldenkrise zu &uuml;berwinden. Die Krise hat den Deutschen nach Einsch&auml;tzung der &raquo;&nbsp;S&uuml;ddeutschen Zeitung eine Aufgabe beschert, der sie sich nicht entziehen k&ouml;nnten &ndash; es sei denn zum Schaden Europas und damit zu ihrem eigenen. Die &raquo;&nbsp;NZZ aus der Schweiz meint, die Euro-Zone stehe dank einigen stabilit&auml;tsorientierten Staaten im Vergleich mit L&auml;ndern wie den USA, Gro&szlig;britannien oder auch Japan durchaus passabel da. Keiner lobt jedoch so &uuml;berschw&auml;nglich wie die &raquo;&nbsp;Welt : Angela Merkels &bdquo;Politik der kleinen Schritte&ldquo; habe die EU davor bewahrt, &bdquo;aus purer Kopflosigkeit zum Spielball von Kr&auml;ften zu werden, die ein verfr&uuml;hter Schuldenschnitt geweckt statt geb&auml;ndigt h&auml;tte&ldquo;. Sie sei ein Segen f&uuml;r den Kontinent.\n<p><strong>Merkels &bdquo;Pflaster auf einer eiternden Wunde&ldquo;<\/strong><br>\nUnd keiner kritisiert so leidenschaftlich wie Jakob Augstein (Foto) im &raquo;&nbsp;Spiegel : Seit Beginn der Krise im Jahr 2008 tue Merkel ihr Bestes, den maroden Reaktor des Finanzkapitalismus wieder in Gang zu setzen, w&auml;hrend doch die einzige Lehre aus dem Desaster lauten m&uuml;sse: &bdquo;Abschalten!&ldquo; Aus den Reihen der Skeptiker meldet sich der Chefvolkswirt der Commerzbank, J&ouml;rg Kr&auml;mer, zu Wort: Vieles spreche daf&uuml;r, dass die Staatsschuldenkrise wieder hoch koche, bevor sie abebbe (&raquo;&nbsp;HB ). Aus Sicht des &raquo;&nbsp;Stern sind die Beschl&uuml;sse nicht mehr als ein &bdquo;Pflaster auf einer eiternden Wunde&ldquo; &ndash; sie verschafften Zeit, linderten vielleicht die Symptome. &bdquo;Aber sie heilen nicht.&ldquo; &Auml;hnlich gestimmt zeigt sich das &raquo;&nbsp;Wirtschaftsblatt aus &Ouml;sterreich: &bdquo;Der Euro-Gipfel war ein Hoffnungsschimmer, aber kein Sonnenaufgang.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/denkraum.wordpress.com\/\">Presseschau des Handelsblatt-Newsletters &bdquo;Finance today&ldquo; wiedergegeben in &bdquo;Denkraum&ldquo;<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wissen wir doch auch nicht<\/strong><br>\nVerstehen Sie, wie Hebel, Schirm und Milliardenpakete den Euro retten sollen? Keine Sorge &ndash; Spitzenpolitiker auch nicht. Und sie geben es sogar offen zu.<br>\nEs gibt Momente, die ein neues Licht auf Politik werfen. Und der Satz, den Frank-Walter Steinmeier da mitten in seiner Bundestagsrede sagt, ist so einer. &ldquo;Ich m&uuml;sste die zweite Option wenigstens verstehen, um mir ein Urteil zu bilden.&rdquo;&hellip;<br>\nSteinmeiers frappierende Ehrlichkeit bricht ein Tabu im politischen Betrieb. Normalerweise lebt dieser von der Inszenierung der Allwissenheit. W&auml;hrend die Regierung erkl&auml;rt, ihr Handeln sei vern&uuml;nftig, ma&szlig;voll und nutzbringend, kurz: richtig, behauptet die Opposition im Brustton der &Uuml;berzeugung das Gegenteil. Wenn jemand mal etwas nicht wei&szlig;, verletzt er diese Logik und wird vom politischen Gegner mit Spott, von Journalisten mit spitzen Nachfragen &uuml;berzogen.<br>\nSeitdem die Schuldenkrise in Europa w&uuml;tet, kann man sich mit Recht fragen, ob dieser Umgang mit Nichtwissen noch zeitgem&auml;&szlig; ist. Denn sicher ist: So wie Steinmeier geht es vielen Abgeordneten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Schuldenkrise-in-Europa\/!80778\/\">taz<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.L.:<\/strong> Wissen ist Macht, &nbsp;nix Wissen macht auch nix, oder einfach mal die richtigen Berater ausw&auml;hlen, es gibt sie ja, ist alles auf den Nachdenkseiten zu lesen, oder mal auf den Linken im Parlament h&ouml;ren, kann auch nicht schaden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das 1.000.000.000.000-Euro-Risiko<\/strong><br>\n&bdquo;Und sie bewegen sich doch. Das ist die gute Nachricht des Euro-Gipfels. Die schlechte ist: Das Risiko f&uuml;r hohe Verluste ist erheblich gestiegen. F&uuml;r die Banken dagegen ist der Br&uuml;sseler Kompromiss ein gutes Gesch&auml;ft. Es gibt zwei gute Nachrichten vom Gipfel gestern Abend. Die erste lautet: Es passiert &uuml;berhaupt etwas. Und die zweite: Die privaten Gl&auml;ubiger werden tats&auml;chlich an der &ldquo;Rettung&rdquo; Griechenlands und des Euros beteiligt. Auf der anderen Seite steht aber: Letztlich laufen die Vereinbarungen auf das hinaus, was die Deutschen eigentlich vermeiden wollten, n&auml;mlich eine gemeinsame Haftung der Euro-L&auml;nder f&uuml;r die Finanzen der schwachen Mitglieder. Es handelt sich also um Euro-Bonds durch die Hintert&uuml;r. Nur dadurch ist auch zu erkl&auml;ren, dass die privaten Gl&auml;ubiger, also vor allem die Banken, sich auf einen tieferen Schuldenschnitt f&uuml;r Griechenland eingelassen haben. So ist die Sache f&uuml;r sie, wenn sie bisher vorsichtig bilanziert haben, kein echter Verzicht mehr, sondern ein recht gutes Gesch&auml;ft: Sie verzichten endg&uuml;ltig auf eine R&uuml;ckzahlung der Griechen-Bonds zum vollen Preis und vollziehen damit nur nach, was der Markt ohnehin schon anzeigt. Im Gegenzug bekommen sie aber Papiere, die vom Rettungsschirm recht gut abgesichert werden. Zum Vergleich: Bei einem normalen Forderungsverzicht gegen&uuml;ber einem angeschlagenen Unternehmen gibt es als Belohnung in der Regel keine zus&auml;tzlichen Garantien&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/das-1-000-000-000-000-euro-risiko\/5751176.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum ein Schuldenschnitt derzeit die Lage in Griechenland verschlimmern wird<\/strong><br>\n &bdquo;&hellip; Denn pikanterweise geh&ouml;ren neben franz&ouml;sischen Geldh&auml;usern die griechischen Finanzinstitute und die staatlichen Renten- und Gesundheitskassen zu den vom Haircut betroffenen Hauptschuldnern.<br>\nStaatliche oder andere &ouml;ffentliche Schuldner, wie die Bundesrepublik Deutschland oder der IWF sind vom Schuldenschnitt nicht betroffen. (&hellip;) Die staatlichen Sozialtr&auml;ger mussten bereits seit Jahren ihr Kapital in Staatspapiere stecken. Nach der Katastrophe der ebenfalls politisch gesteuerten griechischen Aktienblase vor der Euroeinf&uuml;hrung droht dem gesellschaftlich &uuml;beralterten Land nun der endg&uuml;ltige Exitus des Sozialsystems. Bereits jetzt leidet neben der gesamten griechischen Wirtschaft das Sozialsystem unter der vom IWF verordneten Rezession.<br>\nArbeitslose Griechen k&ouml;nnen, trotz gegenteiliger Annahme der Troika, schlicht keine Beitr&auml;ge zahlen&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/35\/35770\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum ich dem Gipfelfest fernbleibe<\/strong><br>\nMan hat ein schlechtes Gef&uuml;hl dabei, der Spielverderber zu sein, wenn alle feiern. Ich w&uuml;nsche den Euro-Rettern, dass ihr Man&ouml;ver gelingt. Ich kenne einige von ihnen und ich wei&szlig;, dass es sich um kluge Menschen handelt, die ihr Bestes geben &ndash; die aber eben unter harten politischen Restriktionen handeln. Meine Skepsis gegen&uuml;ber der jetzigen Rettungsstrategie beruhte vor allem auf drei Punkten:\n<ol>\n<li>Der gehebelte EFSF wird Liquidit&auml;tsn&ouml;te nicht lindern, weil den Investoren eine Teilkaskoversicherung nicht reicht.<\/li>\n<li>Die Bankenrekapitalisierung belastet die Konjunktur, weil die Banken Kredite verknappen, um die strengeren Kapitalauflagen einzuhalten.<\/li>\n<li>Der Schuldenschnitt in Griechenland f&uuml;hrt dazu, dass Investoren eine &auml;hnliche Behandlung auch in anderen L&auml;ndern der Euro-Zone erwarten und sich deshalb zur&uuml;ckziehen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/\">Zeit Online Herdentrieb<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Fazit zum Eurogipfel<\/strong><br>\nAngeblich sollen die Banken auf 50 Prozent ihrer Forderungen freiwillig verzichten. Da k&ouml;nnte man ja sagen, die tragen auch einen Anteil an den Verlusten. Allerdings spricht die Explosion der Bankaktien heute an den B&ouml;rsen eher dagegen. Das ist auch logisch, wenn man sich klar macht, dass der freiwillige Verzicht nicht auf den Betrag angerechnet wird, den die Bank urspr&uuml;nglich einmal f&uuml;r die entsprechenden Anleihen bezahlt hat, sondern auf den Betrag plus die entgangenen Zinsen!