{"id":111280,"date":"2024-02-19T11:00:44","date_gmt":"2024-02-19T10:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111280"},"modified":"2024-02-19T12:40:36","modified_gmt":"2024-02-19T11:40:36","slug":"krieg-in-der-ukraine-ist-menetekel-fuer-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111280","title":{"rendered":"\u201eKrieg in der Ukraine ist Menetekel f\u00fcr Europa\u201c"},"content":{"rendered":"<p>General a.D. Harald Kujat hat in einem Vortrag bei der &bdquo;Eurasien Gesellschaft&ldquo; beklagt, deutschen und europ&auml;ischen Politikern mangele es an der Lebendigkeit des Geistes, den Krieg in der Ukraine auf dem Verhandlungsweg zu beenden. Er warnt den Westen davor, weiter Schuld am tragischen Schicksal des ukrainischen Volkes auf sich zu laden. Von <strong>&Eacute;va P&eacute;li<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;In den deutschen Medien wird schon seit einiger Zeit die These vertreten, dass der Angriff auf die Ukraine Teil einer langfristigen imperialen Strategie sei, den Einflussbereich der Sowjetunion zur&uuml;ckzuerobern. Seit sich die milit&auml;rische Lage eindeutig zugunsten Russlands neige, wird von so genannten Milit&auml;rexperten geradezu hysterisch anschwellend Kriegsfurcht verbreitet. Ob dies aus Unkenntnis, ideologischer Verengung, purer Wichtigtuerei geschieht? Ich wei&szlig; es nicht.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=L6dbonhYkDE\">sagte<\/a> der ehemalige Bundeswehr-Generalinspekteur und hochrangige NATO-Offizier Harald Kujat am Dienstag in Berlin. Das geschehe vielleicht auch im Bem&uuml;hen f&uuml;r die Verbesserung der Verteidigungsf&auml;higkeit der Bundeswehr, f&uuml;gte er hinzu.<\/p><p>Kujat vermutet, dass jene, die noch vor einiger Zeit den milit&auml;rischen Sieg &uuml;ber den Krieg in der Ukraine vorausgesagt h&auml;tten, bedenkenlos die weitere Unterst&uuml;tzung der Ukraine mobilisieren wollen. Deshalb w&uuml;rden sie behaupten, eine ukrainische Niederlage werde Russlands Machthunger nicht befriedigen und es werde deshalb vor einem Angriff auf NATO-Staaten nicht zur&uuml;ckschrecken. Deutschland und Europa st&uuml;nden vor einem Jahrzehnt der Konfrontation durch Russland.<\/p><p>Der Ex-Milit&auml;r findet es bemerkenswert, dass Politiker mit der Vermutung eines angeblich bevorstehenden russischen Angriffskrieges eine deutliche Erh&ouml;hung der Verteidigungsausgaben fordern. Mehr als ein Jahrzehnt h&auml;tten die deutschen Politiker den &bdquo;Verfassungsbruch&ldquo; hingenommen, der 2011 durch die sogenannte Neuausrichtung der Bundeswehr entstanden ist. &bdquo;Wir brauchen keine &ndash; im &Uuml;brigen auch gef&auml;hrliche &ndash; Kriegshysterie, um zu begr&uuml;nden, dass die Bundeswehr zur Landes- und B&uuml;ndnisverteidigung f&auml;hig sein muss&ldquo;, stellte er klar. Es reiche v&ouml;llig aus, endlich den Verfassungsauftrag zu erf&uuml;llen.<\/p><p>Die Denkfabrik <a href=\"https:\/\/www.eurasien-gesellschaft.org\">&bdquo;Eurasien Gesellschaft&ldquo;<\/a> hat Kujat zu einem Vortrag &uuml;ber &bdquo;Der Ukrainekrieg, die Rivalit&auml;t der gro&szlig;en M&auml;chte und die Selbstbehauptung Europas&ldquo; eingeladen. Die Veranstaltung haben sch&auml;tzungsweise 150 Menschen besucht.