{"id":11207,"date":"2011-11-08T08:45:24","date_gmt":"2011-11-08T07:45:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207"},"modified":"2011-11-08T08:45:24","modified_gmt":"2011-11-08T07:45:24","slug":"hinweise-des-tages-1504","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Nach den Gipfeltagen &ndash; Die Sch&ouml;nheit der Chance; Eurokrise; Robert Misik &ndash; &ldquo;Die M&auml;rkte&rdquo; gegen die Demokratie, der neue, &ldquo;vern&uuml;nftige&rdquo; Antidemokratismus; Das Alte muss zusammenbrechen; And Congress&rsquo; Rich Get Richer; Gabriel fordert Abkehr vom Marktradikalismus; Vor der eigenen T&uuml;r kehren; Evangelische Kirche fordert Streikverbot f&uuml;r Diakonie-Besch&auml;ftigte; Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Verfassungswidrigkeit von Sanktionen Widerspruchs- und Klagebegr&uuml;ndung f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher; Stromkonzerne sollen Daten manipuliert haben; Eisenbahner k&auml;mpfen gegen Schmuddelbahn; Die Geisterpartei; &raquo;Der Regierung geht Sparen &uuml;ber alles&laquo;; Nebent&auml;tigkeiten von Professoren &ndash; Ein unerforschtes Feld; Akademikerkinder unter sich; Pl&auml;doyer f&uuml;r mehr Bildung; Neues aus der Anstalt; zu guter Letzt: Junge Liberale &ndash; Wenn Kinder ins FDP-Milieu abdriften (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h01\">Nach den Gipfeltagen &ndash; Die Sch&ouml;nheit der Chance<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h02\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h03\">Robert Misik &ndash; &ldquo;Die M&auml;rkte&rdquo; gegen die Demokratie, der neue, &ldquo;vern&uuml;nftige&rdquo; Antidemokratismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h04\">Das Alte muss zusammenbrechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h05\">And Congress&rsquo; Rich Get Richer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h06\">Gabriel fordert Abkehr vom Marktradikalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h07\">Vor der eigenen T&uuml;r kehren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h08\">Evangelische Kirche fordert Streikverbot f&uuml;r Diakonie-Besch&auml;ftigte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h09\">Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Verfassungswidrigkeit von Sanktionen Widerspruchs- und Klagebegr&uuml;ndung f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h10\">Stromkonzerne sollen Daten manipuliert haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h11\">Eisenbahner k&auml;mpfen gegen Schmuddelbahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h12\">Die Geisterpartei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h13\">&raquo;Der Regierung geht Sparen &uuml;ber alles&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h14\">Nebent&auml;tigkeiten von Professoren &ndash; Ein unerforschtes Feld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h15\">Akademikerkinder unter sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h16\">Pl&auml;doyer f&uuml;r mehr Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h17\">Neues aus der Anstalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h18\">zu guter Letzt: Junge Liberale &ndash; Wenn Kinder ins FDP-Milieu abdriften<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11207&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nach den Gipfeltagen &ndash; Die Sch&ouml;nheit der Chance<\/strong><br>\nDie Zahlen sagen nichts. Wir m&uuml;ssen selbst herausfinden, wie es nach der Katastrophe weitergeht. Den Politikern, zeigte der Gipfel in Cannes, sollte man das besser nicht allein &uuml;berlassen. [&hellip;]<br>\nEs ist, als f&uuml;hre Europa gerade ein St&uuml;ck auf, eine Fassung von Naomi Kleins &bdquo;Schock-Doktrin&ldquo; f&uuml;r Amateur- und Gipfelschauspieler: Der Kapitalismus nutzt die Chancen der von ihm selbst geschaffenen Katastrophen. Griechenland also, aber was kommt dann? [&hellip;]<br>\nMehr und mehr wollen die Politiker selber sein wie Zahlen. Berechenbarkeit, davon schw&auml;rmen sie alle, so m&ouml;chten sie gelesen werden: wie ein Prozentpunkt oder ein Z&auml;hler. Daf&uuml;r aber wurden unsere demokratischen und republikanischen Systeme nicht erk&auml;mpft, denn schlie&szlig;lich sind auch Tyrannen berechenbar. Unser System basiert auch auf b&uuml;rgerlichen Tugenden, auch auf dem Ausgleich der Interessen innerhalb einer sozialen Marktwirtschaft. Das vom kritischen Blog &bdquo;Nachdenkseiten&ldquo; notierte Zitat Angela Merkels von der &bdquo;marktkonformen Demokratie&ldquo; wird uns noch besch&auml;ftigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/nach-den-gipfeltagen-die-schoenheit-der-chance-11518643.