{"id":111737,"date":"2024-02-28T15:58:19","date_gmt":"2024-02-28T14:58:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111737"},"modified":"2024-02-28T17:25:46","modified_gmt":"2024-02-28T16:25:46","slug":"leserbriefe-zu-wie-man-in-den-wald-hineinruft-so-schallt-es-heraus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111737","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eWie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111151\">In diesem Beitrag<\/a> kommentiert Jens Berger insbesondere den &bdquo;B&uuml;rgerdialog&ldquo; von Vizekanzler Habeck. Der zeige sich nun schockiert. Im Idealfall sei ein Dialog ergebnisoffen. Davon k&ouml;nne jedoch bei der Kommunikation der Regierung nicht die Rede sein. &Uuml;ber Entscheidungen, die f&uuml;r die B&uuml;rger gravierende Folgen haben, w&uuml;rde gekungelt. Dass es zurzeit immer noch lediglich &bdquo;die Bauern seien, die ihrer Entt&auml;uschung und Wut freien Lauf lassen und ihren Protest aus dem virtuellen Raum auf die Stra&szlig;e tragen&ldquo;, sei die eigentliche &Uuml;berraschung. Wundern m&uuml;sse sich die Regierung nicht, dass die Bereitschaft zu einem Dialog, der keiner sei, immer weiter sinke und der Protest rauer werde. Wir danken f&uuml;r die interessanten Zuschriften. Hier nun eine Auswahl der Leserbriefe, zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Nachdenkseiten Team,<\/p><p>Ihr Artikel spricht mir aus der Seele. Mag sein da&szlig; die Aktionen der Bauern ein wenig &uuml;berzogen scheinen, wenn man sich allerdings anschaut wie besonders die Gr&uuml;nen-Politiker agieren, dann erscheinen mir diese Aktionen geradezu angemessen. Von den genannten Politikern h&ouml;rt und liest man i.d.R. nur P&ouml;beleien gegen Jegliche Kritiker ohne den geringsten sachlichen Inhalt. Dieses Verhalten pa&szlig;t ins Bild mit geplanten Meinungs- und Denkverboten gegen jedwede Kritik.<\/p><p>An dieser Stelle ein gro&szlig;es Dankesch&ouml;n f&uuml;r ihre unerm&uuml;dliche aufkl&auml;rende Arbeit verbunden mit W&uuml;nschen nach weiterhin viel Mut und Kraft zum weitermachen.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e und alles Gute,<br>\nSigmar H&auml;hnel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, <\/p><p>Sie schreiben: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Dass es zurzeit immer noch &bdquo;nur&ldquo; die Bauern sind, die ihrer Entt&auml;uschung und Wut freien Lauf lassen und ihren Protest aus dem virtuellen Raum auf die Stra&szlig;e tragen, ist die eigentliche &Uuml;berraschung.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Nein, das ist keine &Uuml;berraschung. Bei allen M&uuml;hen und Arbeiten, die Bauern haben, so sind sie doch die einzige arbeitende&nbsp; Bev&ouml;lkerungsgruppe, die noch einigerma&szlig;en &uuml;ber ihre Zeit und ihre Handlungen entscheiden k&ouml;nnen. Kein lohnabh&auml;ngig Angestellter kann es sich leisten, einfach so mal und wom&ouml;glich noch tagelang und weit entfernt protestieren zu gehen, wenn er nicht von einer Gewerkschaft dazu aufgerufen und unterst&uuml;tzt wird. Dies trifft ganz besonders auf die nicht minder w&uuml;tenden Besch&auml;ftigten in der Speditionsbranche zu, aber auch auf viele andere, die ich hier nicht alle nennen kann. <\/p><p>Dazu