{"id":11246,"date":"2011-11-10T09:07:22","date_gmt":"2011-11-10T08:07:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11246"},"modified":"2011-11-10T09:07:22","modified_gmt":"2011-11-10T08:07:22","slug":"hinweise-des-tages-1506","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11246","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute u. a. zu folgenden Themen: Marktkonforme Demokratie, Wissenschaftler kritisieren Krisenpolitik, keine Angst vor der Notenpresse, The Global Debtclock, Lohnentwicklung, Mindestlohn, der Entgrenzung und Verfall der Arbeitszeit entgegenwirken, leichter R&uuml;ckgang bei den offenen Stellen, Riester-Rente, Lobbykratie-Medaille, Abzocke bei der Altersvorsorge, wissenschaftliches Fehlverhalten, Aufruf zum Bildungsstreik, zu guter Letzt. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11246#h01\">Marktkonforme Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11246#h02\">Mehr als 50 Wissenschaftler kritisieren Krisenpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11246#h03\">Lucas Zeise &ndash; Keine Angst vor der Notenpresse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11246#h04\">The global debt clock<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11246#h05\">Lohnentwicklung 2000 bis 2010: Ein f&uuml;r die Arbeitnehmer verlorenes Jahrzehnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11246#h06\">Mindestlohn: Merkel stoppt die CDU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11246#h07\">IG Metall: Der Entgrenzung und dem Verfall von Arbeitszeit entgegenwirken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11246#h08\">Leichter R&uuml;ckgang bei den offenen Stellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11246#h09\">Riester-Rente: Auch nach zehn Jahren viele offene Fragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11246#h10\">Die Kandidaten f&uuml;r die Lobbykratie-Medaille 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11246#h11\">Das Gesch&auml;ft mit der Angst: Abzocke bei der Altersvorsorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11246#h12\">Plagiate nicht die einzigen F&auml;lle von wissenschaftlichem Fehlverhalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11246#h13\">Aufruf zum Bildungsstreik am 17. November<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11246#h14\">Zu guter Letzt: Volker Pispers: Versprochen ist versprochen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=11246&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Marktkonforme Demokratie<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>With Berlusconi Gone Will Europe&rsquo;s Leaders Be Able to Save the Euro?<\/strong><br>\nThe best outcome now would be what Italians call an emergency or &ldquo;technical&rdquo; government &mdash; an inauspicious term, admittedly. The president would appoint a respected nonpolitician as prime minister and tell him to push through stabilizing fiscal measures like those Berlusconi agreed to but failed to speed through.<br>\nMario Monti, a technocrat and former EU commissioner, has been suggested for the role. He commands respect at home and abroad, and would be a good choice. His task would be far from easy: He would have to win support in Parliament for unpopular tax increases, spending cuts and reforms to pension and employment law.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bloomberg.com\/news\/2011-11-09\/with-berlusconi-gone-will-europe-s-leaders-save-the-euro-view.html\">Bloomberg<\/a><\/li>\n<li><strong>Kommt jetzt die &ldquo;Techniker-Regierung&rdquo;?<\/strong><br>\nDie zweite M&ouml;glichkeit ist die Einsetzung einer so genannten &bdquo;Techniker&ldquo;-Regierung, gef&uuml;hrt von einem Externen, mit der pr&auml;zisen und zeitlich begrenzten Aufgabe, Reformen anzugehen und das Wahlrecht zu ver&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/italiens-ministerpraesident-kuendigt-ruecktritt-an\/5812998.html?p5812998=2\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Regierungskrise in Italien<\/strong><br>\nSeine Entscheidung zum R&uuml;cktritt solle die Finanzm&auml;rkte beruhigen, die das Vertrauen in die F&auml;higkeiten Italiens verloren haben: &ldquo;Die M&auml;rkte glauben n&auml;mlich nicht mehr, dass Italien in der Lage ist, die n&ouml;tigen Ma&szlig;nahmen durchzusetzen. Dar&uuml;ber m&uuml;ssen wir uns Sorgen machen. Wir werden den Finanzm&auml;rkten beweisen, dass wir es ernst meinen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article13705990\/Berlusconi-kuendigt-seinen-Ruecktritt-an.