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Sch&ouml;n, dass die FAS, anders als die meisten Konkurrenzbl&auml;tter, die NachDenkSeiten immer wieder mal zitiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schlechter Start f&uuml;r den Rettungsfonds EFSF &ndash; Investoren verschm&auml;hen neue Euro-Papiere<\/strong><br>\nDer Rettungsfonds EFSF, der die Zukunft der Gemeinschaftsw&auml;hrung sichern soll, wird selbst zum Pflegefall. Die EU tut sich schwer, K&auml;ufer zu finden, vielen Investoren ist der Fonds mittlerweile zu kompliziert &ndash; und in den Hinterzimmern munkeln die Bonit&auml;tsw&auml;chter bereits &uuml;ber einen Entzug des Spitzenratings. [&hellip;]<br>\nAllein, das Kalk&uuml;l geht nicht auf. Die Asiaten z&ouml;gern, die Russen auch. Keiner ist so richtig &uuml;berzeugt, noch mehr Geld in EFSF-Papieren anzulegen. In der vergangenen Woche gab der Fonds sogar den Plan auf, eine neue Anleihe zu verkaufen. Nicht schlimm, wiegeln die Fondsgr&uuml;nder ab, es sei ohnehin nur ein Test gewesen. Doch schlimm, sagen Finanzmanager, die Anleihen wurden nicht genug nachgefragt. Und sie hatten recht: an diesem Montag gab der EFSF nun eine neue Anleihe aus, das Interesse war gering &ndash; und die Risikoaufschl&auml;ge hoch wie nie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/schlechter-start-fuer-den-rettungsfonds-investoren-verschmaehen-neue-euro-papiere-1.1183215\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Ambrose Evans-Pritchard &ndash; Europe&rsquo;s rescue fiasco leaves Italy defenceless<\/strong><br>\nThe six weeks allotted to save monetary union have expired. The G20 has come and gone, yet no workable firewall is in place as the drama engulfs Italy and threatens to light the fuse on the world&rsquo;s third largest edifice of debt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/finance\/comment\/ambroseevans_pritchard\/8873041\/Europes-rescue-fiasco-leaves-Italy-defenceless.html\">Telegraph<\/a><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger &ndash; Problemfall Bundesbank<\/strong><br>\nDas eigentliche Problem der Euro-Rettung ist die Blockadepolitik der Bundesbank. Durch ihr Veto verpasst sie eine Chance, den Rettungsschirm zu st&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/kommentar-zur-euro-rettung-problemfall-bundesbank,1472602,11109420.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>R&ouml;sler droht Griechenland<\/strong><br>\nWirtschaftsminister R&ouml;sler macht Druck auf die k&uuml;nftige Regierung in Athen. Wenn es keine durchgreifenden Reformen gebe, m&uuml;sse das Land die Euro-Zone verlassen, sagte der FDP-Chef. Ein Szenario, vor dem Deutsche-Bank-Chef Ackermann eindringlich warnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,796201,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Na ja, eigentlich droht Minister R&ouml;sler nicht Griechenland, er formuliert druckreife Drohgeb&auml;rden in der BILD-Zeitung und der Spiegel &uuml;bernimmt das Gefasel auch noch mit einer knackigen &Uuml;berschrift.<\/em><br>\n<em>S. dazu die <a href=\"\/?p=9018\">BILD\/Griechenland-Studie von Wolfgang Storz und Hans J&uuml;rgen Arlt<\/a>.<\/em><br>\n<em>Aber wer bestimmt im Extremfall &uuml;berhaupt den Rauswurf Griechenlands aus der Euro-Zone? R&ouml;sler? Die FDP? Die Bundesregierung? Der Bundestag? Die EU-Komission? Das europ&auml;ische Parlament? Und was macht R&ouml;sler, wenn seine Partei durch Mitgliederentscheid den Rauswurf Griechenlands beschlie&szlig;t und niemand macht mit ??? Wird R&ouml;sler dann mit dem Austritt der FDP aus der Bundesregierung drohen? Oh, wie schlimm wird das denn?