{"id":112,"date":"2005-10-13T17:05:58","date_gmt":"2005-10-13T16:05:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=112"},"modified":"2016-03-03T11:12:04","modified_gmt":"2016-03-03T10:12:04","slug":"buchbesprechung-cornelia-heintze-wohlfahrtsstaat-als-standortvorteil-es-gibt-in-gestalt-der-skandinavischen-lander-eine-erfolgreiche-entwicklungsalternative-zum-neoliberal-angelsachsischen-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112","title":{"rendered":"Buchbesprechung: Cornelia Heintze, Wohlfahrtsstaat als Standortvorteil. Es gibt in Gestalt der skandinavischen L\u00e4nder eine erfolgreiche Entwicklungsalternative zum neoliberal-angels\u00e4chsischen Weg."},"content":{"rendered":"<p>Ein Ranking, das die tats&auml;chlichen Erfolge wohlfahrtsstaatlicher und neoliberaler Strategien in den letzten Jahrzehnten bei der Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit miteinander vergleicht und dabei zu dem Ergebnis kommt, dass die skandinavischen L&auml;nder einen Entwicklungspfad repr&auml;sentieren, bei dem Erfolge auf einem Gebiet nicht mit der Vernachl&auml;ssigung von anderen wichtigen gesellschaftlichen Problemstellungen erkauft werden m&uuml;ssen.<br>\n<!--more--><br>\nWir lesen sie ja regelm&auml;&szlig;ig, die Rankings der Bertelsmann Stiftung, von der OECD, der Weltbank oder von den sonstigen Think-Tanks neoliberaler Reformen. &Uuml;berall landet Deutschland am Tabellenende. Entscheidend sind dabei meist nicht nur die objektiven Wirtschaftsdaten, sondern wie weitgehend Arbeitskosten gesenkt wurden, wie gering die Steuer- und Abgabenquote ist, wie gering die Staatsaugabenquote (inklusive Sozialversicherungen) ist oder wie hoch der Grad an Arbeitsmarktflexibilit&auml;t ist. Es werden also vor allem die Kriterien miteinander verglichen, die nach dem neoklassischen Marktparadigma als Erfolgsrezepte gelten. Kein Wunder also, dass L&auml;nder, die eher den neoliberal-angels&auml;chsischen Weg gehen, dabei im vorderen Feld der angeblich Erfolgreichen landen. <\/p><p>Cornelia Heintze vergleicht in ihrer studierenswerten, praxisorientierten Studie nicht den Erf&uuml;llungsgrad des eingesetzten angebotsorientierten &ouml;konomischen Instrumentariums, sondern die tats&auml;chlichen Erfolge, die neoliberal-angels&auml;chsische im Vergleich zu wohlfahrtsstaatlichen Strategien bei der Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit in den letzten Jahrzehnten erzielt haben. Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin geht dar&uuml;ber hinaus den Fragen nach, ob weniger Arbeitslosigkeit die Hinnahme von mehr sozialer Ungleichheit bedingt oder auch sonst Unvereinbarkeiten, etwa zwischen &ouml;kologischen und &ouml;konomischen Zielen bestehen. <\/p><p>Vergleicht man einmal die Behauptung der Anh&auml;nger der neoklassischen Lehre, dass eine besch&auml;ftigungspolitische Kausalit&auml;t zwischen niedrigen Lohnkosten sowie l&auml;ngeren Arbeitszeiten und Erfolgen auf dem Arbeitsmarkt best&uuml;nde, so liefern die von Heintze akribisch zusammengetragenen empirischen Daten hierf&uuml;r keine Best&auml;tigung. Im Gegenteil: In 60% der besch&auml;ftigungspolitisch erfolgreichen L&auml;nder wie etwa Norwegen, Schweden, Neuseeland oder dar&uuml;ber hinaus in den Niederlanden oder Portugal war es den Gewerkschaften &uuml;berwiegend m&ouml;glich, den durch das Produktivit&auml;tswachstum vorgegebenen Verteilungsspielraum f&uuml;r Reallohnsteigerungen