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie schrieb doch unl&auml;ngst der liberale Frank Ankersmit, Prof. f&uuml;r intellektuelle Geschichte an der Reichsuniversit&auml;t Groningen im niederl&auml;ndischen Handelsblatt: &bdquo;F&uuml;r die Neoliberalen sind die gesellschaftlichen Belange Unsinn&ldquo; und  &bdquo;der Neoliberalismus kennt allein private Belange und will auf diese Weise in den Feudalismus zur&uuml;ck&ldquo;.<br>\nGabor Steingart vom Handelsblatt dreht in seinem &bdquo;Handelsblatt Morning Briefing&ldquo; Ursache und Wirkung wieder einmal und schiebt den schwarzen Peter wie &uuml;blich der Politik zu:<br>\n&bdquo;Man kann Ratingagenturen und Finanzinvestoren weiter beschimpfen. Man k&ouml;nnte sie aber auch loben: Sie sorgen mit brutaler H&auml;rte f&uuml;r die Umsetzung jener Prinzipien, die in diversen Stabilit&auml;tspakten und auch im Maastricht-Vertrag fixiert und danach gebrochen wurden. Den Verlust des Politischen haben die Politiker selbst zu verantworten. Sie haben sich &ndash; nicht nur in Italien und Griechenland &ndash; mit ihrer Kreditsucht in die H&auml;nde der Dealer begeben. Nun werden sie von ihnen auf Entzug gesetzt. Es ist derzeit so und nicht anders: Die Ratingagenturen nehmen jenes heilige Budgetrecht wahr, das den Parlamentariern zusteht, das sie aber nicht wahrgenommen haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>The emergence of the Frankfurt Group has turned back the democratic clock<\/strong><br>\nElectorates are being bypassed as increasing austerity pushes Europe&rsquo;s weaker countries into an economic death spiral<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/business\/economics-blog\/2011\/nov\/08\/euro-papandreou-berlusconi-bailout-debt\">The Guardian<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mehr als 50 Wissenschaftler kritisieren Krisenpolitik<\/strong><br>\nFinanzm&auml;rkte regulieren und Einkommen gerecht verteilen.<br>\nDie &ouml;ffentliche Diskussion um die &bdquo;Schuldenkrise&ldquo; vor allem in Griechenland, aber auch Irland, Portugal, Spanien und Italien geht von einer falschen Diagnose aus und kommt so zu einer Therapie, die das Problem versch&auml;rft und nicht beseitigt. Es war keineswegs die Prasserei der &ouml;ffentlichen Hand, die zu den aktuellen Zahlungsschwierigkeiten der L&auml;nder des Euro-Raums gef&uuml;hrt hat.<br>\nUrsache des hohen Schuldenstandes war die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise, die vergleichsweise harmlos als Hypotheken-Kredikrise 2007 in den USA begann, sich dann aber zu einer globalen Krise von historischem Ausma&szlig; weiterentwickelt hat. Es handelt sich dabei um eine Krise des finanzmarktgetriebenen Kapitalismus, der auf spekulativen Blasen beruht, die zwangsl&auml;ufig irgendwann platzen m&uuml;ssen. Als es soweit war, waren die Banken von Insolvenz bedroht und die Staaten eilten ihnen mit Milliardenkrediten und B&uuml;rgschaften zur Hilfe. Gleichzeitig f&uuml;hrte die Kreditklemme der Banken zu einer Rezession, wie man sie seit 1949 nicht mehr erlebt hatte. Damit stiegen die Ausgaben der Staaten extrem und die Einnahmen brachen weg. Die &bdquo;Schuldenkrise&ldquo; ist also keine neue Krise, sondern die Fortsetzung der globalen Finanzkrise. Dazu kommt das Problem, dass der Eurozone eine einheitliche Sozial-, Steuer- und Lohnpolitik fehlt, weil die marktradikale Ideologie trotz einheitlicher W&auml;hrung an der Konkurrenz der Euro-Staaten auf den Weltfinanzm&auml;rkten festhielt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stellungnahme-zur-krisenpolitik.de\/index.php?id=10228&amp;L=2\">Stellungnahme zur Krisenpolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lucas Zeise &ndash; Keine Angst vor der Notenpresse<\/strong><br>\nDie EZB soll nicht die Schulden von Staaten finanzieren, sagen Kritiker &ndash; diese Scheinheiligen wollen aber in Wahrheit nur, dass Privatbanken weiter als Mittler daran verdienen k&ouml;nnen.