{"id":111697,"date":"2024-02-27T15:40:14","date_gmt":"2024-02-27T14:40:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111697"},"modified":"2024-02-29T08:03:49","modified_gmt":"2024-02-29T07:03:49","slug":"entartete-kunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111697","title":{"rendered":"Der eigentliche Berlinale-Skandal"},"content":{"rendered":"<p>&Uuml;ber &bdquo;antisemitisches Klatschvieh beim Reichstreffen der Filmschaffenden&ldquo;, oder wie das deutsche Establishment reagiert, wenn internationale K&uuml;nstler in Berlin Preise bekommen und zum Frieden aufrufen. Von <strong>Philipp von Becker<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1045\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-111697-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240228-Eigentlicher-Berlinale-Skandal-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240228-Eigentlicher-Berlinale-Skandal-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240228-Eigentlicher-Berlinale-Skandal-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240228-Eigentlicher-Berlinale-Skandal-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=111697-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240228-Eigentlicher-Berlinale-Skandal-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240228-Eigentlicher-Berlinale-Skandal-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Einmal kurz die Fakten: Ein israelischer und pal&auml;stinensischer Regisseur erhalten f&uuml;r ihren Dokumentarfilm &bdquo;No Other Land&ldquo;, in dem die Brutalit&auml;t der Besatzung im Westjordanland gezeigt wird, von einer Jury, der u.a. der gro&szlig;e deutsche Dokumentarist Thomas Heise angeh&ouml;rte, den Dokumentarfilmpreis der Berlinale sowie vom Publikum den Panorama-Publikumspreis. Der israelische Regisseur Yuval Abraham weist in seiner Dankesrede darauf hin, dass bei R&uuml;ckkehr f&uuml;r seinen pal&auml;stinensischen Kollegen Basel Adra im besetzten Westjordanland nicht dasselbe Recht gelte wie f&uuml;r ihn, fordert einen Waffenstillstand, eine politische L&ouml;sung und das Ende der Besatzung. Adra sagt, es falle ihm schwer, den Preis zu feiern, w&auml;hrend in Gaza weiterhin Menschen get&ouml;tet werden, und fordert, Deutschland solle keine Waffen mehr nach Israel senden. <\/p><p>Bereits dies h&auml;tte wohl ausgereicht, um die im Folgenden aufgef&uuml;hrten Reaktionen hervorzurufen. Das schlimmste Verbrechen beging allerdings der amerikanische Filmemacher Ben Russel. Ausgezeichnet f&uuml;r den Film &bdquo;Direct Action&ldquo; wagte er es nicht nur, mit einem Pal&auml;stinenser-Schal aufzutreten, sondern in seiner Dankesrede auch das Wort &bdquo;Genozid&ldquo; in den Mund zu nehmen. Und so lie&szlig;en die Reaktionen einer Republik im Wahnzustand nicht lange auf sich warten.