{"id":112171,"date":"2024-03-10T13:00:38","date_gmt":"2024-03-10T12:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112171"},"modified":"2024-03-08T16:09:06","modified_gmt":"2024-03-08T15:09:06","slug":"die-torheit-der-regierenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112171","title":{"rendered":"Die Torheit der Regierenden"},"content":{"rendered":"<p>Am 28. Februar wurde in den Nachrichten von <em>NDR Info<\/em> gemeldet, dass Wolfgang Ischinger, der fr&uuml;here Chef der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, sich daf&uuml;r aussprach, &uuml;ber den Vorschlag von Frankreichs Pr&auml;sident Emanuel Macron zu diskutieren. Dieser hatte auf Nachfrage gesagt, er wolle nicht ausschlie&szlig;en, dass die NATO-Staaten mit Bodentruppen die Ukraine gegen die russische Armee unterst&uuml;tzen werden. In Klartext &uuml;bersetzt hei&szlig;t die Forderung von Wolfgang Ischinger: Wir sollten dar&uuml;ber diskutieren, mit dem Einsatz von Bodentruppen der NATO in der Ukraine den dritten Weltkrieg anzufangen. Ischinger w&uuml;rde diese Deutung nat&uuml;rlich bestreiten. F&uuml;r unseren Autor <strong>Udo Brandes<\/strong> waren diese und andere &Auml;u&szlig;erungen von Politikern und Journalisten zum Ukrainekrieg Anlass, sich erneut mit einem historischen Bestseller aus den Achtzigerjahren zu besch&auml;ftigen, den man auch heute noch kaufen kann: das Buch &bdquo;Die Torheit der Regierenden. Von Troja bis Vietnam&ldquo; von der bereits verstorbenen US-amerikanischen Historikerin Barbara Tuchman.<br>\n<!--more--><br>\nBarbara Tuchmans Ausgangsthese ist, dass in der Politik unvern&uuml;nftiges, den eigenen Interessen widersprechendes Verhalten h&auml;ufiger vorkommt als in sonstigen Lebensbereichen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Die gesamte Geschichte, unabh&auml;ngig von Zeit und Ort, durchzieht das Ph&auml;nomen, dass Regierungen und Regierende eine Politik betreiben, die den eigenen Interessen zuwiderl&auml;uft. In der Regierungskunst, so scheint es, bleiben die Leistungen der Menschheit weit hinter dem zur&uuml;ck, was sie auf fast allen anderen Gebieten vollbracht hat. Weisheit, die man definieren k&ouml;nnte als den Gebrauch der Urteilskraft auf der Grundlage von Erfahrung, gesundem Menschenverstand und verf&uuml;gbarer Information, kommt in dieser Sph&auml;re weniger zur Geltung und ihre Wirkung wird h&auml;ufiger vereitelt, als es w&uuml;nschenswert w&auml;re. Warum agieren die Inhaber hoher &Auml;mter so oft in einer Weise, die der Vernunft und dem aufgekl&auml;rten Eigeninteresse widersprechen? Warum bleiben Einsicht und Verstand so oft wirkungslos?&ldquo; (S. 11)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Jetzt stellt sich nat&uuml;rlich die Frage: Was ist mit den Begriffen &bdquo;Eigeninteresse&ldquo; und &bdquo;Torheit&ldquo; (sie spricht auch von &bdquo;Starrsinn&ldquo;) gemeint?<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Dieses Buch besch&auml;ftigt sich mit einer bestimmten Spielart von Missregierung, n&auml;mlich einem politischen Handeln, dass dem Eigeninteresse des jeweiligen Staates und seiner B&uuml;rger zuwiderl&auml;uft.