<\/em><br>\n<em>Josef Ackermann ist nat&uuml;rlich ganz anderer Meinung &ndash; schlie&szlig;lich verdient(e) die Deutsche Bank an der Griechenland-Krise enorm viel Geld.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Should we feel sorry for Greece?<\/strong><br>\nGreece is at the eye of the storm gathering over the world economy, and threatening to tear the eurozone apart. But should the rest of us be sorry for Greece, or angry? Here, two experts present opposing arguments for and against sympathy.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bbc.co.uk\/news\/magazine-15600594\">BBC<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein interessantes Pro und Contra.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Robert Misik &ndash; &ldquo;Die M&auml;rkte&rdquo; gegen die Demokratie, der neue, &ldquo;vern&uuml;nftige&rdquo; Antidemokratismus<\/strong><br>\nGriechenlands Premier will sein Volk befragen, und alle werfen aus Panik die Nerven weg. Wer aus den Opfern des Sparkurses wenigstens Beteiligte machen will, der handelt also unverantwortlich. Und das ist nur die groteskeste Ausformung eines neuen, sich vern&uuml;nftig gebenden Antidemokratismus. Motto: Demokratie, die ist doch viel zu langwierig f&uuml;r den Notfall &ndash; und was ist heutzutage kein Notfall? Parlamente &ndash; an denen muss vorbei regiert werden, denn die M&auml;rkte haben ja kein Vertrauen zu so unsicheren Kantonisten wie Parlamentariern oder B&uuml;rgern. Und die Politiker sind dumm und verantwortungslos, aber Prima dass sie von &ldquo;den M&auml;rkten&rdquo; schnell abgestraft werden. Ja, die M&auml;rkte: Die h&auml;tten nat&uuml;rlich autorit&auml;re Notstandsregierungen viel lieber. Die k&ouml;nnten ja entschlossen und tatkr&auml;ftig durchregieren. Wahlen und so Zeug st&ouml;ren da nur. Vor unseren Augen entfaltet sich ein Drama: &ldquo;Die M&auml;rkte&rdquo; gegen die Demokratie. Und es sind nicht einmal nur b&ouml;swillige Leute, die mitmachen bei diesem gef&auml;hrlichen Spiel. Sondern auch Leute, die sich als pragmatisch und vern&uuml;nftig verstehen. Ein Alarmsignal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1319182112646\/Videocast-von-Robert-Misik---Folge-206-Die-Maerkte-gegen-die-Demokratie\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das Alte muss zusammenbrechen<\/strong><br>\nNur auf die Exportwirtschaft zu setzen, erinnert Sparda-Bank-Chef Helmut Lind an die Monokulturen im Wald: Kommt der Sturm, knicken sie weg wie Streichh&ouml;lzer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Sparda-Bank-Chef-ueber-Finanzwesen\/!81383\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>And Congress&rsquo; Rich Get Richer<\/strong><br>\nMembers of Congress had a collective net worth of more than $2 billion in 2010, a nearly 25 percent increase over the 2008 total, according to a Roll Call analysis of Members&rsquo; financial disclosure forms. [&hellip;]<br>\nThe 50 richest Members of Congress accounted for 78 percent of the net worth in the institution in 2008 ($1.29 billion of the $1.65 billion total); by 2010 the share of the 50 richest had risen to 80 percent ($1.63 billion of the $2.04 billion total). The pie of Congressional wealth got bigger, and the richest Members are getting a bigger slice.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rollcall.com\/issues\/57_51\/And-Congress-Rich-Get-Richer-209907-1.html\">Roll Call<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> So etwas k&ouml;nnte man mit Fug und Recht auch als &bdquo;Oligarchie&ldquo; bezeichnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gabriel fordert Abkehr vom Marktradikalismus<\/strong><br>\nItaliens Opposition macht Druck auf die Regierung Berlusconi. Am Samstag demonstrierten zehntausende Menschen in Rom gegen die Regierung. Auch SPD-Chef Sigmar Gabriel war mit dabei und forderte, in Europa gemeinsam gegen die &ldquo;Herrschaft der Finanzm&auml;rkte&rdquo; zu k&auml;mpfen &ndash; f&uuml;r eine &ldquo;R&uuml;ckkehr