<\/p><p>Berlins Regierender B&uuml;rgermeister Kai Wegner sprach sogleich von einer &bdquo;untragbaren Relativierung&ldquo;, ohne auszuf&uuml;hren, was von wem &bdquo;relativiert&ldquo; worden sei. Er erwarte von der neuen Leitung der Berlinale, &bdquo;sicherzustellen, dass sich solche Vorf&auml;lle nicht wiederholen&ldquo;, und verstieg sich zu der dem V&ouml;lkerstrafrecht widersprechenden Aussage, dass die &bdquo;volle Verantwortung f&uuml;r das tiefe Leid in Israel und dem Gazastreifen&ldquo; <a href=\"https:\/\/x.com\/kaiwegner\/status\/1761777008483181045?s=20\">bei der Hamas liege<\/a>. Eine &bdquo;perfide T&auml;ter-Opfer-Umkehr&ldquo;, meinten auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Gr&uuml;nen im Bundestag, <a href=\"https:\/\/x.com\/KonstantinNotz\/status\/1761687428463493164?s=20\">Konstantin von Notz<\/a>, und FDP-Vorstandsmitglied Linda Teuteberg erkannt zu haben, welche zudem den Genozid-Vorwurf <a href=\"https:\/\/twitter.com\/LindaTeuteberg\/status\/1761766773282484392\">als &bdquo;absurd&ldquo; bezeichnete<\/a>. Dass ein Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof l&auml;uft, dessen Richter das Risiko eines Genozids in Gaza als &bdquo;plausibel&ldquo; eingestuft haben, scheint auch dem notorisch Falschaussagen verbreitenden Vorsitzenden des Ausw&auml;rtigen Ausschusses des Bundestags, Michael Roth (SPD), entgangen zu sein, der die Ausf&uuml;hrungen gewohnt ignorant als <a href=\"https:\/\/x.com\/MiRo_SPD\/status\/1761725869607768282?s=20\">&bdquo;Gefasel vom Genozid&ldquo;<\/a> abqualifizierte. Da wollte sich auch Berlins Kultursenator Joe Chialo (CDU) mit provinzieller Ahnungslosigkeit und antidemokratischer Haltung nicht hintanstellen und verk&uuml;ndete, dass die Preisverleihung von &bdquo;selbstgerechter antiisraelischer Propaganda&ldquo; gepr&auml;gt gewesen sei, <a href=\"https:\/\/x.com\/ChialoJoe\/status\/1761783919035240628?s=20\">die &bdquo;nicht auf die B&uuml;hnen Berlins&ldquo; geh&ouml;re<\/a>.<\/p><p>Sekundiert wurden solche nur exemplarisch zitierten Stimmen aus der Politik umgehend aus den Redaktionen. Der Chefredakteur des <em>Tagesspiegels<\/em> Christian Tretbar bezeichnete die Preisverleihung als &bdquo;peinlich, besch&auml;mend, verst&ouml;rend und propagandistisch&ldquo; und &bdquo;Pro-Pal&auml;stina-Show&ldquo;, bei der &bdquo;die Kultur&ldquo; (sic!) <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/pro-palastina-show-bei-der-berlinale-die-kultur-versagt-als-serioser-ort-des-dialogs-11267380.html\">als &bdquo;seri&ouml;ser Ort des Dialogs&ldquo; versagt habe<\/a>. SZ-Redakteur Nils Minkmar lie&szlig; titeln: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/berlinale-antisemitismus-verleihung-abschlussgala-skandal-1.6398288?reduced=true\">&bdquo;Die Schande von Berlin. Skandalverleihung bei der Berlinale&ldquo;<\/a>, f&uuml;r NZZ-Redakteur Alexander Kissler war die Berlinale ein <a href=\"https:\/\/x.com\/DrKissler\/status\/1761717817680769248?s=20\">&bdquo;Klassentreffen der Israelhasser&ldquo;<\/a>, und WELT-Chefredakteurin Jennifer Wilton konnte sich das sehr originelle Wortspiel <a href=\"https:\/\/x.com\/jenniferwilton\/status\/1761799457161490837?s=20\">&bdquo;Palinale&ldquo;<\/a> nicht verkneifen. Ihre Kollegin Anna Schneider proklamierte sogleich, es sei &bdquo;nicht zu verantworten&ldquo;, dass &bdquo;f&uuml;r derlei Antisemitismus im Rahmen der Berlinale Steuergeld ausgegeben wird&ldquo;, und forderte deshalb: <a href=\"https:\/\/x.com\/a_nnaschneider\/status\/1761803598067859833?s=20\">&bdquo;defund Berlinale&ldquo;<\/a>.