&ldquo; (S. 12-13)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Tuchman ist meines Erachtens an dieser Stelle ein wenig ungenau, denn die Interessen der B&uuml;rger eines Staates m&uuml;ssen nicht identisch sein mit denen der Regierenden. Das muss man ja in Deutschland niemandem mehr n&auml;her erkl&auml;ren. Auch &bdquo;Regierende&ldquo; und &bdquo;Staat&ldquo; sind Begriffe, die man nicht gleichsetzen kann. Ein Staat ist letztlich eine Herrschaftsordnung, die regelt, wer wie regiert und Macht aus&uuml;bt (zum Beispiel in Form einer Erbmonarchie oder demokratisch gew&auml;hlter Regierungen). In Bezug auf das politische Handeln gibt es also drei unterschiedliche Arten von Interessen, die man in diesem Zusammenhang unterscheiden kann:<\/p><ul>\n<li>Das Interesse der Regierenden (das w&auml;re in Deutschland aktuell die Ampel-Koalition).<\/li>\n<li>Das Interesse des Staates bzw. das Interesse, das die darin agierenden Funktionseliten am Erhalt der gesamten Herrschaftsordnung haben. Das sind keinesfalls nur Akteure im unmittelbar politischen Feld, es k&ouml;nnen zum Beispiel auch Richter, Staatsanw&auml;lte, Wissenschaftler usw. sein. Und dieses Interesse am Erhalt einer bestimmten staatlichen Ordnung stimmt keineswegs notwendigerweise mit denen der Bev&ouml;lkerung &uuml;berein. Der Untergang der DDR ist ein Beispiel daf&uuml;r. Aber auch in Demokratien ist es nat&uuml;rlich m&ouml;glich, dass die herrschenden Eliten und die Funktionseliten andere Interessen verfolgen als die Mehrheit der B&uuml;rger. Ein noch vergleichsweise harmloses, aber sehr anschauliches Beispiel daf&uuml;r ist das Gendern, das jedem B&uuml;rger in vielen Medien aber auch Unternehmen und Verwaltungen zugemutet wird, obwohl Umfragen immer wieder belegen, dass zwischen 70 und 80 Prozent der Bev&ouml;lkerung das Genderdeutsch ablehnen.<\/li>\n<li>Das Interesse der Bev&ouml;lkerung (= Staatsb&uuml;rger), das zum einen nie einheitlich ist und wie gesagt mit dem Interesse der Regierenden identisch sein kann, aber nicht sein muss, und oft genug nicht identisch ist. Der gr&ouml;&szlig;te Interessengegensatz, den es in politischen Fragen geben kann, ist sicherlich der in Bezug auf Krieg und Frieden. Denn im Regelfall sind es nicht die Eliten, die an der Front ihr Leben und ihre Gesundheit riskieren. Trotzdem ist es immer wieder seltsam zu sehen, wie leichtfertig Regierende Krieg als Mittel der Politik einsetzen. Denn schlie&szlig;lich kann Krieg grunds&auml;tzlich, aber vor allem im Atomzeitalter, in einer extremen Katastrophe enden, der sich auch die Eliten nicht entziehen k&ouml;nnen.<\/li>\n<\/ul><p>Trotz dieser begrifflichen Ungenauigkeiten bietet das Buch von Tuchman eine F&uuml;lle von Beispielen f&uuml;r alle drei genannten Arten von Interessen, in denen Regierungen t&ouml;richt und unvern&uuml;nftig handeln. Und sie analysiert jeweils, was die Gr&uuml;nde daf&uuml;r waren.<\/p><p><strong>Wann kann man von politischer Torheit sprechen?<\/strong><\/p><p>Nun zum Begriff der &bdquo;Torheit&ldquo;. Von einer politischen Torheit spricht Tuchman dann, wenn drei Kriterien erf&uuml;llt sind: <em>Erstens<\/em> m&uuml;sse diese Politik von Zeitgenossen und nicht erst im Nachhinein als kontraproduktiv erkannt worden sein. <em>Das zweite Kriterium<\/em>: Es m&uuml;sse seinerzeit f&uuml;r die Regierenden praktikable Handlungsalternativen gegeben haben. Und <em>drittens<\/em> m&uuml;sse die t&ouml;richte Politik nicht nur von einem einzelnen Herrscher betrieben worden sein, sondern von einer ganzen Gruppe. Man k&ouml;nnte auch sagen: Von den Mitgliedern der Regierung und den sozialen Gruppen, die Einfluss auf die Regierung haben. Das w&auml;ren gegenw&auml;rtig zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg mediale Eliten, die wissenschaftliche Expertenindustrie, Lobbyisten der R&uuml;stungsindustrie, Parlamentarier usw.