{"id":11141,"date":"2011-10-31T16:44:30","date_gmt":"2011-10-31T15:44:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141"},"modified":"2011-10-31T16:44:30","modified_gmt":"2011-10-31T15:44:30","slug":"hinweise-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141","title":{"rendered":"Hinweise II"},"content":{"rendered":"<p><strong>Achtung: Weil Allerheiligen in der Pfalz ein Feiertag ist erscheinen morgen keine Hinweise des Tages. <\/strong><\/p><p>Unter anderem zu folgenden Themen: Das war die falsche Baustelle, Frau Merkel; Europas arrogante Elite; Eurokrise: Alles wird gut!?; OECD bef&uuml;rchtet Vollbremsung in der Eurozone; Schulden, Defizite und Moderne Geldtheorie; Oskar Lafontaine: &ldquo;Deutsche Bank verstaatlichen&rdquo;; Die Kanzlerin f&auml;hrt mit der CDU Karussell; Postdemokratie oder: Die &uuml;berforderten Volksvertreter; Chinas Schattenbanken taumeln; Anhaltender Bedeutungsverlust der Versicherungsleistung Arbeitslosengeld; Warnung vor sozialen Unruhen in Eurozone; Deutsche haben wenig Ahnung von der Europ&auml;ischen Zentralbank; New York: Nicht nur die &Auml;rmsten hungern; Im Dienste der Atomlobby; Is Higher Education in Europe socially inclusive; GEW: Geplante K&uuml;rzungen in der Lehrerbildung sind nach wie vor inakzeptabel!; Zu guter Letzt: Die CDU und der Mindestlohn; Zum Schluss: Steinbr&uuml;ck-Spiegel: Cover als Spott-Objekt. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h01\">Werner Vontobel: Das war die falsche Baustelle, Frau Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h02\">Paul Krugman: Europas arrogante Elite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h03\">Eurokrise: Alles wird gut!?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h04\">OECD bef&uuml;rchtet Vollbremsung in der Eurozone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h05\">Schulden, Defizite und Moderne Geldtheorie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h06\">Oskar Lafontaine: &ldquo;Deutsche Bank verstaatlichen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h07\">Die Kanzlerin f&auml;hrt mit der CDU Karussell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h08\">Postdemokratie oder: Die &uuml;berforderten Volksvertreter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h09\">Chinas Schattenbanken taumeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h10\">Anhaltender Bedeutungsverlust der Versicherungsleistung Arbeitslosengeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h11\">Warnung vor sozialen Unruhen in Eurozone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h12\">Deutsche haben wenig Ahnung von der Europ&auml;ischen Zentralbank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h13\">New York: Nicht nur die &Auml;rmsten hungern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h14\">Im Dienste der Atomlobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h15\">Is Higher Education in Europe socially inclusive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h16\">GEW: Geplante K&uuml;rzungen in der Lehrerbildung sind nach wie vor inakzeptabel!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h17\">Zu guter Letzt: Die CDU und der Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141#h18\">Zum Schluss: Steinbr&uuml;ck-Spiegel: Cover als Spott-Objekt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11141&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Werner Vontobel: Das war die falsche Baustelle, Frau Merkel<\/strong><br>\nNach dem x-ten, alles entscheidenden Euro-Krisengipfel in der vergangenen Woche stellte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel vor die Medien und sagte dies &bdquo;Wir Europ&auml;er haben heute gezeigt, dass wir die richtigen Schl&uuml;sse gezogen haben. Wir haben die Problem erkannt und benannt.