in ungef&auml;hr gleicher H&ouml;he oder sogar dar&uuml;ber hinaus zu nutzen. Lediglich in Irland blieben die Arbeitseinkommen hinter der Produktivit&auml;t zur&uuml;ck. Bei zwei Drittel der besch&auml;ftigungspolitisch weniger erfolgreichen L&auml;ndern, wie vor allem Deutschland, ergibt sich ein umgekehrtes Bild &ndash; dort wurde der durch die Produktivit&auml;t erzielte Verteilungsspielraum &uuml;berwiegend nicht oder nur bescheiden genutzt. <\/p><p>Heintze ist in ihren Schlussfolgerungen vorsichtiger als wir es von denjenigen Rankings kennen, wo Deutschland immer am Schluss landet. Sie sagt nur, dass es Beispiele f&uuml;r die eine, wie f&uuml;r die andere Entwicklung gebe, dass die Zusammenh&auml;nge &bdquo;pfad-abh&auml;ngig&ldquo; seien und von vielen anderen &bdquo;Basisinstitutionen&ldquo; in den jeweiligen L&auml;ndern abh&auml;ngig seien. Eines k&ouml;nne man aber ziemlich eindeutig feststellen, dass das neoklassische Modell der Senkung bzw. der Zur&uuml;ckhaltung bei den Arbeitskosten an der Wirklichkeit vorbei gehe. Deutschland k&ouml;nne jedenfalls den internationalen Wettbewerbsdruck nicht dadurch mindern, dass es durch eine Politik der relativen Lohnsenkungen den Platz in der Spitzengruppe der globalen Lohnhierarchie r&auml;ume. <\/p><p>Auch ein Zusammenhang zwischen der H&ouml;he der Steuer- und Abgabenquote und Erfolgen bei der Arbeitsmarkt- und Besch&auml;ftigungspolitik sei nicht erkennbar. In der Gruppe der erfolgreichen L&auml;nder f&auml;nden sich sowohl L&auml;nder, deren Abgabenquote deutlich &uuml;ber dem EU-Durchschnitt (etwa die skandinavischen Staaten) als auch L&auml;nder die darunter l&auml;gen (z.B. die angels&auml;chsischen L&auml;nder oder Portugal). Wenn gegenl&auml;ufige Merkmalskombinationen in ungef&auml;hr gleich viel L&auml;nder anzutreffen seien, so spr&auml;che dies jedenfalls gleichfalls gegen die immer wieder behauptete neoliberale Kausalit&auml;tsannahme, dass eine niedrige Steuer- und Abgabenquote zu mehr Besch&auml;ftigung und Wachstum f&uuml;hre. <\/p><p>Der Parole &bdquo;Steuern runter, Arbeitspl&auml;tze hoch&ldquo; &ndash; wie noch j&uuml;ngst auf den Wahlplakaten der Konservativen &ndash; sei man in Deutschland seit zwanzig Jahre gefolgt, obwohl sie sich bis heute auf keinerlei empirische Daten st&uuml;tzen k&ouml;nne. Handfeste Beweise gebe es hingegen f&uuml;r einen Verfall &ouml;ffentlicher Investitionen, f&uuml;r eine Vernachl&auml;ssigung wichtiger Staatsaufgaben (von der Bildung bis zur Kinderbetreuung) und f&uuml;r eine schleichende Erosion der Finanzierungsbasis der &ouml;ffentlichen Haushalte.<\/p><p>Auch beim Anteil der &bdquo;Staatsbesch&auml;ftigung&ldquo; seien die Verh&auml;ltnisse zwischen den L&auml;ndern, die eher dem angels&auml;chsischen Modell folgten oder den skandinavischen Wohlfahrtsstaaten v&ouml;llig uneinheitlich. In den nordischen L&auml;ndern habe jeder dritte bis vierte Besch&auml;ftigte seinen Arbeitsplatz im &ouml;ffentlichen Sektor, aber selbst in Gro&szlig;britannien habe die Zunahme der Besch&auml;ftigung in den &ouml;ffentlichen Diensten unter der Labour Regierung einen beachtlichen Anteil an der positiven Besch&auml;ftigungsbilanz. <\/p><p>Genauso lie&szlig;e sich mit der Flexibilit&auml;t des Arbeitsmarktes &bdquo;Beliebiges beweisen&ldquo;. <\/p><p>Cornelia Heintze l&auml;sst es nun nicht damit bewenden, dass man Genaues eben nicht wisse oder gar dass beide