<\/p><p>Man k&ouml;nnte ja annehmen, dass demokratische Regierungssysteme weniger anf&auml;llig f&uuml;r Torheiten der Regierung sind, weil es in Form der Opposition und Rechten wie dem der Meinungsfreiheit korrigierende Faktoren gibt. Nach Tuchman zeigt die Geschichte aber, dass dem nicht so ist:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Das Auftreten der Torheit ist nicht an eine bestimmte Epoche oder einen bestimmten Ort gebunden; sie ist zeitlos und universell, wenngleich die Form, die sie annimmt, von den Lebensgewohnheiten und Anschauungen einer bestimmten Zeit und eines bestimmten Ortes determiniert wird. Sie beschr&auml;nkt sich nicht auf bestimmte Regierungsformen: Monarchie, Oligarchie und Demokratie bringen sie gleicherma&szlig;en hervor. Auch ist sie keine Eigent&uuml;mlichkeit bestimmter Nationen oder Klassen. Wie sich in der neueren Geschichte deutlich gezeigt hat, &uuml;bt die Arbeiterklasse, vertreten durch die kommunistischen Regierungen, ihre Macht nicht rationaler und nicht wirkungsvoller aus als das B&uuml;rgertum.&ldquo; (S. 14)\n<\/p><\/blockquote><p>Wenn uns aber unvern&uuml;nftige, t&ouml;richte und starrsinnige einzelne Menschen an jeder Ecke begegnen &ndash; kann man dann im Bereich des politischen Handelns etwas anderes erwarten? Wohl nur hoffen, und das ist die Krux, denn:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Das Problem besteht darin, dass die Torheit dort, wo sie an die Regierung gelangt, sehr viel weitereichende Folgen f&uuml;r eine gr&ouml;&szlig;ere Zahl von Menschen hat, als die Torheiten eines Einzelnen je haben k&ouml;nnen, und deshalb sind Regierungen mehr noch als der Einzelne verpflichtet, vernunftgem&auml;&szlig; zu handeln.&ldquo; (S. 15)\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Was sind Quellen f&uuml;r die Torheiten einer Regierung?<\/strong><\/p><p>Wie kommt es zu den Torheiten einer Regierung? Warum zum Beispiel kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass ein gro&szlig;er Teil der Politischen Klasse im Moment regelrecht kriegsbesoffen ist und allen Ernstes &uuml;ber den Einsatz von NATO-Bodentruppen schwadroniert? Barbara Tuchman beantwortet dies wie folgt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Engstirnigkeit, die Quelle der Selbstt&auml;uschung, ist ein Faktor, der eine &uuml;beraus wichtige Rolle in der Politik spielt. Sie besteht darin, eine Situation nach vorgefassten, festen Anschauungen einzusch&auml;tzen und gegenteilige Anzeichen zu missachten oder zu verleugnen. Daraus erw&auml;chst ein &sbquo;Wunschhandeln&lsquo;, das sich von Tatsachen nicht beeindrucken l&auml;sst.&ldquo; (S. 15)\n<\/p><\/blockquote><p>Mir fiel dazu spontan die NATO-Osterweiterung ein. Bis heute wird von den meisten Politikern geleugnet, dass die russische Regierung darin eine existentielle Bedrohung sieht, obwohl der Vorg&auml;nger von Putin, Boris Jelzin, der seinerzeit von den USA als Pr&auml;sidentschaftskandidat unterst&uuml;tzt worden ist, ebenfalls schon davor gewarnt hatte:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wenn ich zustimmen w&uuml;rde, dass die Grenzen der NATO bis an die Grenzen Russlands ausgeweitet werden, w&auml;re das ein Verrat am russischen Volk.