<\/p><p><strong>Gordischer Knoten<\/strong><\/p><p>Zu Beginn seines Vortrages sagte der 81-J&auml;hrige, dass die Verstrickungen vieler Staaten in den Konflikt in und um die Ukraine wie ein &bdquo;unaufl&ouml;sbarer Gordischer Knoten&ldquo; erscheinen. Es gebe zwei &Uuml;berlieferungen, wie Alexander der Gro&szlig;e einst den &bdquo;Gordischen Knoten&ldquo; aufl&ouml;ste: Der &Uuml;berlieferung von Plutarch nach zerschlug er den Knoten, der den Streitwagen des phrygischen K&ouml;nigs Gordios mit den Z&uuml;geln der Pferde verband, mit dem Schwert. Der r&ouml;mische Historiker Lucius Flavius Arrianus habe dagegen &uuml;berliefert, dass Alexander den Knoten &bdquo;mit der Lebendigkeit seines Geistes&ldquo; aufgel&ouml;st habe: Er habe die Rolle des Deichselnagels f&uuml;r den Knoten an dem Streitwagen erkannt und ihn einfach herausgezogen.<\/p><p>Kujat verglich das mit der westlichen Politik, die &bdquo;dem Weg des Schwertes folgt&ldquo;. Ihr mangele es an dem, was Alexander den Gro&szlig;en ausgezeichnet habe: &bdquo;an der Lebendigkeit des Geistes&ldquo;. Ein Verhandlungsfrieden spiele im Ukraine-Krieg die Rolle des Deichselnagels.<\/p><p><strong>Menetekel f&uuml;r Europa<\/strong><\/p><p>Der Ex-General warnte davor, dass die USA ihre Verb&uuml;ndeten in Europa auch in einen k&uuml;nftigen Konflikt mit China hineinziehen w&uuml;rden. Er bezeichnete den Krieg in der Ukraine als &bdquo;Menetekel f&uuml;r Europa, den Weg zu geopolitischer Selbstbehauptung einzuschlagen, politisch, wirtschaftlich, technologisch und nicht zuletzt milit&auml;risch&ldquo;. Deutschland ist aus seiner Sicht &bdquo;auf dem geopolitischen Schachbrett der Vereinigten Staaten und insbesondere in deren Russlandstrategie eine besonders wichtige Figur&ldquo;. Er verwies auch auf &bdquo;die dramatischen wirtschaftlichen Konsequenzen dieses Krieges f&uuml;r den Industrie und Wirtschaftsstandort Europa und insbesondere f&uuml;r Deutschland&ldquo;.<\/p><p>Der Ukraine-Krieg habe Europa an eine Wegscheide gef&uuml;hrt: &bdquo;Es geht in diesem Krieg eben nicht nur um die Sicherheit und die territoriale Integrit&auml;t der Ukraine, sondern es geht um eine europ&auml;ische Sicherheits- und Friedensordnung, in der alle Staaten des europ&auml;ischen Kontinents ihren Platz haben.&ldquo; Mit Blick auf den Ausgangspunkt eines Krieges erinnerte er: &bdquo;Ein Krieg entsteht nicht, weil sich Putin morgens an sein Fr&uuml;hst&uuml;cksei klopft und sagt: Jetzt &uuml;berfallen wir mal die Ukraine.&ldquo; Dazu geh&ouml;rten eine lange Vorgeschichte und politische Ursachen.<\/p><p>Doch auch im Krieg m&uuml;sse die Politik die Oberhand behalten und trotz der Kampfhandlungen fortgesetzt werden, verwies der Milit&auml;rexperte dabei auf den Milit&auml;rtheoretiker und -praktiker Carl von Clausewitz. Es m&uuml;sse ein Ende des Krieges auf dem Verhandlungsweg angestrebt werden. &bdquo;Sind Politik und Diplomatie, wie es in diesem Krieg der Fall ist, suspendiert, dann ist der Krieg, wie Clausewitz es definiert, ein Akt der Gewalt. Und es gibt in der Anwendung derselben keine Grenzen&ldquo;, so Kujat.