&nbsp;[&hellip;]<br>\nOhne einen Schwenk zur Staatsfinanzierung durch die Notenbank,&nbsp;ohne dass das Verbot der Finanzierung des Staates durch die Notenbank gebrochen wird, kann diese Krise nicht gel&ouml;st werden. [&hellip;]&nbsp;Die Lizenz zum Gelddrucken haben in unserem Geldsystem die privaten Gesch&auml;ftsbanken. Sie k&ouml;nnen alles Geld, das sie in Form von Einlagen oder sogar Eigenkapital zur Verf&uuml;gung&nbsp;haben, in Staatsanleihen investieren. Diese Staatsanleihen reichen sie als Sicherheit bei der Zentralbank ein und holen sich zum Leitzins frisches Geld, mit dem sie sich wiederum frische Staatsanleihen besorgen &ndash; und&nbsp;immer so weiter.<br>\nDie Zentralbank finanziert also in unserem Geldsystem bereits ganz ordin&auml;r und regelm&auml;&szlig;ig den Staat. Sie tut es allerdings vermittelt durch Intermedi&auml;re, wie die Banker sich zuweilen nennen und bei denen denn auch&nbsp;der Gewinn vorwiegend h&auml;ngen bleibt. Das bei uns geltende Verbot der Staatsfinanzierung durch die Zentralbank m&uuml;sste eigentlich, um der g&auml;ngigen Praxis Gen&uuml;ge zu tun, korrekt lauten: Die Zentralbank darf andere&nbsp;Staatsinstitutionen nur unter Gewinnbeteiligung von Privatkapital finanzieren.<br>\nWer die Staatsfinanzierung durch die Zentralbank ablehnt, tut dies mit dem Inflationsargument. [&hellip;]&nbsp;Nehmen wir einmal an, es gel&auml;nge, den scheinheiligen Widerstand der deutschen Notenbanker und ihres zahlreichen Anhangs bei Banken und in der Publizistik zu&nbsp;&uuml;berwinden. Nehmen wir also an, die EZB w&uuml;rde im gro&szlig;en Stil Schulden der Euro-Staaten auf ihre Bilanz nehmen: M&uuml;ssten wir mit massiver Geldvermehrung rechnen?&nbsp;H&auml;tten wir eine galoppierende Inflation zu bef&uuml;rchten, wie im Deutschen Reich 1919 ff., als die Kriegskosten monetarisiert wurden? Nichts davon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kolumne-lucas-zeise-keine-angst-vor-der-notenpresse\/60126347.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Danke, Herr Zeise! Endlich einmal ein namhafter Journalist, der das Kartell des Schweigens bricht.<br>\nAuch die NachDenkSeiten haben sich bereits mit diesem Thema <a href=\"?p=9857\">befasst<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Paul Krugman &ndash; This Is The Way The Euro Ends<\/strong><br>\n[&hellip;]&nbsp;Every even halfway plausible route to euro salvation now depends on a radical change in policy by the European Central Bank. Yet as John Quiggin&nbsp;says in today&rsquo;s Times, the ECB has instead been part of the problem.&nbsp;I believe that the ECB rate hike earlier this year will go down in history as a classic example of policy idiocy. We would probably still be in this mess even if the ECB hadn&rsquo;t raised rates, but the sheer stupidity of obsessing&nbsp;over inflation when the euro was obviously at risk boggles the mind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2011\/11\/09\/this-is-the-way-the-euro-ends-2\/\">New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>The global debt clock<\/strong><br>\nOur interactive overview of government debt across the planet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/content\/global_debt_clock\">The Economist<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.S.:<\/strong> An sich ganz nett, was aber an den Karten noch fehlt: bei wem sind die einzelnen L&auml;nder verschuldet? Das w&uuml;rde doch die ganze verlogene Misere zeigen, wie sie wirklich ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lohnentwicklung 2000 bis 2010: Ein f&uuml;r die Arbeitnehmer verlorenes Jahrzehnt <\/strong><br>\nIn den vergangenen zehn Jahren reichten die Lohnsteigerungen in Deutschland kaum, um die Teuerung auszugleichen. L&auml;ngst sind es nicht mehr nur einzelne Gruppen von Arbeitnehmern, die sich mit einer bescheidenen Lohnentwicklung zufrieden geben m&uuml;ssen. Stagnierende oder sogar r&uuml;ckl&auml;ufige Reall&ouml;hne sind mittlerweile ein weit verbreitetes Ph&auml;nomen, das M&auml;nner und Frauen, Teil- und Vollzeitbesch&auml;ftigte, einfache Arbeiten und Akademikerjobs, niedrige und gehobene Gehaltsklassen trifft. Das zeigt eine neue Arbeitsmarktstudie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die im aktuellen Wochenbericht vorgestellt wird.