der Demokratie&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/News\/18768\/20111105_italien_neuanfang_gabriel_demo.html\">SPD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Thorsten Hild:<\/strong> Richtig w&auml;re: Einfach &ldquo;drei Jahrzehnte&rdquo; durch &ldquo;in der Regierungszeit der SPD 1998 bis 2009&rdquo; und &ldquo;die Politiker&rdquo; durch &ldquo;auch SPD-Politiker&rdquo; ersetzen. Dann kommen wir der Wahrheit schon n&auml;her. Dass auch der letzte Satz falsch ist, hat nicht zuletzt das Get&ouml;se um den von Papandreou geforderten Volksentscheid offenbart &ndash; auch SPD-Chef Sigmar Gabriel spricht von den &ldquo;notwendigen und schmerzhaften Reformschritten&rdquo; in Griechenland; daf&uuml;r, dass Papandreou diese Reformschritte durchzusetzen versuchte, bringt ihm Gabriel &ldquo;Respekt&rdquo; entgegen, nicht f&uuml;r dessen Vorschlag, das Volk dar&uuml;ber entscheiden zu lassen (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/welt_kompakt\/print_politik\/article13692892\/Genie-oder-Wahnsinn.html\">Welt<\/a>). Gabriel bildet au&szlig;erdem mit den SPD-Politikern, die am vehementesten den Marktradikalismus in der SPD vorangetrieben haben und bis heute die Agenda 2010 verteidigen, Steinmeier und Steinbr&uuml;ck, eine &ldquo;Troika&rdquo;. Fazit: Entweder ist Gabriel wirklich so verlogen, oder er begreift wirklich gar nichts! Vorschlag: Manipulation des Monats!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Vor der eigenen T&uuml;r kehren<\/strong><br>\nPolitiker fordern Ver&auml;nderungen von privaten Krankenversicherern. Sie sollen das Problem steigender Beitr&auml;ge f&uuml;r &auml;ltere Versicherte in den Griff bekommen. Auch bei den Themen Tarifwechsel und Mindeststandards gibt es viel nachzuholen. Doch nicht alles schaffen die Unternehmen allein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/versicherungen\/:versicherungswirtschaft-vor-der-eigenen-tuer-kehren\/60125075.html\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Interessant zu lesen, wie es bei Verbandsfunktion&auml;ren der Versicherungswirtschaft tickt. K&ouml;nnte es tats&auml;chlich sein, dass Vermittlungsprovisionen von bis zu 18 Monatsraten bei der Kundschaft nicht so besonders ankommen&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Evangelische Kirche fordert Streikverbot f&uuml;r Diakonie-Besch&auml;ftigte<\/strong><br>\nDie diesj&auml;hrige Synode der Evangelischen Kirche greift ein hei&szlig;es Eisen an. Das Kirchenparlament wird am heutigen Montag ein Gesetz beraten, das den 435.000 Besch&auml;ftigten der Diakonie den Abschluss von Tarifvertr&auml;gen verweigert. Mitarbeitervertreter f&uuml;hlen sich von der Kirchenf&uuml;hrung kalt gestellt. Die Gewerkschaft Verdi protestiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/politik\/evangelische-kirche-fordert-streikverbot-fuer-diakonie-beschaeftigte-id6051567.html\">Der Westen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Verfassungswidrigkeit von Sanktionen Widerspruchs- und Klagebegr&uuml;ndung f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat mit Beschluss vom 09.02.2010 Sanktionen gegen&uuml;ber SGB-II-Beziehern faktisch verboten. Dies Verbot ergibt sich im Umkehrschluss aus dem absolut definierten Anspruch auf das Existenzminimum. Wegen dieses absoluten Anspruches m&uuml;ssen Sanktionen nicht explizit ausgeschlossen werden, denn es bleibt kein Raum f&uuml;r sie. Im Urteil wird auch direkt definiert, dass das Existenzminimum durch den Regelsatz, die Kosten der Unterkunft und weitere Leistungen gesichert wird. Es handelt sich also keineswegs nur um das physische Existenzminimum wie oftmals gemeint wird, sondern um die gesamten Leistungen. Vorab eine zentrale &Uuml;berlegung, die dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 09.02.2010 zu Grunde liegt: die Berechnung des Regelsatzes konnte nur deshalb verfassungswidrig sein, weil ein Anspruch darauf &uuml;berhaupt besteht. Ansonsten w&uuml;rde das Urteil ohne Rechtsfolgen bleiben. Das BVerfG h&auml;tte die Klage dann wahrscheinlich auch nicht angenommen. Zusammenfassend die