&ldquo;<br>\n(<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83007\">Details zur Quelle siehe hier<\/a>)\n<\/p><\/blockquote><p>Aber solche Warnungen gab es auch von US-amerikanischer Seite, zum Beispiel von dem prominenten US-Diplomaten und Historiker George F. Kennan. Dieser hochgebildete Mann sprach neben seiner Muttersprache Englisch auch Deutsch und Russisch und war von 1933 bis 1937 als Diplomat in der US-Botschaft in Moskau. Er schrieb am 5. Februar 1997 in der <em>New York Times<\/em> Folgendes &uuml;ber die von der Clinton-Administration geplante NATO-Osterweiterung:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;&hellip; Aber es geht hier um etwas von h&ouml;chster Bedeutung. Und vielleicht ist es noch nicht zu sp&auml;t, eine Ansicht zu vertreten, die, wie ich glaube, nicht nur die meine ist, sondern auch von einer Reihe anderer geteilt wird, die &uuml;ber umfangreiche und in den meisten F&auml;llen neuere Erfahrungen in russischen Angelegenheiten verf&uuml;gen. Die Ansicht ist, unverbl&uuml;mt gesagt, dass die Erweiterung der NATO der verh&auml;ngnisvollste Fehler der amerikanischen Politik in der gesamten Nachkriegszeit w&auml;re. Es ist zu erwarten, dass ein solcher Beschluss die nationalistischen, antiwestlichen und militaristischen Tendenzen in der russischen &Ouml;ffentlichkeit anheizen, sich negativ auf die Entwicklung der russischen Demokratie auswirken, die Atmosph&auml;re des Kalten Krieges in den Ost-West-Beziehungen wiederherstellen und die russische Au&szlig;enpolitik in eine Richtung lenken w&uuml;rde, die uns ganz und gar nicht zusagt.&ldquo;<br>\n(Quelle: George F. Kennan am 5. Februar 1997 in der <em>New York Times<\/em>, siehe <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/1997\/02\/05\/opinion\/a-fateful-error.html\">hier<\/a> &Uuml;bersetzung mit deepl.com)\n<\/p><\/blockquote><p>Mit anderen Worten: Alle Regierungen und Politiker, die die NATO-Osterweiterung vorangetrieben haben, h&auml;tten wissen k&ouml;nnen, dass damit der Frieden gef&auml;hrdet wird, weil dies aus russischer Perspektive als eine existentielle Bedrohung wahrgenommen wird. Und f&uuml;r die Politik gibt es ein &bdquo;Naturgesetz&ldquo;: Nicht die Wirklichkeit ist die Wirklichkeit, sondern die Wahrnehmung derselben.<\/p><p><strong>Torheit durch kulturelle Ignoranz<\/strong><\/p><p>Ein weiteres sch&ouml;nes Beispiel f&uuml;r die Torheit einer Regierung lieferten die Japaner im Zweiten Weltkrieg. Die Regierung wollte ein Imperium errichten, in dessen Mittelpunkt die Unterwerfung Chinas stand. Durch den Krieg in Europa sahen sie ihre Chance daf&uuml;r, ein japanisches Imperium aufzubauen. Nach dem Kriegsbeginn in Europa waren nun die USA das eigentliche Hindernis daf&uuml;r.<\/p><p>Die Torheit der japanischen Regierung: Sie glaubte, dass die amerikanische Regierung jederzeit dazu in der Lage sei, die &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;r einen Krieg zu mobilisieren. Tats&auml;chlich bestand zu dieser Zeit in den USA aber mindestens bei der H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung eine isolationistische Stimmung. Das hei&szlig;t konkret: Die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung wollte sich nicht in internationale Konflikte einmischen und irgendwo in der Welt Kriege f&uuml;hren. Die Japaner aber