{"id":11181,"date":"2011-11-04T08:43:57","date_gmt":"2011-11-04T07:43:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181"},"modified":"2011-11-04T08:43:57","modified_gmt":"2011-11-04T07:43:57","slug":"hinweise-des-tages-1502","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Absage des Referendums in Griechenland; Euro-Rettung auf falschem Kurs; Im Kern der Krise: Italien; Oberster Euro-Banker warnt vor Konjunktur-Crash; G20; World of Work Report 2011; Ekl&auml;rung der Internationalen Gewerkschaften zum G20; Mindestlohndebatte; Armut; Besserverdiener profitieren vom Weihnachtsgeld; Postbanker grummeln; Atomlobby; Al-Nahda in Tunesien: Die T&uuml;rkei als Vorbild; Internationaler Strafgerichtshof untersucht Kriegsverbrechen in Libyen; Netanyahu wirbt f&uuml;r Milit&auml;rschlag gegen Iran; &ldquo;Occupy&rdquo;-Bewegung ist Zeichen f&uuml;r einen Weltkrieg; Hochschulpakt 2020; Lehrmittel &ndash; PR in der Schule. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h01\">Absage des Referendums in Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h02\">Euro-Rettung auf falschem Kurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h03\">Im Kern der Krise: Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h04\">Oberster Euro-Banker warnt vor Konjunktur-Crash<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h05\">G20<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h06\">World of Work Report 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h07\">Ekl&auml;rung der Internationalen Gewerkschaften zum G20<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h08\">Mindestlohndebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h09\">Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h10\">WSI: Besserverdiener profitieren vom Weihnachtsgeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h11\">Postbanker grummeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h12\">Atomlobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h13\">Al-Nahda in Tunesien: Die T&uuml;rkei als Vorbild<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h14\">Internationaler Strafgerichtshof untersucht Kriegsverbrechen in Libyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h15\">Netanyahu wirbt f&uuml;r Milit&auml;rschlag gegen Iran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h16\">Naomi Wolf: &ldquo;Occupy&rdquo;-Bewegung ist Zeichen f&uuml;r einen Weltkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h17\">Hochschulpakt 2020: F&uuml;r mehr Studienpl&auml;tze und gute Arbeitsbedingungen &ndash; Hochschulen sozial &ouml;ffnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181#h18\">Lehrmittel &ndash; PR in der Schule<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11181&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Absage des Referendums in Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Papandreou sagt griechisches Referendum ab<\/strong><br>\nGriechenlands Premier Papandreou hat die von ihm angesto&szlig;ene Volksabstimmung zur Euro-Mitgliedschaft zur&uuml;ckgenommen. Eine neue Notregierung soll das hoch verschuldete Land nun aus der Krise f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,795704,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nach Papandreou soll nun ein Banker die Macht &uuml;bernehmen. Man braucht also gar keine Bankenlobby mehr.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechenland: Der Finanzminister als K&ouml;nigsm&ouml;rder<\/strong><br>\nF&uuml;r Jiorgos Papandreou war Finanzminister Venizelos zweifellos eine Schl&uuml;sselfigur. Venizelos war stets Vertrauter und gleichzeitig Rivale des Regierungschefs. Er war gegen eine Volksabstimmung. Diese tr&auml;gt er jetzt nicht mehr mit. &laquo;Der Platz Griechenlands in der Euro-Zone ist ein historischer Erfolg, der nicht angezweifelt werden kann, auch nicht vom Ergebnis einer Volksabstimmung in Griechenland&raquo;, erkl&auml;rte der Minister. Damit war das Schicksal der Regierung Papandreou besiegelt. Die Erkl&auml;rung des m&auml;chtigen Finanzministers wirkte wie die &Ouml;ffnung von Schleusen, und die letzten Reste der Loyalit&auml;t der Pasok-Parteimitglieder gegen&uuml;ber ihrem Regierungschef wurden weggesp&uuml;lt. Minister und Abgeordnete forderten den R&uuml;cktritt von Papandreou und die Bildung einer Regierung der nationalen Rettung mit der Aufgabe, den neuen Darlehensvertrag mit den Euro-Partnern zu verabschieden und Neuwahlen zu organisieren. Der Ministerpr&auml;sident musste das Referendum fallenlassen. Ob er seine Amtsgesch&auml;fte niederlegt, war vorerst noch nicht klar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/der_finanzminister_als_koenigsmoerder_1.13211568.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Six bullets in the barrel<\/strong><br>\nGeorge Papandreou &hellip; pushed the country into a game of Russian roulette. In any case, he put bullets in the revolver and handed it to the people&hellip;<br>\nThis is the first bullet in the gun&rsquo;s barrel: the leader&rsquo;s lack of conviction in himself and in the reform effort. The second bullet: If we judge by opinion polls, the great majority disagrees with the measures and does not approve of the government nor of the troika. The third bullet: All the opposition parties, which have been clamoring for elections, see their enemy losing direction; like sharks smelling blood, they have fallen upon him. They know that if the referendum is approved, they lose this contest and, furthermore, the prospect of early elections. Papandreou has challenged them to destroy him, and with him, Greece&rsquo;s future in the European Union and the reform effort. The fourth bullet: Many cadres of the ruling PASOK party are extremely critical of government policy &mdash; either for reasons of their own political survival or out of personal bitterness &mdash; and undermine the faith of even the most loyal party members. The fifth bullet: the widespread view that the policy is wrong and the government incapable of leading Greece out of the crisis, in which case, any change of government is to be desired.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ekathimerini.com\/4dcgi\/_w_articles_wsite3_6_01\/11\/2011_412748%20\">ekathimerini<\/a><\/li>\n<li><strong>Sie sind sich selbst der gr&ouml;&szlig;te Feind<\/strong><br>\nNicht die Finanzm&auml;rkte, das Volk soll jetzt das Sagen haben: Das griechische Referendum &uuml;ber die Euro-Beschl&uuml;sse hat etwas Bestechendes. Und doch herrscht Unglauben und Entsetzen, die Griechen freuen sich nicht &uuml;ber diese Abstimmung. Sie haben die Wahl zwischen Fegefeuer und H&ouml;lle. Es h&auml;tte auch einen anderen Weg gegeben, der Demokratie zu ihrem Recht zu verhelfen.