Entwicklungspfade mit Blick auf die wirtschaftliche Dynamik und Besch&auml;ftigung mehr oder weniger zielf&uuml;hrend w&auml;ren. Ihr Fazit ist: Je mehr Zielbereiche einbezogen w&uuml;rden, desto deutlicher trete die &Uuml;berlegenheit des skandinavischen Modells zutage. <\/p><p>Das neoliberale Modell sei gekennzeichnet durch eine polarisierte Entwicklung, w&auml;hrend das wohlfahrtsstaatliche Modell auf einem ganzheitlich-gleichzeitigen Erreichen verschiedener Ziele beruhe. <\/p><p>Bei der Zunahme von Armut und vor allem Kinderarmut gebe es zwar in den angels&auml;chsischen L&auml;nder Differenzierungen (etwa im Vergleich zwischen USA und Kanada), die skandinavischen L&auml;nder seien jedoch durchg&auml;ngig egalit&auml;rer und am st&auml;rksten &bdquo;in sich geschlossen&ldquo;. In einer ganzheitlichen Betrachtung &ndash; angefangen bei der Arbeits-, Besch&auml;ftigungs- und Bildungspolitik &uuml;ber die Entwicklungshilfe-, Gesundheits- und nachhaltigen Haushaltspolitik bis hin zur Umweltpolitik oder der Vermeidung gro&szlig;er sozialer Ungleichheit und einer erfolgreichen Bek&auml;mpfung von Korruption &ndash; erweise sich das skandinavische Entwicklungsmodell gegen&uuml;ber dem angels&auml;chsischen Weg als deutlich &uuml;berlegen. Die Autorin belegt dies wiederum sehr differenziert und abgewogen an Hand einer Vielzahl von Daten und Grafiken. <\/p><p>Obwohl die empirischen Befunde jedermann zug&auml;nglich seien, w&uuml;rden die Vorteile des skandinavischen Wohlfahrtsmodells bei uns entweder schlicht negiert oder selektiv so umgedeutet, dass sie das herrschende neoliberale Weltbild blo&szlig; nicht tangierten. Eine dritte Reaktion zeige sich vordergr&uuml;ndig f&uuml;r einzelne Politikbereiche aufgeschlossen (etwa bei den Bildungsreformen), eine &Uuml;bertragung von solchen Modellen ins eigene Land w&uuml;rde aber etwa mit dem Hinweis auf die Kleinheit der skandinavischen L&auml;nder oder im Hinblick auf die angeblich viel homogenere Bev&ouml;lkerung dort verweigert. <\/p><p>Die Unterschiede l&auml;gen aber weder an der Gr&ouml;&szlig;e, noch etwa an der unterschiedlichen Ausstattung mit Rohstoffen (Norwegen mit &Ouml;lreichtum, aber Schweden mit relativ wenigen Rohstoffen). Der Grund, warum in den skandinavischen L&auml;nder auch unter Globalisierungsbedingungen eine wirtschaftlich leistungsf&auml;hige, sozial gerechte und &ouml;kologisch vertr&auml;gliche Entwicklung m&ouml;glich sei, liege in einer &bdquo;spezifischen Kulturpr&auml;gung&ldquo;. Es gebe dort eine hohe Wertsch&auml;tzung staatlicher T&auml;tigkeit und kollektiver Regelungssysteme. Das Prinzip der sozialen Inklusion wirke wie eine Art Kompass f&uuml;r (viel) staatliches und gleichzeitig (viel) zivilgesellschaftliches Handeln. Familienpolitik etwa stehe im Dienste der &bdquo;Geschlechterdemokratie&ldquo;, h&ouml;here und auch hochqualifizierte Frauenbesch&auml;ftigung ginge einher mit einer hohen Qualit&auml;t der Kinderbetreuung. Die hohe Integrationsfunktion des skandinavischen Bildungssystems, wo selbst die K&ouml;nigskinder auf eine allgemeine Grundschule gehen, und das hohe Leistungsniveau gilt ja inzwischen als allgemein anerkannt. <\/p><p>Im Gegensatz zum angels&auml;chsischen Kulturkreis wo Freiheit und Solidarit&auml;t als Gegens&auml;tze betrachtet w&uuml;rden, fu&szlig;e die (durchaus hohe) Entfaltung individueller Freiheit in den skandinavischen L&auml;ndern aus einer wechselseitigen