<br>\nDa kommt bei einem Schuldenschnitt in etwa der Ursprungsbetrag wieder heraus, auf den die Bank dann auch nicht verzichten muss. Au&szlig;erdem wird der aktuelle Wert der Anleihen gar nicht ber&uuml;cksichtigt. Zum Problem f&uuml;r die Banken und ihre Anteilseigner werden indes die entgangenen Zinsen, die das Ergebnis und die eigene Bilanz dr&uuml;cken, was bei niedrigen Eigenkapitalquoten heikel werden kann. Die Zinsverluste waren nun wiederum Gegenstand der eigentlichen Verhandlungen zwischen Merkel und Sarkozy. Denn die Zinsverluste der franz&ouml;sischen Banken sind h&ouml;her, als die der deutschen Banken. Deshalb wollte Sarkozy die EZB anzapfen oder aber dem Rettungsschirm eine Banklizenz erteilen. In beiden F&auml;llen h&auml;tten die Deutschen entsprechend ihrem h&ouml;heren Anteil an beiden Institutionen auch die h&ouml;heren Verluste der franz&ouml;sischen Banken mitfinanzieren m&uuml;ssen.<br>\nGefeiert wird nun, dass sich die Kanzlerin durchgesetzt habe und der ESFS weder eine Banklizenz bekommt noch die EZB direkt Staatsanleihen aufkaufen darf. Da jubelt die vollkommen beh&auml;mmerte Journaille dar&uuml;ber, dass Merkel das Anwerfen der Notenpresse verhindert habe und freut sich gleichzeitig auf den neuen Gro&szlig;investor China. Entgangen ist den Medien scheinbar, dass die EZB weiterhin auf den Sekund&auml;rm&auml;rkten Anleihen von den privaten Banken aufkaufen darf. Das wiederum geschieht bekanntlich nicht mit Spielgeld, sondern mit frischem Zentralbankgeld. Gleichzeitig d&uuml;rfen sich die privaten Banken weiterhin f&uuml;r einen niedrigen Zinssatz bei der EZB refinanzieren, um dann den Staaten, der Wirtschaft und den Verbrauchern gegen entsprechende Risikoaufschl&auml;ge Kredite zu geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2011\/10\/27\/fazit-eurogipfel-12080803\/\">Tautenhahn Blog<\/a><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman: The Path Not Taken<\/strong><br>\nThe doctrine in question amounts to the assertion that, in the aftermath of a financial crisis, banks must be bailed out but the general public must pay the price. So a crisis brought on by deregulation becomes a reason to move even further to the right; a time of mass unemployment, instead of spurring public efforts to create jobs, becomes an era of austerity, in which government spending and social programs are slashed.<br>\nThis doctrine was sold both with claims that there was no alternative &mdash; that both bailouts and spending cuts were necessary to satisfy financial markets &mdash; and with claims that fiscal austerity would actually create jobs. The idea was that spending cuts would make consumers and businesses more confident. And this confidence would supposedly stimulate private spending, more than offsetting the depressing effects of government cutbacks.<br>\nSome economists weren&rsquo;t convinced&hellip;<br>\nAnd there&rsquo;s a lesson here for the rest of us: The suffering that so many of our citizens are facing is unnecessary. If this is a time of incredible pain and a much harsher society, that was a choice. It didn&rsquo;t and doesn&rsquo;t have to be this way.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/10\/28\/opinion\/krugman-the-path-not-taken.html?_r=2&amp;ref=paulkrugman\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><strong>Dazu: F&uuml;r alle, die in dem Kauderwelsch nicht mehr durchblicken:<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Die K&uuml;rzel der Euro-Krise <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/fotostrecken-wirtschaft,1473648,11062762.html\">FR<\/a><\/li>\n<p><strong>Und <\/strong><\/p>\n<li><strong>Alle Zahlen, die Sie kennen m&uuml;ssen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/europa-in-der-schuldenkrise-die-zahlen-die-sie-kennen-muessen-1.1172247\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine Chronik der &bdquo;Schuldenkrise&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/wirtschaftsverband-ruft-zum-widerstand-gegen-euro-schirm-auf\/5723222.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist allerdings eher eine Chronik daf&uuml;r, wie die Politik an Symptomen kuriert und nicht die Ursachen der Euro-Krise anpackt und so von den &bdquo;M&auml;rkten&ldquo; (sprich Spekulationen) und von den negativen Auswirkungen (Rezession und Deflation) des Herumdokterns an Symptomen immer wieder &uuml;berholt wurde. Diese Chronik muss wohl auch nach dem Br&uuml;sseler Gipfel leider fortgeschrieben werden.