<br>\nDer Verdacht liegt nahe, dass Papandreou an erster Stelle Legitimit&auml;t nicht f&uuml;r Europa und nicht f&uuml;r die Demokratie, sondern vor allem f&uuml;r sich selbst sucht &ndash; und das zu einem verr&uuml;ckten&nbsp;Preis.<br>\nJa, es ist m&ouml;glich, dass die Griechen das Rettungspaket bef&uuml;rworten. 60 Prozent sind laut einer Umfrage im Moment zwar dagegen, aber das kann sich &auml;ndern, wenn man ihnen die Konsequenzen klarmacht. Denn ein Nein w&uuml;rde wohl den ungeordneten Bankrott mit katastrophalen Folgen vor allem f&uuml;r die einfachen Leute im Land bedeuten, vielleicht gar den Austritt aus der Euro-Zone. Und den will keiner. Aber eben deshalb ist das Referendum auch kein echter Test des Volkswillens: Das Volk hat keine Wahl. Oder vielmehr: Es hat die Wahl zwischen Fegefeuer und H&ouml;lle. Wenn es bei Sinnen ist, w&auml;hlt es das&nbsp;Fegefeuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/griechische-volksabstimmung-zu-eu-hilfen-sie-sind-sich-selbst-der-groesste-feind-1.1179464\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Euro-Rettung auf falschem Kurs<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Robert von Heusinger: Grandios gescheitert<\/strong><br>\nGanz gleich wie das Drama um Griechenland ausgeht, klar ist, dass der Euro seit Mittwochnacht einen weiteren schweren Vertrauensschaden erfahren hat. Denn das Signal, das die deutsche Kanzlerin und der franz&ouml;sische Pr&auml;sident in ihrer Not gesendet haben, lautet: die Eurozone steht nicht nur nicht f&uuml;r die Schulden ihrer Mitglieder ein, nein, die Eurozone ist gar nicht auf Dauer angelegt. Auch dieser Vertrauensschaden wird wieder hunderte, wenn nicht tausende Milliarden Euro auf die Flucht schicken. Auf die Flucht aus wackeligen Eurostaaten in den letzten sicheren Hafen: nach Deutschland. Wenn der Euro zerbricht, dann wird das Geld der D-Mark-Zone den h&ouml;chsten Wert haben. Deshalb fliehen immer mehr Griechen, Spanier, Italiener und sogar Franzosen mit ihrem Geld in deutsche Papiere, zu deutschen Banken. Doch genau dieser Angstmechanismus zerst&ouml;rt die Kreditinstitute der &uuml;brigen Mitgliedsl&auml;nder und die Staaten, die sich nicht mehr verschulden k&ouml;nnen, weil ihnen aus Angst vor dem Auseinanderbrechen des Euro niemand mehr Geld in Euro leiht&hellip;<br>\nZerbricht der Euro, passiert das weder wegen der zu hohen Verschuldung noch wegen Griechenland, sondern wegen des falschen Rettungsweges, den die Deutschen eingeschlagen haben. Bei der Verschuldung steht Euroland in jeder Kennziffer deutlich besser da als die anderen alten Industriem&auml;chte, die USA, Japan oder Gro&szlig;britannien. Die drei Prozent, die Griechenland an der Wirtschaftsleistung Eurolands ausmacht, sind l&auml;cherlich. Was Griechenland immer so gef&auml;hrlich gemacht hat, war die Ansteckungsgefahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/kommentar-grandios-gescheitert,1472602,11098810.html%20\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Marshallplan&rdquo; f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nAls Gegenleistung f&uuml;r ihre Hilfe verlangen die Euro-L&auml;nder von Schuldens&uuml;nder Hellas vor allem eines: sparen, sparen, sparen. Ganz falsch, meinen f&uuml;hrende &Ouml;konomen. Griechenland br&auml;uchte dringend Milliarden f&uuml;r einen Aufbauplan.<br>\nF&uuml;hrende &Ouml;konomen haben sich f&uuml;r eine radikale Kurskorrektur im Krisenmanagement f&uuml;r Griechenland ausgesprochen. &ldquo;Das Land braucht eine glaubhafte Perspektive, und die kann es nur mit einem Marshallplan geben, der f&uuml;r Wirtschaftswachstum sorgt&rdquo;, sagte der renommierte Harvard-&Ouml;konom Philippe Aghion der FTD.<br>\nDie werde durch die bisherigen Hilfsprogramme nicht gegeben. Nach Einsch&auml;tzung von Hans-Joachim Voth von der Uni Pompeu Fabra in Barcelona gibt es im Grunde wirtschaftlich nur noch eine L&ouml;sung, um ein Chaos abzuwenden: &ldquo;ein unbegrenzter Scheck an die Griechen&rdquo;. Damit lie&szlig;e sich die akut drohende Pleite vermeiden &ndash; &ldquo;selbst wenn ein solcher Freischein politisch unm&ouml;glich scheint&rdquo;.<br>\nGleichzeitig m&uuml;sse Griechenland jedoch ein realistischer Weg aus der jahrelangen Rezession aufgezeigt werden. &ldquo;Die Konsolidierung ist nicht ausbalanciert: Am st&auml;rksten betroffen ist die &auml;rmere Bev&ouml;lkerung, Reiche kommen hingegen relativ gut weg&rdquo;, sagte Aghion. &ldquo;Es ist dringend notwendig, dass Athen besser an EU-Strukturfonds kommt, um Wirtschaftswachstum zu erzielen.&rdquo;&hellip;<br>\n&ldquo;Mit der Austerit&auml;tspolitik hat man die gleichen Fehler gemacht wie Deutschland unter Br&uuml;ning&rdquo;, so Voth. &ldquo;Die Annahme einiger &Ouml;konomen erweist sich als falsch, dass man mit Konsolidierung gleichzeitig sogar das Wachstum f&ouml;rdert.&rdquo; Tats&auml;chlich schrumpft Griechenlands Wirtschaftsleistung seit drei Jahren und liegt mittlerweile rund 14 Prozent unter dem Niveau von Ende 2008.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:marshallplan-fuer-griechenland-oekonomen-plaedieren-fuer-unbegrenzten-griechen-scheck\/60124505.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Im Kern der Krise: Italien<\/strong><br>\nGriechenland sorgt zwar derzeit f&uuml;r maximale Aufregung, ist aber bekanntlich ein kleiner Staat, der zur Wirtschaftsleistung der Europ&auml;ischen Union in etwa so viel beitr&auml;gt wie Hessen. Ein derartiger D&auml;umling kann eine W&auml;hrung wie den Euro nicht vernichten. Daher ist es verwunderlich, dass jetzt schon wieder ein Ad-hoc-Gipfel zu Griechenland abgehalten wird &ndash; w&auml;hrend sich, fast &uuml;bersehen, das eigentliche Drama nebenan in Italien abspielt. Denn dort ist ein Novum in der Eurozone zu erleben: Eines der reichsten L&auml;nder der Welt wird systematisch in die Pleite getrieben, weil die Finanzm&auml;rkte in Panik geraten sind und st&auml;ndig steigende Zinsen verlangen. Diese Panik hat bisher kein Eurogipfel stoppen k&ouml;nnen. So half es beispielsweise nichts, den europ&auml;ischen Rettungsfonds auf 1 Billion Euro zu hebeln &ndash; die