Verschr&auml;nkung von Gerechtigkeit, Gleichheit und Solidarit&auml;t. Es herrsche eben kein Denkstil der Entgegensetzung bzw. des &bdquo;Entweder &ndash; oder&ldquo;. Es herrsche eine &bdquo;Komplimentarti&auml;tsbeziehung&ldquo; zwischen sozialem Sicherungsniveau und Offenheit f&uuml;r Innovationen. Nur wenn die sozialen Bed&uuml;rfnisse des Menschen ebenso zur Entfaltung k&auml;men wie die Entwicklung von technischen Potentiale, w&uuml;rde die Entwicklung als nachhaltig betrachtet. <\/p><p>Vergleiche man das Prinzip des &bdquo;Fordern und F&ouml;rdern&ldquo; etwa zwischen D&auml;nemark und Deutschland, so w&uuml;rden eklatante Unterschiede deutlich: In D&auml;nemark gebe es eine Balance von Fordern und F&ouml;rdern bei hoher finanzieller Absicherung. Die Arbeitsmarktreformen seien dort nicht in einer Phase der Stagnation sondern in einem Konjunkturaufschwung durchgef&uuml;hrt worden, es habe ein Flankierung durch eine nachfragestimulierende Politik gegeben und dar&uuml;ber hinaus habe auch der Staat neue Arbeitspl&auml;tze geschaffen. Dieses &bdquo;Denken in Prozessen&ldquo; fehle bei den Arbeitsmarktreformen in Deutschland komplett. <\/p><p>K&ouml;nnte man vom skandinavischen Modell des Wohlfahrtsstaates in Deutschland lernen? &bdquo;Ja und Nein&ldquo; meint die Autorin. Eines sei ganz sicher: Die skandinavischen L&auml;ndern lieferten die praktische Widerlegung der Behauptung, dass eine soziale Marktwirtschaft in Zeiten der Globalisierung rein nationalstaatlich nicht mehr m&ouml;glich w&auml;re und man zwangsweise dem reinen Wettbewerbs- und Marktmodell ausgeliefert sei. Lernen k&ouml;nne man auch, dass der in Deutschland seit den 80er Jahren eingeschlagene Reformweg durch falsche Themen und falsche Strategien irregeleitet worden sei. <\/p><p>Anderseits h&auml;tten die Typen von Wohlfahrtsstaaten, die sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts ausgepr&auml;gt h&auml;tten, ganz unterschiedliche Wurzeln und Ausbaustufen. Da es sich beim skandinavischen Modell eben um eine spezifische kulturelle Pr&auml;gung handle, sei es nicht ohne weiteres auf den konservativen Sozialstaat deutscher Pr&auml;gung &uuml;bertragbar. Auf dem deutschen Entwicklungspfad spielte der Gedanke der F&uuml;rsorge f&uuml;r sozial Schwache und das Subsidiarit&auml;tsprinzip staatlichen Handels eine zentrale Rolle. Der Entwicklungsschritt hin zu sozialen B&uuml;rgerrechten mit der Expansion &ouml;ffentlicher Dienstleistungen, sie bei uns nicht gegangen worden <\/p><p>Im Gegenteil es habe in den letzten Dekaden eine deutliche Trendwende zu mehr &bdquo;Eigenverantwortung&ldquo;, sprich zur Verlagerung der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme vom &ouml;ffentlichen auf den privaten Sektor gegeben. Die Einsch&auml;tzung der Autorin geht dahin, dass ein &bdquo;Pfadwechsel&ldquo; eher in Richtung des angels&auml;chsischen Modells stattfinde. Ein handfester Hinweis ist f&uuml;r sie das Scheitern von Rot-Gr&uuml;n und noch mehr, dass in diesen Parteien nicht der Schluss gezogen werde, dass ihr Scheitern eine zwingende Folge ihrer fehlgeleiteten Politik ist. <\/p><p>Cornelia Heintze h&auml;lt die &ouml;konomisch Auseinandersetzung mit den neoliberalen Konzepten, wie sie etwa von Albrecht M&uuml;ller und Peter Bofinger gef&uuml;hrt wird, f&uuml;r unerl&auml;sslich, sie ist jedoch der Meinung, dass die &bdquo;nur-&ouml;konomische&ldquo; Kritik zu kurz greife, weil