<\/p><p><strong>Wendepunkte im Verh&auml;ltnis der Gro&szlig;m&auml;chte<\/strong><\/p><p>Der fr&uuml;here hochrangige NATO-Offizier verwies auf den &bdquo;strategischen Wendepunkt&ldquo; im Verh&auml;ltnis der beiden Gro&szlig;m&auml;chte: Die einseitige K&uuml;ndigung 2002 durch die USA des 30 Jahre zuvor vereinbarten ABM-Vertrags &uuml;ber strategische Raketenabwehrsysteme. Dadurch und durch weitere &auml;hnliche Schritte in den Folgejahren sei das nuklear-strategische Gleichgewicht ver&auml;ndert worden: &bdquo;Im Grunde genommen haben die Vereinigten Staaten damit Russland die M&ouml;glichkeit gegeben, v&ouml;lkerrechtlich und vertragskonform ein neues strategisches Bedrohungspotential gegen Europa aufzubauen.&ldquo;<\/p><p>Als sicherheitspolitischen Wendepunkt sieht er den NATO-Gipfel 2008 in Bukarest. Dort habe US-Pr&auml;sident George W. Bush &bdquo;mit gro&szlig;em Druck&ldquo; versucht, die Ukraine und Georgien in die NATO zu holen. Das sei gescheitert, aber f&uuml;r beide Staaten sei eine sogenannte Beitrittsperspektive erkl&auml;rt worden. Damals habe der heutige CIA-Direktor William Burns als US-Botschafter in Moskau vor den Folgen gewarnt: &bdquo;Das wird einen fruchtbaren Boden f&uuml;r eine russische Intervention auf der Krim und im Osten der Ukraine schaffen. Es besteht kein Zweifel, dass Putin scharf zur&uuml;ckschlagen wird.&ldquo;<\/p><p>Als &bdquo;eigentlichen Wendepunkt&ldquo; bezeichnete der einstige NATO-Offizier den &bdquo;von den USA inszenierten Staatstreich im Februar 2014 in Kiew, der den B&uuml;rgerkrieg im Donbass um die Verweigerung der Minderheitenrechte an die russischsprachige Bev&ouml;lkerung ausgel&ouml;st hatte&ldquo;. Er erinnerte an die beiden Vereinbarungen von Minsk 2014 und 2015, die eine friedliche L&ouml;sung des Konflikts erm&ouml;glichen sollten.<\/p><p><strong>Europ&auml;isierung des Krieges<\/strong><\/p><p>Zu Beginn des dritten Kriegsjahres ist es laut Kujat offensichtlich, dass sich 2024 das Schicksal der Ukraine entscheiden wird. Die Zukunft des Landes liege in der Hand des Westens, von dem es finanziell und milit&auml;risch abh&auml;ngig sei. Der Ukraine w&uuml;rden &bdquo;aber vor allem Soldaten&ldquo; fehlen. Der Ex-General rechnet damit, dass der Wiederaufbau nach dem Krieg vor allem von den Europ&auml;ern finanziert werden muss. Es verdichte sich der Eindruck, dass die EU zunehmend die USA ersetzen, falls diese als bisherige Hauptunterst&uuml;tzer ausfallen.<\/p><p>Die Europ&auml;isierung des Krieges habe einen &bdquo;gro&szlig;en Schritt voran gemacht&ldquo;. Die Milit&auml;roperationen w&uuml;rden durch die USA und die Ukraine in einem gemeinsamen Stab in Deutschland, in Wiesbaden, geplant und vorbereitet werden, so Kujat. Doch vor allem die US-amerikanische Unterst&uuml;tzung der ukrainischen Truppen durch die verschiedenen Aufkl&auml;rungsmittel und Zieldaten k&ouml;nnten die Europ&auml;er nicht &uuml;bernehmen. Gleichzeitig sei die Kriegsbereitschaft bei EU- und deutschen Politikern ungebrochen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sei zudem offenbar bereit, im ukrainischen Stellvertreterkrieg eine F&uuml;hrungsrolle zu &uuml;bernehmen.<\/p><p><strong>NATO-Mitgliedschaft durch die Hintert&uuml;r<\/strong><\/p><p>Aus Sicht des Ex-Bundeswehr-Generals gibt es gegenw&auml;rtig im Ukraine-Krieg keine Patt-Situation. Er rechnet damit, dass die russischen Truppen Charkiw wieder einnehmen und auch Odessa am Schwarzen Meer erobern werden. Die ukrainischen Truppen h&auml;tten nach der gescheiterten &bdquo;Gegenoffensive&ldquo; ihre F&auml;higkeit zu offensiven Handlungen weitgehend verloren. Deshalb w&uuml;rden sie ausweichen und unter anderem versuchen, &bdquo;durch Angriffe auf russisches Territorium zu demonstrieren, dass sie nach wie vor milit&auml;risch handlungsf&auml;hig sind&ldquo;, einschlie&szlig;lich Kriegsverbrechen gegen die Zivilbev&ouml;lkerung.