<\/em><\/p><\/ul><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schuldenkrise &ndash; Sarkozy nimmt sich Deutschland zum Vorbild<\/strong><br>\nFrankreichs Pr&auml;sident Sarkozy hat wegen der schwachen Konjunkturaussichten weitere Sparma&szlig;nahmen angek&uuml;ndigt. Gleichzeitig lobte er Deutschland f&uuml;r sein Steuersystem.<br>\nFrankreichs Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy hat sein Land auf neue Sparanstrengungen vorbereitet. Das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr werde wahrscheinlich nur 1 Prozent betragen und nicht wie urspr&uuml;nglich erwartet 1,75 Prozent, sagte Sarkozy in einem Fernsehinterview. Um das Staatsdefizit zu senken, seien Einsparungen oder zus&auml;tzliche Einnahmen in H&ouml;he von sechs bis acht Milliarden Euro notwendig. In den kommenden zehn Tagen werde es dazu Entscheidungen geben.<br>\nAnzeige<br>\nAls Vorbild f&uuml;r erfolgreiche Reformen nannte Sarkozy mehrfach Deutschland.<br>\nDie Einf&uuml;hrung der 35-Stunden-Woche 2001 habe Frankreichs Wettbewerbsf&auml;higkeit ruiniert, w&auml;hrend der damalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der das Gegenteil gemacht habe, sagte der Pr&auml;sident. Auch beim Steuersystem m&uuml;sse &uuml;ber Angleichungen nachgedacht werden. Frankreich sei das Land mit den h&ouml;chsten Steuern in Europa. &bdquo;Mein Job ist es, Frankreich n&auml;her an ein System heranzubringen, das funktioniert, das Deutschlands&ldquo;, sagte Sarkozy. Eine von vielen Franzosen bef&uuml;rchtete allgemeine Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer schloss er allerdings aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2011-10\/frankreich-wirtschaft-wachstum-krise\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Am deutschen Wesen soll Europa genesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Verm&ouml;gensteuerJetzt! 99 % werden arm &ndash; oder ran an den Reichtum der Superreichen?<\/strong><br>\nIst Ihr Verm&ouml;gen 2010 auch um 5 % gewachsen? Nein? Dann geh&ouml;ren Sie nicht zu den wenigen Krisengewinnern? &bdquo;Verm&ouml;gen in Deutschland auf Rekordniveau!&ldquo; titeln die Medien und suggerieren, dass es den Deutschen so gut wie nie geht. Allen Deutschen? Nein!<br>\nNur einem sehr kleinen Teil der Menschen geht es wirklich besser.<br>\nDeren Verm&ouml;gen stieg sogar weit mehr als 5 %. Wir wollen, dass es allen besser geht und alle eine Zukunft haben. Deshalb wollen wir an die gro&szlig;en Verm&ouml;gen ran mit einer Verm&ouml;gensteuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vermoegensteuerjetzt.de\/serveDocument.php?id=8.80d.pdf\">Initiative Vermoegensteuer jetzt erst recht! Werden Sie aktiv! [PDF &ndash; 460 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zahl der Empf&auml;nger von Hilfe zum Lebensunterhalt 2010 um 1,7&nbsp;% gestiegen<\/strong><br>\nAm Jahresende 2010 erhielten in Deutschland rund 319&nbsp;000 Personen Hilfe zum Lebensunterhalt (nach dem 3.&nbsp;Kapitel des Zw&ouml;lften Buches Sozialgesetzbuch &ndash; SGB&nbsp;XII &bdquo;Sozialhilfe&ldquo;). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg die Zahl der Hilfebezieher im Vergleich zum Vorjahr um 1,7&nbsp;%.<br>\nDamit waren am Jahresende&nbsp;2010 deutschlandweit 4&nbsp;von 1&nbsp;000 Einwohnern auf Hilfe zum Lebensunterhalt angewiesen. Am h&auml;ufigsten bezogen die Menschen in Hamburg und Schleswig-Holstein mit jeweils 6&nbsp;Personen je 1&nbsp;000 Einwohner diese Sozialleistung. Am seltensten nahm die Bev&ouml;lkerung in Baden-W&uuml;rttemberg diese Hilfe in Anspruch, hier lag die Quote bei 1&nbsp;Person je 1&nbsp;000 Einwohner&hellip;<br>\n2010 gaben die Kommunen und die &uuml;ber&ouml;rtlichen Sozialhilfetr&auml;ger f&uuml;r die Hilfe zum Lebensunterhalt 1,0&nbsp;Milliarden Euro netto aus. Das war eine Ausgabensteigerung von 2,9&nbsp;% im Vergleich zum Vorjahr. 