Risikopr&auml;mien f&uuml;r Italien stiegen trotzdem weiter. &ndash; Bisher geht die Eurozone erstaunlich sorglos mit dieser Gefahr um, wie die Sparbeschl&uuml;sse zeigen, die Italien auf den letzten Gipfeln aufgen&ouml;tigt wurden. So soll die Regierung Berlusconi unter anderem den K&uuml;ndigungsschutz lockern. Was immer man von dieser Ma&szlig;nahme h&auml;lt: Ihr Einfluss auf die Staatsverschuldung d&uuml;rfte, wenn &uuml;berhaupt, h&ouml;chst marginal sein. Die L&ouml;sung der Krise w&auml;re eigentlich einfach. Die Eurozone m&uuml;sste nur verstetigen, worauf sie sich jetzt in Gefahrmomenten schon verl&auml;sst: dass die Europ&auml;ische Zentralbank Staatsanleihen aufkauft. Die Anleger w&auml;ren sofort beruhigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Euro-Krise\/!81074\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Tat d&uuml;rfte sich gerade angesichts des Langfristcharakters anderer L&ouml;sungen nur die Europ&auml;ische Zentralbank gegen die Attacken der &ldquo;M&auml;rkte&rdquo; behaupten. Sie ist die einzige, funktionierende supranationale Institution des Euroraumes, die schnell und entschlossen und mit &sbquo;Feuerkraft&lsquo; eingreifen kann. Sobald der Euroraum wie die USA, Japan oder Gro&szlig;britannien auf Ihre Zentralbank als Kreditgeber letzter Instanz zur&uuml;ckgreifen kann, werden die M&auml;rkte den Euroraum nicht mehr so leicht auseinander dividieren k&ouml;nnen. Nat&uuml;rlich ist das Problem Staatsverschuldung bzw. Staatsanleihen nicht aus der Welt, aber die Akteure am globalen Markt werden den Euroraum auf der gleichen Ebene wie die USA oder Japan bewerten m&uuml;ssen, da letztlich alle auf die &Uuml;bergangsrezeptur, Aufkauf der Staatsanleihen durch die Zentralbank, zur&uuml;ckgreifen. Nun werden viele Ultraorthodoxe aufschreien, dies sei in den Statuten der EZB nicht vorgesehen. Genauso wenig wie ein hoher Besch&auml;ftigungsgrad (FED) sei auch die Finanzstabilit&auml;t des Euroraums nicht Aufgabe der Notenbank, nur die Preisstabilit&auml;t z&auml;hle. Nun hat aber die EZB schon l&auml;ngst mit dieser Auffassung gebrochen, wenn auch mit gro&szlig;em Widerwillen. Bradford DeLong hat darauf hingewiesen, dass bereits im 19. Jahrhundert angesichts des Fehlen einer kodifizierten Befugnis der Bank von England, als Kreditgeber letzter Instanz zu handeln, Sir Robert Peel schrieb: &bdquo;Sollte es notwendig werden, eine schwere Verantwortung zu &uuml;bernehmen, so wage ich zu behaupten, dass sich <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/delong119\/German\">M&auml;nner bereitfinden werden, diese Verantwortung zu &uuml;bernehmen<\/a>.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Es w&auml;re traurig und verheerend, wenn die Heutigen hinter die Einsichten der Altvorderen zur&uuml;ckfallen w&uuml;rden. <strong>F&uuml;r eine umfassenderen Umbau der Zentralbank pl&auml;diert Dieter Wermuth in:<\/strong><\/em> <\/p>\n<p><strong>Wir brauchen eine andere EZB<\/strong><br>\nWie eine moderne Notenbankpolitik aussehen sollte, dar&uuml;ber sollten sich scheuklappenfreie &Ouml;konomen dringend Gedanken machen. Das Versagen der EZB ist auch ein Versagen ihrer Vordenker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2011\/11\/01\/wir-brauchen-eine-andere-ezb_3752\">DIE ZEIT Weblog, Herdentrieb<\/a><\/p>\n<p>Immerhin scheint der neue EZB-Pr&auml;sident Mario Draghi einen realistischen Blick auf die europ&auml;ische Konjunktur zu haben:<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Oberster Euro-Banker warnt vor Konjunktur-Crash<\/strong><br>\nMario Draghi ist erst wenige Tage im Amt, schon warnt der neue Pr&auml;sident der Europ&auml;ischen Zentralbank vor einer Rezession. Um gegenzusteuern, senken die W&auml;hrungsh&uuml;ter &uuml;berraschend den Leitzins &ndash; vorerst mit Erfolg: Die Aktienkurse schie&szlig;en nach oben.<br>\n&ldquo;Der konjunkturelle Ausblick ist von hoher Unsicherheit belastet&rdquo;, sagte Draghi nach der ersten Ratssitzung unter seinem Vorsitz.<br>\nDie Notenbanker gaben am Mittag bekannt, den Leitzins von 1,5 Prozent auf 1,25 Prozent zu senken. Die Entscheidung fiel Draghi zufolge einstimmig&hellip;<br>\nMit Blick auf den umstrittenen Ankauf von Staatsanleihen durch die Notenbank bekr&auml;ftigte der EZB-Chef &Auml;u&szlig;erungen seines Vorg&auml;ngers, Jean-Claude Trichet: Das Ankaufprogramm sei nur vor&uuml;bergehend und im Volumen begrenzt. Zudem diene es dazu, die Wirkung der EZB-Geldpolitik sicherzustellen. Die Notenbank sei aber keinesfalls Kreditgeber &ldquo;der letzten Instanz&rdquo; f&uuml;r einzelne Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,795708,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>G20<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Club der R&uuml;ckw&auml;rtsdenker<\/strong><br>\nWas rechtfertigt die Existenz eines Staatenclubs mit beschr&auml;nkter Mitgliedschaft, der intransparent unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit agiert und sich bislang nicht auf Ma&szlig;nahmen zur dauerhaften &Uuml;berwindung der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise einigen konnte?<br>\n&hellip;schlie&szlig;lich mangelt es der G&nbsp;20 an dem, was Politikwissenschaftler &ldquo;Output-Legitimation&rdquo; nennen, das hei&szlig;t der Legitimation &uuml;ber die N&uuml;tzlichkeit der Ergebnisse des gemeinsamen Agierens f&uuml;r die betroffenen Menschen. Die Beschl&uuml;sse der G&nbsp;20 zur Bek&auml;mpfung des Schattenbankensystems und des weltweiten Netzes von Steueroasen blieben ineffektiv, die Regelungen f&uuml;r Hedgefonds haben eher kosmetischen Charakter, gegen die globalen Ungleichgewichte in den Handelsbilanzen von Exportweltmeistern und Defizitl&auml;ndern war ein konzertiertes Vorgehen bisher nicht m&ouml;glich, und die Spekulation auf den Agrarm&auml;rkten soll nach dem G-20-Aktionsplan zur Preisvolatilit&auml;t bei Nahrungsmitteln vor allem durch mehr Markttransparenz einged&auml;mmt werden. Dem Ausma&szlig; der globalen Krisen und ihren strukturellen Ursachen wurde man also nicht gerecht.