kommt, da&szlig; die Bauern zur Zeit auch nicht wirklich viel auf ihren &uuml;berfluteten Feldern ausrichten k&ouml;nnen. Wir sollten den Bauern daher mehr als dankbar sein, da&szlig; sie diese erzwungene Pause nutzen, um auf die nicht nur sie betreffenden Missst&auml;nde mit Nachdruck aufmerksam machen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nWolfgang Klein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Danke f&uuml;r den Artikel von Jens Berger. <\/p><p>In letzter Zeit wird uns oft erz&auml;hlt, Proteste w&uuml;rden &ldquo;eskalieren&rdquo; oder es seien &ldquo;rote Linien &uuml;berschritten&rdquo; (die Ironie!). Das sehe ich anders. <\/p><p>Im Gegenteil: die Ohnmacht der B&uuml;rger ist enorm. Wir d&uuml;rfen h&ouml;fliche Briefe an unsere Volksvertreter schreiben oder brav auf abgesteckten Fl&auml;chen h&ouml;fliche Pappschilder hochhalten. <\/p><p>Werden es jedoch zu viele &ldquo;besorgte B&uuml;rger&rdquo; und man kann sie schwerlich ignorieren, dann findet sich in den Massen bestimmt ein dummes Pappschild, mit dessen Hilfe man die tausend anderen ringsum diskreditieren kann. Oder ein Hansel, der so frustriert ist, dass er wutkeifend einfach mal Dampf ablassen will. Und wenn sich beides nicht findet, dann kann man es ja immer noch selbst mitbringen, g&uuml;nstig platzieren, filmen und dann in den 20Uhr Nachrichten bringen. <\/p><p>Gleichzeitig ist es dem B&uuml;rger verboten, die unfl&auml;tige Sprache, mit welcher Politik und Medien ihn mit Vieh gemein machen, selbst zu gebrauchen. Das w&auml;re ja dann Hassrede &ndash; und die geh&ouml;rt verboten. Insofern ist das, was aus dem Wald herausschallt, wirklich nur ein d&uuml;nnes Stimmchen im Vergleich zu dem, was t&auml;glich hinein dr&ouml;hnt. <\/p><p>Vollkommen unbeeindruckt von den Protesten ziehen die Politiker ihr Ding durch, lachen &uuml;ber uns, ja, verh&ouml;hnen uns mit ihrem Eskalationsgeheule noch, weil sie ja wissen, dass sie dank der Medien die Deutungshoheit besitzen. Sie sagen, der B&uuml;rger sei aggressiv und zerst&ouml;rerisch, aber sie wissen, dass wir &uuml;ber gar keine Handhabe verf&uuml;gen, um uns zu wehren. Selbst ein w&uuml;tender Online-Post auf X, der keinem weh tut, erntet dem B&uuml;rger noch eine saftige Anzeige. <\/p><p>Ich w&uuml;sste nicht, wie dieser Kreis zu durchbrechen ist, zumal die Regierung ein erschreckend gro&szlig;es Heer von Gutgl&auml;ubigen erschaffen hat, das sie dem Demonstranten gratis entgegenstellen kann. Das, so bef&uuml;rchte ich, wird bei Bedarf seitens der Politik eskaliert. Nicht umsonst d&uuml;rfen sich so viele der Guten ungestraft in tats&auml;chlicher Hassrede ereifern, die echte Gewaltaufforderungen beinhaltet. Es bereitet mir gro&szlig;e Sorge. <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nDaniela V.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>was regen sich Habeck (oder Lang) denn so auf? Nach Aussage ihrer Kollegin Baerbock ist es denen doch ganz egal, was ihre W&auml;hler von ihrem Handeln und ihren Entscheidungen denken. Und die Ignoranz, mit der sie jedweder Kritik an den ausgekungelten Entscheidungen in den Ampel-Hinterzimmern begegnen, unterstreicht ja nur diese Haltung.