53&nbsp;% der Ausgaben wurde f&uuml;r Leistungsberechtigte in Einrichtungen, 47&nbsp;% f&uuml;r Leistungsberechtigte au&szlig;erhalb von Einrichtungen verwendet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2011\/10\/PD11__401__221,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Umfrage: Vier von f&uuml;nf Deutschen gegen Senkung des Rentenbeitrags<\/strong><br>\n&bdquo;Eine deutliche Mehrheit der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger will auf eine Senkung des Rentenbeitrags verzichten und stattdessen die &Uuml;bersch&uuml;sse der gesetzlichen Rentenverscherung zur Vermeidung von Altersarmut einsetzen.<br>\nDas ergab eine repr&auml;sentative Umfrage des Forschungsinstituts forsa im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Danach wollen 79 Prozent der Befragten die &Uuml;bersch&uuml;sse der Rentenkasse zur Bek&auml;mpfung von Altersarmut verwenden, nur 12 Prozent votieren f&uuml;r eine Senkung der Rentenbeitr&auml;ge&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++2d64bd62-feea-11e0-5728-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Die rationalisieren mich weg&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r Luise M&uuml;ller war es ein Schock. Als ihr Arbeitgeber vom &ouml;ffentlichen Dienstleister zum profitablen Unternehmen umgebaut wurde, geriet die Angestellte in eine Sackgasse. Angst vor dem Job-Verlust l&auml;hmte sie. Doch der Zerm&uuml;rbungskampf fand ein gl&uuml;ckliches Ende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/0,1518,793734,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines unserer Leser:<\/strong>  Fast schon &ldquo;klassische&rdquo; Meinungsmache: Hinter dem r&uuml;hrenden Schicksal der ehemaligen Angestellten des &ouml;ffentlichen Dienstes, die nach der Privatisierung und der Angst doch noch erfolgreich den Start in die &ldquo;freie Wirtschaft&rdquo; schafft, steht die unreflektierte Nachricht, dass Privatisierungen unbesehen zu mehr Effizienz f&uuml;hren und an sich zweifelnde Menschen, die diesem Effizienzdruck nicht standhalten (ob gerechtfertigt oder nicht), problemlos wieder eine Arbeit finden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zur Occupy-Bewegung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Occupy Wall Street-Streit &ndash; &ldquo;Lasst euch nicht umarmen !&rdquo;<\/strong><br>\nDie Occupy-Bewegung ist in Gefahr. Falsche Freunde wie Bill Clinton arbeiten an der Verw&auml;sserung der Prostbewegung. Sie raten: Seid nicht dagegen, sondern daf&uuml;r. Doch f&uuml;r konkrete Forderungen ist es zu fr&uuml;h.<br>\nEin langer Weg liegt vor uns. Bald werden wir uns den wirklich schwierigen Fragen widmen m&uuml;ssen &ndash; Fragen, die sich darum drehen, was wir wollen, und nicht mehr, was wir nicht wollen. Welche Gesellschaftsform ist imstande, den bestehenden Kapitalismus zu ersetzen? Von welchem Schlage m&uuml;ssen die neuen Anf&uuml;hrer sein? Und welche Organe, einschlie&szlig;lich jener der Kontrolle und Gewaltaus&uuml;bung, brauchen wir? Die Alternativen, die uns das 20. Jahrhundert aufgezeigt hat, waren bekanntlich keine guten. Auch wenn es spannend sein mag, sich &uuml;ber die &ldquo;horizontal organisierte&rdquo; Protestkultur mit ihrer egalit&auml;ren Solidarit&auml;t und ihren zeitlich unbegrenzten, freien Debatten zu freuen, m&uuml;ssen wir auch konkrete Antworten auf die alte Frage Lenins finden: &ldquo;Was&nbsp;tun?&rdquo;&hellip;<br>\nDoch Verteidigung ist einfach. Die Demonstranten sollten sich aber auch vor jenen falschen Freunden h&uuml;ten, die so tun, als w&uuml;rden sie sie unterst&uuml;tzen, die aber in Wirklichkeit bereits heftig an der Verw&auml;sserung der Protestbewegung arbeiten. So, wie man uns Kaffee ohne Koffein, Bier ohne Alkohol und Eiscreme ohne Fett vorsetzt, werden die M&auml;chtigen versuchen, die Proteste als harmlose, moralistische Bewegung&nbsp;abzutun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/occupy-wall-street-streit-lasst-euch-nicht-umarmen-1.1174532\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Kommerzialisierung des Klassenkampfs <\/strong><br>\nModestrecken mit Protestlern in High Heels, ein MTV-Casting f&uuml;r Occupy-Wall-Street-Demonstranten &ndash; verkommt die Bewegung zur Werbefl&auml;che?