<br>\nZwischen 2000 und 2005 blieben vor allem die Bezieher geringer Entgelte bei der Lohnentwicklung zur&uuml;ck. Danach entwickelten sich die kaufkraftbereinigten Stundenl&ouml;hne auch in den mittleren Lohngruppen nur schwach. Nicht einmal die H&ouml;chstverdiener konnten sich von diesem Trend abkoppeln: Brutto kamen sie seit 2005 zwar noch auf leichte Zuw&auml;chse, netto wurden diese aber durch den Schwund der Kaufkraft aufgezehrt. &Uuml;ber alle Lohngruppen hinweg sanken die mittleren Bruttostundenl&ouml;hne im gesamten Zeitraum von 2000 bis 2010 um durchschnittlich 2,3 Prozent. Da sich bei den Nettol&ouml;hnen hingegen die Wirkungen von Steuern und Sozialabgaben bemerkbar machten, gab es hier einen Anstieg von 1,4 Prozent in zehn Jahren.<br>\nNicht viel anders sieht die Lage bei den Monatseinkommen aus, die allerdings auch wegen des Trends zur Teilzeitarbeit gedr&uuml;ckt wurden. Zwischen 2000 und 2010 sanken die durchschnittlichen realen Bruttoerwerbseinkommen der Arbeitnehmer pro Monat bei&nbsp; acht von zehn Gehaltsgruppen. Die Spannbreite des R&uuml;ckgangs lag dabei zwischen etwa einem und 23 Prozent. Lediglich die beiden obersten Gruppen konnten zwischen 2000 und 2010 reale Einkommenssteigerungen verbuchen. Insgesamt sanken die monatlichen Bruttoerwerbseinkommen im Mittel um 4,2 Prozent.<br>\n&bdquo;Gro&szlig;e Verluste mussten diejenigen Arbeitnehmer hinnehmen, die etwa wegen Arbeitslosigkeit oder Erziehungsurlaub zwischenzeitlich ohne Besch&auml;ftigung waren&ldquo;, so Grabka. Arbeitnehmer dagegen, bei denen es nicht zu einer Unterbrechung der Berufst&auml;tigkeit kam, konnten Einkommensgewinne von durchschnittlich zw&ouml;lf Prozent realisieren. &bdquo;Insgesamt sind ihre Zuw&auml;chse jedoch kleiner als die Einkommensverluste bei Arbeitnehmern mit Erwerbsunterbrechungen. Betrachtet man beide Gruppen zusammen, ergibt sich ein Minus von vier Prozent.&ldquo; &nbsp;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.388614.de\/themen_nachrichten\/lohnentwicklung_2000_bis_2010_ein_fuer_die_arbeitnehmer_verlorenes_jahrzehnt.html\">DIW<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.388565.de\/11-45.pdf\">DIW Wochenbericht [PDF &ndash; 810 KB]<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/111110_entwicklung_tarifloehne.gif\" alt=\"Entwicklung der Tarifloehne\" title=\"Entwicklung der Tarifloehne\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/wsimit_2010_04_schulten.pdf\">WSI Mitteilungen [PDF &ndash; 410 KB]<\/a><\/p>\n<p><em>(Diese Grafik bildet nur die Tarifl&ouml;hne ab, dort liegt die Lohnentwicklung in Deutschland h&ouml;her als wenn man die gesamten L&ouml;hne ber&uuml;cksichtigt. Aber immerhin zeigt sich auch da wie Deutschland zur&uuml;ckgefallen ist. (WL))<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Kein Wunder also, dass sich die &bdquo;preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; Deutschlands gegen&uuml;ber dem Euro-Raum st&auml;ndig verbessert hat. Ausweislich der Statistik der Deutschen Bundesbank hat sich diese Wettbewerbsf&auml;higkeit seit 1998 um 8,7% verbessert, w&auml;hrend sie sich etwa bei Griechenland um 9% oder bei Spanien gar um 10,3% verschlechtert hat. Kein anderes Land hat seine preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit auch nur ann&auml;hernd so <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/statistik\/statistik_eszb_neuesfenster_tabelle.php?stat=hci&amp;lang=\">verbessern k&ouml;nnen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mindestlohn: Merkel stoppt die CDU<\/strong><br>\nWenige Tage vor dem CDU-Parteitag stellt sich Kanzlerin Merkel gegen ihre Partei: Ein Mindestlohn sei zwar notwendig. Er solle sich aber nicht an den Tarifen der Zeitarbeitsbranche richten. Damit wendet sich die Kanzlerin gegen den zentralen Parteitags-Antrag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit---soziales\/mindestlohn--merkel-stoppt-cdu,1473632,11122198.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Wenn es darum geht, dass man von t&auml;glich acht Stunden Arbeit leben und seine Familie ern&auml;hren k&ouml;nnen soll, und dass der Mindestlohn dies absichern soll, dann fragt es sich, warum der Mindestlohn branchenspezifisch sein soll. Sind Lebenskosten etwa branchenspezifisch?