&ldquo;<br>\nFalsch. Setzen. Frau Merkel, Sie haben das wahre Problem noch immer nicht erkannt. Deshalb noch einmal gaaanz langsam f&uuml;r Sie: Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland und zw&ouml;lf weitere Staaten bilden zusammen eine W&auml;hrungsunion. W&auml;hrungsunion ist, wenn man nicht mehr abwerten darf. Abwerten mussten einzelne L&auml;nder immer dann, wenn ihr Import&uuml;berschuss chronisch wurde. Sie taten dies nicht aus Jux und Tollerei, sondern weil sie bef&uuml;rchten mussten, dass sie sonst vor lauter Schulden ihre Importe nicht mehr bezahlen k&ouml;nnten. Und statt immer mehr zu importieren, wollten sie lieber mehr selber produzieren und so ihre Besch&auml;ftigung erh&ouml;hen und die Arbeitslosigkeit senken.<br>\nSoweit alles klar?<br>\nGut. Und was sagt uns das nun in Bezug auf die Konstruktion einer W&auml;hrungsunion? Richtig. Sie muss chronische Handelsbilanzdefizite vermeiden. Und weil die Defizite eines Landes immer auch die &Uuml;berschusse eines anderen sind, m&uuml;ssen auch chronische &Uuml;bersch&uuml;sse vermieden werden. Ein Exportweltmeister in einer W&auml;hrungsunion ist wie ein Elefant in einem Porzellan-Laden&hellip;.<br>\nVon Ihnen und ihren Beratern aber d&uuml;rfte man erwarten, dass Sie die Gesamtzusammenh&auml;nge sehen.<br>\nDas f&auml;llt ihnen offenbar schwer, denn der richtige Schluss daraus w&auml;re, dass Deutschland dringend aufh&ouml;ren muss, Export- und Sparweltmeister zu sein. Damit haben Sie Europa viel mehr kaputt macht als s&auml;mtliche s&uuml;dliche Schlendriane.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cash.ch\/news\/alle\/das_war_die_falsche_baustelle_frau_merkel-1094197-448\">Cash<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Paul Krugman: Europas arrogante Elite<\/strong><br>\nEs w&auml;re komisch, wenn es nicht so tragisch w&auml;re: Europa k&ouml;nnte den Euro retten, wenn seine Politiker nicht so verbohrt w&auml;ren.<br>\nDenken Sie an L&auml;nder wie Gro&szlig;britannien, Japan und die USA, die ebenfalls hohe Schulden und Staatsausgaben haben, aber dennoch weiter Geld zu niedrigen Zinsen leihen k&ouml;nnen. Was ist ihr Geheimnis? Im Wesentlichen, dass sie ihre eigene W&auml;hrung bewahrt haben und die Investoren wissen, dass diese L&auml;nder bei einem &auml;hnlichen Ansturm ihre Defizite ausgleichen k&ouml;nnten, indem sie mehr Geld drucken. Wenn die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) sich gegen&uuml;ber den europ&auml;ischen Schulden &auml;hnlich positionieren w&uuml;rde, w&uuml;rde sich die Krise deutlich entsch&auml;rfen. Aber genau das, hei&szlig;t es, sei keine Option. Die Statuten, mit denen die EZB errichtet wurden, verbieten genau das, obwohl man nat&uuml;rlich vermuten darf, dass geschickte Anw&auml;lte schon einen Ausweg finden w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/kolumne-europas-arrogante-elite,1472602,11079716.html%20\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurokrise: Alles wird gut!?<\/strong><br>\nAngela Merkel will ganz Europa nach deutschem Vorbild formen und dr&uuml;ckte dem Eurogipfel ihren Stempel auf: Schuldenbremse, Haushaltsdisziplin und kein Geld f&uuml;r Krisenl&auml;nder ohne Sparpaket, sprich Sozialabbau&hellip;<br>\nDiese &bdquo;Teilkasko&ldquo; erm&ouml;glicht es, mit den 250 Mrd. Euro der EFSF Anleihen im Wert von einer Billion abzusichern. Anleger m&uuml;ssten im Pleitefall bei 50 %-Schuldenschnitt mit 25 % Verlust rechnen. Ideal f&uuml;r Spekulanten, die Risikoaufschl&auml;ge hochtreiben oder auf Kreditausfall setzen &ndash; wie gehabt&hellip;<br>\nStatt ein Investitionsprogramm und einen Marshallplan f&uuml;r S&uuml;deuropa aufzulegen, riskieren Merkel und Sarkozy die Ausweitung der Rezessionsgefahr. Italienern und Spaniern ist die Verelendung Griechenlands eine Warnung.