<br>\nAls Patentrezept f&uuml;r Entwicklung setzen die Regierungen der G 20 auf ungebremstes Wirtschaftswachstum. Selbst die Armutsbek&auml;mpfung dient laut ihres Entwicklungskonsenses von Seoul dem &uuml;bergeordneten Ziel, dauerhaftes Wachstum zu sichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-G-20-Gipfel\/%2181084\/%20\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Liste der G20-Sponsoren<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.g20-g8.com\/g8-g20\/g20\/english\/the-2011-summit\/partnerships\/partnerships.69.html\">G20-G8 France 2011<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Teilnehmer des parallel und in Nachbarschaft zum G20 tagenden Business-Gipfels B20<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.b20businesssummit.com\/guests\/business-organizations\">Cannes B20 Business Summit<\/a><\/li>\n<li><strong>Zehntausende protestieren in Cannes<\/strong><br>\nZum Treffen der G20 verwandelt sich Cannes in eine Festung. Die franz&ouml;sische K&uuml;stenstadt ist abgeriegelt. Der Flughafen bleibt w&auml;hrend des Gipfels komplett geschlossen&hellip;<br>\nMehr als 12.000 Sicherheitskr&auml;fte schotten die Staatschefs vor Demonstranten ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/eu-krisentreffen-zehntausende-protestieren-in-cannes,1472780,11096382.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Schattenbanken im Visier der G-20<\/strong><br>\nJe st&auml;rker Gesch&auml;ftsbanken reguliert werden, desto mehr verlagern sich hochriskante spekulative Gesch&auml;fte in den unregulierten Sektor ab. Schattenbanken bewegen mittlerweile in den USA ein h&ouml;heres Kreditvolumen als Gesch&auml;ftsbanken.Grobe Sch&auml;tzungen gehen davon aus, dass Schattenbanken inzwischen etwa 25 bis 30 Prozent des globalen Finanzsystems ausmachen. So soll das Schattenbank-Volumen zwischen 2002 und 2010 von 25 auf 60 Bio. Dollar gestiegen sein. Allein in den USA wird mit 16 Bio. Dollar ein gr&ouml;sseres Kreditvolumen bewegt als von herk&ouml;mmlichen Banken mit &laquo;nur&raquo; 13 Bio. Dollar. Um eine n&auml;chste Krise zu verhindern, wollen die G-20 die Branche nun st&auml;rker regulieren.<br>\nQuelle. <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/schattenbanken_im_visier_der_g20_1.13194031.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong>&nbsp; &ldquo;Die Botschaft h&ouml;r ich wohl, allein &hellip; &ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>World of Work Report 2011- ILO says world heading for a new and deeper jobs recession, warns of more social unrest<\/strong>\n<p>The report&rsquo;s other main findings include:<\/p>\n<ul>\n<li>Approximately 80 million net new jobs will be needed over the next two years to re-attain pre-crisis employment rates (27 million in advanced economies and the remainder in emerging and developing countries).<\/li>\n<li>Out of 118 countries with available data, 69 countries show an increase in the percentage of people reporting a worsening of living standards in 2010 compared to 2006.<br>\nRespondents in half of 99 countries surveyed say they do not have confidence in their national governments.<\/li>\n<li>In 2010, more than 50 per cent of people in developed countries report being dissatisfied with the availability of decent jobs (in countries such as Greece, Italy, Portugal, Slovenia, and Spain, more than 70 per cent of survey respondents reported dissatisfaction).<\/li>\n<li>The share of profit in GDP increased in 83 per cent of the countries analyzed between 2000 and 2009. Productive investment, however, stagnated globally during the same period.\n<\/li>\n<li>In advanced countries, the growth in corporate profits among non-financial firms was translated into a substantial increase in dividend payouts (from 29 per cent of profits in 2000 to 36 per cent in 2009) and financial investment (from 81.2 per cent of GDP in 1995 to 132.2 per cent in 2007). The crisis reversed slightly these trends, which resumed in 2010.<\/li>\n<li>Food price volatility doubled during the period 2006-2010 relative to the preceding five years, affecting decent work prospects in developing countries. Financial investors benefit more from price volatility than food producers, especially small ones.<\/li>\n<\/ul>\n<p>The report calls for maintaining and in some cases strengthening pro-employment programmes, warning that efforts to reduce public debt and deficits have often disproportionately focused on labour market and social measures. For example, it shows that increasing active labour market spending by only half a per cent of GDP would increase employment by between 0.4 per cent and 0.8 per cent, depending on the country.<br>\nThe study also calls for supporting investment in the real economy through financial reform and pro-investment measures.<br>\nFinally, it says that the adage that wage moderation leads to job creation is a myth, and calls for a comprehensive income-led recovery strategy. This would also help stimulate investment while reducing excessive income inequalities.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ilo.org\/global\/about-the-ilo\/press-and-media-centre\/news\/WCMS_166395\/lang--en\/index.htm\">International Labour Organization (ILO)<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ekl&auml;rung der Internationalen Gewerkschaften zum G20<\/strong><br>\nMehr Besch&auml;ftigung, Klimaschutz und eine st&auml;rkere Regulierung der Finanzm&auml;rkte: anl&auml;sslich des G20-Gipfels im franz&ouml;sischen Cannes fordern die Internationalen Gewerkschaften einen Vier-Punkte-Plan f&uuml;r Arbeitspl&auml;tze und Konjunkturerholung. Dieser m&uuml;sse auch f&uuml;r eine Welt nach der Krise sorgen, &ldquo;die wirtschaftlich, sozial und &ouml;kologisch gerecht und nachhaltig ist&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Papier, das den G20-Spitzen im Vorfeld des Treffens &uuml;bermittelt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++5d344d20-03ca-11e1-6731-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mindestlohndebatte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Frankreichs Erfahrungen: Mindestlohn ist nicht mehr wegzudenken<\/strong><br>\nIn seiner heutigen Form existiert der Smic, wie das &bdquo;salaire minimum interprofessionnel&ldquo; (wachstumsorientierter berufs&uuml;bergreifender Mindestlohn) abgek&uuml;rzt wird, seit 1970. Er wird von der Regierung j&auml;hrlich festgelegt. Damit soll die Kaufkraft von Niedrigl&ouml;hnen erhalten und deren Beziehern die Teilhabe an der Wirtschaftsentwicklung erm&ouml;glicht werden.