<br>\nAch, ja, die CDU ist bei diesem Thema gerade deshalb unglaubw&uuml;rdig, weil es jedem klar sein m&uuml;sste, dass es der CDU nicht darum geht, die Lage der Geringverdiener zu verbessern, sondern, nur Stimmenfang zu betreiben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>IG Metall: Der Entgrenzung und dem Verfall von Arbeitszeit entgegenwirken<\/strong><br>\nLaut Tarifvertrag liegt die Wochenarbeitszeit in der Metall- und Elektroindustrie&nbsp;in Westen bei 35 Stunden und im Osten bei 38 Stunden. Tats&auml;chlich summierte sich&nbsp;die Arbeitszeit in dieser Branche&nbsp;im ersten Quartal 2011 auf durchschnittlich 41 Stunden in der Woche&hellip; Dieses Plus an Arbeit m&uuml;ssen die Besch&auml;ftigten gro&szlig;teils in Form von Mehrarbeit erbringen. Firmenleitungen schaffen meist keine neuen Jobs. Oft&nbsp;&uuml;bernehmen&nbsp;sie noch nicht einmal die&nbsp;Auszubildenden unbefristet. Sie setzen auf m&ouml;glichst viel Flexibilit&auml;t, vergeben Werkvertr&auml;ge, stellen Leiharbeitnehmer oder befristet Besch&auml;ftigte&nbsp;ein&hellip;<br>\nIn&nbsp;68 Prozent der&nbsp;Betriebe hat der&nbsp;Leistungsdruck zugenommen.&nbsp;In vielen F&auml;llen verf&auml;llt Zeitguthaben. Das gaben 66 Prozent der Betriebsr&auml;te an. Und in jedem zweiten Unternehmen erhalten neu eingestellte Besch&auml;ftigte nur einen befristeten Vertrag&hellip;<br>\nViele Firmen erwarten&nbsp;von ihrer Belegschaft Flexibilit&auml;t.&nbsp;Arbeitszeiten werden nicht nur immer weiter verl&auml;ngert.&nbsp;Wenn die Auftragsfrist knapp ist, arbeiten Besch&auml;ftigte auch mal am Wochenende oder in der Nacht. Diese Arbeitszeiten belasten die Gesundheit&hellip;<br>\nUnter dem Motto der &lsquo;Selbstst&auml;ndigkeit&rsquo; wird den Besch&auml;ftigten mehr Autonomie und Verantwortung f&uuml;r das Arbeitsergebnis &uuml;bertragen. Diese neue&nbsp;unternehmerische Steuerungsform&nbsp;f&uuml;hrt&nbsp;dazu, dass&nbsp;sich in vielen F&auml;llen die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatsph&auml;re aufl&ouml;sen.&nbsp;Erholung und&nbsp;Privatleben&nbsp;k&ouml;nnen kaum gelingen, wenn die Arbeitnehmer st&auml;ndig erreichbar sind und unterwegs oder zu Hause arbeiten m&uuml;ssen&hellip;<br>\nDie Arbeit ist ungleich zwischen M&auml;nnern und Frauen verteilt. M&auml;nner&nbsp;arbeiten durchschnittlich&nbsp;l&auml;nger, Frauen&nbsp;h&auml;ufig in Teilzeit.&nbsp;Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass Frauen l&auml;nger arbeiten wollen und M&auml;nner k&uuml;rzere Arbeitszeiten anstreben. So wollen 30 Prozent der M&auml;nner ihre Wochenarbeitszeit um mindestens 1,6 Stunden verk&uuml;rzen. 45 Prozent der Teilzeit arbeitenden Frauen wollen dagegen l&auml;nger arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-7A62D53C-3C114796\/internet\/style.xsl\/der-entgrenzung-und-dem-verfall-von-arbeitszeit-entgegenwirken-8967.htm\">IG Metall<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Leichter R&uuml;ckgang bei den offenen Stellen<\/strong><br>\nIm dritten Quartal 2011 gab es knapp 920.000 offene Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt, zeigt eine Betriebsbefragung des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das sind 105.000 mehr als vor einem Jahr, aber 56.000 weniger als im zweiten Quartal 2011.<br>\n780.000 offene Stellen entfielen auf Westdeutschland. In Ostdeutschland suchten die Betriebe 140.000 neue Mitarbeiter.<br>\nDie Zahl der sofort zu besetzenden Stellen blieb relativ stabil und lag bei 689.000. Die Zahl der sp&auml;ter zu besetzenden Stellen sank dagegen verglichen mit dem zweiten Quartal 2011 um knapp 18 Prozent auf 231.000. &bdquo;Dies deutet darauf hin, dass sich die Erwartungen der Betriebe im Hinblick auf die zuk&uuml;nftige wirtschaftliche Entwicklung eintr&uuml;ben und die Arbeitgeber bei ihren mittelfristigen Personalplanungen vorsichtiger werden&ldquo;, so IAB-Forscher Martin Dietz.<br>\nDer Anteil der offenen Stellen, die der Arbeitsagentur bekannt sind, steigt im dritten Quartal 2011 auf 54 Prozent.