<br>\nUnstrittig ist, dass die Bewegung von Anfang an auf oberfl&auml;chliche Mittel der &Uuml;berzeugung setzte. Das Magazin Adbusters, das die Occupy-Wall-Street-Kampagne erfand, gilt als das Flaggschiff der sogenannten Anti-Werbung. Seine Macher setzen bewusst &Auml;sthetik und Strategie der Werbung ein, um konsumkritische Kampagnen zu f&ouml;rdern. Auch ihren Popularit&auml;tsschub Ende September erlebte die Bewegung nicht wegen ihres &ndash; ohnehin unklaren &ndash; politischen Programms, sondern aufgrund der eher emotionalen Solidarit&auml;t, die ein im Internet bekannt gewordenes Video weckte: Es zeigt wehrlose Demonstranten, die von Polizisten mit Pfefferspray bespr&uuml;ht werden. Die Verballhornung des Videos in der Daily Show, der momentan wichtigsten amerikanischen Comedy-Sendung, tat ein &Uuml;briges &ndash; Occupy Wall Street wurde zum Massenph&auml;nomen.<br>\nWenn die New York Times, Hollywood und MTV nun auf den Zug aufspringen, dann dient das letztlich dem Zweck, Werbefl&auml;chen, DVDs und Eintrittskarten f&uuml;rs Kino zu verkaufen. So verdient das eine Prozent auf perfideste Art an der Wut der 99 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2011-10\/occupy-modebewegung\">Zeit.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.K.:<\/strong> Ich teile die Bef&uuml;rchtung des Autors und hoffe, dass die Aktion &ldquo;Umzingelung des Bankenviertels und Regierungssitzes&rdquo; am 12.11. (hoffentlich) nicht wieder unter das &ldquo;Occupy&hellip;&rdquo;-Motto gestellt wird.. Diese &ldquo;Bezeichnung&rdquo; kann ich n&auml;mlich nicht mehr h&ouml;ren. Die Protestbewegung entstand weitab der Wall Street (Naher Osten, Afrika, Spanien, England, Griechenland, Europa). Wir m&uuml;ssen aufpassen, dass sie (von Medien und Politik) durch den &ldquo;Occupy&hellip;&rdquo;-Hype nicht schnell zu einer (inhalts- und konzeptlosen) &ldquo;Kasper&amp;Clowns&rdquo;-Bewegung abgestempelt wird.. Attac (und z.b. auch die Linke, Campact,..) haben viel an konstruktiven L&ouml;sungsvorschl&auml;gen bez&uuml;glich der Bankenkrise zu bieten &ndash; im Gegensatz zu den &ldquo;Occupy&rdquo;-Hipstern, die sich (nach eigenen Angaben) ohnehin nicht von &ldquo;Interessengruppen\/Organisationen&rdquo; &ldquo;vereinnahmen&rdquo; lassen wollen (obwohl genau das Gegenteil der Fall war, der &ldquo;Occupy&hellip;&rdquo;-Hype hat den von langer Hand geplanten Aktionstag 15.10. als &ldquo;&Uuml;berschwappen&rdquo; der Protestwelle von &ldquo;USA nach Europa&rdquo; vereinnahmt, was nat&uuml;rlich ein absoluter WITZ ist und das wei&szlig; auch jeder, der sich mit der Protestbewegung schon l&auml;nger als seit September besch&auml;ftigt).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Occupy! &ndash; Aber wen oder was? <\/strong><br>\nDie Leute besetzen die Bankenviertel, die Politik spendet Beifall. Doch wo ist der Feind? Sitzt er &uuml;berhaupt dort?<br>\n&bdquo;Der weltweite Protest, der letztes Wochenende in die Bankenviertel weiterer westlicher Metropolen geschwappt ist, hat trotz seiner Berechtigung irgendwie auch etwas R&uuml;hrendes. Selten hat eine Protestbewegung n&auml;mlich so viel Zuspruch und Zustimmung erhalten wie diese. Die Medien bejubelte sie, selbst die Politiker unterschiedlichsten Couleurs und auch einige Wirtschaftsbosse bekundeten ihr Wohlgefallen. Und das trotz ihrer geringen Gr&ouml;&szlig;e, was allein schon Grund zu einigen bissigen Vermutungen und Kommentaren w&auml;re&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/6\/150691\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Noch drei&szlig;ig Tage bis zur Volksabstimmung &uuml;ber S 21<\/strong><br>\nHier noch einige Informationen zur Urteilsbildung:\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das Alte schl&auml;gt die Moderne<\/strong><br>\nDie Frage nach Effizienz und Auslastung gilt als entscheidender Vorteil f&uuml;r Stuttgart 21. Zu Unrecht. Eine Studie versetzt den Anh&auml;ngern des Projektes einen neuen Schlag: Mit l&auml;ppischen Investitionen schl&auml;gt der jetzige Kopfbahnhof S21 deutlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/geld\/kopfbahnhof-versus-stuttgart-21-das-alte-schlaegt-die-moderne-1744185.html\">stern.