<\/p><p>Dann m&uuml;ssen sich diese W&auml;hler wohl geeignetere Wege als bislang suchen, diese Ignoranz aufzubrechen, oder?<\/p><p>&Uuml;brigens: Wenn hierzulande &ldquo;etwas ins Rutschen&rdquo; ger&auml;t, dann durch solche &Auml;usserungen wie die von Baerbock oder des Kanzlers Spruch von den &ldquo;gefallenen Engeln aus der H&ouml;lle&rdquo;!<\/p><p>Nachdenkliche Gr&uuml;sse,<br>\nKK<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, <\/p><p>grunds&auml;tzlich widerspreche ich Ihrem Kommentar nicht. Doch was ich (wie in all den anderen, von mir gelesenen Beitr&auml;gen auf den nachdenkseiten) doch deutlich vermisse, ist eine ebenso angebrachte Kritik am politischen und sozialen Verhalten dieser AgrarwirtInnen\/ LandwirtInnen \/Bauern: Zun&auml;chst einmal dr&auml;ngt diese gro&szlig;e Agrarindustrie mit einem m&auml;chtigen Bauernverband und einer gigantischen Chemieindustrie im Hintergrund seit Jahrzehnten die kleineren, wesentlich umweltfreundlicher erzeugenden Bauernh&ouml;fe in den Ruin bzw. die &ldquo;Unwirtschaftlichkeit&rdquo;; dann erzeugen sie zum eigenen Profit mit hohen staatlichen und EU-Subventionen Nahrungsmittel f&uuml;r den lukrativen Export; dar&uuml;ber hinaus wenden sie sich seit vielen Jahren leider sehr erfolgreich gegen das Anwendungsverbot dieser sch&auml;dlichen, t&ouml;dlichen Giftstoffe (Glyphosat usw.) auf den &Auml;ckern. Diese Agrarindustrie sorgt nicht nur f&uuml;r Lebensmittel sondern zerst&ouml;rt im hohen Ma&szlig;e Pflanzen, Tiere, Menschen.<\/p><p>Der &Auml;rger dar&uuml;ber, dass ein vor vielen Jahren geschlossener Deal zwischen Agrarindustrie und Politik einseitig ohne Verhandlung offenbar einfach gebrochen wird, ist nachvollziehbar. Das rechtfertigt allerdings m. E. gar nicht diese bedrohlichen, mit Hilfe der steuersubventionierten Ackerpanzer regelrechten, wiederkehrenden Bedrohungsszenarien gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung oder einzelnen politischen Personen. Vielleicht ist es eine liebgewonnene Gewohnheit dieser &ldquo;Agrarindustriellen&rdquo; f&uuml;r jeden Ernteausfall aus Steuergeldern &ldquo;entlohnt&rdquo; zu werden? Vielleicht ist es auch ein hausgemachtes Dilemma, wenn man immer nur dem schn&ouml;den Mammon aus Br&uuml;ssel folgt und nicht einmal aus eigenen Verstandeskr&auml;ften heraus vern&uuml;nftige Entscheidungen trifft oder gar nachhaltig denkt? Ja &ndash; es gibt sie, auch diese (offenbar weit zufriedeneren, friedfertigeren und nachhaltig denkenden und arbeitenden LandwirtInnen; eben sie sind aber soweit ich wei&szlig;, wenn &uuml;berhaupt, nur im geringen Ma&szlig;e bei diesen bemerkenswerten Demonstrationen entlang den Autobahnen, in den St&auml;dten, auf Br&uuml;cken und Landstra&szlig;en anzutreffen.<\/p><p>Hinzu kommt, dass ein nicht zu verachtender Anteil dieser protestierenden Bauern (aus sicher darlegbaren, aber nicht zu rechtfertigenden Gr&uuml;nden) im ultrarechten Politiklager zu verorten sind. Warum stellen Sie all das nicht ebenso in Frage und zur Debatte? <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAnne Hoffmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111151\">In diesem Beitrag<\/a> kommentiert Jens Berger insbesondere den &bdquo;B&uuml;rgerdialog&ldquo; von Vizekanzler Habeck. 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