&nbsp; Die Anhebung darf nicht niedriger ausfallen als die H&auml;lfte der Erh&ouml;hung der Kaufkraft der durchschnittlichen Stundenl&ouml;hne. Steigt der Index der Lebenshaltungskosten um mindestens zwei Prozent, erfolgt die Anpassung automatisch. Etwa 3,4 Millionen Smicards, wie die Empf&auml;nger des gesetzlichen Mindestlohns genannt werden, gibt es derzeit in Frankreich. Das entspricht 14,5 Prozent der Lohn- und Gehaltsempf&auml;nger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/mindestlohn-ist-nicht-mehr-wegzudenken\/5782578.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auch wenn klar sein sollte, dass die Kanzlerin&nbsp; &auml;hnlich wie in der Atomfrage vor allem der Opposition bei einem zentralen Thema das Wasser abgraben und von ihrer einer schlechten Europerfomance ablenken m&ouml;chte, sollte die Opposition die Chance ergreifen, Schwarz\/Gelb beim Mindestlohn Farbe bekennen zu lassen. Gerade weil beim CDU-Parteitag Mitte November nur der Vorschlag des CDU-Landesverbandes NRW von einer &ldquo;allgemeinen verbindlichen Lohnuntergrenze&rdquo; f&uuml;r Bereiche, &ldquo;in denen ein tarifvertraglich festgelegter Lohn nicht existiert&rdquo;, herauskommen wird, bietet sich f&uuml;r Opposition die Gelegenheit, die gesamtwirtschaftliche Vorteile eines gesetzlich vorgegebenen Mindestlohns herauszustellen und vor allem das kurzfristige, profitorientierte Kalk&uuml;l des Kapitals in dieser Frage offenzulegen. &ndash; Vielleicht liegt es ja an der geringeren Exportorientierung, aber die durchaus auch profitorientierten franz&ouml;sischen Arbeitgeber sehen in ihrer Mehrheit im Konzept des Mindestlohns die langfristige Sicherung von Kaufkraft. &ndash; <\/em><\/p>\n<p><em>In diesem Zusammenhang sei noch einmal auf die US-Studie &ldquo;Minimum Wage Effects Across State Borders&ldquo; hingewiesen, die vor allem mit den Vorurteil aufr&auml;umt, dass Mindestl&ouml;hne Jobs gef&auml;hrdeten. Der Chef des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB M&ouml;ller bezeichnet die Berkeley-Studie als &bdquo;wegweisend &hellip; Die Arbeit ist geeignet, die allgemeine Einsch&auml;tzung der Besch&auml;ftigungswirkungen von Mindestl&ouml;hnen in den USA und in anderen L&auml;ndern zu beeinflussen.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>US-Studie: Die Wahrheit &uuml;ber Mindestl&ouml;hne<\/strong><br>\nDeutsche Wirtschaftswissenschaftler verkaufen es gern als ein &ouml;konomisches Naturgesetz: Wenn der Staat Mindestl&ouml;hne vorschreibt, vernichtet er damit Arbeitspl&auml;tze. Doch neue Studien zeigen, dass die Wahrheit komplizierter ist.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/nachrichten\/die-wahrheit-ueber-mindestloehne\/3752840.html?p3752840=all\">Handelsblatt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/papers.ssrn.com\/sol3\/papers.cfm?abstract_id=1005523\">Social Science Research Network<\/a><\/li>\n<li><strong>Tom Strohschneider: N&auml;gel mit ver&auml;nderten K&ouml;pfen<\/strong><br>\nNein, der Mindestlohn der CDU ist nat&uuml;rlich keine Revolution. Und doch verweist der Schwenk Merkels auf ge&ouml;ffnete R&auml;ume, in welche die Linken nun weiter vorsto&szlig;en m&uuml;ssen<br>\nDie Kunst wird darin bestehen, von links auf die gravierenden Schw&auml;chen des &bdquo;Mindestlohn-Schwenks&ldquo; der Union zu verweisen &ndash; und trotzdem den Schwung mitzunehmen. Wenn man so will, sind die Linken (nicht nur die gleichnamige Partei) jetzt mit dem &Uuml;bergang vom Kampf f&uuml;r einen gesetzlichen Mindestlohnes zu einem Kampf um dessen H&ouml;he und Ausgestaltung konfrontiert &ndash; das bedeutet gegebenenfalls auch, die eigenen politischen Strategien anzupassen. Es gilt, jetzt weiter in die R&auml;ume vorzusto&szlig;en, welche durch die hegemoniale Verschiebung in Sachen Mindestlohn er&ouml;ffnet sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2011\/43\/naegel-mit-koepfen\/print\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Armut<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>15,6&nbsp;% der Bev&ouml;lkerung im Jahr 2009 armutsgef&auml;hrdet <\/strong><br>\nIm Jahr 2009 waren durchschnittlich 15,6&nbsp;% der Bev&ouml;lkerung Deutschlands armutsgef&auml;hrdet. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis der aktuellen Ergebnisse der Erhebung LEBEN IN EUROPA 2010 mit. Das Armutsgef&auml;hrdungsniveau blieb damit insgesamt gegen&uuml;ber dem Jahr 2008 (15,5&nbsp;%) nahezu konstant.<br>\nLEBEN IN EUROPA stellt die amtlichen Sozialindikatoren zu Armut und sozialer Ausgrenzung f&uuml;r Deutschland (&bdquo;Bundesindikatoren&ldquo;) bereit. Die Indikatoren sind EU-weit vergleichbar. Im Jahr 2010 wurden f&uuml;r die Erhebung 13&nbsp;079 Haushalte mit insgesamt 23&nbsp;531 Personen ab 16 Jahren zu ihren Einkommen und Lebensbedingungen befragt. Armutsgef&auml;hrdet war, wer nach Einbeziehung staatlicher Transferleistungen ein Einkommen von weniger als 11&nbsp;278 Euro im Jahr beziehungsweise 940 Euro monatlich zur Verf&uuml;gung hatte. Bezugszeitraum f&uuml;r die Er&shy;hebung der Einkommen war das Vorjahr (2009).<br>\nArbeitslose Menschen sind nach wie vor am st&auml;rksten armutsgef&auml;hrdet. Im Jahr 2009 waren mehr als sieben von zehn Arbeitslosen (70,3&nbsp;%) davon betroffen, unter den Erwerbst&auml;tigen war es dagegen nur etwa jede\/r Vierzehnte (7,2&nbsp;%).<br>\nNeben Arbeitslosen sind Personen in Haushalten von Alleinerziehenden die am st&auml;rksten armutsgef&auml;hrdete soziale Gruppe in Deutschland: Bei 43&nbsp;% dieser Personen lag 2009 eine Armutsgef&auml;hrdung vor. Zum Vergleich: In allen Haushalten mit Kindern betrug die Armutsgef&auml;hrdungsquote 14,6&nbsp;%. Unter den allein lebenden Personen waren drei von zehn (30&nbsp;%) im Jahr 2009 armutsgef&auml;hrdet. In Haushalten von zwei Erwachsenen unter 65 Jahren traf dies auf etwa jede zehnte Person (10,3&nbsp;%) zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2011\/11\/PD11__406__634,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><strong>Armut in den USA steigt auf Rekordwert<\/strong><br>\nDie US-Wirtschaft erholt sich leicht&ndash;doch immer mehr Amerikaner fallen unter die Armutsgrenze. Deutschland ver&auml;ndert sich dagegen wenig. (Siehe oben (WL))<br>\nDie Armut hat in den USA einen neuen Rekordwert erreicht. Einer von f&uuml;nfzehn Amerikanern (6,7 Prozent) geh&ouml;rt mittlerweile zu den &ldquo;&Auml;rmsten der Armen&rdquo;. Das geht aus einem aktuellen Zensus hervor.<br>\nRund 20,5 Millionen Menschen liegen demnach mit ihrem Einkommen 50 Prozent unter der offiziellen Armutsgrenze. Sie leben von weniger als 5.570 Dollar im Jahr, beziehungsweise als vierk&ouml;pfige Familie von weniger als 11.157 Dollar. 