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum Fortschritt oben f&auml;hrt<\/strong><br>\nStresstest und Schlichtung haben gezeigt:<br>\nStuttgart 21 ist ein R&uuml;ckschritt f&uuml;r den Bahnkunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ingenieure22.de\/publikationen\/Fortschritt_faehrt_oben_a4.pdf\">Ingenieure 22 f&uuml;r den Kopfbahnhof<\/a><\/li>\n<li><strong>Weichen stellen<\/strong><br>\nNein zur Verschleuderung von Steuergeldern &ndash; Ja zu einer umweltgerechten Verkehrspolitik!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.s-oe-s.de\/wp-content\/uploads\/content\/2011\/10\/stadt.plan-extra-2-2011.pdf\">Stadt.Plan [PDF &ndash; 3 MB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Oben bleiben! Wussten Sie schon, <\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"\/upload\/pdf\/111028_flyer_wussten_sie_schon_vorderseite_endfassung2.pdf\">Flyer 1 [PDF &ndash; 319 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"\/upload\/pdf\/111028_flyer__wussten_sie_schon_rueckseite_endfassung2.pdf\">Flyer 2 [PDF &ndash; 26 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Willk&uuml;r als Prinzip<\/strong><br>\nDie SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung pl&auml;diert f&uuml;r die Entwicklung umfassender Operationsmodelle f&uuml;r k&uuml;nftige Milit&auml;reins&auml;tze &agrave; la Libyen. Der Libyen-Krieg sei ein voller Erfolg gewesen, hei&szlig;t es in einer soeben von der <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/iez\/08553.pdf\">Stiftung publizierten Studie [PDF &ndash; 295 KB]<\/a>. Unter anderem habe er den Grundsatz der sogenannten Responsibility to Protect (&ldquo;Schutzverantwortung&rdquo;) gest&auml;rkt, mit dem Interventionen in aller Welt legitimiert werden k&ouml;nnen, um bei tats&auml;chlich oder angeblich drohenden Massenverbrechen einzuschreiten. F&uuml;r die kommenden Milit&auml;roperationen unter diesem Etikett m&uuml;sse eine neue &ldquo;zivil-milit&auml;rische(&hellip;) Doktrin&rdquo; entwickelt werden, erkl&auml;rt die Stiftung und w&uuml;rdigt explizit die &ldquo;Pionierarbeit&rdquo;, die ein US-Programm unter Mitwirkung hochrangiger Milit&auml;rs dazu geleistet habe. W&auml;hrend die sozialdemokratische Organisation zuk&uuml;nftige Gewaltoperationen fest in den Blick nimmt, &uuml;bt ein V&ouml;lkerrechtsprofessor von der Universit&auml;t Hamburg scharfe Kritik an der Intervention in Libyen. Wie Reinhard Merkel urteilt, haben die NATO-Staaten, indem sie einen Regimesturz in Tripolis herbeibombten, &ldquo;Tausende Libyer ebenjenes Leben gekostet (&hellip;), das zu sch&uuml;tzen der Auftrag der NATO gewesen ist&rdquo;. Das Vorgehen des Westens werfe auf das von der Ebert-Stiftung propagierte Konzept der &ldquo;Responsibility to Protect&rdquo; einen &ldquo;finsteren Schatten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58186\">German-Foreign-Policy.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Tunesien : Alle Stimmen ausgez&auml;hlt &ndash; Islamisten gewinnen die Wahl<\/strong><br>\n&ndash; mit ca. 40 Prozent der Stimmen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/alle-stimmen-ausgezaehlt-islamisten-gewinnen-wahlen-in-tunesien-1.1175410\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>2009 &uuml;ber 240&nbsp;000&nbsp;Euro an Drittmitteln je Universit&auml;tsprofessor\/-in <\/strong><br>\nIm Jahr 2009 warben die Professorinnen und Professoren an deutschen Universit&auml;ten (einschlie&szlig;lich medizinische Einrichtungen) im Durchschnitt Drittmittel in H&ouml;he von 240&nbsp;400&nbsp;Euro ein. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren dies 8,9&nbsp;% mehr als im Vorjahr.<br>\nIn anderen Hochschulformen waren die durchschnittlichen Drittmitteleinnahmen einer Professorin\/eines Professors niedriger. An den Fachhochschulen betrugen sie 20&nbsp;700 Euro (+&nbsp;1,0&nbsp;% gegen&uuml;ber 2008), an den Kunsthochschulen 13&nbsp;000&nbsp;Euro (+&nbsp;20,8&nbsp;% gegen&shy;&uuml;ber 2008). Im Durchschnitt aller Hochschulen lagen die Drittmitteleinnahmen einer Professorin\/eines Professors im Jahr 2009 bei 141&nbsp;900&nbsp;Euro.