<br>\nDas IAB erfasst viermal j&auml;hrlich das gesamte Stellenangebot, also auch jene Stellen, die nicht den Arbeitsagenturen gemeldet werden. Im dritten Quartal 2011 wurden 9.000 Arbeitgeber aller Wirtschaftsbereiche befragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/grauepap\/2011\/os1103.pdf\">Ergebnisse der IAB-Erhebung zum Gesamtwirtschaftlichen Stellenangebot (EGS) [PDF &ndash; 45 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zur Problematik der Betriebsbefragungen durch das IAB: <a href=\"?p=10008\">Wie kommt die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zu den gemeldeten Stellen?<\/a><br>\nIm Januar dieses Jahres schrieb uns ein Leser zu den Betriebsbefragungen folgendes: Als Betroffener der sich ausgiebig damit besch&auml;ftigt ist mir nat&uuml;rlich aufgefallen, dass die Redundanz immer mehr zunimmt. (jobboerse.arbeitsagentur.de) So bleiben Stellen, die schon lang besetzt sind, einfach in der Datenbank bestehen. Zeitr&auml;ume von einem Jahr sind da keine Seltenheit. Die Verpflichtung (gerade im &ouml;ffentlichen Bereich) zur &ouml;ffentlichen Stellenausschreibung f&uuml;hrt auch oft dazu, dass selbige schon l&auml;ngst besetzt sind, aber aus &ldquo;formaljuristischen&rdquo; Gr&uuml;nden trotzdem in der Datenbank mit aufgenommen werden. Ein weiter Punkt ist der stetige Anstieg einer Anonymisierung. Immer seltener findet man Firmen die mit ihren Namen inserieren. So findet man von 10 Angeboten neun von privaten Arbeitsvermittlern. Arbeitgeber leiten sicher ihr Stellenangebot nicht nur an einen AV weiter. Gemessen daran wie viele AV sich regional tummeln (Raum Zwickau ca. 50), kann man nur erahnen, zu was f&uuml;r einer Erh&ouml;hung der offenen Stellenangebote das f&uuml;hrt. Da steht dann ein und dasselbe Stellenangebot einfach unter unterschiedlichen Namen privater Arbeitsvermittler drin. So waren im Herbst 2010 ca. 420.000 offene Stellen zu besetzen und nun im Januar sind es auf einmal 650.000. Wo kommen die auf einmal her, ist es der Aufschwung? Zieht man von der tats&auml;chlich vorhanden Anzahl die &ldquo;kleinkriminellen&rdquo; Stellen (z.B. Verm&ouml;gensberatung) ab, bleiben meines Erachtens vielleicht 50.000-100.000 Stellen &uuml;brig. Eine genaue Zahl kann ich nat&uuml;rlich nicht benennen, wichtig ist mir nur dass man bei der Zahl der Stellenangebote auch sehr vorsichtig sein sollte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Riester-Rente: Auch nach zehn Jahren viele offene Fragen<\/strong><br>\nRiester-Sparen soll k&uuml;nftigen Ruhest&auml;ndlern dabei helfen, das reduzierte Niveau der gesetzlichen Rente auszugleichen. Doch ob das funktioniert, ist auch nach zehn Jahren nicht klar. Die Datenlage zum Vorsorgesparen ist sehr l&uuml;ckenhaft, zeigt eine Analyse aus dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung&hellip;<br>\nDer WSI-Experte f&uuml;r soziale Sicherung hat die wissenschaftliche Literatur zur Riester-Rente aufgearbeitet. &bdquo;Es zeigt sich, dass aufgrund der Forschungslage eine abschlie&szlig;ende Bewertung nur f&uuml;r einzelne Aspekte m&ouml;glich ist, da zu einigen zentralen Fragen keine oder nur l&uuml;ckenhafte Daten vorliegen oder verf&uuml;gbare Daten teils widerspr&uuml;chliche Schl&uuml;sse zulassen&rdquo;, lautet Blanks Fazit. &bdquo;Diese Negativ-Erfahrungen im Kontext der Riester-Rente sollten dringend beachtet werden, wenn tats&auml;chlich eine steuerlich gef&ouml;rderte private Pflege-Zusatzversicherung konzipiert werden sollte&ldquo;, sagt der Wissenschaftler. Darauf haben sich die Koalitionsspitzen am vergangenen Wochenende geeinigt.<br>\nBei der Riester-Rente sieht der Forscher auch an ganz grunds&auml;tzlichen Punkten noch erheblichen Kl&auml;rungsbedarf:<br>\nWie viele Personen nutzen die Vorsorge? So viel ist aus Berichten der Bundesregierung bekannt: Bis Ende Juni 2011 wurden knapp 14,8 Millionen Riester-Vertr&auml;ge abgeschlossen. Die Deutsche Rentenversicherung f&uuml;hrte Mitte 2010 11,6 Millionen Konten, &uuml;ber die Zulagen an Riester-Sparer gezahlt werden k&ouml;nnen. Die genaue Zahl derjenigen, die einen Anspruch auf Riester-F&ouml;rderung h&auml;tten, ist jedoch nicht exakt bekannt. 2007 waren nach Sch&auml;tzungen 38,6 Millionen Menschen anspruchsberechtigt.