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/111031_hinweise_klartext_alles_wird_gut.pdf\">klartext Nr. 38\/2011 [PDF &ndash; 95.8 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>OECD bef&uuml;rchtet Vollbremsung in der Eurozone<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsaufschwung in der Eurozone kommt nach Einsch&auml;tzung der OECD im kommenden Jahr fast zum Stillstand. Die Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung senkte ihre Konjunkturprognose drastisch. Demnach wird die Wirtschaftsleistung der Eurozone 2012 lediglich um 0,3 Prozent steigen. Bei der Sch&auml;tzung im Mai war die OECD noch von einem Plus von 2,0 Prozent ausgegangen.<br>\nHintergrund der schlechten Aussichten in Europa ist den Angaben zufolge in erster Linie die Schuldenkrise in Staaten der Eurozone. &ldquo;Ein Gro&szlig;teil der derzeitigen Schw&auml;chephase ist auf einen generellen Vertrauensverlust in die F&auml;higkeit der Politik zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, angemessene Antworten zu platzieren&rdquo;, erkl&auml;rte die OECD. F&uuml;r das laufende Jahr erwartet die Organisation dennoch ein Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent in der Eurozone. Auch diese Sch&auml;tzung liegt allerdings deutlich unter dem Wert der Prognose vom Mai. Damals war die OECD noch von einem Zuwachs um 2,0 Prozent ausgegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/oecdkonjunkturprognose100.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Angesichts der Sparprogramme, die allen Euro-Staaten vor allem von deutscher Seite aufgezwungen werden, w&auml;re alles andere als eine Rezession ein &ouml;konomisches Wunder. Aber an solche Wunder glaubt ja die deutsche Wirtschaftspolitik schon lange, sie l&auml;sst sich auch durch ein st&auml;ndiges Scheitern an der Wirklichkeit nicht von ihrem Wunderglauben abbringen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schulden, Defizite und Moderne Geldtheorie<\/strong><br>\nEin Interview mit Bill Mitchell, gef&uuml;hrt von Winston Gee. Deutsche &Uuml;bersetzung von Joachim Endemann. [&hellip;]<br>\nIn der Modernen Geldtheorie sehen wir die &ouml;ffentliche Verschuldung als privaten Reichtum und die Zinszahlungen als privates Einkommen. Die Staatsverschuldung ist wirklich nur ein Ausdruck des angesammelten Haushaltsdefizits, da&szlig; in der Vergangenheit ausgef&uuml;hrt wurde. Diese Defizite haben dem privaten Sektor finanzielle Verm&ouml;genswerte hinzugef&uuml;gt, wodurch die Nachfrage nach G&uuml;tern und Dienstleistungen befriedigt wird, die es uns erm&ouml;glicht, Einkommenszuw&auml;chse zu haben. Und das Einkommenswachstum hat uns erlaubt, finanzielle Verm&ouml;genswerte in einem weit gr&ouml;&szlig;eren Ausma&szlig; zu speichern und zu akkumulieren als ohne Haushaltsdefizite. Das einzige Problem, das eine fortschrittliche Person mit der &ouml;ffentlichen Verschuldung haben k&ouml;nnte, ist die Frage, wem die Schuldverschreibungen geh&ouml;ren, und ob daraus eine gerechte Verteilung des privaten Reichtums resultiert.