<br>\nDie h&ouml;chsten Drittmitteleinnahmen nach F&auml;chergruppen betrachtet bezogen die Universit&auml;tsprofessorinnen und -professoren im Bereich der Humanmedizin\/ Gesundheitswissenschaften. Im Jahr 2009 erzielten sie durchschnittlich rund 474&nbsp;500&nbsp;Euro (+&nbsp;7,3&nbsp;% gegen&uuml;ber 2008) je Professor\/-in. An zweiter Stelle folgten die Universit&auml;tsprofessorinnen und -professoren im Bereich der Ingenieurwissenschaften mit Einnahmen in H&ouml;he von circa 454&nbsp;400&nbsp;Euro (+&nbsp;12,8&nbsp;% zum Vorjahr). Mit rund 70&nbsp;200&nbsp;Euro (+&nbsp;12,0&nbsp;% gegen&uuml;ber 2008) waren die Drittmitteleinnahmen je Universit&auml;tsprofessorin\/-professor in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften deutlich niedriger. In den Sprach- und Kulturwissenschaften warben die Professorinnen und Professoren durchschnittlich 66&nbsp;300&nbsp;Euro (+&nbsp;14,7&nbsp;% zum Vorjahr) ein.<br>\nDie meisten Drittmittel insgesamt unter den Universit&auml;ten (ohne medizinische Ein&shy;richtungen) warben im Jahr 2009 die Technische Hochschule Aachen (221&nbsp;Millionen Euro), die Technische Universit&auml;t M&uuml;nchen (182&nbsp;Millionen Euro) und die Technische Universit&auml;t Dresden (127&nbsp;Millionen Euro) ein. Die h&ouml;chsten Drittmitteleinnahmen je Professor\/in erzielten die Technische Hochschule Aachen (714&nbsp;300&nbsp;Euro) und die Technische Universit&auml;t M&uuml;nchen (542&nbsp;100&nbsp;Euro).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2011\/10\/PD11__402__213,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Statistik belegt wie die Forschung immer mehr durch die Einwerbung von Drittmitteln gesteuert wird. Die staatliche Grundausstattung, die eigentliche die Wissenschaftsfreiheit der einzelnen Wissenschaftler garantieren soll, tritt immer mehr in den Hintergrund. Das bedeutet letztlich, dass die Hochschulen zwar nach wie vor zu 70 bis 80 Prozent &ouml;ffentlich finanziert werden, die Forschungsausrichtung aber immer st&auml;rker durch Drittmittelgeber von au&szlig;en gesteuert wird; bildlich gesprochen der (drittmittelgebende) Schwanz wackelt mit dem (staatlich finanzierten) Hund. Da besonders in der Medizin und in den Ingenieurwissenschaften private Forschungsgeldgeber aktiv sind, steuern auch private (Wirtschafts-)Interessen immer st&auml;rker die Forschung auf diesen Wissenschaftsfeldern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schnitt nach vorn<\/strong><br>\nF&uuml;r das Dresdner Wissenschaftsministerium ist die aktuelle Studentenwelle nur ein Zwischenph&auml;nomen. Lieber argumentiert man mit dem Geburtenknick der Nachwendezeit, mit zwanzig Prozent weniger Studienanf&auml;ngern aus Sachsen in den kommenden zehn Jahren. Der Freistaat, der pro Student ohnehin deutlich weniger ausgibt als die anderen Fl&auml;chenl&auml;nder, will weiter sparen. Das Wissenschaftsministerium, das gerade am Hochschulentwicklungsplan bis 2020 feilt, betont sogar, fast zynisch, die &raquo;gro&szlig;en Gestaltungsspielr&auml;ume&laquo;, die sich aus der &raquo;strategischen Verteilung von Mitteln, Infrastruktur und Personalstellen&laquo; erg&auml;ben. Weil der Stellenabbau mit drei Prozent deutlich geringer ausfallen werde als der erwartete R&uuml;ckgang der Studentenzahlen, w&uuml;rden die Unis sogar gewinnen.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/44\/S-Hochschulen\/seite-1\">Zeit<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Bundesverfassungsgericht stoppt 9-er Sondergremium zur Verteilung der Rettungsschirm-Mittel; Zum EU-Gipfel; Sarkozy nimmt sich Deutschland zum Vorbild; Verm&ouml;gensteuer Jetzt! 99 % werden arm; Zahl der Empf&auml;nger von Hilfe zum Lebensunterhalt 2010 um 1,7&nbsp;% gestiegen; Umfrage: Vier von f&uuml;nf Deutschen gegen Senkung des Rentenbeitrags; &ldquo;Die rationalisieren mich weg&rdquo;; Zur Occupy-Bewegung; Noch<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11122\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11122","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11122","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11122"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11122\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11126,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11122\/revisions\/11126"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11122"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11122"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11122"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}