6,7 Prozent ist der h&ouml;chste Wert, den die Zensusbeh&ouml;rde seit Beginn der Erhebungen vor 35 Jahren ermittelt hat.<br>\nBesonders in den amerikanischen Vorst&auml;dten hat die Armut stark zugenommen. Armutsraten von mehr als 40 Prozent breiten sich dort den Angaben zufolge doppelt so schnell aus wie in den innerst&auml;dtischen Gebieten.<br>\nDer Anteil an in extremer Geldnot lebenden Menschen stieg in den als arm bezeichneten Stadtteilen und Vororten in den vergangenen zehn Jahren von 11,2 Prozent auf 15,1 Prozent an. Das geht aus einer Analyse des Brookings Instituts hervor. Eine derart hohe geografische Konzentration der Armut hat es in den USA seit mehr als 20 Jahren nicht mehr gegeben.<br>\nZudem l&auml;sst sich in diesen Gebieten eine starke Zunahme von Bewohnern mit lateinamerikanischem Migrationshintergrund feststellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:zensus-armut-in-den-usa-steigt-auf-rekordwert\/60124530.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>WSI: Besserverdiener profitieren vom Weihnachtsgeld<\/strong><br>\nBescherung ist offenbar vor allem was f&uuml;r Gutverdiener: Besch&auml;ftigte mit geringem Gehalt bekommen relativ selten Weihnachtsgeld. Und Frauen gehen &ouml;fter leer aus als M&auml;nner. Um es genau zu sagen: Unter den Befragten mit einem Monatsgehalt bis zu 1500 Euro gaben nur 29 Prozent an, die Jahreszahlung zu erhalten. Bei Besch&auml;ftigten 4000 bis 5000 Euro Monatseinkommen waren es doppelt so viele, n&auml;mlich 67 Prozent.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit---soziales\/umfrage--besserverdiener-profitieren-vom-weihnachtsgeld,1473632,11097882.html\">FR<\/a><br>\nQuelle 2:  <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/2877_38215.htm\">WSI<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Postbanker grummeln<\/strong><br>\nAm heutigen Donnerstag will die Gewerkschaft bundesweit bei Betriebsversammlungen und Aktionen &uuml;ber den Stand der Verhandlungen zu einem &raquo;&Uuml;berleitungstarifvertrag&laquo; informieren. Hintergrund sind drohende Gehaltseinbu&szlig;en im Zuge der Fusion mit dem Branchenprimus Deutsche Bank. Zun&auml;chst sollen die 1600 Angestellten der Kreditabwicklung in eine neue GmbH wechseln und dabei rund 30 Prozent ihrer Bez&uuml;ge verlieren. &Auml;hnliches droht den Besch&auml;ftigten der Call Center und der Zahlungsverkehrseinheiten. Letztlich k&ouml;nnten alle 22000 Postbank-Mitarbeiter betroffen sein, bef&uuml;rchtet die Gewerkschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/11-03\/014.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Atomlobby<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Geheimpapiere der Atomlobby<\/strong><br>\nGenau vor einem Jahr, am 28. Oktober 2010, beschloss der Bundestag mit den Stimmen von Union und FDP die Verl&auml;ngerung der Laufzeiten f&uuml;r die Atomkraftwerke. Der taz liegen interne Unterlagen vor, die detailliert zeigen, wie aufw&auml;ndig die Profiteure dieses Gesetzes mit offenen und verdeckten Mitteln auf diesen Beschluss hingearbeitet haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/taz-enthuellt\/!80743\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die taz schreibt: &ldquo;Nichts davon ist verboten. Einiges davon ist anr&uuml;chig. Das Meiste ist profane, handwerklich gut umgesetzte &Ouml;ffentlichkeitsarbeit. Aber zusammengenommen zeigen die Dokumente, wie Konzerne in Deutschland vorgehen, wenn sie Einfluss auf Medien, Politik und &Ouml;ffentlichkeit nehmen.&rdquo; Die taz dr&uuml;ckt sich sehr vorsichtig aus. Zu vorsichtig, denn wie soll man z.B. den Vorgang bewerten, dass es der Lobbyagentur gelungen sei, einen Artikel in der der SZ &uuml;ber eine Kinderkrebsstudie bis nach den Wahlen zu verschieben, wenn nicht als &auml;u&szlig;erst skandal&ouml;s. In den Unterlagen, die die taz zum Download im Rechercheblog bereit h&auml;lt, hei&szlig;t es im zweiten Papier vom Herbst 2009 (Chart 5) wortw&ouml;rtlich: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/fileadmin\/static\/pdf\/atomlobby2.pdf\">Verschiebung der bereits geplanten Ver&ouml;ffentlichung weiterer Kinderkrebs-Studie durch S&uuml;ddeutsche Zeitung auf Zeitpunkt nach Bundestagswahl erreicht [PDF &ndash; 8.2 MB]<\/a>.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Da tun sich doch Fragen auf: Wer ist f&uuml;r diese Verschiebung verantwortlich? Wie wurde diese Einflussnahme erreicht? Ist Geld geflossen? Oder wurden andere Leistungen angeboten? Immerhin zeigt die taz in einem selbskritischen Artikel auf, wie solche Leistungen aussehen k&ouml;nnen bzw. <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Unsauberer-Journalismus-bei-der-taz\/!81016\/\">wie schnell man die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit von interessierter Seite ungepr&uuml;ft &uuml;bernimmt<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passend liegen der FR Informationen vor, dass die vier gr&ouml;&szlig;ten deutschen Energiekonzerne an Universit&auml;ten bundesweit rund 30 Stiftungsprofessuren finanzieren:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Atomlobby unterwandert Universit&auml;ten<\/strong><br>\nDie gef&ouml;rderten Universit&auml;ten sind zum Teil f&uuml;r Studien zur Debatte um die Kernenergie, den Atomausstieg und die Kosten erneuerbarer Energie bekannt. Die Konzerne haben sich bei der Finanzierung von Professuren weitgehend auf regionale Zust&auml;ndigkeiten geeinigt. EnBW engagiert sich in Baden-W&uuml;rttemberg, Vattenfall in den neuen Bundesl&auml;ndern, RWE in Aachen und Eon in M&uuml;nchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/stiftungsprofessuren-die-atomlobby-unterwandert-universitaeten,1472780,11089362.html\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Al-Nahda in Tunesien: Die T&uuml;rkei als Vorbild<\/strong><br>\nDie Islamisten von al-Nahda haben es geschafft, Angst vor den laizistischen Parteien zu verbreiten und sich als &raquo;Partei des Volkes&laquo; zu pr&auml;sentieren. Auch die Repression gegen Anh&auml;nger von al-Nahda w&auml;hrend der Diktatur l&auml;sst die islamistische Partei als glaubw&uuml;rdige politische Kraft erscheinen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2011\/43\/44211.html\">Jungle World<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein angenehm unaufgeregter Bericht &uuml;ber die Parteiungen in Tunesien nach der Wahl. Wie im Falle &Auml;gyptens