<\/p><p>Dem schlossen sich die <a href=\"https:\/\/x.com\/Junge_Union\/status\/1762087994968678468?s=20\">sensiblen Kunstexperten der Jungen Union<\/a> sowie der &bdquo;Chairman&ldquo; einer PR-Agentur und CDU-Anh&auml;nger Axel Wallrabenstein an, welcher auf X gerne durch ungeniert islamophobe und rassistische &Auml;u&szlig;erungen auff&auml;llt und pikanterweise auch im Vorstand des international (ehemals?) renommierten Ausstellungsortes &bdquo;KW Institute for Contemporary Art&ldquo; in Berlin sitzt: <a href=\"https:\/\/x.com\/walli5\/status\/1761802849384558725?s=20\">&bdquo;Da hilft nur: Geldhahn abdrehen und zwar sofort!&ldquo;<\/a> Noch unverbl&uuml;mter durfte dies Ex-BILD-Chef Julian Reichelt ganz im Geiste seiner alten Redaktion formulieren: Claudia Roth sei <a href=\"https:\/\/x.com\/jreichelt\/status\/1761806730755711187?s=20\">&bdquo;eine Schande f&uuml;r dieses Land&ldquo; und die &bdquo;Steuergeld-Bankerin des Judenhass&ldquo;. Sie geh&ouml;re &bdquo;hochkant gefeuert.&ldquo;<\/a> Gro&szlig;intellektuelle wie Roland Tichy konnten da nur beipflichten, die Documenta und Berlinale seien von Claudia Roth <a href=\"https:\/\/x.com\/RolandTichy\/status\/1761739163680862625?s=20\">zerst&ouml;rt worden und k&ouml;nnten jetzt beide &bdquo;weg&ldquo;<\/a>. Eine &bdquo;Anschlussverwendung&ldquo; f&uuml;r Frau Roth hatte wiederum Herr Kissler schon parat: Vielleicht brauche <a href=\"https:\/\/x.com\/DrKissler\/status\/1761774629117395449?s=20\">&bdquo;eine aufstrebende Band aus dem Westjordanland oder aus Teheran dringend eine Managerin&ldquo;<\/a>.<\/p><p>Roth m&ouml;chte freilich noch auf ihrem Posten verbleiben und verk&uuml;ndete am Montag sogleich pflichtschuldig: <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/kultur\/berlinale\/beitraege\/2024\/berlinale-israel-kritik-reaktionen-claudia-roth-aufarbeitung-weg.html\">&bdquo;Die Statements bei der B&auml;renverleihung der Berlinale am Samstagabend waren erschreckend einseitig und von einem tiefgehenden Israel-Hass gepr&auml;gt.&ldquo;<\/a> Die von ihr geleitete Beh&ouml;rde lie&szlig; sich auch nicht lumpen und stellte <a href=\"https:\/\/x.com\/BundesKultur\/status\/1762128051335279021?s=20\">in einem peinlichen Rechtfertigungsstatement<\/a> ganz offen Rassismus zur Schau, indem man ausf&uuml;hrte, dass Frau Roths Applaus dem j&uuml;disch-israelischen Regissuer Yuval Abraham gegolten habe, ergo nicht dem neben ihm auf der B&uuml;hne stehenden pal&auml;stinensischen Co-Regisseur Basel Adra.<\/p><p>Den (wohl justiziablen) H&ouml;hepunkt der Verblendungsorgie des bundesrepublikanischen Narrenschiffs lieferte allerdings ein deutscher Universit&auml;tsprofessor. Jan Schnellenbach, Wirtschaftsprofessor an der TU Cottbus-Senftenberg, kommentierte auf X: <a href=\"https:\/\/x.com\/schnellenbachj\/status\/1761524145139937643?s=20\">&bdquo;Antisemitisches Klatschvieh beim Reichstreffen der Filmschaffenden, Opa Goebbels w&auml;re stolz.