Begr&uuml;ndungen des BVerfG im Einzelnen, aufgef&uuml;hrt mit Verweis auf die Positionen der Zeilennummerierung &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dielinke-saar.de\/politik\/aktuelles\/bverg_algII\">Die Linke, Landesverband Saarland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Stromkonzerne sollen Daten manipuliert haben<\/strong><br>\nDie vier gro&szlig;en Stromkonzerne sollen dem Bundeskartellamt nach Informationen des SPIEGEL massiv falsche Informationen geliefert haben. So wollten E.on, RWE, EnBW und Vattenfall offenbar drohende Sanktionen verhindern. Die Firmen weisen die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/0,1518,796148,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Eisenbahner k&auml;mpfen gegen Schmuddelbahn<\/strong><br>\nDer Witz geht um in diesen Wochen in der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG. Ein Spott jagt den anderen &ndash; doch keiner kann dar&uuml;ber wirklich lachen. Die Gewerkschaftsmitglieder sind aufgerufen, sich an einer neuen Aktion zu beteiligen. Sie sollen Servicem&auml;ngel in Z&uuml;gen, auf Bahnh&ouml;fen oder in Reisezentren aufdecken und einschicken. Titel der Kampagne: Dies soll Service sein? Das ist ein Witz! &ldquo;Wenn ich Kunden in unsere Z&uuml;ge locken will, muss ich ihnen die Reise so angenehm wie m&ouml;glich machen. Doch da gibt es noch viele Schwachstellen&rdquo;, erkl&auml;rt EVG-Vorstand Reiner Bieck. Viele Kunden klagten vor allem &uuml;ber mangelnde Sauberkeit, &uuml;ber unp&uuml;nktliche Z&uuml;ge und schlechte Informationen. Doch das Bahn-Management scheine auf dem Serviceauge blind zu sein, sagt Bieck. Denn trotz aller Ank&uuml;ndigungen, mehr f&uuml;r die Reisenden tun zu wollen und die vielen M&auml;ngel zu beseitigen, seien weitere Einschnitte gerade bei den Dienstleistungen vorgesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mz-web.de\/servlet\/ContentServer?pagename=ksta\/XPage&amp;atype=ksArtikel&amp;aid=1319787632231&amp;template=Druckfassung&amp;si=994341334665\">Mitteldeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Geisterpartei<\/strong><br>\nDer b&uuml;rgerliche Protest in Deutschland hat ein Programm &ndash; gegen die Schulden, f&uuml;r die D-Mark. Aber wer stellt sich an die Spitze der Bewegung?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/45\/Neue-Partei\/komplettansicht?print=true\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Es darf als Gl&uuml;cksfall gesehen werden, dass sich keine popul&auml;re Figur f&uuml;r eine solche politische Bewegung finden l&auml;sst. So geht es bis auf Weiteres ums Geld Verdienen. Hans Olaf Henkel verdient Geld mit Vortr&auml;gen und seinem Buch. Die Geisterschreiber von Zeit und anderen Bl&auml;ttern verdienen Geld mit Geisterdebatten um eine Geisterpartei.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&raquo;Der Regierung geht Sparen &uuml;ber alles&laquo;<\/strong><br>\nHessische Schuldenbremse gef&auml;hrdet Ausbildung angehender Lehrkr&auml;fte. Hunderte ohne Referendariatsstelle. Ein Gespr&auml;ch mit Michael Grundmann<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/11-07\/039.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nebent&auml;tigkeiten von Professoren &ndash; Ein unerforschtes Feld<\/strong><br>\nNebent&auml;tigkeiten von Professoren werden in Deutschland kaum &uuml;berwacht. Die Wissenschaft setzt auf Selbstkontrolle &ndash; doch die kommt selten vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Nebentaetigkeiten-von-Professoren\/!81296\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Akademikerkinder unter sich<\/strong><br>\nAn deutschen Hochschulen studieren &uuml;berproportional viele Kinder aus beg&uuml;terten Familien. Das ist nichts neues und Abbild eines Bildungssystems, das als das selektivste aller Industriestaaten gilt. Ank&uuml;ndigungen, der sozialen Schieflage zu begegnen, gab es reichlich &ndash; mit wenigen Konsequenzen. Wie Forscher der Hochschul Informations System GmbH (HIS) jetzt ermittelt haben, spitzen sich die Ungleichheiten sogar weiter zu. Ihr Befund: Spr&ouml;sslinge aus &ldquo;besseren&rdquo; Verh&auml;ltnissen zieht es vermehrt an &ldquo;bessere&rdquo; Universit&auml;ten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1315-selbstselektion.php\">Studis online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Pl&auml;doyer f&uuml;r mehr Bildung<\/strong><br>\nEin hohes Bildungsniveau in der Gesellschaft bef&ouml;rdert eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft und ist selbst ein wesentlicher Faktor f&uuml;r gesellschaftliches Wohlergehen. Diese zentrale Botschaft vermittelte am Montagnachmittag die Diskussion in der Enquetekommission &bdquo;Wachstum, Wohlstand, Lebensqualit&auml;t&ldquo;. Aus Sicht von Walter Hirche, des Pr&auml;sidenten der deutschen Unesco-Kommission, m&uuml;ssen sich die Erfordernisse der Nachhaltigkeit st&auml;rker in der Ausrichtung des Bildungswesens niederschlagen, wobei besonders der Verbraucherbildung ein gro&szlig;es Gewicht zukomme.<br>\nNach den Worten Meyers hat sich bei OECD-Studien weltweit ein &bdquo;eindeutiger Zusammenhang&ldquo; zwischen den Bildungskompetenzen einer Gesellschaft und dem Wirtschaftswachstum offenbart. Nach OECD-Daten sei die Arbeitslosigkeit in Bev&ouml;lkerungskreisen mit einer guten Ausbildung erheblich geringer als im Falle geringer Qualifikationen. Je h&ouml;her das Bildungsniveau sei, desto besser sei im Schnitt auch das berufliche Einkommen. Der OECD-Experte erl&auml;uterte der Enquetekommission statistische Zahlen, wonach ein Zusammenhang zwischen Lebenszufriedenheit und Bildungsgrad existiert. Meyer forderte, &bdquo;faire Bildungschancen f&uuml;r alle&ldquo; zu schaffen. Er kritisierte, dass die staatlichen Bildungsausgaben in Deutschland nach wie vor geringer seien als im OECD-Schnitt. Eine zu geringe Beachtung werde vor allem der vorschulischen Bildung und der Grundschule geschenkt. Aber auch im universit&auml;ren Bereich seien die hierzulande zu verzeichnenden Verbesserungen im OECD-Vergleich unterdurchschnittlich. Der OECD-Fachmann setzte sich daf&uuml;r ein, in staatlichen Etats Bildungsausgaben nicht mehr wie bisher als Kosten, sondern als Investitionen einzustufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_11\/2011_453\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der auf die Humanressource basierende Bildungsansatz der OECD in Reinform. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Neues aus der Anstalt<\/strong><br>\nAm 8. November begeben sich Urban Priol und Erwin Pelzig wieder auf ihre satirische Monatsvisite. Zur Kurztherapie werden diesmal die Kabarettisten Hagen Rether, Ingo Appelt und Andreas Rebers &ldquo;eingeliefert&rdquo;.<br>\nDienstag, 8. November um 22:15, ZDF<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/anstalt.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/20\/0,1872,8365108,00.html\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Junge Liberale &ndash; Wenn Kinder ins FDP-Milieu abdriften<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1Vwo1ZeW9oM\">Extra3 auf Youtube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Nach den Gipfeltagen &ndash; Die Sch&ouml;nheit der Chance; Eurokrise; Robert Misik &ndash; &ldquo;Die M&auml;rkte&rdquo; gegen die Demokratie, der neue, &ldquo;vern&uuml;nftige&rdquo; Antidemokratismus; Das Alte muss zusammenbrechen; And Congress&rsquo; Rich Get Richer; Gabriel fordert Abkehr vom Marktradikalismus; Vor der eigenen T&uuml;r kehren; Evangelische Kirche fordert Streikverbot f&uuml;r Diakonie-Besch&auml;ftigte; Begr&uuml;ndung f&uuml;r die<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11207","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11207","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11207"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11207\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11209,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11207\/revisions\/11209"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11207"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11207"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11207"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}