wird auch in Tunesien aus westlicher Sicht h&auml;ufig &uuml;bersehen, dass die Gesamtheit die Bev&ouml;lkerung weitaus konservativer ist, als sich selbst die F&uuml;hrung der Religi&ouml;sen, hier die von al-Nahda, gibt. Die entscheidende Frage wird sein, ob es den Salafisten gelingt, al-Nahda mit ihrer fundamentalistischen Programmatik vor sich her zu treiben. Unter langfristigen Gesichtspunkten d&uuml;rfte es sowohl in &Auml;gypten als auch in Tunesien f&uuml;r die st&auml;rker s&auml;kular ausgerichtete Parteien g&uuml;nstiger sein, jetzt keine politische Verantwortung zu &uuml;bernehmen. Sie verf&uuml;gen ebenso wenig wie die Religi&ouml;sen &uuml;ber Rezepte f&uuml;r fundamentale Fragen wie die grassierende Jugendarbeitslosigkeit wie &uuml;berhaupt wirtschaftspolitische Konzepte kaum diskutiert werden. Wer immer jetzt im Nahen Osten die Verantwortung &uuml;bernimmt, wird nicht &uuml;ber Nacht die vielf&auml;ltigen politischen und &ouml;konomischen Probleme l&ouml;sen. F&uuml;r die Konsolidierung der eher s&auml;kular ausgerichteten Parteien h&auml;tte das vorhersehbare Scheitern in der postrevolution&auml;ren &Auml;ra verheerende Auswirkungen. Andererseits sind sie z.B. in den verfassungsgebenden Versammlungen zurzeit stark genug, um m&auml;&szlig;igend auf die Religi&ouml;sen einzuwirken. Letztlich wird auch f&uuml;r die religi&ouml;s orientierten Parteien entscheidend sein, ob sie der Bev&ouml;lkerung eine wirtschaftliche Perspektive geben k&ouml;nnen. Man sollte nicht aus den Augen verlieren, dass die tunesischen Proteste im Landesinneren begannen, wo mit &uuml;ber 20 Prozent Arbeitslosen der sozial&ouml;konomische Brennpunkt des Landes liegt. Die absolute Armut ist in Tunesien mit 7,4 Prozent nicht sehr hoch, dennoch ist Kluft zwischen arm und reich sehr gro&szlig;. Auch die religi&ouml;s fundierten Parteien des Nahen Ostens werden sich daran messen lassen m&uuml;ssen, wie sie solcher Problematik begegnen. Es ist etwas ganz anderes, teils mit saudischer und Unterst&uuml;tzung aus den Golfstaaten, einige Wohlfahrtseinrichtungen f&uuml;r die &auml;rmere Bev&ouml;lkerung zu betreiben, als f&uuml;r ein ganzes Land staatliche Versorgungsfunktionen zu installieren, auf Basis einer gelingenden Wirtschaftspolitik.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Internationaler Strafgerichtshof untersucht Kriegsverbrechen in Libyen<\/strong><br>\nDer Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag hat Ermittlungen gegen die NATO und den &raquo;Nationalen &Uuml;bergangsrat&laquo; (NTC) wegen Kriegsverbrechen in Libyen aufgenommen. Das geht aus einem 22 Punkte umfassenden Bericht hervor, den IStGH-Ankl&auml;ger Luis Moreno-Ocampo am Mittwoch (Ortszeit) dem UN-Sicherheitsrat in New York erstattet hat. Den Aufst&auml;ndischen gegen die Regierung des langj&auml;hrigen Staatschefs Muammar Al-Ghaddafi legt Moreno-Ocampo demnach die willk&uuml;rliche Verhaftung von Zivilisten sowie die Ermordung gefangengenommener K&auml;mpfer zur Last.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/11-04\/054.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Netanyahu wirbt f&uuml;r Milit&auml;rschlag gegen Iran<\/strong><br>\nDer israelische Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanyahu will sein Kabinett Regierungskreisen zufolge zur Genehmigung eines Milit&auml;rschlags gegen iranische Atomeinrichtungen bewegen.<br>\nDer Regierungsvertreter best&auml;tigte einen Bericht der israelischen Zeitung &laquo;Haaretz&raquo;, wonach Netanyahu und Verteidigungsminister Ehud Barak f&uuml;r einen Angriff seien, aber noch nicht die Unterst&uuml;tzung der Mehrheit der Kabinettsminister h&auml;tten. Die Milit&auml;rf&uuml;hrung und der israelische Geheimdienst Mossad seien gegen einen Angriff&hellip;<br>\nIsrael und die westlichen L&auml;nder unterstellen dem Iran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomkraft ein Arsenal an Atomwaffen aufzubauen. Teheran wies die Beschuldigung jedoch stets vehement zur&uuml;ck. Israel wird in der Region als Atommacht angesehen, best&auml;tigte oder dementierte den Besitz von Atomwaffen jedoch nie. Angeblich soll das Land &uuml;ber 200 Atomsprengk&ouml;pfe verf&uuml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/naher-osten-und-afrika\/Netanyahu-wirbt-fuer-Militaerschlag-gegen-Iran\/story\/29808196\">Tages Anzeiger<\/a>\n<p><strong>Dazu:<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Droht Krieg als Ablenkung von der Krise?<\/strong><br>\nDie &auml;rztliche Friedensorganisation IPPNW appelliert an die deutsche Regierung, sich gegen&uuml;ber Gro&szlig;britannien, den USA und Israel f&uuml;r eine friedliche L&ouml;sung des Irankonflikts einzusetzen und sie aufzufordern, weitere Kriegsdrohungen zu unterlassen. Kriegsdrohungen eskalieren eine ohnehin stark angespannte Situation und f&uuml;hren zu keiner L&ouml;sung, so die IPPNW.<br>\n&ldquo;In allen drei L&auml;ndern, in denen ein Angriff auf den Iran ernsthaft er&ouml;rtert wird, herrscht im eigenen Lande gro&szlig;e Unruhe &uuml;ber die &ouml;konomische Lage und soziale Ungerechtigkeit. Wollen diese Regierungen einen Ausweg in kriegerischen Abenteuern suchen?&rdquo;, fragt der IPPNW-Vorsitzende Matthias Jochheim. &ldquo;Die Situation &auml;hnelt der Vorgeschichte des Irakkrieges, wo behauptet wurde, dass vom Irak eine immense Gefahr ausgeht. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass dies erfunden war. Wir sollten aus der Geschichte lernen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/fbed0ea05f\/droht-krieg-als-ablenkung-von-der-kr.html\">IPPNW<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Naomi Wolf: &ldquo;Occupy&rdquo;-Bewegung ist Zeichen f&uuml;r einen Weltkrieg<\/strong><br>\nAmerika wacht auf und sieht, was geschehen ist, w&auml;hrend es schlief: Seine Polizisten werden von privaten Unternehmen umworben (die Gro&szlig;bank JP Morgan Chase hat der New York City Police Foundation, der Stiftung der New Yorker Polizei, 4,6 Mio. Dollar an Spenden zukommen lassen); das Ministerium f&uuml;r innere Sicherheit der Vereinigten Staaten hat kleinere Polizeibeh&ouml;rden auf kommunaler Ebene mit milit&auml;rspezifischen Waffensystemen ausger&uuml;stet; die B&uuml;rgerrechte der Rede- und Versammlungsfreiheit sind schleichend durch undurchsichtige Genehmigungsauflagen zersetzt worden.