<br>\nDar&uuml;ber ist eine Debatte zu f&uuml;hren. Aber es gibt keinen Grund, von der H&ouml;he der Staatsverschuldung besessen zu sein. Die Regierung kann immer den &ouml;ffentlichen Schuldenstand begleichen. Ein Staat kann niemals Bankrott gehen. &Ouml;ffentliche Schuldverschreibungen werden fraglos immer erf&uuml;llt. Es gibt kein Risiko. [&hellip;]<br>\nAus gesamtwirtschaftlicher Sicht, sollten die Ausgaben- und die Steuerpolitik derart sein, da&szlig; die Gesamtausgaben in der Wirtschaft ausreichen, um die reale Produktion auf das Niveau zu heben, ab dem die Unternehmen die zur Verf&uuml;gung stehenden Arbeitskr&auml;fte einstellen. Dies ist das Ziel und diesem Ziel mu&szlig; die &ouml;ffentliche Haushaltsf&uuml;hrung dienen. Damit ist nicht gesagt, da&szlig; Haushaltsdefizite &uuml;berhaupt egal w&auml;ren. Der entscheidende Punkt, den die urspr&uuml;nglichen Entwickler der Modernen Geldtheorie anmerken w&uuml;rden &ndash; ich selbst oder Randall Wray oder Warren Mosler &ndash; ist aber der, da&szlig; das Risiko des Haushaltsdefizits nicht Insolvenz, sondern Inflation ist. In dem wir das sagen, m&ouml;chten wir jedoch auch betonen, da&szlig; Inflation das Risiko jeder Art von Mehrausgaben ist, ob Investitionen, Konsum, Export oder Staatsausgaben.<br>\nJede Komponente der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage k&ouml;nnte die Wirtschaft bis zu dem Punkt treiben, ab dem wir Inflation kriegen. &Uuml;berm&auml;&szlig;ige Staatsausgaben sind daf&uuml;r [also] nicht grunds&auml;tzlich verantwortlich zu machen. Mit einem Wort k&ouml;nnen wir deutlich zum Ausdruck bringen, da&szlig; wir &uuml;berzeugt sind, da&szlig; Haushaltsdefizite genauso unangemessen hoch wie unzureichend sein k&ouml;nnen. Defizite k&ouml;nnen sowohl zu gro&szlig; als auch zu klein sein, und das Ziel der Regierung hat es zu sein, sicherzustellen, da&szlig; sie genau dem Ma&szlig; entsprechen, das erm&ouml;glicht, alle verf&uuml;gbare Produktionskapazit&auml;t einzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/7145\/schulden-defizite-und-moderne-geldtheorie\">Der Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine: &ldquo;Deutsche Bank verstaatlichen&rdquo;<\/strong><br>\nOskar Lafontaine fordert drastische Ma&szlig;nahmen gegen die geballte Macht der Konzerne. Die Politik m&uuml;sse sich die Banken wieder untertan machen, erkl&auml;rt der Chef der Linken-Fraktion im Landtag des Saarlands, wo er fr&uuml;her einmal Ministerpr&auml;sident war.<br>\nEs ist pure Ideologie zu glauben, es g&auml;be funktionierende Finanzm&auml;rkte. Was wir jetzt erleben, ist ein System, das zu falschen Preisen f&uuml;hrt und &uuml;berhaupt nicht funktionieren kann. Immer wieder entstehen durch unregulierte M&auml;rkte riesige Spekulationsblasen und enorme Verwerfungen, die die Stabilit&auml;t gef&auml;hrden. Die Theorie, dass M&auml;rkte immer effizient sind, ist Unsinn. Das ist inzwischen gut belegt. Selbst der US-Notenbankchef Ben Bernanke hat das kleinlaut einger&auml;umt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/oskar-lafontaine--deutsche-bank-verstaatlichen-,1472780,11070526.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Kanzlerin f&auml;hrt mit der CDU Karussell<\/strong><br>\nAngela Merkel wirft in einem Tempo traditionelle CDU-Positionen &uuml;ber Bord, dass den Konservativen schwindlig wird. Jetzt ist die Ablehnung des Mindestlohns dran. Doch das Man&ouml;ver k&ouml;nnte sich als Wahlkampf-Trick erweisen&hellip;<br>\nBei n&auml;herem Hinsehen ist die Sache mit dem Mindestlohn allerdings weit weniger eindeutig als es auf den ersten Blick scheint. Denn einen gesetzlichen Mindestlohn will die CDU nach wie vor nicht &ndash; auch wenn nun die halbe Republik genau dies denkt. Sie will lediglich den Tarifpartnern das Angebot machen: Wenn ihr, Wirtschaft und Gewerkschaften, euch auf einen allgemeinen Mindestlohn einigt, erkl&auml;ren wir, die Bundesregierung, ihn f&uuml;r allgemeinverbindlich. Und selbst das ist in den eigenen Reihen noch lange nicht ausdiskutiert.