glaubten, sie k&ouml;nnten die Kriegsbereitschaft der USA untergraben, wenn sie erfolgreich Pearl Harbour angriffen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Japan scheint nie erwogen zu haben, dass ein Angriff auf Pearl Harbor die Moral der Amerikaner nicht untergraben, sondern die Nation in Kampfbereitschaft einigen w&uuml;rde. (&hellip;) <em>Die Japaner beurteilten Amerika nach ihren eigenen Ma&szlig;st&auml;ben<\/em> (Hervorhebung von UB) und glaubten, die amerikanische Regierung sei in der Lage, die Nation ganz nach ihrem Willen jederzeit in einen Krieg zu f&uuml;hren, so wie es die japanische Regierung tun konnte und auch tat. Ob aus Unwissenheit, infolge einer Fehlkalkulation oder aus Leichtfertigkeit &ndash; Japan versetzte seinem Gegner jedenfalls den einen Schlag, der notwendig war, um ihn zu einem zielbewussten, entschlossenen Krieg zu bewegen.&ldquo; (S. 47)\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Macht korrumpiert nicht nur, sie macht auch dumm<\/strong><\/p><p>Tuchman sieht den Grund f&uuml;r diese Torheit in einer kulturellen Ignoranz, die sie &uuml;brigens auch bei den Amerikanern am Werk sah, aber f&uuml;r Japan hatte sie fatale Konsequenzen. Einen weiteren Grund f&uuml;r Torheiten einer Regierung sieht Tuchman in der Macht, &uuml;ber die eine Regierung verf&uuml;gt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Von Lord Acton stammt der bekannte Ausspruch &sbquo;Macht korrumpiert&lsquo;. Weniger bewusst ist uns, dass die Macht h&auml;ufig auch dumm macht und Torheit erzeugt; dass die Macht, Befehle zu erteilen, h&auml;ufig dazu f&uuml;hrt, das Denken einzustellen; dass die Verantwortlichkeit der Macht in dem Ma&szlig;e schwindet, wie ihr Handlungsspielraum w&auml;chst.&ldquo; (S. 47)\n<\/p><\/blockquote><p>Wer sich f&uuml;r das Thema &bdquo;Torheit&ldquo; in der Politik n&auml;her interessiert, dem sei dieses Buch empfohlen. Tuchman untersucht darin ausf&uuml;hrlich das Verhalten der Renaissance-P&auml;pste, das zum Abfall der Protestanten f&uuml;hrte, wie und warum Gro&szlig;britannien die amerikanischen Kolonien verlor, und den Vietnamkrieg der USA. Zum Schluss noch zwei sch&ouml;ne Zitate aus dem Buch zum Thema Torheit und dann zur Regierungskunst:<\/p><p><strong>Politische Torheit<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Im Bestehen auf dem Irrtum liegt das Problem. Unbeirrt gehen die Praktiker der Regierung den falschen Weg zu Ende, als st&uuml;nden sie im Bann eines Merlin, dessen Zauberkraft ihre Schritte lenkt.&ldquo; (S. 480)\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Regierungskunst<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Ein F&uuml;rst, so sagt Machiavelli, sollte stets ein gro&szlig;er Fragender sein; der Wahrheit &uuml;ber die Dinge, nach denen er sich erkundigt hat, sollte er geduldig lauschen und sollte b&ouml;se werden, wenn er feststellt, dass jemand Skrupel hat, ihm die Wahrheit zu sagen. Was die Regierungskunst ben&ouml;tigt, sind gro&szlig;e Fragende.&ldquo; (S.481)\n<\/p><\/blockquote><p><em>Barbara Tuchman: Die Torheit der Regierenden, Von Troja bis Vietnam, Fischer Taschenbuch Verlag, 7. Auflage 2022, 551 Seiten, 25,- Euro.<\/em><br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/384b3e45b33f4336950c19697251f166\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 28. 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