sie etwa das &ouml;kologisch-&ouml;konomische Spannungsfeld nicht ausreichend einbez&ouml;ge. Die Kernfrage sei die nach dem zuk&uuml;nftigen &bdquo;wohlfahrtsstaatlichen Regime&ldquo;. <\/p><p>Abgesehen davon, dass sie jedenfalls M&uuml;ller nicht gerecht wird, wenn Cornelia Heintze seine &bdquo;Reforml&uuml;ge&ldquo; auf das &bdquo;Nur-&ouml;konomische&ldquo; reduziert, wesentlicher Gehalt ist in diesem Buch doch gerade das Politische und die politishen Strategien wie der &bdquo;Pfadwechsel&ldquo; in Richtung angels&auml;chsischem Modell von oben erzwungen wird. <\/p><p>Wie der von ihr gew&uuml;nschte Kulturwandel hin zu einem &bdquo;wohlfahrtsstaatlichen Regime&ldquo; eingeleitet werden k&ouml;nnte, da bleibt Cornelia Heintze nicht viel mehr als resignative Hoffnung. <\/p><p>Dennoch, dieses Buch ist interessant, faktenreich und hilfreich. Die Studie bietet eine F&uuml;lle von Daten und bereitet sie in gut nutzbaren Grafiken auf, die reale Alternativen zur derzeit herrschenden Ideologie und den politischen Rezepten belegen und aufzeigen. <\/p><p>Nat&uuml;rlich bleibt der Vorbehalt, der gegen&uuml;ber allen &bdquo;Rankings&ldquo; gilt. Vergleiche von Zahlen, Daten und Fakten liefern noch keine Erkl&auml;rungen und ersetzen schon gar keine theoretische und wissenschaftliche Auseinandersetzung. <\/p><p>Aber das Ranking von Cornelia Heintze beweist jedenfalls, wie eindimensional die etablierten Rankings sind, die Deutschland wegen seiner angeblichen &bdquo;&Uuml;berdehnung&ldquo; des Sozialstaates st&auml;ndig als Schlusslicht einstufen, und das Buch belegt, wie wenig wir uns davon politisch einsch&uuml;chtern lassen d&uuml;rfen. Schon allein das ist die Lekt&uuml;re dieses Buches wert. <\/p><p>Cornelia Heintze, Wohlfahrtsstaat als Standortvorteil, Deutschlands Reformirrweg im Lichte des skandinavischen Erfolgsmodells; Texte zur politischen Bildung Heft 33, Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V. 2005, ISBN 3-89819-217-2\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Ranking, das die tats&auml;chlichen Erfolge wohlfahrtsstaatlicher und neoliberaler Strategien in den letzten Jahrzehnten bei der Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit miteinander vergleicht und dabei zu dem Ergebnis kommt, dass die skandinavischen L&auml;nder einen Entwicklungspfad repr&auml;sentieren, bei dem Erfolge auf einem Gebiet nicht mit der Vernachl&auml;ssigung von anderen wichtigen gesellschaftlichen Problemstellungen erkauft werden m&uuml;ssen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[147,208,145,132],"tags":[319,487,443,291],"class_list":["post-112","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeitslosgigkeit","category-rezensionen","category-sozialstaat","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-lohnentwicklung","tag-produktivitaet","tag-standortwettbewerb","tag-verteilungsgerechtigkeit"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/112","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=112"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/112\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31777,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/112\/revisions\/31777"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=112"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=112"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=112"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}