<br>\nZudem bleiben blinde Flecken. So rechnen Wissenschaftler damit, dass beispielsweise im Jahr 2008 rund f&uuml;nf Prozent der neu abgeschlossenen Vertr&auml;ge von den Sparern wieder storniert wurden. Diese Zahlen flie&szlig;en zwar in die Statistik ein. Warum aus dem Vorsatz zur Vorsorge dann aber doch nichts wurde, ist unbekannt. Andere Studien belegen, dass etliche Sparer mit laufenden Vertr&auml;gen die F&ouml;rderung nur zum Teil aussch&ouml;pfen, andere lassen den Sparkontrakt ruhen. Auch hier ist unerforscht, woran das liegt.<br>\nKaum Daten zur Rendite. F&uuml;r Versicherungen und Banken ist die Riester-Rente ein Milliarden-Markt. Anlageprodukte, zu denen der Staat eine Zulage zahlt, m&uuml;ssen vom Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern gepr&uuml;ft werden. Bis Ende Januar 2011 hatte die Beh&ouml;rde mehr als 5.100 Produkte als &ldquo;riesterf&auml;hig&rdquo; zertifiziert. Auch wenn davon nur ein Bruchteil aktiv vertrieben wird, ist der Markt extrem un&uuml;bersichtlich, zeigt Blanks Auswertung. Systematische &Uuml;berblicke &uuml;ber Kosten und Renditen der Riester-Produkte fehlen.<br>\nUngekl&auml;rt ist beispielsweise, ob die Anlagen tats&auml;chlich durchschnittlich vier Prozent Rendite pro Jahr bringen &ndash; so, wie es bei Einf&uuml;hrung der Zusatzvorsorge erwartet worden war. Die Bundesregierung konnte zu diesem f&uuml;r die Wirksamkeit des neuen Systems entscheidenden Aspekt bislang keine Daten liefern. Analysen und Simulationsrechnungen von Wissenschaftlern kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Einzelne Studien im Auftrag von Verbrauchersch&uuml;tzern, die eine Auswahl von Produkten unter die Lupe nahmen, stellten bei etlichen davon gro&szlig;e Defizite fest: Die Kostenstrukturen des Vertrags seien f&uuml;r den Kunden oft intransparent, bei der Auszahlung im Alter gebe es selbst innerhalb einer Produktgruppe &ldquo;dramatische Unterschiede&rdquo;&hellip;<br>\nMitnahmeeffekte. Einige, aber nicht alle Untersuchungen kommen zu dem Schluss, das die Riester-F&ouml;rderung erhebliche Mitnahmeeffekte ausl&ouml;st: Personen, die bislang ohnehin schon Geld f&uuml;r den Ruhestand zur&uuml;ckgelegt haben, w&uuml;rden andere Sparformen durch ein Riester-Produkt ersetzen, um in den Genuss der F&ouml;rderung zu kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news450043\">idw<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xbcr\/hbs\/impuls_grafik_2011_16_6_rdax_600x429.jpg\" width=\"470\" alt=\"Milliarden f&uuml;r Riester-Rente\" title=\"Milliarden f&uuml;r Riester-Rente\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=38117&amp;chunk=1\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Kandidaten f&uuml;r die Lobbykratie-Medaille 2011<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=dd2ihBdJH7g&amp;noredirect=1\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das Gesch&auml;ft mit der Angst: Abzocke bei der Altersvorsorge<\/strong><br>\nHajo K&ouml;ster, Bund der Versicherten: &ldquo;Das gro&szlig;e Problem ist nat&uuml;rlich, dass wenn ich 50 Euro hier einbezahle, landen ja nicht 50 Euro in irgendwelchen Fonds, sondern der Versicherungsvertreter m&ouml;chte bezahlt werden, das Unternehmen m&ouml;chte bezahlt werden, das macht es ja nicht f&uuml;r gratis f&uuml;r lau, sondern die m&ouml;chten ja Gewinne machen. Wir haben es mal nachgerechnet, etwa 15,5% steckt nur an Provision und an Kosten in solchen Vertr&auml;gen, das hei&szlig;t wenn ich 40 000 Euro einzahle fast komm ich ja hin sind 6000 Euro sofort weg.&rdquo;&hellip;<br>\nNiels Nauhauser, Verbraucherzentrale Baden-W&uuml;rttemberg: &ldquo;In rund 9 von 10 F&auml;llen haben Verbraucher Produkte abgeschlossen, die nicht ihren Bed&uuml;rfnissen entsprechen, sei es, weil sie zu riskant sind, zu unflexibel oder zu teuer. Wir sch&auml;tzen den Schaden auf rund 50 bis 100 Milliarden Euro jedes Jahr.