<br>\nDoch damit spielt Merkel den Ball ins Arbeitgeberlager. Wenn diese auch k&uuml;nftig einen allgemeinen Mindestlohn emp&ouml;rt ablehnen &ndash; und alles anders w&auml;re eine gro&szlig;e &Uuml;berraschung &ndash; k&ouml;nnen Merkel, von der Leyen &amp; Co. ihre H&auml;nde in Unschuld waschen. &bdquo;An uns ist es nicht gescheitert&ldquo;, w&auml;re die Botschaft aus dem Kanzleramt. Und es ist damit zu rechnen, dass zumindest ein Teil der W&auml;hler den Trick nicht durchschaut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/die-kanzlerin-faehrt-mit-der-cdu-karussell\/5774260.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine bemerkenswerte Kritik des Wirtschaftsblattes.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Postdemokratie oder: Die &uuml;berforderten Volksvertreter<\/strong><br>\nDie europ&auml;ische Politik dr&auml;ngt die nationalen Parlamente ins Abseits. Doch diese wehren sich nicht, sondern stimmen &auml;ngstlich f&uuml;r die eigene Entmachtung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wolfgangmichal.de\/?p=1141\">Wolfgang Michal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Chinas Schattenbanken taumeln<\/strong><br>\nHohe Zinsen, schleppende Konjunktur, kriselnde Banken &ndash; Europa und die USA k&auml;mpfen mit der Schuldenkrise. Doch selbst das reiche China ist keine Insel der Seligen. Im Gegenteil: Peking versucht derzeit verzweifelt, einen Fl&auml;chenbrand auf dem Finanzmarkt zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,794849,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Anhaltender Bedeutungsverlust der Versicherungsleistung Arbeitslosengeld: &Uuml;ber 70 Prozent der Arbeitslosen erhalten die Grundsicherung Arbeitslosengeld II<\/strong>\n<ul>\n<li>In den letzten Jahren hat sich die (registrierte) Arbeitslosigkeit deutlich r&uuml;ckl&auml;ufig entwickelt. Aber nur noch ein kleiner Anteil unter den Arbeitslosen erh&auml;lt die am vormaligen Nettoeinkommen orientierte Versicherungsleistung Arbeitslosengeld (auch als Arbeitslosengeld I\/ALG I bezeichnet). Im Mai 2011 waren dies 22,9 %. Im Jahr 2003 lag der Anteil noch bei 37,9%.<\/li>\n<li>Parallel zu diesem Bedeutungsverlust des Arbeitslosengelds zeigt sich eine wachsende Angewiesenheit der Arbeitslosen auf die F&uuml;rsorgeleistung Arbeitslosengeld II (Hartz IV). Mehr als zwei Drittel aller Arbeitslosen (68,6 %) beziehen Hartz IV, in den neuen Bundesl&auml;ndern sind es sogar &uuml;ber 70 %.<\/li>\n<li>Die dramatische Verschiebung der Relationen wird deutlich, wenn man auf das Jahr 2003 blickt: Damals lagen die Anteile von Arbeitslosengeld (37,9 %) und der vormaligen Arbeitslosenhilfe (40,9 %) noch eng beieinander.<\/li>\n<li>Ein vergleichbares Bild zeigt sich, wenn man alle Arbeitslosen (auch jene, die keine Leistungen erhalten) den Rechtskreisen von SGB II und SGB III zuordnet (<a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Arbeitsmarkt\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIV39c.pdf\">vgl. Abbildung IV.39c [PDF &ndash; 182 KB]<\/a>): Im Jahr 2010 befanden sich 66,8 % der Arbeitslosen im Bereich des SGB II, im September 2011 waren es schon 71,3 %.<\/li>\n<li>Der Bedeutungsverlust des SGB III allgemein und der Arbeitslosenversicherung im Besonderen ist eine Folge der Leistungsverschlechterungen, die im Zuge der sog. Hartz-Reformen durchgesetzt worden sind. Besonders nachteilig wirken sich die Begrenzung der maximalen Bezugsdauer auf 12 Monate (f&uuml;r &auml;ltere Arbeitslose ab 50 Jahren verl&auml;ngert sich die Bezugsdauer auf bis zu 24 Monate) und die Verk&uuml;rzung der Rahmenfrist von drei auf zwei Jahre aus.