<\/p><p>Aufgrund der kritischen Lage f&uuml;r die Ukraine habe die US-F&uuml;hrung eine neue defensive Vier-Phasen-Strategie &ndash; k&auml;mpfen, aufbauen, erholen, reformieren &ndash; f&uuml;r Kiew entwickelt. Dazu geh&ouml;re die Verteidigung des eigenen Gebietes, das Verringern der eigenen Verluste und sich auf sp&auml;tere Operationen vorzubereiten. So sollen in zehn Jahren ukrainische Streitkr&auml;fte mit gro&szlig;er Kampfkraft und hoher Abschreckungswirkung entstehen. Das bedeute, dass Selenskyj das offiziell verk&uuml;ndete Ziel, die Gebiete im Donbass und die Krim zur&uuml;ckzuerobern, aufgeben m&uuml;sste.<\/p><p>Diese Strategie, die die europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten einbeziehe, sei auf zehn Jahre angelegt. Damit solle verhindert werden, dass es durch m&ouml;gliche Regierungswechsel in den beteiligten L&auml;ndern zu einem Kurswechsel kommt. Die Bundesregierung sei bereit, sich daran zu beteiligen, sagte Kujat. Aus seiner Sicht kommt das einer NATO-Mitgliedschaft der Ukraine &bdquo;durch die Hintert&uuml;r&ldquo; gleich, falls alle NATO-Staaten dem folgen.<\/p><p><strong>Keine Belege f&uuml;r &bdquo;russische Gefahr&ldquo;<\/strong><\/p><p>F&uuml;r Kujat gibt es keine &uuml;berzeugenden Belege f&uuml;r westliche Behauptungen, dass Russland in einigen Jahren die NATO angreifen k&ouml;nne und wolle. Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin habe dem mehrfach widersprochen. Doch niemand wolle ihm glauben, dass die Sowjetunion nicht wieder errichtet werden soll. Kujat machte deutlich, dass Russland auch praktisch keinerlei Vorbereitungen getroffen habe, um die gesamte Ukraine zu erobern und danach die NATO anzugreifen. Der Aufwand, ein gro&szlig;es Land wie die Ukraine vollst&auml;ndig zu besetzen, sei zudem viel zu gro&szlig;.<\/p><p>Russland wolle stattdessen eine Pufferzone zur NATO erreichen. Es habe w&auml;hrend der gesamten Auseinandersetzung wie auch die USA darauf geachtet, dass es zu keiner direkten Konfrontation komme. Der Einmarsch in die Ukraine ist aus Kujats Sicht &bdquo;nicht Teil eines imperialen Plans&ldquo; von Moskau. Durch Verhandlungen k&ouml;nne gesichert werden, dass Russland ukrainisches Territorium nicht zum Aufmarsch Richtung Mitteleuropa nutzten kann.<\/p><p>&bdquo;Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnten mit Russland Vereinbarungen geschlossen werden, die vor allem die Sicherheit der baltischen Staaten erh&ouml;hen, aber auch insgesamt zu gr&ouml;&szlig;erer Stabilit&auml;t zwischen der NATO und Russland beitragen.&ldquo; Das k&ouml;nne durch einen aktualisierten KSE-Vertrag &uuml;ber die Begrenzung der konventionellen Streitkr&auml;fte erfolgen, einschlie&szlig;lich vertrauensbildender milit&auml;rischer Ma&szlig;nahmen. Das k&ouml;nne zu gr&ouml;&szlig;erer Transparenz und gr&ouml;&szlig;erer Vorhersehbarkeit des politisch-milit&auml;rischen Handelns beitragen.