&ldquo;<\/a><\/p><p>Die Liste solcher &Auml;u&szlig;erungen lie&szlig;e sich noch beliebig fortf&uuml;hren, doch Einblicke in die wirren Gedankenwelten von Jan Fleischhauer (Focus), Claus Strunz (Ex-BILD), Filipp Piatov (BILD), dem selbst ernannten &bdquo;Waffenlieferungsultra&ldquo; Julian R&ouml;pcke (BILD) oder Volker Beck (Ex-Crystal Meth?) seien den geneigten Lesern erspart und nur noch auf den ehemaligen Staatssekret&auml;r und derzeitigen CDU-Bundestagsabgeordneten Marco Wanderwitz verwiesen. Dieser hatte sich in der Vergangenheit bereits durch besonders charmante Forderungen hervorgetan (Griechenland solle seine Inseln privatisieren und sich ungesund Ern&auml;hrende sollten h&ouml;here Krankenkassenbeitr&auml;ge zahlen) und ist laut Recherchen bei der regimenahen Lobbyfirma &bdquo;The European Azerbaijan Society&rdquo; <a href=\"https:\/\/www.vice.com\/de\/article\/k78v53\/aserbaidschan-affare-neue-geheimdokumente-belasten-unionsabgeordnete\">als Kontakt aufgef&uuml;hrt<\/a>. Da lie&szlig; er es sich auch anl&auml;sslich der Berlinale nicht nehmen, zu verlautbaren, dass Kritik an Israel nichts mit Kunstfreiheit zu tun habe, und zu drohen: <a href=\"https:\/\/x.com\/wanderwitz\/status\/1761688243815243927?s=20\">&bdquo;Diese Berlinale m&uuml;ssen wir als Bundeskulturpolitik sehr genau auswerten.&ldquo;<\/a> Man ist geneigt zu sagen: Ja, unbedingt sollte Kunst nur noch nach staatlicher Genehmigung gezeigt werden d&uuml;rfen, schlie&szlig;lich haben wir hierzulande damit schon einschl&auml;gige Erfahrungen gemacht. <\/p><p>F&uuml;r Union und Publikationen der Axel Springer SE &ndash; <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Springer-Wie-der-Medien-Konzern-von-Israels-illegalen-Siedlungen-profitiert-9629265.html\">die im &Uuml;brigen mit illegalen israelischen Siedlungen Geld verdient<\/a> &ndash; m&ouml;gen Rassismus und Zensuraufrufe noch als trauriges &bdquo;business as usual&ldquo; zu verbuchen sein. Doch dass auch weite Teile der sogenannten &bdquo;b&uuml;rgerlichen Presse&ldquo; sowie Vertreter ehemals als &bdquo;links&ldquo; geltender Parteien nicht auf die Idee kommen, dass der Protest herausragender Filmk&uuml;nstler auf einem der wichtigsten Filmfestivals der Welt nicht mit Antisemitismus, sondern mit 30.000 get&ouml;teten Menschen (davon 12.000 Kindern), einem komplett zerst&ouml;rten Gazastreifen, 1,7 Millionen Vertriebenen, Jahrzehnten Apartheid, einer <a href=\"https:\/\/unric.org\/de\/gaza-gesamte-bevoelkerung-akut-von-hungersnot-bedroht\/\">von Hungersnot bedrohten Bev&ouml;lkerung<\/a> und offen ge&auml;u&szlig;erten genozidalen Absichten einer rechtsextremen Regierung zu tun hat, ist ein erb&auml;rmliches Schreckenszeugnis f&uuml;r eine sich f&uuml;r demokratisch und aufgekl&auml;rt haltende Gesellschaft. In den Reaktionen auf die Preisverleihung der Berlinale offenbarten sich nicht nur latenter bis offener Rassismus und geb&uuml;ndelte Ignoranz, sondern auf erschreckende Art auch Verachtung von Kunst und Kultur sowie im Ruf nach staatlicher Zensur ein nur rudiment&auml;r entwickeltes Demokratieverst&auml;ndnis. <\/p><p>Die traurige Realit&auml;t hierbei ist: Nicht diejenigen, die gegen die Kriegsverbrechen einer rechtsextremen Regierung und Jahrzehnte Apartheid protestieren, sondern diejenigen, die dies weiterhin rechtfertigen, sind diejenigen, die <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Antisemitismus?src=hashtag_click\">Antisemitismus<\/a> bef&ouml;rdern und mit ihren haltlosen Anschuldigungen den Antisemitismusbegriff vollkommen entwerten. Unverhohlen wird dabei nicht nur seitens der Spingerpresse und anderer rechter Medien ein antimuslimischer und antiarabischer Rassismus zur Schau gestellt, der einen f&uuml;r die Zukunft des Landes erschaudern l&auml;sst. So wurde am 11. November vergangenen Jahres auf X flei&szlig;ig ein Interview mit dem rechtsextremen Propagandisten <a href=\"https:\/\/taz.de\/Douglas-Murray-und-Nahostkonflikt\/!5969863\/\">Douglas Murray<\/a> geteilt, in dem dieser auf perfide Art und Weise den Holocaust verharmloste. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte das Video in einem dann gel&ouml;schten Post als <a href=\"https:\/\/www.watson.ch\/international\/deutschland\/213028138-holocaust-relativierung-lauterbach-loescht-umstrittenen-tweet\">&bdquo;extrem sehenswert&ldquo;<\/a> und die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/wirtschaftsweise-grimm-siemens-energy-aufsichtsrat-siemens-eklat-100.html\">trotz Interessenkonflikten<\/a> weiterhin als Mitglied des Sachverst&auml;ndigenrats Wirtschaft amtierende Veronika Grimm als <a href=\"https:\/\/twitter.com\/GrimmVeronika\/status\/1723289723039313947\">&bdquo;wirklich gro&szlig;artig&ldquo;<\/a> bezeichnet. Auch der Antisemitismus-Beauftragte des Landes Baden-W&uuml;rttemberg <a href=\"https:\/\/x.com\/BlumeEvolution\/status\/1723024011808960848?s=20\">Michael Blume<\/a> und Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien hatten sich begeistert gezeigt. Letztere hatte den Post von Jan Fleischhauer, in dem er das Interview <a href=\"https:\/\/twitter.com\/janfleischhauer\/status\/1723079327745466643\">als &bdquo;gro&szlig;artig&ldquo; anpries<\/a>, geteilt und geschrieben: <a href=\"https:\/\/x.com\/PrienKarin\/status\/1723313437952844248?s=20\">&bdquo;Ansehen und zuh&ouml;ren&ldquo;<\/a>.<\/p><p>Festzuhalten ist: Durch all dieses diskursive Elend, den verkappten und offenen Rassismus und die zahlreichen Cancelungen, die <a href=\"https:\/\/docs.google.com\/spreadsheets\/d\/1Vq2tm-nopUy-xYZjkG-T9FyMC7ZqkAQG9S3mPWAYwHw\/edit#gid=1227867224\">hier<\/a> tabellarisch gesammelt werden, verzwergt sich Deutschland zur kulturellen und wissenschaftlichen Provinz. Der Ansehensverlust im Ausland ist bereits jetzt gewaltig. <\/p><p>Und zu erg&auml;nzen ist noch die traurige Nachricht, dass der israelische Regisseur Yuval Abraham indes auch in Israel als &bdquo;Antisemit&ldquo; verunglimpft wurde und <a href=\"https:\/\/x.com\/yuval_abraham\/status\/1761857460434825366?s=20\">seit der Preisverleihung Morddrohungen erh&auml;lt<\/a>. Schockierende aktuelle Berichte &uuml;ber Zensur, Unterdr&uuml;ckung und Kriminalisierung von Anti-Kriegsprotesten, Folter, T&ouml;tungen, T&ouml;tungsversuche, Vertreibungen und die Zerst&ouml;rung von Eigentum in Israel und im besetzten Westjordanland finden sich <a href=\"https:\/\/www.medico.de\/blog\/frieden-heisst-verrat-19400\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.rosalux.org.il\/artikel\/Anti-Kriegs-Proteste\/\">hier<\/a>.<\/p><p><small>Titelbild: Denis Makarenko \/ Shutterstock<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&Uuml;ber &bdquo;antisemitisches Klatschvieh beim Reichstreffen der Filmschaffenden&ldquo;, oder wie das deutsche Establishment reagiert, wenn internationale K&uuml;nstler in Berlin Preise bekommen und zum Frieden aufrufen. 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