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Arbeitsmarkt\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIV50b.pdf\">Sozialpolitik aktuell in Deutschland [PDF &ndash; 202 KB]<\/a>\n\n<\/p><p><strong>Hinweis:<\/strong> Im neuen Newsletter von Sozialpolitik aktuell finden Sie wieder eine Vielzahl neuer sozialpolitischer Daten und Fakten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/Newsletter\/Newsletter%20Nr%20%2011%20vom%2031%2010%202011.pdf\">Sozialpolitik aktuell [PDF &ndash; 356 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Warnung vor sozialen Unruhen in Eurozone<\/strong><br>\nDie Internationale Arbeitsorganisation (ILO) warnt vor sozialen Unruhen in Eurostaaten. &ldquo;Die n&auml;chsten Monate werden entscheidend daf&uuml;r sein, einen dramatischen R&uuml;ckgang der Besch&auml;ftigung und eine weitere deutliche Versch&auml;rfung sozialer Unruhe zu vermeiden&rdquo; , zitiert das Magazin Focus unter Berufung auf die j&auml;hrliche ILO-Arbeitsmarktanalyse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1319181609770\/Risiko-Warnung-vor-sozialen-Unruhen-in-Eurozone\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Denn sie wissen nicht, was sie tun &ndash; Deutsche haben wenig Ahnung von der Europ&auml;ischen Zentralbank<\/strong><br>\nDie Deutschen haben nur bruchst&uuml;ckhaftes Wissen &uuml;ber Aufgaben und Instrumente der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), obwohl sie deren Arbeit als sehr wichtig einsch&auml;tzen. Das hat eine Umfrage ergeben, die das Fachgebiet Makro&ouml;konomie der Philipps-Universit&auml;t in Auftrag gegeben hat.<br>\n&ldquo;Ich pers&ouml;nlich halte die Bek&auml;mpfung steigender Preise langfristig f&uuml;r Deutschland f&uuml;r am wichtigsten&rdquo;, gibt die Mehrheit der Befragten in der repr&auml;sentativen Studie an, die somit der Inflationsbek&auml;mpfung eindeutig Vorrang gegen&uuml;ber weiteren m&ouml;glichen Zielen einr&auml;umt, wie dem Schutz der Meinungsfreiheit oder mehr Mitspracherecht bei wichtigen politischen Entscheidungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uni-marburg.de\/aktuelles\/news\/2011\/1028a\">Philipps-Universit&auml;t Marburg<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>New York: Nicht nur die &Auml;rmsten hungern<\/strong><br>\nIn einer der reichsten St&auml;dte der Welt haben rund 1,4 Millionen Menschen nicht genug zu essen. Einrichtungen wie die Yorkville Common Pantry versuchen, ihre Not zu lindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/10-29\/004.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Im Dienste der Atomlobby<\/strong><br>\nDie deutsche Atomwirtschaft hat sich vor der Bundestagswahl 2009 massiv bem&uuml;ht, eine Kernenergie-freundliche Stimmung im Land zu schaffen &ndash; mit Medienbeitr&auml;gen, Studien und Erkl&auml;rungen prominenter Pers&ouml;nlichkeiten. Das dokumentieren jetzt ver&ouml;ffentlichte Papiere. Selbst in Frauenmagazinen sollten atomfreundliche Beitr&auml;ge platziert werden&hellip;<br>\nDie Interessenvertretung der Branche, das &ldquo;Deutsche Atomforum&rdquo;, beauftragte dazu die Agentur Deekeling Arndt Advisors in D&uuml;sseldorf. Die Tageszeitung (&ldquo;taz&rdquo;) ver&ouml;ffentlichte am Samstag Papiere der Agentur, die deren damalige Bem&uuml;hungen dokumentieren. Dem Atomforum geh&ouml;ren auch die Kernkraftbetreiber Eon, RWE, EnBW und Vattenfall&nbsp;an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kampagne-vor-der-bundestagswahl-im-dienste-der-atomlobby-1.1177253\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Is Higher Education in Europe socially inclusive<\/strong><br>\nIreland, Finland, The Netherlands and Switzerland can be identified as socially inclusive on both of these index values. The exclusive systems (topleft) have a high level of underrepresentation of students from low education backgrounds and a high level of overrepresentation of students from high education backgrounds. Slovakia, Croatia, Romania, Germany, Latvia, Turkey and France (and near the borderline Austria) can be identified as socially exclusive on both of these<br>\nmeasures.