<\/p><p><strong>Dem Frieden eine Chance <\/strong><\/p><p>In Deutschland werde die Tatsache, dass Ende M&auml;rz 2022 in Istanbul eine von beiden Seiten ausgehandelte und paraphierte Vereinbarung erzielt wurde, unterdr&uuml;ckt und geleugnet, beklagte der Ex-General. Dagegen h&auml;tten ukrainische Verhandlungsteilnehmer das inzwischen mehrfach &ouml;ffentlich best&auml;tigt. Die Gr&uuml;nde f&uuml;r das Leugnen w&uuml;rden auf der Hand liegen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Eine n&auml;here Besch&auml;ftigung mit dem Inhalt des Abkommens w&uuml;rde zeigen, dass die Ukraine ein sehr gutes Ergebnis erreicht hatte. Ein Ergebnis, das nach sechs Wochen den Krieg zu durchaus annehmbaren Bedingungen f&uuml;r die Ukraine beendet h&auml;tte. Jeder vern&uuml;nftige Mensch w&uuml;rde dann fragen, weshalb Selenskyj eigentlich nicht bereit war, durch seine Unterschrift den Tod einer halben Million von Ukrainern und die Zerst&ouml;rung des Landes zu verhindern.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Au&szlig;erdem w&uuml;rden vern&uuml;nftige Menschen weiter fragen, warum der ukrainische Pr&auml;sident Selenskyj und die ihn unterst&uuml;tzenden westlichen Staaten immer noch nicht bereit sind, dem Frieden eine Chance zu geben. &bdquo;Die Politiker, die Anfang April 2022 den Frieden zwischen Russland und der Ukraine verhindert haben, waren offensichtlich &uuml;berzeugt, Russland k&ouml;nne mit ihrer Unterst&uuml;tzung durch die Ukraine besiegt werden.&ldquo; Doch das sei eine Fiktion, was inzwischen l&auml;ngst allen klar sein sollte, so Kujat.<\/p><p>Der Westen sollte &bdquo;nicht weiter Schuld am tragischen Schicksal des ukrainischen Volkes&ldquo; auf sich laden, forderte er in Berlin. &bdquo;Die bittere Wahrheit ist, dass sich trotz massiver Unterst&uuml;tzung durch die USA und Europa mit modernen Waffen eine milit&auml;rische Niederlage der Ukraine abzeichnet.&ldquo; Kujat warnte, dass sich das Zeitfenster f&uuml;r eine Verhandlungsl&ouml;sung bald schlie&szlig;en k&ouml;nne. Wenn sich der Westen nicht ernsthaft um einen Verhandlungsfrieden bem&uuml;he, werde das Schicksal der Ukraine auf dem Schlachtfeld entschieden.<\/p><p>&bdquo;Und wenn die Waffen schweigen, wird die Ukraine nicht mehr das sein, was sie einmal war&ldquo;, sagte der Ex-Bundeswehr-General. Er bef&uuml;rchtet, dass der Westen doch noch direkt eingreift, um eine endg&uuml;ltige Niederlage Kiews zu verhindern: &bdquo;Damit entst&uuml;nde eine reale Gefahr, dass ein gro&szlig;er europ&auml;ischer Krieg auf dem europ&auml;ischen Kontinent ausbricht, auch mit dem Risiko eines begrenzten Nuklearkrieges, obwohl beide Gro&szlig;m&auml;chte, Russland und die Vereinigten Staaten, sich sehr, sehr bem&uuml;ht haben, genau dies zu verhindern.&ldquo; Kujat hofft, dass eine Ausweitung des Krieges auf ganz Europa verhindert wird.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wenn nicht durch die Lebendigkeit des Geistes eines f&uuml;hrenden Politikers, dann vielleicht doch, weil sich Vernunft durchsetzt.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/L6dbonhYkDE?si=jvjNZSo-ZZB5-dNJ\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><small>Titelbild: Tilo Gr&auml;ser<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106675\">General a. 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