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/ard\/servlet\/content\/3517136?documentId=8705806\">ARD Mediathek<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"upload\/pdf\/111110_Report_Muenchen-Das_Geschaeft_mit_der-Angst.pdf\">Text der Sendung [PDF &ndash; 30 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Plagiate nicht die einzigen F&auml;lle von wissenschaftlichem Fehlverhalten<\/strong><br>\nEs bedarf deutlicher &Auml;nderungen im Wissenschaftssystem, um wissenschaftlichem Fehlverhalten vorzubeugen. Das war dem &ouml;ffentlichen Fachgespr&auml;ch im Ausschuss f&uuml;r Bildung, Forschung und Technikfolgenabsch&auml;tzung am Mittwochvormittag zu entnehmen. Dabei waren sich die Experten einig, dass wissenschaftliches Fehlverhalten nicht allein mit Anti-Plagiatssoftware bek&auml;mpft werden kann. Zudem sei wissenschaftliches Fehlverhalten kein neues Ph&auml;nomen und lasse sich nicht nur an Plagiaten festmachen.<br>\nAls ein &bdquo;Kernst&uuml;ck&ldquo; der Problematik nannte Professor Stefan Hornbostel vom Institut f&uuml;r Forschungsinformation und Qualit&auml;tssicherung die Betreuung von Doktoranden. So gebe es viele externe Promotionen, die nicht in einen universit&auml;ren Forschungskontext eingebunden seien. Bei ihnen k&ouml;nne der Betreuer die Arbeitsfortschritte nur schwer beobachten. Als weitere Probleme nannte Hornbostel unter anderem die h&auml;ufig nicht formalisierten Aufnahmeprozeduren und die ungeregelte Erfassung von Promovierenden. Dies habe zur Folge, dass es in Deutschland keine belastbaren Aussagen &uuml;ber die Zahl der Promovierenden, &uuml;ber Abbr&uuml;che und Promotionsdauer gebe.<br>\nAuch gebe es keinen &bdquo;zuverl&auml;ssigen &Uuml;berblick &uuml;ber die Intensit&auml;t wissenschaftlichen Fehlverhaltens&ldquo;, erg&auml;nzte Wolfgang L&ouml;wer, Professor f&uuml;r &Ouml;ffentliches Recht und Wissenschaftsrecht in Bonn und Sprecher der Beratungs- und Vermittlungseinrichtung &bdquo;Ombudsman f&uuml;r die Wissenschaft&ldquo;. Er wies darauf hin, dass Plagiate &ndash; wie j&uuml;ngst bei &bdquo;spektakul&auml;ren F&auml;llen&ldquo; &ndash; nicht der &bdquo;einzige Brennpunkt&ldquo; seien. Vor allem im Bereich der Naturwissenschaften sei auch die Manipulation von Daten ein Problem, etwa durch die Unterdr&uuml;ckung von Falsifikationshinweisen, die die Arbeitshypothese gef&auml;hrden k&ouml;nnten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_11\/2011_458\/05.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Aufruf zum Bildungsstreik am 17. November<\/strong><br>\nWir, die UnterzeichnerInnen dieses Papiers, rufen alle Sch&uuml;lerInnen, Studierenden, Auszubildenden, LehrerInnen, Dozierenden und alle, die sich f&uuml;r Bildung einsetzen wollen, zum Bildungsstreik f&uuml;r Solidarit&auml;t und freie Bildung auf. Am und um den 17. November 2011 sollen Demos, Proteste, Besetzungen und andere Aktionen stattfinden. Wir wollen damit die Bildungspolitik ver&auml;ndern, Menschen politisieren und Selbstorganisation st&auml;rken. Wir stellen uns dabei in den Zusammenhang mit den Jugend- und Sozialprotesten weltweit sowie mit den &bdquo;Global Weeks of Action&ldquo; vom 07. bis 20. November.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildungsstreik.net\/aufruf-zum-bildungsstreik-fur-solidaritat-und-freie-bildung\/\">Bundesweiter Bildungsstreik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Volker Pispers: Versprochen ist versprochen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/volker_pispers102.html\">WDR2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute u. a. zu folgenden Themen: Marktkonforme Demokratie, Wissenschaftler kritisieren Krisenpolitik, keine Angst vor der Notenpresse, The Global Debtclock, Lohnentwicklung, Mindestlohn, der Entgrenzung und Verfall der Arbeitszeit entgegenwirken, leichter R&uuml;ckgang bei den offenen Stellen, Riester-Rente, Lobbykratie-Medaille, Abzocke bei der Altersvorsorge, wissenschaftliches Fehlverhalten, Aufruf zum Bildungsstreik, zu guter Letzt. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11246","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11246","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11246"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11246\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11251,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11246\/revisions\/11251"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11246"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11246"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11246"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}