<br>\n<a href=\"\/upload\/bilder\/111031_high_education.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/111031_high_education_small.jpg\" alt=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.eurostudent.eu\/download_files\/documents\/IB_HE_Access_121011.pdf\">eurostudent.eu [PDF &ndash; 945 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>GEW: Geplante K&uuml;rzungen in der Lehrerbildung sind nach wie vor inakzeptabel!<\/strong><br>\n&ldquo;Von wegen, in der Lehrerausbildung wird nicht gek&uuml;rzt, wie dies die Regierung verlauten l&auml;sst. Auch wenn wir durch politischen Druck erreichen konnten, dass ab kommendem Jahr wieder genauso viele Bewerberinnen und Bewerber in den Vorbereitungsdienst eingestellt werden sollen, wie bisher, bleibt es ein Skandal, dass zum Einstellungstermin am 1. November 2011 dennoch 300 Stellen f&uuml;r den Vorbereitungsdienst wegfallen sollen. Auch soll nach wie vor die Ausbildungsqualit&auml;t durch Verschlechterung der Arbeitsbedingungen von Ausbilderinnen und Ausbildern erheblich vermindert werden. Nichts davon ist hinnehmbar&rdquo;, so Nagel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/81034\/gew-geplante-kuerzungen-in-der-lehrerbildung-sind-nach-wie-vor-inakzeptabel\/\">Bildungsklick<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Die CDU und der Mindestlohn<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/111031_mindestlohn_farbe.jpg\" alt=\"Harm Bengen - Mindestlohn\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/toonpool\/2011%2010%2031%20mindestlohn_1485685.jpg\">Harm Bengen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zum Schluss: Steinbr&uuml;ck-Spiegel: Cover als Spott-Objekt<\/strong><br>\nHat denn die Presse &ldquo;kein anderes Thema als ein bescheuertes Schachbrett?&rdquo;. Diese Frage stellt sich Peer Steinbr&uuml;ck in diesen Tagen im Spiegel. Die Antwort lautete nat&uuml;rlich ja, was trotzdem einige Titel nicht davon abh&auml;lt, weiter in Richtung Steinbr&uuml;ck und Helmut Schmidt zu sticheln. Als zu unangenehm empfanden viele Redaktionen die Medienoffensive der beiden. Nach der Schachbrett-H&auml;me, die auch den Zeit-Titel nicht verschonte, nehmen sich FAS und Titanic jetzt den Spiegel vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/print\/steinbrueck-spiegel-cover-als-spott-objekt\/2011\/10\/31.html%20\">Meedia<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Achtung: Weil Allerheiligen in der Pfalz ein Feiertag ist erscheinen morgen keine Hinweise des Tages. <\/strong><\/p>\n<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Das war die falsche Baustelle, Frau Merkel; Europas arrogante Elite; Eurokrise: Alles wird gut!?; OECD bef&uuml;rchtet Vollbremsung in der Eurozone; Schulden, Defizite und Moderne Geldtheorie; Oskar Lafontaine: &ldquo;Deutsche Bank verstaatlichen&rdquo;; Die Kanzlerin f&auml;hrt mit der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11141\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11141","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11141","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11141"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11141\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11144,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11141\/revisions\/11144"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11141"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11141"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}