<br>\nPl&ouml;tzlich wirken die USA wie der Rest der w&uuml;tenden, aufbegehrenden, nicht ganz freien Welt. Tats&auml;chlich haben viele nicht begriffen, dass ein Weltkrieg im Gange ist. Er unterscheidet sich von allen vorherigen Kriegen in der Geschichte der Menschheit. Zum ersten Mal identifizieren und organisieren sich Menschen in aller Welt nicht anhand nationaler oder religi&ouml;ser Gesichtspunkte.<br>\nWas hier z&auml;hlt, sind eher ein globales Bewusstsein sowie Forderungen nach einem friedlichen Leben, einer nachhaltigen Zukunft, wirtschaftlicher Gerechtigkeit und Basisdemokratie. Ihr Feind ist die Verfilzung von Unternehmen und Politik &ndash; eine globale Corporatocracy, die Regierungen und Gesetzgeber gekauft hat&hellip;<br>\nViele Demonstranten beharren darauf, f&uuml;hrungslos bleiben zu wollen. Das aber ist ein Fehler. Demonstranten sollten Repr&auml;sentanten f&uuml;r eine begrenzte &ldquo;Amtszeit&rdquo; w&auml;hlen und sie f&uuml;r Gespr&auml;che mit der Presse und Verhandlungen mit Politikern schulen. Die Proteste sollten die Art von Zivilgesellschaft abbilden, die ihre Beteiligten schaffen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:99-prozent-proteste-occupy-bewegung-ist-zeichen-fuer-einen-weltkrieg\/60124661.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Hochschulpakt 2020: F&uuml;r mehr Studienpl&auml;tze und gute Arbeitsbedingungen &ndash; Hochschulen sozial &ouml;ffnen<\/strong><br>\nIm kommenden Wintersemester 2011\/2012 droht ein nie dagewesener Mangel an Studienpl&auml;tzen. Die Hochschulrektorenkonferenz rechnet mit bis zu 500.000 Studienanf&auml;ngerinnen und Studienanf&auml;ngern. Damit fehlen in dem von Bund und L&auml;ndern vereinbarten Hochschulpakt 2020 zur Schaffung zus&auml;tzlicher Studienpl&auml;tze allein im kommenden Wintersemester bis zu 50.000 Studienpl&auml;tze.<br>\nDas Recht auf Zulassung steht und f&auml;llt mit der Schaffung ausreichender Studienpl&auml;tze. W&auml;hrend derzeit immer mehr Menschen eines Jahrganges studieren m&ouml;chten, stehen nicht ausreichend Studienpl&auml;tze zur Verf&uuml;gung. Die Ursachen liegen dabei in der Jahrzehnte w&auml;hrenden Unterfinanzierung der Hochschulen, die sich durch die Umstellung auf die neue Studienstruktur Bachelor und Master w&auml;hrend des laufenden Betriebes noch versch&auml;rfte. In den vergangenen 15 Jahren wurden trotz steigender Studierendenzahlen rund 1500 Professuren abgewickelt. Der so genannte Betreuungsschl&uuml;ssel bezogen auf Hochschullehrerinnen und -lehrer je Studierende hat sich von 1:40 auf heute 1:60 dramatisch verschlechtert. W&auml;hrenddessen sind die Ausgaben pro eine Million Studierender von 0,55 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 1990 auf 0,42 Prozent im Jahr 2004 gesunken. Durch den prognostizierten zus&auml;tzlichen Anstieg der Studierendenzahlen aufgrund geburtenstarker und doppelter Jahrg&auml;nge und der durch die Aussetzung der Wehrpflicht erwarteten zus&auml;tzlichen Studienanf&auml;ngerinnen und Studienanf&auml;nger, wird sich die Situation noch dramatisch versch&auml;rfen. Bund und L&auml;nder stellen mit dem Hochschulschulpakt zu wenige Studienpl&auml;tze zur Verf&uuml;gung. Sie versch&auml;rfen damit die Lage und verursachen Kapazit&auml;tsprobleme, die die Hochschulen veranlassen &ouml;rtliche Zulassungsbeschr&auml;nkungen auszusprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dipbt.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/073\/1707341.pdf\">Deutscher Bundestag, Antrag der Fraktion der Linken [PDF &ndash; 164 KB]<\/a>\n<p><strong>Siehe auch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>SPD-Fraktion fordert &ldquo;Hochschulpakt Plus&rdquo;<\/strong><br>\nDie SPD-Fraktion fordert die Bundesregierung auf, mit einem &bdquo;Hochschulpakt Plus&ldquo; zus&auml;tzliche Studienpl&auml;tze zu schaffen und das Masterangebot auszubauen. Allen Bachelor-Studenten solle der Weg zum Master offen stehen, schreibt die Fraktion in einem Antrag (17\/7340), der am heutigen Donnerstag erstmals im Plenum auf der Tagesordnung steht. Zudem soll nach Willen der Abgeordneten der &bdquo;Ausgabendeckel f&uuml;r die Bundesmittel im Hochschulpakt II angehoben und Mehrmittel f&uuml;r mindestens 50.000 zus&auml;tzliche Studienpl&auml;tze bereit gestellt werden&ldquo;. Der Ausbau von Master-Studienpl&auml;tzen m&uuml;sse dar&uuml;ber hinaus durch ein bis 2020 befristetes Sonderprogramm unterst&uuml;tzt werden. Weiter sprechen sich die Abgeordneten f&uuml;r einen &bdquo;Abschluss-Bonus&ldquo; aus. Dieser soll den Hochschulen f&uuml;r jeden erfolgreichen Studien-Abschluss zus&auml;tzliche Mittel gew&auml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_10\/2011_415\/04.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Lehrmittel &ndash; PR in der Schule<\/strong><br>\nAlle sind scharf auf Jugend. Damit ist nicht nur das &Auml;u&szlig;ere gemeint. In der Wirtschaft sorgen sich Unternehmen um den Kunden von morgen. Und wo trifft man den am leichtesten? An Schulen. Nun gibt es viele Unternehmen, zum Beispiel auch den NDR, die Informationsveranstaltungen an oder besondere Kooperation mit Schulen machen. So manches Unternehmen geht viel weiter und nutzt den Schutzraum Schule, wo es ja nun vor allem um allgemeine Wissensvermittlung gehen soll, f&uuml;r knallharte Kunden und Mitarbeiter Akquise. Und Journalisten, die das eigentlich anprangern sollten, unterst&uuml;tzen die Unternehmen sogar noch dabei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/zapp\/medien_politik_wirtschaft\/schulen107.html\">NDR Zapp<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Absage des Referendums in Griechenland; Euro-Rettung auf falschem Kurs; Im Kern der Krise: Italien; Oberster Euro-Banker warnt vor Konjunktur-Crash; G20; World of Work Report 2011; Ekl&auml;rung der Internationalen Gewerkschaften zum G20;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11181\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11181","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11181","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11181"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11181\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11185,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11181\/revisions\/11185"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11181"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11181"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11181"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}